Die in diesem Artikel bereitgestellten Informationen dienen ausschließlich zu Informationszwecken und stellen keine Finanzberatung dar. Investitionen in Kryptowährungen sind mit einem hohen Risiko verbunden. Führe immer deine eigene Recherche durch.

Bitpanda-Gebühren von 0,99 bis 2,49 Prozent: Was dahintersteckt

Bitpanda ordnet jeden Coin einer von vier Preisstufen zu, von 0,99 Prozent für Bitcoin bis 2,49 Prozent für kleine Werte. Was 100 Euro hin und zurück kosten, warum der Spread im Pflichtdokument fehlt und wo im selben Haus 0,25 Prozent reichen.

Metalltrichter auf dunklem Stein, oben fallen goldene Bitcoin-Münzen hinein, unten tropft nur ein einzelner Rest heraus
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Wer bei Bitpanda Krypto kauft, zahlt eine Handelsgebühr zwischen 0,99 und 2,49 Prozent. Welche der vier Stufen für deinen Coin gilt, steht in einem Pflichtdokument, das die wenigsten Käufer je öffnen. Die aktuelle Fassung trägt das Datum 8. Juli 2026 und beantwortet die Frage „Was kostet mich ein Kauf bei Bitpanda?" für die Handelsgebühr sehr genau. Eine zweite Kostenart, die bei jedem Broker anfällt, kommt darin überhaupt nicht vor. Dieser Text zeigt beides: die Zahlen, die du nachrechnen kannst, und die Stelle, an der du selbst nachsehen musst.

Der Grund, warum sich das Nachrechnen lohnt, ist unspektakulär: Bei einem Sparplan über 100 Euro im Monat liegt der Unterschied zwischen der günstigsten und der teuersten Stufe bei 18 Euro im Jahr. Bei einem einzelnen Kauf von 1.000 Euro sind es 15 Euro. Das entscheidet keine Anlage, aber es ist Geld, das du ohne Gegenleistung abgibst, wenn du die Stufe deines Coins nicht kennst.

Vier Preisstufen von 0,99 bis 2,49 Prozent: So ordnet Bitpanda jeden Coin ein

Die Handelsgebühr ist bei Bitpanda keine einheitliche Zahl, sondern hängt davon ab, welcher Preisstufe ein Coin zugeordnet ist. Das Kosteninformationsdokument zu Krypto-Assets in der Fassung vom 8. Juli 2026 nennt vier davon:

  • Stufe 1 — Stablecoins: 0,99 Prozent. Für den Euro-Stablecoin EURCV weist das Dokument 0 Prozent aus.
  • Stufe 2 — Bitcoin und VSN: 0,99 Prozent. Bitcoin liegt damit in der günstigsten Gruppe für einen frei handelbaren Coin.
  • Stufe 3 — übrige Krypto-Assets: 1,49 Prozent. Hier landet alles, was weder Stablecoin noch Bitcoin ist und die Grenze aus Stufe 4 überschreitet, also auch Ethereum und Solana.
  • Stufe 4 — kleine Werte und Spotlight-Assets: 2,49 Prozent. Die Zuordnung greift bei einer Marktkapitalisierung unter 100 Millionen Euro sowie bei den Assets aus dem hauseigenen Spotlight-Programm.

Preisstufe heißt hier: eine feste prozentuale Servicegebühr, die auf der Ebene des einzelnen Coins erhoben wird, und zwar für den Marktzugang und die Ausführung. Berechnet wird dieser Satz laut Dokument auf Grundlage eines verbindlichen Angebots von Bitpanda. Dieser Halbsatz ist wichtiger, als er aussieht, und der Abschnitt über den Spread kommt darauf zurück.

Was die Einordnung für dich praktisch bedeutet: Dieselbe Order kostet je nach Coin das Zweieinhalbfache. Ein Coin kann außerdem die Stufe wechseln, wenn seine Marktkapitalisierung die 100-Millionen-Grenze über- oder unterschreitet. Die Zuordnung eines einzelnen Coins steht in diesem Dokument allerdings nicht; sie wird dir im Kaufvorgang angezeigt.

Was 100 Euro kosten: Die Rechnung für Kauf und Verkauf

Eine Prozentzahl allein sagt wenig, weil die Gebühr zweimal anfällt: einmal beim Kauf und einmal beim Verkauf. Beim Verkauf bezieht sie sich auf den dann kleineren Betrag. Gerechnet auf einen Einsatz von 100 Euro, einmal hin und einmal zurück, ergibt das:

  • Stufe 2 mit 0,99 Prozent: 0,99 Euro beim Kauf, 99,01 Euro landen im Coin. Beim Verkauf gehen 0,98 Euro ab, du bekommst 98,03 Euro zurück. Gesamtkosten: 1,97 Euro.
  • Stufe 3 mit 1,49 Prozent: 1,49 Euro beim Kauf, 98,51 Euro im Coin, 1,47 Euro beim Verkauf, 97,04 Euro zurück. Gesamtkosten: 2,96 Euro.
  • Stufe 4 mit 2,49 Prozent: 2,49 Euro beim Kauf, 97,51 Euro im Coin, 2,43 Euro beim Verkauf, 95,08 Euro zurück. Gesamtkosten: 4,92 Euro.

Daraus folgt eine Schwelle, die du im Kopf behalten kannst: Ein Coin der Stufe 4 muss rund 5 Prozent zulegen, bevor du bei einem Kauf und einem späteren Verkauf überhaupt bei null stehst. Bei Stufe 2 reichen knapp 2 Prozent. Wer häufig umschichtet, zahlt diese Spanne jedes Mal neu.

Reihe schwarzer Aktenordner in einem dunklen Stahlregal, ein einzelner Ordner weit herausgezogen, Licht fällt in die entstandene Lücke
Das Kosteninformationsdokument ist öffentlich und detailliert. Eine Kostenart führt es trotzdem nicht auf.

Der Spread steht im Kostendokument nicht

Bitpanda arbeitet im Standardgeschäft als Broker: Du handelst nicht gegen andere Nutzer in einem Orderbuch, sondern nimmst ein Angebot des Hauses an. Genau das meint die Formulierung vom „verbindlichen Angebot" im Kostendokument. Bei diesem Modell gibt es neben der Handelsgebühr immer eine zweite Größe: den Spread, also den Abstand zwischen dem Preis, zu dem du kaufen kannst, und dem, zu dem du im selben Moment verkaufen könntest.

Das Kosteninformationsdokument in der Fassung vom 8. Juli 2026 beschreibt die Handelsgebühr, die Staffel für Bitpanda Fusion, die Staking-Kommission, die Blockchain-Gebühren, die Margin-Sätze und eine Wiederherstellungsgebühr. Das Wort Spread kommt darin an keiner Stelle vor. Dasselbe gilt für die öffentliche Preisanzeige: Dort steht ein Kurs je Coin, ohne Kauf- und Verkaufspreis nebeneinander.

Das ist kein Vorwurf und auch keine Besonderheit dieses Anbieters. Es ist die Eigenart des Broker-Modells, und sie zieht sich durch den deutschen Markt: Bei der Bison App sind es 1,25 Prozent Spread, die als einziger Kostenblock ausgewiesen werden, bei Trade Republic ist gar kein Spread veröffentlicht, und über Sparkasse und Volksbank kommen 1,5 Prozent Provision plus Spread zusammen. Auch bei Coinbase steckt ein Teil der Kosten im Kurs statt in der Gebührenzeile.

Der Unterschied liegt darin, was sich daraus für dich ergibt: Die Handelsgebühr kannst du vor dem Kauf nachlesen, den Spread musst du selbst ablesen. Das geht in jeder App in zwei Minuten, indem du dir für denselben Coin den Kaufpreis und den Verkaufspreis anzeigen lässt und die Differenz durch den Kaufpreis teilst. Diese Zahl kommt zur Handelsgebühr hinzu, sie steht in keiner Tabelle, und sie schwankt mit der Marktlage. Einen Anbietervergleich, der nur die ausgewiesenen Prozente nebeneinanderstellt, solltest du deshalb mit Vorsicht lesen, auch unseren Vergleich der Krypto-Broker, der die veröffentlichten Konditionen zusammenträgt und den Spread nicht abbilden kann, weil ihn kaum jemand veröffentlicht.

Bitpanda Fusion: 0,25 Prozent statt 1,49 Prozent im selben Haus

Im selben Kostendokument steht eine zweite Gebührenordnung, die mit der ersten wenig zu tun hat. Bitpanda Fusion ist die Handelsoberfläche des Anbieters für aktive Nutzer, und dort wird nach Volumen abgerechnet statt nach Coin-Stufe. Die Staffel beginnt bei 0,25 Prozent für ein Handelsvolumen bis 100.000 Euro und sinkt über sechs weitere Stufen bis auf 0,02 Prozent oberhalb von 250 Millionen Euro.

Die unterste Fusion-Stufe gilt damit für praktisch jeden Privatanleger, denn 100.000 Euro Volumen erreicht man im Normalfall nicht. Und sie verändert die Rechnung von oben deutlich: Dieselben 100 Euro hin und zurück kosten über Fusion 50 Cent statt 2,96 Euro. Das ist bei Stufe 3 knapp das Sechsfache Unterschied, bei Stufe 4 fast das Zehnfache.

Beim Sparplan summiert sich das. Wer zwölf Monate lang 100 Euro einzahlt, zahlt über die Standardoberfläche 11,88 Euro Kaufgebühr bei Bitcoin und 17,88 Euro bei einem Coin der Stufe 3. Über Fusion sind es 3 Euro. Was dort an Spread hinzukommt, hängt vom Orderbuch ab und ist eine andere Größe als beim Broker-Angebot: Bei einem Orderbuch siehst du beide Seiten des Marktes.

Der Haken liegt bei der Bedienung, nicht beim Preis: Eine Oberfläche mit Orderbuch, Ordertypen und Charts verlangt mehr Einarbeitung als ein Kaufknopf. Für einen Anleger, der zweimal im Jahr kauft und liegen lässt, sind sechs Euro Ersparnis im Jahr das nicht wert. Für einen Sparplan über mehrere Jahre oder für größere Einzelbeträge wird die Rechnung eine andere.

Staking-Kommission: 20 Prozent der Rewards gehen an den Anbieter

Wer seine Coins über Bitpanda zum Staking anmeldet — also der Blockchain gegen Entgelt zur Absicherung überlässt —, bekommt die Erträge nicht vollständig. Das Kostendokument nennt eine Kommission von 20 Prozent der Rewards, die automatisch abgezogen wird, bevor der Rest beim Kunden ankommt.

Aus einer Bruttorendite von 4 Prozent werden damit 3,2 Prozent, aus 5 Prozent werden 4 Prozent, aus 8 Prozent werden 6,4 Prozent. Für „Passive Earn" beschreibt das Dokument dieselbe Größenordnung in umgekehrter Richtung: Die passiven Rewards entsprechen dort 20 Prozent des zurechenbaren Nettoertrags, anteilig nach angemeldetem Betrag und Zeit.

Eine Einordnung dazu: 20 Prozent liegen im üblichen Rahmen für verwahrtes Staking über eine Plattform. Die Bison App behält nach eigenen Angaben 27 Prozent ein. Wer selbst einen Validator betreibt oder über ein eigenes Wallet delegiert, zahlt weniger, trägt dafür die Technik und das Ausfallrisiko selbst. Die Kommission ist auch keine feste Größe über die Jahre, sie steht in genau diesem Dokument und kann sich mit der nächsten Fassung ändern.

Krypto-Indizes und das monatliche Rebalancing mit 1,99 Prozent

Die Bitpanda Krypto-Indizes bündeln mehrere Coins in einem Produkt, das monatlich an ein Modellportfolio von MarketVector angepasst wird. Kauf und Verkauf eines Index kosten laut Kostendokument 1,99 Prozent. Für das Halten fällt keine zusätzliche Gebühr an.

Die Zahl, die man leicht übersieht, steht einen Satz weiter: Bei der monatlichen Anpassung werden automatisch Krypto-Assets getauscht, und für diese automatischen Transaktionen fallen ebenfalls 1,99 Prozent an. Wie viel das im Jahr ausmacht, hängt davon ab, wie stark sich die Gewichte verschieben. Bei einem ruhigen Monat wird wenig getauscht, nach einer starken Bewegung einzelner Positionen mehr. Eine feste Jahreszahl lässt sich daraus nicht ableiten, und das Dokument nennt keine.

Dazu kommt ein Detail für den Ausstieg: Werden einzelne Assets aus einem Index angefordert, können Handelsgebühren anfallen, sofern diese Assets ausschließlich indexbasiert ausgewiesen sind. Ein Index ist damit kein Produkt, das man ohne Kostenblick häufig umschichtet.

Menschenleerer Handelssaal bei Nacht von oben, lange Reihen bunt leuchtender Monitore ohne erkennbaren Inhalt
Hinter dem Broker-Angebot steht derselbe Markt wie hinter einem Orderbuch — mit einem Zwischenhändler davor.

Margin Trading: 0,18 Prozent am Tag, 5,4 Prozent im Monat

Für gehebelte Positionen gilt eine eigene Ordnung, und sie ist die teuerste im ganzen Dokument. Die Kaufgebühr beträgt 0 Prozent, dafür läuft eine Tagesgebühr, die alle vier Stunden erhoben wird und mit der Haltedauer sinkt: 0,18 Prozent am Tag für die Tage 1 bis 60, danach 0,12 Prozent bis Tag 100, 0,06 Prozent bis Tag 180 und 0,0312 Prozent ab Tag 181. Beim Schließen kommen 0,3 Prozent hinzu, bei einer Liquidation zusätzlich 1 Prozent.

In absoluten Zahlen: Eine Woche kostet 1,26 Prozent des Positionswerts, ein Monat 5,4 Prozent, die vollen 60 Tage im teuersten Satz 10,8 Prozent plus die 0,3 Prozent fürs Schließen. Diese Kosten laufen unabhängig davon, wohin sich der Kurs bewegt. Für Aktien, ETFs und ETCs auf Margin gilt dieselbe Staffel.

Daraus ergibt sich die eigentliche Aussage dieses Abschnitts: Eine gehebelte Position ist bei diesem Kostenmodell kein Instrument zum Liegenlassen. Wer sie über Wochen hält, braucht eine Kursbewegung im hohen einstelligen Prozentbereich allein für die Haltekosten — zusätzlich zum Risiko, dass eine Liquidation die Position vorher beendet und 1 Prozent extra kostet.

MiCA und das Register der BaFin: Woher die Kostenpflicht kommt

Dass es dieses Dokument überhaupt gibt, ist kein Entgegenkommen, sondern europäisches Recht. Die Verordnung über Märkte für Kryptowerte, kurz MiCA, verpflichtet zugelassene Anbieter unter anderem dazu, ihre Kosten offenzulegen. Bitpanda führt die Pflichtdokumente — Kosteninformation, Krypto-Whitepapers und den Verweis auf das MiCA-Register der europäischen Aufsicht ESMA — gesammelt auf seiner Rechtsseite.

Für dich als Anleger in Deutschland folgt daraus ein Prüfschritt, der nichts kostet: Ob ein Anbieter in Deutschland zugelassen ist, kannst du in der Unternehmensdatenbank der BaFin nachschlagen, statt dich auf eine Werbeaussage zu verlassen. Dieselbe Verordnung ist auch der Grund, warum die Zahlen oben überhaupt nachrechenbar sind — und warum ein Anbieter ohne solche Dokumente ein Warnsignal ist. Welche Pflichten die Verordnung den Unternehmen bis 2026 auferlegt, steht gesammelt in unserer Übersicht zu den MiCA-Pflichten.

Dass eine Zulassung kein Freibrief ist, zeigt der Blick auf die Durchsetzung: Gegen Bitpanda wurde die erste veröffentlichte MiCA-Strafe verhängt, es ging dabei um ein Whitepaper. Was dieser Fall für das Lesen von Whitepapers bedeutet, haben wir in einem eigenen Beitrag auseinandergenommen. Die Lehre für den Kostenblick ist dieselbe wie dort: Die Pflichtdokumente sind der Ausgangspunkt der Prüfung, nicht ihr Ende.

Sparplan über ein Jahr: 11,88 oder 17,88 Euro, je nach Coin

Für einen Sparplan zählt die Summe über die Laufzeit, nicht die einzelne Order. Zwölf Raten zu 100 Euro ergeben 1.200 Euro Einsatz im Jahr. Davon gehen als Kaufgebühr ab:

  • Bitcoin oder ein Stablecoin, Stufe 1 und 2: 11,88 Euro im Jahr.
  • Ein Coin der Stufe 3, etwa Ethereum oder Solana: 17,88 Euro im Jahr.
  • Ein kleiner Wert aus Stufe 4: 29,88 Euro im Jahr.
  • Dieselben Raten über Fusion: 3 Euro im Jahr.

In diesen Zahlen steckt der Verkauf noch nicht, und der Spread kommt bei jeder einzelnen Rate obendrauf. Wer einen Sparplan über zehn Jahre plant, sollte die Kostenseite deshalb einmal ausrechnen, bevor er die erste Rate stellt — bei Stufe 4 sind es über zehn Jahre fast 300 Euro allein an Kaufgebühr. Wie Sparpläne bei verschiedenen Anbietern aufgebaut sind, sammelt unser Vergleich der Bitcoin-Sparpläne.

Eine zweite Stellschraube ist die Zahl der Raten. Vier Quartalsraten zu 300 Euro kosten dieselbe Prozentgebühr wie zwölf Monatsraten zu 100 Euro, weil die Gebühr prozentual ist und keine Mindestpauschale hat. Bei Anbietern mit fester Ordergebühr wäre das anders. Hier ändert die Rhythmusfrage an den Kosten nichts — sie ist eine Frage der Einstiegskurse, nicht des Preises.

Was die Gebühren mit deiner Steuer machen

Gebühren sind beim Finanzamt nicht verloren. Beim Verkauf von Kryptowerten als privates Veräußerungsgeschäft nach Paragraf 23 Einkommensteuergesetz zählt der Gewinn, und dabei mindern Anschaffungsnebenkosten den steuerpflichtigen Betrag. Die Handelsgebühr beim Kauf gehört dazu, ebenso die Gebühr beim Verkauf als Veräußerungskosten. Wer 1.200 Euro im Jahr anlegt und 17,88 Euro Gebühr zahlt, hat damit auch einen um diesen Betrag niedrigeren steuerpflichtigen Gewinn, sofern der Verkauf innerhalb der Jahresfrist liegt.

Das setzt voraus, dass du die Gebühren belegen kannst. Die Abrechnungen bleiben bei den meisten Anbietern nur begrenzt abrufbar, und wer nach drei Jahren seine Kaufgebühren rekonstruieren will, hat ein Problem — wie groß das werden kann, zeigt die geplante Reform, nach der das Finanzamt ohne Kaufbeleg die Hälfte des Verkaufspreises als Gewinn ansetzen soll. Ein Portfolio-Tracker, der die Abrechnungen laufend einsammelt, nimmt dir diese Arbeit ab; die gängigen Programme stehen in unserem Vergleich der Steuer-Tools.

Zwei Punkte, die dabei oft durcheinandergehen: Die einjährige Haltefrist gilt für den Verkauf, nicht für den Kauf, und sie läuft je Kauftranche getrennt. Und Staking-Erträge sind eine eigene Einkunftsart, auf die die Jahresfrist für den Verkauf der gestakten Coins nicht automatisch dieselbe Wirkung hat. Diese Zuordnung klärst du im Zweifel mit einem Steuerberater, nicht mit einer Tabelle.

Bitpanda neben Bison, Trade Republic und der Sparkasse

Die interessante Frage ist nicht, ob 1,49 Prozent viel sind, sondern wie sie im deutschen Markt dastehen. Der Vergleich mit dem, was andere Anbieter veröffentlichen, ergibt dieses Bild:

  • Bitpanda, Standardoberfläche: 0,99 bis 2,49 Prozent Handelsgebühr je Stufe, Spread nicht ausgewiesen.
  • Bitpanda Fusion: ab 0,25 Prozent nach Volumen, dazu der Spread des Orderbuchs.
  • Bison App: 1,25 Prozent, als Spread ausgewiesen statt als Gebühr.
  • Sparkasse und Volksbank: 1,5 Prozent Provision, der Spread kommt hinzu.
  • Trade Republic: eine Ordergebühr, ein veröffentlichter Spread fehlt.

Zwei Dinge fallen daran auf. Erstens liegt Bitpanda mit Bitcoin auf der günstigsten Stufe unter dem, was die Hausbanken verlangen, und über dem, was eine Börse mit Orderbuch kostet. Zweitens ist die Vergleichbarkeit begrenzt, solange der Spread bei fast allen fehlt — eine ausgewiesene Gebühr von 1,25 Prozent kann teurer sein als eine von 1,49 Prozent, wenn der Kurs dahinter weiter vom Markt entfernt liegt.

Wer daraus eine Entscheidung ableiten will, sollte deshalb einen Testkauf über einen kleinen Betrag rechnen statt die Prozentzahlen zu sortieren: Wie viele Coins bekommst du für 50 Euro, und was wären dieselben Coins im selben Moment bei einem anderen Anbieter wert? Diese eine Zahl enthält Gebühr und Spread zusammen. Welche Häuser in Deutschland überhaupt zugelassen sind, steht in unserem Überblick der Krypto-Börsen.

Was das Kostendokument nicht beantwortet

Zur Ehrlichkeit gehört, was auch nach dem Lesen offenbleibt. Das Dokument regelt die Handels-, Staking-, Index- und Margin-Gebühren sowie die Wiederherstellungsgebühr von 15 Prozent für falsch eingezahlte Krypto-Assets. Ein- und Auszahlungen in Euro kommen darin nicht vor, und die Angaben dritter Portale dazu widersprechen sich: Mal heißt es, alle Wege seien kostenlos, mal wird für Kartenzahlungen ein Aufschlag von 1,5 Prozent genannt.

Solange sich das nicht aus einer Quelle des Anbieters belegen lässt, gilt für diesen Punkt dasselbe wie für den Spread: Die Zahl steht im Kaufvorgang, bevor du bestätigst. Blockchain-Gebühren für das Abheben auf eine eigene Wallet sind davon unabhängig; sie gehen an das Netzwerk und werden laut Dokument weder von Bitpanda festgelegt noch einbehalten.

Bitpanda-Gebühren: Deine nächsten drei Schritte

  1. Stufe deines Coins feststellen. Sieh im Kaufvorgang nach, welcher Prozentsatz für den Coin angezeigt wird, den du kaufen willst, und rechne ihn auf deinen geplanten Betrag hoch — bei 1.000 Euro sind es je nach Stufe 9,90 oder 24,90 Euro. Wie sich das bei anderen Häusern darstellt, steht im Broker-Vergleich.
  2. Den Spread selbst ablesen. Lass dir für denselben Coin Kaufpreis und Verkaufspreis anzeigen und teile die Differenz durch den Kaufpreis. Das Ergebnis addierst du zur Handelsgebühr. Erst diese Summe lässt sich mit den Konditionen aus unserem Börsenvergleich sinnvoll nebeneinanderlegen.
  3. Abrechnungen von Anfang an sichern. Lade die Kaufabrechnung nach jeder Order herunter und lege sie ab, damit die Gebühren später den steuerpflichtigen Gewinn mindern können. Ein Tracker aus dem Steuer-Tool-Vergleich übernimmt das Einsammeln automatisch.

(Stand: 1. Oktober 2026. Dieser Beitrag ist keine Anlageberatung. Kurse und Gebührenmodelle ändern sich; prüfe die Konditionen vor jedem Kauf beim Anbieter selbst.)

Häufige Fragen zu den Bitpanda-Gebühren

Transparenzhinweis: Dieser Beitrag wurde unter Zuhilfenahme künstlicher Intelligenz erstellt und vor der Veröffentlichung redaktionell geprüft. Alle Zahlen und Angaben wurden gegen die im Text verlinkten Primärquellen abgeglichen. Das Beitragsbild wurde mit KI erzeugt.

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