Die in diesem Artikel bereitgestellten Informationen dienen ausschließlich zu Informationszwecken und stellen keine Finanzberatung dar. Investitionen in Kryptowährungen sind mit einem hohen Risiko verbunden. Führe immer deine eigene Recherche durch.

Wird Bitcoin wieder steigen? Drei Szenarien bis Silvester: 70.000, 80.000 oder 100.000 Dollar

Bitcoin (BTC) steht 40 Prozent unter dem Rekord, ETFs verlieren Geld, die Fed könnte die Zinsen erhöhen. Was seit Anfang November passiert ist, welche Marken über 70.000, 80.000 oder 100.000 Dollar entscheiden und was die Kursgeschichte über die 53 Tage bis Silvester sagt.

Goldene Bitcoin-Münze auf nassem Granitfelsen im Hochgebirge bei Sonnenaufgang, dahinter teilen sich Wanderwege Richtung Gipfel und Nebeltal
Symbolbild, mit KI erzeugt
16 Min. Lesezeit
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Wird Bitcoin wieder steigen? Bitcoin kostet am Samstagabend, 7. November 2026, rund 75.700 US-Dollar (CoinGecko, 23:30 Uhr). Das sind 2,2 Prozent weniger als zum Oktoberschluss und 40 Prozent weniger als beim Rekordhoch von 126.080 Dollar im Oktober 2025. Ob der Kurs bis Silvester wieder steigt, hängt an drei Marken und einer Handvoll Termine: Hält Bitcoin den Einstandspreis der Neukäufer bei 75.700 Dollar, ist der Weg zurück auf 80.000 bis 90.000 Dollar offen. Fällt die 200-Tage-Linie bei 73.191 Dollar, rückt 70.000 Dollar in Reichweite. Für 100.000 Dollar bräuchte Bitcoin in 53 Tagen ein Plus von 32 Prozent; das gelang seit 2020 in knapp jedem fünften solchen Zeitraum.

Dieser Text ist die Sonntagsbilanz für alle, die wissen wollen, was seit Anfang November passiert ist, welche Szenarien bis Jahresende realistisch sind und was du jetzt konkret tun kannst. Die Gründe für den Rücksetzer im Einzelnen ordnen wir laufend in unserer Übersicht Warum fallen Kryptowährungen? ein.

  • Kurs: 75.700 Dollar, seit Ende Oktober minus 2,2 Prozent, seit Jahresbeginn minus 13,5 Prozent.
  • Spanne im November: Hoch 81.105 Dollar am 4. November, Tief 74.762 Dollar am 6. November (Bitstamp).
  • Bitcoin ETFs: 1,28 Milliarden Dollar Abfluss in der Woche bis 6. November, die größte Wochensumme seit Ende Juni.
  • Zinsen: 76,8 Prozent Wahrscheinlichkeit für eine Zinserhöhung der Fed am 9. Dezember (CME FedWatch, 6. November).
  • Stimmung: Fear and Greed Index bei 25, also extreme Angst.
  • Nächster Prüfstein: US-Inflation am Dienstag, 10. November, 14:30 Uhr.

Bitcoin Kurs seit 1. November: erst über 81.000, dann unter 75.000 Dollar

Der November begann ruhig. Bitcoin schloss den Oktober bei 77.430 Dollar und den 1. November bei 78.233 Dollar, dann zogen Anleger an zwei Tagen gut eine halbe Milliarde Dollar aus den US-Spot-ETFs ab. Nach den US-Zwischenwahlen vom 3. November kam der Sprung: Am Mittwochnachmittag, mit Öffnung der Wall Street, stieg Bitcoin bis auf 81.105 Dollar. Der Ausflug hielt einen Tag.

Am Donnerstag, 5. November, kippte die Stimmung. Wallets von Trump Media schickten 4.259 Bitcoin an Crypto.com, kurz bevor die Gläubiger einer Wandelanleihe am 30. November bis zu 1 Milliarde Dollar in bar verlangen können. Ein Verkauf ist nicht bestätigt, die Einzelheiten stehen in unserer Analyse zu Trump Media und den 4.259 BTC. Am selben Tag kündigte Donald Trump nach einem Treffen mit dem russischen Gesandten Kirill Dmitriev ein großes Abkommen für die Ukraine und ganz Europa an; Einzelheiten nannte er laut Al Jazeera nicht. Der Nasdaq Composite verlor 5,5 Prozent, Bitcoin rutschte zwischen 13 und 17 Uhr deutscher Zeit von 80.300 auf 75.500 Dollar. Was die Russland-Meldung für Europa heißt, liest du in unserem Beitrag zu Trump, Russland und Bitcoin.

Am Freitag folgte der US-Arbeitsmarktbericht. Die Wirtschaft schuf im Oktober 165.000 Stellen, die Arbeitslosenquote lag bei 4,1 Prozent, und die beiden Vormonate wurden um zusammen 84.000 Stellen nach oben korrigiert (Bureau of Labor Statistics). Ein so starker Arbeitsmarkt nimmt der Notenbank den Grund, die Zinsen zu senken. Bitcoin fiel bis auf 74.762 Dollar, das Tief des Monats.

TagWas passierteBitcoin, Tagesschluss
So., 1. NovemberMonatsstart78.233 Dollar
Mo., 2. Novemberrund 399 Mio. Dollar Abfluss aus den Bitcoin ETFs76.674 Dollar
Di., 3. NovemberUS-Zwischenwahlen77.345 Dollar
Mi., 4. NovemberHoch bei 81.105 Dollar am Nachmittag80.434 Dollar
Do., 5. NovemberTrump Media bewegt 4.259 BTC, Nasdaq minus 5,5 Prozent75.971 Dollar
Fr., 6. November165.000 neue Stellen, Tief bei 74.762 Dollar75.747 Dollar
Sa., 7. NovemberFear and Greed Index bei 25rund 75.700 Dollar (23:30 Uhr)

Tagesschlusskurse von Bitstamp (UTC), Nasdaq Composite laut Nasdaq: 25.736,51 Punkte am 4. November, 24.315,00 Punkte am 5. November.

Warum der Bitcoin Kurs fällt: Abflüsse aus Bitcoin ETFs, Zinsangst und der Binance-Hack

Drei Kräfte drücken den Kurs zugleich, und keine davon ist bisher ausgestanden.

Erstens ziehen Anleger Geld aus den Spot Bitcoin ETFs ab. Von Montag bis Freitag flossen netto rund 1,28 Milliarden Dollar ab, nur am Mittwoch kamen 74,6 Millionen Dollar herein. Allein am Freitag verlor der größte Fonds, IBIT von BlackRock, 403 Millionen Dollar (Crypto Briefing nach Daten von SoSoValue). Damit liegt die Bilanz der US-Spot-ETFs für 2026 mit 914 Millionen Dollar im Minus, nach Daten von SoSoValue, ausgewertet von The Block (Auswertung bei MLQ). Die ETFs waren 2024 und 2025 der wichtigste Käufer am Markt und der Weg, über den institutionelle Investoren Bitcoin kauften; solange sie verkaufen, fehlt die Nachfrage, die einen Anstieg trägt.

Zweitens rechnet der Markt mit höheren Zinsen. Die Fed hat den Leitzins am 28. Oktober bei 3,75 bis 4,00 Prozent gehalten, zwei der zwölf Stimmberechtigten wollten ihn bereits erhöhen (Federal Reserve). Nach dem Arbeitsmarktbericht stieg die Wahrscheinlichkeit einer Erhöhung am 9. Dezember laut CME FedWatch auf 76,8 Prozent, eine Woche zuvor waren es 66,9 Prozent (24/7 Wall St.). Höhere Zinsen machen sichere Anlagen attraktiver und nehmen Kapital aus Bitcoin, Tech-Aktien und anderen Anlagen mit hohem Risiko.

Drittens wirkt der Binance-Hack nach. Beim Angriff auf die größte Kryptobörse am 29. Oktober wurden Kryptowerte im Wert von rund 6,3 Milliarden Dollar gestohlen, ein Teil davon ist eingefroren (CNBC). Kunden zogen danach Milliarden ab, was das Vertrauen in den ganzen Kryptomarkt belastet. Was der Hack Binance bisher gekostet hat, steht in unserer Bilanz Binance-Hack, eine Woche danach.

Die Stimmung zeigt das deutlich. Der Fear and Greed Index fiel von 50 am 5. November auf 25 am Samstag (alternative.me). Was nach solchen Phasen extremer Angst bisher geschah, haben wir im Beitrag zum Fear and Greed Index bei extremer Angst ausgewertet.

Wird Bitcoin wieder steigen? Diese Marken entscheiden

Ob Bitcoin wieder steigt, lässt sich an den Einstandspreisen der Anleger ablesen. Wer im Plus ist, hält eher; wer im Minus ist, verkauft beim ersten Anstieg auf seinen Kaufkurs. Derzeit stehen fünf Marken im Weg, drei darunter und zwei darüber.

  • 75.700 Dollar, Einstand der Neukäufer: So viel haben Anleger, die ihre Coins weniger als 155 Tage halten, im Schnitt bezahlt (Glassnode, 4. November). Bitcoin steht genau darauf. Kippt der Kurs nachhaltig darunter, geraten diese Käufer ins Minus, und in Phasen der Angst verkaufen sie oft.
  • 73.191 Dollar, 200-Tage-Linie: der Durchschnitt der letzten 200 Tagesschlüsse, für viele Fonds die Grenze zwischen Aufwärts- und Abwärtstrend. Bitcoin liegt 3,4 Prozent darüber.
  • 67.467 Dollar, 200-Wochen-Linie: In früheren Bärenmärkten lag hier oft der Boden. Bitcoin liegt 12,2 Prozent darüber.
  • 77.700 Dollar, mittlerer Einstand der aktiven Anleger: Glassnode nennt diese Marke True Market Mean. Darüber gilt der Markt als gesund.
  • Rund 81.300 Dollar, Einstand der ETF-Käufer: So hoch schätzte Coinbase Institutional Ende Oktober den durchschnittlichen Kaufkurs der US-Spot-ETF-Anleger (Investinglive). Die ETF-Anleger liegen damit im Schnitt rund 7 Prozent im Minus.

Ganz unten liegt der Realized Price, also der Durchschnittspreis aller Bitcoin zum Zeitpunkt ihrer letzten Bewegung, bei 53.995 Dollar (BGeometrics, Stand 31. Oktober). Er spielt für die Szenarien bis Jahresende keine Rolle, zeigt aber, wie viel Gewinn im Markt insgesamt noch steckt. Langfristige Kursziele bis 2030 und die Methode dahinter findest du in unserer Bitcoin Prognose.

Liniendiagramm des Bitcoin-Kurses seit Juli 2026 mit den Marken 81.300, 75.700, 73.191 und 67.467 Dollar und den Szenario-Zonen 70.000, 80.000 bis 90.000 und 100.000 Dollar bis Silvester
Quellen: Bitstamp, Glassnode, Coinbase Institutional; Berechnung cryptoticker.io

Szenario 1: Bitcoin fällt bis Jahresende auf 70.000 US-Dollar

Das Abwärtsszenario beginnt mit einem Tagesschluss unter der 200-Tage-Linie bei 73.191 Dollar. Dann wären die Neukäufer im Minus, und die nächste runde Marke ist 70.000 Dollar, 7,5 Prozent unter dem heutigen Kurs. Darunter wartet die 200-Wochen-Linie bei 67.467 Dollar als letzte große Unterstützung vor den Tiefs vom Sommer, als Bitcoin Ende Juni bei 58.526 Dollar schloss.

Auslöser wären vor allem diese:

  • Die US-Inflation am 10. November fällt höher aus als erwartet, und die Zinserhöhung im Dezember wird zur Gewissheit.
  • Die ETF-Abflüsse halten an; eine zweite Woche mit mehr als einer Milliarde Dollar Abfluss wäre ein Warnsignal.
  • Der Indexanbieter MSCI veröffentlicht am 11. November die Liste der Firmen, die unter seine neue Regel für Unternehmen ohne ausreichendes operatives Geschäft fallen, und Strategy steht darauf. Indexfonds müssten dann Aktien verkaufen, und das Unternehmen verlöre Spielraum für neue Bitcoin-Käufe.
  • Trump Media verkauft vor dem 30. November einen Teil seiner rund 14.139 Bitcoin, um die Anleihe zu bedienen.

Am Optionsmarkt zeichnet sich die Schutzlinie ab: Für den Verfall am 27. November liegen die meisten Verkaufsoptionen bei 58.000 Dollar (4.065 BTC) und 75.000 Dollar (3.174 BTC), für den Jahresverfall bei 60.000 Dollar (6.667 BTC), nach Daten von Deribit vom Samstagabend. Wie lange Bärenmärkte bei Bitcoin und Aktien bisher dauerten, steht in unserem Ratgeber Bärenmarkt.

Szenario 2: Bitcoin steigt wieder auf 80.000 bis 90.000 US-Dollar

Für die Rückkehr auf 80.000 Dollar braucht Bitcoin 5,7 Prozent, für 90.000 Dollar 18,9 Prozent. Der erste Schritt wäre die Rückeroberung von 77.700 Dollar, der zweite ein Tagesschluss über rund 81.300 Dollar. Ab dort wären die ETF-Anleger im Schnitt wieder im Gewinn, und der Druck, beim Einstandskurs auszusteigen, ließe nach.

Dafür spricht der Optionsmarkt. Für den Verfall am 27. November mit 71.921 offenen Kontrakten im Wert von rund 5,4 Milliarden Dollar liegt der Max Pain bei 80.000 Dollar. Das ist der Kurs, bei dem die Käufer der Optionen zusammen am wenigsten ausgezahlt bekommen; die Verkäufer verdienen dort am meisten. Die größte Kaufoption liegt bei 90.000 Dollar (4.533 BTC). Eine milde Inflation am 10. November, ein weniger strenges Fed-Protokoll am 18. November und ein Ende der ETF-Abflüsse würden dieses Szenario tragen. Obergrenze ist das Hoch der letzten Monate: Am 21. September schloss Bitcoin bei 86.587 Dollar.

Szenario 3: Bitcoin bei 100.000 US-Dollar bis Silvester, was dafür passieren müsste

100.000 Dollar sind 32,1 Prozent über dem heutigen Kurs, und selbst dann läge Bitcoin noch rund 21 Prozent unter dem Rekordhoch von 126.080 Dollar. Ein solcher Kursanstieg ist in 53 Tagen nicht unmöglich, verlangt aber, dass mehrere Dinge zugleich kippen:

  • Die Fed dreht: Die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung müsste von 76,8 Prozent deutlich unter 50 Prozent fallen, etwa nach zwei schwachen Inflationsdaten am 10. und 25. November.
  • Die ETFs kaufen wieder: Für einen Anstieg dieser Größe bräuchte es Zuflüsse von mehreren Milliarden Dollar über Wochen, nicht einzelne gute Tage.
  • Entlastung bei den Firmenkäufern: MSCI belässt Strategy in den Indizes, und Trump Media zahlt die Anleihe ohne Bitcoin-Verkauf.
  • Politik: Ein unterschriebenes Abkommen zur Ukraine würde Anlagen mit Risiko insgesamt stützen.

Für den Jahresverfall am 25. Dezember liegen 6.737 BTC an Kaufoptionen bei 100.000 Dollar und 5.821 BTC bei 120.000 Dollar. Händler halten das Szenario also für möglich, doch der Max Pain dieses Verfalls liegt bei 75.000 Dollar, mitten im heutigen Kurs.

SzenarioZiel bis 31.12.AbstandAuslöserWoran du es erkennst
Abwärts70.000 Dollarminus 7,5 %heiße Inflation, MSCI-Liste trifft Strategy, ETF-AbflüsseTagesschluss unter 73.191 Dollar
Erholung80.000 bis 90.000 Dollarplus 5,7 bis 18,9 %milde Inflation, Ende der ETF-AbflüsseTagesschluss über 81.300 Dollar
Rallye100.000 Dollarplus 32,1 %Fed verzichtet auf Erhöhung, ETF-Zuflüsse in MilliardenhöheKurs über 90.000 Dollar vor dem 9. Dezember

Wie oft Bitcoin in 53 Tagen so weit lief: der Blick in die Kursgeschichte

Bis Silvester sind es ab Sonntag 53 Tage. Wir haben alle Zeiträume dieser Länge seit 2020 ausgewertet, insgesamt 2.449, und gezählt, wie weit Bitcoin vom ersten bis zum letzten Tagesschluss lief. Die Prozentwerte haben wir auf den aktuellen Kurs von 75.700 Dollar übertragen.

Balkendiagramm der 53-Tage-Zeiträume seit 2020 auf heute übertragen: 30,1 % unter 70.000, 23,5 % 70.000 bis 80.000, 16,6 % 80.000 bis 90.000, 12,0 % 90.000 bis 100.000, 17,8 % über 100.000 Dollar
Quelle: Bitstamp-Tagesschlusskurse 2020 bis 2026; Berechnung cryptoticker.io
Kurs am 31. Dezember entsprächenötige VeränderungAnteil seit 2020Anteil seit 2015Anteil in Bärenphasen
unter 70.000 Dollarminus 7,5 % und mehr30,1 %28,5 %29,3 %
70.000 bis 80.000 Dollarminus 7,5 bis plus 5,7 %23,5 %21,6 %21,3 %
80.000 bis 90.000 Dollarplus 5,7 bis 18,9 %16,6 %17,1 %19,0 %
90.000 bis 100.000 Dollarplus 18,9 bis 32,1 %12,0 %11,6 %12,0 %
über 100.000 Dollarplus 32,1 % und mehr17,8 %21,1 %18,4 %

Grundlage sind die Tagesschlusskurse von Bitstamp: 2.449 Zeiträume seit 2020, 4.275 seit 2015; als Bärenphase zählt jeder Starttag, an dem Bitcoin mindestens 30 Prozent unter seinem bisherigen Hoch lag (2.749 Zeiträume). Die Zeiträume überlappen sich, die Anteile sind Häufigkeiten aus der Vergangenheit und keine Wahrscheinlichkeiten für dieses Jahr.

Die Auswertung zeigt vor allem die Volatilität von Bitcoin. Nur in knapp einem Viertel der Fälle blieb der Kurs in einem Band von minus 7,5 bis plus 5,7 Prozent. In 46 Prozent der Zeiträume stieg er um mehr als 5,7 Prozent, in 30 Prozent fiel er um mehr als 7,5 Prozent. Die Bärenphasen, die Krypto-Winter 2018 und 2022 eingeschlossen, sehen kaum anders aus als der Durchschnitt: Der Abstand zum Rekord allein sagt wenig darüber, wohin es in den nächsten Wochen geht. Die Kursentwicklung der Vergangenheit zeigt die Spanne, sie sagt den Ausgang dieses Jahres nicht voraus.

Termine bis Silvester, die den Bitcoin Kurs bewegen können

Die nächsten acht Wochen sind dicht gepackt. Für jedes Szenario oben gibt es einen Termin, an dem es sich bestätigt oder erledigt.

Termin (deutsche Zeit)Was anstehtWarum es für Bitcoin zählt
Di., 10. November, 14:30 UhrUS-Verbraucherpreise für OktoberEine hohe Inflation stützt die Zinserhöhung im Dezember
Mi., 11. NovemberMSCI veröffentlicht die Indexüberprüfung samt Liste der Firmen, die unter die neue Regel für Unternehmen ohne operatives Kerngeschäft fallenSteht Strategy darauf, drohen Verkäufe von Indexfonds
Mi., 18. November, 20 UhrProtokoll der Fed-Sitzung vom 28. Oktober (voraussichtlich)Zeigt, wie viele Notenbanker eine Erhöhung wollen
Mi., 25. November, 14:30 UhrPCE-Preisindex für Oktober und US-Wachstum im dritten QuartalDas bevorzugte Inflationsmaß der Fed
Fr., 27. November, 9 UhrOptionsverfall bei Deribit, rund 5,4 Mrd. Dollar, Max Pain 80.000 DollarHändler achten darauf, ob der Kurs zum Verfall Richtung Max Pain läuft
Mo., 30. NovemberGläubiger von Trump Media können bis zu 1 Mrd. Dollar zurückverlangenMöglicher Verkauf von Bitcoin aus dem Firmenbestand
Fr., 4. Dezember, 14:30 UhrUS-Arbeitsmarktbericht für NovemberLetzte große Zahl vor der Fed-Sitzung
Mi., 9. Dezember, 20 UhrZinsentscheid der Fed mit neuen ProjektionenFedWatch sieht 76,8 % für eine Erhöhung auf 4,00 bis 4,25 %
Fr., 25. Dezember, 9 UhrJahresverfall bei Deribit, rund 10,6 Mrd. Dollar, Max Pain 75.000 DollarGrößter Verfall des Jahres

Quellen der Termine: Kalender des Bureau of Economic Analysis, Sitzungskalender der Fed und Indextermine von MSCI; das Protokoll erscheint nach der Regel der Fed drei Wochen nach der Sitzung.

Bitcoin jetzt kaufen oder warten? Was du jetzt tun kannst

Bitcoin ist eine Geldanlage mit hohen Risiken, und den tiefsten Kurs trifft niemand verlässlich. Wer Bitcoin ohnehin langfristig kaufen will, fährt mit festen Kaufterminen meist ruhiger als mit dem Versuch, auf das Tief zu warten. Die Frage, wann man Bitcoin kaufen sollte, beantwortet ein Plan besser als ein Bauchgefühl. Drei Punkte helfen dabei.

Sparplan statt Timing

Ein Rechenbeispiel mit den Tagesschlusskursen von Bitstamp: Wer 2026 an jedem Monatsersten 100 Dollar in Bitcoin gesteckt hat, hat 1.100 Dollar eingezahlt und hält heute Bitcoin im Wert von rund 1.144 Dollar, ein Plus von 4,0 Prozent bei einem Durchschnittspreis von 72.815 Dollar. Wer stattdessen alles am 1. Januar zu 88.728 Dollar gekauft hätte, läge 14,7 Prozent im Minus. Noch deutlicher wird es seit dem Rekord: Ein Einmalkauf am 6. Oktober 2025 zum Rekordschluss von 124.728 Dollar liegt heute 39,3 Prozent im Minus, ein monatlicher Sparplan ab diesem Tag nur rund 2,5 Prozent. Welche Anbieter Bitcoin-Sparpläne ab wenigen Euro anbieten, zeigt unser Vergleich Bitcoin kaufen mit Sparplan.

In Teilen kaufen und eine Verlustgrenze setzen

Wer einen größeren Betrag anlegen will, kann ihn in drei oder vier Teile aufteilen und diese an festen Tagen kaufen, zum Beispiel jeweils nach den großen Terminen oben. So landet nicht alles auf einem einzigen Kurs. Ebenso wichtig ist die Grenze nach unten: Lege vor dem Kauf fest, welchen Verlust du höchstens hinnimmst, und investiere nur Geld, das du in den nächsten Jahren nicht brauchst. In den Bärenmärkten 2018 und 2022 verlor Bitcoin jeweils mehr als 75 Prozent. Wie sich Aktien und Bitcoin im aktuellen Abschwung schlagen, zeigt unser Ratgeber zum Börsencrash 2026. Wo du sicher und günstig kaufst, vergleicht unsere Übersicht der besten Krypto-Börsen.

Steuer: Die Haltefrist von einem Jahr gilt weiter

In Deutschland bleiben Gewinne aus Bitcoin nach einem Jahr Haltedauer steuerfrei. Bei kürzerer Haltedauer sind Gewinne bis zu einer Freigrenze von 1.000 Euro im Jahr steuerfrei. Der Entwurf, die Haltefrist abzuschaffen, ist vom Kabinett bisher nicht beschlossen worden; den aktuellen Stand hält unsere Übersicht zur Krypto-Haltefrist fest. Wer Bitcoin innerhalb der Haltefrist mit Verlust verkauft, kann den Verlust mit Gewinnen aus anderen privaten Veräußerungsgeschäften verrechnen; nach mehr als einem Jahr Haltedauer bleibt ein Verlust steuerlich ohne Wirkung. Dieser Abschnitt ersetzt keine Steuerberatung.

Bitcoin kaufen im November: Aktionen der Börsen

Zwei Anbieter locken im November Neukunden mit Prämien. Eine Prämie macht einen Kauf nicht besser, sie lohnt sich aber, wenn du ohnehin ein Konto eröffnen willst. Beide Angebote haben wir am 7. November auf den Seiten der Anbieter geprüft.

  • OKX: bis zu 400 Euro Willkommensprämie für Neukunden im Europäischen Wirtschaftsraum, ohne festes Enddatum. Die Prämie kommt in Stufen, etwa 50 Euro für eine Einzahlung ab 100 Euro und weitere Beträge für Handelsvolumen ab 1 Euro bis 50.000 Euro. Krypto-Prämien sind bis zu 45 Tage gesperrt. Alle Stufen und der Code stehen auf unserer Seite OKX Promo-Code und Bonus.
  • Bitpanda: Über das Programm Tell-a-Friend erhalten neue Nutzer und der Freund, der sie einlädt, jeweils bis zu 100 Euro. Die Prämie steigt in fünf Stufen von 5 Euro ab 500 Euro Kaufvolumen bis zu 100 Euro ab 10.000 Euro und wird im Euro-Guthaben gutgeschrieben. Mehr zum Anbieter in unseren Bitpanda Erfahrungen.

Bitcoin bleibt eine sehr schwankungsreiche Anlage. Dieser Beitrag ist keine Anlageberatung; die Szenarien zeigen, worauf es bis Jahresende ankommt, nicht, wo der Kurs landet.

Häufige Fragen: Wird Bitcoin wieder steigen?

Transparenzhinweis: Dieser Beitrag wurde unter Zuhilfenahme künstlicher Intelligenz erstellt und vor der Veröffentlichung redaktionell geprüft. Alle Zahlen und Angaben wurden gegen die im Text verlinkten Primärquellen abgeglichen. Das Beitragsbild wurde mit KI erzeugt.

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