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Solana Prognose: 22,88 Millionen neue SOL im Jahr, die ETFs halten 1,56 Milliarden: Was du jetzt tun kannst

Die Solana-Blockchain wirft im Jahr 22,88 Millionen neue SOL aus, rund 2,31 Milliarden Dollar neues Angebot. Alle amerikanischen Solana-ETFs zusammen haben seit ihrem Start 1,56 Milliarden Dollar eingesammelt.

Nächtliche Münzprägestätte, aus der Prägepresse rutschen frisch geprägte Metallscheiben in einen übervollen Metallbehälter, im Prägestempel sitzt das Solana-Zeichen
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Kategorien: Solana

Die Solana-Blockchain schüttet im Jahr rund 22,88 Millionen neue SOL aus. Das sind bei 100,91 Dollar je Token gut 2,31 Milliarden Dollar neues Angebot, und es entsteht unabhängig davon, ob jemand kauft. Auf der anderen Seite stehen alle amerikanischen Solana-Fonds zusammen mit kumulierten Nettozuflüssen von 1,56 Milliarden Dollar seit ihrem Start. Die Blockchain liefert in zwölf Monaten also das Eineinhalbfache dessen, was die ETFs in ihrer gesamten Geschichte eingesammelt haben.

Diese Rechnung ist der Rahmen, in dem jede Solana-Prognose steht. Wohin der Kurs auf Sicht von Monaten zeigen kann, ordnet unsere Solana Prognose ein. Die Zahlen für diesen Artikel stammen aus einer eigenen Abfrage der Solana-Mainnet-Knoten am Sonntagabend, 18. Oktober, und sie lassen sich nachrechnen.

Die Emission in Zahlen: 62.677 neue SOL an jedem Tag

Eine Abfrage der Methode getInflationRate am Mainnet-Knoten liefert für die laufende Epoche 1061 eine Inflationsrate von 3,5969 Prozent. Die Methode getSupply nennt eine Gesamtmenge von 636.028.735 SOL, davon 589.437.970 SOL im Umlauf und 46.590.765 SOL in nicht umlaufenden Konten. Die Inflationsrate greift auf die Gesamtmenge, nicht auf den Umlauf.

Daraus folgt eine Jahresemission von 22.877.199 SOL. Verteilt auf 365 Tage sind das 62.677 neue SOL am Tag oder 6,32 Millionen Dollar täglich zum Kurs von Sonntagabend. Gemessen am Marktwert von 59,47 Milliarden Dollar entspricht die Jahresemission 3,88 Prozent.

Zum Vergleich die Nachfrageseite, soweit sie sich beziffern lässt: Die amerikanischen Solana-Spot-ETFs tragen laut den bei 24/7 Wall St. am 18. Oktober zusammengetragenen Zahlen kumulierte Nettozuflüsse von 1,56 Milliarden Dollar. Ihr Nettovermögen lag am 16. Oktober bei 1,62 Milliarden Dollar, nach 1,96 Milliarden am 25. September. Das ist ein Rückgang um 17,6 Prozent in drei Wochen.

Wie die Inflationsformel von Solana arbeitet

Solana hat keine feste Obergrenze der Tokenmenge wie Bitcoin. Stattdessen läuft ein fester Zeitplan: Die Emission startete 2021 bei 8 Prozent im Jahr und sinkt seitdem jährlich um 15 Prozent ihres eigenen Wertes, bis sie bei einer Endrate von 1,5 Prozent liegt. Dieser Mechanismus heißt Disinflation. Er steht im Inflationsplan der Solana-Dokumentation und ist seit dem Start unverändert.

Disinflation heißt: Die Menge der neuen Token wächst weiter, nur langsamer. Bei den heutigen 3,5969 Prozent dauert es nach dem aktuellen Plan noch bis etwa 2032, bis die 1,5 Prozent erreicht sind. In dieser Zeit entstehen nach dem Zeitplan über 100 Millionen weitere SOL.

Die neuen Token gehen vollständig an die Validatoren und die Einleger, die bei ihnen staken. Das Feld foundation der Abfrage steht auf 0,0, die Stiftung bekommt also keinen Anteil mehr. Für Halter, die ihre SOL nicht staken, bedeutet das eine stille Verwässerung um die volle Emissionsrate.

1,56 Milliarden Dollar in allen ETFs, davon 449 Millionen vom Emittenten

Die kumulierten Zuflüsse sind kein reiner Nachfragewert. Eine Auswertung der Startphase weist rund 449,3 Millionen Dollar als Anschubkapital der Emittenten selbst aus, also Geld, das die Fondsanbieter beim Start in ihre eigenen Produkte legen, damit die Produkte handelbar sind. Zieht man das ab, bleiben rund 1,11 Milliarden Dollar, die von Anlegern kamen.

Gegen diesen Betrag gerechnet liefert die Blockchain in einem Jahr das 2,08-Fache. Die Fonds müssten ihre bisherige Anlegernachfrage also gut verdoppeln, nur um die Emission eines einzigen Jahres aufzunehmen.

Seit dem 5. Oktober verzeichneten die Fonds in jeder Handelssitzung Abflüsse, zusammen 54,9 Millionen Dollar bis zum 16. Oktober. Der größte Einzeltag war der 16. Oktober mit 12,7 Millionen Dollar. Den letzten Zuflusstag gab es am 2. Oktober.

Der Kurs am Sonntagabend: 100,91 Dollar über dem Tagestief

SOL notierte am Sonntagabend bei 100,91 Dollar, 3,03 Prozent unter dem Stand von 24 Stunden davor. Das Tageshoch lag bei 104,60 Dollar, das Tagestief bei 100,49 Dollar. Vom Rekord bei 293,31 Dollar trennen den Kurs 65,6 Prozent.

Die runde 100-Dollar-Marke ist damit zum dritten Mal in dieser Woche in Reichweite. In unserer Solana-Prognose vom 17. Oktober stand sie bei einem Kurs von 103 Dollar als die Marke, die entscheidet; seitdem hat der Kurs 2,1 Prozent abgegeben und das Tagestief lag 42 Cent über der Marke. Gehalten hat sie bisher, aber der Abstand ist kleiner geworden.

Was sich seit dem 17. Oktober außerdem geändert hat: Das Stablecoin-Angebot auf der Solana-Blockchain lag nach den DeFiLlama-Zahlen vom 17. Oktober bei 15,5 Milliarden Dollar, nach 17,45 Milliarden am Hoch vom 25. September. Diese Basis ist der Treibstoff für den Handel auf der Blockchain, und sie schrumpft weiter.

Nächtlicher Sitzungssaal mit langem Konferenztisch, aufgeschlagene Aktenstapel und zurückgeschobene Stuhlreihen, in der Holzintarsie am Kopfende liegt das Solana-Zeichen
Über eine Änderung der Emission entscheiden die Validatoren nach Stake-Gewicht, nicht die Stiftung.

SIMD-0550 würde die Disinflation verdoppeln

Genau an dieser Emission setzt der Vorschlag SIMD-0550 an. SIMD steht für Solana Improvement Document und ist das Verfahren, über das Änderungen am Protokoll vorgeschlagen und abgestimmt werden. Eingebracht hat SIMD-0550 Anfang Juni 2026 ein Entwickler des Infrastrukturanbieters Helius, der unter dem Namen lostintime101 auftritt; Solana-Mitgründer Anatoly Yakovenko hat den Vorschlag öffentlich unterstützt. Die Diskussion läuft über das Solana Forum.

Der Kern: Die jährliche Disinflationsrate würde von 15 auf 30 Prozent verdoppelt. Die Endrate von 1,5 Prozent bleibt unverändert, sie wäre nur deutlich früher erreicht. Nach der Modellrechnung der Antragsteller verkürzt sich der Weg dorthin von etwa 5,7 auf 2,8 Jahre. Das entfernt nach derselben Rechnung rund 1,5 Milliarden Dollar künftiger Emission zu heutigen Kursen.

Der Preis dafür steht in der Vorlage selbst: Eine auf der Stiftungs-Telefonkonferenz im Juni gezeigte Modellierung schätzt, dass etwa 30 Validatoren im zweiten oder dritten Jahr von profitabel oder kostendeckend auf unprofitabel kippen würden. Wer einen kleinen Validator betreibt, verliert also möglicherweise seine Grundlage.

Zwei gescheiterte Anläufe liegen hinter dem Vorschlag

SIMD-0550 ist der dritte Versuch. SIMD-0228 kam im März 2025 zur Abstimmung und fiel mit 61,4 Prozent Zustimmung durch; nötig sind zwei Drittel, also 66,67 Prozent. SIMD-0411, ebenfalls von Helius-Entwicklern und im November 2025 eingebracht, hätte dasselbe Ziel erreicht und wurde nach der Analyse von Chainflow zurückgezogen, solange die Werkzeuge für die Abstimmung fehlten.

Abgestimmt wird nach Stake-Gewicht. Das heißt: Die Validatoren mit dem meisten delegierten SOL entscheiden, und sie entscheiden über ihre eigenen Einnahmen. Ein Vorschlag, der die Emission kürzt, kürzt zugleich die Erträge der Abstimmenden. Dass zwei Anläufe gescheitert sind, hat damit eine naheliegende Erklärung, und es ist der Grund, warum ein dritter Anlauf kein Selbstläufer ist. Ein Termin für die Abstimmung über SIMD-0550 ist nicht gesetzt.

5,23 Prozent nominale Rendite bei 437 Millionen SOL im Stake

Die Abfrage getVoteAccounts am Mainnet-Knoten zeigt 668 aktive Validatoren und 12 ausgefallene. Zusammen tragen sie 437.350.803 SOL an aktiviertem Stake. Das sind 74,20 Prozent des Umlaufs und 68,76 Prozent der Gesamtmenge.

Aus diesen drei Zahlen ergibt sich die nominale Staking-Rendite: Die Emission von 22.877.199 SOL verteilt sich auf 437.350.803 gestakte SOL, das sind 5,23 Prozent im Jahr vor Kommission und vor Steuer. Diese Zahl ist nominal, nicht real. Wer stakt, bekommt 5,23 Prozent mehr Token und hält danach ungefähr denselben Anteil am Netz wie vorher. Wer nicht stakt, verliert Anteil.

Setzt SIMD-0550 sich durch, fällt diese Rendite entsprechend schneller. Bei verdoppelter Disinflation wäre sie binnen weniger Jahre bei rund 2,2 Prozent, gerechnet mit der heutigen Staking-Quote. Welche Anbieter auf dem deutschen Markt Staking zu welchen Konditionen anbieten, zeigt unser Vergleich der Staking-Plattformen.

668 Validatoren, 65 davon mit voller Kommission

Die Kommission ist der Anteil der Staking-Erträge, den der Validator für sich behält. Der Wert steht öffentlich im Vote-Account jedes Validators und lässt sich mit derselben Abfrage auslesen, die auch die Stake-Verteilung liefert.

Die mittlere Kommission unter den 668 aktiven Validatoren liegt bei 5 Prozent. 65 von ihnen, also knapp jeder zehnte, nehmen 100 Prozent: Wer dort delegiert, bekommt von den 5,23 Prozent nichts. Das ist kein Betrug und steht offen in den Daten, nur sieht es in den Oberflächen vieler Wallets niemand, weil die Kommission dort nicht angezeigt wird.

Ein zweiter Wert aus derselben Abfrage: Die fünf größten Validatoren halten zusammen 15,11 Prozent des Stakes, und 18 Validatoren reichen aus, um ein Drittel des Stakes zu stellen. Dieser Nakamoto-Koeffizient von 18 ist die Zahl, die zählt, wenn es um die Frage geht, wie verteilt die Abstimmung über SIMD-0550 tatsächlich ist.

Zwei Hände halten über einer dunklen Werkbank ein aufgeklapptes Metallgehäuse mit winzigen Schaltern, daneben ein Schraubendreher, auf dem Deckel sitzt das Solana-Zeichen
Die Kommission des eigenen Validators ist öffentlich abrufbar, in den Wallet-Oberflächen aber selten sichtbar.

Die Steuer auf Staking-Erträge und die Haltefrist

Für Anleger in Deutschland gilt: Staking-Erträge sind nach der Linie der Finanzverwaltung sonstige Einkünfte und im Jahr des Zuflusses mit dem persönlichen Einkommensteuersatz zu versteuern, sobald die Freigrenze von 256 Euro im Jahr überschritten ist. Der Kurswert zum Zeitpunkt des Zuflusses ist der Wert, den das Finanzamt ansetzt. Bei 5,23 Prozent nominaler Rendite ist diese Grenze schon bei einem Bestand von rund 5.700 Dollar erreicht.

Davon getrennt steht die einjährige Haltefrist auf den Veräußerungsgewinn der SOL selbst. Wie der Stand der angekündigten Reform dieser Frist aussieht, führen wir laufend auf der Seite zum Stand der Krypto-Haltefrist-Reform nach. Für die Dokumentation der einzelnen Zuflüsse mit Datum und Kurswert ist ein Steuer-Werkzeug sinnvoll, weil die Zuflüsse täglich anfallen.

Dieser Absatz ersetzt keine Steuerberatung. Die Behandlung von Staking-Erträgen ist in Teilen noch nicht abschließend geklärt, und sie hängt an deiner persönlichen Lage.

Unsere Einschätzung zur Emission

Aus Sicht der Redaktion ist die Emission der unterschätzte Teil jeder Solana-Prognose. Die Belege: 2,31 Milliarden Dollar neues Angebot im Jahr gegen 1,11 Milliarden Dollar Anlegergeld in allen ETFs über deren gesamte Laufzeit, dazu Abflüsse in jeder Sitzung seit dem 5. Oktober und eine Stablecoin-Basis, die seit dem 25. September um 1,95 Milliarden Dollar geschrumpft ist. Solange das so steht, braucht ein Kursanstieg Nachfrage von woanders, nicht aus den Fonds.

Was dagegen spricht: Die Emission ist seit 2021 bekannt und eingepreist, sie ist keine Neuigkeit. Die neuen Token landen zu drei Vierteln bei Einlegern, die ihre Token stakten und damit tendenziell halten statt verkaufen, und die Staking-Quote von 74,20 Prozent ist hoch. Und der Konsenswechsel auf Alpenglow am 21. Oktober senkt die Kosten der Validatoren, was kleinere Betreiber auch bei niedrigerer Emission tragfähig halten könnte. Eine Bewertung der Lage ist das, keine Kauf- oder Verkaufsempfehlung.

Solana-Emission: Ohne SIMD-0550 bleiben 22,9 Millionen SOL im Jahr

Drei Schritte, die sich heute erledigen lassen:

  1. Kommission deines Validators prüfen. Liegt sie bei 100 Prozent, bekommst du von den 5,23 Prozent nichts. Die Kommission steht im Vote-Account und wird in vielen Wallets nicht angezeigt. Wer über einen Anbieter stakt, findet die Konditionen im Vergleich der Staking-Plattformen.
  2. Zuflüsse mit Datum und Kurswert festhalten. Ab 256 Euro Staking-Ertrag im Jahr greift die Einkommensteuer, und maßgeblich ist der Wert am Tag des Zuflusses. Die passenden Werkzeuge stehen im Vergleich der Steuer-Tools.
  3. Gebühren beim Nachkauf gegenrechnen. Bei 3,88 Prozent Jahresemission am Marktwert fällt eine Kaufgebühr von einem Prozent spürbar ins Gewicht. Die Konditionen der Handelsplätze stehen im Börsenvergleich.

(Stand: 18. Oktober 2026. Dieser Beitrag ist keine Anlageberatung. Kurse und Gebuehrenmodelle aendern sich; pruefe die Konditionen vor jedem Kauf beim Anbieter selbst.)

Häufige Fragen zur Solana-Emission

Transparenzhinweis: Dieser Beitrag wurde unter Zuhilfenahme künstlicher Intelligenz erstellt und vor der Veröffentlichung redaktionell geprüft. Alle Zahlen und Angaben wurden gegen die im Text verlinkten Primärquellen abgeglichen. Das Beitragsbild wurde mit KI erzeugt.

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