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Bitcoin Prognose: Fed am Mittwoch, 11,1 Milliarden Dollar Verfall am Freitag, welcher Termin bewegt den Kurs?

Analyse: Die Fed entscheidet am 28. Oktober, zwei Tage später verfallen Bitcoin-Optionen über 11,1 Milliarden Dollar. Der Markt preist die Zinserhöhung inzwischen auf Dezember, und das verschiebt die Marken für diese Woche.

Stahlschütz eines Betonwehrs bei Nacht, Wasser drückt unter dem halb geschlossenen Tor hindurch, an der Mauer eine Messingplakette mit dem Bitcoin-Zeichen
11 Min. Lesezeit
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Bitcoin notiert am Samstagnachmittag bei 80.693 Dollar und damit 1,25 Prozent niedriger als 24 Stunden zuvor, nach Marktdaten von CoinGecko. Belegt ist: Die US-Notenbank entscheidet am Mittwoch, dem 28. Oktober, über den Leitzins, und am Freitagmorgen gegen 9 Uhr deutscher Zeit laufen an der Optionsbörse Deribit Bitcoin-Kontrakte im Gegenwert von 11,1 Milliarden Dollar aus. Unsere Einschätzung dazu folgt weiter unten: Der nähere der beiden Termine ist nicht der wichtigere.

Die Frage dieser Woche lautet nicht, ob die Fed den Zins anhebt, sondern wann. Im Protokoll der September-Sitzung steht, eine weitere Erhöhung bis zum Jahresende wäre wahrscheinlich angemessen. Nach dem Mittwoch bleibt dafür genau ein Termin übrig. Wohin der Kurs auf Sicht von Monaten zeigen kann, ordnet unsere Bitcoin Prognose ein.

Was am Mittwoch in Washington entschieden wird

Der Offenmarktausschuss der Federal Reserve, kurz FOMC, tagt am 27. und 28. Oktober. Dieses Gremium legt den Zielkorridor für den US-Leitzins fest. Der Beschluss erscheint am Mittwoch um 14 Uhr Ortszeit in Washington, nach der Zeitumstellung in Europa also um 19 Uhr deutscher Zeit; die Pressekonferenz beginnt eine halbe Stunde später. Der Sitzungskalender der Fed führt für 2026 danach nur noch einen Termin, den 8. und 9. Dezember.

Zu dieser Sitzung gehören keine neuen Zinsprojektionen der Notenbanker. Das klingt technisch, zählt für den Kurs aber: Ohne frische Projektionen hängt die Marktreaktion allein am Beschluss selbst und an den Formulierungen der Erklärung.

Der Satz aus dem Fed-Protokoll, der die Erwartung setzt

Am 16. September hob die Fed den Zielkorridor um einen Viertelpunkt auf 3,75 bis 4,00 Prozent an, einstimmig. Im Protokoll dieser Sitzung steht der Satz, der die Erwartung für den Jahresrest gesetzt hat: Eine weitere Anhebung des Zielkorridors wäre bis zum Jahresende wahrscheinlich angemessen. Im englischen Original heißt es „another increase in the target range for the federal funds rate would likely be appropriate by year end“.

Dasselbe Protokoll ordnet die Risiken ein. Die Teilnehmer schätzten das Inflationsrisiko überwiegend als nach oben verschoben ein, und viele sahen die Gefahr, dass länger erhöhte Energiepreise auf breitere Preissteigerungen durchschlagen. Festgelegt auf den Oktobertermin ist damit nichts: Dieselben Protokolle halten ausdrücklich fest, dass jede Sitzung mit offenem Ausgang beginnt und die Entscheidung von den dann vorliegenden Daten abhängt.

Der Markt preist die Erhöhung inzwischen auf Dezember

Zwischen Protokoll und Markterwartung liegt eine Lücke. Die Wettmärkte Kalshi und Polymarket preisen für den Mittwoch nach Auswertung des Datendienstes DeFi Rate eine Zinserhöhung mit rund 7 Prozent ein, einen unveränderten Zins mit etwa 93 Prozent. Für den Dezembertermin steht die Erhöhung dagegen bei rund 73 Prozent. Aus den Zinsfutures nach CME-Daten ergibt sich ein ähnliches Bild, dort lag die Wahrscheinlichkeit für einen unveränderten Zins im Oktober zuletzt bei gut 90 Prozent.

Diese Werte sind ein Stimmungsbild und keine Zusage; sie verschieben sich mit jeder Datenveröffentlichung. Ende September lagen die Erwartungen für eine Oktober-Erhöhung noch deutlich höher, bevor ein schwacher Arbeitsmarktbericht sie fallen ließ. Wer Marken setzt, rechnet deshalb beide Fälle durch, statt sich auf den wahrscheinlicheren zu verlassen.

Leerer Sitzungssaal bei Nacht, ovaler Holztisch mit zwölf Lederstühlen unter einer einzelnen Hängelampe, dahinter die Lichter einer Stadt
Zwölf Stimmberechtigte entscheiden am Mittwoch über den Zielkorridor, und erst die Dezembersitzung schließt das Jahr ab.

Wie ein Zinsschritt überhaupt auf den Bitcoin-Kurs wirkt

Der Weg vom Leitzins zum Bitcoin-Kurs führt über drei Stationen. Erstens die Rendite sicherer Anlagen: Steigt der Zins, wird das unverzinste Halten von Bitcoin teurer im Vergleich, weil Tagesgeld oder eine kurzlaufende Staatsanleihe mehr abwerfen. Zweitens der Dollar, denn ein höherer Zins stützt die Währung, und ein stärkerer Dollar drückt den in Dollar gerechneten Preis. Drittens die Finanzierungskosten im Terminmarkt: Teurere Kredite verteuern gehebelte Positionen und verkleinern damit die Nachfrage, die auf geliehenem Geld beruht.

Diese Wirkung läuft über Wochen, nicht über Minuten. Die erste Bewegung nach einer Zinsentscheidung sagt deshalb wenig über die Richtung der folgenden Wochen. Für den Mittwoch zählt ohnehin weniger der Beschluss als die Abweichung vom Erwarteten: Preist der Markt 7 Prozent für eine Erhöhung ein und sie kommt, trifft sie auf Positionen, die sie nicht eingerechnet haben.

Zwei Tage später verfallen 11,1 Milliarden Dollar

Am Freitag, dem 30. Oktober, endet an der Optionsbörse Deribit der Monatsverfall. Nach einer Auswertung vom 22. Oktober betrifft er Kontrakte im Gegenwert von 11,1 Milliarden Dollar und damit 34,6 Prozent der dort offenen Bitcoin-Optionen; das Verhältnis von Verkaufs- zu Kaufoptionen lag bei 0,56, es überwiegen also die Kaufoptionen. Eine frühere Auswertung vom 8. Oktober nennt eine Spanne von 10,7 bis 11,3 Milliarden Dollar und ein Verhältnis zwischen 0,40 und 0,51. Die Werte gehen auseinander, weil sie zu verschiedenen Zeitpunkten erhoben wurden; die Größenordnung bleibt in beiden Fällen dieselbe.

Auffällig ist, wo die Kaufoptionen liegen. Die größte einzelne Position war Anfang Oktober der Ausübungspreis von 95.000 Dollar mit rund 25.031 Bitcoin, damals etwa 2,07 Milliarden Dollar. Beim Kurs von 80.693 Dollar laufen diese Kontrakte wertlos aus, falls Bitcoin nicht noch gut 17 Prozent zulegt. Eine solche Positionierung löst sich am Verfallstag geräuschlos auf, statt den Kurs zu bewegen.

Was Max Pain ist und was es nicht ist

Für den 30. Oktober nennen die Auswertungen einen Max-Pain-Punkt von 78.000 Dollar, in einer älteren Erhebung eine Spanne von 78.000 bis 79.000 Dollar. Max Pain bezeichnet den Kurs, bei dem die Summe der Auszahlungen an die Optionskäufer am kleinsten ausfällt, also den Punkt des größten Schmerzes für die Haltenden von Optionen.

Entscheidend ist, was dieser Wert nicht leistet. Er beschreibt die Positionierung zum Verfallstag und trifft keine Aussage darüber, wohin der Kurs läuft. Ein Beleg dafür, dass bei 78.000 Dollar Käufer warten, ist er ebenfalls nicht. Die Auswertung vom 23. Oktober weist darauf ausdrücklich hin und wertet auch die sichtbaren Kaufaufträge nahe 80.000 Dollar an einer großen Börse als schwachen Beleg, weil Aufträge im Orderbuch jederzeit zurückgezogen werden können. Zwischen 78.000 und 80.000 Dollar steht nach dieser Lesart kein belegter Boden. Andere Handelsplätze kommen ohnehin auf andere Werte, für Binance und OKX werden 81.000 bis 82.000 Dollar genannt.

Reihe aufgestellter Dominosteine aus dunklem Stein auf glänzender Tischplatte, in der Mitte klafft eine Lücke
Fällt ein Glied aus der Reihe, bleibt die Kette stehen: Ein Verfall wirkt nur dann auf den Kurs, wenn die Kontrakte nahe am Geld liegen.

Die Marken, die zum Kurs vom Samstag passen

Aus den Tagesdaten ergeben sich vier begründbare Marken. Nach oben zunächst das Hoch der letzten 24 Stunden bei 81.939 Dollar, darüber die 50-Tage-Linie, unter die der Kurs am Samstagmorgen erstmals seit 66 Tagen gefallen ist; das hielt unsere Kursmeldung vom 24. Oktober bei 80.806 Dollar fest. Nach unten das Tagestief bei 80.410 Dollar, danach die runde Marke von 80.000 Dollar mit den sichtbaren Kaufaufträgen und schließlich der Max-Pain-Punkt bei 78.000 Dollar.

Diese Marken gelten für diese Woche und nicht darüber hinaus. Der Abstand vom Kurs zum Tagestief beträgt 0,35 Prozent, der Abstand zur 78.000er Marke 3,3 Prozent. Beide Strecken liegen innerhalb dessen, was Bitcoin in dieser Woche an einzelnen Tagen zurückgelegt hat.

So prüfst du deinen Hebel vor dem 28. Oktober

Ein Termin mit bekannter Uhrzeit und unbekanntem Ergebnis ist der Moment, in dem gehebelte Positionen reißen. Unsere Kursmeldung vom 23. Oktober nannte Long-Liquidationen über 431 Millionen Dollar binnen eines Tages. Drei Handgriffe sind in wenigen Minuten erledigt.

Zuerst den Liquidationspreis jeder offenen Position nachsehen und ihn gegen die Marken oben legen. Liegt er zwischen 78.000 und 80.400 Dollar, trifft ihn eine Bewegung, die in dieser Woche schon zweimal vorkam. Dann die Finanzierungsrate ansehen, also die laufende Zahlung zwischen Long- und Short-Seite bei unbefristeten Futures. Eine stark positive Rate bedeutet, dass Long-Positionen für das Halten zahlen, und vor Terminen zieht sie häufig an. Schließlich die Sicherheitsleistung so bemessen, dass eine Bewegung von 5 Prozent sie nicht aufbraucht. Welcher Handelsplatz welche Gebühren und Liquidationsregeln ansetzt, steht in unserem Vergleich der besten Perp-DEX.

Haltefrist: Der Steuerkalender zählt hier anders

Für Anlegerinnen und Anleger in Deutschland hängt am Datum mehr als die Kursfrage. Nach geltender Rechtslage bleibt der Gewinn aus dem Verkauf von Bitcoin steuerfrei, wenn zwischen Kauf und Verkauf mehr als ein Jahr liegt. Innerhalb des Jahres greift der persönliche Einkommensteuersatz, und für Gewinne aus privaten Veräußerungsgeschäften gilt eine Freigrenze von 1.000 Euro im Kalenderjahr. Wer vor dem Mittwoch verkauft, um dem Termin auszuweichen, verschiebt damit womöglich einen steuerfreien Verkauf in die Steuerpflicht.

Diese Rechnung lohnt sich: Bei einem Gewinn, der die Freigrenze deutlich übersteigt, kann die Steuer größer ausfallen als die Kursbewegung, vor der der Verkauf schützen soll. Welche Fristen gerade gelten und was an der Reform noch offen ist, halten wir auf der Seite zur Krypto-Haltefrist fest. Wie sich Anschaffungsdaten und Fristen nachweisbar dokumentieren lassen, zeigt der Vergleich der Krypto-Steuer-Tools.

Was sich seit der Prognose vom Freitag verschoben hat

Am Freitagmittag stand in unserer Prognose vom Freitag der Aktienrückkauf von Strategy im Mittelpunkt, dazu der 28. Oktober als Termin des Unternehmens. Seitdem hat sich zweierlei verschoben. Der Kurs fiel von rund 81.600 Dollar am Freitagmorgen über 80.806 Dollar am Samstagmorgen auf 80.693 Dollar am Samstagnachmittag, in anderthalb Tagen also um knapp 900 Dollar. Und die 50-Tage-Linie, am Freitag noch das nächste Ziel über dem Kurs, wirkt nun als Widerstand.

Der zweite Punkt ist für diese Woche der gewichtigere. Eine Linie, die von unten stützt, wirkt anders als dieselbe Linie über dem Kurs, weil sich Verkaufsaufträge dort sammeln, wo zuvor gekauft wurde.

Bei den Fonds sieht es ähnlich aus. Aus den US-Spot-ETFs auf Bitcoin flossen nach Daten des Anbieters SoSoValue am 22. Oktober netto 635,49 Millionen Dollar ab, der größte Tagesabfluss seit Juni, und am 23. Oktober weitere 137,94 Millionen Dollar. In dieser Woche fehlt damit genau die Nachfrage, die einen Zinsschritt abfedern könnte.

Unsere Einschätzung zum Zinsfenster

Aus Sicht der Redaktion ist der 30. Oktober für den Kurs das kleinere Ereignis und der 9. Dezember das größere. Dafür sprechen drei Belege. Das September-Protokoll hält eine weitere Erhöhung bis zum Jahresende für wahrscheinlich angemessen, und nach dem Mittwoch bleibt dafür nur der Dezembertermin. Die eingepreiste Wahrscheinlichkeit liegt für Mittwoch bei rund 7 Prozent, für Dezember bei rund 73 Prozent; terminiert ist die Überraschung also im Dezember. Und die größte Optionsposition zum 30. Oktober liegt bei 95.000 Dollar und damit gut 17 Prozent über dem Kurs, sie verfällt ohne Wirkung auf den Markt.

Dagegen spricht, dass gerade Termine mit niedriger eingepreister Wahrscheinlichkeit die größeren Kurssprünge auslösen, wenn sie anders ausgehen als erwartet. Käme die Erhöhung am Mittwoch, träfe sie auf eine Positionierung, die sie nicht eingerechnet hat, und auf eine Nachfrageseite, die in dieser Woche Geld abzieht. Diese Einschätzung bewertet die Lage und ist keine Kauf- oder Verkaufsempfehlung; bei Kryptowerten bleibt ein Totalverlust möglich.

Zinsfenster bis Dezember: 78.000 Dollar bleibt der Prüfstein

Bis zum Mittwochabend ist die Lage offen, und die beiden Termine lassen sich getrennt vorbereiten. Drei Schritte reichen dafür.

  1. Marken notieren. 81.939 Dollar nach oben, 80.410 und 78.000 Dollar nach unten, dazu die 50-Tage-Linie als Widerstand. Wer dafür Kauf- oder Verkaufsaufträge hinterlegt, findet die Konditionen im Vergleich der besten Krypto-Börsen.
  2. Hebel entschärfen. Liquidationspreis, Finanzierungsrate und Sicherheitsleistung vor Mittwochabend prüfen, Richtwert ist eine Bewegung von 5 Prozent ohne Liquidation. Die Regeln der Handelsplätze stehen im Vergleich der besten Perp-DEX.
  3. Haltefrist nachrechnen. Vor jedem Verkauf das Anschaffungsdatum prüfen und die Jahresfrist gegen die erwartete Kursbewegung stellen. Die Dokumentation dazu übernehmen die Krypto-Steuer-Tools.

(Stand: 24. Oktober 2026. Dieser Beitrag ist keine Anlageberatung. Kurse und Gebührenmodelle ändern sich; prüfe die Konditionen vor jedem Kauf beim Anbieter selbst.)

Häufige Fragen zur Bitcoin Prognose

Transparenzhinweis: Dieser Beitrag wurde unter Zuhilfenahme künstlicher Intelligenz erstellt und vor der Veröffentlichung redaktionell geprüft. Alle Zahlen und Angaben wurden gegen die im Text verlinkten Primärquellen abgeglichen. Das Beitragsbild wurde mit KI erzeugt.

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