Die in diesem Artikel bereitgestellten Informationen dienen ausschließlich zu Informationszwecken und stellen keine Finanzberatung dar. Investitionen in Kryptowährungen sind mit einem hohen Risiko verbunden. Führe immer deine eigene Recherche durch.

Bitcoin Prognose: 9,8 Prozent fehlen bis Silvester, die Folgen für Anleger

Einordnung: Bitcoin notiert bei 80.446 Dollar und damit 9,8 Prozent unter dem Schlusskurs vom 31. Dezember 2025. Bis Silvester bleiben 64 Tage, und für deutsche Anleger läuft an diesem Datum zugleich die Frist für die Verlustverrechnung ab.

Schweres schmiedeeisernes Tor im Gegenlicht einer leeren Halle, in den Torflügel ist das Bitcoin-Zeichen als Messingintarsie eingelassen
11 Min. Lesezeit
Teilen:

Belegt ist: Bitcoin notiert am Mittwochnachmittag bei 80.446 Dollar, und am Silvesterabend 2025 schloss der Kurs bei 88.364 Dollar. Zwischen diesen beiden Zahlen liegen 7.918 Dollar, also 9,8 Prozent, und es bleiben 64 Kalendertage, um sie zu schließen. Unsere Einschätzung dazu folgt weiter unten: Rechnerisch ist die Lücke klein, der Terminkalender bis zum Jahreswechsel aber eng, und für deutsche Anleger läuft am 31. Dezember mehr ab als nur ein Chartjahr.

Die Rechnung bis zum 31. Dezember

Der Jahresvergleich ist die einzige Kennzahl, die am Silvesterabend in jeder Jahresbilanz auftaucht, und sie steht derzeit bei minus 9,0 Prozent. Maßgeblich ist der Schlusskurs vom 31. Dezember 2025 mit 88.364 Dollar. Wer von 80.446 Dollar aus auf diesen Stand zurückwill, braucht kein Allzeithoch, sondern einen Anstieg um 9,8 Prozent. Das klingt nach wenig und ist in einem Markt, der in 24 Stunden zwischen 80.153 und 81.636 Dollar schwankte, dennoch kein Selbstläufer.

Die Gegenrechnung gehört dazu. Das Jahrestief lag Ende Juni bei 58.566 Dollar. Von dort hat Bitcoin 37,4 Prozent zugelegt, ohne die Jahreslinie zu erreichen. Der Oktober allein hat bislang 3,8 Prozent gekostet, gerechnet vom Monatsanfang bei 83.640 Dollar. Zum Allzeithoch bei 126.080 Dollar fehlen weiterhin 36,2 Prozent. Wohin der Kurs auf Sicht von Monaten zeigen kann, ordnet unsere Bitcoin Prognose ein.

Der Jahresstichtag ist keine reine Formsache

Ein Kalenderjahr ist für den Chart eine willkürliche Grenze, für die Berichterstattung und für viele Depots aber nicht. Fonds und Vermögensverwalter werden am Jahresende gemessen, Jahresrückblicke zitieren die Jahresrendite, und im deutschen Steuerrecht ist das Kalenderjahr die Abrechnungseinheit für private Veräußerungsgeschäfte. Deshalb ist der 31. Dezember für Anleger hierzulande gleich zweimal relevant, einmal als Messpunkt und einmal als Frist.

Die Spanne der Fed-Woche zwei Tage später

Am 27. Oktober stand in unserer Bitcoin Prognose zur Spanne in der Fed-Woche eine erwartete Schwankungsbreite von rund 6 Prozent im Mittelpunkt. Der Kurs lag damals bei 80.029 Dollar. Seitdem sind 417 Dollar hinzugekommen, also 0,5 Prozent. Die Marke bei 80.000 Dollar hat in diesen beiden Tagen gehalten, das 30-Tage-Hoch bei 86.490 Dollar blieb dagegen unberührt. Die damals genannte Spanne hat sich also im unteren Drittel abgespielt.

Für die Reststrecke heißt das vor allem eines: Die Volatilität, die im Vorfeld der Zinsentscheidung erwartet wurde, hat sich bisher nicht in eine Richtung entladen. Das 30-Tage-Tief bei 80.029 Dollar und das Tagestief bei 80.153 Dollar liegen so dicht beieinander, dass der Markt die 80.000er Linie derzeit als Boden behandelt.

Der Vergleich mit November und Dezember 2025

Ein Blick auf den letzten vergleichbaren Fall ordnet die Erwartung ein. Am 31. Oktober 2025 notierte Bitcoin bei 108.409 Dollar. Am 31. Dezember 2025 waren es 88.364 Dollar. Die beiden Schlussmonate des Vorjahres haben also 18,5 Prozent gekostet. Das ist kein Argument gegen ein Jahresplus 2026, aber es widerlegt die verbreitete Annahme, die letzten zwei Monate seien für Bitcoin verlässlich stark.

Die Spanne ist das Entscheidende an diesem Vergleich. Wer 2025 am 31. Oktober gekauft hat, lag zwei Monate später 18,5 Prozent im Minus. Eine Bewegung von 9,8 Prozent nach oben liegt rechnerisch deutlich innerhalb dessen, was die Reststrecke eines Jahres bei Bitcoin hergeben kann. Die Richtung sagt der Vergleich nicht.

Langer schmaler Felsgrat im Abendlicht, der obere Abschnitt des Anstiegs liegt noch im Schatten
Der letzte Abschnitt einer Strecke entscheidet über die Jahresbilanz, nicht der Aufstieg davor.

Vier Kursniveaus mit Herkunft statt runder Zahlen

Vier Kursniveaus sind für die Reststrecke begründbar, und jedes hat eine Herkunft statt einer runden Zahl.

  • 80.029 Dollar ist das Tief der letzten 30 Tage. Es wurde am 27. Oktober erreicht und liegt 0,5 Prozent unter dem aktuellen Kurs.
  • 81.636 Dollar ist das Tageshoch vom Mittwoch. Darüber beginnt die Zone, in der der Kurs vor zwei Wochen noch gehandelt wurde.
  • 86.490 Dollar markiert das Hoch der letzten 30 Tage. Es liegt 7,5 Prozent über dem jetzigen Stand und damit auf dem Weg zur Jahreslinie.
  • 88.364 Dollar ist die Jahreslinie selbst, der Schlusskurs vom 31. Dezember 2025. Erst darüber steht 2026 im Plus.

Die Reihenfolge ist aufschlussreich. Das 30-Tage-Hoch liegt zwischen dem aktuellen Kurs und der Jahreslinie. Ein Jahresplus setzt deshalb voraus, dass der Markt zuerst das Oktoberhoch zurückholt und danach noch 2,2 Prozent zulegt. Beides innerhalb von 64 Tagen ist möglich, verlangt aber zwei Schritte, nicht einen.

Was der Terminmarkt für die Reststrecke einpreist

Der unbefristete Terminkontrakt auf Bitcoin an der Börse OKX zahlt derzeit eine Finanzierungsrate von 0,0061 Prozent je achtstündiger Periode. Auf ein Jahr gerechnet sind das rund 6,7 Prozent, die Käufer an Verkäufer zahlen. Die Finanzierungsrate ist der Ausgleich, den der Terminkurs an den Kassakurs bindet: Liegt der Terminkontrakt über dem Kassamarkt, zahlen die Long-Positionen, im umgekehrten Fall die Short-Positionen.

Ein positiver Wert in dieser Größenordnung beschreibt einen Markt mit leichtem Überhang auf der Kaufseite, aber ohne Übertreibung. Zum Vergleich: In den Aufwärtsphasen des Vorjahres lagen die Finanzierungsraten regelmäßig beim Doppelten und Dreifachen. Das offene Interesse im selben Kontrakt beträgt 31.163 Bitcoin, nach aktuellem Kurs rund 2,51 Milliarden Dollar.

Das Verhältnis der Konten verschiebt sich leicht

Auf zwei Konten mit einer Long-Position kommt an derselben Börse ein Konto mit einer Short-Position. Vor einer Woche lag dieses Verhältnis bei 2,16, inzwischen bei 2,0. Es gibt also etwas weniger Kaufüberhang als Mitte Oktober, ohne dass die Seite gekippt wäre. Für eine Bewegung von 9,8 Prozent nach oben wäre eine deutlich einseitigere Positionierung auf der Verkaufsseite der bessere Treibstoff, weil Short-Positionen bei steigenden Kursen zum Rückkauf gezwungen werden.

Dominanz, Stimmung und was sie nicht sagen

Bitcoin steht für 59,48 Prozent der Bewertung des gesamten Kryptomarkts, Ethereum für 10,46 Prozent. Der Gesamtmarkt liegt bei 2,717 Billionen Dollar und hat binnen 24 Stunden 2,0 Prozent verloren, während Bitcoin selbst 0,24 Prozent zulegte. Die Dominanz steigt in dieser Konstellation nicht, weil Bitcoin stark ist, sondern weil der Rest des Marktes schwächer ist. Wer Dominanzwerte als Kaufsignal liest, verwechselt diese beiden Fälle regelmäßig.

Der Angst-und-Gier-Index steht bei 51 Punkten und damit im neutralen Bereich, am Vortag waren es 48 und davor 50 Punkte. Drei Tage ohne Ausschlag in einer Woche mit einer Zinsentscheidung sind bemerkenswert unauffällig. Die Daten stehen beim Fear and Greed Index von alternative.me. Ein neutraler Wert liefert kein Signal, er schließt nur die beiden Extreme aus, in denen Gegenbewegungen am häufigsten einsetzen.

Im Netzwerk selbst steht am Donnerstag die nächste Anpassung der Mining-Schwierigkeit an, nach aktueller Schätzung um 6,7 Prozent nach oben, auf Basis einer Rechenleistung von rund 1.105 Exahash je Sekunde. Für die 64 Tage ist das eine Randnotiz mit einer Folge: Steigt der Aufwand je Block, während der Kurs seitwärts läuft, sinkt die Marge der Miner, und ihr Verkaufsdruck nimmt zu.

Aufgeschlagener Aktenordner mit Belegstapeln und ein schwerer Tischrechner auf dunkler Küchenplatte
Für die Steuerfrist zum Jahresende zählen die Anschaffungsdaten jedes einzelnen Kaufs.

Der Jahreswechsel ist auch eine Steuerfrist

Hier liegt der Teil der Reststrecke, den ein Chart nicht zeigt. In Deutschland sind Gewinne aus dem Verkauf von Bitcoin private Veräußerungsgeschäfte nach Paragraf 23 Einkommensteuergesetz. Daraus ergeben sich drei Fristen, die alle am Kalenderjahr hängen, und 2026 ist ein Jahr mit Minuszeichen, also ein Jahr, in dem Verluste anfallen können.

Die Haltefrist beträgt ein Jahr. Wer Bitcoin länger als zwölf Monate hält, verkauft den Gewinn steuerfrei. Wer vor dem 28. Oktober 2025 gekauft hat, ist mit diesen Stücken bereits über der Grenze. Den Stand der politischen Debatte um diese Regel führen wir laufend in unserer Übersicht zur Krypto-Haltefrist und ihrer Reform nach.

Die Freigrenze liegt seit 2024 bei 1.000 Euro je Kalenderjahr. Das Wort ist genau zu nehmen: Es handelt sich um eine Freigrenze, nicht um einen Freibetrag. Bleibt die Summe aller Gewinne aus privaten Veräußerungsgeschäften eines Jahres unter 1.000 Euro, fällt keine Steuer an. Liegt sie einen Euro darüber, ist der gesamte Gewinn steuerpflichtig, nicht nur der überschießende Teil.

Die Verlustverrechnung ist der Punkt, der in einem Minusjahr am meisten wert ist und am häufigsten übersehen wird. Verluste aus privaten Veräußerungsgeschäften dürfen nur mit Gewinnen derselben Art verrechnet werden, nicht mit Arbeitslohn und nicht mit Gewinnen aus Aktien oder Zinsen. Der Gesetzestext dazu steht in Paragraf 23 EStG bei gesetze-im-internet.de. Entscheidend ist die zweite Hälfte der Regel: Ein Verlust zählt steuerlich nur, wenn der Verkauf innerhalb der Jahresfrist stattfindet. Nach Ablauf der Haltefrist ist der Verlust steuerlich unbeachtlich, so wie der Gewinn es wäre. Wer seine Positionen samt Anschaffungsdatum und Einstandskurs sauber dokumentiert hat, erkennt den Unterschied in Minuten; ein Blick in den Vergleich der Krypto-Steuer-Tools und Portfolio-Tracker zeigt, welche Programme die Jahresfrist je Kauf automatisch mitführen.

So rechnest du deinen Jahresstand nach

Die Zahlen oben beschreiben den Markt, nicht dein Depot. Der eigene Jahresstand folgt einer anderen Rechnung, und sie braucht drei Angaben je Position: Anschaffungsdatum, Einstandskurs und Stückzahl. Aus dem Anschaffungsdatum ergibt sich, ob die Jahresfrist am 31. Dezember schon abgelaufen ist. Aus dem Einstandskurs ergibt sich, ob die Position im Plus oder im Minus steht. Erst beides zusammen sagt, ob ein Verkauf steuerlich etwas bewirkt.

Ein Beispiel macht den Unterschied sichtbar. Zwei Käufe, beide 10.000 Euro, beide heute 8.000 Euro wert. Der erste stammt vom März 2026, der zweite vom März 2025. Verkauft man den ersten noch in diesem Jahr, entsteht ein verrechenbarer Verlust von 2.000 Euro, der gegen Gewinne aus privaten Veräußerungsgeschäften desselben Jahres läuft und sonst vorgetragen wird. Verkauft man den zweiten, ist der Verlust steuerlich wirkungslos, weil die Haltefrist abgelaufen ist. Die Marktmeinung ist in beiden Fällen dieselbe, die steuerliche Folge nicht.

Die Zinsentscheidung und der Jahresverfall im Kalender

Die Zinsentscheidung der US-Notenbank fällt am Mittwochabend. Am 30. Oktober läuft der Monatsverfall an den Terminbörsen aus, am 25. Dezember der große Jahresverfall. Dazwischen liegen zwei weitere Anpassungen der Mining-Schwierigkeit und die Novemberdaten zur Inflation. Vier Termine, an denen Bewegung entstehen kann, und 64 Tage, in denen die 9,8 Prozent aufzuholen wären.

Das spricht für und gegen ein Jahresplus

Unsere Einschätzung: Ein Jahresplus 2026 ist erreichbar, aber es ist nicht das wahrscheinlichste Ergebnis. Dafür spricht, dass 9,8 Prozent innerhalb von 64 Tagen bei Bitcoin keine außergewöhnliche Bewegung sind und dass die 80.000er Linie seit dem 27. Oktober dreimal gehalten hat, zuletzt am Mittwoch bei 80.153 Dollar. Dagegen spricht, dass der Weg über das 30-Tage-Hoch bei 86.490 Dollar führt, dass die Finanzierungsrate mit 6,7 Prozent im Jahr bereits einen Kaufüberhang anzeigt und dass die beiden Schlussmonate des Vorjahres 18,5 Prozent gekostet haben. Wir leiten daraus keine Empfehlung ab, sondern eine Reihenfolge: Erst das Oktoberhoch, dann die Jahreslinie.

Was diese Einschätzung umstoßen würde, ist benennbar. Ein Tagesschluss über 86.490 Dollar verkürzt die Rechnung auf 2,2 Prozent und macht die Jahreslinie zur Tagesaufgabe. Ein Tagesschluss unter 80.029 Dollar dreht die Frage um und macht aus dem Jahresplus die Frage nach dem Jahrestief im zweiten Halbjahr.

Bitcoin bis Silvester: Ohne 88.364 Dollar bleibt 2026 ein Minusjahr

Die Reststrecke besteht aus einer Kurszahl und einer Frist. Drei Schritte lassen sich in den 64 Tagen vorbereiten, unabhängig davon, wohin der Kurs läuft.

  1. Jahresstand je Position ermitteln. Anschaffungsdatum, Einstandskurs und Stückzahl zusammenstellen und markieren, welche Käufe am 31. Dezember die Jahresfrist überschritten haben. Welche Programme das je Kauf automatisch mitführen, steht im Vergleich der Krypto-Steuer-Tools.
  2. Handelsplatz und Kosten prüfen, bevor es eilig wird. Wer zum Jahresende verkaufen oder nachkaufen will, trifft auf Gebühren und Spreads, die den Unterschied zwischen zwei Prozent Rendite ausmachen können. Die zugelassenen Anbieter und ihre Kosten stehen im Vergleich der besten Krypto-Börsen.
  3. Verwahrung klären, falls Bestände länger liegen bleiben. Positionen, die bewusst über den Jahreswechsel hinaus gehalten werden, gehören nicht zwingend auf das Handelskonto. Der Vergleich der Hardware-Wallets zeigt, welche Geräte für welche Depotgröße sinnvoll sind.

(Stand: 28. Oktober 2026. Dieser Beitrag ist keine Anlageberatung. Kurse und Gebührenmodelle ändern sich; prüfe die Konditionen vor jedem Kauf beim Anbieter selbst.)

Häufige Fragen zu Bitcoin

Transparenzhinweis: Dieser Beitrag wurde unter Zuhilfenahme künstlicher Intelligenz erstellt und vor der Veröffentlichung redaktionell geprüft. Alle Zahlen und Angaben wurden gegen die im Text verlinkten Primärquellen abgeglichen. Das Beitragsbild wurde mit KI erzeugt.

Verwandte Artikel

Welche Themen sollen wir vertiefen?

Wähle aus, was dich aktuell beschäftigt. Deine Auswahl fließt direkt in unsere Themenplanung ein.

Crypto-News, die wirklich Mehrwert bringen.

Wöchentlich. 60 Sekunden Lesezeit. Sorgfältig kuratiert von unserer Redaktion: kein Hype, keine Werbe-Mails, kein Spam.

Abonnieren

Mehr zum Thema

Alle anzeigen

Vielleicht auch interessant