Die in diesem Artikel bereitgestellten Informationen dienen ausschließlich zu Informationszwecken und stellen keine Finanzberatung dar. Investitionen in Kryptowährungen sind mit einem hohen Risiko verbunden. Führe immer deine eigene Recherche durch.

Solana Prognose: 670 Millionen Dollar Kapital abgezogen, die Gebühren fallen fast viermal so stark wie der Handel: Worauf es jetzt ankommt

Das auf Solana gebundene Kapital ist seit dem 5. Oktober um 670 Millionen auf 5,94 Milliarden US-Dollar gefallen, die Netzgebühren sanken um 15,2 Prozent. Der Handel gab dagegen nur um 4 Prozent nach. Was diese Schere über die nächsten Marken verrät.

Reihe schwerer Serverschränke in einem nächtlichen Rechenzentrum, in eine polierte Metallplatte am vordersten Schrank ist das Solana-Zeichen tief eingraviert
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Kategorien: Solana

Solana notiert am Freitagabend bei 104,27 US-Dollar und damit 1,0 Prozent unter dem Vortag. Die Zahl allein erklärt wenig. Interessanter ist, was unter dem Kurs passiert: Das auf der Solana-Blockchain gebundene Kapital ist seit dem Monatshoch vom 5. Oktober um 670 Millionen US-Dollar auf 5,94 Milliarden gefallen, während das Handelsvolumen nur um 4 Prozent nachgab. Die Netzgebühren sanken im selben Zeitraum um 15,2 Prozent, also fast viermal so stark wie der Handel. Wohin der Kurs auf Sicht von Monaten zeigen kann, ordnet unsere Solana Prognose ein.

Diese Schere ist der eigentliche Befund dieser Woche, denn sie sagt etwas darüber, wer auf Solana noch aktiv ist und wer sein Geld bereits abgezogen hat. Für Anleger in Deutschland hängen daran drei konkrete Entscheidungen: ob ein Nachkauf in diese Lage passt, ob gestaktes SOL dort richtig liegt, wo es liegt, und welche Marken einen Einstieg überhaupt rechtfertigen.

Gebundenes Kapital: 670 Millionen US-Dollar weniger seit dem 5. Oktober

Gebundenes Kapital, in der Branche Total Value Locked oder TVL genannt, ist die Summe aller Gelder, die Nutzer in die Anwendungen einer Blockchain eingezahlt haben: in Kreditprotokolle, in Handelsplattformen, in Liquiditätspools. Die Kennzahl misst Vertrauen mit echtem Geld, weil jeder eingezahlte Dollar ein Risiko trägt.

Nach unserer Abfrage bei DefiLlama vom 16. Oktober 2026 lag dieser Wert für Solana am 5. Oktober bei 6,61 Milliarden US-Dollar. Am 16. Oktober waren es 5,94 Milliarden. Das sind 670 Millionen weniger oder 10,1 Prozent. Allein seit Montag, dem 12. Oktober, flossen 284 Millionen ab.

Der Abfluss verlief nicht gleichmäßig. Bis zum 7. Oktober hielt sich der Wert über 6,57 Milliarden. Am 8. und 9. Oktober brach er auf 6,18 Milliarden ein, erholte sich bis zum 12. Oktober leicht auf 6,22 Milliarden und rutschte danach erneut ab. Zwei Abwärtsstufen also, keine stetige Bewegung.

Kombidiagramm: blaue Balken zeigen die täglichen Netzgebühren auf Solana in Millionen US-Dollar, die rote Linie das gebundene Kapital in Milliarden US-Dollar über 14 Tage
Die Balken zeigen, dass die Gebühren seit Monatsbeginn auf einem tieferen Niveau schwanken. Die rote Linie fällt ab dem 8. Oktober deutlich ab.

Netzgebühren: 85,68 Millionen US-Dollar in sieben Tagen

Die zweite Zahl stammt aus derselben Quelle. In den sieben Tagen bis zum 16. Oktober zahlten Nutzer 85,68 Millionen US-Dollar an Netzgebühren, 15,2 Prozent weniger als in der Vorwoche. Über 30 Tage summieren sich 462,25 Millionen US-Dollar, ein Minus von 8,26 Prozent gegenüber dem Vormonat.

Das Handelsvolumen auf den dezentralen Börsen der Blockchain gab im selben Wochenfenster nur um 4 Prozent nach, auf 13,68 Milliarden US-Dollar. Über 30 Tage waren es 71,84 Milliarden, ein Minus von 6,07 Prozent. Es wird also weiter in großem Umfang gehandelt. Nur bringt dieser Handel dem Netzwerk deutlich weniger ein.

Warum Gebühren und Volumen auseinanderlaufen können

Der Mechanismus dahinter ist auf Solana gut dokumentiert. Die Grundgebühr je Transaktion beträgt 5.000 Lamport, ein Bruchteil eines Cents, und sie ändert sich nicht. Den Großteil der Einnahmen tragen die sogenannten Prioritätsgebühren: Wer sicher sein will, dass seine Transaktion in den nächsten Block kommt, legt freiwillig etwas drauf. Diese Aufschläge steigen, wenn viele Teilnehmer gleichzeitig um denselben Platz kämpfen.

Fallen die Gebühren stärker als das Volumen, heißt das: Es wird gehandelt, aber die Eile ist raus. Der Wettbewerb um Blockplatz hat nachgelassen. Typisch ist dieses Muster, wenn automatisierte Handelsprogramme und Arbitrage-Strategien ihre Aktivität zurücknehmen, während normale Tauschvorgänge weiterlaufen. Ein einzelner Tag widerspricht dem Trend nicht: Am 15. Oktober stiegen die Tagesgebühren auf 12,78 Millionen US-Dollar und damit um 19,7 Prozent gegenüber dem 14. Oktober. Anfang des Monats lagen sie allerdings noch bei über 19 Millionen am Tag.

Was sich seit dem 12. Oktober geändert hat

In unserer Solana-Einordnung vom 12. Oktober stand die 20-Tage-Linie bei 117 US-Dollar als nächstes Ziel. Diese Linie liegt heute bei 113,99 US-Dollar, sie ist dem Kurs also um gut drei Dollar entgegengekommen. Erreicht wurde sie trotzdem nicht: Der Kurs lag am 12. Oktober bei 111,25 US-Dollar und steht nun bei 104,27, ein Minus von 6,3 Prozent in vier Tagen.

Damals war der Befund ein Gebührenrückgang von 35 Prozent binnen sieben Tagen. Dieser Rückgang hat sich nicht fortgesetzt, er hat sich auf dem tieferen Niveau eingependelt. Neu hinzugekommen ist der Kapitalabfluss, den es am 12. Oktober in dieser Deutlichkeit noch nicht gab. Die Lage hat sich also verschoben, nicht einfach verschlechtert.

Die Marken, die jetzt zählen

Alle Durchschnitte unten sind aus den Tagesschlusskursen der vergangenen 90 Tage selbst berechnet, Datenquelle CoinGecko, Stand 16. Oktober 2026.

Nach unten

Die nächste belegbare Marke ist das Tagestief bei 103,65 US-Dollar, also 0,6 Prozent unter dem aktuellen Kurs. Darunter folgt das 30-Tage-Tief bei 101,57 US-Dollar. Diese Marke wurde zuletzt am 9. Oktober getestet und hielt, und damit ist sie der ehrlichere Prüfstein als die runde 100.

Reicht ein Abgabedruck tiefer, liegt die 90-Tage-Linie bei 96,20 US-Dollar. Der Kurs steht derzeit 7,7 Prozent darüber. Solange er oberhalb dieser Linie bleibt, ist der Anstieg seit Mitte Juli rechnerisch intakt, auch wenn sich die kurzfristigen Linien längst nach unten gedreht haben.

Nach oben

Der erste Widerstand ist die 7-Tage-Linie bei 106,80 US-Dollar, 2,4 Prozent über dem Kurs. Direkt darüber liegt das Tageshoch von 107,18 US-Dollar. Beide Werte liegen so eng beieinander, dass sie als eine Zone zu lesen sind.

Die nächste echte Hürde ist die 50-Tage-Linie bei 109,36 US-Dollar, danach die 20-Tage-Linie bei 113,99. Das 30-Tage-Hoch von 122,08 US-Dollar liegt 17,1 Prozent entfernt und ist in dieser Woche kein realistisches Ziel.

Die Reihenfolge der Linien sagt dabei mehr als jede einzelne: Die 20-Tage-Linie liegt über der 50-Tage-Linie, und beide liegen über dem Kurs. Diese Staffelung entsteht, wenn ein Markt aus einer höheren Lage herauskommt und noch nicht ausgelaufen ist.

Unsere Einschätzung

Aus Sicht der Redaktion wiegt der Kapitalabfluss schwerer als der Gebührenrückgang. Gebühren schwanken mit der Tagesstimmung, das zeigt der Sprung vom 15. Oktober. Gebundenes Kapital bewegt sich träger, weil hinter jedem Abzug eine bewusste Entscheidung steht. 670 Millionen US-Dollar in elf Tagen sind deshalb das belastbarere Signal.

Dagegen spricht die Größenordnung: 5,94 Milliarden US-Dollar sind immer noch mehr, als die meisten Blockchains je gebunden haben, und das Handelsvolumen hält sich mit minus 4 Prozent bemerkenswert stabil. Auch die Stablecoin-Decke auf Solana liegt laut derselben DefiLlama-Abfrage bei 15,72 Milliarden US-Dollar. Das ist Kaufkraft, die auf der Blockchain liegen bleibt, selbst wenn Kapital aus den Anwendungen abgezogen wird. Zum Vergleich: Auf Ethereum sind es 143,94 Milliarden, auf Tron 94,49 Milliarden.

Unser Schluss daraus: Die Lage rechtfertigt Vorsicht bei gehebelten Positionen, aber keine Panik im Bestand. Wer eine Position aufbauen will, hat mit dem 30-Tage-Tief bei 101,57 US-Dollar eine prüfbare Marke, an der sich die Entscheidung festmachen lässt. Eine Kauf- oder Verkaufsempfehlung ist das ausdrücklich nicht.

Langes Rollenförderband in einer nächtlichen Umschlaghalle mit dicht laufenden markenlosen Kartons, das Regal daneben ist bis auf wenige Paletten leergeräumt
Der Durchsatz bleibt hoch, das Lager dahinter leert sich: Genau dieses Bild zeigen die Solana-Daten dieser Woche.

Was deutsche Anleger daraus machen können

Haltefrist und Steuer

In Deutschland bleiben Gewinne aus dem Verkauf von Kryptowerten nach einem Jahr Haltedauer steuerfrei, geregelt in Paragraf 23 des Einkommensteuergesetzes. Unterhalb eines Jahres gilt eine Freigrenze von 1.000 Euro im Kalenderjahr. Freigrenze bedeutet: Wird sie überschritten, ist der gesamte Gewinn steuerpflichtig, nicht nur der übersteigende Teil.

Wichtig für jeden, der SOL in einem Protokoll eingesetzt hat: Wer Kryptowerte gegen Entgelt verleiht oder in Liquidität einbringt, sollte seine eigenen Zuflüsse sauber dokumentieren. Die Finanzverwaltung behandelt solche Erträge als sonstige Einkünfte. Das aktuelle Abziehen von Kapital ist ein guter Anlass, die eigenen Positionen samt Einstiegsdatum zu ordnen.

Staking

Wer SOL staked, erhält einen Anteil an genau den Gebühren, die gerade sinken, zuzüglich der Neuausgabe. Fällt die Gebührenseite über Wochen, sinkt die tatsächliche Rendite, auch wenn die beworbene Zahl gleich bleibt. Ein Blick auf die ausgezahlte Rendite der vergangenen Epochen lohnt sich deshalb jetzt mehr als sonst. Die Bedingungen der Anbieter stehen im Staking-Anbieter im Vergleich.

Dazu die Entzugsfrist: Gestaktes SOL wird erst zum Ende der laufenden Epoche frei, die rund zwei bis drei Tage dauert. Wer kurzfristig verkaufen könnte, sollte diese Wartezeit einkalkulieren, bevor eine Marke ohnehin gerissen ist.

Kaufweg und Verwahrung

Für den Kauf in Deutschland gilt seit Ende 2024 die EU-Verordnung MiCA. Anbieter brauchen eine Zulassung, in Deutschland erteilt und beaufsichtigt von der BaFin. Welche Plätze diese Zulassung haben und was sie kosten, steht im Krypto-Börsen im Vergleich.

Wer größere Bestände hält, trennt Handelsguthaben und Langfristbestand. Der Teil, der liegen bleibt, gehört in eine eigene Verwahrung, deren Zugangswörter nicht digital gespeichert sind.

Hebel

Gehebelte Positionen sind in einer Phase fallender Liquidität besonders anfällig, weil weniger gebundenes Kapital größere Kurssprünge begünstigt. Wer dennoch mit Hebel arbeitet, rechnet seinen Liquidationspreis vorher aus und prüft die Finanzierungskosten. Ein Überblick über die Plätze steht im Perp-DEX im Vergleich.

Die nächsten Termine

Am 21. Oktober 2026 startet das Netzwerk-Update Alpenglow in Epoch 1064. Es senkt die Zeit bis zur endgültigen Bestätigung einer Transaktion deutlich. Für Staker ist dieser Termin relevant, weil ein Teil der Validatoren die Software aktualisieren muss. Wer seine SOL bei einem Anbieter liegen hat, kann vorab erfragen, ob dessen Validatoren vorbereitet sind.

Unabhängig davon bleibt die Datenlage der beste Frühindikator: Dreht das gebundene Kapital wieder nach oben, während die Gebühren mitziehen, ist das ein belastbareres Zeichen als jede einzelne Kurskerze.

Solana-Kapitalabfluss: Die 101,57 entscheidet, nicht die runde 100

Drei Schritte für die kommenden Tage:

  1. Marke festlegen. Das 30-Tage-Tief bei 101,57 US-Dollar ist der prüfbare Punkt nach unten, die Zone 106,80 bis 107,18 US-Dollar der erste Widerstand nach oben. Wer kaufen oder verkaufen will, knüpft die Entscheidung an eine dieser Marken statt an das Bauchgefühl. Die Konditionen der zugelassenen Plätze stehen im Vergleich der Krypto-Börsen.
  2. Staking-Ertrag nachrechnen. Vergleiche die tatsächlich ausgezahlte Rendite der vergangenen Wochen mit der beworbenen Zahl und prüfe die Entzugsfrist vor dem 21. Oktober. Die Anbieter im Überblick: Staking-Plattformen im Vergleich.
  3. Haltefrist dokumentieren. Notiere zu jeder Position das Einstiegsdatum und halte die Jahresfrist im Blick. Hilfreiche Werkzeuge dafür stehen im Vergleich der Steuer-Tools.

(Stand: 16. Oktober 2026. Dieser Beitrag ist keine Anlageberatung. Kurse und Gebührenmodelle ändern sich; prüfe die Konditionen vor jedem Kauf beim Anbieter selbst.)

Häufige Fragen zu Solana

Transparenzhinweis: Dieser Beitrag wurde unter Zuhilfenahme künstlicher Intelligenz erstellt und vor der Veröffentlichung redaktionell geprüft. Alle Zahlen und Angaben wurden gegen die im Text verlinkten Primärquellen abgeglichen. Das Beitragsbild wurde mit KI erzeugt.

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