Ein Krypto-Steuer-Tool kostet für den Steuerbericht zwischen 39 und 999 Euro, je nach Anbieter und Zahl der Transaktionen. Im Einstieg liegen die Anbieter mit 39 bis 49 Euro dicht beieinander; auseinander gehen die Preise ab etwa 1.000 Transaktionen im Jahr. Die Tabelle zeigt die Preisstufen, wie die Anbieter sie am 24. Oktober 2026 auf ihren deutschen Preisseiten nennen.
| Anbieter | Abrechnung | Einstieg | bis rund 1.000 Transaktionen | bis 3.000 oder 3.500 Transaktionen | große Depots |
| CryptoTicker Steuerrechner | kostenlos, ohne Konto | 0 Euro | 0 Euro | 0 Euro | CSV-Import je Börse |
| CoinTracking | Abo je Jahr | 39 Euro (200 Transaktionen) | 129 Euro (Pro, 3.500) | 129 Euro | 219 Euro (20.000), 769 Euro unbegrenzt |
| Blockpit | je Steuerjahr | 49 Euro (50 Transaktionen) | 99 Euro | 149 Euro (3.000) | 229 Euro (10.000), 549 Euro darüber |
| Koinly | je Steuerjahr | 49 Euro (100 Transaktionen) | 99 Euro | 199 Euro (3.000) | auf Anfrage |
| Waltio | Abo je Jahr | 39 Euro (50 Transaktionen) | 99 Euro | 249 Euro (10.000) | 999 Euro unbegrenzt |
| Divly | je Steuerjahr | ab 39 Euro | Preis nach Transaktionsklasse im Bestellvorgang |
Quellen sind die Preisseiten von CoinTracking, Blockpit, Koinly, Waltio und Divly, Preise inklusive Mehrwertsteuer. Portfolio-Tracking ohne Steuerbericht bieten alle fünf kostenlos an, Koinly und Divly sogar bis 10.000 beziehungsweise 25.000 Transaktionen.
Stand November 2026
Im November 2026 vergleichen wir 12 Anbieter. Am besten bewertet sind CoinTracking mit 4,9 von 5 Punkten, CoinTracker mit 4,7 und Koinly mit 4,6.
Abo oder Preis je Steuerjahr: was günstiger ist
Die Anbieter rechnen auf zwei Arten ab. CoinTracking und Waltio verkaufen ein Jahresabo, Blockpit, Koinly und Divly den Bericht je Steuerjahr. Für die meisten Anleger mit einem laufenden Jahr ist das gleichwertig. Der Unterschied zeigt sich bei Nachzüglern: Wer drei zurückliegende Steuerjahre mit je 800 Transaktionen aufarbeiten muss, zahlt bei Blockpit oder Koinly dreimal 99 Euro, also 297 Euro. Bei CoinTracking deckt ein Jahr Pro für 129 Euro den gesamten importierten Bestand ab.
Umgekehrt ist das Steuerjahr-Modell günstiger, wenn du nur in einzelnen Jahren verkaufst. Wer 2026 nichts veräußert, weil alle Bestände älter als ein Jahr sind, braucht für 2026 keinen Bericht und zahlt bei Blockpit und Koinly nichts.
Eine Krypto-Steuersoftware liest Käufe, Verkäufe, Tauschvorgänge und Zuflüsse aus Börsen und Wallets ein, bewertet sie und erzeugt einen Bericht für die Steuererklärung. Für deutsche Anleger zählen sechs Punkte:
- FIFO je Wallet: Das BMF-Schreiben vom 6. März 2025 verlangt für die Haltefrist die Verbrauchsfolge je Wallet und Börsenkonto, nicht über das ganze Depot. Das Tool muss das abbilden können.
- Bericht für die Anlage SO: Gewinne aus privaten Veräußerungsgeschäften und Erträge aus Staking gehören in getrennte Abschnitte. Ein guter deutscher Bericht trennt beides und rechnet die Freigrenzen von 1.000 und 256 Euro mit.
- Haltefrist sichtbar: Hilfreich ist eine Anzeige, ab welchem Tag welche Position steuerfrei verkauft werden kann. Blockpit bietet das im Zusatzpaket Plus für 3,99 Euro im Monat, der CryptoTicker Steuerrechner kostenlos.
- Staking zum Zuflusskurs: Belohnungen sind mit dem Kurs am Tag des Zuflusses anzusetzen. Das Tool sollte Tageskurse hinterlegt haben und nicht mit dem Jahresendkurs rechnen.
- Daten für den Abgleich mit DAC8: Ab 2027 melden Börsen nach dem Kryptowerte-Steuertransparenzgesetz die Umsätze 2026 an das Bundeszentralamt für Steuern. Wer seine Exporte vollständig im Tool hat, kann Abweichungen erklären.
- Mittelherkunftsnachweis: Banken verlangen beim Auszahlen größerer Beträge Nachweise. Blockpit verkauft dafür Berichte ab 19,99 Euro, und CoinTracking hat einen Herkunftsnachweis in seine Jahrespläne aufgenommen.
Kostenlos rechnen: der CryptoTicker Steuerrechner
Für viele Privatanleger reicht ein Rechner. Unser Krypto-Steuer-Rechner liest die CSV-Exporte von Coinbase, Bitpanda, Kraken, Binance und Trade Republic, ordnet jedem Verkauf nach FIFO die verbrauchten Käufe zu und zeigt für jeden Kauf den Tag, ab dem er steuerfrei ist. Er braucht keine Anmeldung, und die Dateien bleiben in deinem Browser.
Ein kostenpflichtiges Tool lohnt sich, sobald du auf mehreren Börsen handelst, Coins zwischen Wallets bewegst, Staking-Erträge beziehst oder DeFi nutzt. Wie die Rechnung im Einzelnen funktioniert, zeigt unser Beitrag Krypto-Steuer berechnen, wo die Summen in der Erklärung hingehören, die Anleitung zur Krypto-Steuererklärung.
Ein Steuer-Tool ordnet Daten, die steuerliche Würdigung bleibt bei dir. Bei Staking, Lending, Airdrops und Wrapped-Token unterscheiden sich die Voreinstellungen der Anbieter, und nicht jede passt zu deinem Fall. Für schwierige Fälle bieten Blockpit, Divly und CoinTracking eine Prüfung durch Fachleute an; bei größeren Beträgen lohnt eine Steuerberaterin oder ein Steuerberater. Die Rechtslage insgesamt erklärt unser Ratgeber zur Krypto-Steuer in Deutschland, den Stand der geplanten Reform der Überblick zur Krypto-Haltefrist.
Was kosten Blockpit, CoinTracking und Koinly?
Die drei bekanntesten Krypto-Steuer-Tools in Deutschland rechnen unterschiedlich ab. Hier die Kosten je Anbieter im Einzelnen, laut den deutschen Preisseiten am 24. Oktober 2026, inklusive Mehrwertsteuer.
Blockpit Kosten
Blockpit berechnet den Steuerbericht je Steuerjahr: 49 Euro bis 50 Transaktionen, 99 Euro bis rund 1.000, 149 Euro bis 3.000, 229 Euro bis 10.000 und 549 Euro darüber. Das Portfolio-Tracking ist kostenlos. Für zwei Steuerjahre kaufst du zwei Berichte.
CoinTracking Kosten
CoinTracking verkauft ein Jahresabo: 39 Euro bis 200 Transaktionen, 129 Euro im Tarif Pro bis 3.500, 219 Euro bis 20.000 und 769 Euro ohne Obergrenze. Ein Abojahr deckt alle importierten Steuerjahre ab. Das lohnt sich vor allem, wenn du mehrere Jahre nachholst.
Koinly Kosten
Koinly rechnet je Steuerjahr ab: 49 Euro bis 100 Transaktionen, 99 Euro bis rund 1.000 und 199 Euro bis 3.000, größere Depots auf Anfrage. Das Portfolio-Tracking ist bis 10.000 Transaktionen kostenlos, bezahlt wird erst der Steuerbericht.
Alternativen zu Blockpit und CoinTracking
Die passende Alternative zu Blockpit hängt von deiner Transaktionszahl ab: Zwischen 1.000 und 3.000 Transaktionen kostet CoinTracking Pro 129 Euro, Blockpit 149 Euro. Bis rund 1.000 Transaktionen liegen Koinly und Waltio mit je 99 Euro gleichauf mit Blockpit. Als Alternative zu CoinTracking eignen sich Blockpit und Koinly, wenn du nur in einzelnen Jahren verkaufst, denn dort zahlst du nur für das Steuerjahr mit Verkäufen. Bei wenigen Käufen und Verkäufen reicht der kostenlose CryptoTicker Steuerrechner.
Das hängt von der Zahl deiner Transaktionen ab. Bis 1.000 Transaktionen im Jahr kosten Blockpit, Koinly und Waltio je 99 Euro; bei 1.000 bis 3.500 Transaktionen ist CoinTracking Pro mit 129 Euro im Jahr am günstigsten. Für einfache Fälle reicht der kostenlose CryptoTicker Steuerrechner.
Ja. Der CryptoTicker Steuerrechner ist kostenlos und ohne Anmeldung nutzbar. Bei den übrigen Anbietern ist das Portfolio-Tracking kostenlos, der Steuerbericht kostet ab 39 Euro.
CoinTracking oder Blockpit: was ist günstiger?
Bis 50 Transaktionen ist CoinTracking mit 39 Euro günstiger als Blockpit mit 49 Euro, bei 51 bis 200 Transaktionen kostet CoinTracking 39 Euro und Blockpit 99 Euro. Zwischen 1.000 und 3.000 Transaktionen liegt Blockpit mit 149 Euro über CoinTracking Pro mit 129 Euro. Wer mehrere Steuerjahre nachholt, fährt mit dem Abo von CoinTracking meist günstiger.
Nein, vorgeschrieben ist keines. In die Anlage SO trägst du Summen ein; die Einzelaufstellung musst du auf Nachfrage vorlegen können. Bei wenigen Käufen und Verkäufen reicht dafür der kostenlose Steuerrechner oder eine Tabelle, bei vielen Börsen, Tauschvorgängen und Staking spart ein Tool Stunden.
Kostenlos ist der CryptoTicker Steuerrechner. Unter den Bezahlanbietern starten CoinTracking (bis 200 Transaktionen) und Waltio (bis 50) mit je 39 Euro am günstigsten. Bis rund 1.000 Transaktionen kosten Blockpit, Koinly und Waltio je 99 Euro, zwischen 1.000 und 3.500 Transaktionen ist CoinTracking Pro mit 129 Euro im Jahr vorn.
Stand der Preise: 24. Oktober 2026, laut Preisseiten der Anbieter. Die Anbieternamen in der Preistabelle und im Abschnitt zu den Kosten je Anbieter sind Partnerlinks; kaufst du darüber, erhält CryptoTicker eine Provision, der Preis für dich bleibt gleich. Dieser Vergleich ist keine Steuerberatung.