Die in diesem Artikel bereitgestellten Informationen dienen ausschließlich zu Informationszwecken und stellen keine Finanzberatung dar. Investitionen in Kryptowährungen sind mit einem hohen Risiko verbunden. Führe immer deine eigene Recherche durch.

Börsencrash 2026: Wie nah der Crash ist, was frühere Crashs zeigen und was du jetzt tun kannst

Der Nasdaq 100 liegt 14,7 Prozent unter seinem Rekord, der DAX nur 0,9 Prozent, Bitcoin fast 40 Prozent. Ab wann man von Korrektur, Bärenmarkt und Crash spricht, was die großen Crashs seit 1929 zeigen und was du jetzt sinnvoll tun kannst.

Bronzene Bärenstatue auf einem nassen Steinplatz vor einem klassizistischen Börsengebäude in der Morgendämmerung, rote Lichtreflexe einer Kurstafel auf dem Boden
Symbolbild, mit KI erzeugt
11 Min. Lesezeit
Teilen:

Ein Börsencrash im engeren Sinn ist 2026 noch nicht da, an der Nasdaq läuft aber eine scharfe Korrektur. Der Nasdaq 100 schloss am Donnerstag, 5. November, bei 26.630 Punkten und damit 14,7 Prozent unter seinem Rekord vom 6. Oktober, allein an diesem Tag verlor er 6,4 Prozent. Der S&P 500 liegt 5,9 Prozent unter dem Hoch, der DAX nur 0,9 Prozent. Am härtesten trifft es Krypto: Bitcoin steht 39,6 Prozent unter seinem Allzeithoch.

Hier findest du, ab wann Fachleute von Korrektur, Bärenmarkt und Crash sprechen, wie nah die Märkte dieser Schwelle sind, was die großen Crashs seit 1929 zeigen und was du jetzt sinnvoll tun kannst. Warum Bitcoin gerade fällt, ordnen wir laufend in unserem Überblick ein, warum Kryptowährungen gerade fallen.

Börsencrash 2026: das Wichtigste in Kürze

  • Nasdaq 100: 14,7 Prozent unter dem Rekord vom 6. Oktober, minus 6,4 Prozent am 5. November.
  • S&P 500: 5,9 Prozent unter dem Hoch, minus 4,4 Prozent am 5. November.
  • DAX: 26.325 Punkte am 5. November, 0,9 Prozent unter dem Rekord vom 28. August.
  • Bitcoin: 39,6 Prozent unter dem Allzeithoch von 126.080 Dollar vom 6. Oktober 2025.
  • Angstbarometer VIX: 28,2 Punkte am 5. November, nach 16,6 am Vortag.
  • Geschichte: Der S&P 500 brauchte nach dem Corona-Crash 2020 sechs Monate bis zum neuen Hoch, die Nasdaq nach der Dotcom-Blase 15 Jahre.

Was ist ein Börsencrash, und ab wann spricht man von einem Bärenmarkt?

Ein Börsencrash ist ein sehr starker Kurseinbruch in kurzer Zeit, meist binnen Tagen oder weniger Wochen. Eine feste Prozentgrenze gibt es dafür nicht. Für die beiden Vorstufen haben sich an der Börse dagegen Faustregeln durchgesetzt, gemessen am letzten Rekord:

  • Korrektur: ab 10 Prozent unter dem Hoch. Korrekturen kommen in den meisten Jahrzehnten mehrfach vor.
  • Bärenmarkt: ab 20 Prozent unter dem Hoch. Der Begriff beschreibt eine längere Phase fallender Kurse, nicht einen einzelnen Tag.
  • Crash: ein Einbruch, der in Tempo und Tiefe heraussticht. Das Lehrbuchbeispiel ist der 19. Oktober 1987, als der S&P 500 an einem einzigen Tag 20,5 Prozent verlor.

Nach diesen Regeln steckt der Nasdaq Composite mit 11,9 Prozent Abstand in einer Korrektur, der Nasdaq 100 nähert sich mit 14,7 Prozent der Bärenmarkt-Schwelle, und Bitcoin hat sie mit fast 40 Prozent längst überschritten.

Wie nah ist der Börsencrash 2026? Der Stand am 6. November

Das hängt davon ab, wohin du schaust. Die Korrektur trifft vor allem US-Technologiewerte, Europa hält sich bisher. Die Schlusskurse vom 5. November im Vergleich zum jeweiligen Rekord-Schlusskurs der letzten zwei Jahre:

MarktStand 5. NovemberRekordAbstandAm 5. November
Nasdaq 10026.629,8131.224,47 (6. Oktober 2026)−14,7 %−6,4 %
Nasdaq Composite24.315,0027.599,79 (6. Oktober 2026)−11,9 %−5,5 %
S&P 5007.353,737.818,93 (6. Oktober 2026)−5,9 %−4,4 %
Euro Stoxx 506.231,546.551,22 (11. August 2026)−4,9 %−0,5 %
DAX26.325,0126.569,99 (28. August 2026)−0,9 %−0,4 %
Bitcoin (Dollar)76.169126.080 (6. Oktober 2025)−39,6 %rund −6 %

Quellen der Tabelle sind die Tagesschlusskurse bei Yahoo Finance und für Bitcoin CoinGecko in der Nacht zum 6. November.

Balkendiagramm zum Abstand vom Rekord am 5. November 2026: Bitcoin minus 39,6 Prozent, Nasdaq 100 minus 14,7, Nasdaq Composite minus 11,9, S&P 500 minus 5,9, Euro Stoxx 50 minus 4,9, DAX minus 0,9 Prozent
Quellen: Yahoo Finance, CoinGecko

Warum fallen die Aktienkurse gerade so stark?

Weil der Handel mit KI- und Chip-Aktien kippt. Nach den Midterms wurden genau die Werte verkauft, die die Rally seit dem Frühjahr getragen hatten, und weil der Nasdaq 100 stark auf wenige große Technologiekonzerne konzentriert ist, fällt er doppelt so schnell wie der breite Markt. Die Einzelheiten zum Donnerstag stehen in unserer Analyse zum Nasdaq Crash.

Drei Dinge verstärken den Druck:

  • Öl: Brent stieg in den 24 Stunden bis Donnerstag, 23 Uhr UTC, um 4,7 Prozent auf 99,24 Dollar je Barrel. Teure Energie hält die Inflation hoch und nimmt den Notenbanken Spielraum.
  • Zinsen: Die US-Notenbank hat den Leitzins im September auf 3,75 bis 4,00 Prozent angehoben und ihn am 28. Oktober gehalten, zwei Mitglieder stimmten für eine weitere Erhöhung, so die Mitteilung der Fed. Hohe Bewertungen und steigende Zinsen vertragen sich schlecht.
  • Politik: Die Demokraten übernehmen im Januar beide Kammern des Kongresses, und Trumps angekündigtes Abkommen mit Russland brachte keine Erleichterung, weil Einzelheiten fehlen.

Ob daraus eine KI-Blase wird, die platzt, hatten wir schon im Juni durchgespielt; der Beitrag zur KI-Blase und ihren Folgen für Bitcoin trägt inzwischen den Stand vom 6. November.

Was frühere Börsencrashs zeigen

Vor allem zwei Dinge: Die Tiefe unterscheidet sich enorm, und die Dauer bis zum neuen Hoch noch mehr. Die Tabelle zeigt die großen Einbrüche, berechnet aus den Tagesschlusskursen von S&P 500 und Nasdaq Composite, jeweils vom letzten Hoch bis zum Tief und bis zum ersten Schlusskurs über dem alten Hoch:

CrashIndexHoch bis TiefMinusBis zum neuen Hoch
WeltwirtschaftskriseS&P-500-Vorläufer16.09.1929 bis 01.06.1932−86,2 %25 Jahre (September 1954)
Schwarzer MontagS&P 50025.08.1987 bis 04.12.1987−33,5 %23 Monate (Juli 1989)
Dotcom-BlaseNasdaq Composite10.03.2000 bis 09.10.2002−77,9 %15 Jahre (April 2015)
FinanzkriseS&P 50009.10.2007 bis 09.03.2009−56,8 %5,5 Jahre (März 2013)
Corona-CrashS&P 50019.02.2020 bis 23.03.2020−33,9 %6 Monate (August 2020)
ZinswendeNasdaq Composite19.11.2021 bis 28.12.2022−36,4 %27 Monate (Februar 2024)
Balkendiagramm früherer Crashs: 1929 minus 86,2 Prozent, Dotcom minus 77,9, Finanzkrise minus 56,8, Zinswende 2022 minus 36,4, 1987 minus 33,5, Corona minus 33,9, Bitcoin 2018 minus 83,2 und 2022 minus 76,6 Prozent
Berechnet aus Tagesschlusskursen: Yahoo Finance, Binance

Die Ursachen der größten Börsencrashs

Hinter jedem großen Börsencrash steckt ein anderer Auslöser, das Muster darunter ist aber oft gleich: Anleger zahlen zu hohe Preise auf Kredit, dann kippt die Stimmung, und Zwangsverkäufe beschleunigen den Rückgang. Ein kurzer Blick auf die Ereignisse hinter der Tabelle:

  • 1929: Viele Anleger hatten Aktien auf Kredit gekauft. Als die Kurse im Oktober 1929 fielen, mussten sie verkaufen, um Kredite zu decken, und aus dem Börsenkrach wurde die Weltwirtschaftskrise mit Bankenpleiten und Massenarbeitslosigkeit.
  • 1987: Am Schwarzen Montag verstärkten computergesteuerte Verkaufsprogramme den Einbruch, die Portfolios bei fallenden Kursen automatisch absichern sollten. Die Notenbank stellte danach Liquidität bereit, die Wirtschaft geriet nicht in eine Rezession.
  • 2000: Internet-Unternehmen ohne Gewinne waren an der Börse Milliarden wert. Als das Geld für neue Finanzierungen ausblieb, platzte die Dotcom-Blase, und der Nasdaq verlor fast vier Fünftel.
  • 2007 bis 2009: Faule US-Immobilienkredite, verpackt in Wertpapiere, lagen in den Bilanzen der Banken. Mit der Pleite von Lehman Brothers am 15. September 2008 wurde daraus eine weltweite Finanzkrise.
  • 2020: Die Corona-Pandemie und die Lockdowns ließen die Aktienmärkte in nur 23 Handelstagen um ein Drittel fallen. Notenbanken und Regierungen stützten mit Billionen, die Erholung kam so schnell wie nie zuvor.
  • 2022: Die höchste Inflation seit Jahrzehnten zwang die Notenbanken zu schnellen Zinserhöhungen. Hoch bewertete Technologieaktien und Kryptowährungen traf das am stärksten.

Für 2026 ist die Dotcom-Blase der Vergleich, den viele ziehen, weil damals wie heute Technologiewerte den Markt dominierten. Der Unterschied liegt in den Gewinnen: Ob die großen KI-Konzerne ihre Investitionen in Rechenzentren verdienen, entscheidet, ob 2026 eher wie 2000 oder wie 2020 verläuft. Darauf lohnt der Blick bei jeder Quartalszahl, mehr als auf jede Schlagzeile.

Was macht Bitcoin bei einem Börsencrash?

Bitcoin fällt in einem Börsencrash bisher mit, oft sogar stärker. Am 5. November verlor Bitcoin in 24 Stunden 6,2 Prozent, fast so viel wie die Futures auf den Nasdaq 100 mit 6,9 Prozent. Im Corona-Crash fiel Bitcoin am 12. März 2020 an einem einzigen Tag um 39,5 Prozent, gemessen am Schlusskurs bei Binance. Die eigenen Bärenmärkte von Bitcoin waren tiefer als fast jeder Aktiencrash: minus 83,2 Prozent bis Dezember 2018 und minus 76,6 Prozent bis November 2022, das neue Hoch kam jeweils nach 35 und 28 Monaten.

Der Grund ist die Liquidität. Wenn Anleger an der Börse Verluste decken oder Kredite bedienen müssen, verkaufen sie, was sich rund um die Uhr verkaufen lässt, und Bitcoin handelt auch nachts und am Wochenende. Wie tief es dabei gehen kann und welche Marken jetzt zählen, steht in unserer Analyse zum Bitcoin Crash.

Was du bei einem Börsencrash tun kannst

Die wichtigste Entscheidung fällt vor dem Verkaufsknopf. Diese fünf Punkte helfen dir, ruhig zu bleiben, ohne auf eine Richtung zu wetten:

  1. Reserve prüfen: Geld, das du in den nächsten zwei Jahren brauchst, gehört nicht in Aktien oder Krypto. Wer diese Reserve hat, muss im Crash nicht verkaufen.
  2. Sparpläne laufen lassen: Ein Sparplan kauft bei fallenden Kursen automatisch mehr Anteile. Nach den Crashs von 2020 und 2022 hat genau das die Erholung mitgenommen.
  3. Streuung nutzen: Der Abstand zwischen Nasdaq 100 und DAX zeigt, was Streuung über Regionen und Branchen bringt. Wer nur US-Technologie hält, trägt das Klumpenrisiko voll.
  4. Hebel kennen: Wer mit Hebel handelt, sollte wissen, bei welchem Kurs eine Position zwangsweise geschlossen wird. Wie Absicherung mit Short-Positionen funktioniert, erklärt unser Ratgeber zum Shorten bei fallenden Kursen.
  5. Steuer bedenken: Aktiengewinne unterliegen der Abgeltungsteuer, Verluste aus Aktien lassen sich nur mit Aktiengewinnen verrechnen. Bei Krypto ist ein Gewinn nach einem Jahr Haltedauer steuerfrei, wer vorher verkauft und im Jahr auf 1.000 Euro Gewinn oder mehr kommt, zahlt auf den ganzen Gewinn den persönlichen Steuersatz. Was ein Verkauf kostet, zeigt der CryptoTicker Steuerrechner.

Wer im Rücksetzer einsteigen will, findet Anbieter für Aktien und Krypto in unserem Vergleich der besten Krypto-Broker und alle Wege, Bitcoin zu kaufen. Größere Krypto-Beträge gehören auf ein Gerät aus dem Hardware-Wallet-Vergleich.

Typische Fehler beim Börsencrash: Panik, Stop-Loss und Timing

Die größten Verluste entstehen im Börsencrash oft nicht durch den Rückgang selbst, sondern durch Entscheidungen aus Angst. Drei Fehler sehen wir in jeder Krise:

  • Am Tief verkaufen: Wer nach einem Einbruch von 30 Prozent verkauft, macht den Verlust endgültig. Die Tabelle oben zeigt, dass der breite Markt sich bisher von jedem Crash erholt hat, auch wenn das manchmal Jahre dauerte.
  • Stop-Loss falsch setzen: Ein Stop-Loss ist ein Auftrag, der eine Position automatisch verkauft, sobald ein Kurs erreicht ist. Im Crash springen Kurse aber oft über die Marke hinweg, und der Verkauf läuft deutlich tiefer als geplant. Wer einen Stop-Loss nutzt, setzt ihn mit Abstand zu runden Marken und weiß, dass er in Kurslücken nicht schützt.
  • Den Boden erraten wollen: Niemand trifft den tiefsten Punkt verlässlich. Eine Strategie, die über Wochen in Teilen kauft, nimmt dir diese Entscheidung ab und verteilt das Risiko über mehrere Kurse.

Für die Geldanlage heißt das: Ein Portfolio, das zu deinem Zeithorizont passt, ist der beste Schutz. Wer erst in zehn Jahren an sein Geld muss, kann einen Börsencrash aussitzen und mit Sparplänen nutzen. Wer es in einem Jahr braucht, sollte es gar nicht erst in Aktien oder Krypto halten.

Wie wahrscheinlich ist ein Börsencrash 2026?

Vorhersagen lässt sich ein Crash nicht, messen lässt sich aber, wie nervös der Markt ist. Drei Werte zeigen dir, ob aus der Korrektur mehr wird:

  • Der Abstand zum Hoch: Fällt der S&P 500 mehr als 20 Prozent unter sein Hoch von 7.818,93 Punkten, also unter rund 6.255 Punkte, ist der breite US-Markt im Bärenmarkt.
  • Das Angstbarometer VIX: Es stieg am 5. November von 16,6 auf 28,2 Punkte. Beim Zollschock im April 2025 erreichte es 52,3 Punkte zum Schluss.
  • Die Gewinne der KI-Konzerne: Solange Umsätze und Gewinne die Investitionen tragen, bleibt ein Rücksetzer ein Rücksetzer.

Unsere Einschätzung: Für den Technologiesektor ist die Lage ernst, für den breiten Markt noch nicht. Wer den deutschen Markt im Depot hat, steht mit dem DAX nahe am Rekord. Die Termine, die jetzt zählen, und den laufenden Stand findest du in unseren Analysen, die wir bei jeder großen Bewegung nachziehen.

Stand: 6. November 2026, 2 Uhr. Dieser Beitrag ist keine Anlage- und keine Steuerberatung; Aktien und Kryptowerte können stark an Wert verlieren.

Häufige Fragen zum Börsencrash 2026

Transparenzhinweis: Dieser Beitrag wurde unter Zuhilfenahme künstlicher Intelligenz erstellt und vor der Veröffentlichung redaktionell geprüft. Alle Zahlen und Angaben wurden gegen die im Text verlinkten Primärquellen abgeglichen. Das Beitragsbild wurde mit KI erzeugt.

Verwandte Artikel

Welche Themen sollen wir vertiefen?

Wähle aus, was dich aktuell beschäftigt. Deine Auswahl fließt direkt in unsere Themenplanung ein.

Crypto-News, die wirklich Mehrwert bringen.

Wöchentlich. 60 Sekunden Lesezeit. Sorgfältig kuratiert von unserer Redaktion: kein Hype, keine Werbe-Mails, kein Spam.

Abonnieren

Mehr zum Thema

Alle anzeigen

Vielleicht auch interessant