Die in diesem Artikel bereitgestellten Informationen dienen ausschließlich zu Informationszwecken und stellen keine Finanzberatung dar. Investitionen in Kryptowährungen sind mit einem hohen Risiko verbunden. Führe immer deine eigene Recherche durch.

NEAR Intents bei 169 Millionen Dollar: Was du vor einem Cross-Chain-Tausch prüfst

NEAR steigt am 20. September 2026 um knapp 18 Prozent auf 4,23 Dollar, während in der Tauschschicht NEAR Intents zwischen 167,6 und 169,1 Millionen Dollar liegen. Was ein Intent ist, wie er sich von einer Brücke unterscheidet und was für dich in Deutschland gilt.

Massive Messingmünze mit Bitcoin-Zeichen im Schnittpunkt vieler sternförmig zulaufender Stahlschienen
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Wer Guthaben von einer Blockchain auf eine andere bringen will, hat dafür bisher meist eine Brücke benutzt und musste dabei zwei Fragen selbst beantworten: über welchen Weg das Geld läuft und wem es unterwegs gehört. NEAR geht mit seiner Tauschschicht NEAR Intents einen anderen Weg. Du beschreibst nur das Ergebnis, das du am Ende halten willst, und mehrere Dienstleister bieten gegeneinander um die Ausführung. In dieser Schicht liegen aktuell zwischen 167,6 und 169,1 Millionen Dollar, und der NEAR-Kurs ist binnen 24 Stunden um knapp 18 Prozent gestiegen. Dieser Text trennt die belegten Zahlen von den Erwartungen und zeigt dir, was du vor deinem ersten Tausch über diese Schicht prüfst.

NEAR Kurs am 20. September 2026: Diese Zahlen sind belegt

Abgerufen bei CoinGecko am 20. September 2026 um 16:52 UTC: NEAR notiert bei 4,23 Dollar. Gegenüber dem Vortag sind das 17,76 Prozent mehr, gegenüber der Vorwoche 67,5 Prozent und gegenüber dem Stand vor 30 Tagen 103,5 Prozent. Die Marktkapitalisierung liegt bei 5,53 Milliarden Dollar, das Handelsvolumen der vergangenen 24 Stunden bei 1,70 Milliarden Dollar. In der Rangliste nach Marktkapitalisierung steht NEAR damit auf Platz 21.

Wichtig für die Einordnung: Das ist eine laufende Bewegung und kein abgeschlossener Vorgang. Der Kurs hat sich innerhalb eines Monats etwa verdoppelt, ein erheblicher Teil dieses Anstiegs liegt in den vergangenen sieben Tagen. Wer bei solchen Werten einsteigt, kauft nicht in eine ruhige Lage hinein. Die Gegenbewegung nach einer Verdopplung fällt erfahrungsgemäß ebenfalls kräftig aus, und niemand kann dir sagen, wann sie einsetzt.

Am 18. September haben wir den vorangegangenen Kurssprung bereits eingeordnet, damals ausgelöst durch den Start vertraulicher Perpetuals und ein Anreizprogramm mit Kursbedingung. Wenn dich dieser Teil der Geschichte interessiert, findest du ihn in unserer Analyse zum NEAR-Kurssprung und dem Anreizprogramm NEAR@3.33. Hier geht es um etwas anderes, nämlich um die Tauschschicht selbst und um die Fragen, die sie für dich als Nutzer aufwirft.

Was ein Intent ist: Das Ergebnis bestellen statt den Weg programmieren

Ein Intent ist eine verbindlich formulierte Absicht: Du legst fest, welches Ergebnis du erreichen willst, und überlässt es anderen, den Weg dorthin zu finden. In der Dokumentation des Projekts steht das in einem Satz: Ein Intent drückt aus, was du erreichen willst, und nicht, wie du dorthin kommst.

Der Unterschied wird an einem Beispiel greifbar. Klassisch tauschst du ein Ether auf Ethereum gegen USDC auf Arbitrum in mehreren Schritten. Du suchst eine Handelsmöglichkeit, du wählst eine Brücke, du wartest auf Bestätigungen, du zahlst auf jeder Station Gebühren und trägst auf jeder Station ein eigenes Risiko. Als Intent formuliert schrumpft derselbe Vorgang auf einen Auftrag zusammen: ein Ether auf Ethereum hinein, USDC auf Arbitrum heraus. Welche Liquidität dafür benutzt wird und über welche Stationen sie läuft, ist nicht mehr deine Aufgabe.

Warum das mehr ist als eine Bedienungserleichterung

Diese Verschiebung verändert, wer das Ausführungsrisiko trägt. Bei der klassischen Variante trägst du es selbst, denn jeder Schritt, den du auswählst, ist deine Entscheidung. Bei einem Intent verpflichtet sich der Dienstleister auf ein Ergebnis und muss selbst sehen, wie er es erreicht. Für dich heißt das: Du musst die Route nicht mehr bewerten, dafür musst du bewerten, wem du die Route überlässt und was passiert, wenn er scheitert.

NEAR Intents in Zahlen: 169 Millionen Dollar über 26 Ketten

Die Zahlen zum aktuellen Stand stammen aus zwei Auswertungen, die sich leicht unterscheiden. DefiLlama weist für die Tauschschicht einen gebundenen Wert von 167,55 Millionen Dollar aus, eine Auswertung über Dune Analytics kam am 16. September auf 169,05 Millionen Dollar. Die belastbare Aussage ist deshalb eine Spanne von rund 167,6 bis 169,1 Millionen Dollar, nicht eine glatte Zahl. Das Wachstum beziffert DefiLlama auf 77,2 Prozent in 30 Tagen.

Verteilt ist dieses Kapital über 26 Ketten, aber keineswegs gleichmäßig. Auf die NEAR-Kette selbst entfallen rund 52 Prozent, das sind etwa 87,23 Millionen Dollar. Ethereum folgt mit etwa 45,89 Millionen Dollar. Der Rest verteilt sich auf Netzwerke wie Tron, Bitcoin und BSC. Zwei Ketten tragen damit rund vier Fünftel des Gesamtwerts, die übrigen 24 teilen sich den kleinen Rest.

Zur Ertragsseite liegen ebenfalls Zahlen vor. In den vergangenen 30 Tagen fielen nach derselben Auswertung rund 5,87 Millionen Dollar an Gebühren an, davon verblieben 1,29 Millionen Dollar als Protokollerlös. Diese Werte veröffentlichte Crypto Briefing am 19. September 2026 unter Berufung auf DefiLlama und Dune.

Was diese Zahlen nicht sagen

Gebundenes Kapital ist eine Bestandsgröße und sagt nichts darüber, wie gut ein einzelner Tausch für dich ausgeht. Ein hoher Wert bedeutet, dass Liquidität vorhanden ist, und Liquidität ist die Voraussetzung für einen engen Kurs. Eine Garantie für einen guten Kurs im Einzelfall ist sie nicht. Für dich zählt am Ende die Differenz zwischen dem Angebot, das du bekommst, und dem Referenzkurs auf einem liquiden Markt.

Messingkapseln rasen durch gläserne Rohrpostleitungen, eine Kapsel deutlich voraus, davor eine Münze
Der Wettbewerb um die Ausführung ist der eigentliche Mechanismus hinter einem Intent: Wer den besten Kurs stellt, bekommt den Auftrag.

Solver, Quote und Verifier: Wer deinen Tausch tatsächlich ausführt

Ein Solver ist ein Marktteilnehmer, der Liquidität bereitstellt und sich verpflichtet, deinen Auftrag zum gebotenen Kurs zu erfüllen. In der Dokumentation heißen sie Market Maker. Sobald du einen Auftrag einreichst, bieten mehrere von ihnen darauf und konkurrieren nach Angabe des Projekts um Preis, Geschwindigkeit und Ausführungsqualität.

Dieser Wettbewerb ist der Kern des Modells. Bei einer klassischen dezentralen Börse handelst du gegen einen Liquiditätspool zu dem Kurs, den die Formel dieses Pools gerade hergibt. Hier holst du mehrere Angebote ein und nimmst das beste. Der Mechanismus ähnelt einer Ausschreibung stärker als einem Automaten.

Die Abwicklung übernimmt ein Vertrag, den das Projekt Verifier Contract nennt. Er prüft, ob alle Bedingungen erfüllt sind, und setzt das Ergebnis atomar um. Atomar heißt: Der Tausch geht vollständig durch oder gar nicht. Die Dokumentation formuliert es so, dass dein Tausch entweder vollständig abgeschlossen wird oder du automatisch eine Rückerstattung erhältst. Einen Zustand, in dem dein Geld halb getauscht irgendwo hängt, soll es konstruktionsbedingt nicht geben.

Technisch betrieben wird die Schicht unter dem Namen Defuse, die Anbindung für Anwendungen läuft über eine Schnittstelle, die das Projekt 1-Click API nennt. Diese Namen begegnen dir, wenn du in der Dokumentation nachliest; für die Bedienung sind sie ohne Belang.

Intent oder Brücke: Warum der Unterschied nach den Exploits dieses Jahres zählt

Eine klassische Brücke sperrt dein Guthaben auf der Ausgangskette ein und gibt dir auf der Zielkette einen Stellvertreter heraus, der durch das eingesperrte Guthaben gedeckt sein soll. Diese Deckung ist die Schwachstelle. Wird der Vertrag geleert, der das Original hält, bleibt auf der Zielkette ein ungedeckter Stellvertreter zurück, der wirtschaftlich wertlos ist, obwohl er in deiner Wallet noch angezeigt wird.

Das ist keine graue Theorie, sondern die Erfahrung dieses Jahres. Beim Bridge-Exploit bei The Sandbox standen genau deshalb SAND-Bestände auf Base und BSC ohne Deckung da. Vergleichbare Fälle gab es rund um die Abschaltung der TON-Brücke und beim Exploit von Maya Protocol.

Ein Intent-Tausch vermeidet diesen Zustand, weil am Ende kein Stellvertreter entsteht. Du bekommst auf der Zielkette das echte Gut, das der Solver dort bereits hält, und er bekommt im Gegenzug dein Gut auf der Ausgangskette. Es entsteht keine Deckungsbeziehung, die später auseinanderfallen kann. Das beseitigt eine ganze Fehlerklasse.

Beseitigt ist damit aber nicht jedes Risiko. Es verschiebt sich. An die Stelle des Deckungsrisikos tritt das Risiko, dass der Abwicklungsvertrag selbst einen Fehler hat. Genau daran hat sich im September gezeigt, wie teuer ein Fehler in der Prüflogik werden kann: Beim Einbruch ins Liquid Network entstand der Schaden nicht durch gestohlene Schlüssel, sondern durch einen Fehler in der Überprüfung von Nachweisen. Ein atomarer Vertrag ist also genau so verlässlich wie sein Code und dessen Prüfung.

Verwahrung während des Tauschs: Wann du die Kontrolle abgibst

Die Dokumentation beschreibt das Modell als nicht verwahrend und formuliert, dass du während des Vorgangs die Kontrolle über deine Guthaben behältst und sie keinem Dritten übergibst. Das ist der entscheidende Unterschied zu einer Börse, bei der du erst einzahlst, dann handelst und danach wieder abhebst.

Für dich heißt das praktisch zweierlei. Erstens bleibt der Schlüssel der eigentliche Sicherheitsanker, und damit bleibt die Frage wichtig, wo dieser Schlüssel liegt. Wenn du größere Beträge bewegst, gehört er auf ein Gerät, das nicht am Netz hängt. Zweitens verschiebt sich die Prüfung nach vorn: Du unterschreibst eine Absicht, und was du unterschreibst, ist das, was gilt.

Die drei Angaben, die du vor dem Unterschreiben liest

Bevor du bestätigst, liest du die Bestätigungsmaske auf drei Angaben durch. Welches Gut geht auf welcher Kette hinaus. Welches Gut kommt auf welcher Kette herein, und welcher Mindestbetrag ist dabei zugesichert. Wie lange das Angebot gilt. Die dritte Angabe wird oft übersehen und ist in bewegten Märkten die wichtigste, denn ein Angebot, das mehrere Minuten alt ist, bildet einen Markt ab, den es nicht mehr gibt.

Confidential Intents: Was die vertrauliche Ausführung gegen MEV leistet

Ein Teil der Aufmerksamkeit der vergangenen Tage gilt einer Erweiterung, die das Projekt Confidential Intents nennt. Diese Erweiterung leitet Aufträge über eine abgeschirmte Teilkette, sodass Größe, Zeitpunkt und Richtung eines Handels bis zur Abwicklung nicht öffentlich einsehbar sind.

MEV bezeichnet den Gewinn, den Dritte daraus ziehen, dass sie die Reihenfolge von Transaktionen beeinflussen können. Wer deinen Auftrag im öffentlichen Wartespeicher sieht, bevor er ausgeführt wird, kann sich davorsetzen und dir einen schlechteren Kurs hinterlassen. Bleibt der Auftrag bis zur Abwicklung verborgen, geht diese Möglichkeit verloren.

Am 17. September überschritt das vertraulich gebundene Kapital nach Angaben des Projekts 70 Millionen Dollar und löste damit die erste Ausschüttung des Anreizprogramms NEAR@3.33 aus, bei der 333.333 Token an Nutzer mit mehr als 100 Dollar vertraulichem Guthaben und aktiver Tauschhistorie verteilt werden. Zur Reichweite kursieren unterschiedliche Angaben: Die Auswertung des gebundenen Kapitals nennt 26 Ketten, während das Projekt für die vertrauliche Ausführung von mehr als 30 angebundenen Blockchains spricht. Beide Zahlen messen nicht dasselbe, und eine saubere Abgrenzung liegt uns nicht vor.

Ein Hinweis zur Einordnung, weil er in der Debatte oft untergeht: Vertraulichkeit gegenüber anderen Marktteilnehmern ist etwas anderes als Anonymität gegenüber Behörden. Deine steuerlichen Pflichten ändern sich dadurch nicht, und ein Anreiztoken, der dir zufließt, ist ein Zufluss wie jeder andere.

MiCA und die Oberfläche: Was du im ESMA-Register nachschlägst

Seit 2024 regelt die europäische Verordnung über Märkte für Kryptowerte, welche Anbieter Dienstleistungen rund um Kryptowerte in der EU erbringen dürfen und welche Pflichten damit verbunden sind. Für dich in Deutschland ist die praktische Frage nicht, wie ein Protokoll einzuordnen ist, sondern wer dir gegenübersteht, wenn etwas schiefgeht.

Diese Frage entscheidet sich in aller Regel an der Oberfläche, über die du den Tausch auslöst, also an der Webseite oder der App. Betreibt sie ein Unternehmen mit Sitz in der EU und mit einer Zulassung als Kryptowerte-Dienstleister, greifen Informations-, Beschwerde- und Organisationspflichten. Ist kein zugelassener Anbieter beteiligt, stehen dir diese Wege nicht offen, und eine Rückabwicklung über eine Aufsichtsbehörde kommt nicht in Betracht.

Nachschlagen kannst du das selbst. Die ESMA führt ein öffentliches Register der zugelassenen Anbieter, die BaFin führt eine Datenbank für in Deutschland beaufsichtigte Unternehmen. Welche Pflichten an einer solchen Zulassung hängen, haben wir in unserer Übersicht zu den MiCA-Lizenzpflichten für Krypto-Unternehmen aufgeschrieben. Wenn dir der Weg über einen beaufsichtigten Anbieter wichtiger ist als der letzte Kursvorteil, findest du die in der EU zugelassenen Handelsplätze in unserem Vergleich der besten Krypto-Börsen.

Sanduhr mit rinnendem Sand neben einer aufrecht stehenden Münze und einem gefalteten Formular
Steuerlich zählt jeder Tausch als Veräußerung des hingegebenen Guts, und für das neu erworbene Gut beginnt die Frist von vorn.

Steuer auf einen Cross-Chain-Tausch: Warum die Haltefrist neu beginnt

Hier liegt der Punkt, an dem die Bequemlichkeit des Verfahrens am leichtesten zu einem teuren Missverständnis führt. Ein Tausch fühlt sich an wie ein Umzug von einer Kette auf eine andere. Steuerlich ist er das nicht.

Nach deutschem Recht gelten Kryptowerte als andere Wirtschaftsgüter, und Gewinne aus ihrer Veräußerung fallen unter die privaten Veräußerungsgeschäfte nach Paragraf 23 des Einkommensteuergesetzes. Ein Tausch ist dabei eine Veräußerung des hingegebenen Guts und zugleich eine Anschaffung des erhaltenen. Liegt zwischen Anschaffung und Veräußerung weniger als ein Jahr, ist der Gewinn steuerpflichtig; darüber ist er es nicht. Hinzu kommt eine Freigrenze für die Summe aller privaten Veräußerungsgeschäfte eines Jahres, die überschritten den gesamten Gewinn steuerpflichtig macht und nicht nur den übersteigenden Teil.

Daraus folgt für einen Intent-Tausch dreierlei. Der Vorgang ist ein steuerlich beachtlicher Verkauf, auch wenn wirtschaftlich nur die Kette gewechselt hat. Für das Gut, das du auf der Zielkette erhältst, beginnt die Jahresfrist an diesem Tag von vorn. Und die Gebühren, die im Kurs des Angebots stecken, gehören in deine Rechnung, weil sie den Veräußerungsgewinn mindern.

Das praktische Problem der Zuordnung

Weil bei einem Intent die Route verborgen bleibt, siehst du in deiner Wallet am Ende einen Abgang auf der einen und einen Zugang auf der anderen Kette, ohne dass die Verbindung zwischen beiden erkennbar wäre. Für deine Aufzeichnung heißt das: Du hältst den Vorgang beim Tausch selbst fest, mit Datum, beiden Beträgen und den Kennungen beider Transaktionen. Nachträglich ist dieser Zusammenhang aus den Kettendaten kaum wiederherzustellen. Werkzeuge, die solche Vorgänge zusammenführen und eine Haltefristberechnung mitliefern, haben wir im Vergleich der Krypto-Steuer-Tools und Portfolio-Tracker gegenübergestellt.

Ein Hinweis zur Lage: Das Bundesfinanzministerium hat im September einen Referentenentwurf vorgelegt, der die Besteuerung von Kryptogewinnen künftig neu ordnen würde. Verabschiedet ist davon nichts. Für das laufende Jahr gilt die Rechtslage, wie sie oben beschrieben ist.

Marken nach oben und unten: Woran du den nächsten NEAR-Schritt festmachst

Bei einem Wert, der sich in 30 Tagen etwa verdoppelt hat, sind runde Marken vor allem Orientierungspunkte für die Nerven und keine Prognose. Trotzdem lohnt es sich, vorher aufzuschreiben, woran du deine eigene Entscheidung festmachst, denn im Moment der Bewegung schreibt man sich die Begründung sonst nachträglich zurecht.

Nach oben ist die Marke von 4,23 Dollar der Ausgangspunkt dieser Betrachtung, das aktuelle Niveau vom 20. September. Nach unten liegt der Bereich um 3,68 Dollar, auf dem der Kurs am 18. September stand, als wir den vorangegangenen Sprung eingeordnet haben. Ein Rückfall in diese Gegend würde den Zugewinn der vergangenen beiden Tage zurücknehmen, ohne die Bewegung der Vorwoche anzutasten.

Für die Einordnung tragfähiger als der Kurs ist die Frage, ob die Nutzung mitwächst. Das gebundene Kapital der Tauschschicht und die Gebühren, die darin anfallen, sind dafür die ehrlicheren Anhaltspunkte, weil sie sich nicht allein durch Erwartung bewegen. Beide Werte kannst du bei DefiLlama laufend nachsehen. Wenn der Kurs steigt und die Gebühren stagnieren, trägt die Bewegung die Erwartung und nicht die Nutzung.

Wenn du die Bewegung gehebelt handeln willst, gilt die übliche Warnung in verschärfter Form: Bei einem Wert mit dieser Schwankungsbreite reicht eine gewöhnliche Gegenbewegung, um eine gehebelte Position zu schließen. Wie nah dein Liquidationspreis tatsächlich liegt, rechnest du aus, bevor du die Position eröffnest, und nicht danach.

NEAR Intents prüfen: Was du daraus mitnimmst

  1. Prüfe die Oberfläche, bevor du den ersten Tausch auslöst. Schlage im ESMA-Register und in der BaFin-Datenbank nach, ob hinter der App oder der Webseite ein zugelassener Anbieter steht, und entscheide danach, wie viel Geld du darüber laufen lässt. Wer den beaufsichtigten Weg bevorzugt, findet die in der EU zugelassenen Handelsplätze im Vergleich der besten Krypto-Börsen.
  2. Halte jeden Tausch sofort fest. Datum, beide Beträge, beide Transaktionskennungen. Weil die Route verborgen bleibt, lässt sich der Zusammenhang zwischen Abgang und Zugang später kaum rekonstruieren, und genau diesen Zusammenhang brauchst du für die Haltefrist. Werkzeuge, die das automatisch zusammenführen, stehen im Vergleich der Krypto-Steuer-Tools und Portfolio-Tracker.
  3. Trenne Aufbewahrung und Ausführung. Das Verfahren ist nicht verwahrend, dein Schlüssel bleibt also der Sicherheitsanker. Bewege über eine heiße Wallet nur den Betrag, den du gerade tauschst, und halte den Bestand auf einem Gerät ohne Netzverbindung; die Geräte im Überblick findest du im Hardware-Wallet-Vergleich.

Unterm Strich: Die Tauschschicht löst ein echtes Problem, weil sie die Deckungsbeziehung abschafft, an der in diesem Jahr mehrere Brücken gescheitert sind. An deren Stelle tritt das Vertrauen darauf, dass ein Abwicklungsvertrag korrekt prüft. Die Zahlen zeigen bisher Zuwachs, und der Kurs hat das vorweggenommen. Was davon Nutzung ist und was Erwartung, entscheidet sich an den Gebühren der kommenden Wochen.

(Stand: 20. September 2026. Dieser Beitrag ist keine Anlageberatung. Kurse und Gebührenmodelle ändern sich; prüfe die Konditionen vor jedem Kauf beim Anbieter selbst.)

Quellen: Dokumentation von NEAR Intents und die Auswertung des gebundenen Kapitals bei DefiLlama.

Transparenzhinweis: Dieser Beitrag wurde unter Zuhilfenahme künstlicher Intelligenz erstellt und vor der Veröffentlichung redaktionell geprüft. Alle Zahlen und Angaben wurden gegen die im Text verlinkten Primärquellen abgeglichen. Das Beitragsbild wurde mit KI erzeugt.

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