Die in diesem Artikel bereitgestellten Informationen dienen ausschließlich zu Informationszwecken und stellen keine Finanzberatung dar. Investitionen in Kryptowährungen sind mit einem hohen Risiko verbunden. Führe immer deine eigene Recherche durch.

Bitcoin Kurs bei 83.200 Dollar: Stärker als der Markt, Solana gibt 11,9 Prozent ab

Bitcoin notiert am Dienstagmittag bei rund 83.200 Dollar und ist damit der einzige der großen Coins mit einem Plus über 24 Stunden. Auf Wochensicht verliert BTC 2,8 Prozent, Solana dagegen 11,9 Prozent, und genau dieser Abstand verleitet gerade zu einem Tausch, der in Deutschland teuer werden kann.

Betonmole mit gezackten Wellenbrecher-Blöcken in nächtlicher Brandung, in die Stirnfläche des vordersten Blocks ist das Bitcoin-Zeichen eingelassen
11 Min. Lesezeit
Teilen:

Der Bitcoin steht am Dienstagmittag bei rund 83.200 Dollar, nach Kraken-Daten genau bei 83.212,80 Dollar und 74.361,20 Euro. Das ist ein Plus von 1,8 Prozent gegenüber dem Tagesschluss von Montag bei 81.737,20 Dollar. Auffällig ist nicht die Zahl selbst, sondern ihr Umfeld: Bitcoin ist in diesem Moment der einzige unter den acht größten Coins, der über 24 Stunden im Plus liegt.

Ethereum verliert im selben Zeitraum 1,3 Prozent, XRP 2,2 Prozent, Solana 3,6 Prozent, Dogecoin 2,6 Prozent, Shiba Inu 4,5 Prozent und Polkadot 7,2 Prozent (CoinGecko, Stand 13. Oktober, Mittag). Über sieben Tage wird der Abstand noch deutlicher. Diese Spreizung ist der eigentliche Anlass dieses Artikels, und sie hat für deutsche Anleger eine sehr konkrete steuerliche Folge, die weiter unten steht.

So steht der Bitcoin Kurs am Dienstagmittag

Die Nacht war unruhig. Bitcoin fiel bis auf 80.951,20 Dollar und markierte damit das Tagestief, erholte sich danach bis auf 84.053,10 Dollar und pendelte sich am Mittag knapp über 83.000 Dollar ein. Zwischen Tagestief und Tageshoch liegen 3.101,90 Dollar, also 3,8 Prozent. Für einen Dienstag ohne großen Termin ist das eine breite Spanne.

In Euro gerechnet steht BTC bei 74.361,20 Euro, mit einem Tageshoch von 75.146 Euro und einem Tief von 72.568,40 Euro. Vom Allzeithoch bei 126.080 Dollar ist der Kurs 34 Prozent entfernt. Das Handelsvolumen auf Kraken lag in den vergangenen 24 Stunden bei 2.409 BTC über 166.327 Einzelgeschäfte, der volumengewichtete Durchschnittspreis bei 82.667,32 Dollar. Der aktuelle Kurs liegt damit oberhalb des Tagesdurchschnitts, was für die zweite Tageshälfte Käufer über dem Mittel bedeutet.

Sieben Tage im Vergleich: 2,8 Prozent gegen 11,9 Prozent

Für die Wochensicht haben wir die Tagesschlusskurse von Kraken seit dem 6. Oktober auf einen gemeinsamen Startpunkt gelegt. Das Ergebnis: Bitcoin steht 2,8 Prozent unter dem Niveau vom 6. Oktober, Ethereum 7,4 Prozent, XRP 9,0 Prozent und Solana 11,9 Prozent. Alle vier Kurven brachen am 7. und 8. Oktober gemeinsam ein, doch Bitcoin fing sich auf einem deutlich höheren Niveau.

Der Abstand zwischen Bitcoin und Solana beträgt damit 9,1 Prozentpunkte in sieben Tagen. Wer am 6. Oktober 10.000 Euro in Solana hielt, hat heute rund 8.810 Euro, wer dasselbe in Bitcoin hielt, rund 9.720 Euro. Das ist kein Rauschen mehr, sondern ein Unterschied, der sich in einer Depotübersicht sofort zeigt.

Liniendiagramm mit vier Kurven, die den Kursverlauf von Bitcoin, Ethereum, Solana und XRP seit dem 6. Oktober 2026 in Prozent zeigen
Vier Kurven, ein gemeinsamer Startpunkt: Bitcoin fängt sich nach dem Einbruch vom 8. Oktober auf einem deutlich höheren Niveau als die drei großen Altcoins.

Der Mechanismus hinter der relativen Stärke

Relative Stärke heißt in der Marktbeobachtung schlicht: Ein Wert verliert in einer Abwärtsphase weniger als der Rest. Dieses Muster entsteht selten durch gute Nachrichten zu einem einzelnen Coin, sondern fast immer durch die Struktur der Käufer.

Bei Bitcoin sind das seit der ETF-Zulassung zu einem erheblichen Teil regulierte Fondsprodukte. Deren Zu- und Abflüsse bewegen sich in Tagesschritten und folgen Anlageentscheidungen, nicht Minutencharts. Altcoins hängen dagegen stärker am Hebelhandel auf Terminbörsen. Fällt der Markt, werden dort Positionen zwangsweise glattgestellt, und jede Zwangsglattstellung erzeugt einen Verkauf, der den nächsten auslöst. So entsteht in zwei Stunden ein Minus, für das Bitcoin zwei Tage braucht.

Dazu kommt die Richtung des Geldes. US-Spot-Bitcoin-ETFs verzeichneten am 7. Oktober nach übereinstimmenden Berichten einen Nettoabfluss von rund 485 Millionen Dollar, auf Wochensicht summierten sich die Abflüsse auf etwa 681 Millionen Dollar. Trotzdem hält Bitcoin sich besser als der Rest. Das sagt vor allem eines: Für die Altcoins fehlt derzeit der Käufer, der bei Bitcoin selbst in einer Abflusswoche noch da ist.

Was sich seit dem Artikel von gestern geändert hat

Gestern stand an dieser Stelle die Frage, ob Bitcoin die Marke bei 82.500 Dollar hält (nachzulesen in unserer Bitcoin Prognose vom 12. Oktober). Die Antwort nach einem Tag: Die Marke hat gehalten, aber nur knapp und nicht ohne Unterbrechung. Der Kurs fiel in der Nacht bis 80.951,20 Dollar, also 1.548,80 Dollar unter diese Marke, und arbeitete sich von dort zurück.

Ein kurzer Unterschnitt mit schneller Rückkehr wird am Markt anders gelesen als ein Schlusskurs darunter. Der Tagesschluss vom 12. Oktober lag bei 81.737,10 Dollar und damit ebenfalls unter 82.500. Zwei Berührungen von unten in zwei Tagen schwächen eine Marke, statt sie zu bestätigen. Für die kommenden Tage ist 82.500 deshalb keine Unterstützung mehr, sondern eine Zone, die der Kurs gerade erst zurückerobert hat.

Diese Marken zählen jetzt, und warum

Nach unten steht das Tagestief bei 80.951,20 Dollar. Es ist die Stelle, an der heute Nacht Käufer zugriffen, und zugleich die runde 81.000er Zone, die am 8. Oktober schon einmal hielt (Tagestief damals 80.328,60 Dollar). Zwei Tiefs in dieser Gegend innerhalb von fünf Tagen machen daraus die erste belastbare Haltezone.

Nach oben steht das Tageshoch bei 84.053,10 Dollar. Darüber liegt der Tagesschluss vom 11. Oktober bei 83.675,60 Dollar, der bereits überschritten ist, und danach das Hoch vom 12. Oktober bei 84.250 Dollar. Die Zone zwischen 84.050 und 84.250 Dollar ist damit der nächste Test. Fällt sie, liegt das Niveau vom 4. und 5. Oktober um 86.500 bis 86.900 Dollar im Blick.

Der Inflationswert am Mittwoch und die Fed am 28. Oktober

Am Mittwoch, dem 14. Oktober, veröffentlicht das US-Arbeitsministerium den Verbraucherpreisindex für September, um 14:30 Uhr deutscher Zeit. Es ist der letzte Inflationswert vor der Sitzung des Offenmarktausschusses, die laut Kalender der US-Notenbank am 27. und 28. Oktober stattfindet. Der Nowcast der Federal Reserve Bank of Cleveland lag zuletzt bei rund 3,6 Prozent Gesamtinflation im Jahresvergleich und etwa 2,4 Prozent in der Kernrate.

Für dich heißt das praktisch: Die Spanne von 3,8 Prozent, die Bitcoin heute schon gelaufen ist, kann sich am Mittwochnachmittag innerhalb einer halben Stunde wiederholen. Wer eine Order mit engem Abstand zum Kurs stehen hat, sollte wissen, dass sie in dieser halben Stunde ausgelöst werden kann, ohne dass sich an der Lage etwas Grundsätzliches ändert.

Umschichten in Bitcoin: Was die Haltefrist in Deutschland kostet

An dieser Stelle entsteht gerade der teuerste Fehler. Der Reflex beim Blick auf das Diagramm oben lautet: raus aus Solana, rein in Bitcoin. Steuerlich ist dieser Tausch in Deutschland kein Umschichten, sondern zweierlei auf einmal, nämlich ein Verkauf des Altcoins und ein Kauf von Bitcoin.

Private Veräußerungsgeschäfte regelt Paragraf 23 Einkommensteuergesetz. Für Kryptowerte im Privatvermögen gilt: Liegen zwischen Anschaffung und Veräußerung mehr als zwölf Monate, bleibt der Gewinn steuerfrei. Darunter ist er mit dem persönlichen Steuersatz zu versteuern, soweit die Gewinne aus allen privaten Veräußerungsgeschäften des Kalenderjahres zusammen die Freigrenze von 1.000 Euro erreichen. Eine Freigrenze ist kein Freibetrag: Bei 1.001 Euro Gewinn ist der volle Betrag steuerpflichtig, nicht nur der eine Euro darüber.

Für den Tausch bedeutet das zwei Dinge gleichzeitig. Erstens: Hältst du deine Solana seit mehr als einem Jahr, ist der Verkauf steuerfrei, und das ist der gute Teil. Zweitens: Die Bitcoin, die du dafür bekommst, gelten als an diesem Tag angeschafft. Für sie beginnt die Zwölfmonatsfrist bei null. Wer bereits Bitcoin aus 2024 hält und jetzt nachkauft, hat danach zwei Positionen mit zwei verschiedenen Fristen im Depot. Welche davon beim nächsten Verkauf zuerst dran ist, entscheidet die Reihenfolge nach dem Prinzip First In, First Out, das die Finanzverwaltung für jede Wallet getrennt anwendet.

Aufgeschlagener Aktenordner mit Registerlaschen auf einem Holztisch, daneben ein Tischrechner mit Papierrolle unter warmem Seitenlicht
Jede einzelne Position braucht ihr Anschaffungsdatum, sonst lässt sich die Haltefrist später nicht belegen.

Verlustverrechnung: Was die Altcoin-Verluste in der Steuererklärung wert sind

Die Kehrseite ist für viele interessanter. Wer Solana, XRP oder Shiba Inu innerhalb der Zwölfmonatsfrist mit Verlust verkauft, kann diesen Verlust nutzen. Allerdings nur gegen Gewinne derselben Art, also gegen andere private Veräußerungsgeschäfte desselben Jahres. Eine Verrechnung mit Arbeitslohn oder mit Zinsen auf dem Tagesgeldkonto ist ausgeschlossen.

Bleibt am Jahresende ein Verlust übrig, geht er nicht verloren. Er lässt sich ins Vorjahr zurücktragen oder in die folgenden Jahre vortragen, wiederum nur gegen private Veräußerungsgeschäfte. Wichtig ist dabei die Form: Der Verlust muss in der Anlage SO der Steuererklärung erklärt werden, sonst stellt das Finanzamt ihn nicht fest, und ein nicht festgestellter Verlust steht im Folgejahr nicht zur Verfügung.

Konkret im aktuellen Fall: Shiba Inu steht über 30 Tage bei minus 0,8 Prozent und über sieben Tage bei minus 12,7 Prozent, Dogecoin über sieben Tage bei minus 12,5 Prozent. Positionen, die aus dem Sommer stammen, liegen damit teils im Minus und sind noch innerhalb der Frist. Wer dort ohnehin verkaufen will, prüft sinnvollerweise zuerst, welche realisierten Gewinne dieses Jahr schon aufgelaufen sind. Ein Portfolio-Tracker mit Steuerfunktion rechnet diese Gegenüberstellung pro Position aus, inklusive der Haltefristen.

Kaufweg und Verwahrung unter MiCA

Wer in dieser Lage tatsächlich Bitcoin kauft, hat seit der europäischen Verordnung über Märkte für Kryptowerte eine klarere Rechtslage als noch vor zwei Jahren. Anbieter, die sich in der EU an Privatkunden richten, brauchen eine Zulassung als Anbieter von Kryptowerte-Dienstleistungen, in Deutschland erteilt und beaufsichtigt durch die BaFin. Die Zulassung sagt nichts über den Kurs, aber viel über Verwahrung, Beschwerdewege und darüber, was mit deinen Coins im Insolvenzfall des Anbieters passiert.

Beim Kaufweg selbst entscheiden drei Posten über die tatsächlichen Kosten: die Handelsgebühr, der Abstand zwischen An- und Verkaufskurs und die Gebühr für die Auszahlung auf eine eigene Wallet. Gerade der zweite Posten taucht in keiner Gebührentabelle auf, kostet bei dünnem Handel aber schnell mehr als die Gebühr selbst. Welche Anbieter in Deutschland zugelassen sind und wie ihre Konditionen nebeneinander aussehen, steht in unserem Vergleich der Krypto-Börsen.

Für die Verwahrung gilt der alte Grundsatz unverändert: Coins auf einer Börse sind eine Forderung gegen diese Börse, Coins auf einer eigenen Hardware-Wallet gehören dir unmittelbar. Wer größere Beträge über Monate halten will, um die Zwölfmonatsfrist zu erreichen, hat auf einer eigenen Wallet den ruhigeren Weg, muss die Anschaffungsdaten dann aber selbst dokumentieren.

Unsere Einschätzung zur relativen Stärke

Aus Sicht der Redaktion ist die relative Stärke von Bitcoin derzeit belastbar, aber sie ist kein Kaufsignal. Dafür sprechen drei belegte Punkte: Bitcoin verliert auf Wochensicht 2,8 Prozent gegen 7,4 bis 11,9 Prozent bei den drei großen Altcoins, es hält über 30 Tage ein Plus von 8,6 Prozent, während Shiba Inu im selben Zeitraum 0,8 Prozent verliert, und es ist heute der einzige große Coin im 24-Stunden-Plus.

Dagegen spricht ebenso deutlich: Die Stärke ist relativ und nicht absolut. Bitcoin steht 34 Prozent unter seinem Allzeithoch und hat in sieben Tagen ebenfalls verloren, nur weniger. Aus den ETFs flossen in einer Woche rund 681 Millionen Dollar ab. Eine Phase, in der Bitcoin weniger fällt als der Rest, ist in der Marktgeschichte regelmäßig eine Phase, in der Anleger Risiko abbauen, und nicht der Beginn einer neuen Aufwärtsbewegung. Was daraus folgt, ist eine Beobachtung und keine Empfehlung: Der Abstand zwischen BTC und den Altcoins ist aktuell eine Aussage über die Risikobereitschaft am Markt, nicht über die Qualität einzelner Projekte.

Bitcoin bei 83.200 Dollar: Der Mittwoch setzt die nächste Marke

Die Lage am Dienstagmittag lässt sich in drei Schritten zusammenfassen, die alle vor dem Inflationswert am Mittwoch liegen.

  1. Die Zone zwischen 80.951 und 84.053 Dollar im Blick behalten. Innerhalb dieser Tagesspanne hat sich bisher alles abgespielt. Ein Tagesschluss darüber oder darunter ist die erste echte Information, alles dazwischen ist Bewegung ohne Aussage.
  2. Vor einem Tausch die Haltefrist je Position nachsehen. Zwölf Monate entscheiden über die Steuerfreiheit nach Paragraf 23 EStG, und ein Tausch in Bitcoin setzt die Frist für die neuen Coins auf null. Die Gegenüberstellung je Position liefert ein Steuer-Tool mit Portfolio-Übersicht.
  3. Beim Kaufweg die Gesamtkosten rechnen, nicht nur die Gebühr. Handelsgebühr, Kursabstand und Auszahlungskosten zusammen ergeben den Preis, den du tatsächlich zahlst. Die zugelassenen Anbieter und ihre Konditionen stehen im Börsenvergleich.

(Stand: 13. Oktober 2026. Dieser Beitrag ist keine Anlageberatung. Kurse und Gebührenmodelle ändern sich; prüfe die Konditionen vor jedem Kauf beim Anbieter selbst. Kryptowerte sind hochvolatil, ein Totalverlust des eingesetzten Kapitals ist möglich. Dieser Text ersetzt keine Steuerberatung.)

Häufige Fragen zum Bitcoin Kurs

Transparenzhinweis: Dieser Beitrag wurde unter Zuhilfenahme künstlicher Intelligenz erstellt und vor der Veröffentlichung redaktionell geprüft. Alle Zahlen und Angaben wurden gegen die im Text verlinkten Primärquellen abgeglichen. Das Beitragsbild wurde mit KI erzeugt.

Verwandte Artikel

Welche Themen sollen wir vertiefen?

Wähle aus, was dich aktuell beschäftigt. Deine Auswahl fließt direkt in unsere Themenplanung ein.

Crypto-News, die wirklich Mehrwert bringen.

Wöchentlich. 60 Sekunden Lesezeit. Sorgfältig kuratiert von unserer Redaktion: kein Hype, keine Werbe-Mails, kein Spam.

Abonnieren

Mehr zum Thema

Alle anzeigen

Vielleicht auch interessant