Die in diesem Artikel bereitgestellten Informationen dienen ausschließlich zu Informationszwecken und stellen keine Finanzberatung dar. Investitionen in Kryptowährungen sind mit einem hohen Risiko verbunden. Führe immer deine eigene Recherche durch.

XRP Prognose: 1 Milliarde XRP fällt am 1. November aus dem Escrow, so prüfst du die Netto-Menge

Am 1. November läuft der nächste Escrow-Vertrag von Ripple über bis zu eine Milliarde XRP ab. Zwölf Freigaben in zwölf Monaten zeigen, dass davon im Schnitt nur rund 300 Millionen Token im Umlauf bleiben, und genau diese Zahl zählt für den Kurs.

Schwere stählerne Bahnschranke bei Nacht über einem nassen Gleisübergang, in das Gegengewicht ist das XRP-Zeichen als tiefe Gravur eingelassen
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XRP kostet am Samstagvormittag 1,31 Dollar. In den vergangenen 24 Stunden hat der Kurs 2,7 Prozent verloren, die Marktkapitalisierung liegt bei 82,4 Milliarden Dollar und damit auf Rang fünf aller Kryptowährungen (CoinGecko, Stand 17. Oktober). Der Termin, der die kommenden zwei Wochen prägt, steht aber nicht im Chart, sondern im Ledger: In der Nacht zum 1. November läuft der nächste Escrow-Vertrag von Ripple über bis zu eine Milliarde XRP ab.

Die Schlagzeile dazu lautet jedes Mal gleich: eine Milliarde Token strömt in den Markt. Die Zahl, auf die es ankommt, ist eine andere, und sie lag in den vergangenen zwölf Monaten im Schnitt bei 300 Millionen. Dieser Artikel rechnet beides gegeneinander und zeigt, wie du die tatsächliche Netto-Menge selbst nachliest, bevor der Monatswechsel kommt. Wohin der Kurs auf Sicht von Monaten zeigen kann, ordnet unsere XRP Prognose ein.

XRP bei 1,31 Dollar: Der Stand am Samstagvormittag

Die Handelsspanne der vergangenen 24 Stunden reichte von 1,29 bis 1,35 Dollar. Über alle Börsen hinweg wechselten in diesem Zeitraum XRP für rund 1,25 Milliarden Dollar den Besitzer. Im Umlauf sind 63,13 Milliarden Token.

Zur Einordnung zwei Bezugspunkte aus den Tagesdaten der vergangenen zwei Monate: Das höchste Niveau in diesem Zeitraum lag am 22. August bei 1,66 Dollar. Von dort steht der Kurs heute gut 21 Prozent tiefer. Der Durchschnitt der vergangenen 20 Tagesschlusskurse liegt bei rund 1,42 Dollar, also deutlich über dem aktuellen Stand. Beide Werte sind aus den Tagesdaten von CoinGecko selbst berechnet.

55 Escrow-Verträge von 2017: Wie die monatliche Freigabe funktioniert

Ein Escrow ist im XRP Ledger eine im Protokoll verankerte Sperre: Eine Menge Token wird auf einen Vertrag gelegt und ist bis zu einem festgelegten Zeitpunkt nicht verfügbar, auch nicht für den Eigentümer. Ripple hat im Dezember 2017 insgesamt 55 solcher Verträge angelegt, jeder über eine Milliarde XRP, jeder mit dem Ablauf am Ersten eines Monats. Das berichtet Tokenpost unter Berufung auf die Ledger-Daten zum November-Termin.

Der entscheidende Teil der Konstruktion ist der Rückweg. Was Ripple in einem Monat nicht verwendet, kann zum Monatsende in neue Verträge zurückgelegt werden. Der Vorgang besteht also aus zwei Buchungen: der Freigabe am Monatsanfang und der erneuten Sperre danach. Wer nur die erste zählt, zählt eine Zahl, die seit neun Jahren jeden Monat gleich aussieht und deshalb nichts über den Markt aussagt.

Ripple selbst wies zum Stichtag 30. Juni 2026 insgesamt 37.656.053.914 XRP im eigenen Bestand aus, davon 32,6 Milliarden in Escrow-Verträgen. Diese Offenlegung ist der letzte vom Unternehmen bestätigte Stand; die seitdem umlaufenden Ledger-Schätzungen für den Escrow-Bestand liegen je nach Erhebungstag zwischen 31,4 und 31,7 Milliarden XRP. Die Spanne bleibt hier stehen, statt auf einen Wert geglättet zu werden.

1 Milliarde am 1. November: Was der Ledger für den Monatswechsel vormerkt

Der nächste Ablauf ist auf den 1. November 2026 um 00:00 Uhr UTC datiert, nach deutscher Zeit also in der Nacht zum 1. November um 1 Uhr. Zu diesem Zeitpunkt gilt in Deutschland bereits die Winterzeit, die Umstellung erfolgt am 25. Oktober. Vorgemerkt ist eine Menge von bis zu einer Milliarde XRP. Wie viel davon tatsächlich im Umlauf bleibt, steht erst in den Tagen danach fest.

Der Oktober-Termin zeigt das Muster im Detail. Die Milliarde verließ den Escrow in vier Überweisungen von 400, 200, 300 und 100 Millionen XRP. Innerhalb des Monats gingen davon 700 Millionen in neue Verträge zurück. Draußen blieben 300 Millionen Token. Was mit diesen 300 Millionen geschah, ob sie verkauft, an Partner ausgereicht oder nur umgebucht wurden, lässt sich aus den Ledger-Daten allein nicht ablesen, und niemand sollte das Gegenteil behaupten.

Balkendiagramm: 12.000 Millionen XRP aus dem Escrow freigegeben, 8.400 Millionen wieder gesperrt, 3.600 Millionen netto im Umlauf
Eigene Darstellung nach den Ledger-Daten in der Aufbereitung von Tokenpost: Von zwölf Monatsfreigaben blieben netto 3,6 Milliarden XRP draußen.

Zwölf Freigaben, 8,4 Milliarden zurück: Was netto im Umlauf blieb

Über die zwölf Freigaben von November 2025 bis Oktober 2026 summiert sich das Bild zu einer klaren Zahl. Freigegeben wurden in diesem Zeitraum 12 Milliarden XRP. Zurück in neue Verträge gingen 8,4 Milliarden. Netto draußen geblieben sind damit 3,6 Milliarden Token, im Monatsschnitt 300 Millionen.

Das sind 70 Prozent, die den Markt nie erreichten. Für die Erwartung, der Monatserste bringe regelmäßig eine Milliarde frischen Verkaufsdruck, bleibt damit wenig Raum. Zugleich ist die Netto-Menge keine Kleinigkeit: 3,6 Milliarden XRP entsprechen 5,7 Prozent der heutigen Umlaufmenge von 63,13 Milliarden Token, aufgebaut über ein Jahr.

393 Millionen Dollar gegen 1,25 Milliarden Tagesumsatz

Die Netto-Menge lässt sich in Dollar übersetzen und damit mit dem Handel vergleichen. 300 Millionen XRP sind beim heutigen Kurs von 1,31 Dollar rund 393 Millionen Dollar wert. Dem steht ein Handelsvolumen von etwa 1,25 Milliarden Dollar an einem einzigen Tag gegenüber.

Die gesamte monatliche Netto-Freigabe entspricht also knapp einem Drittel dessen, was an einem normalen Samstag ohnehin gehandelt wird, verteilt über 30 Tage. Rein rechnerisch kommen auf den Tag rund 13 Millionen Dollar, ungefähr ein Prozent des Tagesumsatzes. Eine Größenordnung, die einen Kurs bewegen kann, wenn sie auf einen dünnen Markt trifft, aber keine, die eine Richtung erzwingt.

Wer prüfen will, zu welchen Gebühren und unter welcher Aufsicht er XRP selbst erwerben kann, findet die Anbieter im Überblick unter den besten Krypto-Börsen. Die Gebühr je Order fällt bei kleinen Beträgen stärker ins Gewicht als die Monatsfreigabe.

Fondsströme vom Freitag: 2,4734 Millionen Dollar Abfluss, nur Canary verliert

Die zweite Nachfragequelle neben dem Spotmarkt liefert derzeit ebenfalls wenig. Die US-amerikanischen Spot-ETFs auf XRP verzeichneten am Freitag einen Nettoabfluss von 2,4734 Millionen Dollar. Abgeflossen ist das Geld dabei aus einem einzigen Fonds, dem Canary XRP ETF mit dem Kürzel XRPC, der seit Auflage dennoch kumulierte Nettozuflüsse von 484 Millionen Dollar trägt. Die Zahlen stammen von SoSoValue und wurden von PANews aufbereitet.

Das verwaltete Nettovermögen aller XRP-Spot-ETFs liegt bei 1,471 Milliarden Dollar, die seit Auflage kumulierten Nettozuflüsse bei 1,800 Milliarden Dollar. Gemessen an der Marktkapitalisierung halten die Fonds damit 1,79 Prozent des gesamten XRP-Werts.

Nebeneinandergelegt ergeben die beiden Zahlen dieses Wochenendes eine ruhige Lage: Auf der Angebotsseite steht eine Netto-Freigabe von rund 393 Millionen Dollar im Monat, auf der Nachfrageseite ein Fondsabfluss von 2,5 Millionen Dollar am Tag. Beide Ströme sind klein gegen den laufenden Handel.

Was sich seit der Evernorth-Analyse vom Freitag geändert hat

Am Freitag haben wir an dieser Stelle die Schatzkammer-Gesellschaft Evernorth betrachtet, die seit dem 12. Oktober mit 473 Millionen XRP in der Bilanz an der Nasdaq notiert. Nachzulesen ist das in unserer Analyse zur Evernorth-Bilanz und dem stehenden Kurs vom 16. Oktober.

Seitdem hat der Kurs nachgegeben. Am Freitagmittag stand XRP bei 1,34 Dollar, heute sind es 1,31 Dollar, ein Minus von gut 2 Prozent in 24 Stunden. Das Freitagstief bei 1,2827 Dollar, das in jener Analyse als untere Kante benannt war, wurde dabei nicht unterschritten; das Tief dieser 24 Stunden liegt mit 1,29 Dollar knapp darüber. Die Kante hält damit den zweiten Test in Folge.

Inhaltlich kommt mit dem Escrow-Termin eine Angebotsfrage dazu, die am Freitag keine Rolle spielte. Die Evernorth-Bilanz beschreibt gekaufte Token, die dem Markt bereits entzogen waren. Die Monatsfreigabe beschreibt Token, die dem Markt zugeführt werden könnten. Beide Vorgänge wirken auf dasselbe Angebot, aber in entgegengesetzte Richtungen.

Die Marken: 1,29 Dollar unten, die 20-Tage-Linie bei 1,42 Dollar oben

Nach unten ist das Tief der vergangenen 24 Stunden bei 1,29 Dollar der erste Bezugspunkt, und direkt darunter liegt das Freitagstief bei 1,2827 Dollar. Beide zusammen bilden eine schmale Zone, in der an zwei aufeinanderfolgenden Tagen Käufer zugegriffen haben. Fällt sie, fehlt bis in den Bereich um 1,20 Dollar eine im jüngsten Handel entstandene Auffanglinie.

Nach oben ist die interessantere Marke nicht das Tageshoch bei 1,35 Dollar, sondern der Durchschnitt der vergangenen 20 Tagesschlusskurse bei rund 1,42 Dollar. Dort verlief der Kurs zuletzt am 10. und 11. Oktober, bevor er unter die Linie fiel. Ein Tagesschluss darüber wäre das erste Signal, dass die Bewegung seit Wochenbeginn mehr war als eine Gegenbewegung.

Beide Marken sind Beobachtungspunkte, keine Kursziele. Ein Kursziel setzt einen Urheber voraus, der dafür geradesteht, und einen solchen gibt es zu XRP für die kommenden zwei Wochen nicht.

Markenlose dunkle Hardware-Wallet in einer Hand über einem Holztisch, auf dem Display leuchtet das XRP-Zeichen, daneben ein aufgeschlagener Terminkalender
Vor dem Monatswechsel lohnt der Blick in die eigenen Unterlagen: Anschaffungsdatum und Mindestreserve stehen nicht im Kurs.

Haltefrist und Freigrenze: Die Steuerfrage vor dem 1. November

Für Anleger in Deutschland hat der Monatswechsel eine Seite, die mit dem Ledger nichts zu tun hat. XRP gehört steuerlich zu den sonstigen Wirtschaftsgütern. Ein Verkauf fällt unter die privaten Veräußerungsgeschäfte nach Paragraf 23 Einkommensteuergesetz.

Daraus folgen zwei Zahlen, die jeder kennen sollte, der in den kommenden Wochen eine Order plant. Die erste ist die Haltefrist von einem Jahr: Wer die Token länger als zwölf Monate hält, zahlt auf den Gewinn keine Einkommensteuer. Die zweite ist die Freigrenze von 1.000 Euro im Kalenderjahr, die für alle privaten Veräußerungsgeschäfte zusammen gilt. Wird sie überschritten, ist der gesamte Gewinn steuerpflichtig, nicht nur der übersteigende Teil.

Konkret heißt das für die Tage vor dem 1. November: Wer Token aus dem Herbst 2025 im Bestand hat, prüft das Anschaffungsdatum jeder einzelnen Tranche, bevor er auf eine mögliche Bewegung reagiert. Ein Verkauf wenige Tage vor Ablauf der zwölf Monate kostet den vollen persönlichen Steuersatz, ein Verkauf wenige Tage danach nichts. Werkzeuge, die Anschaffungszeitpunkte und Reihenfolge mitschreiben, stehen im Vergleich der Krypto-Steuer-Tools.

Die einjährige Haltefrist selbst steht weiter unter politischer Beobachtung. Den aktuellen Stand der Reformdebatte halten wir auf unserer Seite zur Krypto-Haltefrist fest. Dieser Text ersetzt keine Steuerberatung; für die eigene Lage bleibt der Steuerberater zuständig.

MiCA-Zulassung und Mindestreserve: Der Kaufweg im XRP Ledger

Seit die europäische Verordnung über Märkte für Kryptowerte vollständig gilt, brauchen Anbieter, die sich an Kundinnen und Kunden in der EU richten, eine Zulassung als Anbieter von Kryptowerte-Dienstleistungen. Für den Kaufweg bedeutet das zweierlei: Hinter einem zugelassenen Anbieter steht eine europäische Aufsicht mit Beschwerdeweg, und es gelten Pflichten zur Trennung von Kunden- und Eigenbeständen.

Bei der Verwahrung kommt im XRP Ledger ein Detail hinzu, das viele erst beim ersten Transfer bemerken. Jedes Konto im Ledger muss eine Mindestreserve vorhalten, die dauerhaft gebunden bleibt und nicht verschickt werden kann. Wer Token von einer Börse auf eine eigene Adresse bewegt, plant diesen Betrag ein, sonst scheitert die erste Überweisung an einem Konto, das rechnerisch leer ist, obwohl Guthaben darauf steht.

Die Freigabe am 1. November lässt sich im Ledger selbst mitlesen. Die Escrow-Verträge sind öffentlich einsehbar, jede Freigabe und jede erneute Sperre erscheint als eigene Buchung mit Zeitstempel. Wer die Netto-Menge wissen will, wartet damit nicht auf eine Schlagzeile, sondern zählt in den Tagen nach dem Monatsersten die Rückbuchungen und zieht sie von der Milliarde ab. Das ist die Rechnung, die in diesem Artikel für zwölf Monate gemacht ist.

Unsere Einschätzung: Die Monatsfreigabe ist kein Verkaufsdruck von einer Milliarde

Aus Sicht der Redaktion wird der Escrow-Termin regelmäßig zu groß erzählt. Die Belege dafür stehen in diesem Text: Von zwölf Milliarden freigegebenen XRP gingen 8,4 Milliarden in neue Verträge zurück, netto blieben 3,6 Milliarden, im Monatsschnitt also 300 Millionen Token oder rund 393 Millionen Dollar. Gegen einen Tagesumsatz von 1,25 Milliarden Dollar ist das etwa ein Prozent am Tag.

Dagegen spricht ein Punkt, der ernst zu nehmen ist. Die Netto-Mengen der zurückliegenden zwölf Monate sind kein Versprechen für den November. Ripple ist nicht verpflichtet, einen bestimmten Anteil zurückzulegen, und in Monaten mit hohem Mittelbedarf kann der Anteil kleiner ausfallen. Belegt ist die Reihe der Vergangenheit, nicht die Absicht für den nächsten Termin. Wer die Zahl kennen will, liest sie nach dem 1. November im Ledger nach, statt sie vorher zu schätzen.

XRP-Escrow: 300 Millionen Token entscheiden, nicht die Milliarde

Drei Schritte ergeben sich daraus für die zwei Wochen bis zum Monatswechsel:

  1. Das Anschaffungsdatum jeder Tranche klären. Bei Beständen aus dem Herbst 2025 entscheiden wenige Tage über die Steuerfreiheit nach zwölf Monaten. Werkzeuge, die Anschaffungszeitpunkte und Reihenfolge sauber führen, stehen im Vergleich der Krypto-Steuer-Tools.
  2. Die beiden Marken notieren. Unten die Zone 1,2827 bis 1,29 Dollar, oben die 20-Tage-Linie bei rund 1,42 Dollar. Erst ein Tagesschluss außerhalb dieser Spanne ändert die Ausgangslage, alles dazwischen ist die Bewegung der laufenden Woche.
  3. Die Netto-Menge nach dem 1. November nachzählen. Maßgeblich ist die Milliarde abzüglich der Rückbuchungen in neue Verträge, nicht die Überschrift am Monatsersten. Wer dafür erst eine Börse braucht, findet die Anbieter samt Gebühren und Aufsicht im Vergleich der besten Krypto-Börsen.

(Stand: 17. Oktober 2026. Dieser Beitrag ist keine Anlageberatung. Kurse und Gebührenmodelle ändern sich; prüfe die Konditionen vor jedem Kauf beim Anbieter selbst.)

Häufige Fragen zum XRP-Escrow

Transparenzhinweis: Dieser Beitrag wurde unter Zuhilfenahme künstlicher Intelligenz erstellt und vor der Veröffentlichung redaktionell geprüft. Alle Zahlen und Angaben wurden gegen die im Text verlinkten Primärquellen abgeglichen. Das Beitragsbild wurde mit KI erzeugt.

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