Die in diesem Artikel bereitgestellten Informationen dienen ausschließlich zu Informationszwecken und stellen keine Finanzberatung dar. Investitionen in Kryptowährungen sind mit einem hohen Risiko verbunden. Führe immer deine eigene Recherche durch.

Bitcoin Kurs 25 Prozent unter dem Stand von vor einem Jahr: Was du jetzt tun kannst

Vor einem Jahr kostete ein Bitcoin 99.310 Euro, heute sind es 74.239 Euro. Für den Jahrgang vom Oktober 2025 läuft damit die Spekulationsfrist ab, und das ändert die Rechnung hinter jedem Verkauf.

Schwere mechanische Messinguhr auf einer dunklen Werkbank, der kräftige Zeiger steht knapp neben seinem Ausgangspunkt, auf dem Zifferblatt das eingeprägte Bitcoin-Zeichen
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Kategorien: Bitcoin

Wer am 14. Oktober 2025 Bitcoin gekauft hat, sieht heute einen Kurs, der rund ein Viertel tiefer liegt als der eigene Einstand. Vor einem Jahr kostete ein Bitcoin 115.226 Dollar oder 99.310 Euro, am Mittwochmittag sind es 82.709 Dollar und 74.239 Euro. Das sind 28,2 Prozent weniger in Dollar und 25,2 Prozent weniger in Euro. Für genau diesen Jahrgang läuft mit dem heutigen Tag die einjährige Spekulationsfrist des deutschen Steuerrechts ab, und damit ändert sich nicht der Kurs, aber die Rechnung dahinter.

Die Zahlen stammen aus den Kursreihen von CoinGecko für den jeweiligen Kalendertag. Der Terminbörsen-Index von Deribit lag zur selben Zeit bei 82.844 Dollar, also 135 Dollar über dem Spotwert. Diese Spanne von 0,16 Prozent ist normal und zeigt, wie eng Kassamarkt und Terminmarkt an diesem ruhigen Tag beieinander liegen.

Der Jahresvergleich: 99.310 Euro damals, 74.239 Euro heute

Ein Jahresvergleich wirkt zunächst wie eine Buchhalterübung. Er entscheidet in Deutschland aber darüber, welche steuerlichen Regeln auf einen Verkauf überhaupt noch anwendbar sind, und er ordnet die Lage besser ein als jede Tagesveränderung. Am Mittwoch bewegte sich der Kurs um 0,67 Prozent nach unten, über sieben Tage sind es 0,4 Prozent Minus, über 30 Tage dagegen 7,08 Prozent Plus.

Diese drei Zahlen widersprechen sich nicht, sie messen nur verschiedene Fenster. Der Monatswert trägt die Erholung aus dem Spätsommer, der Jahreswert trägt den Absturz aus dem Winter und Frühjahr. Wer nur auf den Tag schaut, hält den Markt für regungslos. Wer nur auf das Jahr schaut, hält ihn für gescheitert. Beides geht an der Lage vorbei.

StichtagKurs in DollarKurs in Euro
6. Oktober 2025, Allzeithoch126.080keine Tagesreihe
14. Oktober 2025, vor einem Jahr115.22799.310
27. Oktober 2025, Jahreshoch114.41998.195
1. Juli 2026, Jahrestief58.56651.474
14. Oktober 2026, heute82.70974.239

Vom Jahrestief am Mittwoch, dem 1. Juli, hat sich der Kurs um 41,4 Prozent erholt. Vom Allzeithoch am Montag, dem 6. Oktober 2025, fehlen weiterhin 34,4 Prozent. Beide Strecken gehören zur selben Zwölfmonatsspanne.

Warum der Verlust in Euro kleiner ausfällt als in Dollar

Zwischen den beiden Verlustzahlen liegen drei Prozentpunkte, und die haben nichts mit Bitcoin zu tun. Der Unterschied stammt aus dem Wechselkurs. Im Oktober 2025 bekam man für einen Euro rund 1,16 Dollar, aktuell sind es rund 1,114 Dollar. Der Dollar hat gegenüber dem Euro also zugelegt, und ein in Dollar notiertes Gut verliert dadurch aus deutscher Sicht weniger.

Diese Unterscheidung ist keine Spitzfindigkeit. Das Finanzamt rechnet in Euro. Ein deutscher Anleger, der seinen Gewinn oder Verlust in Dollar ausrechnet, weil die Handelsoberfläche ihn so anzeigt, kommt auf ein anderes Ergebnis als die Steuererklärung. Maßgeblich ist der Eurowert zum Zeitpunkt der Anschaffung und zum Zeitpunkt der Veräußerung.

Ein Zahlenbeispiel macht den Unterschied greifbar. Wer vor einem Jahr 10.000 Euro eingesetzt hat, hält heute einen Gegenwert von rund 7.475 Euro. In Dollar gerechnet wären aus 11.600 Dollar rund 8.330 Dollar geworden. Die Dollarrechnung zeigt einen um gut 300 Euro größeren Verlust, als tatsächlich in der Steuererklärung steht.

Querschnitt eines gesägten Baumstamms auf dunklem Werkstatttisch, die Jahresringe treten scharf hervor, ein schmaler Messingstift steckt in einem der äußeren Ringe
Jahresringe zeigen, was ein einzelnes Jahr im Verhältnis zu allen anderen wert ist.

Das Allzeithoch vom 6. Oktober 2025 ist älter als ein Jahr

Der höchste je gezahlte Kurs liegt bei 126.080 Dollar und stammt vom 6. Oktober 2025. Seit vergangenem Dienstag ist dieser Rekord damit älter als zwölf Monate. Das höchste Niveau der zurückliegenden 365 Tage lag bei 114.419 Dollar am 27. Oktober 2025, also bereits unter dem Rekord.

Für die Einordnung heißt das: Der Markt hat in einem vollen Jahr keinen neuen Höchststand mehr gesehen. Solche Phasen hat es in der Geschichte von Bitcoin mehrfach gegeben, und sie haben unterschiedlich lange gedauert. Eine Aussage über die Richtung der nächsten Monate folgt daraus nicht, wohl aber eine über die Erwartungshaltung: Wer seit Herbst 2025 auf einen schnellen neuen Rekord gesetzt hat, wartet inzwischen länger, als die meisten Zeitpläne vorsahen.

236 von 366 Tagen lagen unter dem heutigen Kurs

Hier wird der Jahresvergleich interessant. Zählt man die Tagesschlusskurse der vergangenen 366 Tage durch, lagen 236 davon unter dem heutigen Stand. Das sind 64,5 Prozent. Der aktuelle Kurs ist also kein schwacher Wert im Jahresverlauf, sondern einer, über dem nur gut ein Drittel aller Tage lag.

Dieser Befund steht nur scheinbar im Widerspruch zum Verlust von 25 Prozent. Beide Aussagen sind richtig, weil sie unterschiedliche Fragen beantworten. Der Jahresvergleich misst zwei Punkte, der Tageszähler misst die ganze Strecke dazwischen. Wer vor einem Jahr gekauft hat, erwischte einen der teuersten Einstiege des gesamten Zeitraums.

Die 200-Tage-Linie bei 72.204 Dollar und was sich seit dem 11. Oktober geändert hat

Die 200-Tage-Linie ist der Durchschnitt der Schlusskurse der vergangenen 200 Handelstage. Diese Linie glättet Ausreißer und gilt vielen Marktteilnehmern als grobe Trennlinie zwischen einem aufwärts und einem abwärts gerichteten Markt. Aktuell liegt sie bei 72.204 Dollar, der Kurs also 14,7 Prozent darüber.

In unserer Auswertung vom 11. Oktober betrug dieser Abstand noch 15,4 Prozent. Der Puffer ist seitdem um 0,7 Prozentpunkte geschrumpft, und zwar nicht, weil der Kurs stark gefallen wäre, sondern weil die Durchschnittslinie weiter steigt. Die Linie zieht die niedrigen Kurse des Frühsommers nach und nach aus ihrem Fenster heraus. Das verkürzt den Abstand auch bei einem seitwärts laufenden Markt.

Der Marktbericht vom Dienstag hatte Bitcoin bei 83.200 Dollar gesehen, mit deutlicher relativer Stärke gegenüber Solana. Diese Stärke besteht fort, der Abstand hat sich nur leicht verringert: Bitcoin liegt über sieben Tage 0,4 Prozent im Minus, Solana 8,97 Prozent.

Die 50-Tage-Linie bei 81.190 Dollar als nächste Marke nach unten

Deutlich näher liegt die 50-Tage-Linie bei 81.190 Dollar. Der Kurs steht nur 2,0 Prozent darüber. Damit ist sie die erste Marke, an der sich ein Rücksetzer messen lässt, und sie ist in den vergangenen Wochen mehrfach getestet worden.

Wer mit Hebel arbeitet, sollte diese Zahl kennen, bevor er eine Position eröffnet. Bei einem fünffachen Hebel reicht ein Rückgang von 20 Prozent für die Liquidation, bei zehnfachem Hebel genügen 10 Prozent. Vom aktuellen Stand bis zur 200-Tage-Linie sind es 12,8 Prozent nach unten. Eine zehnfach gehebelte Position überlebt eine Bewegung bis dorthin rechnerisch nicht. Wer in der Tabelle der Liquidationspreise nachsieht, findet dort die einzige Zahl, die im Ernstfall zählt.

Was die Schwankungserwartung am Terminmarkt zeigt

Der Volatilitätsindex der Optionsbörse Deribit, kurz DVOL, misst, welche Schwankungsbreite der Terminmarkt für die kommenden 30 Tage einpreist. Er steht bei 38,44 Punkten. Am 3. Oktober lag er bei 35,36, in den vergangenen 90 Tagen bewegte er sich zwischen 33,59 und 43,41. Die Erwartung ist also seit elf Tagen gestiegen, bleibt aber in der Mitte ihrer Spanne. Die laufenden Werte stehen auf der Kennzahlenseite von Deribit.

Ein steigender DVOL bei kaum bewegtem Kurs bedeutet, dass Absicherung teurer wird, bevor sich etwas bewegt. Der nächstliegende Grund ist der Kalender: Am Mittwoch stehen die US-Verbraucherpreise an, am Mittwoch, dem 28. Oktober, entscheidet die US-Notenbank über den Leitzins. Beide Termine fallen in das Fenster, das der Index abdeckt.

Abgenutzte hölzerne Messlatte an einer dunklen Werkstattwand, mehrere tief eingekerbte Markierungen auf verschiedenen Höhen, daneben ein alter Metallschrank
Die Kerben halten fest, wie hoch es schon einmal stand.

Die Ein-Jahres-Frist nach Paragraf 23 EStG und die 1.000-Euro-Freigrenze

Bitcoin im Privatvermögen fällt in Deutschland unter die privaten Veräußerungsgeschäfte nach Paragraf 23 Einkommensteuergesetz. Ein Gewinn ist steuerpflichtig, wenn zwischen Anschaffung und Verkauf nicht mehr als ein Jahr liegt. Nach Ablauf dieses Jahres ist der Verkauf kein privates Veräußerungsgeschäft mehr, der Gewinn bleibt steuerfrei.

Das maßgebliche Schreiben des Bundesfinanzministeriums vom 6. März 2025 hat die Fassung vom 10. Mai 2022 ersetzt und diese Linie bestätigt. Es stellt außerdem klar, dass die Verlängerung der Frist auf zehn Jahre bei Zahlungstoken wie Bitcoin nicht greift, auch dann nicht, wenn die Bestände über Lending oder Staking Erträge abwerfen.

Innerhalb des Jahres gilt eine Freigrenze von 1.000 Euro pro Kalenderjahr. Freigrenze heißt: Wird sie erreicht oder überschritten, ist der gesamte Gewinn steuerpflichtig, nicht nur der übersteigende Teil. Die Freigrenze gilt zudem für alle privaten Veräußerungsgeschäfte eines Jahres zusammen, also etwa auch für Gold oder andere Token.

Die unangenehme Seite dieser Systematik betrifft Verluste. Ein Verlust aus einem privaten Veräußerungsgeschäft lässt sich nur mit Gewinnen aus privaten Veräußerungsgeschäften verrechnen, im selben Jahr, über einen Rücktrag in das Vorjahr oder über einen zeitlich unbegrenzten Vortrag. Wer dagegen nach Ablauf des Jahres mit Verlust verkauft, verkauft außerhalb von Paragraf 23. Dann gibt es keinen steuerpflichtigen Gewinn, und folgerichtig auch keinen Verlust, der sich verrechnen ließe. Für den Jahrgang vom Oktober 2025 ist genau das seit heute der Fall. Passende Werkzeuge für diese Rechnung stehen im Vergleich der Krypto-Steuer-Tools.

Wie das Finanzamt die Reihenfolge der Käufe bestimmt

Die wenigsten Anleger haben an einem einzigen Tag gekauft. Für sie entscheidet die Reihenfolge, welche Einheiten als verkauft gelten. Lässt sich die einzelne Einheit nicht eindeutig zuordnen, gelten nach dem Schreiben des Bundesfinanzministeriums für die Zwecke der Haltefrist die zuerst angeschafften Bitcoin als veräußert. Dieses Verfahren ist als First in, first out bekannt, abgekürzt FIFO.

Praktisch heißt das: Wer im Oktober 2025 und im Juli 2026 gekauft hat und heute einen Teil verkauft, gibt zuerst die alten Stücke ab. Die sind über ein Jahr gehalten, also steuerfrei und zugleich ohne verrechenbaren Verlust. Die günstigen Stücke vom Juli 2026 bleiben im Bestand und werden erst im Juli 2027 steuerfrei. Wer diese Reihenfolge nicht kennt, plant an der eigenen Steuerlast vorbei.

Eine saubere Dokumentation ist die Voraussetzung dafür. Benötigt werden je Kauf das Datum, die Menge und der Eurogegenwert zum Anschaffungszeitpunkt, dazu dieselben Angaben für jeden Verkauf. Wer über mehrere Börsen und Wallets verteilt ist, trägt diese Historie zusammen, bevor er handelt, nicht erst im Frühjahr beim Ausfüllen der Anlage SO.

Unsere Einschätzung zur Lage vor der Fed-Sitzung am 28. Oktober

Aus Sicht der Redaktion ist die aktuelle Lage weniger schwach, als der Jahresvergleich nahelegt, und weniger stabil, als der Monatsgewinn von 7,08 Prozent verspricht. Dafür sprechen drei belegbare Punkte. Erstens liegt der Kurs über 64,5 Prozent aller Tagesschlusskurse des vergangenen Jahres. Zweitens hält der Abstand zur 200-Tage-Linie mit 14,7 Prozent einen spürbaren Puffer. Drittens zieht die eingepreiste Schwankungsbreite von 35,36 auf 38,44 Punkte an, und zwar vor zwei Terminen, deren Ausgang offen ist.

Dagegen spricht die Nähe zur 50-Tage-Linie bei 81.190 Dollar, nur 2,0 Prozent unter dem aktuellen Kurs. Fällt der Kurs darunter, ist die nächste begründete Auffanglinie erst 12,8 Prozent tiefer. Diese Einschätzung bewertet die Lage, sie ist keine Empfehlung zum Kauf oder Verkauf. Bei Kryptowerten ist ein Totalverlust möglich.

Was ein Verkauf an Gebühren kostet

Wer nach dieser Rechnung tatsächlich Bestände abgeben will, trifft auf eine zweite Kostenstelle, die mit dem Kurs nichts zu tun hat. Zwischen Handelsplätzen liegen bei Bitcoin je nach Modell deutliche Unterschiede, und bei einem Betrag im vierstelligen Bereich übersteigt die Gebührenersparnis schnell das, was eine Stunde Kursbewegung ausmacht. Die Konditionen der Anbieter stehen im Vergleich der Verkaufswege für Bitcoin.

Zum Vergleich gehört auch die Frage, ob das Guthaben überhaupt verkauft werden muss. Ein Umzug in die eigene Verwahrung löst keine Steuer aus, weil kein Veräußerungsgeschäft stattfindet. Er ändert aber nichts an der laufenden Haltefrist, denn die hängt an der Anschaffung, nicht am Aufbewahrungsort.

Bitcoin nach einem Jahr: Unter 72.200 Dollar kippt das Bild

Das Jahr seit dem 14. Oktober 2025 hat zwei Dinge gezeigt. Der Einstieg zu 99.310 Euro war einer der teuersten des Zeitraums, und der heutige Stand liegt trotzdem über zwei Dritteln aller Tage dieses Jahres. Entscheidend für die kommenden Wochen ist, ob die 200-Tage-Linie bei 72.204 Dollar hält. Drei Schritte ordnen die eigene Lage:

  1. Kaufdaten und Eurogegenwerte je Position zusammentragen und prüfen, welche Teile die Jahresfrist überschritten haben. Hilfsmittel dafür stehen im Vergleich der Krypto-Steuer-Tools.
  2. Vor einem Verkauf die Gebühren der infrage kommenden Handelsplätze gegenüberstellen, nachzulesen im Vergleich der Verkaufswege.
  3. Wer weiter aufbauen und den Einstiegszeitpunkt entschärfen will, verteilt den Kauf über Raten statt eines Einmalbetrags. Die Anbieter dafür stehen im Sparplan-Vergleich.

Dieser Text ersetzt keine Steuerberatung. Für die Beurteilung des Einzelfalls ist eine steuerberatende Person zuständig.

(Stand: 14. Oktober 2026. Dieser Beitrag ist keine Anlageberatung. Kurse und Gebührenmodelle ändern sich; prüfe die Konditionen vor jedem Kauf beim Anbieter selbst.)

Häufige Fragen zum Bitcoin Kurs

Transparenzhinweis: Dieser Beitrag wurde unter Zuhilfenahme künstlicher Intelligenz erstellt und vor der Veröffentlichung redaktionell geprüft. Alle Zahlen und Angaben wurden gegen die im Text verlinkten Primärquellen abgeglichen. Das Beitragsbild wurde mit KI erzeugt.

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