Die in diesem Artikel bereitgestellten Informationen dienen ausschließlich zu Informationszwecken und stellen keine Finanzberatung dar. Investitionen in Kryptowährungen sind mit einem hohen Risiko verbunden. Führe immer deine eigene Recherche durch.

Bitcoin Kurs 82.708 Dollar und 526,7 Millionen Dollar ETF-Zuflüsse: Welche Marken bis zur Fed-Sitzung halten müssen

Bitcoin kostet am Mittwochmorgen 82.708 Dollar, nachdem am Montag 526,7 Millionen Dollar in die amerikanischen Spot-ETFs geflossen sind. Der Oktober bleibt für diese Fonds trotzdem im Minus, und bis zur Fed-Sitzung am 28. Oktober geben zwei Durchschnittslinien den Rahmen.

Große Bahnhofsuhr aus dunklem Stahl unter einem Hallendach im Morgenlicht, in der Mitte des Zifferblatts das Bitcoin-Zeichen als Messing-Intarsie, der Zeiger wirft einen harten Schatten
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Ein Bitcoin kostet am Mittwochmorgen 82.708 Dollar, umgerechnet 73.652 Euro. Am Montag flossen 526,7 Millionen Dollar in die amerikanischen Spot-ETFs, der stärkste Tag seit September, und trotzdem steht der Oktober für diese Fonds noch im Minus. Bis zur Zinsentscheidung der US-Notenbank am 28. Oktober geben zwei Linien den Rahmen: die 50-Tage-Linie bei 81.679 Dollar nach unten und die 20-Tage-Linie bei 83.117 Dollar nach oben.

Die Nacht an den Börsen: Das Tief bei 81.273 Dollar lag unter der 50-Tage-Linie

Zwischen Dienstagmorgen und Mittwochmorgen bewegte sich der Kurs zwischen 81.273 und 83.249 Dollar. Das sind 1.976 Dollar Spanne oder 2,39 Prozent, gemessen am aktuellen Stand. Die Nacht war damit deutlich beweglicher als die drei Tage davor, über die wir am Dienstag berichtet haben.

Wichtiger als die Spanne ist, wo das Tief lag. In unserer Betrachtung vom Dienstagmorgen war die 50-Tage-Linie mit 81.481 Dollar die nächste Marke nach unten. Diese Linie ist seitdem auf 81.679 Dollar gestiegen, also um 198 Dollar. Das nächtliche Tief von 81.273 Dollar lag 406 Dollar darunter. Der Kurs hat die Linie also unterschritten und sich bis zum Morgen wieder 1.029 Dollar darüber zurückgearbeitet.

Für die Einordnung heißt das: Ein Unterschreiten allein hat in dieser Phase keine Folgeverkäufe ausgelöst. Erst ein Tagesschluss unter der Linie wäre ein Signal, auf das Handelssysteme reagieren, die mit Durchschnittslinien arbeiten. Dazu kam es in der Nacht nicht.

Die Werte für die Durchschnittslinien in diesem Text haben wir selbst aus den Tagesschlusskursen von CoinGecko der vergangenen 200 Tage gerechnet, Stand Mittwochmorgen. Je nach Anbieter und Datenquelle weichen solche Linien um einige Dollar ab, weil die Börsen unterschiedliche Schlusszeiten verwenden.

526,7 Millionen Dollar in die US-Bitcoin-ETFs, der stärkste Tag seit September

Die amerikanischen Spot-Bitcoin-ETFs nahmen am Montag nach den Zahlen von Farside Investors 526,7 Millionen Dollar netto auf. Das ist der größte Zufluss an einem einzelnen Handelstag seit September. Spot-ETF heißt: Der Fonds hält die Coins selbst, statt die Kursentwicklung über ein Termingeschäft abzubilden. Jeder Dollar Zufluss führt deshalb zu einem tatsächlichen Kauf am Markt.

Die Ethereum-ETFs liefen am selben Tag in die andere Richtung und gaben 103,3 Millionen Dollar ab, davon 95,4 Millionen allein bei BlackRocks ETHA. Das Geld ist also nicht breit in Krypto geflossen, sondern gezielt in Bitcoin.

BlackRocks IBIT trug 665,2 Millionen Dollar, Fidelitys FBTC verlor 83,6 Millionen

Die Nettozahl verdeckt, wie ungleich der Tag verlief. BlackRocks IBIT allein nahm 665,2 Millionen Dollar auf, also mehr als der gesamte Nettozufluss des Tages. Fidelitys FBTC gab im selben Zeitraum 83,6 Millionen Dollar ab.

Ein einzelner Anbieter hat den Tag also getragen, während mindestens ein anderer Geld verlor. Wer aus der Nettozahl eine breite Rückkehr institutioneller Käufer liest, liest mehr hinein, als die Aufteilung hergibt. Für die Kurswirkung ist das trotzdem zweitrangig: Gekauft werden muss am Markt, unabhängig davon, bei welchem Anbieter das Geld eingeht.

Portalkran an einem Frachtterminal im Gegenlicht der Morgensonne, er hält einen einzelnen Container über nassem Beton
Ein einzelner Hebevorgang trägt den Umschlag des Tages: Bei den ETF-Zuflüssen vom Montag kam der gesamte Nettobetrag aus einem Fonds.

Der Oktober bleibt trotz des Montags rund 88 Millionen Dollar im Minus

Die Monatsbilanz dreht ein einzelner starker Tag nicht. Nach den Tagesdaten von Farside Investors, die der Finanzdienst FXStreet am Dienstag ausgewertet hat, stehen die amerikanischen Spot-Bitcoin-ETFs im Oktober weiterhin rund 88 Millionen Dollar im Minus. Der Montag hat die Monatsbilanz also fast ausgeglichen, mehr nicht.

Das passt zum Kursbild. Bitcoin liegt auf Sicht von sieben Tagen 1,16 Prozent im Minus und auf Sicht von 30 Tagen 1,56 Prozent im Plus. Vom Allzeithoch bei 126.080 Dollar vom 6. Oktober 2025 trennen den Kurs 34,4 Prozent. Der Markt bewegt sich seit Wochen seitwärts, und die Fondsströme tun es ihm gleich.

Die 200-Tage-Linie bei 72.723 Dollar und der Abstand von 13,73 Prozent

Während die kurzen Linien dicht am Kurs liegen, ist der Abstand nach unten groß. Die 200-Tage-Linie steht nach unserer Rechnung bei 72.723 Dollar, der Kurs liegt 13,73 Prozent darüber. Die 100-Tage-Linie liegt bei 74.780 Dollar, also 10,60 Prozent unter dem aktuellen Stand.

Diese Spreizung ist die eigentliche Lage: Kurzfristig ist alles eng, mittelfristig gibt es nach unten viel Raum, bevor eine der langen Linien überhaupt ins Spiel kommt. Die 20-Tage-Linie bei 83.117 Dollar liegt 409 Dollar über dem Kurs, die 50-Tage-Linie 1.029 Dollar darunter. Zwischen diesen beiden Werten spielt sich der Handel dieser Woche ab.

Der Anteil von Bitcoin am gesamten Kryptomarkt liegt bei 59,52 Prozent, der Handelsumsatz in 24 Stunden bei 26,74 Milliarden Dollar. Beide Werte sprechen dafür, dass das Geld im Markt bei Bitcoin bleibt, statt in kleinere Coins zu wandern.

Fed-Sitzung am 28. Oktober: Das Zinsband steht bei 3,75 bis 4,00 Prozent

Der Offenmarktausschuss der US-Notenbank tagt am 27. und 28. Oktober, die Entscheidung kommt am Mittwoch um 14 Uhr Ortszeit in Washington, also um 19 Uhr deutscher Zeit. Der Termin steht im Sitzungskalender der Federal Reserve. Eine neue Projektionsrunde mit Zinsprognosen der Mitglieder gehört nicht dazu, eine Pressekonferenz des Vorsitzenden Kevin Warsh schon.

Das Zinsband liegt bei 3,75 bis 4,00 Prozent. Die Fed hatte es im September um einen Viertelpunkt angehoben, die erste Erhöhung seit mehr als drei Jahren. An den Vorhersagemärkten lag die Wahrscheinlichkeit für ein unverändertes Band am Dienstag zwischen 84 und 88 Prozent, für eine weitere Erhöhung zwischen 12 und 13 Prozent. Für die Dezembersitzung wird eine Erhöhung mit rund 78 Prozent erwartet.

Phil Camporeale, Chief Global Investment Strategist bei J.P. Morgan Wealth Management, schreibt dazu, man erwarte bei der Oktobersitzung keinen Schritt. Sein Haus rechnet mit rund 50 Basispunkten weiterer Erhöhungen, verteilt bis ins Jahr 2027. New Yorks Notenbankpräsident John Williams gab aus der Notenbank die Linie aus, es bestehe keine Eile.

So wirkt ein Zinserhöhungszyklus auf den Bitcoin-Kurs

Bitcoin hat die meiste Zeit seines Bestehens in fallenden oder gleichbleibenden Zinsen gelebt. Ein Erhöhungszyklus ist für diesen Markt neu, und er wirkt über drei Wege.

Erstens über die Alternative: Steigt der risikolose Zins, wirft Festgeld mehr ab, und ein Vermögenswert ohne laufenden Ertrag muss diesen Vorsprung über den Kurs aufholen. Zweitens über die Finanzierung: Wer auf Kredit oder mit Hebel investiert, zahlt mehr dafür, und ein Teil dieser Positionen wird geschlossen. Drittens über den Dollar: Höhere Zinsen stützen in der Regel die amerikanische Währung, und ein starker Dollar drückt den in Dollar notierten Bitcoin-Preis.

Der dritte Weg betrifft dich in Deutschland doppelt. Du zahlst in Euro, rechnest aber einen Dollarkurs um. Steigt der Dollar gegenüber dem Euro, fällt dein Euro-Verlust kleiner aus als der Dollar-Verlust, und umgekehrt. Bei 82.708 Dollar und 73.652 Euro liegt der umgerechnete Kurs derzeit bei knapp 1,123 Dollar je Euro.

Markenlose Hardware-Wallet aus dunklem Metall in einer geöffneten Handfläche, das Display bleibt schwarz, seitliches Fensterlicht
Wer Bitcoin im Spot hält und selbst verwahrt, zahlt keine Finanzierungskosten und hat vor der Fed-Sitzung keinen Liquidationspreis im Rücken.

Funding von 0,0034 Prozent je acht Stunden entspricht 3,75 Prozent im Jahr

Die Finanzierungsrate, im Handel Funding genannt, ist die Zahlung, die Inhaber von Dauerterminkontrakten alle acht Stunden untereinander leisten. Ist sie positiv, zahlen die Käufer an die Verkäufer, und der Terminmarkt liegt über dem Spotmarkt.

An der Börse OKX lag die Rate für den Bitcoin-Dauerkontrakt am Mittwochmorgen bei 0,00343 Prozent je acht Stunden. Hochgerechnet auf ein Jahr sind das rund 3,75 Prozent. Diese Zahl ist bemerkenswert, weil sie fast genau am oberen Rand des Zinsbands der Fed liegt. Eine gehebelte Kaufposition kostet im Moment also ungefähr so viel wie der risikolose Zins in Dollar, bevor der Kurs sich überhaupt bewegt hat.

Daraus folgt eine Rechnung, die jeder selbst anstellen kann: Wer eine Kaufposition über ein Jahr hält, braucht rund 3,75 Prozent Kursgewinn, nur um die Finanzierung zu bezahlen. Über eine Woche sind es 0,072 Prozent, über einen Monat 0,31 Prozent. Für eine Position, die bis zum 28. Oktober laufen soll, sind das etwa 0,07 Prozent oder 58 Dollar je gehaltenem Bitcoin.

Spot, ETN oder Perpetual: Was vor dem 28. Oktober den Unterschied macht

Für deutsche Anleger gibt es drei übliche Wege in Bitcoin, und sie verhalten sich vor einem Notenbanktermin unterschiedlich.

Der Kauf echter Coins an einer Börse mit Zulassung nach der europäischen Verordnung MiCA kostet eine einmalige Ordergebühr und danach nichts mehr. Es gibt keinen Liquidationspreis, eine Kursbewegung von zehn Prozent kostet zehn Prozent. Welche Anbieter in Deutschland zugelassen sind und was sie je Order nehmen, steht im Vergleich der Krypto-Börsen.

Ein börsengehandeltes Schuldverschreibungspapier, kurz ETN, bildet den Kurs über ein Wertpapierdepot ab und kostet eine laufende Verwaltungsgebühr. Entscheidend ist, ob das Papier physisch mit Coins hinterlegt ist oder die Entwicklung nur nachbildet. Diese Unterscheidung und die Gebührensätze der in Deutschland handelbaren Papiere stehen in unserer Übersicht zu Krypto-ETFs und ETNs in Deutschland.

Ein Dauerterminkontrakt mit Hebel kostet die Finanzierung aus dem vorigen Abschnitt und hat einen Liquidationspreis. Bei zehnfachem Hebel und einem Einstieg bei 82.708 Dollar liegt dieser Preis grob zehn Prozent entfernt, also bei rund 74.400 Dollar vor Gebühren. Die Spanne der vergangenen Nacht betrug 2,39 Prozent. Vier solcher Nächte in dieselbe Richtung reichen damit aus. Was die einzelnen Plattformen an Finanzierung verlangen, zeigt der Vergleich der Perp-Börsen.

Unsere Einschätzung: Der Zufluss kam von einem Anbieter, nicht vom Markt

Aus Sicht der Redaktion ist der Montag schwächer, als die Schlagzeile von 526,7 Millionen Dollar wirken lässt. Die Belege dafür stehen oben: IBIT nahm mit 665,2 Millionen Dollar mehr auf als der gesamte Nettobetrag, FBTC gab 83,6 Millionen ab, und der Monat steht weiterhin rund 88 Millionen Dollar im Minus. Die Ethereum-Fonds verloren am selben Tag 103,3 Millionen Dollar. Ein Markt, der breit kauft, sieht anders aus.

Dagegen spricht, dass die Herkunft des Geldes für die Kurswirkung keine Rolle spielt. Ein Fonds, der 665 Millionen Dollar aufnimmt, muss Coins kaufen, und dieser Kauf trifft auf dasselbe Orderbuch wie jeder andere. Dass der Kurs darauf nur mit 0,80 Prozent in 24 Stunden reagiert hat, sagt mehr über die Lage aus als die Zuflusszahl selbst: Es steht genug Material zum Verkauf bereit, um solche Beträge aufzunehmen.

Für die Woche bis zur Fed-Sitzung bedeutet das, dass die Fondsströme den Kurs voraussichtlich nicht aus seiner Spanne heben. Die Entscheidung am 28. Oktober ist der Termin, an dem sich das ändern kann, und die Vorhersagemärkte rechnen dort mit keiner Änderung. Das Rückschlagrisiko liegt damit weniger in der Entscheidung selbst als in dem, was Kevin Warsh auf der Pressekonferenz zum Dezember sagt.

Bitcoin vor dem 28. Oktober: Die Linie liegt bei 81.679 Dollar

Drei Schritte, die sich vor dem Notenbanktermin lohnen:

  1. Die Form deiner Position prüfen. Hältst du echte Coins, ein Wertpapier oder einen gehebelten Kontrakt? Nur beim dritten Weg gibt es einen Liquidationspreis, und nur dort kostet das Halten laufend Geld. Die Gebührenmodelle der zugelassenen Handelsplätze stehen im Vergleich der Krypto-Börsen.
  2. Den Abstand zum Liquidationspreis nachrechnen. Teile deinen Einstiegskurs durch den Hebel, das ergibt grob die Bewegung, die deine Position auslöscht. Bei zehnfachem Hebel sind das zehn Prozent, bei fünffachem zwanzig. Die Finanzierungssätze der Plattformen stehen im Vergleich der Perp-Börsen.
  3. Die Anschaffungsdaten festhalten. Kauf- und Verkaufszeitpunkte entscheiden in Deutschland über die steuerliche Behandlung deiner Gewinne. Wer mehrere Handelsplätze nutzt, verliert die Übersicht schnell; welche Werkzeuge das übernehmen, zeigt der Vergleich der Steuer-Tools.

Nach unten bleibt die 50-Tage-Linie bei 81.679 Dollar die Marke, an der sich entscheidet, ob die Seitwärtsphase hält. Nach oben liegt die 20-Tage-Linie bei 83.117 Dollar. Solange der Kurs zwischen beiden steht, ist jede Richtungsaussage eine Wette auf den 28. Oktober.

(Stand: 21. Oktober 2026. Dieser Beitrag ist keine Anlageberatung. Kurse und Gebührenmodelle ändern sich; prüfe die Konditionen vor jedem Kauf beim Anbieter selbst.)

Häufige Fragen zum Bitcoin-Kurs

Transparenzhinweis: Dieser Beitrag wurde unter Zuhilfenahme künstlicher Intelligenz erstellt und vor der Veröffentlichung redaktionell geprüft. Alle Zahlen und Angaben wurden gegen die im Text verlinkten Primärquellen abgeglichen. Das Beitragsbild wurde mit KI erzeugt.

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