Die in diesem Artikel bereitgestellten Informationen dienen ausschließlich zu Informationszwecken und stellen keine Finanzberatung dar. Investitionen in Kryptowährungen sind mit einem hohen Risiko verbunden. Führe immer deine eigene Recherche durch.

XRP Prognose: Tagesspanne schrumpft auf 1,54 Prozent vor dem Fed-Entscheid

Analyse: XRP notiert am Sonntagabend bei 1,30 Dollar und hat an diesem Tag nur 1,54 Prozent zwischen Hoch und Tief zurückgelegt, ein Drittel der Spanne der vergangenen zwei Wochen. Am Mittwoch entscheidet die Fed über den Zins, und die Enge im Chart ist der Grund, warum dieser Termin für XRP mehr Gewicht hat als die Kursbewegung des Tages.

Nächtliches Säulenportal eines Notenbankgebäudes aus dunklem Granit mit geschlossenen Bronzetüren, im polierten Granitblock links des Eingangs das XRP-Zeichen als tiefe Intarsie
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Kategorien: XRP

Belegt ist: XRP steht am Sonntagabend bei 1,30 Dollar, das Tageshoch lag bei 1,31 Dollar, das Tagestief bei 1,29 Dollar. Aus diesen beiden Werten ergibt sich eine Tagesspanne von 1,54 Prozent, gemessen am aktuellen Kurs. Im Durchschnitt der vergangenen 14 Handelstage lag diese Spanne bei 4,04 Prozent. Unsere Einschätzung dazu folgt weiter unten: Eine so enge Spanne sagt nichts über die Richtung, sie sagt etwas über den Zeitpunkt, an dem die Richtung entsteht.

Der Kurs selbst hat sich an diesem Sonntag kaum bewegt, 0,65 Prozent nach oben binnen 24 Stunden laut den Marktdaten von CoinGecko, abgerufen am Abend des 25. Oktober. Interessant ist nicht diese Zahl, sondern wie wenig Weg der Kurs dafür gebraucht hat. Zwei Cent trennten das Hoch vom Tief. Wohin der Kurs auf Sicht von Monaten zeigen kann, ordnet unsere XRP Prognose ein.

Wie eng dieser Handelstag wirklich war

Die Tagesspanne ist der Abstand zwischen dem höchsten und dem tiefsten Kurs eines Tages, geteilt durch den aktuellen Kurs. Die Kennzahl misst, wie viel Weg Käufer und Verkäufer an einem Tag zurückgelegt haben, unabhängig davon, wo der Tag endet. Ein Tag kann bei plus 0,1 Prozent schliessen und trotzdem sechs Prozent Spanne getragen haben, wenn der Kurs erst gefallen und dann gestiegen ist.

Für den 25. Oktober ergibt diese Rechnung 1,54 Prozent. Wir haben die OHLC-Daten von CoinGecko für die vergangenen 14 Tage selbst ausgewertet und je Kalendertag das Hoch, das Tief und den Schlusskurs ausgelesen. Das Ergebnis: Nur ein einziger anderer Tag im Oktober war genauso eng, der 17. Oktober, ebenfalls mit 1,54 Prozent. Der weiteste Tag war der 22. Oktober mit 6,92 Prozent, also der viereinhalbfache Weg.

Zwischen diesen beiden Extremen liegt der Durchschnitt von 4,04 Prozent. Der heutige Wert liegt damit 62 Prozent unter dem Mittel der vergangenen zwei Wochen. Wer nur auf die Schlusskurse schaut, sieht davon nichts: Der 23. Oktober endete bei 1,308 Dollar, der 25. Oktober bei 1,299 Dollar, ein Unterschied von weniger als einem Prozent. Der Weg dahin war an beiden Tagen vollkommen verschieden.

Was eine schrumpfende Spanne über den Markt aussagt

Eine enge Spanne entsteht, wenn sich Käufer und Verkäufer auf einen Preis geeinigt haben und keine Seite bereit ist, deutlich darüber oder darunter zu handeln. Das passiert typischerweise aus zwei Gründen. Erstens, wenn das Handelsvolumen fällt, weil weniger Teilnehmer am Markt sind, etwa am Wochenende. Zweitens, wenn Teilnehmer auf eine Information warten, die sie noch nicht haben.

Beides trifft auf diesen Sonntag zu, und der zweite Punkt ist der wichtigere. Am Mittwoch, dem 28. Oktober, gibt die US-Notenbank ihre Zinsentscheidung bekannt. Wer heute eine größere Position aufbaut, muss diese Entscheidung überstehen. Viele warten deshalb ab, und das Warten selbst erzeugt die Enge im Chart.

Diese Lesart hat eine Konsequenz, die über XRP hinausgeht. Der ganze Markt stand an diesem Sonntag still: Bitcoin bewegte sich um 0,02 Prozent nach unten, Ethereum um 0,19 Prozent nach oben, Solana um 0,27 Prozent, Dogecoin um 0,11 Prozent nach unten. XRP mit plus 0,65 Prozent war unter diesen fünf der stärkste Wert, und selbst das ist kaum mehr als Rauschen. Eine Marktphase, in der alle großen Werte zugleich stillstehen, ist in der Regel keine Phase der Entscheidung, sondern eine Phase davor.

Balkendiagramm der XRP-Tagesspannen vom 12. bis 25. Oktober 2026, der letzte Balken mit 1,54 Prozent liegt deutlich unter der gestrichelten Durchschnittslinie bei 4,04 Prozent
Die Tagesspanne aus Hoch und Tief für jeden Kalendertag seit dem 12. Oktober, eigene Berechnung aus den OHLC-Daten von CoinGecko. Der letzte Balken ist der heutige Tag.

Der Zinsentscheid am Mittwoch und sein Weg in den Kurs

Die Sitzung des Offenmarktausschusses der Fed läuft am 27. und 28. Oktober, die Entscheidung kommt am Mittwoch um 14 Uhr Ortszeit in Washington, also um 19 Uhr deutscher Zeit. Der Termin steht im offiziellen Sitzungskalender der Federal Reserve. Eine halbe Stunde später beginnt die Pressekonferenz, und erfahrungsgemäß bewegt die dort gesprochene Einordnung die Märkte oft stärker als der Zinsschritt selbst.

Der Weg von einer Zinsentscheidung zu einem Krypto-Kurs läuft über zwei Stationen. Die erste ist der Dollar: Ein höherer Zins macht Dollar-Anlagen attraktiver, der Dollar steigt, und alles, was in Dollar notiert wird, bekommt Gegenwind. Die zweite Station ist die Risikobereitschaft institutioneller Anleger. Fällt der Zins, sind Anlagen ohne laufende Rendite leichter zu rechtfertigen, und Krypto gehört in diese Gruppe.

Für XRP kommt ein dritter Punkt hinzu, der ihn von Bitcoin unterscheidet. XRP wird zu einem erheblichen Teil über Terminkontrakte gehandelt. Wir haben am 24. Oktober gemessen, dass der offene Hebel bei 4,8 Prozent der Marktkapitalisierung lag, nachzulesen in unserer Analyse der Hebellast vom 24. Oktober. Diese Positionen haben ein Verfallsdatum und eine Finanzierungsrate, die laufend anfällt. Wer gehebelt positioniert ist, kann einen stillen Markt nicht beliebig lange aussitzen.

Was sich seit der Messung vom 24. Oktober geändert hat

Am 24. Oktober schloss XRP bei 1,2938 Dollar. Heute steht der Kurs bei 1,2986 Dollar, ein Plus von 0,37 Prozent in zwei Tagen. Die damals gemessene Hebellast von 4,8 Prozent der Marktkapitalisierung war der niedrigste Wert, den wir im Oktober gesehen haben, und der Kurs hat sich seitdem praktisch nicht bewegt. Die Enge von heute ist also keine Einzelbeobachtung, sondern die Fortsetzung eines Zustands, der seit zwei Tagen anhält.

Verschoben hat sich eine andere Zahl: die Entfernung zum Monatstief. Am 18. Oktober fiel XRP auf 1,2927 Dollar, den tiefsten Schlusskurs des Monats. Heute liegt der Kurs 0,46 Prozent darüber. Dieser Abstand war am 22. Oktober noch bei 5,6 Prozent, nachdem der Kurs auf 1,3651 Dollar gestiegen war. Die Erholung dieser Woche ist seitdem komplett abgegeben worden, ohne dass es dafür einen einzelnen Tag mit einem großen Verlust gab.

Die Marken, an denen die Enge bricht

Aus den Daten der vergangenen zwei Wochen ergeben sich drei Marken, die begründet sind und nicht geschätzt.

Nach unten ist die erste 1,2927 Dollar, der Schlusskurs vom 18. Oktober und das Monatstief. Bricht der Kurs darunter, ist die nächste belegte Stufe 1,26 Dollar, der tiefste Punkt, den die Intraday-Daten am 18. und am 19. Oktober zeigen. Zwischen diesen beiden Werten liegen 2,5 Prozent, und in diesem Bereich hat der Markt im Oktober zweimal gedreht.

Nach oben ist die erste Hürde 1,31 Dollar, das heutige Tageshoch. Darüber liegt 1,3651 Dollar, der Schlusskurs vom 22. Oktober und damit das Zwischenhoch der vergangenen Woche. Die dritte Marke ist 1,40 Dollar, das Tageshoch vom 21. Oktober und der letzte Kurs, bei dem XRP über vier Prozent oberhalb des heutigen Niveaus notierte.

Für den Monat insgesamt ergibt sich daraus ein klares Bild. Am 1. Oktober stand XRP bei 1,4896 Dollar. Bis heute sind daraus 1,2986 Dollar geworden, ein Minus von 12,8 Prozent in 25 Tagen. Vom Monatshoch bei 1,5197 Dollar am 5. Oktober trennen den Kurs 14,6 Prozent, vom Allzeithoch bei 3,65 Dollar 64,4 Prozent. Die Marktkapitalisierung liegt bei 82,3 Milliarden Dollar.

Warum Hebelpositionen in engen Spannen gefährlicher sind

Dieser Punkt wird regelmäßig falsch verstanden, deshalb der Mechanismus in drei Sätzen. Wer eine Position mit Hebel hält, hinterlegt nur einen Teil des Gegenwerts als Sicherheit und wird zwangsweise geschlossen, sobald der Kurs diese Sicherheit aufzehrt. Je enger der Markt handelt, desto näher setzen Händler ihre Absicherungen an den aktuellen Kurs, weil die Schwankung gering erscheint. Löst sich die Enge dann in eine Richtung, treffen viele dieser Absicherungen gleichzeitig, und die Zwangsverkäufe verstärken die Bewegung, die sie ausgelöst hat.

Für Anleger heisst das: Die heutige Ruhe ist kein Argument für einen größeren Hebel, sondern das Gegenteil. Wer vor Mittwoch eine gehebelte Position hält, sollte wissen, bei welchem Kurs sie liquidiert wird, und ob dieser Kurs oberhalb oder unterhalb der 1,26 Dollar liegt. Die Gebühren und die Finanzierungsraten unterscheiden sich dabei erheblich zwischen den Handelsplätzen, was ein Blick in unseren Vergleich der Perp-Börsen zeigt.

Stählerner Messschieber auf einer dunklen Werkbank, seine Backen messen einen engen Spalt zwischen zwei schweren Metallplatten, in die obere Platte ist das XRP-Zeichen eingeschlagen
Zwei Cent Abstand zwischen Tageshoch und Tagestief: So eng war im Oktober nur ein weiterer Handelstag.

Zwei Termine im November, die bereits im Kalender stehen

Nach dem Mittwoch folgen zwei Daten, die XRP direkt betreffen und nicht vom Markt abhängen.

Am 1. November läuft die monatliche Freigabe aus dem Treuhandkonto von Ripple. Dort liegen Token, die vertraglich gebunden sind und in festen Tranchen von je einer Milliarde XRP freigegeben werden. Ripple sperrt den größten Teil davon üblicherweise wieder ein, sodass die tatsächlich im Umlauf ankommende Menge deutlich kleiner ausfällt als die Schlagzeile vermuten lässt. Entscheidend ist, wie viel beim nächsten Mal zurück in die Treuhand geht.

Der zweite Termin ist der 4. November. Dann endet die Frist für die Zustimmung der Validatoren zu einer Protokolländerung am XRP Ledger, die den Stichtag am 23. Oktober verfehlt hat. Was dort zur Abstimmung steht und warum die erste Frist gerissen ist, haben wir in unserem Bericht zur Amendment-Verschiebung aufgeschrieben.

Beide Termine liegen innerhalb von zehn Tagen. Zusammen mit dem Zinsentscheid am Mittwoch ergibt das drei Anlässe in kurzer Folge, und jeder von ihnen hat das Zeug dazu, die heutige Spanne von 1,54 Prozent zu beenden.

Unsere Einschätzung zur Lage

Aus Sicht der Redaktion ist die enge Spanne das wichtigste Signal dieses Wochenendes, und sie lässt sich nicht als Richtung lesen. Dafür spricht der Befund, dass alle fünf großen Werte gleichzeitig stillstehen: Wenn Bitcoin, Ethereum, Solana, XRP und Dogecoin am selben Tag unter einem Prozent Veränderung bleiben, liegt die Ursache nicht bei einem einzelnen Projekt, sondern beim Termin am Mittwoch. Dagegen spricht, dass eine Kompression der Spanne kein verlässliches Vorzeichen für die Richtung des Ausbruchs ist, sondern nur für seine Wahrscheinlichkeit. Belegt ist die Enge, nicht ihr Ausgang.

Was wir daraus ableiten: Die 1,2927 Dollar vom 18. Oktober sind die Marke, an der sich nach Mittwoch entscheidet, ob der Oktober mit einem neuen Monatstief endet. Der Abstand dahin beträgt heute weniger als einen halben Prozentpunkt. Nach oben bräuchte XRP 5,1 Prozent, um das Zwischenhoch vom 22. Oktober zurückzuholen. Die Asymmetrie dieser beiden Abstände ist die eigentliche Information des Tages, und sie ist keine Kaufempfehlung in die eine oder andere Richtung.

Was deutsche Anleger an dieser Stelle konkret machen können

Drei Dinge lassen sich unabhängig von der Fed prüfen, und alle drei sind an einem ruhigen Sonntag leichter zu erledigen als am Mittwochabend.

Das erste ist die Haltefrist. Wer XRP länger als ein Jahr im eigenen Besitz hält, verkauft den Gewinn nach aktuellem Stand steuerfrei, und bei einem Kurs 64 Prozent unter dem Allzeithoch ist die Frage, ob eine Position die Jahresmarke bereits erreicht hat, mehr als eine Formalie. Den aktuellen Stand der Regelung samt der laufenden Reformdebatte führen wir unter Krypto-Haltefrist nach.

Das zweite ist die Verwahrung. XRP auf einer Börse gehört rechtlich der Börse, nicht dir, solange du es nicht abgezogen hast. Vor einem Termin, der Zwangsverkäufe auslösen kann, ist der Unterschied zwischen eigener Verwahrung und Börsenkonto keine theoretische Frage.

Das dritte sind die Gebühren. Bei einem Kurs von 1,30 Dollar und einer Position von wenigen hundert Euro entscheidet der Spread des Handelsplatzes oft mehr über das Ergebnis als die Kursbewegung einer Woche. Welcher Anbieter welche Kosten verlangt, steht in unserem Börsenvergleich.

XRP vor der Fed: Unter 1,2927 Dollar wird aus der Enge eine Richtung

Die Lage in drei Schritten, jeder davon ohne Kursprognose:

  1. Die Marke notieren. 1,2927 Dollar nach unten, 1,3651 Dollar nach oben. Dazwischen liegt der Bereich, in dem XRP seit dem 23. Oktober handelt. Welcher Handelsplatz dir diese Marken zu welchen Kosten zugänglich macht, zeigt der Börsenvergleich.
  2. Die eigene Hebellage prüfen. Wer gehebelt positioniert ist, braucht den Liquidationskurs vor Mittwoch 19 Uhr schriftlich vor sich, nicht im Kopf. Die Finanzierungsraten der Handelsplätze stehen im Perp-Börsen-Vergleich.
  3. Die Anschaffungsdaten sortieren. Für die Haltefrist zählt der Tag des Kaufs, nicht der Kalendermonat. Wer mehrere Käufe hat, braucht eine saubere Aufstellung, und dafür gibt es Steuer-Tools und Portfolio-Tracker.

(Stand: 25. Oktober 2026. Dieser Beitrag ist keine Anlageberatung. Kurse und Gebührenmodelle ändern sich; prüfe die Konditionen vor jedem Kauf beim Anbieter selbst. Der Kauf von Kryptowährungen kann zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals führen.)

Häufige Fragen zu XRP

Transparenzhinweis: Dieser Beitrag wurde unter Zuhilfenahme künstlicher Intelligenz erstellt und vor der Veröffentlichung redaktionell geprüft. Alle Zahlen und Angaben wurden gegen die im Text verlinkten Primärquellen abgeglichen. Das Beitragsbild wurde mit KI erzeugt.

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