Die in diesem Artikel bereitgestellten Informationen dienen ausschließlich zu Informationszwecken und stellen keine Finanzberatung dar. Investitionen in Kryptowährungen sind mit einem hohen Risiko verbunden. Führe immer deine eigene Recherche durch.

Bitcoin als Altersvorsorge: Was ab 2027 gilt und was du jetzt entscheidest

Bitcoin ist in keinem staatlich geförderten Vorsorgeprodukt zugelassen, auch nicht im neuen Altersvorsorgedepot ab 2027. Wer Kryptowerte trotzdem für die eigene Rente nutzen will, geht den Weg über das Privatvermögen, und dort verschiebt ein Stichtag Ende 2026 gerade die Steuerregeln.

Sanduhr aus Glas und Messing auf einer dunklen Eichenplatte, davor eine schwere Metallmünze mit eingeprägtem Bitcoin-Zeichen
13 Min. Lesezeit
Teilen:

Bitcoin darf in kein staatlich gefördertes Altersvorsorgeprodukt. Das steht so im Zertifizierungsrecht, und es ist keine Auslegungsfrage: Weder eine Riester-Rente noch eine Rürup-Basisrente noch das neue Altersvorsorgedepot, das zum 1. Januar 2027 startet, darf Kryptowerte enthalten. Wer Bitcoin für die eigene Rente einsetzen will, hat damit genau einen Weg: das freie Privatvermögen, ohne Zuschuss, ohne Steuerförderung und ohne Anbieterhaftung.

Dieser Weg ist erlaubt, und er hatte bis vor kurzem einen steuerlichen Vorzug, den kein Fondsdepot bietet: Nach einem Jahr Haltedauer waren Gewinne vollständig steuerfrei, unabhängig von der Höhe. Genau dieser Vorzug steht jetzt zur Disposition. Ein Referentenentwurf aus dem Bundesfinanzministerium will Kryptogewinne ab 2027 pauschal mit 25 Prozent belasten, unabhängig von der Haltedauer, und schützt dabei nur Bestände, die bis zum 31. Dezember 2026 gekauft wurden. Für jemanden, der auf dreißig Jahre plant, ist das die wichtigste Zahl in diesem Text.

Warum Bitcoin in keinem staatlich geförderten Vorsorgeprodukt vorkommt

Die geförderte Altersvorsorge in Deutschland funktioniert über Zertifizierung. Ein Anbieter legt seinen Vertrag dem Bundeszentralamt für Steuern vor, und erst wenn dieses ihn nach dem Altersvorsorgeverträge-Zertifizierungsgesetz freigegeben hat, darf er als Riester- oder Rürup-Vertrag verkauft werden. Zertifizierung bedeutet dabei keine Prüfung der Renditeaussichten. Der Staat setzt Mindeststandards durch: Streuung des Kapitals, Kostendeckel, Bindung bis zum Rentenalter und eine Auszahlung, die als lebenslange Rente strukturiert ist.

Aus diesen Mindeststandards folgt der Ausschluss fast automatisch. Ein Vermögenswert, der in einzelnen Jahren die Hälfte seines Werts verlieren kann, lässt sich nicht in ein Produkt packen, das eine planbare Mindestleistung im Rentenalter zusagen soll. Diese Abwägung hat der Gesetzgeber im Gesetzestext vorweggenommen, statt sie dem einzelnen Anbieter zu überlassen. Nachlesen lässt sich der Rahmen im Altersvorsorgeverträge-Zertifizierungsgesetz selbst.

Für dich bedeutet das eine klare Trennung, die du von Anfang an im Kopf behalten solltest: Die geförderte Schicht deiner Vorsorge und die Kryptoschicht sind zwei getrennte Töpfe, mit getrennten Regeln, getrennter Besteuerung und getrennter Verfügbarkeit. Wer sie gedanklich vermischt, rechnet sich Zuschüsse oder Steuervorteile zu, die es auf der Kryptoseite nicht gibt.

Altersvorsorgedepot ab 2027: Welche Anlagen zugelassen sind und welche nicht

Das Altersvorsorgedepot ist ein staatlich gefördertes Wertpapierdepot, das den Riester-Vertrag als Standardprodukt der privaten Vorsorge ersetzen soll und bei dem der Sparer selbst aus einer zugelassenen Liste auswählt. Das zugehörige Reformgesetz hat der Bundestag Ende März 2026 verabschiedet, der Bundesrat hat es am 8. Mai 2026 gebilligt, und zum 1. Januar 2027 soll es verfügbar sein.

Zugelassen sind Fonds und ETFs der Risikoklassen eins bis fünf von insgesamt sieben, Anleihen von EU-Staaten, Bundesländern und Kommunen sowie langfristige europäische Investmentfonds der ELTIF-Kategorie. Ausdrücklich ausgeschlossen bleiben Einzelaktien, Zertifikate, Hebelprodukte, Optionsscheine und Kryptowerte wie Bitcoin oder Ether. Bemerkenswert ist dabei die Gesellschaft, in der sich Bitcoin hier befindet: Auch die Aktie eines einzelnen soliden Industrieunternehmens darf nicht ins Depot. Der Gesetzgeber sperrt nicht die Anlageklasse Krypto aus Misstrauen aus, sondern jede Position, die ein Depot auf ein einzelnes Kursrisiko verengen kann.

Was das für deine Sparrate ab 2027 bedeutet

Praktisch heißt das: Deine 2027 geförderte Sparrate landet in Fonds, dein Bitcoin-Sparplan läuft daneben auf einem gewöhnlichen Handelskonto. Beide können demselben Ziel dienen. In einer gemeinsamen Abrechnung tauchen beide aber nie auf, und nur der eine Topf bekommt Zulagen.

Richterhammer neben einem gebundenen Dokument mit rotem Wachssiegel, daran gelehnt eine Metallmünze mit Bitcoin-Zeichen
Über die Zulassung einer Anlage in die geförderte Vorsorge entscheidet das Zertifizierungsrecht, nicht die Renditeerwartung des Sparers.

Rürup, Riester und Betriebsrente: Warum die Zertifizierung Kryptowerte aussperrt

Bei der Rürup-Rente, amtlich Basisrente, tritt der Ausschluss besonders deutlich hervor. Dieses Produkt ist steuerlich attraktiv, weil die Beiträge als Sonderausgaben abziehbar sind, und es ist dafür an harte Auflagen gebunden: keine Kapitalauszahlung, keine Kündigung, keine Vererbbarkeit ohne Zusatzbaustein. Die Kapitalanlage bestimmt der Versicherer im Rahmen seiner Anlageverordnung, und Kryptowerte sind dort keine zulässige Deckungsstockanlage.

Die betriebliche Altersvorsorge liegt noch weiter entfernt. Der Aufbau läuft über fünf gesetzlich definierte Durchführungswege, und in jedem davon verwaltet ein Dritter das Geld: eine Direktversicherung, eine Pensionskasse, ein Pensionsfonds, eine Unterstützungskasse oder der Arbeitgeber selbst über eine Direktzusage. In allen Fällen steht dahinter eine Zusage über eine bestimmte Leistung, und wer eine Leistung zusagt, kann sie nicht auf einem Vermögenswert aufbauen, dessen Wert in der Zusagerechnung nicht planbar ist.

Es gibt Anbieter, die im Umfeld der Vorsorge mit Kryptobezug werben. Prüfe in solchen Fällen sehr genau, was dort tatsächlich verkauft wird: In der Regel handelt es sich um eine fondsgebundene Versicherung, die einen Fonds mit Aktien von Unternehmen aus dem Kryptosektor hält, nicht um Bitcoin selbst. Das ist ein anderes Risiko mit einem anderen Kursverlauf, und die Kostenquote einer Versicherungshülle kommt obendrauf.

Bleiben Bitcoin-Gewinne nach einem Jahr steuerfrei? Der Stichtag 31. Dezember 2026

Heute gilt: Bitcoin zählt steuerlich als anderes Wirtschaftsgut, der Verkauf ist ein privates Veräußerungsgeschäft nach § 23 des Einkommensteuergesetzes, also ein steuerpflichtiger Vorgang nur innerhalb einer Haltefrist. Diese Frist beträgt ein Jahr. Verkaufst du danach, ist der Gewinn steuerfrei, und zwar ohne Deckel. Verkaufst du vorher, greift eine Freigrenze von 1.000 Euro im Kalenderjahr, die alles oder nichts entscheidet: Bei 1.001 Euro Gewinn ist der gesamte Betrag steuerpflichtig, nicht nur der Euro darüber. Bis 2023 lag diese Grenze bei 600 Euro.

Der Referentenentwurf des Bundesfinanzministeriums will diese Systematik umstellen. Kryptowerte sollen künftig zu den Einkünften aus Kapitalvermögen zählen und mit einer Abgeltungsteuer von 25 Prozent belegt werden, also einem pauschalen Steuersatz, der unabhängig vom persönlichen Einkommen direkt an der Quelle greift. Die Haltedauer spielt dann keine Rolle mehr. Der Entwurf rechnet für 2028 mit einem Steueraufkommen von 160 Millionen Euro und für 2030 mit 350 Millionen Euro.

Entscheidend für deine Planung ist der Bestandsschutz. Nach dem Entwurf soll die neue Regel nur Kryptowerte erfassen, die nach dem 31. Dezember 2026 angeschafft werden. Was du vorher gekauft hast, bleibt im alten System mit der einjährigen Frist. Einen Vorbehalt musst du dabei mitdenken, und er ist kein Formalismus: Ein Referentenentwurf ist die Arbeitsfassung eines Ministeriums, noch keine Rechtslage. Er muss die Ressortabstimmung überstehen, dann Bundestag und Bundesrat durchlaufen, und dabei ändern sich Fristen und Stichtage regelmäßig. Die Einzelheiten zum geplanten Bestandsschutz und zum Stichtag haben wir in unserer Einordnung zur Haltefrist und zum Bestandsschutz aufgeschlüsselt.

Was folgt daraus praktisch? Wer ohnehin vorhatte, eine langfristige Kryptoposition aufzubauen, hat einen sachlichen Grund, den Einstieg nicht ohne Not ins Jahr 2027 zu schieben. Wer noch unsicher ist, ob Krypto überhaupt in seine Vorsorge gehört, sollte diese Frage nicht von einem Stichtag beantworten lassen. Eine steuerliche Frist ist ein Argument über die Reihenfolge, nie über die Eignung.

Direktkauf oder Krypto-ETP: Zwei Steuerpfade mit unterschiedlichem Ausgang

Für die Vorsorge stehen zwei Wege offen, und sie unterscheiden sich steuerlich bis heute deutlich. Beim Direktkauf hältst du die Coins selbst, entweder bei einer Handelsplattform oder in eigener Verwahrung, und der Verkauf fällt unter § 23 des Einkommensteuergesetzes mit der einjährigen Frist. Ein Krypto-ETP dagegen ist eine börsengehandelte Schuldverschreibung, die den Kurs eines Coins nachbildet und über dein normales Wertpapierdepot läuft. Gewinne daraus sind Einkünfte aus Kapitalvermögen und unterliegen der Abgeltungsteuer, unabhängig davon, wie lange du gehalten hast.

Bis heute ist das der Kern des Unterschieds: Der Direktkauf konnte nach einem Jahr steuerfrei werden, das ETP nie. Dafür bietet das ETP zwei Vorteile, die in der Vorsorge zählen. Es liegt im gewöhnlichen Depot deiner Bank oder deines Brokers, wird also gemeinsam mit den übrigen Positionen abgerechnet, und die Bank führt die Steuer automatisch ab. Du musst nichts selbst erklären, nichts selbst dokumentieren, und im Erbfall findet der Nachlass die Position auf einem Depotauszug. Welche Produkttypen in Deutschland überhaupt verfügbar sind und wie ETP, ETN und ETF sich unterscheiden, steht in unserer Übersicht zu Krypto-ETFs in Deutschland.

Sollte der Referentenentwurf in seiner jetzigen Form Gesetz werden, schmilzt der steuerliche Unterschied zwischen beiden Wegen für Neuanschaffungen weitgehend weg. Dann rückt die Frage nach der Verwahrung an die Stelle der Steuerfrage: Willst du die Coins selbst kontrollieren oder willst du die Abwicklung an eine Bank abgeben? Das ist eine Frage der eigenen Sorgfalt und der eigenen Nerven über Jahrzehnte, und sie hat keine allgemein richtige Antwort.

Wie viel Bitcoin verträgt ein Vorsorgedepot? Die Frage nach der Positionsgröße

Die ehrliche Antwort lautet: Es gibt keine belastbar herleitbare Prozentzahl, und wer dir eine nennt, hat sie geraten. Was sich herleiten lässt, ist eine Grenze von der anderen Seite her. Frage dich, welchen Betrag du vollständig verlieren könntest, ohne deinen Lebensstandard im Ruhestand zu verändern. Dieser Betrag ist deine Obergrenze. Er kann bei null liegen, und das ist ein legitimes Ergebnis.

Ein zweiter Prüfstein hilft bei der Umsetzung. Die geförderte und die gesetzliche Schicht deiner Vorsorge sollten die Grundversorgung abdecken, also Wohnen, Gesundheit und Nahrung. Was darüber hinaus geht, ist die Schicht, in der eine schwankungsanfällige Position überhaupt vertretbar wird. Solange die Grundversorgung nicht steht, wird der Aufbau einer Kryptoposition zur Wette mit genau dem Geld, das diese Grundversorgung tragen soll.

Beim Aufbau selbst spricht die Mechanik für regelmäßige Käufe statt für einen Einmalbetrag. Ein Sparplan verspricht keine höhere Rendite. Er nimmt den Kaufzeitpunkt aus der Entscheidung heraus und vermeidet damit den häufigsten Fehler: den Einstieg nach einer Kursrally und den Ausstieg nach einem Einbruch. Welche Anbieter in Deutschland einen automatisierten Kauf zu welchen Konditionen anbieten, zeigt unser Vergleich der Bitcoin-Sparpläne. Achte dort besonders auf die Ausführungsgebühr in Prozent, denn sie wirkt bei kleinen monatlichen Beträgen stärker als jede Depotgebühr.

Das Entnahmerisiko: Warum der Zeitpunkt des Rentenbeginns über das Ergebnis entscheidet

Beim langfristigen Sparen richtet sich die Aufmerksamkeit fast immer auf die Ansparphase. Für die Vorsorge ist die Entnahmephase jedoch der kritischere Teil, und dafür gibt es einen Fachbegriff: Das Entnahmereihenfolgerisiko beschreibt, dass zwei Depots mit identischer Durchschnittsrendite völlig verschieden enden können, je nachdem, ob die schlechten Jahre am Anfang oder am Ende der Entnahme liegen.

Der Grund ist einfach. Wer im ersten Rentenjahr verkaufen muss, während der Kurs tief steht, verkauft mehr Anteile für denselben Euro und nimmt dem Depot damit dauerhaft Substanz, die in der späteren Erholung fehlt. Bei einem breit gestreuten Aktienfonds ist dieser Effekt unangenehm. Bei einem Vermögenswert, der in der Vergangenheit über Jahre hinweg deutlich unter seinem Höchststand gelegen hat, kann er einen Entnahmeplan zerlegen.

Daraus folgt eine konkrete Regel für den Umgang mit einer Kryptoposition im Vorsorgedepot: Eine solche Position darf kein Baustein sein, auf dessen Verkauf du in einem bestimmten Jahr angewiesen bist. Wer sie so plant, dass sie über mehrere Jahre hinweg flexibel und nur bei tragbaren Kursen aufgelöst wird, nimmt dem Risiko die Spitze. Ein Auszahlplan mit festem monatlichen Betrag aus einer schwankungsanfälligen Position tut das Gegenteil.

Einen Spalt offenes Stahlfach eines Tresors mit einer Metallmünze und einem gestanzten Titanplättchen auf mattem Filz
Bei einem Anlagehorizont von Jahrzehnten wird die Verwahrung zum eigentlichen Projekt: Der Zugriff muss auch dann noch funktionieren, wenn niemand mehr weiß, wo das Backup liegt.

Verwahrung über Jahrzehnte: Hardware-Wallet, Nachlass und der Zugriff der Erben

Ein Vorsorgehorizont von dreißig Jahren stellt an die Verwahrung Anforderungen, die bei einem Fondsdepot niemand bedenken muss, weil sie dort die Bank trägt. Bei Selbstverwahrung, also der Aufbewahrung der Schlüssel in eigener Hand ohne Beteiligung eines Dienstleisters, trägst du drei Aufgaben allein: Das Gerät muss über Jahrzehnte funktionsfähig oder ersetzbar bleiben, die Wiederherstellungswörter müssen an einem Ort liegen, der Feuer, Wasser und Umzüge übersteht, und es muss einen Menschen geben, der im Todesfall überhaupt weiß, dass es diese Position gibt.

Der letzte Punkt ist derjenige, an dem es in der Praxis scheitert. Eine Bankverbindung findet der Nachlass über die Kontenabfrage. Coins in einer Hardware-Wallet in einem Schrank findet niemand, und ohne die Wiederherstellungswörter sind sie unwiederbringlich verloren, auch für rechtmäßige Erben mit vollständigem Erbschein. Wie du den Zugriff so regelst, dass die Erben die Position finden, ohne dass die Wörter zu Lebzeiten irgendwo offen herumliegen, haben wir in einer eigenen Anleitung zum Vererben von Kryptowerten beschrieben.

Wiederherstellungswörter über Jahrzehnte sichern

Zur Aufbewahrung selbst: Wiederherstellungswörter auf Papier überleben dreißig Jahre nur unter guten Bedingungen. Wer auf diesem Zeithorizont plant, sollte über eine Stahl- oder Titanplatte nachdenken und über zwei räumlich getrennte Kopien. Ein Bildschirmfoto, eine Notiz-App oder ein Cloud-Speicher gehören ausdrücklich nicht dazu, weil jeder Dienst mit Onlinezugang über dreißig Jahre irgendwann ein Datenleck hat.

Kosten, die über dreißig Jahre den Unterschied machen: Spread, Sparplangebühr, Verwahrung

Auf einem Vorsorgehorizont wirken Kosten anders als bei einem Trade. Eine Gebühr von einem Prozent auf jede Sparrate klingt harmlos und kostet über dreißig Jahre einen erheblichen Teil des Endvermögens, weil jeder abgezogene Euro auch seine spätere Wertentwicklung mitnimmt. Deshalb lohnt sich beim Kryptoanteil der Vorsorge derselbe nüchterne Blick auf die Kostenstruktur, den man bei einem Fondsdepot längst gewohnt ist.

Drei Posten gehören auf die Rechnung. Erstens der Spread, also die Differenz zwischen Kauf- und Verkaufskurs, die eine Plattform einbehält und die bei Anbietern ohne ausgewiesene Ordergebühr die eigentliche Kostenquelle ist. Zweitens die Ausführungsgebühr des Sparplans, häufig als Prozentsatz der Rate berechnet. Drittens bei einem ETP die jährliche Verwaltungsgebühr, die laufend aus dem Produktvermögen entnommen wird und die du nie als Abbuchung siehst.

Ein vierter Posten wird regelmäßig übersehen und ist gerade in der Vorsorge relevant: die Auszahlungskosten. Wer dreißig Jahre spart, verkauft am Ende, und dabei fallen Gebühren für die Veräußerung und für die Überweisung auf das eigene Konto an. Prüfe die Konditionen für den Verkauf bei einem Anbieter, bevor du dort mit dem Sparen beginnst. Eine Plattform mit günstigem Einstieg und teurem Ausstieg ist für einen Vorsorgezweck die schlechtere Wahl.

Nachweispflicht über Jahrzehnte: die Transaktionshistorie

Und schließlich die Dokumentation. Beim Direktkauf musst du Anschaffungszeitpunkt und Anschaffungskosten jeder einzelnen Tranche über Jahrzehnte belegen können, weil das Finanzamt bei einem Verkauf genau danach fragt. Bei dreißig Jahren Sparplan sind das mehrere hundert Einzelkäufe. Wer diesen Nachweis erst im Verkaufsjahr aufbauen will, findet die Handelshistorie einer Plattform, die es zwischenzeitlich nicht mehr gibt, nicht wieder. Exportiere die Transaktionshistorie mindestens einmal im Jahr und lege sie zu deinen Steuerunterlagen.

Bitcoin in der Altersvorsorge: Was du daraus mitnimmst

  1. Trenne die Töpfe und rechne nicht mit Förderung. Deine geförderte Vorsorge läuft über zertifizierte Produkte, in denen Kryptowerte gesetzlich nicht zugelassen sind, auch im Altersvorsorgedepot ab 2027 nicht. Der Kryptoanteil ist eine zusätzliche, freie Schicht ohne Zulagen, ohne Sonderausgabenabzug und ohne Anbieterhaftung. Wie die Besteuerung dieser Schicht abläuft und mit welchen Werkzeugen du sie über Jahre dokumentierst, findest du in unserer Übersicht der Krypto-Steuertools und Portfolio-Tracker.
  2. Kläre die Verwahrung, bevor der Betrag groß wird. Auf dreißig Jahre ist der Zugriff das größere Risiko als der Kurs. Entscheide dich für einen Weg, notiere die Wiederherstellungswörter auf einem dauerhaften Träger, lege zwei räumlich getrennte Kopien an und sorge dafür, dass ein Mensch deines Vertrauens von der Existenz der Position weiß. Welche Geräte sich dafür eignen, zeigt der Vergleich der Hardware-Wallets.
  3. Prüfe die Kosten am Ausstieg, nicht nur am Einstieg. Vergleiche Spread, Sparplangebühr und Auszahlungskonditionen desselben Anbieters in einer Rechnung und achte darauf, ob er in der EU reguliert ist. Für die Vorsorge zählt die Belastbarkeit eines Anbieters über Jahrzehnte mehr als eine Aktion für Neukunden. Eine Gegenüberstellung findest du im Vergleich der Krypto-Börsen.

(Stand: 24. September 2026. Dieser Beitrag ist keine Anlageberatung. Kurse und Gebührenmodelle ändern sich; prüfe die Konditionen vor jedem Kauf beim Anbieter selbst.)

Transparenzhinweis: Dieser Beitrag wurde unter Zuhilfenahme künstlicher Intelligenz erstellt und vor der Veröffentlichung redaktionell geprüft. Alle Zahlen und Angaben wurden gegen die im Text verlinkten Primärquellen abgeglichen. Das Beitragsbild wurde mit KI erzeugt.

Verwandte Artikel

Vielleicht auch interessant