Die in diesem Artikel bereitgestellten Informationen dienen ausschließlich zu Informationszwecken und stellen keine Finanzberatung dar. Investitionen in Kryptowährungen sind mit einem hohen Risiko verbunden. Führe immer deine eigene Recherche durch.

Bitcoin bei der Sparkasse kaufen: 0,99 Euro je Order plus Spread, so funktioniert die App

Seit dem 19. Oktober 2026 verkaufen die ersten Sparkassen Bitcoin in der App. Die Pauschale ist bei kleinen Käufen teuer, bei großen fast egal, und die Coins bleiben bei der DekaBank.

Goldene Münze auf einem dunklen Steintresen in einer leeren, gedämpft beleuchteten Schalterhalle
8 Min. Lesezeit
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Bitcoin bei der Sparkasse kaufen geht seit dem 19. Oktober 2026 direkt in der App Sparkasse, über das Krypto-Angebot der DekaBank. Jede Order kostet 0,99 Euro, dazu kommt ein Aufschlag auf den Marktpreis, den die DekaBank nicht in Zahlen nennt. Verwahrung und Auslieferung sind kostenlos, die Coins lassen sich aber nur an Adressen zugelassener Krypto-Dienstleister übertragen, nicht an eine eigene Wallet. Ob deine Sparkasse schon dabei ist, entscheidet sie selbst: Der Start läuft schrittweise.

Für wen sich der Weg über die Hausbank lohnt und wann eine Börse günstiger ist, hängt vor allem vom Betrag ab. Die Pauschale von 0,99 Euro ist bei kleinen Käufen teuer und bei großen fast bedeutungslos. Dieser Ratgeber erklärt Ablauf, Kosten, Verwahrung und Steuer und rechnet nach, ab welchem Betrag die Sparkasse bei der Gebühr mit den großen Börsen mithält. Wie sich die Börsen untereinander unterscheiden, zeigt unser Vergleich der Anbieter zum Bitcoin-Kauf mit Preisen je Börse.

Bitcoin bei der Sparkasse kaufen: So läuft der Kauf in der App Sparkasse

Der Kauf beginnt in der App Sparkasse, die viele Kunden ohnehin für ihr Girokonto nutzen. Dort eröffnest du online ein Krypto-Konto bei der DekaBank, dem Wertpapierhaus der Sparkassen-Finanzgruppe. Registrierung und Legitimation sind laut Preisinformation der DekaBank in der Fassung von September 2026 kostenfrei. Danach kaufst und verkaufst du die angebotenen Kryptowerte selbst; das Geld kommt vom Girokonto.

Das Angebot ist beratungsfrei. Die DekaBank schreibt auf ihrer Angebotsseite, es richte sich ausschließlich an Selbstentscheider. Die Sparkasse prüft also nicht, ob eine Kryptoanlage zu deiner Vermögenslage passt, und empfiehlt keinen Kauf.

Gekauft wird nicht an einer Börse, sondern bei der DekaBank selbst, im sogenannten Request-for-Quote-Verfahren: Du fragst einen Preis an, die DekaBank nennt ein Angebot, das für kurze Zeit verbindlich ist, und innerhalb dieser Frist kannst du die Order erteilen. Eine Mindestorder gibt es nicht, die Obergrenze liegt bei 250.000 Euro je Transaktion.

Welche Sparkassen den Kryptohandel schon anbieten

Einen bundesweiten Starttermin gibt es nicht. „Wann eine Sparkasse startet, entscheidet sie selbst“, sagte Joachim Schmalzl, geschäftsführendes Vorstandsmitglied des Deutschen Sparkassen- und Giroverbands, zum Start am 19. Oktober 2026 laut einer dpa-Meldung. Pro Monat sollen 30 bis 40 Institute dazukommen, im ersten Halbjahr 2027 will der Verband einen großen Teil der interessierten Sparkassen angebunden haben. Den Start selbst haben wir im Bericht zum schrittweisen Beginn des Kryptohandels begleitet.

Ob deine Sparkasse dabei ist, zeigt die App: Wo der Kryptohandel freigeschaltet ist, erscheint dort die Möglichkeit, ein Krypto-Konto zu eröffnen.

Fünf Kryptowerte zur Auswahl: Bitcoin, Ethereum, XRP, Solana und Polygon

Die DekaBank führt laut Angebotsseite fünf Kryptowerte: Bitcoin, Ethereum, XRP, Solana und Polygon (POL). Das ist eine bewusst kleine Auswahl großer Werte. Wer andere Coins kaufen möchte, etwa Dogecoin, Cardano oder Litecoin, braucht eine Krypto-Börse; dort sind Hunderte Werte handelbar.

Messingwaage auf dunklem Holz, auf einer Seite eine Goldmünze, auf der anderen ein kleiner Stapel Plättchen
Ab 396 Euro ist die Pauschale bei der Gebühr günstiger als 0,25 Prozent im Orderbuch.

0,99 Euro je Order: Was ein Bitcoin-Kauf bei der Sparkasse kostet

Die Preisinformation der DekaBank nennt für Kauf und Verkauf ein Transaktionsentgelt von 0,99 Euro je Order, unabhängig vom Betrag. Kostenlos sind die Verwahrung, die Anzeige des Bestands in der App, die Auslieferung an eine externe Adresse sowie Abrechnungen, Quartals- und Jahresberichte.

Dazu kommt der Preis selbst. Die Quote basiert laut DekaBank „auf einem Marktreferenzpreis (u.a. Echtzeit-Preisdaten) zuzüglich eines DekaBank-eigenen Spreads“. Wie groß dieser Aufschlag ist, steht in keinem veröffentlichten Dokument; bei größeren Beträgen oder starken Kursschwankungen kann die DekaBank ihn anpassen. Den Aufschlag siehst du nur an der Quote in der App, im Vergleich mit dem Kurs einer Börse in derselben Minute. Mehr zu den Gebühren und ihren Bedingungen steht in unserem Beitrag zu den Krypto-Gebühren der Sparkasse.

Weil die Pauschale fest ist, wirkt sie je nach Betrag ganz unterschiedlich. Die Tabelle vergleicht nur die veröffentlichten Gebühren beim Bitcoin-Kauf, den Aufschlag im Preis enthält sie bei keinem Anbieter:

BetragSparkasse (0,99 € je Order)Bitvavo Orderbuch (0,25 %)Bitpanda (0,99 %)Coinbase einfacher Kauf (1,875 %)
25 €0,99 € (3,96 %)0,06 €0,25 €0,47 €
50 €0,99 € (1,98 %)0,13 €0,50 €0,94 €
100 €0,99 € (0,99 %)0,25 €0,99 €1,88 €
500 €0,99 € (0,20 %)1,25 €4,95 €9,38 €
1.000 €0,99 € (0,10 %)2,50 €9,90 €18,75 €

Die Sätze der Börsen stammen aus deren Gebührenseiten: Bitvavo nennt 0,25 Prozent als Taker im Orderbuch, Bitpanda für Bitcoin 0,99 Prozent laut Kosteninformationsdokument in der Version 3.0.0 vom 2. Februar 2026, Coinbase 1,875 Prozent im einfachen Kauf. Bei Bitpanda, Coinbase und der Sparkasse steckt zusätzlich ein Aufschlag im Preis, im Orderbuch von Bitvavo nur die Spanne zwischen Geld- und Briefkurs, die bei einem so liquiden Markt wie Bitcoin gegen Euro gering ist.

Sparkasse oder Börse: Ab welchem Betrag die Pauschale mithält

Rechnet man nur die Gebühr, gleicht die Sparkasse einen Prozentsatz ab einem bestimmten Betrag aus. Bei 100 Euro kostet sie genauso viel wie Bitpanda, ab 52,80 Euro weniger als der einfache Kauf bei Coinbase. Mit dem Taker-Satz von Bitvavo zieht sie erst bei 396 Euro gleich. Darüber ist die Pauschale bei der Gebühr der günstigste der vier Wege.

Bei großen Beträgen entscheidet allerdings nicht mehr die Gebühr, sondern der Aufschlag im Preis. Schon 0,5 Prozent Aufschlag kosten bei 1.000 Euro fünf Euro, also das Fünffache der Pauschale. Solange die DekaBank ihren Spread nicht beziffert, lässt sich der Gesamtpreis deshalb nicht seriös gegen eine Börse rechnen. Wer regelmäßig kleine Beträge anlegt, zahlt mit der Pauschale prozentual viel: Ein Sparplan über 25 Euro im Monat kostet bei der Sparkasse 11,88 Euro Gebühr im Jahr, als Taker bei Bitvavo 0,75 Euro. Welche Anbieter Sparpläne führen, steht im Sparplan-Vergleich.

Geschlossene schwere Tresortür in dunkler Steinwand, davor eine Goldmünze im Lichtstrahl
Die DekaBank verwahrt die Coins in einer Sammel-Wallet, eigene Schlüssel gibt es nicht.

Verwahrung bei der DekaBank: Wem die Schlüssel gehören

Die gekauften Coins verwahrt die DekaBank zentral. Laut Glossar der Angebotsseite liegen die privaten Schlüssel treuhänderisch in einer gemeinsam verwalteten Omnibus-Wallet, also einer Sammeladresse für viele Kunden. In der App siehst du deinen Bestand, eigene Schlüssel bekommst du nicht.

Eine Übertragung ist möglich und kostenlos, aber eingeschränkt: Die DekaBank liefert nur an Wallet-Adressen bestimmter zugelassener Krypto-Dienstleister aus, eine Auslieferung an andere Adressen ist ausgeschlossen. Eine eigene Hardware-Wallet scheidet als Ziel damit aus. Wer Bitcoin selbst verwahren will, kauft an einer Börse und zahlt von dort aus; welche Geräte sich dafür eignen, zeigt der Hardware-Wallet-Vergleich. Was die Sammelverwahrung für dich bedeutet, haben wir im Beitrag zur Krypto-Verwahrung bei der Sparkasse ausgeführt.

DekaBank im MiCA-Register: Die Zulassung hinter dem Angebot

Die DekaBank bezeichnet sich auf der Angebotsseite als notifizierte Kryptowerte-Dienstleisterin. Im Register der Wertpapieraufsicht ESMA steht zum Stand 27. Oktober 2026 die DekaBank Deutsche Girozentrale zweimal: seit dem 1. Dezember 2025 für die Verwahrung und Verwaltung von Kryptowerten und die Ausführung von Aufträgen, seit dem 25. Juni 2026 zusätzlich für den Tausch von Kryptowerten gegen Geld. Zuständig ist die BaFin. Das Register ist über den MiCA-Bereich der ESMA öffentlich einsehbar. Welche Krypto-Börsen in Deutschland zugelassen sind, steht im Vergleich der regulierten Krypto-Börsen.

Steuer: Für Bitcoin von der Sparkasse gilt dasselbe wie von der Börse

Steuerlich ist es gleich, wo du Bitcoin kaufst. Ein Gewinn aus dem Verkauf ist nach Paragraf 23 Einkommensteuergesetz steuerpflichtig, wenn zwischen Kauf und Verkauf höchstens ein Jahr liegt und alle privaten Veräußerungsgewinne des Kalenderjahres zusammen 1.000 Euro erreichen; nach mehr als einem Jahr ist der Verkauf steuerfrei. Die DekaBank stellt Abrechnungen sowie Quartals- und Jahresberichte kostenlos ins ePostfach, das erleichtert den Nachweis der Kaufdaten.

Ein Referentenentwurf des Bundesfinanzministeriums vom 30. September 2026 würde die Jahresfrist für Käufe ab dem 1. Januar 2027 streichen. Das Kabinett hat ihn bis zum 27. Oktober 2026 nicht beschlossen. Den Stand verfolgen wir im Bericht zur Reform der Krypto-Haltefrist; deine eigene Rechnung macht der CryptoTicker Steuerrechner. Eine Steuerberatung ersetzt das nicht.

Bitcoin über die Sparkasse oder an der Börse: Für wen welcher Weg passt

Der Weg über die Sparkasse passt zu dir, wenn du ohne zweites Konto und in der vertrauten App einsteigen willst, größere Beträge auf einmal kaufst und die Coins nicht selbst verwahren möchtest. Eine Börse passt besser, wenn du regelmäßig kleine Beträge anlegst, andere Coins als die fünf der DekaBank suchst oder deine Bitcoin in eine eigene Wallet übertragen willst. Was ein Kauf über 1.000 Euro an jeder Börse kostet, Gebühren und Kursaufschlag eingerechnet, zeigt der Preisvergleich zum Bitcoin-Kauf.

(Stand: 27. Oktober 2026, Preisinformation der DekaBank in der Fassung von September 2026. Dieser Beitrag ist keine Anlageberatung. Kryptowerte schwanken stark; die Konditionen gelten so, wie Sparkasse und DekaBank sie beim Kauf nennen.)

Häufige Fragen

Transparenzhinweis: Dieser Beitrag wurde unter Zuhilfenahme künstlicher Intelligenz erstellt und vor der Veröffentlichung redaktionell geprüft. Alle Zahlen und Angaben wurden gegen die im Text verlinkten Primärquellen abgeglichen. Das Beitragsbild wurde mit KI erzeugt.

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