Die in diesem Artikel bereitgestellten Informationen dienen ausschließlich zu Informationszwecken und stellen keine Finanzberatung dar. Investitionen in Kryptowährungen sind mit einem hohen Risiko verbunden. Führe immer deine eigene Recherche durch.

Bitcoin Prognose: Mining-Schwierigkeit plus 6,4 Prozent am 29. Oktober: Das nächste Ziel liegt bei 83.691 Dollar

Analyse: Die Rechenaufgabe im Bitcoin-Netz wird am 29. Oktober um 6,44 Prozent schwerer, nach 5,92 Prozent am 16. Oktober. Was die beiden Sprünge für die Kosten der Miner, für den Verfall am 30. Oktober und für die Marken bei 81.574 und 83.691 Dollar bedeuten.

Reihe von Hochspannungsmasten bei Nacht ueber einem Umspannwerk, in eine Stahlplatte am Fuss des vordersten Mastes ist das Bitcoin-Zeichen tief eingraviert
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Kategorien: Bitcoin

Belegt ist: Die Mining-Schwierigkeit im Bitcoin-Netz steigt bei der nächsten Anpassung am 29. Oktober um 6,44 Prozent, nachdem sie am 16. Oktober schon um 5,92 Prozent gestiegen war. Unsere Einschätzung dazu folgt weiter unten: Die beiden Sprünge erklären, warum der Kurs seit dem 18. Oktober nicht mehr unter 81.400 Dollar gefallen ist, und sie erklären nicht, wohin er als nächstes läuft. Dafür ist der Optionsverfall am 30. Oktober das wichtigere Datum.

Bitcoin notiert am Mittwochnachmittag bei 83.532 Dollar, 2,5 Prozent über dem Stand von Dienstag, nach Daten von CoinGecko. Das Tageshoch lag bei 83.568 Dollar, das Tagestief bei 81.273 Dollar. Der Marktwert beträgt 1,679 Billionen Dollar, der Abstand zum Höchststand von 126.080 Dollar liegt bei 33,7 Prozent. Wohin der Kurs auf Sicht von Monaten zeigen kann und welche Zeiträume unsere Redaktion dabei auseinanderhält, ordnet die Bitcoin Prognose ein.

Was am 29. Oktober passiert: die Schwierigkeit steigt um 6,44 Prozent

Die Mining-Schwierigkeit ist der Wert, der bestimmt, wie schwer die Rechenaufgabe ist, die ein Miner lösen muss, um einen Block an die Bitcoin-Blockchain zu hängen. Der Wert steht derzeit bei 140,58 Billionen und springt nach den Daten von mempool.space bei der kommenden Anpassung auf rund 149,6 Billionen. Der erwartete Zeitpunkt ist der 29. Oktober, 1.250 Blöcke vor dem Ziel liegt der laufende Zyklus zu 38 Prozent hinter sich.

Der Grund für den Sprung steht in einer einzigen Zahl: Die Blöcke kommen zu schnell. Im laufenden Zyklus liegt der Abstand zwischen zwei Blöcken bei 9 Minuten und 24 Sekunden statt bei den angestrebten 10 Minuten. Die Rechenleistung im Netz liegt im Dreitagesmittel bei 1.048,7 Exahash je Sekunde. Mehr Maschinen am Netz heißen kürzere Blockzeiten, und kürzere Blockzeiten heißen beim nächsten Stichtag eine höhere Schwierigkeit.

Wie ein Retarget funktioniert und warum er die Kosten der Miner trifft

Alle 2.016 Blöcke, im Schnitt also etwa alle zwei Wochen, rechnet das Netz nach, wie lange die vergangenen Blöcke gebraucht haben, und stellt die Schwierigkeit so ein, dass der Zehn-Minuten-Takt wieder stimmt. Dieser Vorgang heißt Retarget. Er läuft ohne Abstimmung, ohne Gremium und ohne Ermessen, allein nach der Regel im Protokoll. Nach oben und nach unten ist er je Anpassung auf das Vierfache beziehungsweise ein Viertel begrenzt.

Wichtig für die Einordnung ist, was ein Retarget NICHT tut. Er ändert nicht, wie viele Bitcoin das Netz ausschüttet. Die Belohnung bleibt bei 3,125 Bitcoin je Block, und es bleiben im Schnitt 144 Blöcke am Tag. Was sich ändert, ist die Verteilung: Dieselbe Maschine erwirtschaftet nach einem Plus von 6,44 Prozent rund 6 Prozent weniger Bitcoin als vorher. Für einen Betrieb mit festen Stromkosten je Kilowattstunde steigen damit die Kosten je erzeugtem Bitcoin in gleichem Maß.

Daraus ergibt sich der Zusammenhang zum Kurs, und zwar ein indirekter. Wer teurer produziert, kann weniger tief verkaufen, ohne Verlust zu machen. Miner, die ihre Münzen laufend abgeben, um Strom und Gehälter zu zahlen, brauchen bei höheren Kosten einen höheren Preis für dieselbe Rechnung. Das ist ein Argument für einen Boden, kein Beweis für einen. Ein Miner mit Rücklagen kann auch unter seinen Kosten verkaufen, und ein Netz mit sinkendem Kurs schaltet irgendwann Maschinen ab, was die Schwierigkeit bei der folgenden Anpassung wieder senkt.

Lange Reihen dunkler Rechenschraenke mit grossen Luefterwaenden in einer weiten Industriehalle, Staub im Gegenlicht
Jede zusätzliche Maschinenreihe hebt die Rechenleistung des Netzes und damit die Schwierigkeit der nächsten Anpassung.

Zwei Sprünge in 13 Tagen: der Vergleich mit den letzten Monaten

Einzeln betrachtet sind 6,44 Prozent kein Rekord. Interessant ist die Folge. Am 16. Oktober stieg die Schwierigkeit von 132,72 auf 140,58 Billionen, ein Plus von 5,92 Prozent. Kommt am 29. Oktober das erwartete Plus von 6,44 Prozent dazu, liegt die Schwierigkeit binnen 13 Tagen 12,7 Prozent höher als Mitte Oktober.

Zum Vergleich die Anpassungen davor, ebenfalls nach mempool.space: Am 3. Oktober bewegte sich die Schwierigkeit praktisch nicht, am 19. September stieg sie um 4,2 Prozent, am 5. September um 1,3 Prozent, am 23. August fiel sie um 1,3 Prozent und am 8. August stieg sie um 1,3 Prozent. In den drei Monaten vor Mitte Oktober lag also keine einzige Anpassung über 4,2 Prozent. Zwei Sprünge um je rund 6 Prozent hintereinander sind in diesem Jahr die Ausnahme, und sie fallen in einen Zeitraum, in dem der Kurs um fast 4 Prozent nachgegeben hat.

Diese Kombination ist der eigentliche Befund: Die Rechenleistung wächst, während der Kurs fällt. Miner, die jetzt Maschinen ans Netz bringen, haben ihre Investition Monate vorher entschieden, als Bitcoin über 85.000 Dollar stand. Geliefert wird diese Rechenleistung jetzt in einen Markt, der weniger zahlt als damals kalkuliert.

Das ist die Veränderung seit unserem letzten Stück zur Bitcoin-Prognose. Am 20. Oktober stand hier die Prämie am Terminmarkt im Mittelpunkt: Die erwartete Schwankung lag bei 38,3 Prozent, geliefert hat der Kurs 20,1 Prozent. Der Kurs notierte damals bei 81.875 Dollar. Seitdem sind 1.657 Dollar oder 2,0 Prozent dazugekommen, und die Marke bei 81.481 Dollar, um die es in jener Analyse vom 20. Oktober ging, hat gehalten. Neu dazu kommt heute die Kostenseite der Miner, die in der Betrachtung des Terminmarkts gar nicht auftaucht.

Der 30. Oktober: 35,3 Prozent aller Bitcoin-Optionen laufen an einem Tag aus

Einen Tag nach dem Retarget steht der größere Termin im Kalender. An der Optionsbörse Deribit stehen nach deren eigener Statistik am Mittwoch 384.688 Bitcoin in offenen Optionskontrakten. Davon laufen 135.924 Bitcoin am 30. Oktober aus, also 35,3 Prozent des gesamten offenen Bestands. Zum Kurs von 83.532 Dollar entspricht das einem Gegenwert von 11,35 Milliarden Dollar.

Ein Optionsverfall bewegt den Kurs nicht von sich aus. Was ihn bewegt, ist die Absicherung der Gegenseite. Wer Optionen verkauft hat, hält dagegen Bitcoin oder Terminkontrakte und passt diese Gegenposition laufend an, wenn sich der Kurs bewegt. Je näher der Verfall, desto größer sind diese Anpassungen in der Nähe wichtiger Ausübungspreise, und desto eher entstehen kurze, scharfe Bewegungen ohne neue Nachricht dahinter. Nach dem Verfall fällt dieser Mechanismus weg, weil der größte Teil der Kontrakte erloschen ist.

Für die nächsten neun Handelstage heißt das: Zwei Termine mit Datum stehen fest, der 29. und der 30. Oktober. Der erste wirkt langsam und über die Kostenseite, der zweite schnell und über die Absicherung. Wer in dieser Woche eine Position mit Hebel offen hat, hat es mit dem zweiten zu tun.

Wer dagegen ohne Hebel kauft, zahlt am Ende vor allem Gebühren und Aufschläge. Bei 83.532 Dollar je Bitcoin kostet ein Spread von 0,5 Prozent rund 418 Dollar, und bei einem Kauf über 1.000 Euro machen 1,5 Prozent Gebühr 15 Euro aus, die der Kurs erst wieder aufholen muss. Welche Anbieter in Deutschland zu welchen Kosten handeln und welche eine Zulassung nach der EU-Verordnung MiCA haben, steht in unserer Übersicht der besten Krypto-Börsen.

Die Marken nach oben und unten, und woraus sie sich ergeben

Marken sind nur dann etwas wert, wenn man sagen kann, woher sie kommen. Diese vier ergeben sich aus den Tagesschlusskursen der letzten 60 Tage nach CoinGecko, Stand 21. Oktober.

Nach unten zählt zuerst der Durchschnitt der letzten 50 Tage bei 81.574 Dollar. Er liegt 2,4 Prozent unter dem aktuellen Kurs und fast genau auf dem Tief der letzten 30 Tage, das am 18. Oktober bei 81.408 Dollar lag. Diese beiden Werte bilden ein enges Band von 166 Dollar Breite. Solange der Kurs darüber bleibt, ist der Rückgang seit Anfang Oktober eine Seitwärtsbewegung mit leichter Abwärtsneigung. Fällt er darunter, ist das erste Mal seit Juli sowohl der 50-Tage-Durchschnitt als auch das Monatstief gerissen.

Nach oben hat Bitcoin am Mittwoch den Durchschnitt der letzten 20 Tage bei 83.224 Dollar zurückgewonnen, er liegt jetzt 0,4 Prozent unter dem Kurs. Die nächste Marke darüber ist 83.691 Dollar, der höchste Tagesschlusskurs seit dem 12. Oktober, nur 0,2 Prozent entfernt. Erst darüber öffnet sich der Weg zu 86.490 Dollar, dem Monatshoch vom 5. Oktober. Das sind von hier 3,5 Prozent.

Die Spanne, in der sich das abspielt, ist schmal. Zwischen dem Tief vom 18. Oktober und dem Tageshoch vom Mittwoch liegen 2,7 Prozent. Genau das macht die beiden Oktobertermine wichtig: In einer schmalen Spanne reicht ein Anlass, um beide Ränder zu berühren.

Reihe alter Messing-Stromzaehler mit Glasabdeckungen an einer rohen Betonwand, Kabel in Metallrohren
Der Stromzähler ist die harte Grenze im Mining. Steigt die Schwierigkeit, sinkt der Ertrag je Kilowattstunde.

So prüfst du den Abstand zur Liquidation

Eine Zwangsliquidation ist die automatische Schließung einer Hebelposition, sobald die Sicherheit nicht mehr reicht. Der Abstand dazu lässt sich in einem Satz überschlagen: Bei einem Hebel von 10 liegt er grob bei 10 Prozent, bei einem Hebel von 20 bei etwa 5 Prozent, jeweils vor Gebühren und Finanzierungskosten.

Halte das gegen die Zahlen von oben. Die Tagesspanne am Mittwoch allein betrug 2,7 Prozent. Eine Position mit 20-fachem Hebel hat rund 5 Prozent Luft, ein einziger Handelstag dieser Woche frisst davon also mehr als die Hälfte. Wer mit 30-fachem Hebel arbeitet, liegt mit etwa 3,3 Prozent Puffer innerhalb der normalen Tagesbewegung der vergangenen Woche.

Drei Werte zählen bei der Prüfung, und alle drei stehen in der Positionsmaske der Börse: der Liquidationspreis, der Abstand in Prozent zum aktuellen Kurs und die Finanzierungsrate, die bei Dauerterminkontrakten alle acht Stunden abgerechnet wird. Liegt der Liquidationspreis innerhalb der Spanne von 81.273 bis 83.568 Dollar, in der sich der Kurs am Mittwoch bewegt hat, dann entscheidet über die Position nicht die Richtung des Markts, sondern eine einzelne Stunde. Wo die Finanzierungsraten und die Sicherheitsregeln der einzelnen Anbieter auseinandergehen, zeigt unser Überblick der besten Perp-DEX.

Unsere Einschätzung: Die Schwierigkeit stützt die untere Marke, der Verfall bestimmt die Woche

Aus Sicht der Redaktion sprechen zwei belegte Zahlen für die untere Marke und eine dagegen. Dafür: Die Schwierigkeit steigt binnen 13 Tagen um 12,7 Prozent, die Kosten je erzeugtem Bitcoin steigen entsprechend, und der Kurs hat das Tief vom 18. Oktober bei 81.408 Dollar seit drei Handelstagen nicht mehr getestet. Dagegen: 135.924 Bitcoin in Optionen laufen am 30. Oktober aus, und Verfallstermine dieser Größe bringen in schmalen Spannen regelmäßig Bewegungen, die keine Nachricht erklärt.

Unsere Lesart ist deshalb zweigeteilt. Bis zum 30. Oktober gewichten wir den Verfall höher als die Kostenseite, weil er schneller wirkt. Danach wird die höhere Schwierigkeit zum Dauerfaktor, der für Miner jeden Tag gilt. Was diese Lesart widerlegen würde, ist ein Tagesschluss unter 81.408 Dollar: Dann hat der Markt die Kostenseite als Argument verworfen. Bitcoin bleibt ein Anlagegegenstand, bei dem ein Totalverlust möglich ist, und keine der beiden Zahlen ändert daran etwas.

Haltefrist und Steuer: Was der Oktober für Käufe aus 2025 bedeutet

Ein Punkt, der nichts mit Mining zu tun hat, aber heute für viele Anleger in Deutschland zählt. Nach Paragraf 23 Einkommensteuergesetz bleibt der Gewinn aus einem privaten Verkauf von Bitcoin steuerfrei, wenn zwischen Kauf und Verkauf mehr als ein Jahr liegt. Wer seine Bitcoin am 21. Oktober 2025 oder davor gekauft hat, hat diese Frist am Mittwoch hinter sich. Wer im November 2025 gekauft hat, erreicht sie in den kommenden Wochen.

Innerhalb des Jahres gilt die Freigrenze von 1.000 Euro für alle privaten Veräußerungsgeschäfte eines Jahres zusammen. Wird sie überschritten, ist der gesamte Gewinn steuerpflichtig, nicht nur der Teil darüber. Entscheidend ist dabei das Kaufdatum jeder einzelnen Tranche, nicht der Durchschnitt des Depots. Wie weit die politische Diskussion um diese Frist inzwischen ist und was derzeit gilt, halten wir auf unserer Seite zum Stand der Krypto-Haltefrist fortlaufend nach.

Schwierigkeit und Verfall: Zwei Termine bis zum 30. Oktober

Zwei Daten und vier Marken ergeben für die nächsten neun Handelstage eine überschaubare Liste.

  1. Die Marken notieren. Unten 81.574 Dollar als 50-Tage-Durchschnitt und 81.408 Dollar als Monatstief, oben 83.691 Dollar und 86.490 Dollar. Wer in diesem Bereich kaufen oder verkaufen will, legt die Grenzen vorher fest und prüft die Gebühren beim Anbieter. Welche Börsen in Deutschland zu welchen Kosten handeln, steht in unserer Übersicht der besten Krypto-Börsen.
  2. Den Liquidationspreis gegen die Tagesspanne halten. 2,7 Prozent Tagesspanne gegen 5 Prozent Puffer bei 20-fachem Hebel. Liegt der eigene Liquidationspreis zwischen 81.273 und 83.568 Dollar, ist der Hebel für diese Woche zu groß. Die Unterschiede bei Finanzierungsraten und Sicherheiten zeigt der Vergleich der besten Perp-DEX.
  3. Das Kaufdatum der ältesten Tranche heraussuchen. Alles, was am 21. Oktober 2025 oder davor gekauft wurde, hat die Jahresfrist nach Paragraf 23 EStG hinter sich. Den aktuellen Stand der Regel führen wir auf der Seite zur Krypto-Haltefrist.

(Stand: 21. Oktober 2026. Dieser Beitrag ist keine Anlageberatung. Kurse und Gebuehrenmodelle aendern sich; pruefe die Konditionen vor jedem Kauf beim Anbieter selbst.)

Häufige Fragen zur Bitcoin-Mining-Schwierigkeit

Transparenzhinweis: Dieser Beitrag wurde unter Zuhilfenahme künstlicher Intelligenz erstellt und vor der Veröffentlichung redaktionell geprüft. Alle Zahlen und Angaben wurden gegen die im Text verlinkten Primärquellen abgeglichen. Das Beitragsbild wurde mit KI erzeugt.

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