Die in diesem Artikel bereitgestellten Informationen dienen ausschließlich zu Informationszwecken und stellen keine Finanzberatung dar. Investitionen in Kryptowährungen sind mit einem hohen Risiko verbunden. Führe immer deine eigene Recherche durch.

Bitcoin Kurs 79.978 Dollar: Worauf du beim Tief seit September achten solltest

Einordnung: Bitcoin fiel in der Nacht zum Montag auf 79.332 Dollar und stand damit so tief wie seit dem 18. September nicht mehr. Der Fed-Beschluss am Mittwoch, die Mining-Umstellung am Donnerstag und die deutsche Jahresfrist entscheiden, was aus dem Rücksetzer für dich folgt.

Bronzene Baerenfigur auf dunklem Schiefer, davor eine schwere Muenze mit dem Bitcoin-Zeichen
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Kategorien: Bitcoin

Belegt ist: Bitcoin rutschte in der Nacht zum Montag bis auf 79.332 Dollar und notiert am Montagmorgen bei 79.978 Dollar. Nach den Stundenwerten von CoinGecko stand der Kurs seit dem 18. September an keiner Stunde tiefer. Unsere Einschätzung dazu folgt weiter unten: Die runde Marke ist der kleinere Teil der Geschichte, der Zinsbeschluss am Mittwoch der größere.

Gegenüber dem Vortag liegt Bitcoin 1,1 Prozent im Minus, auf Sicht von sieben Tagen 3,8 Prozent. Die Marktkapitalisierung beträgt 1,61 Billionen Dollar, der Umsatz der letzten 24 Stunden 17,8 Milliarden Dollar.

Bitcoin im Nachthandel: 79.332 Dollar am Montagmorgen

Der Rücksetzer kam nicht am Stück, sondern in Stufen. Am Sonntagabend stand Bitcoin nach den Stundenwerten von CoinGecko gegen 22 Uhr deutscher Zeit noch bei 80.403 Dollar. Um Mitternacht waren es 80.049 Dollar, gegen 3 Uhr 79.660 Dollar, gegen 4 Uhr 79.490 Dollar. Danach drehte der Kurs nach oben und arbeitete sich an die runde Marke zurück.

Das Tagestief von 79.332 Dollar und das Tageshoch von 80.852 Dollar liegen rund 1.500 Dollar auseinander. Für einen Wochenstart ist das eine schmale Spanne, und sie sagt etwas über die Liquidität: Der Handel am frühen Montag läuft vor allem über asiatische Plätze, europäische und amerikanische Orderbücher füllen sich erst im Tagesverlauf. Wer um diese Uhrzeit eine größere Order über den Markt gibt, bewegt den Kurs stärker als mittags.

Ein Begriff dazu, weil er in jeder Orderbuch-Beschreibung auftaucht: Die Markttiefe ist die Menge an Kauf- und Verkaufsaufträgen, die im Orderbuch nahe am aktuellen Kurs liegt. Je dünner sie ist, desto größer der Kursausschlag je gehandeltem Bitcoin. Am Montagmorgen ist sie dünner als zur europäischen Mittagszeit.

Die 80.000er Marke seit dem 19. September: nur zwei Tage mit Kursen darunter

Die runde Marke wird gerade deshalb beachtet, weil sie so lange gehalten hat. Eine eigene Auswertung der Stundenwerte von CoinGecko für die Zeit vom 19. September bis zum heutigen Morgen zeigt: Es gab in diesen fünf Wochen genau zwei Kalendertage, an denen Bitcoin überhaupt unter 80.000 Dollar notierte. Der erste war der 24. Oktober mit einer einzelnen Stunde und einem Tief von 79.730 Dollar. Der zweite ist der heutige Montag, und hier waren es gleich vier Stunden am Stück.

Das ist der eigentliche Unterschied zur vergangenen Woche. Am Freitag war der Bruch ein Ausrutscher von einer Stunde, heute hält er über die halbe Nacht. Ob daraus ein Boden oder eine Etappe nach unten wird, entscheidet der europäische Handel am Montagvormittag, nicht der Nachthandel.

Die 50-Tage-Linie bei 81.812 Dollar: der Abstand zum Durchschnitt wächst

Dass Bitcoin unter seinem 50-Tage-Durchschnitt liegt, ist seit dem vergangenen Freitag bekannt und stand in unserem Artikel vom 24. Oktober 2026 zur 50-Tage-Linie. Neu ist der Abstand. Aus den Tagesschlusskursen von CoinGecko errechnet sich der Durchschnitt der letzten 50 Tage auf 81.812 Dollar. Bitcoin notiert damit 2,3 Prozent darunter. Am Freitagmorgen waren es nach derselben Rechnung noch rund 1,2 Prozent.

Nach oben hat sich damit eine Zone gebildet, an der sich jede Erholung messen lassen muss: die 80.000er Marke als erste Hürde, die 50-Tage-Linie bei knapp 82.000 Dollar als zweite. Nach unten ist das Nachttief von 79.490 Dollar die nächste Begründung, darunter das Tief des 24. Oktober bei 79.730 Dollar, das bereits überschritten wurde.

Weiter weg liegt der 200-Tage-Durchschnitt. Er steht nach eigener Rechnung bei 72.989 Dollar, Bitcoin notiert rund 9,6 Prozent darüber. Der mittelfristige Aufwärtstrend ist also intakt, auch wenn sich der kurzfristige gedreht hat. Vom 30-Tage-Hoch bei 86.490 Dollar vom 5. Oktober ist Bitcoin 7,6 Prozent entfernt.

Lange Reihen von Rechengeraeten in einer dunklen Halle, Staubpartikel im Lichtkegel
Am Donnerstag steigt der Rechenaufwand je Block, und die Kosten der Miner steigen mit.

Mining-Schwierigkeit am Donnerstag: 5 Prozent mehr Rechenaufwand je Block

Am Donnerstag zieht die Mining-Schwierigkeit des Bitcoin-Netzwerks an. Wir haben die erwartete Anpassung am 25. Oktober 2026 in unserer Bitcoin-Prognose zur Mining-Schwierigkeit mit rund 5 Prozent beziffert. Die Schwierigkeit ist der Regler, mit dem die Blockchain alle 2.016 Blöcke dafür sorgt, dass ein neuer Block im Schnitt zehn Minuten braucht, egal wie viel Rechenleistung angeschlossen ist.

Für den Kurs ist das kein Auslöser, für die Kostenseite der Miner schon. Steigt die Schwierigkeit um 5 Prozent, kostet derselbe Blockertrag 5 Prozent mehr Strom und Hardwarezeit. Miner mit teurem Strom verkaufen in solchen Phasen einen größeren Teil ihrer Erträge, statt sie zu halten. Das trifft auf eine Woche, in der der Kurs ohnehin unter Druck steht, und es ist ein Grund, den Mittwoch und den Donnerstag zusammen zu lesen.

Fed-Entscheid am 28. Oktober: der Zinsbeschluss fällt um 19 Uhr deutscher Zeit

Der Sitzungskalender der Federal Reserve nennt für den Oktober eine zweitägige Sitzung am 27. und 28. Oktober 2026. Der Beschluss wird am Mittwoch veröffentlicht, nach deutscher Winterzeit um 19 Uhr, die Pressekonferenz folgt eine halbe Stunde später. Das ist derselbe Termin, den wir in unserem Morgenstück vom Sonntag als Fixpunkt der Woche beschrieben haben.

Warum ein Zinsbeschluss den Bitcoin-Kurs überhaupt erreicht, lässt sich in zwei Sätzen sagen. Ein höherer Leitzins macht verzinste Anlagen in Dollar attraktiver und verteuert geliehenes Geld, mit dem Positionen in riskanteren Anlagen aufgebaut werden. Fällt er, geschieht das Umgekehrte. Bitcoin hängt deshalb nicht am Zinssatz selbst, sondern an der Erwartung, in welche Richtung er sich als nächstes bewegt.

Praktisch heißt das für die Woche: Zwischen Montagmorgen und Mittwochabend fehlt der Grund, aus dem sich ein Trend trägt. In solchen Phasen laufen Kurse eng und reagieren stark auf einzelne große Orders. Das deckt sich mit der schmalen Tagesspanne von heute Nacht.

Der September als Vergleichsfall: elf Tage unter 80.000 Dollar

Es gibt einen Fall aus dem eigenen Datensatz, der sich mit heute vergleichen lässt. Vom 8. bis zum 18. September lagen elf Tagesschlusskurse in Folge unter 80.000 Dollar, der tiefste am 16. September bei 75.590 Dollar. Am 19. September schloss Bitcoin bei 80.874 Dollar wieder darüber, am 22. September bei 86.597 Dollar. Vom Schlusskurs des 18. September bei 76.371 Dollar bis dorthin waren es 13,4 Prozent in vier Tagen. Alle Werte stammen aus den Tagesdaten von CoinGecko, die Durchschnitte und Veränderungen sind eigene Rechnung.

Zwei Dinge unterscheiden die Lage von damals, und beide sprechen gegen eine einfache Wiederholung. Erstens war der Rücksetzer im September mit über 12 Prozent unter die Marke deutlich tiefer, der heutige liegt wenige hundert Dollar darunter. Zweitens fiel die Erholung damals in eine Woche ohne Notenbanktermin. Diese Woche trägt einen.

Praller Steuerordner mit Gummiband und ein alter Tischrechner auf einer Holzkuechenplatte
Ohne Anschaffungsdatum und Kaufkurs je Position bleibt ein Verlust steuerlich wertlos.

Haltefrist und Verlustverrechnung: was das Finanzamt bei einem Verkauf im Minus sieht

Hier liegt der Teil, der für Anleger in Deutschland heute mehr zählt als jede Marke. Wer Bitcoin innerhalb eines Jahres nach dem Kauf verkauft, löst ein privates Veräußerungsgeschäft aus. Ein privates Veräußerungsgeschäft ist ein Verkauf aus dem Privatvermögen innerhalb der gesetzlichen Jahresfrist; der Gewinn daraus ist mit dem persönlichen Einkommensteuersatz zu versteuern, ein Verlust lässt sich nur mit Gewinnen aus anderen privaten Veräußerungsgeschäften verrechnen, nicht mit Arbeitslohn und nicht mit Kapitalerträgen aus Aktien.

Das ist weiterhin der geltende Rahmen. Der Entwurf zur Abschaffung der Jahresfrist steckt in der Ressortabstimmung, das Bundeskabinett hat ihn am 14. Oktober 2026 nicht beschlossen. Welche Termine bis zum Jahreswechsel noch offen sind und warum der 31. Dezember 2026 bislang ohne Gesetzeskraft ist, führt unsere Übersicht zum Stand der Haltefrist-Reform fort.

Für einen Rücksetzer wie heute folgt daraus eine nüchterne Rechnung. Ein Verkauf im Minus innerhalb der Jahresfrist erzeugt einen Verlust, der gegen Gewinne desselben Jahres aus anderen Krypto- oder Edelmetallverkäufen zählt und sich ins nächste Jahr vortragen lässt. Dafür braucht das Finanzamt Anschaffungsdatum, Kaufkurs und Verkaufskurs je Position. Fehlt der Kaufbeleg, wird geschätzt, und eine Schätzung fällt selten zu deinen Gunsten aus. Den Transaktionsexport deiner Börse bekommst du in der Regel als CSV-Datei im Kontobereich; wie Krypto-Steuer-Tools daraus eine Aufstellung je Position machen, steht in unserem Vergleich.

Wer über der Jahresfrist liegt, hat diese Frage heute nicht. Für Altbestand aus 2025 und früher ändert ein Kursrücksetzer im Oktober 2026 an der Steuerlage nichts, solange nicht verkauft wird.

Nachkauf unter 80.000 Dollar: was für und was gegen den Einstieg spricht

Dafür spricht die Datenlage der letzten fünf Wochen: Bitcoin hat die Marke in dieser Zeit nur an zwei Tagen unterschritten, der Abstand zum 200-Tage-Durchschnitt beträgt noch 9,6 Prozent, und das Stimmungsbild ist nicht eingebrochen. Der Fear-and-Greed-Index von alternative.me steht am Montagmorgen bei 50 Punkten und damit im neutralen Bereich; am 25. Oktober waren es nach unserem Artikel zum Index 54 Punkte.

Dagegen spricht der Terminkalender. Zwischen heute und Mittwochabend liegt ein Zinsbeschluss, am Donnerstag die Anpassung der Mining-Schwierigkeit, und am Freitag läuft nach unserem Artikel vom 24. Oktober 2026 zum Fed-Fenster ein Optionsverfall über 11,1 Milliarden Dollar aus. Wer vor diesen Terminen kauft, kauft das Ergebnis mit, ohne es zu kennen. Und der 24. Oktober hat gezeigt, dass ein Bruch der Marke keine Gegenbewegung garantiert: Nach der einzelnen Stunde unter 80.000 Dollar gab der Kurs bis zum Wochenende weiter nach.

Was bei einem Nachkauf tatsächlich den Unterschied macht, ist nicht der Einstiegskurs auf 100 Dollar genau, sondern die Kostenseite. Bei einem Kauf über 1.000 Euro sind 1,5 Prozent Gebühr 15 Euro, bei 0,2 Prozent sind es 2 Euro. Dazu kommt der Spread, also die Spanne zwischen Kauf- und Verkaufskurs, die bei dünner Markttiefe am Montagmorgen breiter ist als mittags. Wer die Gebührenmodelle der großen Anbieter nebeneinanderlegt, sieht die Spanne zwischen ihnen deutlicher als jede Kursprognose.

Aus Sicht der Redaktion: der Fed-Mittwoch wiegt schwerer als die runde Marke

Die 80.000er Marke ist ein Orientierungspunkt, kein Mechanismus. Dass sie heute Nacht vier Stunden lang unterschritten wurde, ist ein Signal über die Markttiefe im Nachthandel und über die Richtung der vergangenen sieben Tage, in denen Bitcoin 3,8 Prozent verloren hat. Die Belege dafür stehen oben: zwei Tage unter der Marke seit dem 19. September, 2,3 Prozent Abstand zur 50-Tage-Linie, 7,6 Prozent Abstand zum Hoch vom 5. Oktober.

Schwerer wiegt der Mittwoch. Ein Zinsbeschluss ist ein Termin mit festem Zeitpunkt und bekanntem Format, und er erreicht Bitcoin über die Erwartung an den Dollarzins. Gegen diese Lesart spricht, dass der September gezeigt hat, wie schnell sich ein Rücksetzer auch ohne Notenbankimpuls auflösen kann. Eine Richtungsaussage für die Woche leiten wir daraus nicht ab, und ein Kursziel nennen wir nicht.

Bitcoin bei 79.978 Dollar: Ohne Fed-Signal fehlt der Schub

Drei Dinge lassen sich in dieser Woche konkret erledigen, ohne eine Kursmeinung zu brauchen:

  1. Kostenseite klären, bevor der Termin kommt. Lege die Gebühr und den Spread deines Anbieters neben zwei andere. Die Übersicht dazu liefert unser Vergleich der besten Krypto-Börsen.
  2. Anschaffungsdaten zusammenziehen. Ziehe den Transaktionsexport deiner Börse für 2026 und prüfe, ob Datum, Menge und Kaufkurs je Position vollständig sind. Welche Werkzeuge daraus eine Steueraufstellung bauen, steht im Vergleich der Krypto-Steuer-Tools und Portfolio-Tracker.
  3. Termin vom Betrag trennen. Wer nicht auf einen Kurs setzen will, legt den Kauf auf einen festen Rhythmus statt auf einen Tag. Die Konditionen dafür stehen im Vergleich der Bitcoin-Sparpläne.

(Stand: 26. Oktober 2026. Dieser Beitrag ist keine Anlageberatung. Kurse und Gebührenmodelle ändern sich; prüfe die Konditionen vor jedem Kauf beim Anbieter selbst.)

Häufige Fragen zum Bitcoin-Kurs

Transparenzhinweis: Dieser Beitrag wurde unter Zuhilfenahme künstlicher Intelligenz erstellt und vor der Veröffentlichung redaktionell geprüft. Alle Zahlen und Angaben wurden gegen die im Text verlinkten Primärquellen abgeglichen. Das Beitragsbild wurde mit KI erzeugt.

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