Die in diesem Artikel bereitgestellten Informationen dienen ausschließlich zu Informationszwecken und stellen keine Finanzberatung dar. Investitionen in Kryptowährungen sind mit einem hohen Risiko verbunden. Führe immer deine eigene Recherche durch.

XRP Prognose: Wale ziehen nur noch 49,7 Millionen Dollar von Binance ab: Doppelt so stark wie Bitcoin

Analyse: Die Wal-Abflüsse von XRP bei Binance sind auf den tiefsten Stand seit Oktober 2021 gefallen, und der Kurs steigt am Mittwochabend doppelt so stark wie Bitcoin. Belegt ist die Zahl, die Deutung ist offen. Was ein versiegender Abfluss für deutsche Halter heißt, steht weiter unten.

Fast geschlossenes stählernes Schleusentor eines Stausees bei Nacht mit dem XRP-Zeichen im Türblatt, aus dem Spalt tritt nur ein dünner Wasserstrahl
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Belegt ist diese Zahl: Der 90-Tage-Durchschnitt der XRP-Abflüsse von Wal-Adressen bei Binance liegt bei 49,7 Millionen Dollar. Das ist der tiefste Stand seit Oktober 2021, und er liegt rund 98,6 Prozent unter dem Hoch von etwa 3,5 Milliarden Dollar aus dem Februar 2025. Die Daten stammen vom Analysehaus CryptoQuant, berichtet hat sie The Crypto Basic am Mittwoch, 21. Oktober. Unsere Einschätzung dazu folgt weiter unten: Ein versiegender Abfluss ist ein schwächeres Signal als ein frischer Zufluss, und er erklärt den heutigen Kursanstieg nicht.

Der Kurs von XRP steht am Mittwochabend bei 1,39 US-Dollar, umgerechnet 1,24 Euro. In den vergangenen 24 Stunden lag die Spanne zwischen 1,32 und 1,39 Dollar, das Tagesplus beträgt 5,6 Prozent, auf Wochensicht sind es 5,0 Prozent. Die Marktkapitalisierung liegt bei 88,03 Milliarden Dollar, der Tagesumsatz bei 1,85 Milliarden. Die Zahlen sind der Marktübersicht von CoinGecko entnommen, abgefragt am Mittwochabend. Bitcoin kommt am selben Abend auf ein Plus von 2,8 Prozent, Ethereum auf 3,3 Prozent, Solana auf 3,0 Prozent. XRP steigt also gut doppelt so stark wie Bitcoin. Wohin der Kurs auf Sicht von Monaten zeigen kann, ordnet unsere XRP Prognose ein.

49,7 Millionen Dollar: so wenig XRP verließ Binance seit Oktober 2021 nicht mehr

Wal-Adressen sind in der Messung von CryptoQuant die Adressen, die so große Mengen bewegen, dass einzelne Transaktionen in der Statistik sichtbar werden. Der Wert, um den es hier geht, ist kein Tageswert, sondern ein gleitender Durchschnitt über 90 Tage. Diese Glättung ist der Grund, warum die Zahl überhaupt etwas aussagt: Einzelne Tage schwanken bei XRP um Faktoren, der 90-Tage-Schnitt zeigt das Niveau.

Dieses Niveau liegt jetzt bei 49,7 Millionen Dollar je Tag. Zum Vergleich: Im Februar 2025 lag derselbe Durchschnitt bei rund 3,5 Milliarden Dollar, und einzelne Tagesspitzen überschritten damals nach dem Bericht 10 Milliarden Dollar. Der Rückgang von 3,5 Milliarden auf 49,7 Millionen entspricht einem Minus von rund 98,6 Prozent. Zuletzt stand die Kennzahl so tief im Oktober 2021, also vor fünf Jahren.

Abfluss von der Börse heißt nicht Kauf: was die Zahl belegt und was nicht

Ein Abfluss ist eine Überweisung von einer Börsenadresse auf eine Adresse außerhalb der Börse. Der Vorgang belegt zweierlei: Die Münzen haben das Orderbuch verlassen, und jemand hatte einen Grund, sie wegzubringen. Was er nicht belegt, ist ein Kauf. Eine Großadresse kann XRP zu einem Verwahrer verschieben, zwischen eigenen Adressen umlagern oder sie für ein Geschäft außerhalb der Börse bereitstellen. Auch CryptoQuant hält in der Veröffentlichung fest, dass ein Abfluss nicht nachweist, dass eine Wal-Adresse gekauft hat oder halten will.

Entscheidend für den Kurs ist der Umweg darüber: Verlassen Münzen die Börse, sinkt das dort kurzfristig verfügbare Angebot. Trifft dann gleich viel Kaufinteresse auf ein dünneres Orderbuch, bewegt dieselbe Order den Kurs stärker. Deshalb lesen viele Marktteilnehmer hohe Abflüsse als Hinweis auf knapper werdendes Angebot. Der jetzige Befund ist das Gegenteil: Es fließt kaum noch etwas ab. Das Angebot an der Börse schrumpft gerade nicht, es bleibt liegen.

Februar 2025 gegen Oktober 2026: dieselbe Kennzahl, zwei Marktlagen

Der Zeitvergleich ist der aufschlussreichere Teil des Befunds. Im Februar 2025 lag XRP im Bereich von rund 3,30 Dollar, nahe dem Hoch des damaligen Zyklus; das Allzeithoch von 3,65 Dollar stammt vom 17. Juli 2025. In dieser Phase zogen Großadressen täglich Milliardenbeträge von Binance ab. Heute steht XRP bei 1,39 Dollar, also 61,8 Prozent unter dem Allzeithoch, und dieselben Adressen bewegen ein Fünfzigstel davon.

Das widerspricht einem verbreiteten Muster. In den Jahren 2022 und 2023 notierte XRP überwiegend zwischen 0,30 und 0,70 Dollar, und trotzdem zeigte Binance in dieser Zeit erhebliche Abflussspitzen von Wal-Adressen. Niedrige Kurse und große Abflüsse traten damals zusammen auf. Diesmal fehlt die zweite Hälfte. CryptoQuant bietet dafür eine Erklärung an: XRP ist in diesem Abschwung weniger tief gefallen als in den früheren, deshalb seien die Bedingungen, die Großadressen damals zum Einsammeln brachten, derzeit nicht gegeben.

Klassizistisches Säulenportal eines Fondshauses bei Nacht mit leerem Empfangstresen aus poliertem Stein
Große Adressen halten still, statt nachzukaufen. Das ist etwas anderes als frische Nachfrage.

Warum CryptoQuant die eigene Zahl nicht als Kaufsignal ausgibt

Das Analysehaus stellt den Wert ausdrücklich als Beobachtungsgröße dar und nicht als Bestätigung weiterer Kursverluste. Diese Zurückhaltung ist angebracht, denn die Kennzahl lässt zwei Lesarten zu. Die eine: Wer nicht abzieht, verkauft auch nicht, das Angebot an der Börse ist also ruhig. Die andere: Wer nicht abzieht, sammelt auch nicht ein, es fehlt die Nachfrage, die früher aus dieser Gruppe kam. Beide Lesarten sind mit derselben Zahl vereinbar.

Für die Beurteilung heißt das: Die 49,7 Millionen Dollar beschreiben einen Zustand, keine Richtung. Wer daraus ein Kursziel ableitet, legt eine Annahme darüber, welche der beiden Lesarten zutrifft, als Befund aus. Belegbar ist nur der Zustand.

Der Terminmarkt daneben: 5,08 Millionen XRP in Longs auf Bitfinex

Ein zweiter Datenpunkt vom selben Tag zeigt, wo sich die Positionierung tatsächlich verändert hat, und er kommt nicht von der Blockchain, sondern vom Terminmarkt. Die Long-Positionen auf XRP bei der Börse Bitfinex liegen bei 5,080 Millionen Token, am 20. Oktober waren es 5,088 Millionen. Das ist der höchste Stand seit drei Wochen. Der Anstieg begann am 13. Oktober, nachdem die Positionen zuvor über Wochen gefallen waren.

Der Vergleichswert dazu: Am 22. September standen dieselben Longs bei 7,539 Millionen Token, dem höchsten Wert seit 21 Monaten. Nach einem Kursrückgang von 4,52 Prozent am 23. September fielen sie binnen eines Tages um 1,241 Millionen Token. Über den breiteren Derivatemarkt gerechnet nennt CoinGlass für 24 Stunden 1,20 Milliarden Dollar auf der Long-Seite gegen 1,15 Milliarden auf der Short-Seite, also 51,02 gegen 48,98 Prozent. Die Angaben stammen aus der Auswertung der Bitfinex-Positionen vom 21. Oktober.

Damit liegen zwei Beobachtungen nebeneinander. Auf der Blockchain bewegt sich bei den großen Adressen so wenig wie seit fünf Jahren nicht. Am Terminmarkt bauen Händler mit Hebel Positionen auf. Das heutige Tagesplus von 5,6 Prozent passt besser zur zweiten Beobachtung als zur ersten, denn gehebelte Nachfrage wirkt sofort auf den Kurs, ein ausbleibender Abfluss wirkt gar nicht. Wer Hebelpositionen nutzt, trägt dabei das Risiko einer Liquidation: Reicht die Sicherheit nicht mehr, schließt die Börse die Position, und bei einem Rücksetzer von wenigen Prozent kann der Einsatz vollständig verloren sein.

Die 1,40 Dollar aus unserem Artikel vom Dienstag sind erreicht

Der jüngste XRP-Beitrag dieser Redaktion erschien am Dienstag, 20. Oktober, und behandelte das Ende der 13-wöchigen Zuflussserie bei den US-Spot-ETFs. Er notierte XRP bei 1,30 Dollar in einer Tagesspanne von 1,29 bis 1,32 Dollar und nannte als nächste Orientierung nach oben 1,40 Dollar. Nachzulesen ist das in unserem Beitrag zur gerissenen ETF-Zuflussserie vom 20. Oktober.

Seitdem hat sich dreierlei geändert. Erstens der Kurs: aus 1,30 Dollar sind 1,39 Dollar geworden, ein Plus von 6,9 Prozent in zwei Tagen. Zweitens die Marke bei 1,32 Dollar, die am Dienstag noch das Tageshoch war und heute als Tagestief dient; sie hat die Seite gewechselt. Drittens die damals genannte Orientierung bei 1,40 Dollar, die der Kurs am Mittwochabend von unten erreicht hat, ohne sie bisher zu überschreiten. Was in diesen zwei Tagen nicht hinzugekommen ist: ein belegter frischer Zufluss in die Fonds. Der heutige Anstieg läuft ohne diese Stütze.

Diese Marken tragen jetzt, und woran sie hängen

Nach unten liegt die erste Marke bei 1,32 Dollar, dem heutigen Tagestief und zugleich dem Tageshoch vom Dienstag. Eine Marke, die vom Widerstand zur Unterstützung wird, ist deshalb interessant, weil dort auf beiden Seiten Orders liegen, die aus der vorherigen Bewegung stammen. Fällt der Kurs darunter, ist die nächste runde Orientierung 1,25 Dollar, umgerechnet rund 1,12 Euro.

Nach oben ist 1,40 Dollar die unmittelbare Hürde, weil der Kurs dort heute gestoppt hat. Darüber liegt 1,50 Dollar, der Stand vom 6. Oktober. Der Weg von 1,39 auf 1,50 Dollar entspräche der vollständigen Rückkehr auf das Niveau von Anfang Oktober. In Euro gerechnet liegt die heutige Spanne zwischen 1,18 und 1,24 Euro, wobei der Wechselkurs mitläuft und Euro-Marken deshalb nie exakt den Dollar-Marken entsprechen. Alle diese Marken sind Orientierungspunkte aus dem Kursverlauf und keine Zusage über die weitere Richtung.

Unsere Einschätzung: ein versiegender Abfluss trägt keinen Kursanstieg

Aus Sicht der Redaktion ist der Befund von CryptoQuant interessant, aber für die Kursfrage schwächer, als die Fünf-Jahres-Marke klingen lässt. Dafür spricht die Mechanik: Ein ausbleibender Abfluss fügt dem Markt nichts hinzu, er nimmt ihm nur eine Bewegung. Dafür spricht auch der Zeitvergleich, denn in den Tiefpunkten von 2022 und 2023 gingen niedrige Kurse mit hohen Abflüssen einher, und genau diese Begleitung fehlt jetzt. Der heutige Anstieg von 5,6 Prozent hat eine näherliegende Erklärung, nämlich die seit dem 13. Oktober wieder steigenden Long-Positionen bei Bitfinex.

Dagegen spricht, dass eine ruhige Börsenbilanz Verkaufsdruck fernhält. Wenn Großadressen weder abziehen noch einzahlen, fehlt dem Markt auch das Angebot, das frühere Erholungen gebremst hat. Für die Beurteilung des kommenden Monats bleiben deshalb zwei prüfbare Punkte: ob die Fondszuflüsse zurückkehren, und ob die Long-Positionen bei Bitfinex über 5 Millionen Token halten. Bricht beides weg, fehlt dem Kurs oberhalb von 1,40 Dollar die Grundlage. Eine Kauf- oder Verkaufsempfehlung ist das nicht; bei Kryptowerten ist ein Totalverlust möglich.

Verwahrung: wer XRP von der Börse holt, trägt den Schlüssel selbst

Der Befund dreht sich um Münzen, die eine Börse verlassen. Für private Halter in Deutschland ist das die praktische Frage dahinter: Soll XRP auf der Börse liegen oder nicht. Liegt der Bestand dort, gehört der Schlüssel der Börse, und der Halter hat eine Forderung gegen sie. Zieht er ihn ab, trägt er die Verantwortung für den Zugang allein. Beim XRP Ledger gehören dazu zwei Besonderheiten: Jede aktivierte Adresse muss dauerhaft eine Grundreserve von 1 XRP halten, die nicht ausgezahlt werden kann, und Einzahlungen an Sammeladressen brauchen den Destination Tag, sonst landet die Überweisung ohne Zuordnung. Wer die Geräte dafür vergleichen will, findet die Modelle in unserer Übersicht zum Hardware-Wallet-Vergleich.

Beim Kaufweg gilt seit der vollständigen Anwendung der EU-Verordnung MiCA, dass Anbieter für das Geschäft mit Privatkunden in der EU eine Zulassung brauchen. Für Halter heißt das konkret: Die Zulassung des Anbieters ist nachprüfbar, und sie entscheidet darüber, welche Pflichten er bei Verwahrung und Beschwerden hat. Eine Zulassung schützt dabei nicht vor Kursverlusten, sie regelt den Rahmen.

Aufgeschlagener Steuerordner mit Registerlaschen und Tischrechner auf einer Holzplatte, daneben eine Hand mit Bleistift
Beim Abzug von der Börse wandert die Beweislast für Kaufdatum und Kaufpreis mit.

Haltefrist beim Abzug von der Börse: was das Finanzamt sehen will

Gewinne aus dem Verkauf von Kryptowerten gehören in Deutschland zu den privaten Veräußerungsgeschäften nach § 23 Einkommensteuergesetz. Liegen zwischen Kauf und Verkauf mehr als zwölf Monate, bleibt der Gewinn steuerfrei. Innerhalb der Frist ist er steuerpflichtig, sobald die Summe aller privaten Veräußerungsgewinne eines Jahres die Freigrenze von 1.000 Euro erreicht. Wird diese Grenze überschritten, ist der gesamte Betrag steuerpflichtig und nicht nur der Teil darüber.

Der Abzug von der Börse auf eine eigene Adresse ist selbst kein Verkauf und löst keine Steuer aus. Er verändert aber die Beweislage. Solange der Bestand bei der Börse liegt, führt sie die Historie und stellt im Regelfall eine Übersicht aus. Nach dem Abzug steht die Zuordnung von Kaufdatum und Kaufpreis zum verschobenen Teilbestand beim Halter selbst, und diese Zuordnung entscheidet später darüber, ob die Zwölfmonatsfrist für einen bestimmten Teilbestand abgelaufen ist. Praktisch bedeutet das: Kaufbeleg, Menge, Datum und die Zieladresse gehören vor dem Abzug in eine eigene Aufstellung, nicht erst in der Steuererklärung des Folgejahres. Werkzeuge, die diese Zuordnung mitführen, stehen in unserem Vergleich der Krypto-Steuer-Tools.

Zur Haltefrist selbst läuft in Deutschland eine politische Debatte, in der auch eine Verkürzung oder Abschaffung diskutiert wurde. Den jeweils aktuellen Stand der Reformvorhaben führen wir auf unserer Seite zum Stand der Krypto-Haltefrist-Reform. Für das laufende Jahr gilt die Zwölfmonatsfrist unverändert.

XRP bei 1,39 Dollar: Ohne frische Zuflüsse bleibt 1,50 außer Reichweite

Der Befund des Tages ist eine Zahl über einen Zustand, nicht über eine Richtung: 49,7 Millionen Dollar Wal-Abflüsse im 90-Tage-Schnitt, der tiefste Wert seit fünf Jahren. Den Kursanstieg von 5,6 Prozent erklärt er nicht. Drei Punkte bleiben nachprüfbar:

  1. Den Kaufweg prüfen. Die EU-Zulassung des genutzten Anbieters ist einsehbar; welche Börsen sie führen, zeigt unsere Übersicht zu den regulierten Krypto-Börsen.
  2. Die Marken notieren. Unten 1,32 Dollar, oben 1,40 und danach 1,50 Dollar. Oberhalb von 1,40 Dollar fehlt dem Kurs ohne frische Fondszuflüsse die Stütze.
  3. Die Haltefrist je Zugang festhalten. Vor jedem Abzug von der Börse gehören Datum, Menge und Kaufpreis in eine eigene Aufstellung, weil die Zwölfmonatsfrist je Teilbestand gilt.

(Stand: 21. Oktober 2026. Dieser Beitrag ist keine Anlageberatung. Kurse und Gebührenmodelle ändern sich; prüfe die Konditionen vor jedem Kauf beim Anbieter selbst.)

Häufige Fragen zu XRP

Transparenzhinweis: Dieser Beitrag wurde unter Zuhilfenahme künstlicher Intelligenz erstellt und vor der Veröffentlichung redaktionell geprüft. Alle Zahlen und Angaben wurden gegen die im Text verlinkten Primärquellen abgeglichen. Das Beitragsbild wurde mit KI erzeugt.

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