Reverse Solicitation im ESMA-Programm 2027: Worauf du bei Börsen ohne EU-Lizenz jetzt achten solltest
Die ESMA hat am 28. September 2026 ihr Arbeitsprogramm für 2027 vorgelegt und Reverse Solicitation zum Aufsichtsschwerpunkt erklärt. Was das für dich heißt, wenn deine Coins bei einem Anbieter ohne EU-Zulassung liegen, und welche drei Schritte jetzt sinnvoll sind.

Inhalt
Inhalt
Welche Themen sollen wir vertiefen?
Wähle aus, was dich aktuell beschäftigt. Deine Auswahl fließt direkt in unsere Themenplanung ein.
Crypto-News, die wirklich Mehrwert bringen.
Wöchentlich. 60 Sekunden Lesezeit. Sorgfältig kuratiert von unserer Redaktion: kein Hype, keine Werbe-Mails, kein Spam.
Die europäische Wertpapier- und Marktaufsichtsbehörde ESMA hat am 28. September 2026 ihr Arbeitsprogramm für 2027 vorgelegt. Darin steht ein Fachbegriff, der für deutsche Anleger handfeste Folgen haben kann: Reverse Solicitation. Gemeint ist die Ausnahme, über die eine Krypto-Börse ohne EU-Zulassung europäische Kunden überhaupt noch bedienen darf. Die ESMA hat diese Ausnahme für 2027 ausdrücklich auf die Liste ihrer Aufsichtsschwerpunkte gesetzt.
Die wichtigste Einschränkung gleich vorweg, damit du die Meldung richtig einordnest: Ein Verbot ist das nicht, und es wirkt nicht heute. Es ist die Ankündigung, worauf die Aufseher im kommenden Jahr gemeinsam schauen wollen. Genau darin liegt der praktische Wert für dich. Du hast Zeit, deinen Zugang, deine Auszahlungswege und deine Unterlagen in Ruhe zu ordnen, solange nichts unter Druck geschehen muss.
Reverse Solicitation: die Ausnahme in Artikel 61 der MiCA-Verordnung
Reverse Solicitation heißt: Ein Anbieter mit Sitz außerhalb der Europäischen Union darf eine Krypto-Dienstleistung in der EU nur dann erbringen, wenn der Kunde sie aus eigener, ausschließlicher Initiative verlangt hat. Artikel 61 der Verordnung über Märkte für Kryptowerte, kurz MiCA, ist deshalb in der Sache kein Freibrief, sondern ein Ansprechverbot mit einer engen Hintertür: Werben, anbieten und bewerben ist untersagt, und nur der Kunde selbst kann den Kontakt eröffnen.
Das klingt nach einer Formalie, ist aber der rechtliche Grund, warum manche international bekannte Handelsplätze nach dem Ende der MiCA-Übergangsfrist am 1. Juli 2026 für europäische Nutzer technisch weiter erreichbar geblieben sind. Die Betreiber berufen sich darauf, dass ihre europäischen Kunden von selbst gekommen sind. Ob das trägt, entscheidet nicht der Anbieter und auch nicht das Kleingedruckte in seinen Nutzungsbedingungen, sondern die zuständige Aufsicht anhand der Tatsachen.
Was die ESMA-Leitlinien von Februar 2025 dazu festgelegt haben
Artikel 61 Absatz 3 der MiCA-Verordnung gibt der ESMA den Auftrag, die Umstände zu bestimmen, unter denen ein Drittstaatsanbieter als werbend gilt. Die Behörde hat das im Februar 2025 in Leitlinien getan, und ihre Lesart ist bewusst weit: Die Vorgaben sind technologieneutral formuliert, sodass jede Handlung, die Krypto-Dienstleistungen gegenüber EU-Kunden bewirbt, anbietet oder auch nur mittelbar anpreist, als Ansprache gelten kann. Ein Hinweis in den Geschäftsbedingungen, der Kunde habe sich selbst gemeldet, genügt nach diesen Leitlinien ausdrücklich nicht. Die Tatsachen müssen zeigen, dass keine Ansprache stattgefunden hat.
Für dich als Nutzer ist das die entscheidende Stelle. Eine Zustimmung, die du beim Anlegen des Kontos weggeklickt hast, schützt den Anbieter nicht. Dich schützt sie noch weniger.
Das ESMA-Arbeitsprogramm 2027 nennt fünf Schwerpunkte für die Krypto-Aufsicht
In der Mitteilung zum Programm beschreibt die Behörde 2027 als Jahr, in dem viele ihrer strategischen Vorhaben aus der Vorbereitung in die Umsetzung gehen. ESMA-Vorsitzende Verena Ross nennt das Jahr dort „an important milestone for the Savings and Investments Union“, weil zahlreiche Initiativen „move into the delivery phase“. Für Kryptowerte kündigt die Mitteilung an, die aufsichtliche Konvergenz in der EU gemeinsam mit den nationalen Behörden zu stärken, „including on supervision of crypto-asset service providers (CASPs) under MiCA“.
CASP steht für Crypto-Asset Service Provider, also den unter MiCA zugelassenen Krypto-Dienstleister. Das ist die Kategorie, in die Börsen, Broker, Verwahrer und Tauschdienste fallen, wenn sie in der EU legal arbeiten wollen.
Welche Felder die Behörde konkret vorhat, steht nicht in der knappen Pressemitteilung, sondern im Programm selbst. Cointelegraph hat daraus am 28. September fünf Schwerpunkte für die Beaufsichtigung der Krypto-Dienstleister berichtet:
- Operative Widerstandsfähigkeit: Wie stabil und fortführbar die Systeme eines Anbieters im Störungsfall sind.
- Auslagerung: Welche Abhängigkeiten von Dritten bestehen und welche Schwachstellen daraus folgen.
- Liquidität: Ob genügend liquide Mittel und Bestände vorhanden sind.
- Reverse Solicitation: Ob die geografischen Grenzen des Angebots umgangen werden.
- Einordnung der Vermögenswerte: Wie einzelne Token unter MiCA zu klassifizieren sind.
Die Reihenfolge dieser Liste ist keine Rangfolge, und keiner der fünf Punkte ist eine neue Regel. Neu ist, dass die Behörde sie zu Prüffeldern erklärt, die 2027 über alle Mitgliedstaaten hinweg gleichmäßig abgearbeitet werden sollen. Dass Auslagerung gleich an zweiter Stelle steht, passt zu einem Muster, das das Jahr 2026 geprägt hat: Angriffe und Ausfälle bei Handelsplätzen gingen wiederholt nicht vom Kernsystem aus, sondern von zugelieferter Software.

Die ESMA-Leitlinien lassen Haftungsausschlüsse nicht als Nachweis gelten
Damit wird ein Unterschied wichtig, der in der Praxis oft verschwimmt. Erreichbarkeit ist nicht Zulässigkeit. Eine Handelsplattform, die sich in Deutschland im Browser öffnen lässt, sagt damit nichts darüber, ob sie hier Dienstleistungen erbringen darf. Umgekehrt bedeutet eine Zulassung in einem anderen EU-Land sehr wohl, dass der Anbieter dich in Deutschland bedienen darf: MiCA erlaubt es einem zugelassenen CASP, seine Erlaubnis in die übrigen Mitgliedstaaten mitzunehmen. Dieses Mitnehmen der Erlaubnis heißt Passporting und ist im europäischen Binnenmarkt der Regelfall.
Wer wissen will, in welcher dieser Lagen sein eigener Anbieter steckt, kommt an zwei öffentlichen Verzeichnissen nicht vorbei. Die ESMA führt ein europaweites Register der zugelassenen Krypto-Dienstleister, und die BaFin führt für Deutschland ihre Unternehmensdatenbank. Wie du damit in wenigen Minuten arbeitest, haben wir in unserer Anleitung zur Prüfung eines Krypto-Anbieters Schritt für Schritt beschrieben. Das europäische Register findest du im MiCA-Register der ESMA.
MIDAS: die zentrale Marktüberwachung geht 2027 in den Vollbetrieb
Der zweite Teil des Programms betrifft weniger die Zulassung als die laufende Beobachtung des Handels. MIDAS ist das zentrale Überwachungssystem, mit dem die ESMA den europäischen Kryptomarkt auf Marktmissbrauch absucht, also auf Insiderhandel, auf das Ausnutzen noch unveröffentlichter Informationen und auf vorgetäuschte Umsätze. Nach dem Bericht von Cointelegraph vom 28. September soll die erste Stufe des Systems 2027 in den vollen Betrieb gehen, die zweite Stufe im vierten Quartal folgen.
Das ist die stillere, aber wirksamere Hälfte der Ankündigung. Eine Aufsicht, die Orderdaten über Handelsplätze hinweg zusammenführt, sieht Muster, die einer einzelnen nationalen Behörde entgehen. Für den einzelnen Anleger heißt das zweierlei: Der Handel an zugelassenen Plätzen wird insgesamt besser kontrolliert, und wer selbst in Grauzonen unterwegs ist, etwa mit koordinierten Käufen in Gruppen, bewegt sich in einem Feld, das messbar wird.
Harmonisierte Meldungen, gemeinsame Risikoindikatoren und Aufsichts-Dashboards
Zum Programm gehören laut demselben Bericht drei Vorhaben, die nach Verwaltungstechnik klingen und doch bestimmen, wie schnell eine Aufsicht reagieren kann. Die regelmäßigen Meldungen der Krypto-Dienstleister an ihre nationalen Behörden sollen vereinheitlicht werden. Dazu kommen gemeinsame Risikokennzahlen, damit dieselbe Lage in Dublin und in Frankfurt gleich bewertet wird. Und die Behörden sollen Übersichtsanzeigen erhalten, in denen die Werte zusammenlaufen.
Wer verstehen will, warum das für einen Privatanleger überhaupt zählt, muss sich die Gegenlage vorstellen. Bisher entscheidet in weiten Teilen die nationale Behörde, in welchem Turnus und in welchem Format ein Anbieter berichtet. Fällt ein Haus aus, beginnt die Suche nach belastbaren Zahlen erst im Ernstfall. Vereinheitlichte Meldungen verkürzen genau diese Suche, und sie erhöhen die Wahrscheinlichkeit, dass ein Problem vor dem Auszahlungsstopp auffällt und nicht erst danach.
Verena Ross begründet den Kurs in dem Bericht mit einem Satz, der die Richtung gut zusammenfasst: „We want innovation to flourish within a framework that provides clarity for firms, safeguards for investors and confidence in the markets.“ Frei übersetzt: Innovation ja, aber in einem Rahmen, der für Anbieter klar ist und Anleger schützt.
Was das für Anleger in Deutschland ändert
Unmittelbar ändert sich an deinen Rechten und Pflichten nichts. Ein Arbeitsprogramm ist kein Gesetz, und die genannten Felder sind im MiCA-Rahmen längst geregelt. Verschieben kann sich etwas anderes, und zwar der praktische Zugang.
Wenn Reverse Solicitation 2027 in allen Mitgliedstaaten nach denselben Maßstäben geprüft wird, wird der Spielraum für Anbieter ohne EU-Zulassung kleiner. Was das für dich bedeutet, hängt davon ab, wo deine Coins liegen.
Liegt dein Bestand bei einem zugelassenen Anbieter
Dann betrifft dich vor allem die Aufsichtsseite: mehr Meldungen, strengere Anforderungen an Auslagerung und Ausfallsicherheit, gegebenenfalls Nachfragen zur Einordnung einzelner Token. Für dich ist das eine Verbesserung ohne eigenes Zutun. Welche Häuser diese Zulassung tatsächlich halten, zeigt unser Überblick zu den regulierten Kryptobörsen mit MiCA-Lizenz, den wir laufend gegen das Register nachziehen.
Liegt dein Bestand bei einem Anbieter ohne EU-Zulassung
Dann ist die Lage anders, und zwar unabhängig davon, wie zufrieden du mit dem Dienst bist. Ein Konto, dessen rechtliche Grundlage eine eng ausgelegte Ausnahme ist, kann sich verändern, ohne dass du etwas falsch gemacht hast. In der Praxis der vergangenen Monate hieß das meist: Der Handel wird für Kunden aus dem Europäischen Wirtschaftsraum eingeschränkt, Einzahlungen werden gesperrt, Auszahlungen bleiben für eine Frist offen. Wer diese Frist verpasst, hat kein Rechtsproblem, aber ein Zeitproblem.

Die BaFin bleibt zuständig, die Vereinheitlichung kommt aus Paris
Ein verbreitetes Missverständnis gehört an dieser Stelle ausgeräumt. Die ESMA beaufsichtigt deinen Anbieter nicht selbst. Zulassung und laufende Aufsicht liegen unter MiCA bei den nationalen Behörden, in Deutschland also bei der BaFin. Die ESMA führt das europäische Register, gibt Leitlinien heraus und arbeitet auf eine einheitliche Anwendung hin. Deshalb steht im Programm der Begriff Konvergenz und nicht der Begriff Übernahme.
Für dich hat das einen handfesten Vorteil: Deine Anlaufstelle bleibt deutsch und deutschsprachig. Beschwerden über einen zugelassenen Anbieter laufen über die BaFin, und MiCA gibt dir dafür in Artikel 71 ein eigenes Verfahren mit Fristen. Was dabei zu beachten ist und wie lange ein Anbieter für seine Antwort braucht, hat die Verordnung selbst festgelegt; der Anbieter muss innerhalb der dort genannten Frist antworten.
Der Zeitplan: vom Arbeitsprogramm 2027 zur Aufsicht vor Ort
Zwischen einem veröffentlichten Arbeitsprogramm und einer tatsächlichen Nachfrage bei einem Anbieter liegt Zeit. Das Programm gilt für das Kalenderjahr 2027, es beginnt also frühestens in gut drei Monaten zu wirken. Bis dahin ändert sich an der Rechtslage nichts, denn die Pflichten selbst stehen bereits seit dem Ende der Übergangsfrist am 1. Juli 2026 in Kraft. Was 2027 dazukommt, ist die gleichmäßige Durchsetzung.
Diese Reihenfolge ist der Grund, warum eine überstürzte Reaktion hier nichts bringt. Kein Anleger muss heute ein Konto schließen, weil eine Behörde ein Prüffeld benannt hat. Wer allerdings einen Anbieter nutzt, dessen Zulassung er noch nie nachgesehen hat, hat jetzt ein gutes Zeitfenster dafür. Die Einordnung der einzelnen MiCA-Pflichten und ihrer Termine haben wir im Überblick zu den MiCA-Lizenzpflichten für Krypto-Unternehmen zusammengestellt.
Grenzen dieser Einordnung: was das Arbeitsprogramm offenlässt
Ein Arbeitsprogramm ist eine Absichtserklärung mit Haushaltsbezug, keine Rechtsnorm. Drei Dinge stehen darin ausdrücklich nicht, und sie gehören zur realistischen Lesart dazu.
Erstens nennt das Programm keine Namen. Es sagt nicht, welche Anbieter geprüft werden, und aus der Nennung von Reverse Solicitation folgt kein Vorwurf gegen ein bestimmtes Unternehmen. Zweitens sagt es nichts über Sanktionen. Ob am Ende einer Prüfung eine Auflage, ein Bußgeld oder gar nichts steht, entscheidet die jeweils zuständige nationale Behörde im Einzelfall. Drittens ist die Reihenfolge der Schwerpunkte keine Priorisierung, auch wenn die Aufzählung eine suggeriert.
Hinzu kommt eine Einschränkung, die unsere eigene Recherche betrifft: Die fünf Schwerpunkte und die MIDAS-Stufen stehen nicht in der kurzen Pressemitteilung der Behörde, sondern im ausführlichen Programmdokument. Wir stützen uns dafür auf die Mitteilung der ESMA vom 28. September 2026 und auf den Bericht von Cointelegraph vom selben Tag, der das Dokument ausgewertet hat. Wer den Wortlaut selbst nachlesen will, findet ihn in der Mitteilung der ESMA zu den Prioritäten für 2027.
Reverse Solicitation: Was du daraus mitnimmst
Die Meldung ist kein Grund zur Eile und ein guter Grund zur Ordnung. Drei Schritte reichen, und keiner davon kostet Geld.
- Zulassung deines Anbieters feststellen. Suche den vollständigen Firmennamen im europäischen Register und in der Unternehmensdatenbank der BaFin. Findest du ihn in keinem der beiden, arbeitet der Dienst in Europa nicht mit eigener Erlaubnis. Welche Häuser eine MiCA-Zulassung halten, zeigt der Überblick zu den regulierten Kryptobörsen.
- Auszahlungsweg einmal testen, bevor du ihn brauchst. Schiebe einen kleinen Betrag auf eine Adresse, die dir selbst gehört, und notiere Dauer und Kosten. Wer den Weg schon einmal gegangen ist, verliert bei einer Frist keine Tage mit Verifizierungen. Welche Geräte dafür infrage kommen, steht im Vergleich der Hardware-Wallets.
- Unterlagen jetzt exportieren, nicht später. Lade Handels- und Auszahlungshistorie als Datei herunter, solange dein Zugang normal funktioniert. Verlierst du den Zugang, verlierst du auch den bequemen Weg zu deinen Steuerdaten. Werkzeuge, die solche Exporte einlesen, findest du im Überblick zu Krypto-Steuer-Tools.
Kurz gefasst: Die ESMA hat am 28. September 2026 für 2027 angekündigt, die Ausnahme aus Artikel 61 MiCA europaweit einheitlich unter die Lupe zu nehmen, dazu Auslagerung, Ausfallsicherheit, Liquidität und die Einordnung von Token. Geändert hat sich damit noch keine Regel. Geändert hat sich die Wahrscheinlichkeit, dass ein Anbieter ohne europäische Erlaubnis im nächsten Jahr weiter unbehelligt bleibt.
(Stand: 29. September 2026. Dieser Beitrag ist keine Anlageberatung. Kurse und Gebührenmodelle ändern sich; prüfe die Konditionen vor jedem Kauf beim Anbieter selbst.)
Häufige Fragen zu Reverse Solicitation
Transparenzhinweis: Dieser Beitrag wurde unter Zuhilfenahme künstlicher Intelligenz erstellt und vor der Veröffentlichung redaktionell geprüft. Alle Zahlen und Angaben wurden gegen die im Text verlinkten Primärquellen abgeglichen. Das Beitragsbild wurde mit KI erzeugt.
Verwandte Artikel
- Krypto-Börsen ohne KYC: Mit MiCA verlangt jede zugelassene Börse deinen Ausweis
- Krypto-Fristen: Wo du dein Guthaben jetzt abziehen musst
- Floin: Cyberangriff legt MiCA-Kryptobörse aus Liechtenstein lahm
- MiCA-Zulassung: 98 Anbieter bei der BaFin, worauf es im ESMA-Register ankommt
- WhiteBIT Coin (WBT): 131.188 Token im Oktober verbrannt, was du jetzt tun kannst
Welche Themen sollen wir vertiefen?
Wähle aus, was dich aktuell beschäftigt. Deine Auswahl fließt direkt in unsere Themenplanung ein.
Crypto-News, die wirklich Mehrwert bringen.
Wöchentlich. 60 Sekunden Lesezeit. Sorgfältig kuratiert von unserer Redaktion: kein Hype, keine Werbe-Mails, kein Spam.
19. Oktober 2026 07:56

Euro-Guthaben auf der Kryptobörse: Worauf du nach der ESMA-Antwort zu MiCA-Artikel 70 achten solltest
Die europäische Wertpapieraufsicht ESMA hat am 16. Oktober 2026 präzisiert, wo ein Krypto-Dienstleister dein Euro-Guthaben halten darf. Ein Zahlungsdienstleister ohne Banklizenz ist dabei nur eine Durchgangsstation von höchstens einem Geschäftstag.
14. Oktober 2026 00:28

Südkorea sperrt 27 Börsen ohne Registrierung, KuCoin und MEXC stehen auf der Liste
Südkoreas Geldwäsche-Meldestelle hat am 13. Oktober 2026 den Zugang zu 27 Webseiten nicht registrierter Auslandsbörsen gesperrt, unter ihnen KuCoin, MEXC und BingX. In Deutschland ist der Bestandsschutz für Altanbieter schon seit dem 31. Dezember 2025 erloschen, und bei KuCoin steht einer erteilten EU-Zulassung ein Bescheid gegenüber, der den Geschäftsbetrieb weiter untersagt.
13. Oktober 2026 20:56

10 bis 15 von 360 Krypto-Anbietern: Die Aufsicht über deine Börse bleibt bei der BaFin
Die EU-Finanzminister haben sich am 9. Oktober 2026 darauf verständigt, nur die größten Krypto-Dienstleister unter die direkte ESMA-Aufsicht zu stellen. Für die große Mehrheit der rund 360 zugelassenen Anbieter bleibt die nationale Behörde zuständig, in Deutschland also die BaFin.
12. Oktober 2026 18:40

WhiteBIT Coin (WBT): Lightning bringt Bitcoin-Auszahlungen für 0,15 Prozent, was du jetzt tun kannst
Die Krypto-Börse WhiteBIT nimmt Bitcoin seit dem 8. Oktober über das Lightning Network an und zahlt darüber aus, für 0,25 beziehungsweise 0,15 Prozent. Weil beide Sätze prozentual sind, entscheidet die Höhe deiner Auszahlung, ob der neue Weg günstiger ist als die Hauptkette.
12. Oktober 2026 04:45

Binance-Gebühren: 0,1 Prozent im Handel und ein Nachteil im Vergleich zu MiCA-Börsen
Binance verlangt im Spot-Handel 0,1 Prozent, im Terminhandel 0,02 und 0,05 Prozent. Seit dem 1. Juli 2026 fehlt der Börse die MiCA-Zulassung für die EU, und damit beantwortet die Gebührentabelle die Frage deutscher Anleger nur noch halb.
11. Oktober 2026 22:42

Dogecoin kaufen: Warum der Sofortkauf ein Prozent kostet und das Orderbuch weniger
Zwischen den besten Briefkursen dreier zugelassener Börsen lagen am Sonntagabend sieben Cent auf 100 Euro. Zwischen Sofortkauf und Orderbuch beim selben Anbieter liegen 75 Cent.
1. Oktober 2026 03:58

Krypto-Startup gründen in Deutschland: Rechtsform, BaFin-Lizenz und Kapital
Krypto-Startup gründen in Deutschland: welche Geschäftsmodelle eine BaFin-Erlaubnis nach MiCA brauchen, GmbH oder UG, wie viel Kapital nötig ist und wo es Förderung gibt.
30. September 2026 22:54

ESMA fordert Werberegeln für Krypto-Influencer: Sechs Änderungen, die jetzt bei der EU-Kommission liegen
Die EU-Wertpapieraufsicht hat am letzten Tag der Konsultation ihre Stellungnahme zur MiCA-Überprüfung eingereicht. Gefordert werden unter anderem Offenlegung beim Staking, ein erlaubnispflichtiger DeFi-Zugang und die Befugnis, Kryptowerte einzufrieren.
29. September 2026 17:38

MEXC erstattet 340.000 Dollar: Der API-Schlüssel des Angreifers überlebte die Kontosperre
Ein Angreifer legte während einer Kontoübernahme bei MEXC einen API-Schlüssel mit Auszahlungsrecht an, den die Börse beim Wiederherstellen des Kontos nicht widerrief. 27 Minuten nach Ablauf der Auszahlungssperre waren rund 340.000 Dollar fort.
29. September 2026 09:22

Bitget legt die Lücke beim Zulieferer offen und nennt den Fahrplan für die Auszahlungen
Bitget hat offengelegt, wie die Angreifer am 24. September in die Auszahlungssysteme kamen: über eine bis dahin unbekannte Lücke in einem zugekauften Sicherheitsprodukt. Heute um 08:00 UTC öffnet die zweite Stufe des Auszahlungsfahrplans, und für dein Guthaben auf jeder Börse ändert der Fall die Rechnung.
28. September 2026 23:40

BaFin warnt vor nova-c-solutions.com: Was dahintersteckt, wenn die Registernummer echt ist
Die BaFin warnt vor einer Website, die Kryptowerte-Dienstleistungen ohne Erlaubnis anbietet, und spricht von einem mutmaßlichen Identitätsdiebstahl zulasten einer echten US-Gesellschaft. Der Fall zeigt, warum die Empfehlung „schau ins Register“ allein nicht trägt.
27. September 2026 01:28

Hester Peirce verlässt die SEC: Was für deine Verwahrung in Deutschland jetzt gilt
Die krypto-freundlichste Stimme der US-Börsenaufsicht geht am 2. Oktober 2026, die Kommission schrumpft auf zwei Mitglieder. Für Anleger in Deutschland entscheidet trotzdem das europäische Regelwerk, und dort läuft ein Stichtag im Juli 2027.
25. September 2026 02:31

Bitget setzt Auszahlungen vorübergehend aus: Was für Bestandskunden in Europa gilt
Bitget meldet unautorisierte Abflüsse von rund 351,6 Millionen US-Dollar (später auf 387,5 Millionen korrigiert) und hat die Auszahlungen ausgesetzt. Für deutsche Bestandskunden ist damit der einzige Weg gesperrt, den die MiCA-Regeln ihnen noch gelassen hatten.
20. September 2026 22:36

Kraken Erfahrungen: Gebühren, MiCA-Zulassung und Auszahlung in Euro
Ein Kauf über die Standard-Oberfläche von Kraken kostet 1 Prozent plus Spread, über Kraken Pro sind es 0,40 bis 0,80 Prozent. Was Einzahlung, Handel, Auszahlung und Steuerunterlagen bei der Krypto-Börse wirklich kosten, mit Zahlen aus dem offiziellen Gebührenverzeichnis.
13. September 2026 13:18

Krypto bei der Sparkasse: Warum du keinen Schlüssel zu deinen Bitcoin bekommst und was du vorher prüfen musst
Ab Oktober sollen Sparkassenkunden Bitcoin und Ether in der eigenen Banking-App kaufen können, verwahrt von der DekaBank. Du bekommst dabei eine Depotposition statt eines privaten Schlüssels. Was das praktisch bedeutet und was du vor dem ersten Kauf klären solltest.
13. September 2026 04:54

Krypto-Lizenz deiner Volksbank: Warum du die Verwahrung getrennt prüfen musst
14 der 16 neuen CASP-Einträge im ESMA-Register waren zuletzt deutsche Genossenschaftsbanken, und jede trägt nur die Orderausführung. Unsere Auszählung der BaFin-Datenbank zeigt: keine der 21 genossenschaftlichen Häuser ist als Kryptoverwahrer eingetragen.
11. September 2026 20:49

Polymarket in Deutschland erlaubt? Was der ESMA-Bericht über Prognosemärkte sagt
Die ESMA hat Prognosemärkten erstmals ein eigenes Kapitel in ihrem Risikobericht gewidmet. Sie schreibt, dass Event-Kontrakte in der EU eine Zulassung brauchen, die die großen Plattformen nicht haben.
8. September 2026 06:39

Entschädigung nach dem Börsen-Hack: Was zwölf Krypto-Anbieter deutschen Kunden wirklich zusagen
Nach 322 Millionen US-Dollar Schaden in einer einzigen Septemberwoche stellt sich die Frage, wer gestohlene Coins ersetzt. Wir haben am 8. September 2026 die Sicherheits- und Rechtsseiten von zwölf Anbietern abgerufen und ausgewertet, was dort zugesagt wird.
17. August 2026 03:19

EU-Warnliste für Krypto-Anbieter: 167 Einträge, 165 davon aus Italien, keiner von der BaFin
Die ESMA führt ein europaweites Register nicht konformer Krypto-Anbieter. Wir haben es am 16. August 2026 ausgezählt und jede hinterlegte Webadresse abgerufen. Drei von 30 Aufsichtsbehörden liefern überhaupt Einträge, die BaFin ist nicht darunter.
14. August 2026 16:53

BaFin-Warnungen 2026: 24 Krypto-Plattformreihen mit 639 Domains, und so prüfst du deinen Anbieter
Die BaFin warnt 2026 immer häufiger vor ganzen Serien nahezu identischer Krypto-Websites statt vor Einzelanbietern. Eine eigene Auszählung des kompletten Warnbestands zeigt, wie groß das Phänomen ist und mit welchen zwei Registerabfragen du einen Anbieter zuverlässig prüfst.
11. August 2026 16:34

Krypto-Börse schließt: Was du tun musst, bevor die Frist abläuft
Binance, BitMart, Luno und Revolut haben ihr Europageschäft binnen sieben Wochen beendet oder zusammengestrichen. Dieser Leitfaden zeigt, welche Frist zuerst abläuft, wie ein Zwangsverkauf steuerlich wirkt und was du vor der Kontoschließung sichern musst.
8. August 2026 09:01

Krypto-Börse fordert zur Auszahlung auf: So erkennst du Phishing nach dem MiCA-Stichtag
Weil nicht zugelassene Kryptoanbieter ihre EU-Kunden derzeit zum Abzug auffordern müssen, haben Betrüger leichtes Spiel mit gefälschten Aufforderungen. So prüfst du in zwei Minuten, ob die Nachricht echt ist.
6. August 2026 15:49

MiCA-Register 2026: Nur 21 von 329 Zulassungen sind Handelsplattformen
Die ESMA veröffentlicht das Register der MiCA-zugelassenen Anbieter als offene Datei. Wir haben sie vollständig ausgewertet — mit einem Ergebnis, das der Begriff „lizenzierte Kryptobörse" so nicht hergibt.
9. Juli 2026 11:17

MiCA hat 92 % der Krypto-Unternehmen in Europa ausgelöscht – das sind die Gewinner und Verlierer
Die Frist am 1. Juli hat aus über 3.000 EU-Krypto-Firmen ein paar Hundert gemacht. Binance ist raus, Tether verschwunden – und wenige Gewinner kassieren jetzt ab.
2. Juli 2026 22:09

Binance ist raus aus der EU: So wechselst du auf eine MiCA-regulierte Börse
Binance hat den EU-Markt verlassen. Welche Börsen eine MiCA-Lizenz halten, woran du eine echte Zulassung erkennst und wie der Umzug deines Guthabens Schritt für Schritt abläuft.
Vielleicht auch interessant



