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Chainlink Kurs fällt 7,6 Prozent, die Long-Wetten wachsen: Hält die Marke bei 10,26 Dollar?

Chainlink verliert am 5. November 7,6 Prozent und fällt auf 10,69 Dollar, mitgerissen vom Nasdaq-Ausverkauf. Auf OKX steigt trotzdem die Zahl der Long-Konten auf bis zu 2,59 je Short-Konto, und die 200-Tage-Linie bei 10,06 Dollar rückt näher.

Blau leuchtendes Neonzeichen mit dem Chainlink-Zeichen über einem nächtlichen, menschenleeren Handelssaal
Chainlink fällt am 5. November 2026 auf rund 10,69 Dollar.
11 Min. Lesezeit
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Der Chainlink Kurs ist am Donnerstag, dem 5. November 2026, um 7,6 Prozent auf rund 10,69 Dollar gefallen, umgerechnet etwa 9,52 Euro. Gleichzeitig haben auf der Börse OKX so viele Konten auf steigende LINK-Kurse gesetzt wie seit Tagen nicht mehr: Auf ein Short-Konto kamen am Abend bis zu 2,59 Long-Konten. Für dich als Anleger ist das die wichtigste Zahl des Tages, denn sie zeigt, wo das Risiko für die nächsten Tage liegt.

Chainlink ist ein sogenanntes Orakelnetzwerk. Ein Orakel liefert Daten von außerhalb der Blockchain, etwa Kurse, Zinssätze oder Aktienpreise, an Smart Contracts, die diese Informationen selbst nicht abrufen können. Der Token LINK bezahlt die Knotenbetreiber, die diese Daten bereitstellen. Mit einem Börsenwert von rund 8,19 Milliarden Dollar steht Chainlink laut CoinGecko auf Rang 17 der größten Kryptowährungen.

Innerhalb von 24 Stunden schwankte LINK zwischen 11,64 und 10,62 Dollar, so die Daten von CoinGecko am späten Donnerstagabend. Auf OKX lag das Tagestief des Spotpaars LINK/USDT mit 10,59 Dollar knapp darunter; je nach Handelsplatz liegt das Tief also zwischen 10,59 und 10,62 Dollar. Der eigentliche Rutsch kam am Nachmittag: Zwischen 15 und 17 Uhr MEZ fiel der Kurs auf OKX von 11,44 auf 10,72 Dollar.

Der Blick auf längere Zeiträume zeigt, dass der Donnerstag kein Ausreißer ist. Auf Sicht von 30 Tagen hat Chainlink 23,4 Prozent verloren, auf Sicht eines Jahres 29,5 Prozent. Das Hoch der vergangenen Wochen lag am 29. September bei 15,77 Dollar (OKX). Vom Rekordhoch bei 52,70 Dollar aus dem Mai 2021 ist LINK heute rund 80 Prozent entfernt. Im Umlauf sind laut CoinGecko 766,8 Millionen der insgesamt eine Milliarde LINK.

Eine eigene schlechte Nachricht zu Chainlink gab es am Donnerstag nicht. Der Druck kam aus dem Gesamtmarkt. Bitcoin verlor laut CoinGecko 6,3 Prozent auf rund 75.700 Dollar, Ether sogar 8,5 Prozent auf etwa 2.230 Dollar. Auslöser war ein Ausverkauf bei Chip- und KI-Aktien in New York: Der Technologieindex Nasdaq Composite schloss 5,5 Prozent tiefer und damit in einer Korrektur, der Halbleiterindex PHLX brach um rund 12 Prozent ein, berichtet Yahoo Finance. Als Gründe nennt der Bericht Gewinnmitnahmen von Hedgefonds und die Sorge, dass ein demokratisch geführter Kongress den Bau von KI-Rechenzentren bremsen könnte.

Am Kryptomarkt verstärkte der Hebel den Fall. Rund 370 Millionen Dollar an gehebelten Positionen wurden laut Bitcoin Magazine in etwa einer Stunde zwangsweise geschlossen, die meisten davon Wetten auf steigende Kurse. Eine Liquidation bedeutet, dass die Börse eine Position mit geliehenem Geld automatisch auflöst, sobald die hinterlegte Sicherheit die Verluste nicht mehr deckt. Diese Zwangsverkäufe drücken den Kurs weiter und können die nächste Welle auslösen.

Altcoins wie Chainlink fallen in solchen Phasen meist stärker als Bitcoin, weil ihre Märkte kleiner sind und Händler zuerst die riskanteren Positionen abbauen. Der Rückgang von LINK lag am Donnerstag etwa 1,3 Prozentpunkte über dem von Bitcoin und knapp unter dem von Ether.

Tauziehen bei Nacht: Viele Hände in Handschuhen ziehen an einem Seilende, nur zwei Hände halten am anderen Ende dagegen
Bei Chainlink stehen auf OKX rund 2,5 Long-Konten gegen ein Short-Konto, obwohl der Kurs fällt.

Long/Short-Verhältnis auf OKX: 2,59 Long-Konten auf ein Short-Konto

Das Long/Short-Verhältnis zählt, wie viele Konten bei einem Terminkontrakt auf steigende Kurse setzen (long) und wie viele auf fallende (short). Ein Wert von 2 bedeutet: Auf ein Short-Konto kommen zwei Long-Konten. Die Zahl sagt nichts über die Größe der Positionen, wohl aber über die Stimmung der vielen kleineren Händler.

Bei den unbefristeten LINK-Kontrakten auf OKX lag das Verhältnis am Mittwochabend und in der Nacht zwischen 2,00 und 2,08. Am Donnerstagmittag sank es um 13 Uhr MEZ auf 1,96. Dann begann der Kursrutsch, und das Verhältnis stieg, statt zu fallen: auf 2,08 um 15 Uhr, auf 2,45 um 16 Uhr und auf den Höchstwert von 2,59 um 19 und um 21 Uhr. Um 23 Uhr MEZ stand es bei 2,46.

Viele Konten haben den Rückgang also zum Einstieg genutzt, mit Hebel und auf steigende Kurse. Diese Auswertung hat cryptoticker.io am 5. November 2026 selbst erhoben. Grundlage sind die öffentlichen Marktdaten von OKX zu den LINK-Kontrakten und zum Spotpaar LINK/USDT: 30 Stundenwerte des Long/Short-Verhältnisses, 26 Stundenwerte des Open Interest, zwölf Funding-Termine und 300 Tageskerzen seit dem 10. Januar 2026.

Open Interest bleibt fast stabil: Die Long-Positionen sind noch im Markt

Das Open Interest ist der Gesamtwert aller offenen Terminkontrakte. Steigt es, kommen neue Positionen hinzu; fällt es stärker als der Kurs, schließen Händler ihre Wetten oder werden liquidiert. Bei LINK auf OKX sank das Open Interest von 31,8 Millionen Dollar um 11 Uhr MEZ auf 29,2 Millionen Dollar um 23 Uhr. Das ist ein Minus von gut 8 Prozent. Im selben Zeitraum fiel der Kurs auf OKX von 11,55 auf 10,69 Dollar, also um 7,5 Prozent.

Beide Werte liegen nah beieinander. Der Rückgang des Open Interest erklärt sich damit fast vollständig über den gesunkenen Preis, die Zahl der offenen Kontrakte blieb weitgehend gleich. Anders als bei Bitcoin hat der Donnerstag bei LINK auf dieser Börse also keinen großen Abbau der Hebelwetten gebracht. Gehandelt wurde trotzdem kräftig: In der Stunde ab 17 Uhr MEZ setzten die LINK-Kontrakte auf OKX 16,3 Millionen Dollar um, am Vormittag waren es pro Stunde meist rund eine Million.

Funding-Rate und Taker-Volumen: Verkäufer hatten am Donnerstag die Oberhand

Die Funding-Rate ist eine Ausgleichszahlung zwischen Long- und Short-Seite bei unbefristeten Kontrakten (Perpetual Futures, kurz Perps). Diese Zahlung sorgt dafür, dass der Kontraktpreis nah am Spotpreis bleibt. Ist sie positiv, zahlen die Long-Händler an die Short-Händler. Bei LINK auf OKX lag sie an den letzten zwölf Terminen zwischen 0,007 und 0,01 Prozent je acht Stunden, zuletzt um 17 Uhr MEZ bei 0,01 Prozent. Das ist der übliche Grundwert und kein Zeichen einer Überhitzung.

Aufschlussreicher ist das Taker-Volumen. Taker sind Händler, die sofort zum Marktpreis kaufen oder verkaufen, statt auf einen besseren Preis zu warten. Seit 1 Uhr MEZ verkauften Taker auf OKX LINK-Kontrakte im Wert von 34,6 Millionen Dollar und kauften für 31,9 Millionen Dollar. Die Verkäufer waren damit am Donnerstag um rund 8 Prozent in der Überzahl, während die Zahl der Long-Konten stieg.

Zusammen ergibt das ein Bild, das Händler einen Long-Überhang nennen: Viele Konten wetten auf eine Erholung, während die sofort ausgeführten Aufträge überwiegend auf der Verkaufsseite lagen. Das ist eine Einschätzung und keine Vorhersage. Ein solcher Überhang kann sich in einem Kurssprung auflösen, wenn Short-Händler eindecken müssen. Er kann aber auch die nächste Liquidationswelle nähren, falls der Kurs eine wichtige Unterstützung durchbricht.

Sicherheitsnetz unter einem Hochseil im Scheinwerferlicht, an einer Stelle durchhängend und mit ausgefransten Maschen
Unter 10,26 Dollar fehlt Chainlink bis zur 200-Tage-Linie bei 10,06 Dollar eine weitere Auffangmarke.

Die 200-Tage-Linie ist der Durchschnitt der Schlusskurse der vergangenen 200 Tage. Viele Händler lesen sie als Grenze zwischen einem langfristigen Auf- und Abwärtstrend. Bei Chainlink liegt sie auf Basis der OKX-Tageskerzen derzeit bei 10,06 Dollar und damit nur noch 6 Prozent unter dem aktuellen Kurs.

Davor liegt eine Marke, die in den vergangenen Monaten mehrfach gehalten hat. Am 30. Oktober fiel LINK auf OKX bis auf 10,26 Dollar und drehte danach nach oben, bis zum Tagesschluss auf 11,45 Dollar. Schon am 20. August lag das Tief bei 10,37 Dollar, am 16. September bei 10,62 Dollar. Der Bereich zwischen 10,26 und 10,60 Dollar ist damit die erste Unterstützung, die heute noch hält.

Fällt LINK unter 10,26 Dollar und danach unter die 200-Tage-Linie, wäre die nächste Orientierung erst das tiefste Tagestief seit dem 10. Januar 2026. Das lag laut OKX-Tageskerzen am 6. Juni 2026 bei 7,00 Dollar. Viele Händler werten die runde Marke von 10 Dollar dazwischen vor allem als psychologische Schwelle.

Widerstände nach oben: 100-Tage-Linie bei 11,45 und 50-Tage-Linie bei 12,63 Dollar

Für eine Erholung muss Chainlink zuerst die 100-Tage-Linie zurückgewinnen. Die Linie liegt bei 11,45 Dollar und damit fast genau auf dem Schlusskurs vom Mittwoch. Knapp darüber folgt das Tageshoch vom Donnerstag bei 11,66 Dollar (OKX). Die nächste Hürde wäre die 50-Tage-Linie bei 12,63 Dollar. Dieser Durchschnitt liegt deutlich über dem Kurs, weil die hohen Notierungen aus dem September noch in der Rechnung stecken.

Solange LINK unter der 50-Tage-Linie und über der 200-Tage-Linie notiert, liegt der Kurs in einer Seitwärtszone von gut 2,50 Dollar Breite. Erst ein Ausbruch aus dieser Zone, nach oben oder unten, gibt der Richtung ein klares Signal. Eine längere Einordnung mit Szenarien findest du in der Chainlink Prognose, die oben im ersten Absatz verlinkt ist.

Hebel und Liquidation: Ab welchem Rückgang ein Long-Trade schließt

Wer LINK mit Hebel handelt, sollte seinen Liquidationspreis kennen. Als grobe Faustregel gilt: Bei fünffachem Hebel reicht ein Rückgang von knapp unter 20 Prozent, um die Sicherheit aufzuzehren, bei zehnfachem Hebel knapp unter 10 Prozent. Der genaue Wert hängt von der Wartungsmarge der jeweiligen Börse und von den Gebühren ab. Ein Long bei 10,69 Dollar mit zehnfachem Hebel wäre damit schon vor der 200-Tage-Linie in Gefahr.

Ein Stopp-Auftrag schützt nur, wenn er vor dem Liquidationspreis liegt und der Markt nicht über ihn hinwegspringt. In schnellen Phasen wie am Donnerstagnachmittag kann der Ausführungspreis deutlich unter der gesetzten Marke liegen. Welche Plattformen für unbefristete Kontrakte welche Gebühren, Hebelgrenzen und Sicherheitsmechanismen bieten, zeigt unser Vergleich der besten Perp-DEX. Für die meisten Privatanleger ist der Kauf ohne Hebel ohnehin der ruhigere Weg.

Wer nach dem Rückgang LINK kaufen will, achtet zuerst auf die Zulassung der Börse. Seit der EU-Verordnung MiCA brauchen Anbieter von Kryptodienstleistungen in der EU eine Lizenz; in Deutschland ist die BaFin zuständig. Ob ein Anbieter eine solche Zulassung hat, steht im öffentlichen Register der europäischen Wertpapieraufsicht ESMA.

Steuerlich gilt LINK in Deutschland wie andere Kryptowährungen als Wirtschaftsgut im Privatvermögen. Verkaufst du innerhalb eines Jahres nach dem Kauf mit Gewinn, ist dieser steuerpflichtig, sofern alle Gewinne aus privaten Veräußerungsgeschäften im Jahr 1.000 Euro oder mehr erreichen. Nach einem Jahr Haltedauer ist der Verkauf steuerfrei. Verluste aus Verkäufen innerhalb der Jahresfrist kannst du mit solchen Gewinnen verrechnen. Dafür brauchst du Kaufdatum, Menge und Kurs jeder Transaktion.

LINK ist ein Token auf der Ethereum-Blockchain. Du kannst ihn auf der Börse liegen lassen oder in eine eigene Wallet übertragen. Eine Hardware-Wallet hält die privaten Schlüssel offline; dafür bist du selbst für die Sicherung der Seed Phrase verantwortlich.

Die Lage am Donnerstagabend: LINK steht bei 10,69 Dollar, die Long-Konten auf OKX überwiegen deutlich, und die offenen Positionen sind kaum geschrumpft. Hält die Unterstützung bei 10,26 Dollar, haben die Käufer vom Donnerstag einen Ausgangspunkt. Bricht sie, liegt die 200-Tage-Linie bei 10,06 Dollar als letzte Auffangmarke vor einem größeren Rückgang.

  1. Kaufweg wählen: Kaufe LINK nur über einen Anbieter mit MiCA-Zulassung und vergleiche vorher Gebühren und Spreads. Eine Übersicht findest du im Vergleich der besten Krypto-Börsen.
  2. Kauf dokumentieren: Notiere Datum, Menge und Kurs, damit die einjährige Haltefrist und mögliche Verluste später sauber belegt sind. Dabei helfen die Krypto-Steuer-Tools im Vergleich.
  3. Hebel begrenzen: Handelst du LINK mit unbefristeten Kontrakten, lege Liquidationspreis und Stopp vor dem Einstieg fest und halte den Hebel klein. Welche Plattform dafür welche Konditionen bietet, zeigt der Perp-DEX-Vergleich.

(Stand: 5. November 2026. Dieser Beitrag ist keine Anlageberatung. Kurse und Gebührenmodelle ändern sich; prüfe die Konditionen vor jedem Kauf beim Anbieter selbst.)

Häufige Fragen zu Chainlink

Transparenzhinweis: Dieser Beitrag wurde unter Zuhilfenahme künstlicher Intelligenz erstellt und vor der Veröffentlichung redaktionell geprüft. Alle Zahlen und Angaben wurden gegen die im Text verlinkten Primärquellen abgeglichen. Das Beitragsbild wurde mit KI erzeugt.

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