Die in diesem Artikel bereitgestellten Informationen dienen ausschließlich zu Informationszwecken und stellen keine Finanzberatung dar. Investitionen in Kryptowährungen sind mit einem hohen Risiko verbunden. Führe immer deine eigene Recherche durch.

Bitcoin Kurs 78.186 Dollar: Worauf es am Monatsschluss ankommt

Bitcoin ist in der Nacht auf 76.443 Dollar gefallen, den tiefsten Stand seit dem 18. September, und notiert am Freitagmorgen bei 78.186 Dollar. Der Oktober schließt am Samstag mit 6,5 Prozent Minus, und der Angst-und-Gier-Index ist binnen eines Tages von 51 auf 30 Punkte gerutscht.

Schwere glaeserne Sanduhr auf dunkler Steinplatte, der Sand fast durchgelaufen, im Messingring die Gravur des Bitcoin-Zeichens
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Der Bitcoin-Kurs steht am Freitagmorgen bei 78.186 Dollar. In der Nacht rutschte Bitcoin bis auf 76.443 Dollar, und damit tiefer als an jedem Tagesschluss seit dem 18. September. Die Spanne der letzten 24 Stunden reicht von diesem Tief bis 81.840 Dollar, ein Abstand von 7,1 Prozent zwischen Hoch und Tief. Gegenüber dem Vortag liegt der Kurs 2,2 Prozent im Minus, die Zahlen stammen aus der Marktübersicht von CoinGecko zum Stand 30. Oktober.

So ist die Lage am Freitagmorgen

Drei Zahlen ordnen den Morgen ein. Der Kurs liegt 4,6 Prozent unter der 50-Tage-Linie, die bei 81.920 Dollar verläuft. Er liegt 6,9 Prozent über der 200-Tage-Linie bei 73.125 Dollar. Und er liegt 9,6 Prozent unter dem höchsten Stand der letzten 30 Tage, der bei 86.490 Dollar lag.

Diese Anordnung ist der eigentliche Befund des Morgens: Der mittelfristige Trend ist gebrochen, der langfristige noch nicht. Solange der Kurs über der 200-Tage-Linie notiert, bleibt der Aufwärtstrend des Jahres formal intakt, auch wenn der Oktober mit einem Verlust schließt. Die Marktkapitalisierung von Bitcoin beträgt 1,57 Billionen Dollar.

Der Anlass für die Nacht ist bekannt: Der Angriff auf eine Hot Wallet von Binance hat den Markt am Donnerstagabend erfasst, und die Börse pausiert Auszahlungen für einen Teil der Token. Für den Kurs am Freitagmorgen zählt aber weniger das Ereignis als das, was es an Marken hinterlassen hat.

Das Nachttief bei 76.443 Dollar und der 18. September

76.443 Dollar ist die wichtigste neue Zahl. Unter diesem Niveau schloss Bitcoin zuletzt am 18. September, also vor sechs Wochen. Alles, was in diesen sechs Wochen gekauft wurde, steht damit rechnerisch im Minus, sobald der Kurs unter diese Linie fällt.

Das erklärt, warum die Marke mehr ist als eine Zahl im Chart. Wer über sechs Wochen eine Position aufgebaut hat und den Einstand unterschritten sieht, trifft seine Entscheidung neu. Genau an solchen Punkten entstehen die Verkaufswellen, die einen Rückgang verlängern, ohne dass eine neue Nachricht dazukommt.

Nach oben steht der letzte Tagesschluss bei 81.274 Dollar vom Donnerstag. Zwischen 78.186 und 81.274 Dollar liegen 3,9 Prozent. Diese Lücke entstand in wenigen Stunden, und sie ist die erste Strecke, die der Kurs zurückgewinnen müsste, damit der Donnerstagabend als Ausrutscher gilt.

Der Angst-und-Gier-Index rutscht von 51 auf 30 Punkte

Der Angst-und-Gier-Index für den Kryptomarkt steht am Freitagmorgen bei 30 Punkten und damit im Bereich „Angst“. Am Donnerstag lag er bei 51 Punkten, also neutral, und am Mittwoch ebenfalls. Der Sprung um 21 Punkte binnen eines Tages ist der schärfste Stimmungsumschlag dieses Monats, nachzulesen beim Crypto Fear and Greed Index von alternative.me.

Was dieser Wert misst, lohnt eine Erklärung, weil er oft falsch gelesen wird. Der Index ist kein Umfrageergebnis. Er fasst mehrere Marktgrößen zu einer Zahl von 0 bis 100 zusammen: die Schwankungsbreite des Kurses, das Handelsvolumen im Verhältnis zum Durchschnitt, den Anteil von Bitcoin an der Gesamtkapitalisierung, die Suchanfragen zu Kryptowörtern und Umfragen. Ein niedriger Wert bedeutet also zuerst, dass der Markt heftiger schwankt und mehr gehandelt wird als üblich, nicht, dass eine Mehrheit pessimistisch antwortet.

Für die Einordnung heißt das: Ein Wert von 30 beschreibt den Zustand von gestern Abend, nicht die Richtung von morgen. Er wird erst dann zur Information, wenn man ihn gegen frühere Fälle stellt. Ein Index unter 30 bei einem Kurs über der 200-Tage-Linie ist eine andere Lage als ein Index unter 30 bei einem Kurs darunter, und derzeit gilt der erste Fall.

Eingemeisselte Pegelmarken an der Betonwand einer Staumauer, der Wasserstand steht unter der untersten Marke
Marken im Chart funktionieren wie Pegelmarken und zählen erst wieder, wenn der Stand darüber liegt.

Die 50-Tage-Linie bei 81.920 Dollar

Die 50-Tage-Linie ist der Durchschnitt der Schlusskurse der letzten 50 Tage und liegt bei 81.920 Dollar, also über dem aktuellen Kurs. Dieser Durchschnitt fällt seit Anfang Oktober, weil die hohen Kurse vom Monatsanfang nach und nach aus der Rechnung herausfallen.

Daraus folgt eine schlichte Mechanik, die viele Marktteilnehmer beachten: Solange der Kurs unter einer fallenden 50-Tage-Linie bleibt, gilt der mittelfristige Trend als abwärts gerichtet. Für den Rückweg nach oben wären 4,6 Prozent zu überwinden, gerechnet vom Stand am Freitagmorgen.

Die 200-Tage-Linie bei 73.125 Dollar

Die 200-Tage-Linie liegt bei 73.125 Dollar. An dieser Marke entscheidet sich der Jahrestrend, und der Abstand zum jetzigen Kurs beträgt 6,9 Prozent. Zwischen dem Nachttief und dieser Linie bleiben 4,3 Prozent Luft.

Wer eine Auffangzone sucht, findet sie also in diesem Bereich und nicht knapp unter dem Kurs. Fällt Bitcoin unter 76.443 Dollar, liegt der nächste begründete Halt bei den Kursen vom 18. September, und darunter beginnt die Zone um die 200-Tage-Linie. Diese Staffelung ist der Grund, warum die Marke bei 76.443 Dollar in den nächsten Tagen die wichtigere ist.

Was sich seit dem Kurs von 80.159 Dollar geändert hat

Am Donnerstagmorgen stand der Bitcoin-Kurs bei 80.159 Dollar, und der Monatsvergleich fiel damals zu seinen Gunsten aus: Unter den großen Token hatte Bitcoin den kleinsten Oktoberverlust im ganzen Feld. Seitdem sind 24 Stunden vergangen, in denen sich zwei Dinge verändert haben.

Erstens der Kurs selbst: 78.186 statt 80.159 Dollar, ein Rückgang von 2,5 Prozent. Zweitens die Stellung zur 50-Tage-Linie: Am Donnerstag lag der Kurs 2,1 Prozent darunter, jetzt sind es 4,6 Prozent. Der relative Vorsprung von Bitcoin gegenüber den Altcoins ist dagegen geblieben, und darin liegt die Fortsetzung der Geschichte vom Donnerstag.

Unverändert bleibt auch die Stellung zur 200-Tage-Linie. Dass sie trotz der Crash-Nacht nicht einmal in Sichtweite kam, ist der bemerkenswerteste Teil dieser 24 Stunden.

Der Oktober schließt am Samstag mit 6,5 Prozent Minus

Der Monat begann am 1. Oktober bei 83.576 Dollar. Beim jetzigen Stand von 78.186 Dollar liegt der Oktober 6,5 Prozent im Minus, und es bleiben noch zwei Handelstage bis zum Monatsschluss am Samstagabend. Zum Vergleich: Der September endete bei 83.640 Dollar.

Monatsschlüsse haben eine praktische Bedeutung, die über die Statistik hinausgeht. Fonds und Indexanbieter rechnen ihre Bestände zu diesen Kursen ab, und Termingeschäfte auf den Monat laufen aus. Deshalb fällt in den letzten Stunden eines Monats oft Handelsvolumen an, das keine Richtungsentscheidung trägt. Ein schwacher Monatsschluss sagt wenig über den ersten Handelstag des neuen Monats.

Aufgeschlagener Aktenordner mit Belegen, mechanischer Tischrechner und Kugelschreiber auf einer Kuechentischplatte aus Holz
Jeder Verkauf im Minus braucht einen Beleg mit Datum, sonst fehlt er später in der Steuererklärung.

Haltefrist und Verlustverrechnung bei einem Verkauf im Minus

Hier liegt die Entscheidung, die ein deutscher Anleger an einem Tag wie diesem wirklich zu treffen hat, und sie hat nichts mit dem Chart zu tun. Verkäufe von Kryptowerten fallen unter Paragraf 23 des Einkommensteuergesetzes, also unter die privaten Veräußerungsgeschäfte. Entscheidend ist die Haltedauer der verkauften Coins.

Wer innerhalb eines Jahres nach dem Kauf verkauft, hat ein steuerpflichtiges Geschäft. Ein Gewinn ist zu versteuern, sobald die Summe aller privaten Veräußerungsgeschäfte des Jahres die Freigrenze von 1.000 Euro erreicht. Ein Verlust aus diesem Geschäft lässt sich mit Gewinnen aus anderen privaten Veräußerungsgeschäften desselben Jahres verrechnen, und was übrig bleibt, geht in den Vortrag auf kommende Jahre.

Nach Ablauf eines Jahres kippt die Rechnung in beide Richtungen. Der Gewinn ist dann steuerfrei, der Verlust aber eben auch nicht mehr verrechenbar. Wer also Coins aus dem Jahr 2024 heute mit Verlust verkauft, trägt den Verlust allein. Wer Coins vom September verkauft, kann den Verlust ansetzen. Den aktuellen Stand der politischen Debatte über diese Frist hält unsere Übersicht zur Krypto-Haltefrist fest; der Stichtag 31. Dezember gilt weiterhin unverändert.

Praktisch heißt das zweierlei. Erstens brauchst du für jeden Verkauf das Kaufdatum der verkauften Einheiten, und bei mehreren Käufen gilt die Reihenfolge, nach der deine Börse abrechnet. Zweitens sollte die Dokumentation vor dem Verkauf stehen und nicht im März des Folgejahres entstehen. Welche Werkzeuge die Haltefristen je Einheit mitführen, zeigt der Vergleich der Krypto-Steuer-Tools.

Hebelpositionen und die Liquidationsgrenze

Die Nacht hat gezeigt, was eine Spanne von 7,1 Prozent zwischen Hoch und Tief mit gehebelten Positionen macht. Eine Position mit zehnfachem Hebel verliert ihren Einsatz bereits bei einer Kursbewegung von rund 10 Prozent gegen sie, bei zwanzigfachem Hebel genügen rund 5 Prozent. Die Nacht vom Donnerstag auf den Freitag hat diese 5 Prozent allein zwischen 81.840 und 76.443 Dollar geliefert.

Dazu kommt der Mechanismus, der solche Bewegungen verstärkt. Wird eine gehebelte Position zwangsweise geschlossen, verkauft die Börse die hinterlegten Coins am Markt. Dieser Verkauf drückt den Kurs weiter und erreicht die nächste Staffel von Positionen. In der Spitze wurden am Donnerstagabend nach Angaben mehrerer Handelsplätze Positionen im Wert von 628 Millionen Dollar innerhalb einer Stunde liquidiert.

Für wen das zählt: Wer eine gehebelte Position hält, kennt zwei Zahlen oder keine. Die eine ist der Kurs, bei dem die Position geschlossen wird, die andere der Betrag, der dafür nachgelegt werden müsste. Beide stehen in der Positionsübersicht der Handelsplattform, nicht im Chart. Wie die Anbieter bei Gebühren und Sicherheiten auseinanderliegen, steht im Vergleich der Krypto-Broker.

Ethereum, Solana und XRP am Freitagmorgen

Der Blick auf die großen Altcoins zeigt dasselbe Muster wie an jedem Tag dieser Woche: Bitcoin verliert, die anderen verlieren mehr. Ethereum notiert bei 2.242 Dollar und gibt 3,2 Prozent nach. Solana steht bei 97,16 Dollar, ein Minus von 2,7 Prozent, und damit erneut unter der Marke von 100 Dollar. XRP liegt bei 1,25 Dollar und verliert 3,2 Prozent, Dogecoin bei 0,0761 Dollar mit 2,4 Prozent Verlust.

Der Abstand ist in diesen Zahlen klein, über den Monat gerechnet aber groß. Genau deshalb bleibt der Anteil von Bitcoin am Gesamtmarkt in solchen Nächten stabil oder steigt sogar, und genau diese Größe geht in den Angst-und-Gier-Index ein. Ein hoher Bitcoin-Anteil senkt den Indexwert, weil er als Zeichen für Vorsicht gilt.

Wer in dieser Lage Coins kauft oder umschichtet, zahlt den Spread zusätzlich zur Gebühr, und beide fallen bei hoher Schwankung breiter aus als an ruhigen Tagen. Welche Handelsplätze unter deutschen Bedingungen zu welchen Kosten arbeiten, zeigt der Vergleich der Krypto-Börsen.

Oktoberschluss: Unter 76.443 Dollar wird das Septembertief zum Ziel

Drei Schritte, die sich am Freitag konkret abarbeiten lassen:

  1. Die zwei Marken notieren. Oben 81.274 Dollar als letzter Tagesschluss, unten 76.443 Dollar als Nachttief. Zwischen diesen Werten ist der Markt in seiner Spanne, darunter beginnt die Zone zur 200-Tage-Linie bei 73.125 Dollar. Wer handeln will, legt seine Grenzen an diesen Zahlen fest und nicht an runden Beträgen. Die Kosten dafür unterscheiden sich je Handelsplatz, siehe den Vergleich der Krypto-Börsen.
  2. Die Haltedauer je Position aufschreiben. Für jeden Bestand zählt das Kaufdatum, weil davon abhängt, ob ein Verkauf heute steuerlich zählt oder nicht. Die Jahresfrist entscheidet in beide Richtungen. Welches Werkzeug die Fristen mitführt, steht im Vergleich der Krypto-Steuer-Tools.
  3. Gehebelte Positionen auf ihren Schließungskurs prüfen. Eine Spanne von 7,1 Prozent in 24 Stunden erreicht jede Position mit zwanzigfachem Hebel. Der Schließungskurs steht in der Positionsübersicht, die Bedingungen je Anbieter im Vergleich der Krypto-Broker.

(Stand: 30. Oktober 2026. Dieser Beitrag ist keine Anlageberatung. Kurse und Gebührenmodelle ändern sich; prüfe die Konditionen vor jedem Kauf beim Anbieter selbst.)

Häufige Fragen zum Bitcoin-Kurs

Transparenzhinweis: Dieser Beitrag wurde unter Zuhilfenahme künstlicher Intelligenz erstellt und vor der Veröffentlichung redaktionell geprüft. Alle Zahlen und Angaben wurden gegen die im Text verlinkten Primärquellen abgeglichen. Das Beitragsbild wurde mit KI erzeugt.

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