Die in diesem Artikel bereitgestellten Informationen dienen ausschließlich zu Informationszwecken und stellen keine Finanzberatung dar. Investitionen in Kryptowährungen sind mit einem hohen Risiko verbunden. Führe immer deine eigene Recherche durch.

Solana Prognose: 5,2 Prozent Staking-Rendite gegen 19 Prozent Kursminus in 30 Tagen

Analyse: Wer SOL stakt, bekommt derzeit rund 5,2 Prozent im Jahr, der Kurs hat in 30 Tagen aber 19,2 Prozent verloren. Seit dem 9. Oktober haben die Halter zudem 4,8 Millionen SOL aus dem Staking abgezogen, während der Kurs am Sonntag an der 200-Tage-Linie bei 89 Dollar hängt.

Hölzerner Bienenstock in der Abenddämmerung mit Messingplakette, die das Solana-Zeichen trägt, goldener Honig tropft aus einer Wabe
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Solana bietet seinen Haltern am Sonntag eine Rendite von 5,23 Prozent im Jahr, bevor der Validator seinen Anteil nimmt. Auf der anderen Seite der Rechnung steht ein Kurs, der in 30 Tagen 19,2 Prozent verloren hat und am Sonntagnachmittag bei 89,25 Dollar notiert, das sind rund 80 Euro. Um diesen einen Monat auszugleichen, müsste ein Halter bei unverändertem Kurs gut vier Jahre staken.

Belegt ist: Die Zahlen zu Staking, Ausgabe neuer Coins und Validatoren stammen aus den öffentlich einsehbaren Stimmkonten der Solana-Blockchain, die Kursdaten von CoinGecko. Unsere Einschätzung dazu, was das für die nächsten Wochen heißt, folgt weiter unten in einem eigenen Abschnitt und ist als solche gekennzeichnet.

Die mittelfristigen Szenarien mit Kurszielen bis 2030 ordnet unsere Solana Prognose ein. Hier geht es um eine kürzere Frage: Was die Rendite aus dem Staking gegen den Kursverfall ausrichtet, und was die Halter selbst gerade mit ihren gestakten SOL tun.

SOL bei 89,25 Dollar: Die 200-Tage-Linie hält seit Samstag nur noch knapp

Am Samstag hatten wir in der Analyse zur Solana-Werbung in Shanghai den Kurs bei 89,98 Dollar beschrieben, knapp über dem 200-Tage-Durchschnitt von rund 89 Dollar. Seitdem hat SOL weitere 0,8 Prozent verloren. In den 24 Stunden bis Sonntagnachmittag reichte die Spanne laut CoinGecko von 88,71 bis 89,86 Dollar. Der Kurs rutschte damit im Tagesverlauf kurz unter die Linie, die nach den Tagesschlusskursen der vergangenen 200 Tage bei 89,00 Dollar verläuft.

Der 200-Tage-Durchschnitt ist der Mittelwert der Schlusskurse aus 200 Handelstagen. Viele Marktteilnehmer lesen ihn als Grenze zwischen einem langfristigen Aufwärts- und einem Abwärtstrend, deshalb sammeln sich an ihm oft Kauf- und Verkaufsaufträge. Seit dem 5. November pendelt SOL um diese Marke, ohne dass ein Tagesschluss klar darunter lag.

Die Wochenbilanz ist eindeutig: minus 6,0 Prozent in sieben Tagen, minus 19,2 Prozent in 30 Tagen. Am 12. Oktober stand SOL noch bei 111,25 Dollar, dem höchsten Tagesschluss des vergangenen Monats. Vom Rekord bei 293,31 Dollar aus dem Januar 2025 ist der Coin fast 70 Prozent entfernt.

Staking-Rendite bei Solana: Woher die 5,2 Prozent kommen

Staking heißt bei Solana: Du ordnest deine SOL einem Validator zu, also einem Rechner, der Blöcke bestätigt und über den Zustand der Blockchain mit abstimmt. Die Coins bleiben dabei in deinem Besitz, der Validator kann sie nicht ausgeben. Als Gegenleistung für die Absicherung des Netzes verteilt das Protokoll neu geschaffene SOL an alle, die gestakt haben.

Wie viel neu entsteht, legt der Ausgabeplan fest. Er begann im Februar 2021 bei 8 Prozent im Jahr und sinkt jährlich um 15 Prozent des Vorjahreswerts, bis ein Boden von 1,5 Prozent erreicht ist, so steht es in der technischen Dokumentation der Solana-Entwickler. In der laufenden Epoche 1080 liegt die Rate bei 3,5666 Prozent der Gesamtmenge. Bei 637,19 Millionen SOL ergibt das rund 22,7 Millionen neue Coins im Jahr, gut 62.000 am Tag, die vollständig an Validatoren und ihre Delegierenden gehen.

Weil sich diese neuen Coins nur auf die gestakten SOL verteilen, ist die Rendite höher als die Ausgaberate. Am Sonntag waren 434,15 Millionen SOL bei abstimmenden Validatoren gebunden, das sind 68,14 Prozent der Gesamtmenge. 3,5666 geteilt durch 0,6814 ergibt 5,23 Prozent brutto. Davon zieht der Validator seine Provision ab: Bei 5 Prozent bleiben 4,97 Prozent, bei 10 Prozent noch 4,71 Prozent. Hinzu können Trinkgelder und Prioritätsgebühren kommen, die manche Validatoren weitergeben; sie schwanken von Epoche zu Epoche und stecken nicht in dieser Rechnung.

Gusseiserne Prägepresse in einer dunklen Werkstatt senkt den Stempel auf einen Stapel blanker Metallrohlinge
Rund 62.000 neue SOL entstehen jeden Tag, sie gehen allein an die gestakten Coins.

Verwässerung durch neue SOL: Real bleiben 1,6 Prozent

Die 5,2 Prozent sind kein Gewinn aus dem Nichts. Wer nicht stakt, verliert jedes Jahr rund 3,6 Prozent seines Anteils am gesamten Netz, weil die neuen Coins an andere gehen. Wer stakt, gleicht diese Verwässerung zuerst aus und legt nur mit der Differenz zu: 1,0523 geteilt durch 1,0357 ergibt einen echten Zuwachs am Netz von 1,61 Prozent im Jahr.

Das ist der Grund, warum die Staking-Rendite bei Solana kein Zins im klassischen Sinn ist. Die Rendite schützt vor allem vor dem Nachteil, den Nicht-Staker tragen. Am Dollarwert der Position ändert sie nur dann etwas, wenn der Kurs mindestens stabil bleibt. Fällt er, wächst zwar die Zahl deiner Coins, ihr Wert in Euro sinkt trotzdem.

Kursminus gegen Staking: Gut vier Jahre für einen schwachen Monat

Die Gegenüberstellung macht die Größenordnung sichtbar. In 30 Tagen bringt Staking bei einer Provision von 5 Prozent rund 0,41 Prozent mehr SOL. Im selben Zeitraum hat der Kurs 19,2 Prozent verloren. Um einen Rückgang dieser Größe allein über zusätzliche Coins auszugleichen, müsstest du bei 4,97 Prozent im Jahr und gleichbleibendem Kurs rund 4,4 Jahre staken.

Umgekehrt lässt sich ausrechnen, wie weit der Kurs fallen darf, bevor ein Jahr Staking von heute an keinen Wertzuwachs mehr bringt. Aus 100 SOL werden in zwölf Monaten rund 104,97 SOL. Diese Menge ist bei 85,02 Dollar so viel wert wie 100 SOL bei heutigen 89,25 Dollar. Liegt der Kurs in einem Jahr unter 85,02 Dollar, hat das Staking den Verlust nur gedämpft, nicht verhindert.

PostenWert am 8. November 2026
Ausgaberate neuer SOL im Jahr3,5666 Prozent
Anteil gestakter SOL an der Gesamtmenge68,14 Prozent
Bruttorendite aus Staking5,23 Prozent
Nach 5 Prozent Provision4,97 Prozent
Echter Zuwachs am Netz nach Verwässerung1,61 Prozent
Kursveränderung in 30 Tagenminus 19,2 Prozent
Kurs, ab dem ein Jahr Staking keinen Wertzuwachs bringt85,02 Dollar

Diese Auswertung hat cryptoticker.io am 8. November 2026 selbst erhoben. Grundlage sind die Ausgaberate der Epoche 1080, die Gesamt- und Umlaufmenge sowie alle 697 Stimmkonten von Validatoren auf der Solana-Blockchain, dazu die Tagesschlusskurse von CoinGecko der vergangenen 365 Tage.

4,8 Millionen SOL weniger gestakt: Die Halter ziehen ab

Interessanter als die Rendite ist, wie sich die gebundene Menge entwickelt. Am 9. Oktober hatte cryptoticker.io in einer eigenen Auswertung 438,97 Millionen SOL bei abstimmenden Validatoren gezählt, damals bei einem Kurs von 110,20 Dollar. Am 25. Oktober waren es 436,98 Millionen SOL bei 102,38 Dollar. Am Sonntag sind es 434,15 Millionen SOL bei 89,25 Dollar.

In 30 Tagen sind also 4,82 Millionen SOL aus dem aktiven Staking verschwunden, zum heutigen Kurs rund 430 Millionen Dollar. Gegen die frei umlaufende Menge fiel die Quote von 74,6 auf 73,46 Prozent. Die Zahl unterschätzt den Abzug eher: Die laufenden Belohnungen landen direkt auf den gestakten Konten und hätten die Menge ohne Abflüsse von selbst um rund 1,9 Millionen SOL im Monat wachsen lassen.

Wer sein Staking beendet, wartet bei Solana in der Regel bis zum Ende der laufenden Epoche, bevor die Coins wieder frei sind; eine Epoche dauert derzeit gut einen Tag. Ein Abzug ist deshalb keine Panikreaktion von Minuten, sondern eine Entscheidung mit Vorlauf. Wohin die frei gewordenen SOL gingen, zeigen die Stimmkonten nicht. Ein Teil kann an Börsen verkauft, ein anderer in Liquid-Staking-Token getauscht worden sein, die in dieser Zählung über ihre eigenen Validatoren weiter auftauchen würden.

Dazu passt der Befund vom Samstag: Laut DefiLlama lagen auf der Solana-Blockchain am 7. November 1,6 Milliarden Dollar weniger Stablecoins als 30 Tage zuvor. Kapital verlässt das Netz an zwei Stellen gleichzeitig.

Solana-Validatoren: 663 stimmen ab, 18 halten ein Drittel des Stakes

Am Sonntag stimmten 663 Validatoren regulär ab, 34 weitere waren als säumig markiert, also im Rückstand bei der Abstimmung. Auf diese 34 entfielen zusammen nur rund 629.000 SOL. Am 9. Oktober hatte die Zählung 674 aktive und acht säumige Validatoren ergeben. Das Netz läuft damit mit etwas weniger Knoten, die Bestätigung der Blöcke ist davon nicht betroffen.

Unverändert ist die Konzentration. Der Nakamoto-Koeffizient beschreibt die kleinste Zahl von Validatoren, die zusammen mehr als ein Drittel des Stakes halten und das Netz damit blockieren könnten. Er liegt am Sonntag wie schon am 9. Oktober bei 18. Für dich als Delegierenden folgt daraus eine einfache Abwägung: Wer einen der ganz großen Validatoren wählt, verstärkt diese Konzentration, wer einen kleineren mit sauberer Abstimmungshistorie wählt, verteilt sie.

Auch die Provision streut stark. 222 der 663 aktiven Validatoren verlangen am Sonntag null Prozent, 99 verlangen 10 Prozent oder mehr. Bei einer Position von 100 SOL macht der Unterschied zwischen null und zehn Prozent Provision gut einen halben SOL im Jahr aus.

Steinerne Brücke bei Nacht, wenige Laternen am Anfang strahlen hell, die übrigen glimmen schwach
18 von 663 Validatoren halten zusammen mehr als ein Drittel des Stakes auf der Solana-Blockchain.

Solana-Chart: Marken zwischen 85 und 99 Dollar

Die Marken ergeben sich aus den Tagesschlusskursen von CoinGecko, nachgerechnet am Sonntagnachmittag. Gegenüber Samstag hat sich an ihnen wenig verschoben, entscheidend ist, wie der Kurs inzwischen an ihnen steht.

Marken nach unten

Die erste Unterstützung bleibt die 200-Tage-Linie bei 89,00 Dollar, die SOL am Sonntag im Tagesverlauf kurz unterschritten hat. Die nächste Marke ist neu und stammt aus der Staking-Rechnung oben: 85,02 Dollar. Darunter brächte selbst ein volles Jahr Staking von heute an keinen Wertzuwachs mehr. Weiter unten liegt der Bereich von 72 bis 75 Dollar aus dem Sommer; am 17. August schloss SOL bei 74,55 Dollar, dem tiefsten Tagesschluss der vergangenen 90 Tage. Das Jahrestief stammt vom 7. Juni mit 62,18 Dollar.

Marken nach oben

Nach oben ist die erste Hürde der Tagesschluss vom 5. November bei 95,51 Dollar, das höchste Niveau der vergangenen sieben Tage. Die 100-Tage-Linie verläuft bei 99,21 Dollar, die 50-Tage-Linie bei 107,70 Dollar. Solange SOL unter der 100-Tage-Linie bleibt, gilt der Abwärtstrend seit dem Septemberhoch von 122,08 Dollar weiter.

Unsere Einschätzung zur Solana Prognose: Staking federt, es trägt den Kurs nicht

Aus Sicht der Redaktion sagt der sinkende Stake mehr über die nächsten Wochen als die Rendite. Dafür spricht der Gleichlauf der Zahlen: 4,82 Millionen SOL weniger im Staking seit dem 9. Oktober, 1,6 Milliarden Dollar weniger Stablecoins in 30 Tagen und ein Kurs, der in derselben Zeit von 110 auf 89 Dollar gefallen ist. Halter, die ihr Staking auflösen, verzichten bewusst auf knapp 5 Prozent im Jahr. Das tun sie in der Regel, weil sie verkaufen oder umschichten wollen.

Dagegen spricht, dass der Abzug mit gut einem Prozent der gestakten Menge in 30 Tagen klein bleibt. Mehr als zwei Drittel aller SOL sind weiter gebunden, und an der 200-Tage-Linie hat sich seit dem 5. November kein Tagesschluss klar darunter gebildet. Die Rendite selbst steigt sogar leicht, wenn weniger SOL gestakt sind, weil sich die neuen Coins auf eine kleinere Menge verteilen.

Was daraus folgt: Solange der Stake sinkt und der Kurs unter 95,51 Dollar bleibt, rechnen wir eher mit einem Test der Zone um 85 Dollar als mit einer Erholung zur 100-Tage-Linie. Kippen würde diese Einschätzung ein Tagesschluss über 95,51 Dollar bei wieder wachsendem Stake. SOL bleibt ein schwankungsstarker Coin, ein Totalverlust ist bei Kryptowährungen nie ausgeschlossen.

Staking-Erträge in Deutschland: Steuer und Freigrenze von 256 Euro

Für Anleger in Deutschland ist Staking ein Thema für die Steuererklärung, auch wenn kein Coin verkauft wird. Die Finanzverwaltung behandelt Staking-Erträge als sonstige Einkünfte, bewertet mit dem Marktwert im Moment, in dem sie dir zufließen. Für diese Einkünfte gilt nach § 22 Nr. 3 des Einkommensteuergesetzes eine Freigrenze: Liegen sie im Kalenderjahr unter 256 Euro, bleiben sie steuerfrei. Erreichst du die Grenze, ist der ganze Betrag zu versteuern, nicht nur der Teil darüber.

Beim Kurs vom Sonntag von rund 80 Euro und 4,97 Prozent im Jahr erreichst du die Grenze mit etwa 64 SOL. Fällt der Kurs weiter, steigt diese Menge, steigt er, sinkt sie. Zählen musst du dabei alle sonstigen Einkünfte dieser Art zusammen, nicht nur die aus Solana.

Die Haltefrist für die gestakten Coins selbst bleibt bei einem Jahr, das Staking verlängert sie nicht. Wie es um die Pläne steht, an dieser Haltefrist etwas zu ändern, fasst unsere Übersicht zum Stand der Haltefrist-Reform zusammen. Für jede einzelne Belohnung beginnt eine eigene Frist ab ihrem Zufluss. Wer regelmäßig Erträge bekommt, verliert ohne Werkzeug schnell den Überblick; Programme dafür findest du bei den Krypto-Steuer-Tools im Vergleich.

SOL-Staking bei 89 Dollar: Unter 85,02 Dollar hilft auch die Rendite nicht

  1. Anbieter und Laufzeit wählen: Staking über eine Börse ist bequem, die Anbieter unterscheiden sich aber bei Provision und Wartezeit beim Auflösen. Einen Überblick bietet der Vergleich der Staking-Plattformen.
  2. Kaufweg mit Zulassung nutzen: Wer bei 89 Dollar nachkaufen will, nutzt einen Anbieter mit Zulassung nach MiCA, der EU-Verordnung für Kryptowerte. Die Übersicht steht bei den besten Krypto-Börsen.
  3. Erträge mitschreiben: Jede Belohnung zählt mit ihrem Euro-Wert am Tag des Zuflusses. Ein Steuerprogramm aus dem Vergleich der Krypto-Steuer-Tools erfasst sie automatisch.

(Stand: 8. November 2026. Dieser Beitrag ist keine Anlageberatung. Kurse und Gebührenmodelle ändern sich; prüfe die Konditionen vor jedem Kauf beim Anbieter selbst.)

Häufige Fragen zu Solana Staking

Transparenzhinweis: Dieser Beitrag wurde unter Zuhilfenahme künstlicher Intelligenz erstellt und vor der Veröffentlichung redaktionell geprüft. Alle Zahlen und Angaben wurden gegen die im Text verlinkten Primärquellen abgeglichen. Das Beitragsbild wurde mit KI erzeugt.

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