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Solana Prognose: 74,12 Prozent des Umlaufs sind gestakt: Über den Kurs entscheidet jetzt der freie Rest

Analyse: 437.116.782 SOL liegen im Staking, das sind 74,12 Prozent des Umlaufs. Nur 152,6 Millionen Token sind frei handelbar, und das Tagesvolumen entspricht bereits 12,8 Prozent davon.

Naechtliches Frachtterminal, ein Portalkran hebt einen einzelnen Stahlcontainer mit eingraviertem Solana-Zeichen aus einem Stapel fest verschlossener Container
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Kategorien: Solana

Analyse: 437.116.782 SOL liegen im Staking. Das sind 74,12 Prozent aller Token, die im Umlauf sind, und sie lassen sich nicht einfach am Freitagabend verkaufen.

Belegt ist: Eine eigene Abfrage des Solana-Mainnets am Freitagabend ergibt 437.116.782 gestakte SOL bei 589.708.989 Token im Umlauf, verteilt auf 664 aktive Validatoren. Unsere Einschätzung dazu folgt weiter unten: Diese Bindung erklärt, warum der Kurs an ruhigen Tagen kaum nachgibt und an hektischen umso heftiger ausschlägt. Wohin der Kurs auf Sicht von Monaten zeigen kann, ordnet unsere Solana Prognose ein.

SOL notierte am Freitagabend bei 103,55 Dollar und damit 0,51 Prozent über dem Vortag, bei einem Tageshoch von 105,05 und einem Tagestief von 103,17 Dollar (CoinGecko). Umgerechnet sind das 92,51 Euro. Das Handelsvolumen der vergangenen 24 Stunden lag bei 2,02 Milliarden Dollar, die Marktkapitalisierung bei 61,07 Milliarden Dollar, Rang sieben.

74,12 Prozent des Umlaufs stecken im Staking

Staking heißt bei Solana: Du delegierst deine SOL an einen Validator, der Blöcke produziert und bestätigt. Die Token bleiben in deiner Verfügung, sie verlassen deine Adresse nicht, aber sie sind für die Dauer der Delegation gebunden und nicht handelbar. Genau diese Bindung ist die Zahl, um die es heute geht.

Die Abfrage über den öffentlichen Mainnet-Zugang des Netzes zählt zum Zeitpunkt dieses Artikels 437.116.782 gestakte SOL. Bei 589.708.989 Token im Umlauf ergibt das eine Staking-Quote von 74,12 Prozent. Zum aktuellen Kurs sind damit rund 45,26 Milliarden Dollar gebunden. Zum Vergleich: Die gesamte Marktkapitalisierung von Solana liegt bei 61,07 Milliarden Dollar.

Dazu kommt eine zweite Menge, die oft übersehen wird. Das Gesamtangebot beträgt 636.335.090 SOL, im Umlauf sind aber nur 589.708.989. Die Differenz von 46.626.101 SOL liegt in Konten, die das Netz selbst als nicht umlaufend führt, etwa in Sperrfristen. Wer die Knappheit von Solana beurteilt, rechnet mit dem Umlauf, nicht mit dem Gesamtangebot.

Nur 152,6 Millionen SOL sind wirklich frei handelbar

Zieht man die gestakte Menge vom Umlauf ab, bleiben 152.592.207 SOL übrig. Zum Freitagskurs entspricht das 15,80 Milliarden Dollar. Das ist der Teil des Angebots, der an einem beliebigen Tag auf den Markt treffen kann, ohne dass jemand erst einen Epochenwechsel abwarten muss.

Setzt man das Tagesvolumen von 2,02 Milliarden Dollar dagegen, wird die Größenordnung deutlich: An einem einzigen Handelstag wechselt rechnerisch der Gegenwert von 12,8 Prozent des frei verfügbaren Bestands den Besitzer. Bei Ethereum, wo die Staking-Quote spürbar niedriger liegt, verteilt sich derselbe Druck auf eine breitere Basis.

Das erklärt ein Verhalten, das Leser häufig beschreiben: Solana steht an ruhigen Tagen auffällig stabil, und wenn es sich bewegt, dann schnell. Ein dünner freier Bestand wirkt in beide Richtungen. Er dämpft kleine Verkäufe und verstärkt große.

Schweres staehlernes Hallentor schliesst sich, ein letzter Lichtspalt faellt auf den leeren Betonboden davor
Wer seine Delegation heute beendet, kommt erst nach dem Epochenwechsel wieder an die Token.

Epoche 1066 endet am Samstagabend

Solana rechnet nicht in Tagen, sondern in Epochen. Eine Epoche umfasst 432.000 Slots, ein Slot ist das Zeitfenster für einen Block. Zum Abfragezeitpunkt läuft Epoche 1066 bei Slot-Index 72.046, es fehlen also 359.954 Slots.

Wie lange das dauert, haben wir selbst gemessen, statt mit dem Lehrbuchwert von 400 Millisekunden zu rechnen. Drei Proben über je 60 Sekunden ergaben übereinstimmend 283 bis 285 Slots, also 0,211 Sekunden je Slot. Hochgerechnet bleiben rund 21 Stunden, der Wechsel auf Epoche 1067 fällt damit auf Samstagabend. Die Messung zeigt nebenbei, wie stark sich die Blockrate seit der Alpenglow-Umstellung verdichtet hat, über die wir am 21. Oktober berichtet haben.

Der Epochenwechsel ist kein Schönheitsfehler im Kalender, sondern der Taktgeber für jede Stake-Änderung. Eine neue Delegation wird erst zum Wechsel aktiv. Eine Deaktivierung ebenso: Wer heute abzieht, hat die Token nicht heute, sondern nach dem Wechsel wieder frei verfügbar. Für dich heißt das, dass eine Entscheidung über Staking immer eine Entscheidung über mindestens einen Tag Wartezeit ist.

Die Inflation liegt bei 3,59 Prozent, die Stiftung bekommt nichts mehr

Solana hat kein festes Höchstangebot wie Bitcoin. Stattdessen gibt das Protokoll neue Token aus und senkt die Rate jedes Jahr. Die Abfrage für Epoche 1066 liefert eine Gesamtinflation von 3,5889 Prozent. Bemerkenswert ist die Aufteilung: 3,5889 Prozentpunkte gehen an die Validatoren und ihre Delegierenden, 0,0 an die Stiftung.

Der Stiftungsanteil ist damit ausgelaufen. In den ersten Jahren floss ein Teil der Emission an die Solana Foundation, dieser Anteil ist auf null zurückgegangen. Jeder neu ausgegebene Token landet jetzt bei denen, die das Netz betreiben oder ihm ihre Token anvertrauen.

In absoluten Zahlen bedeutet eine Rate von 3,5889 Prozent auf 589.708.989 Token rund 21,16 Millionen neue SOL im Jahr, also etwa 57.980 Stück am Tag. Zum Freitagskurs sind das knapp 6,0 Millionen Dollar täglich, die als frisches Angebot entstehen. Gemessen am Tagesvolumen von 2,02 Milliarden Dollar ist dieser Zufluss klein, gemessen an einem ruhigen Handelstag ist er nicht nichts.

4,84 Prozent nominale Rendite, nach Kommission bleibt weniger

Aus Inflationsrate und Staking-Quote ergibt sich die nominale Staking-Rendite. Die Rechnung ist einfach: 3,5889 Prozent Emission verteilt auf 74,12 Prozent gestakter Token ergibt 4,84 Prozent im Jahr, bevor der Validator seinen Anteil nimmt.

Die Kommission ist der Punkt, an dem Anbieter sich unterscheiden. Über alle 664 aktiven Validatoren liegt der Median bei 5 Prozent. Nach Abzug bleiben rund 4,60 Prozent nominal. Hinzu kommen je nach Validator Anteile aus Transaktionsgebühren und aus MEV, die in dieser Rechnung nicht enthalten sind, weil sie stark schwanken und sich nicht aus den Protokolldaten allein ableiten lassen.

Entscheidend ist der Unterschied zwischen nominal und real. Die 4,84 Prozent sind in SOL gerechnet. Da gleichzeitig die Gesamtmenge um 3,5889 Prozent wächst, steigt dein Anteil am Netz nur um die Differenz, also um gut 1,2 Prozentpunkte, wenn du bei einem Validator mit Median-Kommission liegst. Wer nicht stakt, verliert in dieser Logik jedes Jahr 3,59 Prozent seines Anteils am Netz an diejenigen, die es tun. Genau das hält die Quote bei über 70 Prozent.

664 Validatoren, aber 18 tragen ein Drittel des Stimmgewichts

Die Zahl der Validatoren sagt für sich genommen wenig. Interessanter ist, wie ungleich das Gewicht verteilt ist. Aus denselben Daten lässt sich der Nakamoto-Koeffizient bestimmen, also die kleinste Zahl von Validatoren, die zusammen mehr als ein Drittel des Stakes halten und damit das Netz anhalten könnten.

Für Epoche 1066 liegt dieser Wert bei 18. Die zehn größten Validatoren tragen zusammen 24,5 Prozent des gesamten Stakes. Neben den 664 aktiven Validatoren führt das Netz 14 weitere als abgehängt, sie haben zuletzt nicht zuverlässig abgestimmt.

Dickes Buendel Glasfaserkabel im Gegenlicht, die einzelnen Faserenden leuchten unterschiedlich hell
664 aktive Validatoren tragen das Netz, aber 18 davon reichen für die Sperrminorität.

Für dein Staking ist das keine Nebensache. Delegierst du an einen der größten Validatoren, verstärkst du die Konzentration. Delegierst du an einen kleineren, trägst du zur Streuung bei, musst aber genauer hinsehen, ob er zuverlässig arbeitet. Die 14 abgehängten Validatoren zeigen, dass dieser Fall vorkommt. Wer dort delegiert hat, verdient in dieser Zeit nichts.

Was sich seit unserem letzten Prognose-Stück geändert hat

Am Donnerstagabend ging es an dieser Stelle um den Terminmarkt und um 2,57 Long-Konten je Short-Konto. Unser Beitrag vom 22. Oktober, die schrumpfende Long-Quote bei Solana, beschrieb ein Übergewicht auf der Kaufseite. Seitdem hat sich der Kurs bewegt, aber nicht dramatisch.

Am 22. Oktober stand SOL im Tagesmittel bei 106,94 Dollar, am Freitag bei 103,55. Das sind 3,2 Prozent weniger in zwei Tagen. Gerissen ist dabei nichts: Das 30-Tage-Tief liegt bei 103,36 Dollar, der Kurs hat es am Freitag knapp gehalten. Was dazugekommen ist, ist die Perspektive aus den Protokolldaten. Der Terminmarkt beschreibt die Erwartung weniger Tage, die Staking-Quote beschreibt, wie viel Angebot überhaupt bereitsteht.

Die Marken: 103,36 Dollar unten, 109,65 Dollar als nächste Hürde

Marken sind nur dann etwas wert, wenn sie sich begründen lassen. Wir rechnen sie aus den Tagesschlusskursen der vergangenen 210 Tage selbst nach, statt sie zu übernehmen.

Nach unten liegt die erste belegbare Marke bei 103,36 Dollar, dem Tief der vergangenen 30 Tage. Der Freitagskurs steht 0,2 Prozent darüber, der Abstand ist also hauchdünn. Darunter folgt die 100-Tage-Linie bei 96,16 Dollar, danach die 200-Tage-Linie bei 88,20 Dollar. Nach oben verläuft die 50-Tage-Linie bei 109,65 Dollar, rund 5,9 Prozent über dem aktuellen Stand. Das 30-Tage-Hoch stammt vom 26. September und liegt bei 122,08 Dollar.

Der längere Blick ordnet das ein: Auf Sicht von sieben Tagen steht SOL praktisch unverändert bei plus 0,08 Prozent, über 14 Tage bei minus 4,62 Prozent, über 30 Tage bei minus 9,63 Prozent. Vom Allzeithoch von 293,31 Dollar aus dem Januar 2025 fehlen 64,7 Prozent.

Staking aus Deutschland: Verwahrung, Haltefrist und Wartezeit

Für Anleger in Deutschland hängen an der Entscheidung drei praktische Fragen, und sie betreffen nicht nur die Rendite.

Die erste ist die Verwahrung. Staking über eine Börse ist bequem, aber die Token liegen dann beim Anbieter. Unter MiCA müssen in der EU tätige Anbieter die Kundenwerte getrennt halten und sind zugelassen, ein Insolvenzrisiko verschwindet damit aber nicht. Staking aus einer eigenen Wallet heraus hält die Schlüssel bei dir und verlangt dafür, dass du den Validator selbst auswählst und seine Verlässlichkeit prüfst. Wer die Anbieter nebeneinander sehen will, findet sie in unserem Überblick zu Staking-Plattformen und ihren Konditionen.

Die zweite ist die Steuer. Staking-Erträge sind in Deutschland im Zuflussjahr zu versteuern, als sonstige Einkünfte, bewertet mit dem Kurs im Moment des Zuflusses. Das ist unabhängig davon, ob du die erhaltenen SOL verkaufst. Für die Veräußerung der zugrundeliegenden Token gilt weiterhin die einjährige Haltefrist. Wer über das Jahr verteilt täglich kleine Beträge gutgeschrieben bekommt, braucht dafür eine saubere Aufzeichnung; Werkzeuge dafür stehen in unserer Übersicht zu Steuer-Tools und Portfolio-Trackern.

Die dritte ist die Wartezeit, und sie ist die, die am häufigsten unterschätzt wird. Zwischen deiner Entscheidung und der freien Verfügbarkeit liegt mindestens ein Epochenwechsel. Aktuell sind das rund 21 Stunden, in einer gerade erst begonnenen Epoche wären es bis zu 25 Stunden. Wer SOL als kurzfristig verfügbare Reserve hält, sollte diesen Teil nicht staken.

Unsere Einschätzung zur Lage bei Solana

Aus Sicht der Redaktion ist die Staking-Quote von 74,12 Prozent derzeit das stärkste Argument gegen einen schnellen Einbruch und zugleich das Argument gegen einen schnellen Anstieg. Dafür spricht die Rechnung oben: Nur 152,6 Millionen SOL sind frei, das Tagesvolumen entspricht 12,8 Prozent davon, und der tägliche Nachschub aus der Emission liegt bei 6,0 Millionen Dollar und damit bei 0,3 Prozent des Tagesvolumens. Angebotsdruck aus dem Protokoll ist das nicht.

Dagegen spricht, dass eine hohe Quote jederzeit kippen kann. Eine Staking-Quote ist kein Schloss, sondern eine Entscheidung vieler Halter, die sich innerhalb eines Epochenwechsels revidieren lässt. Sollte die Rendite von 4,84 Prozent im Vergleich zu anderen Anlagen unattraktiv werden, oder sollten die Disinflationspläne die Rate weiter senken, bewegt sich diese Quote. Dann träfe zusätzliches Angebot auf einen Markt, der sich an Knappheit gewöhnt hat. Was daraus folgt: Die Quote ist eine Kennzahl, die du im Blick behalten solltest, keine Garantie. Eine Kauf- oder Verkaufsempfehlung ist das ausdrücklich nicht.

Solana-Staking: 74 Prozent gebunden, 21 Stunden bis zum Epochenwechsel

Die Lage lässt sich in drei Schritte übersetzen, die sich heute abarbeiten lassen.

  1. Prüfe, welcher Teil deiner SOL wirklich frei sein muss. Alles, was du innerhalb eines Tages verkaufen können willst, gehört nicht ins Staking, weil zwischen Abzug und Verfügbarkeit ein Epochenwechsel liegt. Für den Rest lohnt der Blick auf die Konditionen der Staking-Anbieter im Vergleich.
  2. Sieh dir die Kommission deines Validators an. Der Median liegt bei 5 Prozent, und aus 4,84 Prozent nominal werden damit 4,60 Prozent. Jeder Prozentpunkt Unterschied schlägt direkt auf deine Rendite durch, und ein abgehängter Validator zahlt gar nichts.
  3. Lege die Marken fest, bei denen du handelst. 103,36 Dollar nach unten und 109,65 Dollar nach oben sind die belegbaren Grenzen des aktuellen Bereichs. Wer SOL erst noch aufbauen will, findet die Kostenunterschiede in unserem Überblick zu Krypto-Börsen und ihren Gebühren.

Die Zahlen dieses Artikels stammen aus einer eigenen Abfrage des Solana-Mainnets über dessen öffentliche Schnittstelle sowie aus den Marktdaten von CoinGecko. Die gleitenden Durchschnitte und die Marken haben wir aus den Tagesschlusskursen der vergangenen 210 Tage selbst berechnet.

(Stand: 23. Oktober 2026. Dieser Beitrag ist keine Anlageberatung. Kurse und Gebührenmodelle ändern sich; prüfe die Konditionen vor jedem Kauf beim Anbieter selbst. Krypto-Anlagen können zum Totalverlust führen.)

Häufige Fragen zu Solana

Transparenzhinweis: Dieser Beitrag wurde unter Zuhilfenahme künstlicher Intelligenz erstellt und vor der Veröffentlichung redaktionell geprüft. Alle Zahlen und Angaben wurden gegen die im Text verlinkten Primärquellen abgeglichen. Das Beitragsbild wurde mit KI erzeugt.

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