Die in diesem Artikel bereitgestellten Informationen dienen ausschließlich zu Informationszwecken und stellen keine Finanzberatung dar. Investitionen in Kryptowährungen sind mit einem hohen Risiko verbunden. Führe immer deine eigene Recherche durch.

Bitcoin Crash Historie: Alle Abstürze über 50 Prozent seit 2011

Analyse: Siebenmal hat Bitcoin seit 2011 mehr als die Hälfte seines Werts verloren, zuletzt 53 Prozent bis Juni 2026. Alle Crashs mit Hoch, Tief, Dauer und Erholung, die Auslöser von Mt.Gox bis zu den Zoll-Liquidationen und was Anleger daraus mitnehmen.

Zerbrochene Münze mit dem Bitcoin-Zeichen auf dunklem Schiefer, Sinnbild für einen Bitcoin Crash
15 Min. Lesezeit
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Ein Bitcoin Crash ist ein schneller, tiefer Kurseinbruch, und davon hat Bitcoin seit 2011 viele erlebt. Belegt ist: Siebenmal fiel der Kurs um mehr als 50 Prozent unter sein letztes Rekordhoch, gemessen an Tagesschlusskursen in US-Dollar. Der tiefste Absturz kam 2011 mit rund 93 Prozent. Der jüngste begann am 6. Oktober 2025 bei 124.753 Dollar und reichte bis zum 30. Juni 2026 hinab auf 58.559 Dollar, ein Minus von 53,1 Prozent. Nach jedem der sechs früheren Rückgänge stand Bitcoin später wieder über dem alten Hoch, nach den vier großen Bärenmärkten allerdings erst 630 bis 1.127 Tage nach dem Hoch. Was die Redaktion daraus für Anleger ableitet, steht weiter unten als gekennzeichnete Einordnung.

Am 22. Oktober 2026 um 3:16 Uhr notierte Bitcoin bei 84.212 Dollar, 32,5 Prozent unter dem Rekord und 43,8 Prozent über dem Tief vom Juni. Was den Kurs um den 20. Oktober unter 82.000 Dollar drückte, erklärt unser Bericht Krypto-Crash heute. Dieser Ratgeber zeigt das große Bild: alle Rückgänge über 50 Prozent seit 2011, die bekannten Crash-Tage, die Muster dahinter und was ein Crash im Depot anrichtet.

Bitcoin Crash: Das Wichtigste in Kürze

  • Sieben Crashs über 50 Prozent: 2011, im April 2013, im Dezember 2013, im Dezember 2017, im April 2021, im November 2021 und im Oktober 2025 begann jeweils ein Rückgang um mehr als die Hälfte.
  • Größter Rückgang in Prozent: 2011 fiel Bitcoin von gut 30 auf gut 2 Dollar, ein Minus von rund 93 Prozent.
  • Größter Tagesverlust: Am 12. März 2020, einen Tag nachdem die WHO Corona zur Pandemie erklärt hatte, verlor Bitcoin 37,2 Prozent.
  • Die Tiefs wurden flacher: Die großen Bärenmärkte endeten bei minus 93, 85, 83 und 77 Prozent, der jüngste Rückgang erreichte bis zum 30. Juni 2026 minus 53,1 Prozent.
  • Erholung dauert Jahre: Vom Rekordhoch bis zum nächsten Rekord vergingen bei den großen Bärenmärkten 630 bis 1.127 Tage.
  • Haltefrist zählt: In Deutschland ist der Verkaufsgewinn nach mehr als einem Jahr steuerfrei (Paragraf 23 EStG, Stand Oktober 2026).

Bitcoin Crash Historie: Die Tabelle aller Rückgänge seit 2011

Als Crash zählt in dieser Übersicht jeder Rückgang, bei dem Bitcoin mehr als 50 Prozent unter seinen bis dahin höchsten Tagesschlusskurs fiel. Ein Rückgang endet, sobald der Kurs wieder über diesem alten Hoch schließt. Diese Auswertung hat cryptoticker.io aus Tagesschlusskursen in US-Dollar selbst erhoben: ab dem 29. April 2013 aus den Daten von CoinMarketCap, für die Zeit davor aus dem Durchschnittskurs großer Börsen von Blockchain.com. Stand ist der Tagesschluss vom 21. Oktober 2026. Die Werte für 2011 und April 2013 sind gerundet, weil es damals nur wenige Börsen gab.

RückgangHochTiefMinusTage vom Hoch bis zum TiefTage vom Tief bis zum neuen Hoch
2011, nach dem Mt.Gox-HackJuni 2011, gut 30 $November 2011, gut 2 $rund 93 %rund 160rund 470 (März 2013)
April 201310.04.2013, rund 230 $17.04.2013, rund 68 $rund 71 %7rund 200 (November 2013)
2013 bis 2015, Mt.Gox-Pleite04.12.2013, 1.151 $14.01.2015, 178 $84,5 %406721 (04.01.2017)
2017 bis 201816.12.2017, 19.497 $15.12.2018, 3.237 $83,4 %364716 (30.11.2020)
2021, Chinas Vorgehen gegen Mining13.04.2021, 63.503 $20.07.2021, 29.807 $53,1 %9891 (19.10.2021)
2021 bis 2022, Terra und FTX08.11.2021, 67.567 $21.11.2022, 15.787 $76,6 %378469 (04.03.2024)
2025 bis 202606.10.2025, 124.753 $30.06.2026, 58.559 $53,1 %267noch offen

Zwei Muster fallen auf. Erstens dauerten die großen Abstürze vom Hoch bis zum Tief jeweils rund ein Jahr: 406 Tage nach dem Hoch von 2013, 364 Tage nach dem von 2017 und 378 Tage nach dem von 2021. Zweitens war der Weg zurück jedes Mal länger als der Weg nach unten. Vom Tief bis zum neuen Hoch brauchte Bitcoin nach diesen drei Crashs 721, 716 und 469 Tage. Wer am Rekordhoch gekauft hatte, wartete also zwischen 847 und 1.127 Tagen, bis sein Kaufkurs wieder erreicht war.

Gewitterfront mit Blitz über einer leeren Hängebrücke, Sinnbild für die Bitcoin Crash Historie
Die großen Bitcoin-Crashs dauerten vom Hoch bis zum Tief jeweils rund ein Jahr. Symbolbild, KI-generiert.

Wie oft ist Bitcoin gecrasht? Die bekannten Crash-Tage seit 2013

Siebenmal um mehr als die Hälfte, wenn man vom jeweiligen Rekordhoch misst. Zählt man einzelne Crash-Tage, sind es deutlich mehr: Seit Ende April 2013 schloss Bitcoin an 61 Tagen mehr als 10 Prozent tiefer als am Vortag. 35 davon fielen in die Jahre 2013 bis 2017, 25 in die Jahre 2018 bis 2022 und seit 2023 nur ein einziger, der 5. Februar 2026.

TagAnlassSchlusskurs zum VortagTiefster Kurs am Tag
12.03.2020Corona: Die WHO stuft COVID-19 am Vortag als Pandemie einminus 37,2 %4.860 $
19.05.2021China untersagt Banken und Zahlungsdiensten Krypto-Geschäfteminus 13,8 %30.682 $
09.05.2022Terra: Der Stablecoin UST verliert die Dollarbindungminus 11,0 %30.297 $
09.11.2022FTX-Krise, Insolvenzantrag zwei Tage späterminus 14,3 %15.683 $
10.10.2025Zolldrohung gegen China, über 19 Mrd. $ Liquidationenminus 7,0 %104.582 $
05.02.2026Größter Tagesverlust des jüngsten Rückgangsminus 14,1 %62.354 $

Der 10. Oktober 2025 zeigt, wie stark ein Schlusskurs die Wucht eines Tages unterzeichnen kann. Bitcoin schloss nur 7,0 Prozent tiefer als am Vortag, lag im Tagesverlauf aber 14,1 Prozent darunter. Ähnlich der 6. Februar 2026: Im Tagesverlauf fiel der Kurs bis auf 60.074 Dollar, zum Tagesschluss stand er mit einem Plus von 12,5 Prozent bei 70.555 Dollar. Solche Ausschläge entstehen, wenn Börsen gehebelte Positionen zwangsweise schließen und jeder Verkauf den nächsten auslöst.

Die Bitcoin Crashs der Geschichte: Auslöser von Mt.Gox bis FTX

Die Auslöser wiederholen sich in vier Formen: Pleiten großer Börsen, erzwungene Verkäufe gehebelter Positionen, Eingriffe von Staaten und Schocks an den übrigen Finanzmärkten. Meist wirkten mehrere davon zusammen.

2011 und 2014: zweimal Mt.Gox

Im Juni 2011 stand die Tokioter Börse Mt.Gox im Zentrum des Bitcoin-Handels. Am 19. Juni 2011 brach dort nach einem Hack der Kurs ein: Binnen Minuten fiel er von rund 17,50 Dollar unter 10 Dollar und zeitweise bis auf einen Cent, wie Bitcoin.com in seiner Chronik rekonstruiert. Der Absturz auf einen Cent blieb auf Mt.Gox beschränkt, der Vertrauensschaden nicht: Bis November 2011 fiel Bitcoin auf gut 2 Dollar.

Drei Jahre später traf es dieselbe Börse endgültig. Am 28. Februar 2014 stellte Mt.Gox in Japan Insolvenzantrag und meldete rund 850.000 verschwundene Bitcoin, 750.000 davon von Kunden, wie MPR News am selben Tag berichtete. Bitcoin fiel vom 26. Januar bis zum 25. Februar 2014 von 885 auf 539 Dollar, im Tagesverlauf bis auf 420 Dollar, und der Bärenmarkt zog sich bis Januar 2015.

2017 bis 2020: vom Rekord zum Corona-Crash

Ende 2017 lief Bitcoin bis auf 19.497 Dollar am 16. Dezember und verlor im folgenden Jahr 83,4 Prozent. Erst am 30. November 2020 stand der Kurs wieder darüber, und mittendrin lag der schwärzeste Tag der Bitcoin-Geschichte. Am 11. März 2020 stufte die Weltgesundheitsorganisation COVID-19 als Pandemie ein, am 12. März fiel Bitcoin um 37,2 Prozent von 7.911 auf 4.971 Dollar. Vom Zwischenhoch am 12. Februar 2020 gerechnet waren das 51,9 Prozent in 29 Tagen. Die Erholung ging schneller als nach jedem großen Bärenmarkt: Am 27. Juli 2020 stand der Kurs wieder über dem Februarhoch, 137 Tage nach dem Tief.

2021 und 2022: China, Terra und FTX

Im April 2021 erreichte Bitcoin 63.503 Dollar. Im Mai kündigte Chinas Staatsrat an, gegen Bitcoin-Mining und den Handel vorzugehen, wenige Tage nachdem Banken und Zahlungsdiensten Krypto-Geschäfte untersagt worden waren, so eine Reuters-Meldung vom 22. Mai 2021. Bis zum 20. Juli fiel der Kurs um 53,1 Prozent, im Oktober stand er schon wieder auf Rekord.

Der nächste Absturz begann am 8. November 2021 bei 67.567 Dollar und wurde zu einer Serie von Pleiten. Im Mai 2022 verlor der Stablecoin UST seine Bindung an den Dollar, das Terra-System brach zusammen. Die Verluste werden auf rund 40 Milliarden Dollar geschätzt, Gründer Do Kwon wurde im Dezember 2025 in New York zu 15 Jahren Haft verurteilt, berichtet Yahoo Finance. Am 11. November 2022 beantragte die Börse FTX mit mehr als 130 verbundenen Gesellschaften Gläubigerschutz nach Chapter 11 des US-Insolvenzrechts, wie Semafor berichtete. Zehn Tage später schloss Bitcoin bei 15.787 Dollar, 76,6 Prozent unter dem Rekord.

2025 und 2026: Hebel, Zölle und Zinssorgen

Der jüngste Rückgang begann am 6. Oktober 2025 bei 124.753 Dollar. Vier Tage später kündigte US-Präsident Donald Trump zusätzliche Zölle von 100 Prozent auf Waren aus China an. Nach Daten von Coinglass wurden daraufhin gehebelte Positionen über mehr als 19 Milliarden Dollar bei mehr als 1,6 Millionen Händlern zwangsweise geschlossen, die größte Liquidationswelle der Kryptogeschichte, wie PYMNTS zusammenfasst. Am 5. Februar 2026 folgte mit minus 14,1 Prozent der größte Tagesverlust seit dem 9. November 2022.

Im Juni 2026 rutschte Bitcoin unter 60.000 Dollar. Laut Trending Topics drückten ein Ausverkauf bei Technologie- und KI-Aktien, Abflüsse aus den US-Bitcoin-ETFs und die Sorge vor höheren Zinsen nach dem Anstieg des Ölpreises auf den Kurs. Der tiefste Schlusskurs fiel auf den 30. Juni 2026 mit 58.559 Dollar.

Größter Bitcoin Crash: Je nach Maßstab 2011, 2020 oder 2026

Welcher Crash der größte war, hängt davon ab, was du misst. In Prozent war es 2011 mit rund 93 Prozent vom Hoch bis zum Tief. Am einzelnen Tag war es der 12. März 2020 mit minus 37,2 Prozent. In Dollar je Bitcoin ist der jüngste Rückgang der größte: Vom 6. Oktober 2025 bis zum 30. Juni 2026 verlor jeder Bitcoin 66.194 Dollar an Wert, beim Absturz 2021/22 waren es 51.780 Dollar.

Für dein Depot zählt die Prozentzahl, und dort gilt eine unbequeme Asymmetrie. Ein Minus von 50 Prozent braucht ein Plus von 100 Prozent, um den Verlust wettzumachen. Vom Tief im November 2022 bis zum alten Rekord musste Bitcoin um 328 Prozent steigen, vom Tief im Januar 2015 um 546 Prozent. Vom Tief im Juni 2026 bis zum Rekord vom Oktober 2025 fehlen 113 Prozent.

Bär an einer Felskante über einer nebligen Schlucht, Sinnbild für den Bärenmarkt nach einem Bitcoin Crash
Vom Rekordhoch bis zum nächsten Rekord vergingen nach den großen Bitcoin-Crashs 630 bis 1.127 Tage. Symbolbild, KI-generiert.

Bitcoin Crash im Zyklus: Warum die Rückgänge kleiner wurden

Die großen Bärenmärkte wurden von Zyklus zu Zyklus flacher: minus 93 Prozent 2011, minus 84,5 Prozent bis 2015, minus 83,4 Prozent bis 2018 und minus 76,6 Prozent bis 2022. Der Rückgang seit Oktober 2025 erreichte bis Ende Juni 2026 minus 53,1 Prozent. Ob der Juni das Tief dieses Zyklus war, ist offen.

Der Takt ist ähnlich geblieben. Die Rekordhochs von 2013, 2017, 2021 und 2025 lagen jeweils 12 bis 18 Monate nach einer Halbierung der Belohnung für neue Blöcke, dem Halving, das letzte fand im April 2024 statt. In den drei früheren Zyklen folgte dem Hoch jeweils rund ein Jahr Abwärtstrend.

Unsere Einordnung: Die flacheren Tiefs haben einen nachvollziehbaren Grund im Markt selbst. Bitcoin war 2011 ein Nischenprodukt mit einer Handvoll Börsen, heute kaufen und verkaufen auch börsengehandelte Fonds in den USA, deren Abflüsse im Juni 2026 den Kurs mit nach unten zogen. Ein größerer, breiterer Markt dämpft die Ausschläge, schützt aber nicht vor ihnen: Auch 53 Prozent Minus halbieren eine Position. Die Wucht einzelner Tage hängt zudem weniger an der Größe des Marktes als am Hebel, wie der 10. Oktober 2025 gezeigt hat. Eine Garantie, dass der nächste Rückgang wieder kleiner ausfällt, lässt sich aus vier Bärenmärkten nicht ableiten.

Bitcoin Crash 2025/2026: Wo der jüngste Rückgang steht

Am 22. Oktober 2026 lag der Rekord 381 Tage zurück. Der Vergleich mit den früheren Zyklen am selben Tag nach dem Hoch zeigt, wie anders dieser Rückgang bisher verläuft.

Rekordhoch381 Tage danachAbstand zum Rekord
04.12.201320.12.2014minus 71,3 %
16.12.201701.01.2019minus 80,3 %
08.11.202124.11.2022minus 75,4 %
06.10.202522.10.2026, 3:16 Uhrminus 32,5 %

In den drei früheren Zyklen stand Bitcoin an diesem Tag nahe am Boden, diesmal liegt der Kurs 43,8 Prozent über dem Tief vom Juni. Zwei Lesarten passen zu diesen Daten: Der Boden ist bereits gefunden, oder der Rückgang verläuft gestreckter als früher. Welche Szenarien Analysten für den Kurs durchrechnen, sammelt unsere Bitcoin-Kurs-Prognose. Was den Markt Anfang Oktober belastete, von ETF-Abflüssen bis zu Liquidationen über 651 Millionen Dollar, steht in Krypto-Markt rutscht ab.

Bitcoin Crash im Depot: Positionsgröße und Haltefrist zählen

Aus der Geschichte lässt sich kein Zeitpunkt ablesen, wohl aber eine Größenordnung. Wer Bitcoin hält, muss mit Rückgängen von mehr als 50 Prozent rechnen, die Jahre dauern können. Wie stark das ein Depot trifft, entscheidet der Anteil, nicht der Kurs. Die Tabelle rechnet ein Depot von 10.000 Euro durch, bei dem nur der Bitcoin-Teil fällt und der Rest unverändert bleibt.

Bitcoin-AnteilBetragRückgang wie 2025/26 (minus 53 %)wie 2021/22 (minus 77 %)wie 2013/15 (minus 85 %)
5 %500 €minus 265 € (2,7 % des Depots)minus 385 € (3,9 %)minus 425 € (4,3 %)
10 %1.000 €minus 530 € (5,3 %)minus 770 € (7,7 %)minus 850 € (8,5 %)
25 %2.500 €minus 1.325 € (13,3 %)minus 1.925 € (19,3 %)minus 2.125 € (21,3 %)
50 %5.000 €minus 2.650 € (26,5 %)minus 3.850 € (38,5 %)minus 4.250 € (42,5 %)

Bei 10 Prozent Anteil kostet selbst ein Absturz wie 2013/15 weniger als ein Zehntel des Depots, bei 50 Prozent mehr als zwei Fünftel. Der zweite Hebel ist die Finanzierung: Wer auf Kredit oder mit gehebelten Derivaten kauft, kann einen Boden nicht abwarten, das zeigen die mehr als 1,6 Millionen Händler, deren Positionen am 10. Oktober 2025 zwangsweise geschlossen wurden. Der dritte ist die Verwahrung. Bei Mt.Gox 2014 und FTX 2022 lagen die Coins der Kunden auf der Börse und steckten mit deren Pleite im Insolvenzverfahren fest. Geräte für die eigene Verwahrung findest du im Hardware-Wallet-Vergleich, Handelsplätze samt Gebühren im Vergleich der besten Krypto-Börsen.

Steuerlich zählt in Deutschland vor allem die Haltedauer. Nach Paragraf 23 Einkommensteuergesetz ist der Gewinn aus dem Verkauf von Bitcoin im Privatvermögen steuerfrei, wenn zwischen Kauf und Verkauf mehr als ein Jahr liegt. Innerhalb der Frist bleiben Gewinne steuerfrei, solange alle privaten Veräußerungsgewinne eines Jahres zusammen unter 1.000 Euro liegen. Verluste aus Verkäufen innerhalb der Frist darfst du mit Gewinnen aus privaten Veräußerungsgeschäften desselben Jahres verrechnen, nicht verrechnete Verluste ins Vorjahr zurück- oder in spätere Jahre vortragen. Ein Verlust nach mehr als einem Jahr Haltedauer zählt steuerlich dagegen nicht. Wie lange deine einzelnen Käufe schon im Depot liegen und welcher Verkauf steuerfrei wäre, rechnet der kostenlose CryptoTicker Steuerrechner aus. Das ersetzt keine Steuerberatung.

An der Jahresfrist könnte sich ab 2027 etwas ändern. Ein Referentenentwurf des Bundesfinanzministeriums vom 30. September 2026 sieht vor, Kryptowerte, die nach dem 31. Dezember 2026 angeschafft werden, als Kapitalvermögen mit 25 Prozent Kapitalertragsteuer zu besteuern, ohne Haltefrist. Im Petitionsausschuss des Bundestags sagte ein Vertreter des Ministeriums am 12. Oktober 2026, der Vorschlag befinde sich in der Ressortabstimmung. Einen Kabinettsbeschluss gibt es nicht: Am 14. Oktober 2026 befasste sich das Bundeskabinett nicht mit dem Entwurf, am 21. Oktober tagte es nicht, und einen neuen Termin hat das Ministerium nicht genannt (Stand 22. Oktober 2026). Den Stand hält unser Artikel zur Krypto-Haltefrist aktuell.

Bitcoin Crash Historie: Bis zu 1.127 Tage bis zum nächsten Rekord

Siebenmal seit 2011 hat Bitcoin mehr als die Hälfte seines Werts verloren, und sechsmal stand der Kurs danach wieder auf Rekord. Der Weg dorthin dauerte bei den großen Bärenmärkten zwischen 630 und 1.127 Tagen, die Tiefs wurden von Zyklus zu Zyklus flacher, und die heftigsten Tage brachten Börsenpleiten, Hebel und Schocks von außen. Der jüngste Rückgang steht mit minus 53,1 Prozent bis Ende Juni 2026 noch offen. Ob und wann Bitcoin das Hoch von 124.753 Dollar wieder erreicht, lässt sich aus der Geschichte nicht ablesen. Ablesen lässt sich, wie viel Geduld und welche Positionsgröße frühere Crashs verlangt haben. Kryptowährungen bleiben eine schwankungsreiche Anlage, ein Totalverlust ist möglich. Wir schreiben die Tabelle fort, sobald der Rückgang abgeschlossen ist oder ein neuer beginnt.

Häufige Fragen zum Bitcoin Crash

Transparenzhinweis: Dieser Beitrag wurde unter Zuhilfenahme künstlicher Intelligenz erstellt und vor der Veröffentlichung redaktionell geprüft. Alle Zahlen und Angaben wurden gegen die im Text verlinkten Primärquellen abgeglichen. Das Beitragsbild wurde mit KI erzeugt.

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