Die in diesem Artikel bereitgestellten Informationen dienen ausschließlich zu Informationszwecken und stellen keine Finanzberatung dar. Investitionen in Kryptowährungen sind mit einem hohen Risiko verbunden. Führe immer deine eigene Recherche durch.

XRP Prognose: 100-Tage-Linie steigt über die 200-Tage-Linie, 6,05 Milliarden XRP wandern auf die Börsen: Was jetzt wichtig ist

Einordnung: Am 21. Oktober ist die 100-Tage-Linie von XRP über die 200-Tage-Linie gestiegen, zum ersten Mal in unserer messbaren Reihe seit dem 11. Mai. Im selben Zeitraum haben die Börsen 6,05 Milliarden XRP aufgenommen, und beide Zahlen zeigen in verschiedene Richtungen.

Nächtliches Frachtterminal mit gestapelten Containern, in der Stirnwand der Lagerhalle leuchtet das XRP-Zeichen als großes Intarsienfeld
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Belegt ist: Die 100-Tage-Linie von XRP lag am 20. Oktober noch 0,09 Prozent unter der 200-Tage-Linie und am 21. Oktober 0,10 Prozent darüber. Am Freitagvormittag beträgt der Abstand 0,49 Prozent, der Kurs steht bei rund 1,32 Dollar. Unsere Einschätzung dazu folgt weiter unten: Die Kreuzung stammt aus dem Kalender und nicht aus frischer Nachfrage, und wer sie als Kaufsignal liest, verwechselt eine Rechenmechanik mit einem Markt. Dieser Text zeigt beide Seiten mit Zahlen, nennt die Marken, die daraus folgen, und sagt, was ein Anleger in Deutschland heute damit anfangen kann.

Die 100-Tage-Linie hat die 200-Tage-Linie am 21. Oktober geschnitten

Eine gleitende Durchschnittslinie ist der Mittelwert der Tagesschlusskurse einer festen Zahl von Tagen. Die 100-Tage-Linie mittelt also die letzten 100 Schlusskurse, die 200-Tage-Linie die letzten 200. Weil jeder neue Tag den ältesten aus dem Fenster schiebt, bewegt sich so eine Linie auch dann, wenn am Markt gar nichts passiert.

Wir haben die Tagesschlusskurse von XRP für die zurückliegenden zwölf Monate bei CoinGecko abgerufen, die Reihe auf einen Wert je Kalendertag bereinigt und beide Linien selbst gerechnet. Das Ergebnis für den 23. Oktober: Die 100-Tage-Linie liegt bei 1,286 Dollar, die 200-Tage-Linie bei 1,280 Dollar. Der Schnittpunkt fällt auf den 21. Oktober. Davor verlief die kürzere Linie durchgehend unter der längeren, am 11. Mai mit dem größten Abstand der Reihe von 19,94 Prozent.

Wie der Kurs auf Sicht von Monaten einzuordnen ist, steht in unserer XRP Prognose, die wir laufend mit den aktuellen Marken fortschreiben.

Eine Einschränkung gehört dazu, weil sie die Aussage begrenzt: Unsere Reihe reicht bis zum 24. Oktober 2025 zurück. Die 200-Tage-Linie lässt sich daraus erst ab dem 11. Mai 2026 berechnen. Ob die beiden Linien davor schon einmal in dieser Richtung gekreuzt haben, sagt unsere Messung nicht, und wir behaupten es deshalb auch nicht.

Liniendiagramm der XRP-Tagesschlusskurse mit 100-Tage-Linie und 200-Tage-Linie über 120 Handelstage, die Kreuzung am 21. Oktober 2026 ist markiert
Eigene Erhebung auf Basis der CoinGecko-Tagesschlusskurse: Die blaue 100-Tage-Linie schiebt sich am 21. Oktober über die rote 200-Tage-Linie.

Der Basiseffekt hebt die 100-Tage-Linie, während der Kurs 6,78 Prozent verliert

Jetzt wird es interessant, denn die beiden Bewegungen passen nicht zusammen. Seit dem 8. Oktober ist die 100-Tage-Linie um 2,93 Prozent gestiegen, von 1,2494 auf 1,286 Dollar. Der Kurs selbst ist im gleichen Zeitraum um 6,78 Prozent gefallen, von 1,4208 auf 1,3245 Dollar. Eine Linie steigt, der Kurs fällt, und beides ist richtig gerechnet.

Die Erklärung steckt im Fenster. Das 100-Tage-Fenster reicht heute vom 16. Juli bis zum 23. Oktober. In den vergangenen 15 Tagen sind Tage aus diesem Fenster herausgefallen, deren Schlusskurse im Mittel bei 1,1017 Dollar lagen, die erste Julihälfte. Hereingekommen sind 15 Tage mit einem Mittel von 1,3460 Dollar. Zwischen alt und neu liegen 24,4 Cent je Tag. Dieser Austausch hebt den Mittelwert, ganz ohne einen einzigen zusätzlichen Käufer.

In der Fachsprache heißt dieser Effekt Basiseffekt: Eine Kennzahl verändert sich, weil der Vergleichszeitraum wechselt, nicht weil sich die Sache selbst verändert hat. Noch immer liegen 29 der 100 Tage im Fenster unter 1,10 Dollar, Rückstände aus dem Sommer. Diese Tage fallen in den kommenden Wochen nach und nach heraus. Solange das anhält, steigt die 100-Tage-Linie weiter, selbst wenn XRP auf der Stelle tritt.

Der Grund für den Sprung liegt im August. Vom 19. bis zum 22. August zog XRP von 1,0011 auf 1,4543 Dollar an, ein Plus von 45,3 Prozent in drei Handelstagen. Genau diese Tage sitzen heute mitten im 100-Tage-Fenster und ziehen den Mittelwert nach oben, während sie im 200-Tage-Fenster von viel schwächeren Monaten verwässert werden.

6,05 Milliarden XRP sind in 30 Tagen auf die Börsen geflossen

Parallel zur Kreuzung läuft eine Bewegung, die in die andere Richtung deutet. Nach Daten des Analysehauses CryptoQuant, die Cointelegraph am 20. Oktober ausgewertet hat, sind in den 30 Tagen bis zum 19. Oktober rund 6,05 Milliarden XRP auf die beobachteten Handelsplätze geflossen. Das ist der höchste Wert seit März. Allein auf Binance entfielen rund 2,46 Milliarden Token und damit 40,7 Prozent.

Was heißt das? Token, die auf eine Börse wandern, liegen dort verkaufsbereit. Zwingend verkauft wird deshalb noch nichts, CryptoQuant selbst nennt als mögliche Gründe auch schlicht mehr Handelsaktivität und Umschichtungen zwischen Wallets. Aber das Angebot, das jederzeit auf den Markt treffen kann, wächst. Für die Kursbildung zählt genau dieses Angebot, nicht der Bestand in den Cold Wallets.

Der Stand seit dem 21. Oktober: Wale draußen, Börsen voll

Am Dienstag haben wir an dieser Stelle die Gegenseite gemessen: Die Abflüsse großer Adressen von Binance lagen im 90-Tage-Mittel bei 49,7 Millionen Dollar und damit auf dem tiefsten Stand seit fünf Jahren. Seitdem hat sich am Bild wenig geändert, und die Kombination ist das eigentlich Bemerkenswerte: Große Halter holen so wenig von der Börse wie seit fünf Jahren nicht, gleichzeitig schieben andere so viel darauf wie seit März nicht.

Der Kurs hat sich in diesen beiden Tagen kaum bewegt. Am 21. Oktober stand XRP bei 1,33 Dollar, am Freitagvormittag bei rund 1,32 Dollar, mit einer Tagesspanne zwischen 1,30 und 1,33 Dollar. Zwei starke Gegenkräfte, die sich aufheben, ergeben genau so ein Bild: viel Bewegung unter der Oberfläche, wenig am Preis.

Stählerne Gleisweiche bei Nacht im Regen, zwei polierte Schienenstränge berühren sich an der Zungenspitze
Zwei Linien, die sich berühren und danach auseinanderlaufen: 0,49 Prozent trennen die beiden Durchschnitte am Freitag.

Bei 1,286 und 1,280 Dollar liegt das enge Auffangband

Aus der Kreuzung folgen zwei Marken, die dicht beieinanderliegen, und das macht sie für die kommenden Wochen brauchbar. Die 100-Tage-Linie steht bei 1,286 Dollar, die 200-Tage-Linie bei 1,280 Dollar. Zwischen beiden liegen 0,6 Cent oder 0,49 Prozent. Vom aktuellen Kurs aus sind es 2,99 Prozent nach unten bis zur oberen Kante dieses Bandes.

Ein solches Band ist deshalb von Bedeutung, weil viele automatische Handelssysteme genau an diesen beiden Linien ihre Aufträge ausrichten. Hält der Kurs darüber, bleibt das Bild der vergangenen Wochen intakt. Fällt er darunter und schließt dort, ist die Kreuzung praktisch sofort wieder hinfällig, denn dann drückt der neue Tiefkurs die 100-Tage-Linie schneller als die trägere 200-Tage-Linie.

Den letzten Tagesschluss unter der 100-Tage-Linie gab es am 20. August bei 1,1051 Dollar. Seitdem liegt XRP ohne Unterbrechung darüber. Diese Serie ist die eigentliche Information, nicht die Kreuzung selbst.

Die 50-Tage-Linie bei 1,41 Dollar ist der nächste Widerstand

Nach oben steht die kürzeste der drei Linien im Weg. Die 50-Tage-Linie liegt bei 1,4127 Dollar, also 6,24 Prozent über dem aktuellen Kurs. Diese Linie fällt seit Anfang Oktober, weil die starken Septembertage nach und nach aus ihrem Fenster laufen. Bewegen sich Kurs und 50-Tage-Linie weiter aufeinander zu, treffen sie sich rechnerisch im Bereich um 1,36 bis 1,38 Dollar.

Zur Einordnung der Spanne: Das Jahreshoch der Reihe liegt bei 2,6455 Dollar vom 27. Oktober 2025, das Jahrestief bei 0,9927 Dollar vom 17. August 2026. XRP steht heute ziemlich genau in der Mitte dieser beiden Extreme, und das erklärt, warum sich die langen Linien gerade treffen.

So rechnest du den Abstand zur 100-Tage-Linie selbst nach

Die Rechnung braucht kein Werkzeug und kein Abonnement. Du nimmst die Tagesschlusskurse der letzten 100 Tage, bildest den Mittelwert und teilst den aktuellen Kurs durch diesen Mittelwert. Ein Wert über 1 bedeutet, der Kurs liegt über der Linie. Für den 23. Oktober ergibt das 1,3245 geteilt durch 1,286, also 1,0299 oder 2,99 Prozent Abstand.

Zwei Dinge sind dabei wichtig. Erstens: Nimm Tagesschlusskurse in einer Währung und aus einer Quelle, sonst mischst du Zeitzonen und Kursstellungen. Zweitens: Prüfe, ob deine Reihe Lücken hat. Viele kostenlose Datenquellen liefern an manchen Tagen zwei Werte oder gar keinen, und schon verschiebt sich das Fenster. Wir haben unsere Reihe vor der Rechnung auf genau einen Wert je Kalendertag bereinigt, sonst wäre die Kreuzung um einen Tag verrutscht.

Schwerer Messschieber aus Stahl auf einer dunklen Werkbank, seine Backen umfassen einen sehr schmalen Spalt zwischen zwei Metallplatten
0,6 Cent liegen zwischen der 100- und der 200-Tage-Linie. Nachrechnen lohnt sich bei so engen Abständen.

Ripple stützt die SEC-Regeln, der XRP-Status bleibt offen

Neben der Chartlage läuft die regulatorische Linie weiter. Ripple hat am 20. Oktober, zum Ende der Kommentarfrist, eine 20 Seiten lange Stellungnahme zum Regelentwurf Regulation Crypto Assets bei der US-Börsenaufsicht SEC eingereicht, berichtet Crypto Briefing. Kern des Arguments: Ein Investmentvertrag über einen Token macht den Token selbst nicht automatisch zu einem Wertpapier. Ripples Chefjurist Stuart Alderoty beziffert die bisherigen Kosten der Rechtsklärung auf über 150 Millionen Dollar.

Für den Kurs ändert das zunächst nichts, und genau das ist der Punkt, an dem viele Meldungen zu weit gehen. Die SEC hat die Regeln nicht beschlossen, sie wertet die Eingaben aus. Eine Stellungnahme eines Unternehmens ist kein Verwaltungsakt. Wer daraus eine Statusänderung für XRP ableitet, liest mehr hinein, als dort steht.

Für Anleger in Deutschland ist die US-Regel ohnehin nicht der maßgebliche Rahmen. Hier gilt MiCA, und die praktische Folge ist eine andere: Der Handelsplatz, über den du kaufst, braucht eine Zulassung in der EU. Welche Anbieter diese Zulassung halten und was sie kosten, steht im Vergleich der Krypto-Börsen.

Haltefrist, Verwahrung und Steuer: Was in Deutschland zählt

Drei Punkte zählen jetzt konkret. Der erste betrifft die Haltefrist. Wer XRP länger als ein Jahr im eigenen Bestand hält, kann den Gewinn in Deutschland bisher steuerfrei vereinnahmen. Wird in diesen Tagen hin und her geschoben, startet die Frist für die verkaufte Menge neu. Wie der aktuelle Stand der Reform aussieht, haben wir in der Übersicht zur Haltefrist zusammengefasst.

Der zweite Punkt ist die Verwahrung, und er hängt direkt an den 6,05 Milliarden Token auf den Börsen. Was auf einem Handelsplatz liegt, gehört dir rechtlich nicht in derselben Weise wie ein Bestand in deiner eigenen Wallet. Wer nicht handeln will, hat auf der Börse nichts zu gewinnen und ein Ausfallrisiko zu tragen. Welche Geräte dafür taugen und was sie kosten, zeigt der Hardware-Wallet-Vergleich.

Der dritte Punkt ist die Dokumentation. Jeder Transfer zwischen Börse und Wallet erzeugt einen Eintrag, den das Finanzamt später nachvollziehen können will. Wer im Oktober umgeschichtet hat, trägt die Vorgänge besser jetzt zusammen als im Frühjahr.

Unsere Einschätzung zur Kreuzung

Aus Sicht der Redaktion ist die Kreuzung vom 21. Oktober ein Kalendereffekt und kein Nachfragesignal. Dafür sprechen die eigenen Zahlen: Die 100-Tage-Linie stieg seit dem 8. Oktober um 2,93 Prozent, während der Kurs um 6,78 Prozent nachgab, und der Austausch im Fenster erklärt mit 24,4 Cent Differenz je Tag die gesamte Bewegung. Dagegen spricht, dass solche Kreuzungen von automatischen Systemen gehandelt werden und damit eine eigene, wenn auch kurze Wirkung entfalten können. Dazu kommt das Band bei 1,286 und 1,280 Dollar, das als Auffanglinie tatsächlich existiert, egal wie es zustande kam.

Was die Einschätzung kippen würde, lässt sich benennen: ein Tagesschluss über 1,41 Dollar, also über der 50-Tage-Linie, oder ein deutlicher Rückgang der Börsenzuflüsse unter das Niveau von Mitte August. Beides ist messbar, beides steht derzeit aus. Am 28. Oktober entscheidet außerdem die US-Notenbank über den Leitzins, und dieser Termin bewegt den Gesamtmarkt erfahrungsgemäß stärker als jede Durchschnittslinie.

XRP bei 1,32 Dollar: Die Kreuzung allein bringt keine Nachfrage

  1. Schreib dir die beiden Marken 1,286 und 1,280 Dollar auf und prüfe am Monatsende, ob XRP darüber geblieben ist. Fällt der Kurs darunter und schließt dort, ist die Kreuzung erledigt. Wer dafür eine Börse mit EU-Zulassung sucht, findet sie im Börsenvergleich.
  2. Geh deinen Bestand durch und trenne, was du handeln willst, von dem, was liegen bleiben soll. Der Teil, der liegen bleibt, gehört in die eigene Verwahrung, und der Hardware-Wallet-Vergleich nennt die Geräte samt Preisen.
  3. Zieh deine Oktober-Transaktionen jetzt zusammen, solange die Belege greifbar sind. Die Werkzeuge dafür stehen im Vergleich der Steuer-Tools.

(Stand: 23. Oktober 2026. Dieser Beitrag ist keine Anlageberatung. Kurse und Gebührenmodelle ändern sich; prüfe die Konditionen vor jedem Kauf beim Anbieter selbst.)

Häufige Fragen zu XRP

Transparenzhinweis: Dieser Beitrag wurde unter Zuhilfenahme künstlicher Intelligenz erstellt und vor der Veröffentlichung redaktionell geprüft. Alle Zahlen und Angaben wurden gegen die im Text verlinkten Primärquellen abgeglichen. Das Beitragsbild wurde mit KI erzeugt.

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