Fünf Krypto-Apps für Einsteiger: Kosten und Verwahrung im Vergleich
Gebührenfrei heißt bei Krypto-Apps selten kostenlos: Zwischen 0,15 und 2,49 Prozent je Kauf liegt der Faktor zehn. Was fünf Apps für deutsche Einsteiger kosten, wer die Coins verwahrt und welche App den Transfer an eine eigene Wallet zulässt.

Inhalt
Inhalt
Welche Themen sollen wir vertiefen?
Wähle aus, was dich aktuell beschäftigt. Deine Auswahl fließt direkt in unsere Themenplanung ein.
Crypto-News, die wirklich Mehrwert bringen.
Wöchentlich. 60 Sekunden Lesezeit. Sorgfältig kuratiert von unserer Redaktion: kein Hype, keine Werbe-Mails, kein Spam.
Wer in Deutschland zum ersten Mal Bitcoin kaufen will, lädt sich eine App herunter und zahlt dabei fast immer mehr, als er glaubt. Der sichtbare Teil der Kosten ist meist klein oder gar nicht vorhanden, denn viele Anbieter werben mit gebührenfreiem Handel. Der eigentliche Preis steckt im Spread, und der reicht bei den fünf Apps in diesem Vergleich von 0,15 Prozent bis 2,49 Prozent je Kauf. Bei 100 Euro sind das 15 Cent oder 2,49 Euro, und über ein Jahr Sparplan wird daraus ein Unterschied von mehreren Dutzend Euro.
Die zweite Frage ist für Einsteiger noch wichtiger und wird seltener gestellt: Wem gehören die Coins nach dem Kauf, und kommst du überhaupt an sie heran? Eine App, die den Transfer an eine eigene Wallet nicht zulässt, verkauft dir eine Kursbeteiligung, keine Kryptowährung. Dieser Text legt beide Seiten nebeneinander, die Kosten und die Verwahrung, für fünf Apps, die deutsche Einsteiger am häufigsten nutzen.
Für diesen Vergleich hat cryptoticker.io am 3. Oktober 2026 die öffentlichen Gebühren- und Preisangaben dieser fünf Anbieter nebeneinandergelegt: Bitvavo, Kraken, Bison, Bitpanda und Trade Republic. Geprüft wurden fünf Apps und je App vier Punkte, nämlich die Kosten je Kauf, die Verwahrstelle, die Transfermöglichkeit und die aufsichtsrechtliche Zulassung. Diese Auswertung hat cryptoticker.io am 3. Oktober 2026 selbst erhoben.
Krypto-App-Vergleich: Das Wichtigste in Kürze
- Die Kosten je Kauf reichen bei den fünf Apps von 0,15 bis 2,49 Prozent. Der größte Teil steckt im Spread, nicht in einer ausgewiesenen Gebühr.
- Alle fünf Apps lassen den Transfer an eine eigene Wallet zu. Erst damit hast du die volle Kontrolle über deine Coins.
- Alle fünf haben eine Zulassung in der EU. Seit dem 1. Juli 2026 ist sie für Krypto-Plattformen Pflicht.
- Für den Sparplan zählt, ob die Gebühr prozentual oder als Festbetrag anfällt.
Welche Krypto-App ist die beste? Die Antwort hängt von deinem Vorhaben ab
Eine beste Krypto-App für alle gibt es nicht, aber für jede Ausgangslage eine passende. Aus den fünf Apps dieses Vergleichs ergibt sich folgende Zuordnung, gemessen an den Konditionen in der Tabelle weiter unten:
- Niedrigste Kosten je Kauf: Bitvavo mit 0,15 Prozent als Maker und 0,25 Prozent als Taker. Dafür arbeitest du mit einem Orderbuch, wie bei einer Krypto-Börse.
- Einfacher Einstieg mit deutscher Börse im Hintergrund: Bison, verwahrt über die Börse Stuttgart Digital. Die Bedienung ist schlicht, der Preis steckt im Spread von durchschnittlich 1,25 Prozent bei Bitcoin und Ethereum.
- Krypto neben Aktien und ETFs in einer App: Trade Republic mit 1 Euro Ordergebühr plus Spread, oder Bitpanda, wo neben Kryptowährungen auch Aktien, ETFs und Edelmetalle im selben Konto liegen. Der Vorteil solcher Apps: ETF-Sparpläne und BTC-Käufe laufen über ein Konto.
- Für später, wenn du aktiver handeln willst: Kraken. Der Sofortkauf in der App kostet 1 Prozent, über die Börsenoberfläche sind es in der ersten Stufe 0,40 Prozent als Maker.
Für Anfänger zählt dabei weniger der letzte Zehntelprozentpunkt als die Frage, ob die App den Transfer an eine eigene Wallet zulässt und eine Zulassung in der EU hat. Beides erfüllen alle fünf. Wer neben Krypto vor allem Aktien, ETFs oder CFDs handeln will, findet die passenden Broker-Apps in unserem Trading-App-Vergleich.
Was eine Krypto-App von einer Krypto-Börse unterscheidet
Eine Krypto-App ist zunächst nur eine Oberfläche. Was dahinter liegt, bestimmt den Preis und die Rechte, die du an deinen Coins hast. Drei Bauformen sind im deutschen Markt verbreitet, und sie sehen auf dem Bildschirm fast gleich aus.
Bei einer Börsen-App stellst du eine Order in ein Orderbuch, in dem andere Nutzer die Gegenseite bilden. Du zahlst eine ausgewiesene Handelsgebühr, meist getrennt nach Maker und Taker. Maker heißt, dass deine Order zunächst im Buch liegen bleibt und Liquidität bereitstellt; Taker heißt, dass sie sofort gegen eine vorhandene Order ausgeführt wird. Bitvavo und Kraken funktionieren so.
Bei einer Broker-App kaufst du dagegen direkt vom Anbieter, der dir einen Preis stellt. Eine Gebühr siehst du dann oft nicht, dafür liegt der Kaufpreis über und der Verkaufspreis unter dem Marktpreis. Bison und Bitpanda arbeiten in ihren Haupt-Apps nach diesem Muster.
Die dritte Form ist der Neobroker, der Krypto neben Aktien und ETFs in ein Depot legt. Trade Republic gehört hierher, verwahrt die Coins aber seit dem Wallet-Start tatsächlich als Kryptowerte und nicht als Zertifikat. Das ist ein wichtiger Unterschied zu Anbietern, die ausschließlich Krypto-ETPs führen: Dort kaufst du ein Wertpapier, das den Kurs nachbildet, und niemals einen Coin.
Spread statt Gebühr: Wo bei einer Krypto-App die Kosten wirklich entstehen
Gebührenfrei ist bei Krypto-Apps selten kostenlos. Bison schreibt auf der eigenen Gebührenseite ausdrücklich, der Handel sei gebührenfrei und es falle lediglich ein marktüblicher Spread an. Genau dieser Spread ist der Preis.
Was der Spread ist
Der Spread ist die Spanne zwischen dem Preis, zu dem du kaufen kannst, und dem Preis, zu dem du im selben Moment verkaufen könntest. Er wird nicht abgebucht, sondern ist im Kurs eingebaut. Deshalb taucht er auf keiner Abrechnung als Posten auf, und deshalb unterschätzen Einsteiger ihn so häufig.
Praktisch heißt das: Du zahlst zweimal, einmal beim Kauf und einmal beim Verkauf. Fachleute sprechen vom Roundtrip. Eine Untersuchung aus dem März 2026 bezifferte diese Gesamtkosten für Kauf und Verkauf auf 0,53 Prozent bei Bitvavo am unteren und 6,45 Prozent bei Coinbase am oberen Ende. Zwischen diesen beiden Werten liegt der Faktor zwölf, bei identischem Produkt.
Dazu kommen Kosten, die nichts mit dem Handel zu tun haben. Bison verlangt für eine Sofort-Einzahlung per Kreditkarte, Apple Pay oder Google Pay 2,49 Prozent, während die normale Überweisung in Euro kostenlos bleibt. Bei Bitpanda kostet eine PayPal-Einzahlung 1,49 Prozent, die SEPA-Überweisung nichts. Wer bequem einzahlt, zahlt also unter Umständen mehr für den Zahlungsweg als für den Kauf selbst.
Fünf Krypto-Apps im Kostenvergleich: 0,15 bis 2,49 Prozent je Kauf
Die folgende Übersicht fasst die veröffentlichten Konditionen zusammen, Stand 3. Oktober 2026. Die Werte sind Listenpreise für Privatkunden ohne Vergünstigungen; Staffeln nach Handelsvolumen senken sie bei einigen Anbietern deutlich.
| App | Kosten je Kauf | Verwahrung | Transfer an eigene Wallet | Zulassung |
|---|---|---|---|---|
| Bitvavo | 0,15 Prozent Maker, 0,25 Prozent Taker; im Volumen bis 0,04 Prozent | Anbieter verwahrt | möglich | AFM Niederlande, seit Juni 2025 |
| Kraken | 0,40 Prozent Maker, 0,80 Prozent Taker in der ersten Stufe; 1 Prozent beim Sofortkauf in der App | Anbieter verwahrt | möglich | CSSF Luxemburg, Zentralbank Irland |
| Bison | Spread von durchschnittlich 1,25 Prozent bei Bitcoin und Ethereum, 1,75 Prozent bei allen übrigen Coins | Börse Stuttgart Digital, Versicherung inklusive | möglich, ohne Gebühr des Anbieters | BaFin |
| Bitpanda | Aufschlag von 0,99 Prozent bei Bitcoin und Stablecoins, 1,49 Prozent bei großen Coins, 2,49 Prozent bei kleinen Werten | Anbieter verwahrt | möglich | BaFin und FMA Österreich |
| Trade Republic | 1 Euro Ordergebühr plus Spread; die Angaben zum Spread reichen von etwa 0,5 bis 2 Prozent | BitGo Europe GmbH, Cold Wallets | möglich, ohne Gebühr des Anbieters | BaFin und Bundesbank, MiCAR-Zulassung |
Zur Spanne bei Trade Republic eine Einordnung, weil sie auffällt: Der Anbieter veröffentlicht für Kryptowährungen keinen festen Spread, und die vorliegenden Angaben gehen auseinander. Genannt werden rund 0,5 Prozent bei Bitcoin an einer Stelle und bis zu 2 Prozent an anderer. Wir glätten das nicht, sondern nennen beide Enden. Was im Einzelfall anfällt, siehst du erst in der Ordermaske, wenn Kauf- und Verkaufspreis gleichzeitig angezeigt werden.

Warum 100 Euro bei fünf Apps unterschiedlich viel Bitcoin ergeben
Ein Beispiel macht die Spanne greifbar. Du kaufst Bitcoin für 100 Euro. Bei Bisons durchschnittlichem Spread von 1,25 Prozent kommen rund 98,75 Euro im Bitcoin an, der Rest bleibt beim Anbieter. Beim Sofortkauf in der Kraken-App mit 1 Prozent sind es rund 99 Euro. Über die Börsenoberfläche desselben Anbieters mit 0,40 Prozent als Maker bleiben rund 99,60 Euro.
Einmalig sind das Centbeträge, und für einen einzelnen Kauf lohnt sich der Streit darüber nicht. Interessant wird es beim Sparplan. Wer zwölf Monate lang 100 Euro monatlich anlegt, zahlt bei 1,25 Prozent rund 15 Euro an Aufschlag und bei 0,40 Prozent rund 4,80 Euro. Nach fünf Jahren steht ein Unterschied von gut 50 Euro, ohne dass eine Seite eine andere Leistung erbracht hätte.
Diese Rechnung hat eine Grenze, die du kennen solltest: Der durchschnittliche Spread ist darin als konstant angesetzt. Tatsächlich schwankt er mit der Marktlage, und bei kleinen Coins fällt er in ruhigen Phasen anders aus als in hektischen. Eine genaue Zahl für deinen Kauf liefert nur die Ordermaske im Moment der Ausführung. Wie sich Kaufkosten und Kursentwicklung zueinander verhalten, ordnet unsere Übersicht zum Bitcoin-Kurs ein.
Verwahrung: Wem deine Coins in der App gehören
Nach dem Kauf liegen deine Coins in aller Regel nicht bei dir, sondern beim Anbieter. Das ist der Normalfall bei allen fünf Apps und zunächst kein Mangel, denn genau dafür gibt es die Verwahrerlaubnis. Es ändert aber, wer im Ernstfall den Schlüssel hat.
Verwahrstelle und Versicherung
Trade Republic nennt die Verwahrstelle beim Namen: Die Kryptowerte liegen bei der BitGo Europe GmbH in Cold Wallets, also auf Schlüsseln ohne dauerhafte Netzverbindung. Bison führt die Verwahrung mitsamt einem Versicherungsschutz unter anderem gegen Diebstahl und Hackerangriffe als kostenlose Leistung auf, ohne die Verwahrstelle auf der Gebührenseite zu benennen.
Ein Versicherungsschutz ist kein Einlagensicherungsfonds. Für Kryptowerte gibt es die gesetzliche Einlagensicherung von 100.000 Euro nicht, denn sie gilt für Bankguthaben in Euro, nicht für Coins. Verspricht ein Anbieter eine Versicherung, lohnt der Blick darauf, was genau versichert ist, bei wem und bis zu welcher Summe. Das steht in den Bedingungen, nicht in der Werbung.
Praktisch heißt das: Solange die Coins beim Anbieter liegen, trägst du dessen Ausfallrisiko mit. Wie real das ist, hat das Jahr 2026 mehrfach gezeigt, von einem Einbruch bei einer großen Börse im September bis zu Vorfällen bei Zwischenschichten. Wer größere Summen hält, verteilt sie deshalb oder zieht sie ab.
Transfer an die eigene Wallet: Die Frage, die vor dem ersten Kauf zählt
Alle fünf Apps in diesem Vergleich lassen den Transfer an eine eigene Wallet zu. Das ist nicht selbstverständlich, und bei Trade Republic ist es neu: Erst mit dem Wallet-Start am 14. November 2025 wurde aus dem reinen Handel ein Angebot, bei dem Kunden rund 50 Kryptowährungen senden und empfangen können. Der Anbieter verlangt dafür keine eigene Gebühr; die Netzgebühr der jeweiligen Blockchain trägt der Kunde. So steht es auch auf der Crypto-Seite von Trade Republic, abgerufen am 11. Oktober 2026, und in der Datenschutzerklärung der App, die den Transfer von Kryptowerten zu und von dem Konto beschreibt. Ein älterer Artikel im Hilfe-Center verneint das noch; maßgeblich sind Produktseite und Bedingungen.
Bison führt die Auszahlung von Kryptowährungen ebenfalls als kostenlos auf, ebenso die Einzahlung. Diese Angaben gehen auf die Gebührenseite der Bison App zurück, die Details zum Wallet-Start auf die Mitteilung von Trade Republic vom 14. November 2025.
Warum das vor dem ersten Kauf wichtig ist: Eine App ohne Transferfunktion bindet dich an den Anbieter. Du kannst dann nur verkaufen, nicht umziehen. Wer später auf eine eigene Verwahrung umsteigen will, muss verkaufen und neu kaufen, und das ist in Deutschland ein steuerlich relevanter Vorgang. Welche Geräte für die eigene Verwahrung in Frage kommen, ist dann die nächste Frage, und sie stellt sich besser vor dem Kauf als danach.

MiCA-Zulassung: Woran du eine erlaubte App in Deutschland erkennst
Seit dem 1. Januar 2026 darf in Deutschland nur noch Kryptowerte-Dienstleistungen anbieten, wer eine Erlaubnis der BaFin oder eine gültige Anzeige hat. Die EU-weite Übergangsfrist endete am 1. Juli 2026. Seitdem ist die Frage nach der Zulassung keine Formalie mehr, sondern die Trennlinie zwischen einem Anbieter, der hier arbeiten darf, und einem, der es nicht darf.
Die Zulassung muss nicht aus Deutschland kommen. Das Verfahren erlaubt es, mit einer Erlaubnis aus einem EU-Staat in allen anderen tätig zu werden. Bitvavo ist über die niederländische AFM zugelassen, Kraken über Luxemburg und Irland, Bitpanda über BaFin und die österreichische FMA, Bison und Trade Republic über die BaFin. Deutschland führt die Liste der erteilten Erlaubnisse innerhalb der EU mit 56 Zulassungen an.
Zwei Hinweise dazu, weil sie leicht missverstanden werden. Erstens sagt eine Zulassung nichts über den Preis und nichts über die Qualität einer App; sie sagt, dass eine Aufsicht hinschaut. Zweitens ist die Zahl der Häuser mit einer vollen Handelserlaubnis klein: EU-weit hielten zum Stichtag im Juli 2026 lediglich 14 Handelsplätze eine solche Erlaubnis. Welche Anbieter das sind, führt unsere Übersicht zu den MiCA-Pflichten fort.
Sicherheit in der Krypto-App: Zwei-Faktor-Authentifizierung und Smartphone
Bei einer Krypto-App ist das Smartphone der Schlüssel zum Konto. Wer das Gerät oder die Zugangsdaten verliert, verliert im schlimmsten Fall den Zugriff auf die Coins, und anders als bei einer Bank lässt sich eine ausgeführte Krypto-Überweisung nicht zurückholen. Vier Einstellungen solltest du deshalb vor der ersten Einzahlung prüfen:
- Zwei-Faktor-Authentifizierung über eine Authenticator-App statt per SMS. Eine SMS lässt sich über eine nachgemachte SIM-Karte abfangen, ein Code aus einer Authenticator-App hängt am Gerät. Bietet die App nur SMS an, ist das ein Punkt, den du in deine Wahl einbeziehen solltest.
- Gerätesperre und App-Sperre. Eine Displaysperre mit PIN oder Fingerabdruck und eine eigene Sperre beim Öffnen der App verhindern, dass ein entsperrtes, verlorenes Telefon sofort ein offenes Konto ist.
- Nur aus dem offiziellen App Store installieren. Gefälschte Krypto-Apps und Links in E-Mails oder Messengern sind der häufigste Weg zu gestohlenen Zugangsdaten. Die Adresse des Anbieters tippst du selbst ein.
- Auszahlungsadressen freigeben lassen. Viele Apps erlauben es, Auszahlungen nur an vorher bestätigte Wallet-Adressen zuzulassen. Das bremst einen Angreifer, der in dein Konto gelangt ist.
Die Sicherheit der App ersetzt nicht die Frage nach der Verwahrung. Liegen größere Beträge dauerhaft in der App, trägst du das Ausfallrisiko des Anbieters mit, wie im Abschnitt zur Verwahrung beschrieben.
Sparplan, Mindestbetrag und Staking: Was Einsteiger oft übersehen
Drei Punkte entscheiden im Alltag mehr als der letzte Zehntelprozentpunkt im Spread.
Der Sparplan ist der erste. Er nimmt dir die Frage nach dem richtigen Einstiegszeitpunkt ab und verteilt den Kauf über die Zeit. Entscheidend ist dabei, ob die Gebühr prozentual oder als Festbetrag anfällt: Ein Euro Ordergebühr auf eine Sparrate von 25 Euro sind vier Prozent, auf 250 Euro noch 0,4 Prozent. Kleine Raten bei einem Anbieter mit Festgebühr sind deshalb teuer, auch wenn die Zahl klein aussieht.
Welche Anbieter einen Bitcoin-Sparplan schon ab einem Euro oder sogar ab einem Cent ausführen und was eine Rate dort kostet, zeigt unser Bitcoin-Sparplan-Vergleich.
Der zweite Punkt ist das Staking. Trade Republic bietet es für Netzwerke wie Ethereum und Solana an und weist darauf hin, dass die Coins während des Stakings an das Netzwerk gebunden und nicht verkäuflich sind. Das ist keine Nebenbemerkung, sondern der Kern: Wer stakt, gibt die jederzeitige Verfügbarkeit auf. Wie viel vom Ertrag beim Anbieter bleibt, unterscheidet sich stark, und bei Bison haben wir diese Quote in einem eigenen Beitrag vom 6. September 2026 mit 27 Prozent der Rewards beziffert, nachzulesen in unserer Analyse zur Bison App.
Der dritte Punkt sind Prämien, die an den Zahlungsverkehr geknüpft sind. Trade Republic schreibt zwei Prozent des Kartenumsatzes als Crypto Saveback zurück, begrenzt auf bis zu 1.500 Euro monatlicher Kartenausgaben. Solche Modelle rechnen sich nur, wenn du die Karte ohnehin nutzt; als Grund für die Wahl einer Krypto-App taugen sie nicht.
Haltefrist und Steuer: Die App-Wahl wirkt bis in deine Steuererklärung
In Deutschland ist der Gewinn aus dem Verkauf von Kryptowährungen nach einem Jahr Haltedauer bislang steuerfrei. Für die Frist zählt der Anschaffungszeitpunkt des einzelnen Coins, und genau hier wird die App zum Faktor: Du brauchst eine lückenlose Aufstellung deiner Käufe mit Datum und Menge, sonst lässt sich die Frist später nicht belegen.
Welche Unterlagen eine App liefert, ist deshalb kein Komfortmerkmal. Manche Anbieter stellen eine fertige Jahresaufstellung bereit, andere nur einen Export der Einzelgeschäfte, den du selbst aufbereiten musst. Wer mehrere Apps parallel nutzt, braucht ohnehin ein Werkzeug, das alles zusammenführt; eine Auswahl findest du in unserer Übersicht der Steuer-Tools und Portfolio-Tracker.
Ein Hinweis zur Lage: Am 14. Oktober 2026 befasst sich das Bundeskabinett mit einem Referentenentwurf, der für Kryptowerte eine Abgeltungsteuer von 25 Prozent ab 2027 vorsieht, nach dem derzeitigen Stand nur für Anschaffungen nach dem 31. Dezember 2026. Beschlossen ist davon nichts. Für deine App-Wahl heißt das vor allem, dass die Anschaffungsdaten in Zukunft noch wichtiger werden, als sie es heute schon sind.
Krypto-Apps für Einsteiger: Was du daraus mitnimmst
Die Unterschiede zwischen den fünf Apps sind größer, als die Oberflächen vermuten lassen. Günstig und teuer liegen beim Faktor zehn auseinander, und die Frage nach der Verwahrung entscheidet, ob du Coins besitzt oder nur an ihrem Kurs teilnimmst.
- Rechne den Aufschlag auf deine geplante Sparrate hoch, nicht auf einen Einmalkauf. Ein Festbetrag je Order trifft kleine Raten hart, ein prozentualer Spread trifft große Summen. Die aktuellen Konditionen der Handelsplätze stehen in unserem Vergleich der Krypto-Börsen.
- Prüfe vor dem ersten Kauf, ob die App Transfers an eine eigene Wallet zulässt. Ohne diese Funktion kommst du später nur über einen Verkauf heraus, und der ist in Deutschland steuerlich relevant. Passende Geräte zeigt der Hardware-Wallet-Vergleich.
- Kläre die Zulassung und die Unterlagen, bevor Geld fließt. Seit dem 1. Juli 2026 braucht jeder Anbieter eine Erlaubnis, und du brauchst eine Aufstellung deiner Käufe mit Datum. Welche Häuser eine Aufsicht hinter sich haben, führt die Liste der regulierten Krypto-Börsen.
(Stand: 3. Oktober 2026. Dieser Beitrag ist keine Anlageberatung. Kurse und Gebührenmodelle ändern sich; prüfe die Konditionen vor jedem Kauf beim Anbieter selbst.)
Häufige Fragen zu Krypto-Apps
Transparenzhinweis: Dieser Beitrag wurde unter Zuhilfenahme künstlicher Intelligenz erstellt und vor der Veröffentlichung redaktionell geprüft. Alle Zahlen und Angaben wurden gegen die im Text verlinkten Primärquellen abgeglichen. Das Beitragsbild wurde mit KI erzeugt.
Verwandte Artikel
- Trade Republic und Krypto: Kein veröffentlichter Spread, keine Steuerbescheinigung und keine eigenen Schlüssel
- Revolut holt die Krypto-Lizenz in Gibraltar: Was das für dein Konto in Deutschland bedeutet
- Krypto über Sparkasse und Volksbank: 1,5 Prozent Provision plus Spread — und keine Produktseite nennt den Preis
- EU-Aufsicht stuft das Quantenrisiko hoch: Was du bei Verwahrung und Börsenwahl jetzt prüfen solltest
- 100 Euro Krypto bei Scalable Capital kosten 1,98 Euro: Das sind die Gründe
Welche Themen sollen wir vertiefen?
Wähle aus, was dich aktuell beschäftigt. Deine Auswahl fließt direkt in unsere Themenplanung ein.
Crypto-News, die wirklich Mehrwert bringen.
Wöchentlich. 60 Sekunden Lesezeit. Sorgfältig kuratiert von unserer Redaktion: kein Hype, keine Werbe-Mails, kein Spam.
16. Oktober 2026 04:40

25 Cent Handel, 1,31 Euro Auszahlung: Die Bitvavo-Gebühren bei 100 Euro Bitcoin
Die Handelsgebühr ist der kleinste von vier Kostenposten: Auf 100 Euro kostet der Kauf 25 Cent, der Umzug auf die eigene Wallet bei Bitcoin 1,31 Euro. Wir haben alle Posten am 15. Oktober 2026 einzeln erhoben und die Spreads der vier größten Euro-Paare selbst gemessen.
9. Oktober 2026 05:39

Exodus Wallet und die 71,5 Prozent aus dem Tausch: Der Spread gegen die Börsengebühr
Die Exodus Wallet ist im Download kostenlos, doch 71,5 Prozent der Einnahmen des Anbieters stammten im zweiten Quartal 2026 aus dem Tausch in der App. Was der Spread kostet, wie die Verwahrung funktioniert und ab wann sich ein eigenes Gerät rechnet.
1. Oktober 2026 20:22

NEAR Intents stoppt Auszahlungen nach 3,8-Millionen-Exploit: Das sind die Gründe
NEAR Intents bestätigt einen Exploit über mehr als 3,8 Millionen Dollar und hält Ein- sowie Auszahlungen auf elf Netzwerken an. Die Erstattung ist zugesagt, ein Termin dafür nicht.
20. September 2026 19:59

Coinbase Gebühren 2026: Was ein Bitcoin Kauf wirklich kostet
Die Coinbase-Gebühr ist nur ein Teil der Kosten: Dazu kommen der Spread im Preis, 1 Prozent bei Limit-Orders und 35 Prozent Provision beim Staking. Was ein Bitcoin Kauf über 100 und 500 Euro kostet und wie du mit Coinbase Advanced sparst.
6. September 2026 19:40

Bison App: 1,25 Prozent Spread, 27 Prozent der Staking-Rewards und ein Handel ganz ohne Orderbuch
Die Krypto-App der Börse Stuttgart wirbt mit Gebührenfreiheit. Bezahlt wird über den Spread. Was die Lizenzen wirklich abdecken, warum es kein Orderbuch gibt und weshalb der Steuerreport bei externen Transfers seine Aussagekraft verliert.
15. August 2026 02:20

Krypto-Sparplan im Vergleich: Was Bison, justTRADE und Kraken an Gebühren, Mindestrate und Intervall ausweisen
Krypto-Sparpläne werben mit kostenloser Ausführung, doch der Preis steckt fast immer im Spread. Wir haben am 14. August 2026 neun Anbieterseiten abgerufen und ausgewertet, welche Konditionen dort tatsächlich stehen.
7. September 2025 00:00

Conf3rence 2025: Dortmund war Gastgeber von Deutschlands erfolgreichem Krypto Event
Die Conf3rence 2025 in Dortmund wuchs stark, mit OKX, Bitvavo, Tangem, Strategy, Robinhood und wichtigen Diskussionen zu MiCA.
14. März 2025 00:00

OKX-Event auf Malta: Ein neuer Herausforderer für Krypto in Europa
OKX feierte einen wichtigen Meilenstein in Fort Manoel auf Malta und kündigte seine vollständige MiCA und MIFID2 Lizenz sowie Pläne an, den konformen Krypto-Handel in ganz Europa auszuweiten.
20. Juni 2025 12:02

X wird zur ultimativen Trading App – Verdrängt Elon Musk bald Binance und Coinbase?
Elon Musks X entwickelt sich zur Superapp fürs Traden und Investieren – mit Grok KI und Krypto Funktionen. Wird X Binance und Coinbase ersetzen? So könnte X die Zukunft von Krypto, KI und Finanzen verändern.
27. Juni 2025 13:01

Kraken bringt KRAK App raus: Der weltweite PayPal-Killer für Krypto und Fiat Zahlungen
Kraken startet KRAK – eine App für Krypto und Fiat Zahlungen in 100+ Ländern. Jetzt beitreten und 10 Dollar sichern!
21. Oktober 2026 15:13

Krypto-Lending unter MiCA: BTCS-Berater Wojciech Kaszycki im Interview über die EBA-Pläne
Die EBA will Krypto-Lending und den Zugang zu DeFi unter die MiCA holen. Wojciech Kaszycki, Strategy Advisor bei BTCS S.A., sagt im Interview, welcher Teil des Marktes in der EU bleibt und wo die Regeln an ihre Grenze stoßen.
1. Juli 2026 06:00

So wechselst du von Binance zu einer MiCA-regulierten Krypto-Börse
Binance wickelt seine EU-Dienste ab, nachdem die MiCA-Frist verpasst wurde. Hier erfährst du, warum das passiert und wie du dein Guthaben sicher verschiebst.
5. Juni 2026 18:11

MiCA und deine Kryptos: Sind deine Assets ab dem 1. Juli 2026 in Gefahr?
MiCAR tritt am 1. Juli 2026 in Kraft – doch was bedeutet das für Ihre Kryptowährungen? Drohen Einschränkungen, Delistings oder Verluste?
1. Juli 2025 15:23

Deutschlands Bankenriesen setzen auf Krypto: Deutsche Bank und Sparkassen, der Stand zum Start 2026
Die Deutsche Bank plant bis Ende 2026 die Kryptoverwahrung für institutionelle Kunden, die Sparkassen wollen ab Mitte Oktober Kryptohandel in ihrer App anbieten. Wo beide Vorhaben stehen.
2. Juli 2026 22:09

Binance ist raus aus der EU: So wechselst du auf eine MiCA-regulierte Börse
Binance hat den EU-Markt verlassen. Welche Börsen eine MiCA-Lizenz halten, woran du eine echte Zulassung erkennst und wie der Umzug deines Guthabens Schritt für Schritt abläuft.
13. September 2026 13:18

Krypto bei der Sparkasse: Warum du keinen Schlüssel zu deinen Bitcoin bekommst und was du vorher prüfen musst
Ab Oktober sollen Sparkassenkunden Bitcoin und Ether in der eigenen Banking-App kaufen können, verwahrt von der DekaBank. Du bekommst dabei eine Depotposition statt eines privaten Schlüssels. Was das praktisch bedeutet und was du vor dem ersten Kauf klären solltest.
21. Juni 2025 13:09

Coinbase Sichert Sich EU Lizenz: Ein Wendepunkt Für Krypto Dienste in Europa
Coinbase hat einen grossen Schritt im europäischen Krypto Markt gemacht. Mit einer neuen MiCA Lizenz darf die Börse jetzt offiziell in der ganzen EU operieren.
5. August 2024 12:29

Was sind die Gründe für den KRYPTO MARKT CRASH?
Der jüngste Krypto Markt zusammen bruch, angefangen mit dem großen Fall von Bitcoin und gefolgt von den wichtigsten Altcoins, wurde durch mehrere Faktoren angetrieben. Hier sind die wichtigsten...
10. Juli 2026 11:30

Binance verrät, wohin seine EU-Nutzer nach MiCA geflüchtet sind
Binance hat verraten, wohin die meisten EU-Nutzer ihre Coins nach MiCA verschoben haben – und die Antwort wirft Fragen zum neuen Regelwerk auf.
25. Juni 2026 12:19

Binance zieht EU-Lizenzantrag zurück: Was das für deine Kryptos bedeutet
Binance hat seinen MiCA-Lizenzantrag in Griechenland kurz vor der EU-Frist zurückgezogen. Was das für Nutzer, deine Gelder und den Kryptomarkt bedeutet.
17. Juni 2026 20:28

Binance Zugang zur EU in Gefahr: Was MiCA für BNB und Krypto Nutzer bedeuten könnte
Binance steht in Europa vor einem der größten regulatorischen Tests. Könnte MiCA jetzt BNB und Krypto Nutzer in der EU unter Druck setzen?
19. September 2026 14:15

MiCA-Konsultation endet am 30. September: Was du bis dahin prüfen und einreichen kannst
Die EU-Kommission überprüft die Krypto-Verordnung MiCA und nimmt bis zum 30. September 2026 um 23:59 Uhr MESZ Stellungnahmen entgegen. Auf dem Prüfstand stehen Staking, DeFi, Lending, Stablecoins und die Verwahrung – und du kannst dich ohne Anwalt beteiligen.
11. März 2026 14:42

Warum Krypto-Projekte scheitern: Die verborgene Wahrheit hinter der Stagnation 2026
Der Krypto-Goldrausch ist ins Stocken geraten. Erfahre, warum Retail-Projekte verschwinden, während Konzerne und Regulierungen den Markt 2026 fest im Griff haben.
18. August 2026 11:16

MiCA-Überprüfung: Was die EU-Kommission an den Krypto-Regeln ändern könnte
Die EU-Kommission hat MiCA nach knapp zwei Jahren zur Überprüfung gestellt und fragt in 86 Punkten unter anderem das Zinsverbot für Stablecoins, Staking, Lending und DeFi ab. Antworten nimmt Brüssel bis zum 30. September 2026 entgegen.
11. August 2026 16:34

Krypto-Börse schließt: Was du tun musst, bevor die Frist abläuft
Binance, BitMart, Luno und Revolut haben ihr Europageschäft binnen sieben Wochen beendet oder zusammengestrichen. Dieser Leitfaden zeigt, welche Frist zuerst abläuft, wie ein Zwangsverkauf steuerlich wirkt und was du vor der Kontoschließung sichern musst.
Vielleicht auch interessant







