Die in diesem Artikel bereitgestellten Informationen dienen ausschließlich zu Informationszwecken und stellen keine Finanzberatung dar. Investitionen in Kryptowährungen sind mit einem hohen Risiko verbunden. Führe immer deine eigene Recherche durch.

XRP Prognose: Ripple sperrt 700 Millionen Token bis 2029 wieder ein

Ripple hat 700 Millionen der am 1. November freigegebenen XRP noch am selben Abend wieder gesperrt, mit Laufzeit bis 2029. Frei geblieben sind 300 Millionen Token, und diese Zahl entscheidet über den Angebotsdruck im November.

Schwere Sanduhr aus Messing und Glas auf dunkler Steinplatte, der Sand ist zu zwei Dritteln durchgelaufen, daneben eine geprägte Metallscheibe mit dem XRP-Zeichen
11 Min. Lesezeit
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Ripple hat die am 1. November freigegebene Milliarde XRP nicht im Umlauf gelassen. Am Abend desselben Tages gingen 700 Millionen Token zurück in programmierte Sperren, mit Laufzeit bis Juni und Juli 2029. Frei geblieben sind 300 Millionen XRP. Der Kurs lag am Montagmorgen bei 1,2522 Dollar und damit knapp dort, wo er vor der Freigabe stand.

Der Zeitpunkt macht den Unterschied. Die Freigabe steht um 01:00 Uhr deutscher Zeit in jedem Explorer, die Rücksperre folgte erst gut siebzehn Stunden später. Wer am Morgen des Ersten die Schlagzeile von der Milliarde liest und am Abend nicht nachsieht, kennt nur die halbe Rechnung. Wohin der Kurs auf Sicht von Monaten zeigen kann, ordnet unsere XRP Prognose ein.

Was am 1. November auf dem XRP Ledger geschah

Escrow, kurz erklärt: eine programmierte Sperre auf dem XRP Ledger, die einen Betrag bis zu einem festen Datum unbeweglich hält. Vor dem Termin kommt niemand daran, auch Ripple selbst nicht. Nach dem Termin löst eine Transaktion namens EscrowFinish die Sperre auf, und der Betrag liegt frei verfügbar auf der Wallet.

Um 01:00 Uhr deutscher Zeit lösten zwei solche Transaktionen je 500 Millionen XRP aus zwei verschiedenen Ripple-Wallets. Zusammen eine Milliarde Token, zum damaligen Kurs rund 1,25 Milliarden Dollar. Dieser Vorgang wiederholt sich seit Dezember 2017 an jedem Monatsersten.

Danach blieb es siebzehn Stunden still. Zwischen 18:31 und 18:35 Uhr deutscher Zeit verteilte Ripple die Milliarde in drei Zahlungen auf drei Wallets: 300 Millionen, 200 Millionen und 500 Millionen XRP. Die Aufteilung allein sagt wenig. Aussagekräftig wird sie durch das, was in den folgenden sieben Minuten geschah.

700 Millionen XRP in drei EscrowCreate-Transaktionen

Um 18:38 Uhr legte Ripple 100 Millionen XRP in eine neue Sperre, um 18:39 Uhr 500 Millionen und um 18:42 Uhr weitere 100 Millionen. Die zugehörige Transaktion heißt EscrowCreate und ist das Gegenstück zur Auflösung. Zusammen 700 Millionen Token, wieder festgesetzt.

Die neuen Termine liegen weit entfernt: 600 Millionen XRP werden am 1. Juni 2029 frei, 100 Millionen am 1. Juli 2029. Ripple hängt die nachgesperrten Beträge also hinten an die bestehende Reihe an, statt sie in die nächsten Monate einzusortieren. Für das Angebot der kommenden zweieinhalb Jahre sind diese 700 Millionen damit aus dem Spiel.

Diese Auswertung hat cryptoticker.io am 2. November 2026 selbst erhoben. Grundlage sind die Kontobewegungen und Sperrobjekte der betroffenen Ripple-Wallets auf dem XRP Ledger; geprüft wurden 99 Sperrobjekte auf acht Wallets. Wie eine solche Sperre technisch funktioniert, beschreibt die Entwicklerdokumentation des XRP Ledger.

Stapel gebundener Vertragsakten mit rotem Wachssiegel auf dunklem Holztisch, eine Akte liegt aufgeschlagen daneben, am Rand ein Siegelstempel aus Messing
Drei neue Sperren entstanden am Abend des 1. November binnen sieben Minuten.

300 Millionen XRP liegen auf einer Wallet ohne Sperre

Bleiben 300 Millionen Token. Diese Menge ging um 18:31 Uhr an eine Wallet, die kein einziges Sperrobjekt hält und auf der inzwischen rund 400,7 Millionen XRP liegen. Von dieser Adresse bedient Ripple seine laufenden Geschäfte: Zahlungen an Partner, Verkäufe an institutionelle Käufer, Liquidität für eigene Produkte.

Netto wuchs die frei verfügbare Menge am 1. November also um 300 Millionen XRP. Zum Kurs von 1,2522 Dollar entspricht das 375,7 Millionen Dollar. Ob und wann dieses Geld an den Markt kommt, ist damit nicht gesagt. Belegt ist nur, dass es keine Sperre mehr hat.

Der Oktober lief nach demselben Muster

Am 1. Oktober gab Ripple ebenfalls eine Milliarde XRP frei und legte am Mittag desselben Tages 300 Millionen und 400 Millionen Token in neue Sperren. Wieder 700 Millionen zurück, wieder 300 Millionen netto frei. Unterschiedlich waren nur die Stückelung und die Uhrzeit.

Zwei Monate sind keine Reihe, aber sie stützen die Quote, die Analysten seit Jahren als Daumenwert nennen. Für eine Prognose heißt das: Wer mit einer Milliarde neuer Token pro Monat rechnet, rechnet zu hoch. Wer mit null rechnet, zu niedrig.

31,1 Milliarden XRP liegen noch in 99 Sperrobjekten

Der gesamte Treuhandbestand verteilt sich auf acht Ripple-Wallets und 99 einzelne Sperren. Zusammen 31,1 Milliarden XRP, gemessen am 2. November. Die Termine sind gleichmäßig gesetzt: An jedem Monatsersten wird eine Milliarde Token frei, ohne Lücke, bis der letzte Termin im Juli 2029 erreicht ist.

Der nächste Termin ist damit der 1. Dezember 2026, erneut um 01:00 Uhr deutscher Zeit, erneut eine Milliarde. Das Muster der beiden letzten Monate legt nahe, dass davon wieder rund 300 Millionen frei bleiben. Eine Zusage ist das nicht, denn Ripple hat sich auf keine Quote verpflichtet.

Den Bestand selbst nachzurechnen ist einfacher, als es klingt. Jeder öffentliche Explorer für das XRP Ledger zeigt zu einer Adresse ihre Sperrobjekte samt Betrag und Freigabedatum. Wer die Netto-Menge eines Monats sehen will, sucht am Abend des Ersten nach Transaktionen des Typs EscrowCreate auf den Empfängerwallets.

Was 300 Millionen XRP gegen den Tagesumsatz wiegen

Der Vergleich mit dem Handelsvolumen ordnet die Größe ein. XRP setzte in den 24 Stunden bis Montagmorgen rund 1,09 Milliarden Dollar um. Die 375,7 Millionen Dollar aus der Novemberfreigabe entsprechen gut einem Drittel eines einzigen Handelstages, verteilen sich aber über einen ganzen Monat.

Auf den Handelstag gerechnet sind es etwa 10 Millionen XRP, also rund 12,5 Millionen Dollar oder gut ein Prozent des täglichen Umsatzes. Der Treuhandbestand wirkt in der Schlagzeile groß und im Tagesgeschäft klein. Was den Kurs im Oktober um 18,5 Prozent gedrückt hat, war nicht dieses Angebot, sondern die fehlende Nachfrage: XRP startete den Monat bei rund 1,49 Dollar.

ETF-Zuflüsse von 4,32 Millionen Dollar in einer Woche

Auf der Nachfrageseite stehen die amerikanischen Spot-ETFs, die Mitte November ihr erstes Jahr voll haben. In der Woche zum 2. November nahmen sie netto rund 4,32 Millionen Dollar auf und waren damit die einzige der vier großen Kryptokategorien im Plus. Bitcoin-, Ethereum- und Solana-Fonds verloren zusammen etwa 701 Millionen Dollar, davon Ethereum allein rund 432 Millionen.

Gemessen am 29. Oktober verwalteten die XRP-Fonds rund 1,47 Milliarden Dollar. Die Richtung stimmt, die Größenordnung bleibt klein: 4,32 Millionen Dollar Zufluss stehen gegen 375,7 Millionen Dollar neues freies Angebot im selben Monat. Solange sich dieses Verhältnis nicht dreht, muss der Kurs seine Stärke aus dem Spotmarkt holen.

Nahezu leerer Handelssaal mit langen Pultreihen und dunklen Bildschirmen, nur ein einziger Arbeitsplatz ist erleuchtet und besetzt
Der dünne Umsatz entscheidet derzeit mehr über den Kurs als die Freigabe selbst.

Marken bei 1,2400 und 1,2625 Dollar

Der Handel der letzten 24 Stunden spannte sich zwischen 1,2400 Dollar im Tief und 1,2625 Dollar im Hoch, eröffnet hatte XRP bei 1,2491 Dollar. Diese beiden Enden sind die nächsten begründeten Marken, weil sie von echten Umsätzen stammen und nicht von einer gezeichneten Linie.

Darunter liegt die runde 1,20 Dollar. Diese Marke trug im Oktober mehrfach, und ein Bruch darunter braucht nach Einschätzung der Analysten von 24/7 Wall St. deutliche ETF-Abflüsse. Dasselbe Haus erwartet den November in einem Band von 1,20 bis 1,32 Dollar. Nach oben bleibt die 1,30 Dollar das Ziel, das XRP am 31. Oktober verloren hat.

Zur Einordnung der Gesamtlage: Bitcoin stand am Montagmorgen bei 78.172 Dollar und bewegte sich binnen 24 Stunden kaum. Ein stiller Gesamtmarkt nimmt XRP den Rückenwind, den der Coin für einen Sprung über 1,30 Dollar bräuchte.

Unsere Einschätzung zum Angebotsdruck

Belegt ist die Mechanik: 700 Millionen Token gesperrt bis 2029, 300 Millionen frei, nachweisbar am Ledger. Einschätzung ist alles, was daraus folgt. Nach unserer Lesart trägt der Treuhandbestand als Dauerargument gegen XRP weniger, als er in Diskussionen erscheint, weil die monatliche Netto-Menge gegen den Tagesumsatz klein ausfällt.

Das eigentliche Risiko liegt woanders. Ripple ist nicht verpflichtet, 70 Prozent nachzusperren. Ein Monat mit niedrigerer Quote wäre kein Vertragsbruch, sondern eine Entscheidung. Genau deshalb lohnt der Blick auf die EscrowCreate-Transaktionen am Abend des Ersten mehr als jede Schlagzeile am Morgen.

Haltefrist und Verlustverrechnung nach minus 18,5 Prozent

Für Anleger in Deutschland ist der Oktoberverlust steuerlich relevant. XRP fällt unter das private Veräußerungsgeschäft nach Paragraf 23 Einkommensteuergesetz. Verkaufst du innerhalb eines Jahres nach dem Kauf, ist das Ergebnis steuerpflichtig; nach einem Jahr Haltedauer bleibt der Gewinn steuerfrei. Die Freigrenze liegt bei 1.000 Euro im Jahr für alle privaten Veräußerungsgeschäfte zusammen.

Ein realisierter Verlust aus einem Verkauf innerhalb der Jahresfrist lässt sich nur mit Gewinnen aus anderen privaten Veräußerungsgeschäften verrechnen, nicht mit Zinsen, Dividenden oder Arbeitslohn. Nicht verbrauchte Verluste trägt das Finanzamt in kommende Jahre vor. Welche Werkzeuge das sauber dokumentieren, zeigt der Vergleich der Krypto-Steuer-Tools und Portfolio-Tracker.

Ob die Haltefrist in dieser Form bleibt, ist offen. Zur geplanten Reform und zum Stand im Kabinett führen wir eine eigene Seite zur Krypto-Haltefrist, die laufend nachgezogen wird. Bis dort etwas beschlossen ist, gilt die Jahresfrist unverändert.

Grundreserve und Destination Tag bei der Selbstverwahrung

Wer XRP von einer Börse auf eine eigene Wallet holt, stolpert über zwei Eigenheiten des XRP Ledger. Die erste ist die Grundreserve: Jedes Konto muss dauerhaft 1 XRP halten, damit es überhaupt existiert. Dieser Betrag ist weder verfügbar noch übertragbar, solange das Konto besteht. Eine Wallet mit genau 1 XRP ist also leer.

Die zweite ist der Destination Tag, eine Zahl, die eine Zahlung innerhalb einer Sammeladresse dem richtigen Kunden zuordnet. Börsen nutzen für alle Kunden dieselbe XRP-Adresse und unterscheiden sie allein über dieses Kennzeichen. Eine Einzahlung ohne Tag landet in der Sammelkasse, und sie wieder herauszubekommen kostet einen Supportfall. Die Reserveregeln stehen in der Dokumentation zu den Kontoreserven.

Die Transaktionsgebühr selbst ist dagegen zu vernachlässigen. Der Satz lag am 2. November bei 0,00001 XRP je Transaktion, also bei einem Bruchteil eines Cents. Teuer wird ein Abzug damit allein über die Auszahlungsgebühr der Börse.

Was sich seit dem 1. November geändert hat

Unsere Betrachtung vom 1. November behandelte die Freigabe noch als offenen Posten und arbeitete mit den Börsenbeständen, aus denen damals 133 Millionen Token abgezogen worden waren. Nachzulesen ist das in der XRP-Betrachtung vom 1. November. Die Rücksperrquote war dort eine Erwartung.

Jetzt ist sie eine Tatsache, und zwei Dinge haben sich verschoben. Erstens steht die Netto-Menge des Monats fest: 300 Millionen XRP, nicht eine Milliarde. Zweitens hat der Kurs die Freigabe ohne Schaden überstanden. Am 1. November notierte XRP bei rund 1,25 Dollar, am Montagmorgen bei 1,2522 Dollar. Die Marke bei 1,2400 Dollar hat in der Zwischenzeit gehalten, die 1,30 Dollar blieb unerreicht.

Escrow-Rhythmus: Die Netto-Menge steht erst am Abend des Ersten fest

Drei Schritte ergeben sich aus dem Befund:

  1. Den 1. Dezember notieren. Die nächste Freigabe von einer Milliarde XRP läuft um 01:00 Uhr deutscher Zeit. Die Netto-Menge steht erst am Abend fest, wenn die EscrowCreate-Transaktionen sichtbar sind. Wer in dieser Woche kaufen oder verkaufen möchte, findet die Gebühren dafür im Vergleich der besten Krypto-Börsen.
  2. Die Jahresfrist je Kauf nachsehen. XRP steht 18,5 Prozent unter dem Oktoberstart. Ob ein Verkauf steuerpflichtig ist, hängt am Datum des jeweiligen Kaufs und nicht am Gesamtbestand. Die Dokumentation dafür übernehmen die Krypto-Steuer-Tools.
  3. Vor dem Abzug Reserve und Tag klären. 1 XRP bleibt als Grundreserve auf dem Konto gebunden, und eine Einzahlung ohne Destination Tag landet in der Sammelkasse der Börse. Welche Geräte das sauber abbilden, steht im Hardware-Wallet-Vergleich.

(Stand: 2. November 2026. Dieser Beitrag ist keine Anlageberatung. Kurse und Gebührenmodelle ändern sich; prüfe die Konditionen vor jedem Kauf beim Anbieter selbst.)

Häufige Fragen zum XRP-Treuhandbestand

Transparenzhinweis: Dieser Beitrag wurde unter Zuhilfenahme künstlicher Intelligenz erstellt und vor der Veröffentlichung redaktionell geprüft. Alle Zahlen und Angaben wurden gegen die im Text verlinkten Primärquellen abgeglichen. Das Beitragsbild wurde mit KI erzeugt.

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