Die in diesem Artikel bereitgestellten Informationen dienen ausschließlich zu Informationszwecken und stellen keine Finanzberatung dar. Investitionen in Kryptowährungen sind mit einem hohen Risiko verbunden. Führe immer deine eigene Recherche durch.

Binance-Gebühren: 0,1 Prozent im Handel und ein Nachteil im Vergleich zu MiCA-Börsen

Binance verlangt im Spot-Handel 0,1 Prozent, im Terminhandel 0,02 und 0,05 Prozent. Seit dem 1. Juli 2026 fehlt der Börse die MiCA-Zulassung für die EU, und damit beantwortet die Gebührentabelle die Frage deutscher Anleger nur noch halb.

Messingfarbene Balkenwaage, auf einer Schale ein Wachssiegel, auf der anderen eine schwere Metallmünze, die Waage neigt sich zur Siegelseite
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Wer nach den Binance-Gebühren sucht, will meistens eine einzige Zahl: Was kostet ein Kauf? Die Antwort steht auf der Preisseite der Börse und lautet 0,1 Prozent im Spot-Handel, für Käufer und Verkäufer gleich. Für Anleger in Deutschland ist diese Zahl seit dem Sommer 2026 aber nur noch die halbe Auskunft. Seit dem 1. Juli nimmt Binance in der Europäischen Union keine neuen Einzahlungen und keine neuen Kaufaufträge mehr an, weil die Börse die nach der EU-Verordnung MiCA nötige Zulassung nicht hat. Der günstigste Gebührensatz nützt nichts, wenn der Handelsplatz für dich geschlossen ist.

Dieser Text führt beides zusammen: die belegten Gebührensätze für Spot-Handel, Futures, Einzahlung und Auszahlung, und daneben die Zulassungslage, die darüber entscheidet, ob du sie überhaupt bezahlen kannst. Gebühren sind der Teil deiner Rendite, den du vor dem ersten Kurs schon verloren hast, und bei Krypto fällt er doppelt an: beim Kauf und beim Verkauf. Wie teuer eine Börse wirklich ist, zeigt daher erst die Summe aus Handelsgebühr, Spanne und Auszahlungskosten. Wer vergleichen will, findet die lizenzierten Anbieter für den deutschen Markt in unserer Übersicht der regulierten Kryptobörsen.

Binance-Gebühren im Spot-Handel: 0,1 Prozent für Maker und Taker

Binance führt in der eigenen Gebührenübersicht für die Stufe „Regular User“ einen Satz von 0,100 Prozent, sowohl für Maker als auch für Taker. Diese Stufe gilt, solange dein Handelsvolumen der letzten 30 Tage unter einer Million US-Dollar liegt, und sie verlangt keinen Mindestbestand an Token. Praktisch heißt das: Bei einem Kauf über 1.000 Euro fallen rund einen Euro Gebühr an, beim späteren Verkauf wieder.

Was Maker und Taker unterscheidet

Ein Maker ist ein Auftrag, der Liquidität ins Orderbuch legt, also eine Limit-Order, die nicht sofort ausgeführt wird und auf einen Gegenpart wartet. Ein Taker ist ein Auftrag, der sofort gegen eine bestehende Order ausgeführt wird, typischerweise eine Market-Order. Viele Börsen belohnen Maker mit einem niedrigeren Satz, weil sie den Handel erst möglich machen. Bei Binance liegen beide Sätze in der Einstiegsstufe gleich hoch, der Vorteil des geduldigen Auftrags entsteht dort erst in den höheren Volumenstufen.

Für die Praxis folgt daraus eine einfache Rechnung: Ein vollständiger Durchlauf, also Kauf und Verkauf, kostet dich in der Einstiegsstufe 0,2 Prozent. Ein Kurs muss also um gut zwei Promille steigen, bevor du bei null stehst. Bei einem Sparplan mit monatlichen Käufen summiert sich das über ein Jahr auf zwölf Kaufgebühren, die du bei der Rechnung oft übersiehst.

Der BNB-Rabatt drückt die Spot-Gebühr auf 0,075 Prozent

Binance senkt die Handelsgebühr um 25 Prozent, wenn du sie in der eigenen Börsenwährung bezahlst. Aus 0,100 Prozent werden dann 0,07500 Prozent, so steht es in der Gebührentabelle. BNB ist der Token der Börse und muss für den Rabatt als Guthaben bereitliegen; ist das Guthaben leer, rechnet das System ohne Rabatt ab.

Dieser Rabatt hat einen Preis, der nicht in der Tabelle steht: Du hältst eine zusätzliche, schwankende Position, nur um Gebühren zu sparen. Bei 1.000 Euro Handelsvolumen im Monat liegt die Ersparnis bei 25 Cent. Fällt der Kurs des Tokens, den du dafür vorhalten musst, um ein Prozent, ist der Vorteil mehrfach aufgezehrt. Der Rabatt lohnt sich daher vor allem für aktive Händler mit hohem Volumen, nicht für den monatlichen Sparplan.

Binance-Futures: 0,02 Prozent für Maker, 0,05 Prozent für Taker

Im Terminhandel liegen die Sätze deutlich niedriger. Für USDⓈ-M-Futures, also Kontrakte, die in einem Dollar-Stablecoin abgerechnet werden, nennt Binance in der eigenen Hilfe 0,02 Prozent für Maker und 0,05 Prozent für Taker. Ein Future ist ein Terminkontrakt: Du handelst nicht die Münze selbst, sondern eine Vereinbarung über ihren künftigen Preis, meist mit Hebel.

Warum der Rabatt bei Futures kleiner ausfällt

Der Nachlass für die Zahlung in der Börsenwährung beträgt im Terminhandel nur 10 Prozent statt 25. Dazu kommt eine Bedingung, an der er häufig scheitert: Der Bestand muss im Futures-Konto selbst liegen, nicht im Hauptkonto. Reicht er nicht, zieht das System den Stablecoin ab, und der Nachlass entfällt für diesen Handel.

Die scheinbar niedrigen Sätze täuschen über die eigentlichen Kosten des Terminhandels hinweg. Wer mit zwanzigfachem Hebel arbeitet, zahlt 0,05 Prozent auf die gesamte Position, nicht auf den eingesetzten Betrag, also das Zwanzigfache der Gebühr bezogen auf das eigene Geld. Dazu kommt die Finanzierungsrate, die alle acht Stunden zwischen Käufern und Verkäufern fließt und bei stark einseitiger Positionierung mehr kostet als jede Handelsgebühr. Was davon für Privatanleger in Deutschland überhaupt zugänglich ist, hat sich mehrfach verschoben; wir haben das am Beispiel der FX-Perpetuals mit hundertfachem Hebel aufgeschrieben. Wo der Handel mit unbefristeten Kontrakten inzwischen stattfindet, zeigt unser Vergleich der Perp-DEX-Plattformen.

Fast abgelaufene gläserne Sanduhr auf dunklem Steintisch neben einer schweren Metallmünze, im Hintergrund schließt sich eine Metalltür bis auf einen Lichtspalt
Die MiCA-Übergangsfrist lief am 30. Juni 2026 ab, einen Tag später schloss sich bei Binance das Neugeschäft für Kunden in der EU.

Die MiCA-Frist vom 30. Juni 2026 und der Rückzug aus Griechenland

MiCA ist die EU-Verordnung über Märkte für Kryptowerte, und danach braucht jeder Anbieter von Handel, Tausch oder Verwahrung eine behördliche Zulassung als Krypto-Dienstleister. Für Anbieter, die schon im Markt waren, lief eine Übergangsfrist, und die endete am 30. Juni 2026.

Binance hatte die Zulassung in Griechenland beantragt und den Antrag am 24. Juni 2026 zurückgezogen, sechs Tage vor dem Ablauf der Frist und ohne dass eine förmliche Entscheidung ergangen war. Die Börse begründete den Schritt als vorsichtige Entscheidung auf einem langfristig regelkonformen Weg in Europa und erklärte, Europa nicht zu verlassen; die Zulassung solle nun in Frankreich beantragt werden. Wie CoinDesk am 26. Juni berichtete, teilte Binance seinen Kunden in der EU gleichzeitig mit, von Juli an keine Krypto-Dienstleistungen mehr zu erbringen. Den Hintergrund der gescheiterten griechischen Zulassung haben wir in unserem Bericht zur MiCA-Lizenz von Binance ausführlich nachgezeichnet. Welche Pflichten die Verordnung den Unternehmen auferlegt, steht auf unserer Übersicht zur MiCA-Lizenz und ihren Pflichten.

Was deutsche Bestandskunden bei Binance seit dem 1. Juli vorfinden

Die Einschränkung ist keine Abschaltung. Nach den Berichten über das Kundenschreiben entfallen für Nutzer in der EU neue Kaufaufträge im Spot-Handel, neue Einzahlungen, Neuanmeldungen sowie die Zins- und Staking-Produkte der Börse. Auszahlungen bleiben offen, bestehende Positionen lassen sich schließen, und Binance betonte, das Guthaben bleibe sicher und jederzeit erreichbar. Die Börse wies ausdrücklich darauf hin, ihre Kunden nicht zur Abhebung bis zum 1. Juli aufgefordert zu haben.

Wichtig für die Einordnung: Die Zulassungspflicht richtet sich an den Anbieter, nicht an dich als Kundin oder Kunden. Ein deutscher Anleger, der ein Altguthaben auf der Börse hält und es abzieht, tut nichts Verbotenes. Praktisch bedeutet die Lage trotzdem, dass du dort kein neues Geld mehr arbeiten lassen kannst und dass die Gebührentabelle für dich zur historischen Angabe wird. Eine ähnliche Umstellung mitten im laufenden Betrieb hat die Börse ihren Kunden schon im September 2026 zugemutet, damals mit einer Frist von wenigen Tagen.

Spread statt Gebühr: Was den Sofortkauf teurer macht als das Orderbuch

Die Prozentzahl aus der Gebührentabelle gilt nur für den Handel über das Orderbuch. Daneben bietet Binance einen Tauschdienst für den schnellen Kauf, und für den gibt die Börse an, keine Gebühr zu erheben. Kostenlos ist er damit nicht: Der Preis enthält eine Spanne, also den Abstand zwischen An- und Verkaufspreis, aus dem der Anbieter seinen Ertrag zieht. Eine Spanne ist unsichtbar, weil sie im Kurs steckt und auf keiner Rechnung auftaucht.

Für Einsteiger ist das die wichtigste Zahl des ganzen Textes, denn der bequeme Weg ist fast immer der teurere. Wie weit die beiden Wege auseinanderliegen können, haben wir bei einem anderen Anbieter nachgerechnet: In unserer Erhebung zu den Gebühren und Spannen bei Bitpanda vom 1. Oktober 2026 lag der Aufschlag im Sofortkauf deutlich über dem, was eine Orderbuch-Gebühr gekostet hätte. Wer die Kosten drücken will, kauft über das Orderbuch mit einer Limit-Order, auch wenn das zwei Klicks mehr sind.

Kartenkauf und Einzahlung per Überweisung

Der Kauf mit Kredit- oder Debitkarte ist der teuerste Einstieg. Vergleichsseiten nennen für Binance rund zwei Prozent je Kartenzahlung, branchenweit liegen die Sätze für Kartenkäufe eher zwischen zwei und fünf Prozent. Bei der Einzahlung per SEPA-Überweisung gehen die Angaben auseinander: Einige Übersichten führen sie als kostenlos, andere nennen einen Euro pauschal. Weil Binance in der EU derzeit keine neuen Einzahlungen annimmt, ist die Frage für deutsche Kunden ohnehin theoretisch; für den Vergleich mit anderen Anbietern bleibt sie wichtig, denn ein Kartenaufschlag von zwei Prozent ist das Zwanzigfache der Handelsgebühr.

Auszahlungsgebühren hängen am Netzwerk, nicht an der Börse

Beim Abziehen von Guthaben gibt es keinen festen Prozentsatz. Was du zahlst, richtet sich nach dem Coin und dem Netzwerk, über das du ihn verschiebst, denn die Börse gibt die Netzwerkgebühr weiter und schlägt je Vermögenswert einen eigenen Betrag auf. Derselbe Stablecoin kostet über eine günstige Kette oft weniger als einen Euro und über das Ethereum-Hauptnetz ein Vielfaches davon.

Daraus folgt eine konkrete Konsequenz für jeden, der sein Guthaben jetzt von Binance abzieht: Prüfe vor der Auszahlung, welches Netzwerk die Zielwallet oder die neue Börse akzeptiert, und wähle dann das günstigste gemeinsame. Eine einzelne falsch gewählte Kette kostet schnell mehr als ein ganzes Jahr Handelsgebühren bei monatlichen Sparraten. Und eine Auszahlung an eine Adresse im falschen Netzwerk ist in der Regel verloren.

Große Lupe auf einem aufgeschlagenen amtlichen Registerband mit Trockensiegel, daneben ein Stapel schwerer Metallmünzen unter einer Messingleselampe
Ob eine Börse eine Zulassung trägt, steht in einem öffentlichen Register, und das Nachsehen dauert zwei Minuten.

ESMA-Register und BaFin-Datenbank: So prüfst du die Zulassung selbst

Du musst dich auf keine Vergleichsseite verlassen, auch nicht auf diese. Die europäische Wertpapier- und Marktaufsichtsbehörde ESMA führt ein öffentliches Register aller nach MiCA zugelassenen Krypto-Dienstleister, und die deutsche BaFin führt eine Unternehmensdatenbank für Anbieter mit Erlaubnis in Deutschland. Beide sind kostenlos einsehbar. Binance steht im europäischen Register der zugelassenen Anbieter nicht; Zählungen dieses Registers kamen im September 2026 auf 341 bis 367 Einträge, je nach Stichtag.

Wenn du eine Börse prüfst, achte auf drei Dinge: ob der Eintrag auf genau die Gesellschaft lautet, mit der du den Vertrag schließt, welche Dienstleistungen die Zulassung abdeckt, und aus welchem Land sie stammt. Der dritte Punkt führt zur nächsten Frage, denn eine Zulassung aus Dublin oder Amsterdam ist für dich in Deutschland genauso gültig wie eine aus Frankfurt.

EU-Pass: Eine Zulassung aus Irland gilt auch für Kunden in Deutschland

MiCA arbeitet mit dem sogenannten EU-Pass: Eine Zulassung, die eine nationale Aufsicht in einem Mitgliedstaat erteilt, berechtigt den Anbieter zum Geschäft in der gesamten Union. Eine Börse mit Erlaubnis der irischen oder der niederländischen Aufsicht darf deutsche Kunden also bedienen, ohne eine zweite Erlaubnis bei der BaFin einzuholen.

Das erklärt, warum die Suche nach einer „BaFin-Lizenz“ als Gütesiegel in die Irre führt. Entscheidend ist allein, dass überhaupt eine Zulassung vorliegt und auf welche Gesellschaft sie lautet. Genau hier weichen die gängigen Übersichten im Netz voneinander ab: Für dieselben großen Anbieter nennen sie unterschiedliche Aufsichtsbehörden und unterschiedliche Daten. Verlässlich ist deshalb nur der Blick ins Register selbst.

Steuerdaten beim Börsenwechsel: Welche Nachweise nach der Auszahlung fehlen

Ein Punkt, der beim Umzug regelmäßig untergeht: Das Finanzamt rechnet Krypto-Gewinne in Deutschland nach der Haltefrist ab, und dafür brauchst du die Anschaffungsdaten jeder einzelnen Position. Verschiebst du Guthaben auf eine andere Börse, wandert die Münze mit, die Kaufhistorie aber nicht. Die neue Börse kennt nur den Eingang, nicht den Preis, den du einmal bezahlt hast.

Lade deshalb den vollständigen Transaktionsbericht herunter, bevor du das alte Konto leerst, und zwar als Datei und nicht als Bildschirmfoto. Bei einer Börse, die ihr Angebot in der EU zurückfährt, ist das besonders dringend, weil niemand garantiert, wie lange der Zugang zu alten Berichten bestehen bleibt. Welche Werkzeuge diese Daten einlesen und die Haltefrist je Position mitführen, steht weiter unten im letzten Schritt.

Binance-Gebühren: Ohne EU-Zulassung entscheidet der Handelsplatz

Die Gebühren von Binance sind niedrig, und sie waren über Jahre das stärkste Argument der Börse: 0,1 Prozent im Spot-Handel, 0,075 Prozent mit Rabatt, 0,02 und 0,05 Prozent im Terminhandel. Seit dem 1. Juli 2026 beantwortet diese Tabelle für Anleger in Deutschland aber nicht mehr die Frage, die hinter der Suche steckt. Die Frage lautet jetzt, auf welchem zugelassenen Handelsplatz du überhaupt kaufen kannst, und was dort der gesamte Durchlauf kostet.

  1. Zulassung prüfen, bevor du Geld bewegst. Sieh im europäischen Register und in der Unternehmensdatenbank der BaFin nach, auf welche Gesellschaft die Erlaubnis lautet. Die Kandidaten mit Zulassung für den deutschen Markt stehen gebündelt in unserer Übersicht der regulierten Kryptobörsen.
  2. Gesamtkosten rechnen, nicht den Prozentsatz vergleichen. Addiere Handelsgebühr, Spanne im Sofortkauf, Einzahlungsweg und Auszahlungsgebühr für genau den Betrag, den du wirklich einsetzt. Die gemessenen Konditionen der großen Anbieter findest du im Vergleich der Kryptobörsen.
  3. Nachweise sichern, bevor das alte Konto leer ist. Hol dir den vollständigen Transaktionsbericht als Datei und lege ihn in ein Werkzeug, das die Haltefrist je Position führt. Welches dafür taugt, zeigt der Vergleich der Steuer-Tools und Portfolio-Tracker.

Die Gebührensätze dieses Textes stehen in der Gebührenübersicht von Binance. Weil Preis- und Zulassungsangaben sich schnell ändern, lohnt der eigene Blick vor jedem Kauf.

(Stand: 12. Oktober 2026. Dieser Beitrag ist keine Anlageberatung. Kurse und Gebührenmodelle ändern sich; prüfe die Konditionen vor jedem Kauf beim Anbieter selbst.)

Häufige Fragen zu den Binance-Gebühren

Transparenzhinweis: Dieser Beitrag wurde unter Zuhilfenahme künstlicher Intelligenz erstellt und vor der Veröffentlichung redaktionell geprüft. Alle Zahlen und Angaben wurden gegen die im Text verlinkten Primärquellen abgeglichen. Das Beitragsbild wurde mit KI erzeugt.

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