Die in diesem Artikel bereitgestellten Informationen dienen ausschließlich zu Informationszwecken und stellen keine Finanzberatung dar. Investitionen in Kryptowährungen sind mit einem hohen Risiko verbunden. Führe immer deine eigene Recherche durch.

Trade Republic und Krypto: Kein veröffentlichter Spread, keine Steuerbescheinigung und keine eigenen Schlüssel

Rund 50 Kryptowährungen, seit November 2025 auch übertragbar auf eigene Wallets. Aber der Spread steht in keinem öffentlichen Dokument, die Einlagensicherung greift nicht, und jede Kartenzahlung mit Krypto ist ein Verkauf, den du selbst erklären musst.

Eine Münze in einem verschlossenen Behälter neben einem offenen, leeren Behälter als Sinnbild für Krypto-Verwahrung ohne eigene Schlüssel bei Trade Republic
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Die in diesem Artikel bereitgestellten Informationen dienen ausschließlich zu Informationszwecken und stellen keine Finanzberatung dar. Investitionen in Kryptowährungen sind mit einem hohen Risiko verbunden.

Trade Republic ist der größte Neobroker Deutschlands, und seit dem 14. November 2025 kannst du dort rund 50 Kryptowährungen nicht nur kaufen, sondern auch an eine eigene Wallet senden und von dort empfangen. Das steht so in der Pressemitteilung des Unternehmens vom selben Tag.

Was dort nicht steht, ist der Preis. Trade Republic veröffentlicht für den Krypto-Handel keinen Spread, und die offizielle Preisübersicht auf der Website führt genau sechs bepreiste Zeilen, von denen keine einzige Kryptowährungen betrifft. Im Kleingedruckten schreibt das Unternehmen selbst: die vollständige Preisliste sei in der App verfügbar.

Dieser Artikel ist eine Einordnung, keine Nachricht. Er stützt sich auf drei Dokumente, die Trade Republic öffentlich bereitstellt: die Kundenvereinbarung in der Version 07.08 mit Stand Juli 2026, die Crypto Ausführungsgrundsätze mit demselben Stand, und den Informationsbogen für den Einleger. Dazu kommt die Unternehmensdatenbank der BaFin, abgefragt am 5. September 2026. Alle Quellen stehen am Ende ausgeschrieben.

Was dir bei Trade Republic Krypto tatsächlich gehört

Die gute Nachricht zuerst, weil sie oft falsch dargestellt wird: Du kaufst bei Trade Republic echte Kryptowerte, kein Zertifikat und keine Schuldverschreibung. Die Kundenvereinbarung ordnet den Handel ausdrücklich der europäischen Kryptoverordnung MiCAR zu, konkret dem Begriff „Kryptowerte" nach Artikel 3 Absatz 1 Nummer 5.

Die Einschränkung folgt zwei Absätze später. Trade Republic verwahrt die Bestände aller Kunden „in einem digitalen Sammelkonto je Unterstütztem Cryptowert", und die Kryptowerte verschiedener Kunden werden dabei „nicht voneinander getrennt". Der Eigenbestand des Unternehmens liegt getrennt davon, dein Bestand aber liegt mit dem aller anderen Kunden in derselben Adresse.

Daraus folgt der Punkt, der für viele der wichtigste ist: Du bekommst keine Schlüssel. Wörtlich heißt es in der Crypto Verwahrpolitik: „Kunden erhalten keine eigenen Public oder Private Keys." Eine individuelle Wallet-Adresse gibt es nur auf Anfrage und nur für Transfers. Selbstverwahrung ist bei Trade Republic nicht vorgesehen.

Wer verwahrt, und warum der Name nicht im Vertrag steht

Auf der Krypto-Seite von Trade Republic steht, der Großteil der Bestände liege in Cold Wallets beim Partner BitGo Europe GmbH, einem nach MiCAR lizenzierten Verwahrer. Dieselbe Aussage steht in der Pressemitteilung vom 14. November 2025.

Balkengrafik: 90-Tage-Kursveränderung der größten Kryptowerte
Die größten Kryptowerte im 90-Tage-Vergleich, nach Daten von CoinMarketCap

In der 108-seitigen Kundenvereinbarung kommt der Name BitGo dagegen nicht vor. Dort ist allgemein von „MiCAR-regulierte Unterverwahrer" die Rede, an die Trade Republic die Verwahrung delegieren kann. Das ist kein Widerspruch, aber ein Unterschied, den du kennen solltest: Der Verwahrpartner ist eine Marketingaussage und eine Presseaussage, keine vertragliche Zusage. Er kann wechseln, ohne dass sich am Vertrag etwas ändert.

BitGo Europe GmbH mit Sitz in Frankfurt ist tatsächlich reguliert. Die BaFin-Unternehmensdatenbank führt für die Gesellschaft elf Erlaubniszeilen, darunter die Verwahrung und Verwaltung von Kryptowerten für Kunden seit dem 9. Mai 2025 und das qualifizierte Kryptoverwahrgeschäft nach Kreditwesengesetz seit dem 30. Dezember 2024.

Die Zulassung: Bankerlaubnis statt eigener CASP-Lizenz

Hier liegt eine Feinheit, die in Vergleichstabellen fast immer untergeht. Trade Republic Bank GmbH führt in der BaFin-Datenbank vier MiCAR-Erlaubnisse, alle seit dem 24. April 2025: Verwahrung, Ausführung von Aufträgen, Annahme und Übermittlung von Aufträgen sowie Transferdienstleistungen.

Diese Erlaubnisse stehen unter Artikel 59 Absatz 1 Buchstabe b der Verordnung. Buchstabe b ist der Weg für Kreditinstitute, die Kryptodienste nach einer Notifizierung erbringen dürfen. Trade Republic hat also keine eigenständige Zulassung als Kryptowerte-Dienstleister, sondern nutzt die vorhandene Bankerlaubnis. BitGo Europe steht demgegenüber unter Buchstabe a, das ist die eigenständige Zulassung.

Für dich als Anleger ändert das an der Aufsicht wenig, beide stehen unter BaFin-Aufsicht. Für die Einordnung in einem Anbietervergleich ist es trotzdem relevant, weil „MiCA-lizenziert" bei beiden steht und zwei verschiedene Dinge meint.

Was der Handel kostet, und was Trade Republic nicht verrät

Die offizielle Preisübersicht nennt für alle Anlageklassen dieselben sechs Positionen:

PositionPreis
Orderprovisionkostenfrei
Abwicklungskostenpauschale1,00 Euro, bei Direktpreis an der Börse 2,00 Euro
Ausführung von Sparplänen für Aktien, ETFs oder Cryptokostenfrei
Monatliche Kartengebührkostenfrei
Weltweites Geldabhebenkostenfrei, unter 100 Euro 1,00 Euro
Dividenden oder Kapitalmaßnahmenkostenfrei

Stand dieser Übersicht ist der 5. September 2026, abgerufen von der Support-Seite des Unternehmens.

Wichtig zur Lesart dieser Tabelle: Sie gilt allgemein und nennt Kryptowährungen nur in der Sparplan-Zeile ausdrücklich. Ob die Abwicklungskostenpauschale von 1,00 Euro auch bei einzelnen Krypto-Orders anfällt, bestätigt Trade Republic nirgends krypto-spezifisch. Mehrere Fachmedien berichten es übereinstimmend, und es passt zur Systematik der Tabelle, aber es ist keine Angabe des Anbieters. Gesichert ist allein, dass die Ausführung von Krypto-Sparplänen kostenfrei ist, denn diese Zeile nennt Crypto namentlich.

Eine eigene Krypto-Zeile fehlt, und ein Spread wird nirgends beziffert. Das ist kein Rechercheversagen, sondern belegbar Absicht: Im Volltext der Kundenvereinbarung mit 395.744 Zeichen kommt das Wort „Spread" null Mal vor. Trade Republic selbst formuliert an mehreren Stellen „neben dem Spread fallen keine weiteren Kosten an", nennt aber keine Zahl und verweist auf die Preisübersicht und die App.

Deshalb steht in diesem Artikel keine Spread-Zahl. In Fachmedien kursieren Werte zwischen 0,5 und 3 Prozent, sie widersprechen einander, und keine davon ist eine veröffentlichte Kondition. Die belastbare Aussage lautet: Der Spread ist der wesentliche Kostenblock beim Krypto-Handel, und du siehst ihn erst in der App vor der Order. Wer vor der Kontoeröffnung vergleichen will, kann das bei Krypto nicht.

Was gesichert ist: Die Verwahrung selbst ist kostenlos. Die Kundenvereinbarung sagt, Trade Republic erhebe „keine Gebühren für die Erbringung von Cryptoverwahrdienstleistungen". Für Staking fallen ebenfalls keine zusätzlichen Gebühren an.

Transfers auf die eigene Wallet: heute kostenlos, vertraglich bepreisbar

Seit dem 14. November 2025 kannst du Kryptowerte an externe Wallets senden und von dort empfangen. Die Website wirbt damit, dass dafür keine Transaktionsgebühren von Trade Republic anfallen. Die Netzwerkgebühr der jeweiligen Blockchain trägst du selbst, das ist bei jedem Anbieter so.

In der Kundenvereinbarung steht dazu allerdings ein zweiter Satz: „Trade Republic ist berechtigt, für die Ausführung von Crypto Transfers ein Entgelt zu erheben. Es gelten die zum Zeitpunkt der Leistungserbringung im Preisverzeichnis und/oder in der Applikation angegebenen Entgelte."

Heute kostenlos, jederzeit bepreisbar. Das ist kein verstecktes Kleingedrucktes, sondern eine übliche Klausel. Sie gehört trotzdem in die Rechnung, wenn du Trade Republic als dauerhaften Weg zur Selbstverwahrung einplanst.

Drei weitere Punkte aus dem Transferkapitel, die im Alltag zählen: Transfers sind irreversibel und nach Annahme weder änderbar noch widerruflich. Eingehende Beträge werden ab der sechsten Nachkommastelle abgerundet. Und gewerbliche Nutzung der Transferfunktion ist ausdrücklich untersagt.

Die Einlagensicherung greift nicht, aber du bist trotzdem nicht ungeschützt

Das wird häufig verkürzt dargestellt, deshalb hier die genaue Lage. Der Informationsbogen für den Einleger nennt die Entschädigungseinrichtung deutscher Banken mit 100.000 Euro je Einleger und einer Erstattungsfrist von sieben Arbeitstagen. Er deckt ausdrücklich Einlagen ab. Kryptowerte kommen darin nicht vor, und sie sind auch keine Einlage im Sinne des Einlagensicherungsgesetzes.

Trade Republic zieht diese Grenze schon eine Stufe früher und schreibt zu Wertpapieren: die Papiere im Depot fielen nicht unter die Einlagensicherung, sondern stünden im Eigentum des Kunden. Für Kryptowerte gilt das erst recht.

Der Schutz ist stattdessen insolvenzrechtlich. Die Kundenvereinbarung sagt: „Im Insolvenzfall sind Cryptowerte der Kunden nicht Teil von Trade Republics Insolvenzmasse. Sie werden an einen lizenzierten Cryptoverwahrer im Einklang mit geltendem Recht übertragen." Kunden können widersprechen und tragen dann gegebenenfalls die Kosten der Aussonderung und Übertragung. Dazu kommt die Haftung für Verlust nach Artikel 75 Absatz 8 MiCAR, begrenzt auf den Marktwert zum Zeitpunkt des Haftungsereignisses.

Die richtige Formulierung ist also nicht „ungeschützt", sondern anders geschützt: keine 100.000-Euro-Einlagensicherung, dafür Aussonderung aus der Insolvenzmasse und eine gesetzliche Haftung.

Steuern bei Trade Republic Krypto: Der Broker macht ausdrücklich nichts

Das ist der Punkt mit dem größten Handlungsbedarf, und er ist eindeutig belegt. Die Kundenvereinbarung enthält an drei verschiedenen Stellen eine eigene Steuerklausel.

Zum Handel heißt es in Anlage 7 Abschnitt A: „Trade Republic ist nicht für die Abführung von Steuern auf Verkaufserlöse des Kunden verantwortlich. Der Kunde muss sich eigenständig steuerlichen Rat einholen. Trade Republic wird dem Kunden aber Übersichten über den Handel mit Cryptowerten erteilen."

Zu Transfers, Abschnitt D: „Trade Republic ist nicht für die Abführung von Steuern im Zusammenhang mit der Ausführung von Crypto Transfers verantwortlich."

Zum Staking, Abschnitt E: „Trade Republic ist nicht für die Abführung von Steuern im Zusammenhang mit Crypto Staking verantwortlich."

Daraus folgt dreierlei, ohne Auslegungsspielraum. Erstens führt Trade Republic bei Krypto keine Kapitalertragsteuer ab, anders als bei Aktien und ETFs. Zweitens bekommst du keine Steuerbescheinigung, die Krypto umfasst, sondern ausdrücklich nur „Übersichten". Drittens liegt die Erklärungspflicht vollständig bei dir.

Wer Aktien und Krypto im selben Depot hält, hat damit zwei völlig verschiedene Steuerwelten in einer App: Bei den Aktien ist nach dem Verkauf alles erledigt, bei Krypto fängt die Arbeit dann erst an.

Der Fall, den fast niemand auf dem Schirm hat: mit Krypto bezahlen

Trade Republic bietet an, mit der Karte zu bezahlen und den Betrag aus dem Krypto-Bestand zu decken. Das Unternehmen schreibt dazu selbst: „Die Nutzung von Crypto stellt einen Verkauf des jeweiligen Crypto-Betrags dar und kann steuerliche Auswirkungen haben."

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Übersetzt heißt das: Jeder Kaffee, den du mit Krypto bezahlst, ist ein Verkauf. Und weil Trade Republic nichts abführt und keine Steuerbescheinigung ausstellt, musst du jeden einzelnen dieser Vorgänge selbst dokumentieren, mit Anschaffungszeitpunkt, Anschaffungskurs und Verkaufskurs. Bei einer Handvoll Orders im Jahr ist das machbar. Bei einer Karte, die man täglich benutzt, wird daraus schnell eine dreistellige Zahl an Vorgängen.

Wenn du diese Funktion nutzen willst, brauchst du vom ersten Tag an einen Transaktionsexport und ein Werkzeug, das daraus eine Aufstellung baut. Welche Programme das leisten und was sie kosten, steht im Vergleich der Krypto-Steuer-Tools.

Fünf Klauseln, die du vor der ersten Order gelesen haben solltest

Diese Punkte stehen alle in der Kundenvereinbarung. Sie sind nicht ungewöhnlich für die Branche, aber sie werden selten zitiert.

Selbsteintritt. Trade Republic handelt als Kommissionärin und darf Selbsteintritt erklären, also selbst deine Gegenpartei werden, auch wenn kein Börsen- oder Marktpreis amtlich festgestellt ist. Du stimmst außerdem der Ausführung außerhalb von Handelsplattformen für Kryptowerte zu.

Keine Kundenweisung. Die Crypto Ausführungsgrundsätze sagen, Trade Republic führe keine Crypto Orders nach spezifischen Anweisungen seiner Kunden aus. Du kannst also keinen bestimmten Ausführungsplatz verlangen.

Delisting mit kurzer Frist. Wird ein Coin ausgelistet, musst du innerhalb einer gesetzten Frist verkaufen, und der Vertrag sagt ausdrücklich, diese Frist könne „sehr kurz sein". Danach darf Trade Republic in deinem Namen verkaufen und haftet nicht für Verluste daraus.

Airdrops und Forks ohne Anspruch. Ist eine Zuteilung nach Ermessen von Trade Republic „nicht zumutbar möglich", verzichtest du auf den Anspruch. Eine Pflicht, dich über Blockchain-Ereignisse zu informieren, besteht nicht.

Transfers können ausgesetzt werden. Trade Republic darf einen Transfer ablehnen oder aussetzen, wenn Herkunft der Mittel, Identität oder Verfügungsbefugnis über die Ziel-Wallet nicht nachgewiesen werden.

Für wen Trade Republic Krypto passt und für wen nicht

Es passt, wenn du Aktien, ETFs und Krypto in einer App halten willst, kleine Beträge besparst und die Sparplan-Ausführung ohne Ausführungskosten nutzt. Der Einstieg ist ab 1 Euro möglich, und Krypto-Sparpläne sind in der Ausführung kostenfrei.

Es passt weniger, wenn du den Preis vorher kennen willst, denn der Spread ist nicht veröffentlicht. Es passt auch weniger, wenn Selbstverwahrung dein Ziel ist: Du kannst zwar seit November 2025 an eine eigene Wallet senden, aber innerhalb von Trade Republic hältst du zu keinem Zeitpunkt eigene Schlüssel. Und es passt nur mit Vorbereitung, wenn du viel handelst oder mit Krypto bezahlst, weil die gesamte Steuerarbeit bei dir liegt.

Wie Trade Republic gegen andere deutsche Anbieter dasteht, steht im Vergleich der Krypto-Broker. Wer Wert auf eine eigenständige Zulassung als Kryptowerte-Dienstleister legt, findet die entsprechenden Häuser im Vergleich der regulierten Krypto-Börsen.

Trade Republic Krypto: Was du daraus mitnimmst

Drei Schritte, die konkret sind:

  1. Sieh dir den Spread in der App an, bevor du die erste Order gibst, und rechne ihn auf deinen geplanten Anlagebetrag hoch. Er ist der Hauptkostenblock, und er steht in keinem öffentlichen Dokument. Vergleiche das Ergebnis mit einem Anbieter, der seine Konditionen veröffentlicht.
  2. Richte die Steuerdokumentation ein, bevor du kaufst, nicht im Folgejahr. Trade Republic führt bei Krypto nichts ab und stellt keine Steuerbescheinigung aus, sondern nur Übersichten. Exportiere die Transaktionen regelmäßig.
  3. Entscheide bewusst über die Kartenzahlung mit Krypto. Jede einzelne ist steuerlich ein Verkauf. Wenn du die Funktion nutzt, brauchst du ein Werkzeug, das die Vorgänge automatisch erfasst.

Häufige Fragen

Gehören mir die Kryptowährungen bei Trade Republic wirklich? Ja, es handelt sich um echte Kryptowerte nach MiCAR und nicht um ein Derivat. Sie liegen allerdings in einem Sammelkonto zusammen mit den Beständen anderer Kunden, und du erhältst keine eigenen Schlüssel.

Kann ich Krypto von Trade Republic auf meine eigene Wallet auszahlen? Ja, seit dem 14. November 2025. Trade Republic erhebt dafür derzeit keine eigene Gebühr, die Netzwerkgebühr trägst du. Der Vertrag behält sich vor, künftig ein Entgelt zu erheben.

Wie hoch ist der Spread bei Trade Republic für Krypto? Trade Republic veröffentlicht ihn nicht. Weder die Preisübersicht noch die Kundenvereinbarung noch die Ausführungsgrundsätze nennen eine Zahl. Sichtbar wird er erst in der App vor der Order.

Führt Trade Republic bei Krypto die Steuer ab? Nein. Die Kundenvereinbarung sagt an drei Stellen ausdrücklich, dass Trade Republic für die Abführung von Steuern nicht verantwortlich ist. Du erhältst Übersichten über den Handel, aber keine Steuerbescheinigung, und musst selbst erklären.

Gilt die Einlagensicherung für meine Kryptowerte? Nein. Der Informationsbogen für den Einleger deckt Einlagen ab, Kryptowerte sind keine Einlage. Der Schutz besteht stattdessen darin, dass Kryptowerte im Insolvenzfall nicht zur Insolvenzmasse gehören, dazu kommt die Haftung nach Artikel 75 Absatz 8 MiCAR.

Ist Trade Republic für Krypto reguliert? Ja. Die BaFin führt für Trade Republic Bank GmbH vier MiCAR-Erlaubnisse seit dem 24. April 2025. Sie stehen unter Artikel 59 Absatz 1 Buchstabe b, das ist der Weg über die bestehende Bankerlaubnis, nicht eine eigenständige Zulassung als Kryptowerte-Dienstleister.


Die Regeln rund um MiCAR, Verwahrung und die Besteuerung von Kryptowerten ändern sich weiter, und Trade Republic passt seine Bedingungen mit jeder neuen Version der Kundenvereinbarung an. Wir verfolgen diese Änderungen und fassen sie zusammen, auf Deutsch und auf Englisch. Die jeweils aktuelle Lage findest du auf der Startseite von cryptoticker.io.

Quellen

  • Trade Republic, Kundenvereinbarung Version 07.08 DE-de, Stand 7/2026, Anlage 7 „Sonderbedingungen für die Erbringung von Cryptowerte-Dienstleistungen": https://assets.traderepublic.com/assets/files/CA_DE-de.pdf
  • Trade Republic, Crypto Ausführungsgrundsätze, Stand 7/2026: https://assets.traderepublic.com/assets/files/DE_ExecutionPolicy.pdf
  • Trade Republic, Informationsbogen für den Einleger: https://assets.traderepublic.com/assets/files/TradeRepublic_InformationsbogenfuerdenEinleger.pdf
  • Trade Republic, Pressemitteilung vom 14. November 2025 zur Crypto Wallet: https://assets.traderepublic.com/assets/files/251114_TradeRepublic_Crypto_PressRelease_DE_DE.pdf
  • Trade Republic, Krypto-Seite mit FAQ: https://traderepublic.com/de-de/crypto
  • Trade Republic, Support-Seite mit der offiziellen Preisübersicht: https://traderepublic.com/de-de/support
  • BaFin, Unternehmensdatenbank, Abfrage zu Trade Republic Bank GmbH und BitGo Europe GmbH, abgerufen am 5. September 2026: https://portal.mvp.bafin.de/database/InstInfo/
  • Verordnung (EU) 2023/1114 über Märkte für Kryptowerte (MiCAR), Artikel 3, 59 und 75: https://eur-lex.europa.eu/eli/reg/2023/1114/oj

Transparenzhinweis: Dieser Beitrag wurde unter Zuhilfenahme künstlicher Intelligenz erstellt und vor der Veröffentlichung redaktionell geprüft. Alle Zahlen und Angaben wurden gegen die im Text verlinkten Primärquellen abgeglichen. Das Beitragsbild wurde mit KI erzeugt.

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