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Bitcoin im November: Was zehn Jahre Monatsrenditen nach dem schwächsten Oktober zeigen

Bitcoin hat den Oktober 2026 mit minus 7,3 Prozent beendet, dem schwächsten Oktober seit 2016. Wir haben die Monatsrenditen der letzten zehn Jahre ausgewertet und zeigen, was sie über den November sagen und welche Termine jetzt den Kurs bewegen.

Säulenportal bei Nacht mit dem Bitcoin-Zeichen als Intarsie im Granitblock
8 Min. Lesezeit
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Bitcoin hat den Oktober 2026 mit einem Minus von 7,3 Prozent beendet, dem schwächsten Oktober seit mindestens 2016. Der Kurs fiel vom Septemberschluss bei 83.556 Dollar auf 77.424 Dollar am 31. Oktober. In den zehn Jahren davor lag der Oktober achtmal im Plus, im Schnitt um 17,8 Prozent. Für den November zeigt dieselbe Statistik kein klares Bild: fünf Jahre im Plus, fünf im Minus. In den Jahren, die dem heutigen am meisten ähneln, war der November rot. Was die Monatsrenditen hergeben und welche Termine im November zählen, steht in diesem Überblick.

Bitcoin im Oktober 2026: das Wichtigste in Kürze

  • Monatsbilanz: minus 7,3 Prozent, von 83.556 auf 77.424 Dollar (Tagesschluss 30. September und 31. Oktober).
  • Spanne: Hoch bei 87.249 Dollar am 2. Oktober, Tief bei 76.141 Dollar am 30. Oktober.
  • Seit Jahresbeginn: minus 11,5 Prozent, vom Jahresschluss 2025 bei 87.498 Dollar.
  • Abstand zum Rekord: rund 38 Prozent unter dem Allzeithoch von 126.296 Dollar vom 6. Oktober 2025.
  • Oktober historisch: 8 von 10 Jahren im Plus (2016 bis 2025), 2026 ist der schwächste Oktober der Reihe.
  • November historisch: 5 von 10 Jahren im Plus, Spanne von minus 36,9 Prozent (2018) bis plus 53,6 Prozent (2017).

Bitcoin im Oktober 2026: minus 7,3 Prozent statt Uptober

Der Monat begann mit dem Hoch. Am 2. Oktober kletterte Bitcoin auf 87.249 Dollar, danach ging es in Etappen abwärts. Die letzte Woche brachte die Entscheidung: Am 28. Oktober ließ die US-Notenbank den Leitzins bei 3,75 bis 4,00 Prozent, doch zwei Mitglieder stimmten bereits für eine Erhöhung. Am Abend des 29. Oktober zogen Angreifer rund 6,3 Milliarden Dollar aus den Hot Wallets von Binance ab, und am 30. Oktober verlor der Nasdaq 2,86 Prozent. Am selben Tag flossen 643 Millionen Dollar aus den US-Bitcoin-ETFs ab, und der Kurs fiel auf das Monatstief von 76.141 Dollar.

„Uptober“ nennt die Szene den Oktober, weil er in den meisten Jahren gestiegen ist. 2026 hat dieses Muster nicht getragen. Schon 2025 endete der Oktober mit minus 4,0 Prozent, das ist nun der zweite rote Oktober in Folge. Die Einzelheiten der letzten Oktoberwoche stehen in unserem Wochenrückblick zur KW 44, der Stand zum Hack im Artikel über die wieder geöffneten Binance-Auszahlungen.

Leerer Börsensaal in der Dämmerung, im Hintergrund rot leuchtende Kursbildschirme
Ende Oktober drückten Fed, Binance-Hack und Tech-Ausverkauf auf die Kurse. Symbolbild, mit KI erzeugt

Bitcoin-Monatsrenditen seit 2016: Oktober meist grün, November gespalten

Die Tafel zeigt jeden Monat seit Januar 2016, gemessen vom letzten Tagesschluss des Vormonats bis zum letzten Tagesschluss des Monats. Grün steht für Plus, Rot für Minus, je kräftiger die Farbe, desto größer die Bewegung. Die letzte Zeile zählt, in wie vielen der zehn Jahre von 2016 bis 2025 der Monat im Plus lag.

Tabelle als Farbfläche: Bitcoin-Monatsrenditen 2016 bis Oktober 2026, grün für Plus, rot für Minus; Oktober 2026 mit minus 7,3 Prozent markiert, Oktober in 8 von 10 Vorjahren im Plus
Bitcoin-Monatsrenditen von Januar 2016 bis Oktober 2026 in US-Dollar. Daten: Tagesschlusskurse BTC-USD der Börse Coinbase.

Zwei Dinge fallen auf. Der Oktober gehört mit acht Plus-Jahren zu den stärksten Monaten, gemeinsam mit dem Februar. Der November dagegen ist der Monat mit den größten Ausschlägen in beide Richtungen: plus 53,6 Prozent 2017, plus 42,8 Prozent 2020 und plus 37,4 Prozent 2024 stehen minus 36,9 Prozent 2018, minus 17,5 Prozent 2019 und 2025 sowie minus 16,2 Prozent 2022 gegenüber. Wer im November auf den Durchschnitt von plus 5,4 Prozent setzt, setzt auf eine Zahl, die kaum ein Jahr getroffen hat.

JahrOktoberNovember
2016+14,4 %+6,6 %
2017+48,5 %+53,6 %
2018−4,5 %−36,9 %
2019+10,3 %−17,5 %
2020+28,1 %+42,8 %
2021+40,0 %−7,1 %
2022+5,5 %−16,2 %
2023+28,5 %+8,9 %
2024+10,9 %+37,4 %
2025−4,0 %−17,5 %
2026−7,3 %offen

Bitcoin im November nach einem schwachen Oktober: was die Vorjahre zeigen

Die kurze Antwort: In den beiden Jahren, in denen der Oktober schon rot war, folgte ein deutlich roter November. 2018 fiel Bitcoin nach minus 4,5 Prozent im Oktober um weitere 36,9 Prozent, 2025 nach minus 4,0 Prozent um weitere 17,5 Prozent.

Ein zweiter Blickwinkel führt zum selben Ergebnis. 2026 ist das zweite Jahr nach dem letzten Halving im April 2024 und zugleich ein Jahr mit Zwischenwahlen in den USA. Beides traf auch auf 2018 und 2022 zu, und in beiden Jahren war der November rot, mit minus 36,9 und minus 16,2 Prozent. Die starken Novembermonate 2020 und 2024 lagen dagegen in Jahren mit Präsidentschaftswahl und Halving.

Wir halten diese Muster für ein Warnsignal, nicht für eine Vorhersage. Es sind jeweils zwei Fälle, und zwei Fälle sind keine Statistik. Sie zeigen aber, dass der November in Jahren wie diesem kein Monat ist, auf dessen Erholung man sich verlassen sollte. Wie wir die Kursziele für die kommenden Monate einschätzen, steht in unserer Bitcoin Prognose.

Alte Sanduhr aus Messing auf einer steinernen Fensterbank, draußen ein grauer Novemberhimmel mit kahlen Bäumen
Zwei Fälle sind keine Statistik: Muster im Kalender sind ein Hinweis, kein Fahrplan. Symbolbild, mit KI erzeugt

Bitcoin-Kurs zum Start in den November

Am Sonntagmittag, 1. November, steht Bitcoin bei 77.835 Dollar, laut CoinMarketCap um 12:57 Uhr. Das sind 0,4 Prozent mehr als am Vortag und knapp 10 Prozent weniger als vor 30 Tagen. Seit dem Jahreswechsel liegt Bitcoin 11,5 Prozent im Minus, vom Allzeithoch bei 126.296 Dollar trennen den Kurs rund 38 Prozent.

Die nächste Marke, die zählt, ist die 200-Tage-Linie. Sie lag am 30. Oktober bei 73.125 Dollar, gut 6 Prozent unter dem heutigen Kurs. Darüber gilt der langfristige Trend formal als intakt, darunter wäre auch er gebrochen. Ether, die zweitgrößte Kryptowährung, steht bei 2.267 Dollar und hat in 30 Tagen 17,5 Prozent verloren, mehr als Bitcoin.

Bitcoin im November 2026: die wichtigsten Termine

Der November hat keine Zinssitzung der US-Notenbank, aber dichte Daten. Die Uhrzeiten gelten für Deutschland, die US-Statistikbehörde veröffentlicht um 8:30 Uhr New Yorker Zeit.

DatumTerminWarum er zählt
Di, 3. NovemberBinance will den vollständigen Reservenachweis vorlegenZeigt, ob die Kundengelder nach dem Hack vollständig gedeckt sind
Di, 3. NovemberZwischenwahlen in den USADie Mehrheiten im Kongress entscheiden über die nächsten Krypto-Gesetze
Fr, 6. November, 14:30 UhrUS-Arbeitsmarktbericht für OktoberGrundlage für die Zinserwartung im Dezember
Di, 10. November, 14:30 UhrUS-Inflation (CPI) für OktoberWichtigster Datenpunkt vor der nächsten Fed-Sitzung
Do, 26. NovemberThanksgiving, US-Börsen geschlossenDünner Handel, größere Ausschläge möglich
Fr, 27. NovemberMonatsverfall der Bitcoin-OptionenAuslaufende Positionen können den Kurs kurzfristig bewegen
8. und 9. DezemberNächste Zinsentscheidung der FedEine Erhöhung war am 30. Oktober zu rund 80 Prozent eingepreist

Die Termine der Statistikbehörde stehen in den Veröffentlichungsplänen für den Arbeitsmarktbericht und den Verbraucherpreisindex, die Fed-Sitzungen im Kalender der Federal Reserve. Für Ethereum steht dagegen kein Termin: Das Upgrade Glamsterdam ist verschoben, ein neues Datum gibt es nicht, wie wir in unserer Ethereum Prognose zur Verschiebung beschreiben.

Unsere Einschätzung: Saisonalität ist kein Fahrplan für den Bitcoin-Kurs

Der Oktober 2026 hat gezeigt, was eine Monatsstatistik wert ist, wenn die Nachrichtenlage dagegen steht. Eine strengere Fed, der größte Hack der Kryptogeschichte und ein Ausverkauf bei Tech-Aktien wogen schwerer als acht grüne Oktober aus den Vorjahren. Für den November spricht die Statistik eher für Vorsicht als für eine schnelle Erholung. Entscheiden werden aber die Inflationsdaten am 10. November und die Frage, ob Binance die Erstattung wie zugesagt abschließt.

Wer regelmäßig kauft, muss den richtigen Monat nicht treffen. Ein Sparplan verteilt den Einstieg über rote und grüne Monate. Welche Anbieter das günstig und mit EU-Zulassung anbieten, zeigt unser Vergleich der Bitcoin-Sparpläne. Wer nach dem Binance-Hack die Börse wechseln will, findet geprüfte Anbieter in unserem Überblick zur Binance Alternative.

Bitcoin mit Verlust verkaufen: was steuerlich gilt

Wer Bitcoin binnen eines Jahres nach dem Kauf mit Verlust verkauft, kann den Verlust in Deutschland mit Gewinnen aus anderen privaten Veräußerungsgeschäften verrechnen, nach § 23 des Einkommensteuergesetzes. Nach mehr als einem Jahr Haltedauer bleibt ein Verkauf steuerfrei. Ob diese Haltefrist bleibt, ist offen, den Stand der Pläne beschreiben wir in unserem Artikel zur Reform der Krypto-Haltefrist. Wie viel Steuer auf deine eigenen Verkäufe entfällt, rechnet unser kostenloser Krypto-Steuerrechner aus.

Dieser Artikel ist keine Anlageberatung. Kryptowährungen schwanken stark, ein Totalverlust ist möglich.

Häufige Fragen zu Bitcoin im November

Transparenzhinweis: Dieser Beitrag wurde unter Zuhilfenahme künstlicher Intelligenz erstellt und vor der Veröffentlichung redaktionell geprüft. Alle Zahlen und Angaben wurden gegen die im Text verlinkten Primärquellen abgeglichen. Das Beitragsbild wurde mit KI erzeugt.

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