Die in diesem Artikel bereitgestellten Informationen dienen ausschließlich zu Informationszwecken und stellen keine Finanzberatung dar. Investitionen in Kryptowährungen sind mit einem hohen Risiko verbunden. Führe immer deine eigene Recherche durch.

Bitcoin Kurs 80.159 Dollar: Der kleinste Oktoberverlust im ganzen Feld

Bitcoin notiert am Donnerstagmorgen bei 80.159 Dollar. Der Oktober schließt am Samstag, und von allen großen Coins hat Bitcoin am wenigsten verloren: 4,1 Prozent gegen 19,2 Prozent bei Cardano. Was diese Spreizung mit deinem Depot macht und warum die Jahresfrist jetzt zählt.

Reihe schwerer messingfarbener Senklote an unterschiedlich langen Schnüren vor einer rauen Steinwand, das vorderste Lot mit dem Bitcoin-Zeichen hängt deutlich höher als alle anderen
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Belegt ist: Bitcoin steht am Donnerstagmorgen bei 80.159 Dollar, und der Oktober geht am Samstag zu Ende. Von den sieben größten handelbaren Coins hat Bitcoin in diesem Monat am wenigsten verloren, nämlich 4,1 Prozent. Cardano gab im selben Zeitraum 19,2 Prozent ab, also das 4,7-Fache. Unsere Einschätzung dazu steht am Ende dieses Artikels: Diese Spreizung verändert die Gewichte in einem gemischten Depot stärker, als die meisten Anleger bemerken, und sie wird vor dem Jahreswechsel zu einer Steuerfrage.

Der Oktober endet am Samstag, und Bitcoin fehlen 4,1 Prozent

Am 1. Oktober kostete ein Bitcoin 83.576 Dollar. Am Donnerstagmorgen sind es 80.159 Dollar. Dazwischen liegen 3.417 Dollar oder 4,1 Prozent. Der Monat hat noch zwei Handelstage, den Freitag und den Samstag, danach steht die Bilanz fest.

Für sich genommen ist das eine unauffällige Zahl. Bitcoin hat in den vergangenen Jahren Monate mit zweistelligen Ausschlägen nach oben und nach unten gehabt. Bemerkenswert wird der Wert erst, wenn man ihn neben die anderen großen Coins legt, und genau das haben wir an diesem Morgen getan.

Das ganze Feld im Vergleich: Cardano verliert das 4,7-Fache

Wir haben für sieben Coins den Kurs vom 1. Oktober mit dem Stand an diesem Donnerstagmorgen verglichen. Das Ergebnis ist eindeutig: Bitcoin steht mit 4,1 Prozent Minus an der Spitze, alle anderen liegen zwischen 13 und 20 Prozent im Minus.

Balkendiagramm der Kursbilanz im Oktober 2026 für sieben Kryptowährungen, Bitcoin mit dem kürzesten Balken bei minus 4,1 Prozent, Cardano mit dem längsten bei minus 19,2 Prozent
Bitcoin verliert im Oktober 4,1 Prozent, der Durchschnitt der sechs anderen Coins liegt bei 15,6 Prozent.

Im Einzelnen: Ethereum verlor 13,7 Prozent, XRP 13,1 Prozent, Solana 15,2 Prozent, Shiba Inu 15,2 Prozent, Dogecoin 17,3 Prozent und Cardano 19,2 Prozent. Der Durchschnitt dieser sechs liegt bei 15,6 Prozent. Bitcoin hat also nur gut ein Viertel des Verlusts getragen, den der Rest des Feldes hinnehmen musste.

Grundlage sind die Marktdaten von CoinGecko, Vergleichspunkt ist jeweils der Kurs vom 1. Oktober 2026. Diese Auswertung hat cryptoticker.io am 29. Oktober 2026 selbst erhoben, geprüft wurden sieben Coins.

Zum zweiten Mal in Folge ein roter Oktober

Der Oktober galt am Kryptomarkt lange als verlässlich starker Monat. Diese Erwartung trägt seit zwei Jahren nicht mehr. Der Oktober 2025 endete mit einem Minus von rund 3,7 Prozent, und der Oktober 2026 steuert nun auf das zweite Minus in Folge zu. Zwei aufeinanderfolgende Verlustmonate im Oktober hat es in der Kursgeschichte von Bitcoin bis dahin nicht gegeben; davor standen nur die Jahre 2014 und 2018 mit einem roten Oktober in den Büchern.

Wer seine Kaufzeitpunkte an solchen Saisonmustern ausrichtet, bekommt hier eine Zahl zum Mitschreiben. Ein Muster, das zweimal hintereinander bricht, ist als Entscheidungsgrundlage schwächer geworden.

80.159 Dollar am Donnerstagmorgen, und eine enge Nacht

Der Kurs steht am Donnerstagmorgen bei 80.159 Dollar. In den vergangenen 24 Stunden sind das 0,87 Prozent weniger. Das Tief der Nacht lag bei 79.636 Dollar, das Hoch bei 81.698 Dollar, beide Werte stammen aus der Zeit rund um den Zinsentscheid vom Mittwochabend. Auf Wochensicht steht ein Minus von 3,75 Prozent. Vom Rekordhoch bei 126.080 Dollar aus dem Oktober 2025 fehlen dem Kurs 36,4 Prozent.

Die runde Marke bei 80.000 Dollar hat in der Nacht kurz nachgegeben und hält am Morgen wieder. Diese Linie wird in dieser Woche am häufigsten genannt, weil sie zugleich die Untergrenze der Oktoberspanne markiert.

Seit dem Mittwochmorgen hat sich die Einstandslinie der Fonds entfernt

Am Mittwochmorgen stand der Kurs bei 80.913 Dollar und damit knapp unter dem Einstandspreis der US-Spot-ETFs, den wir im Morgenstück vom Mittwoch bei rund 81.500 Dollar verortet haben. Seitdem sind 754 Dollar abgegangen. Der Abstand zur Einstandslinie hat sich damit von rund 600 auf rund 1.340 Dollar mehr als verdoppelt.

Die Fonds selbst haben in dieser Zeit weiter gekauft. Am Dienstag flossen den US-Spot-ETFs nach Daten von SoSoValue netto 176 Millionen Dollar zu, davon 151,5 Millionen auf den Fonds von BlackRock und 24,5 Millionen auf den von Fidelity. Über den gesamten Monat gerechnet steht trotzdem ein Abfluss von rund 202 Millionen Dollar zu Buche. Die Zukäufe am Monatsende gleichen die Abflüsse vom Monatsanfang also noch nicht aus.

Die Fed hält den Leitzins bei 3,75 bis 4,00 Prozent

Am Mittwochabend hat die US-Notenbank ihren Leitzins unverändert in der Spanne von 3,75 bis 4,00 Prozent belassen. Zwei Mitglieder des Offenmarktausschusses stimmten dagegen; sie hätten eine Anhebung bevorzugt. Die nächsten Sitzungstermine stehen im Sitzungskalender der Federal Reserve.

Die Reaktion am Kryptomarkt fiel verhalten aus, weil der Beschluss erwartet worden war. Für Anleger in Deutschland ist vor allem der zweite Teil der Botschaft wichtig: Solange die kurzfristigen Dollarzinsen bei rund vier Prozent liegen, hat ein unverzinster Vermögenswert wie Bitcoin eine Messlatte, an der er sich messen lassen muss.

Dein Depot hat sich ohne dein Zutun verschoben

Hier wird die Spreizung aus dem Diagramm praktisch. Angenommen, ein Depot war am 1. Oktober zur Hälfte in Bitcoin angelegt und zur anderen Hälfte gleichmäßig verteilt auf Ethereum, XRP, Solana, Shiba Inu, Dogecoin und Cardano. Wer seitdem nichts getan hat, hält heute kein 50:50-Depot mehr.

Gerechnet mit den Kursen oben steht dieses Depot jetzt bei 53,2 Prozent Bitcoin und 46,8 Prozent Altcoins. In vier Wochen hat sich die Gewichtung also um gut drei Prozentpunkte verschoben, ohne dass eine einzige Order ausgeführt wurde. Der Gesamtwert des Beispieldepots liegt bei 90,1 Prozent des Standes vom Monatsanfang.

Für Anleger heißt das: Wer eine feste Zielgewichtung verfolgt, hat gerade eine Abweichung angesammelt, die groß genug ist, um sie zu bemerken. Drei Prozentpunkte in einem Monat sind in einem Depot aus Bitcoin und sechs Altcoins kein Rauschen, sondern der Trend des Monats.

Vor dem Zurückgewichten entscheidet die Jahresfrist über die Steuer

Zurückgewichten heißt verkaufen, und ein Verkauf ist in Deutschland ein privates Veräußerungsgeschäft nach Paragraf 23 Einkommensteuergesetz. Steuerfrei bleibt der Gewinn nur, wenn zwischen Anschaffung und Verkauf mehr als ein Jahr liegt. Wer also Bitcoin abbaut, um wieder auf 50 Prozent zu kommen, verkauft Stücke, die möglicherweise noch keine zwölf Monate im Bestand sind.

Aufgeschlagener Ringordner mit beschrifteten Registerzungen auf einem dunklen Holztisch, daneben ein alter Tischrechner mit großen Tasten
Vor dem Zurückgewichten zählt das Anschaffungsdatum jeder einzelnen Position.

Welche Stücke als verkauft gelten, bestimmt die Reihenfolge: Die Finanzverwaltung legt bei Kryptowerten das Verfahren zugrunde, nach dem die zuerst angeschafften Einheiten auch zuerst veräußert werden, und zwar getrennt für jede Wallet und jedes Börsenkonto. Wer seine Bestände über mehrere Plattformen verteilt hat, rechnet also nicht einen Topf, sondern mehrere.

Drei Punkte zählen jetzt: das Anschaffungsdatum der ältesten Position je Konto, die Frage, ob eine Teilveräußerung die Jahresfrist schon überschritten hat, und die Freigrenze von 1.000 Euro, bis zu der Gewinne aus privaten Veräußerungsgeschäften im Kalenderjahr steuerfrei bleiben. Wird sie um einen Euro überschritten, ist der gesamte Gewinn steuerpflichtig, nicht nur der Teil darüber. Wie weit der Gesetzgeber die Jahresfrist derzeit überarbeitet, hält unser Stand der Haltefrist-Reform fest.

Wer die Fristen nicht von Hand nachhalten will, findet in unserem Vergleich der Krypto-Steuer-Tools und Portfolio-Tracker Programme, die Anschaffungsdaten je Konto führen.

Verluste aus diesem Jahr lassen sich bis Silvester verrechnen

Die zweite Seite derselben Rechnung betrifft die Altcoins. Wer im Oktober 13 bis 19 Prozent verloren hat und diese Positionen innerhalb der Jahresfrist gekauft hat, hält Verluste aus privaten Veräußerungsgeschäften, die sich mit Gewinnen derselben Einkunftsart verrechnen lassen.

Wichtig ist dabei der Stichtag: Verrechnet wird innerhalb eines Kalenderjahres, und realisiert sein muss der Verlust bis zum 31. Dezember. Ein Buchverlust zählt nicht, es braucht den tatsächlichen Verkauf. Bleibt am Jahresende ein Überhang, lässt er sich in das Folgejahr vortragen und dort erneut mit Gewinnen aus privaten Veräußerungsgeschäften verrechnen.

Konkret: Wer ohnehin zurückgewichten will, kann den Verkauf der schwachen Altcoin-Position und die Verrechnung in einem Schritt erledigen, statt beides getrennt zu planen. Das ist keine Steuerberatung und ersetzt keine, aber es ist die Reihenfolge, in der sich die beiden Fragen gegenseitig beeinflussen. Welche zugelassenen Handelsplätze in Deutschland dafür infrage kommen, zeigt unser Börsenvergleich.

Nach unten 79.636 Dollar, nach oben 81.698 Dollar

Nach unten liegt die nächste belegte Marke beim Tief der Nacht von 79.636 Dollar, darunter die runde 79.000er Linie. Nach oben begrenzt das Nachthoch von 81.698 Dollar die Spanne, und erst darüber kommt die Einstandslinie der Fonds bei rund 81.500 Dollar wieder in Reichweite. Beide Werte stammen aus derselben Nacht, die Spanne ist mit gut 2.060 Dollar oder rund 2,6 Prozent eng.

Am Freitagmorgen läuft zusätzlich der große Monatsverfall an der Optionsbörse Deribit ab. Welche Strike-Marken dort hängen und was der rechnerische Punkt des größten Schmerzes bedeutet, haben wir im Artikel zum Optionsverfall am 30. Oktober aufgeschlüsselt.

Unsere Einschätzung: Die Monatsbilanz sagt mehr als die Tagesspanne

Dies ist unsere Einordnung und keine Tatsachenbehauptung. Die 0,87 Prozent des Tages sind an diesem Donnerstag die unwichtigste Zahl im Artikel. Interessanter ist, dass Bitcoin einen Monat lang deutlich weniger verloren hat als alles andere im Feld, und dass diese Spreizung nicht aus einem einzelnen Ereignis stammt, sondern sich über vier Wochen aufgebaut hat.

Zwei Dinge sprechen dafür, dass sie Bestand hat: Die Zuflüsse in die Spot-ETFs gehen ausschließlich in Bitcoin und nicht in das übrige Feld, und bei einem Zinsniveau um vier Prozent fällt es dem Markt schwerer, Geld in die kleineren Werte zu tragen. Dagegen spricht, dass eine so weit auseinandergelaufene Bewertung historisch oft wieder zusammenläuft, sobald der Markt dreht. Was davon eintritt, ist offen. Was feststeht, ist die Verschiebung im Depot, und die lässt sich heute nachrechnen.

Bitcoin zum Monatsschluss: 4,1 Prozent Minus statt 19,2 wie Cardano

Der Oktober schließt am Samstag. Bitcoin steht bei 80.159 Dollar und damit 4,1 Prozent unter dem Monatsanfang, während die sechs anderen großen Coins im Schnitt 15,6 Prozent abgegeben haben. Ein gemischtes Depot hat sich dadurch von 50:50 auf 53:47 zugunsten von Bitcoin verschoben. Wer das zurückdreht, prüft vorher das Anschaffungsdatum je Konto und die Freigrenze von 1.000 Euro; wer Altcoin-Verluste verrechnen will, hat dafür bis zum 31. Dezember Zeit.

Häufige Fragen zum Bitcoin Kurs

Transparenzhinweis: Dieser Beitrag wurde unter Zuhilfenahme künstlicher Intelligenz erstellt und vor der Veröffentlichung redaktionell geprüft. Alle Zahlen und Angaben wurden gegen die im Text verlinkten Primärquellen abgeglichen.

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