Die in diesem Artikel bereitgestellten Informationen dienen ausschließlich zu Informationszwecken und stellen keine Finanzberatung dar. Investitionen in Kryptowährungen sind mit einem hohen Risiko verbunden. Führe immer deine eigene Recherche durch.

Bitcoin Prognose: Die Mining-Schwierigkeit steigt am Donnerstag um 5 Prozent

Einordnung: Die Rechenleistung im Bitcoin-Netzwerk liegt 16 Prozent über dem Stand von vor 30 Tagen, der Kurs 4,9 Prozent darunter. Am Donnerstag zieht die Mining-Schwierigkeit nach, und das verschiebt die Rechnung der Rechenbetriebe.

Gusseiserner Schraubstock schließt sich um einen Messingbarren mit dem Bitcoin-Zeichen, Metallspäne auf dunkler Werkbank
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Kategorien: Bitcoin

Bitcoin kostet am Sonntagmittag 80.163 Dollar und damit 0,5 Prozent weniger als am Vortag (Stand 25. Oktober, 11:50 Uhr, Kursdaten von CoinGecko). Das Tagestief von 79.263 Dollar ist zugleich der tiefste Stand der vergangenen 30 Tage. Die Zahl, die diese Woche prägt, steht aber nicht im Chart, sondern im Netzwerk selbst: Am Donnerstag zieht die Mining-Schwierigkeit voraussichtlich um 5,00 Prozent an.

Belegt ist: Die Schwierigkeit liegt seit dem 16. Oktober bei 140,58 Billionen, die nächste Anpassung fällt auf Block 973.728 und damit nach der Hochrechnung von mempool.space auf Donnerstag, den 29. Oktober, gegen 21:51 Uhr deutscher Zeit. Unsere Einschätzung dazu folgt weiter unten: Wir halten das Auseinanderlaufen von Rechenleistung und Kurs für den wichtigsten Druckpunkt der kommenden zwei Wochen, und wir nennen auch die Gegenargumente.

Wohin der Kurs auf Sicht von Monaten zeigen kann, ordnet unsere Bitcoin Prognose ein. Dieser Text bleibt bei den nächsten zwei Wochen und bei dem, was du bis dahin selbst nachrechnen kannst.

Die nächste Schwierigkeitsanpassung fällt auf den 29. Oktober

Die Mining-Schwierigkeit ist der Wert, der bestimmt, wie viel Rechenarbeit nötig ist, um einen Bitcoin-Block zu finden. Das Protokoll setzt sie alle 2.016 Blöcke neu, also im Schnitt alle zwei Wochen. Am Sonntagmittag waren 66,9 Prozent des laufenden Intervalls abgearbeitet, 668 Blöcke fehlen noch. Die Blöcke der laufenden Periode kamen im Mittel schneller als die angepeilten zehn Minuten, und genau daraus ergibt sich die erwartete Anhebung um 5,00 Prozent. Die Daten stehen öffentlich bei mempool.space.

Die Reihe der letzten Anpassungen zeigt, wie schnell es zuletzt ging. Am 5. September lag die Schwierigkeit bei 127,45 Billionen, am 19. September bei 132,76 Billionen, am 3. Oktober praktisch unverändert bei 132,72 Billionen. Am 16. Oktober folgte der Sprung auf 140,58 Billionen, ein Plus von 5,92 Prozent. Kommt am Donnerstag die erwartete Anhebung, steht der Wert bei rund 147,6 Billionen. Das sind 11,2 Prozent mehr als drei Wochen zuvor.

Diese Anhebung ist keine Entscheidung eines Gremiums, sondern eine Regel im Protokoll. Der Wert ändert sich automatisch, sobald der 2.016. Block der Periode gefunden ist, und er kennt den Kurs nicht. Das ist der Grund, warum die Schwierigkeit auch dann steigt, wenn der Kurs fällt.

1.075 Exahash pro Sekunde: 16 Prozent mehr Rechenleistung als vor 30 Tagen

Hinter der Schwierigkeit steht die Hashrate, also die gesamte Rechenleistung, die weltweit auf das Finden von Bitcoin-Blöcken verwendet wird. Gemessen wird sie in Exahash pro Sekunde, kurz EH/s, wobei ein Exahash eine Trillion Rechenversuche bedeutet.

Im Sieben-Tage-Mittel lag die Hashrate zuletzt bei rund 1.075 EH/s. Vor 30 Tagen waren es 926 EH/s. Das ist ein Zuwachs von 16,0 Prozent innerhalb eines Monats, in dem der Kurs 4,9 Prozent verloren hat. Die Zeitreihe lässt sich bei mempool.space und bei Blockchain.com nachvollziehen.

Neue Rechenleistung entsteht nicht über Nacht. Dahinter stehen Maschinen, die vor Monaten bestellt, und Standorte, die vor Quartalen angemietet wurden. Wer heute anschaltet, hat seine Investitionsentscheidung in einer Zeit getroffen, in der Bitcoin deutlich höher notierte. Das erklärt, warum die Hashrate in einen fallenden Kurs hinein weiter zulegt, statt sich zurückzuziehen.

Ineinandergreifende Messingzahnräder in einem dunklen Maschinengehäuse, Ölfilm auf den Zähnen, ein Rad stärker abgenutzt
Rechenleistung und Schwierigkeit greifen ineinander, aber mit zwei Wochen Verzögerung.

So funktioniert die Anpassung alle 2.016 Blöcke

Das Protokoll zielt auf einen Block alle zehn Minuten. Kommen die Blöcke im Schnitt schneller, weil mehr Rechenleistung am Netz hängt, hebt die nächste Anpassung die Schwierigkeit an. Kommen sie langsamer, senkt sie sie. Nach oben und nach unten ist die Änderung je Periode auf den Faktor vier begrenzt.

Wichtig für das Verständnis der kommenden Tage ist die Verzögerung. Die Schwierigkeit reagiert immer auf die Vergangenheit, nie auf die Gegenwart. Steigt die Hashrate heute, spürt der Betreiber die höhere Hürde erst mit der nächsten Anpassung. Umgekehrt arbeitet ein Rechenbetrieb nach einem Kurssturz noch bis zu zwei Wochen gegen eine Schwierigkeit, die für höhere Erlöse gesetzt wurde.

Der Erlös je Exahash fällt auf rund 33.600 Dollar am Tag

Diese Zahl haben wir selbst gerechnet, und du kannst sie in zwei Schritten nachvollziehen. Die Blockprämie beträgt seit der Halbierung im April 2024 genau 3,125 Bitcoin. Bei 144 Blöcken am Tag entstehen daraus 450 neue Bitcoin täglich. Bei einem Kurs von 80.163 Dollar entspricht das einem Tagesumsatz von rund 36,1 Millionen Dollar für das gesamte Netzwerk, Transaktionsgebühren nicht eingerechnet.

Verteilt auf die 1.075 EH/s Rechenleistung ergibt das rund 33.600 Dollar je Exahash und Tag. Vor 30 Tagen, bei 84.582 Dollar Kurs und 926 EH/s, waren es rund 41.100 Dollar. Der Erlös je Einheit Rechenleistung ist also um 18,4 Prozent gefallen, während die Stromrechnung der Betreiber in derselben Zeit nicht gesunken ist.

Damit der Erlös je Exahash wieder das Niveau von Ende September erreicht, müsste Bitcoin bei heutiger Hashrate auf rund 98.200 Dollar steigen. Das ist keine Prognose, sondern eine Umkehrrechnung aus den beiden Zahlen oben. Die Zahl zeigt, wie weit sich die Rechnung der Betreiber in vier Wochen vom Kurs entfernt hat.

Warum ein fallender Erlös die Betreiber zu Verkäufen zwingt

Rechenbetriebe haben Kosten in Dollar oder Euro und Einnahmen in Bitcoin. Strom, Miete, Personal und Kredite werden monatlich fällig, die Prämie fällt in der Währung an, deren Kurs gerade fällt. Wer keine große Reserve hat, verkauft dann einen größeren Teil der laufenden Produktion, und bei anhaltendem Druck auch aus dem Bestand.

Die Größenordnung lässt sich einordnen. 450 neue Bitcoin am Tag entsprechen bei 80.163 Dollar rund 36 Millionen Dollar, die täglich neu auf den Markt drängen können. Das ist gegenüber dem Börsenumsatz wenig, trifft aber auf einen Markt, der ohnehin seit vier Wochen Abflüsse verzeichnet. Wer in dieser Lage kauft, sollte wissen, zu welchen Gebühren er handelt; ein Blick in unseren Vergleich der besten Krypto-Börsen zeigt die Unterschiede.

Der zweite Weg führt über die Finanzierung. Fällt der Erlös je Exahash, sinkt der Wert der Maschinen als Sicherheit. Kreditlinien werden enger, und manche Betreiber schalten ältere Geräte ab. Das wäre der Punkt, an dem die Hashrate ihrerseits nachgibt und die übernächste Anpassung die Schwierigkeit wieder senkt. Noch ist davon nichts zu sehen.

Steile Betontreppe in einem dunklen Schacht, jede Stufe höher als die vorherige, Lichtstrahl von oben
Alle zwei Wochen wird die Stufe höher: So arbeitet die Schwierigkeitsanpassung des Protokolls.

Die Marken: 79.263 Dollar unten, 87.086 Dollar oben

Nach unten zählt zuerst das Tagestief von 79.263 Dollar vom Sonntagmorgen. Es ist zugleich das Tief der vergangenen 30 Tage, und damit die erste Marke, deren Bruch eine neue Spanne eröffnen würde. Darunter liegt die runde 79.000er Marke, die im laufenden Monat noch nicht getestet wurde.

Nach oben begrenzt das Tageshoch von 80.949 Dollar die Bewegung der vergangenen 24 Stunden. Die größere Hürde ist das Monatshoch von 87.086 Dollar, 7,9 Prozent über dem aktuellen Stand. Dazwischen liegt die 50-Tage-Linie, die Bitcoin nach unserer Auswertung vom 24. Oktober erstmals seit 66 Tagen von oben durchbrochen hat.

Seit unserer Bitcoin Prognose vom 24. Oktober, die den Fed-Entscheid und den Optionsverfall als Taktgeber der Woche beschrieben hat, hat sich am Kurs wenig geändert. Das Tagestief liegt mit 79.263 Dollar aber 1,9 Prozent unter dem Stand von Samstagfrüh, als wir 80.806 Dollar gemessen haben. Die Spanne wird also enger, nicht breiter.

Die Stimmung passt dazu. Der Fear-and-Greed-Index von Alternative.me steht am 25. Oktober bei 54 Punkten und damit im neutralen Bereich. Am 22. Oktober lag er noch bei 68 Punkten, also im Bereich Gier. Innerhalb von drei Tagen ist aus Zuversicht Abwarten geworden.

Was gegen die Miner-These spricht

Die Rechnung oben beschreibt einen Druck, sie beweist keinen Kursverlauf. Dagegen spricht erstens, dass die großen börsennotierten Betreiber in den vergangenen Jahren ihre Finanzierung von der laufenden Produktion gelöst haben. Wer über Kapitalerhöhungen und Wandelanleihen finanziert ist, muss nicht täglich verkaufen.

Zweitens ist der Anteil der neu geschaffenen Bitcoin am gesamten Handelsvolumen seit der Halbierung 2024 klein. Ein Verkaufsdruck von 36 Millionen Dollar am Tag verschwindet an einem liquiden Handelstag im Rauschen und wird nur dann sichtbar, wenn die Nachfrageseite gleichzeitig schwach ist.

Drittens war ein steigender Hashrate-Anteil historisch kein verlässliches Verkaufssignal. Rechenleistung ist eine nachlaufende Größe, und sie sagt mehr über Investitionsentscheidungen des vergangenen Halbjahres aus als über die nächsten zwei Wochen. Wer daraus ein Kursziel ableitet, überdehnt die Daten.

Unsere Einschätzung zur Woche vor dem 29. Oktober

Aus Sicht der Redaktion ist die Lage angespannt, aber nicht gekippt. Dafür sprechen drei belegte Punkte: der Erlös je Exahash ist in 30 Tagen um 18,4 Prozent gefallen, die Schwierigkeit steigt am Donnerstag voraussichtlich um weitere 5,00 Prozent, und das Tagestief von 79.263 Dollar markiert bereits den tiefsten Stand seit vier Wochen. Diese drei Größen wirken in dieselbe Richtung.

Dagegen spricht, dass die Hashrate weiter zulegt. Ein Markt, in dem Betreiber reihenweise abschalten, sieht anders aus. Solange die Rechenleistung steigt, ist die These vom breiten Verkaufsdruck eine Vermutung und keine Beobachtung. Entscheidend wird deshalb die übernächste Anpassung Mitte November: Fällt die Schwierigkeit dort zum ersten Mal seit dem Sommer, hat die Belastung die Betreiber tatsächlich erreicht.

Für die nächsten Tage heißt das: Die Spanne zwischen 79.263 und 80.949 Dollar ist der Rahmen, an dem sich die Lage entscheidet. Ein Schlusskurs darunter wäre das erste harte Signal, ein Tag über 82.000 Dollar das erste Gegenargument. Eine Kauf- oder Verkaufsempfehlung ist das ausdrücklich nicht, und ein Totalverlust bleibt bei jedem Krypto-Investment möglich.

So prüfst du deine Haltefrist vor dem Jahreswechsel

Für Anleger in Deutschland hat der Oktober eine zweite Seite. Private Veräußerungsgeschäfte mit Kryptowerten sind nach einem Jahr Haltedauer steuerfrei, geregelt in Paragraf 23 des Einkommensteuergesetzes; innerhalb des Jahres greift eine Freigrenze von 1.000 Euro im Kalenderjahr. Ob die Frist in dieser Form bleibt, ist politisch offen. Den aktuellen Stand der Debatte führen wir auf unserer Seite zur Krypto-Haltefrist fort.

Praktisch zählt jetzt dreierlei. Schau nach, welche deiner Positionen vor dem Jahreswechsel die Jahresfrist erreichen, denn das Kaufdatum entscheidet, nicht das Kalenderjahr. Prüfe zweitens, ob für jede Position ein Kaufbeleg vorliegt; ohne Nachweis der Anschaffungskosten setzt das Finanzamt im Zweifel eine Schätzung an. Und notiere drittens, auf welcher Börse oder Wallet die jeweilige Position liegt, weil Umzüge zwischen Adressen die Zuordnung erschweren.

Diese drei Punkte kosten eine halbe Stunde und ersparen im Frühjahr die Rekonstruktion aus Kontoauszügen. Mit dem Kurs haben sie nichts zu tun, wohl aber mit dem, was von einem Gewinn übrig bleibt.

Mining-Schwierigkeit am 29. Oktober: Unter 79.263 Dollar wird es eng

  1. Trage dir Donnerstag, den 29. Oktober, gegen 21:51 Uhr als Termin der Schwierigkeitsanpassung ein und vergleiche danach die tatsächliche Änderung mit den erwarteten 5,00 Prozent. Weicht sie nach unten ab, haben Betreiber bereits Maschinen abgeschaltet. Wenn du in dieser Phase Positionen aufbaust, lohnt vorab ein Blick auf die Gebühren im Vergleich der Steuer-Tools und Portfolio-Tracker, weil jede Teilposition später einzeln dokumentiert werden muss.
  2. Lege die beiden Marken 79.263 und 80.949 Dollar in deine Kursalarme. Fällt der Kurs unter das Monatstief, ist die enge Spanne der vergangenen Tage aufgelöst. Wer größere Bestände hält, sollte dann wissen, wo sie liegen; unser Hardware-Wallet-Vergleich zeigt die Unterschiede bei Verwahrung und Wiederherstellung.
  3. Prüfe deine Handelskosten, bevor du in einer volatilen Woche handelst. Bei engen Spannen entscheidet die Gebühr über das Ergebnis mehr als der Einstiegszeitpunkt. Die Konditionen der großen Anbieter stehen in unserem Börsenvergleich.

(Stand: 25. Oktober 2026. Dieser Beitrag ist keine Anlageberatung. Kurse und Gebührenmodelle ändern sich; prüfe die Konditionen vor jedem Kauf beim Anbieter selbst.)

Häufige Fragen zur Bitcoin Mining-Schwierigkeit

Transparenzhinweis: Dieser Beitrag wurde unter Zuhilfenahme künstlicher Intelligenz erstellt und vor der Veröffentlichung redaktionell geprüft. Alle Zahlen und Angaben wurden gegen die im Text verlinkten Primärquellen abgeglichen. Das Beitragsbild wurde mit KI erzeugt.

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