Die in diesem Artikel bereitgestellten Informationen dienen ausschließlich zu Informationszwecken und stellen keine Finanzberatung dar. Investitionen in Kryptowährungen sind mit einem hohen Risiko verbunden. Führe immer deine eigene Recherche durch.

Bitcoin Prognose: Der Terminmarkt preist 38,3 Prozent Schwankung ein, der Kurs liefert 20,1

Der Optionsmarkt bezahlt bei Bitcoin eine Jahresschwankung von 38,3 Prozent, geliefert hat der Kurs zuletzt 20,2 Prozent. Was diese Lücke für die Spanne bis Mitte November, für gehebelte Positionen und für den Verfall am 30. Oktober bedeutet.

Schwere stählerne Schwungscheibe auf einer Industriewelle in einer alten Maschinenhalle, in die Nabe ist das Bitcoin-Zeichen tief eingraviert, Staub in einem Lichtstrahl
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Kategorien: Bitcoin

Der Optionsmarkt rechnet bei Bitcoin mit einer Jahresschwankung von 38,3 Prozent, geliefert hat der Kurs in den vergangenen zwei Wochen 20,2 Prozent. Diese Lücke von gut 18 Punkten ist die eigentliche Nachricht dieses Dienstags, und sie sagt mehr über die kommenden Wochen aus als der Kursstand selbst. Bitcoin notierte am Dienstagnachmittag bei 81.481 Dollar, rund 1,3 Prozent unter dem Stand von Montag.

Die Zahl 38,3 stammt aus dem Volatilitätsindex der Optionsbörse Deribit, kurz DVOL. Er misst, welche Schwankung Händler über Optionspreise für die kommenden 30 Tage bezahlen. Die 20,2 Prozent haben wir selbst aus den Tagesschlusskursen derselben Börse gerechnet, über die vergangenen 14 Tage. Wohin der Kurs auf Sicht von Monaten zeigen kann, ordnet unsere Bitcoin Prognose ein.

Was der Volatilitätsindex DVOL gerade anzeigt

Der DVOL ist der Bitcoin-Volatilitätsindex von Deribit. Er fasst die Preise aller gehandelten Optionen mit rund 30 Tagen Restlaufzeit zu einer Zahl zusammen: der erwarteten Schwankungsbreite, hochgerechnet auf ein Jahr. Steht er bei 38,3, erwartet der Markt also, dass Bitcoin in den nächsten zwölf Monaten um gut 38 Prozent um seinen Pfad schwankt. Am Dienstag um 12:00 Uhr koordinierter Weltzeit stand er bei 38,28, am Montag bei 38,17 und vor einer Woche bei 38,23.

Diese Zahl ist keine Richtungsaussage. Ein hoher DVOL sagt nicht, dass der Kurs steigt oder fällt, sondern dass eine kräftige Bewegung in beide Richtungen erwartet und bezahlt wird. Genau deshalb lohnt der Vergleich mit dem, was tatsächlich passiert ist.

38,3 gegen 20,2 Prozent: wie groß die Lücke wirklich ist

Die realisierte Volatilität rechnet rückwärts. Der Wert nimmt die täglichen Kursänderungen eines Zeitraums und misst, wie weit diese streuen. Über die vergangenen 14 Tage kommt Bitcoin damit auf 20,2 Prozent, über 30 Tage auf 28,9 Prozent, über sieben Tage auf 25,4 Prozent. Die Grundlage sind die Tagesschlusskurse des Deribit-Dauerkontrakts, umgerechnet haben wir sie selbst.

In Tagesbewegungen übersetzt wird die Lücke greifbar. Ein DVOL von 38,3 Prozent entspricht rund 2,0 Prozent Bewegung an einem durchschnittlichen Handelstag. Die realisierten 20,2 Prozent entsprechen 1,06 Prozent. Der Terminmarkt bezahlt also fast die doppelte Bewegung, verglichen mit dem, was Bitcoin zuletzt geliefert hat.

Am Dienstag selbst war es noch ruhiger: Zwischen Tagestief bei 81.232 und Tageshoch bei 81.694 Dollar lagen 0,57 Prozent. Über die vergangenen fünf Tage lag die mittlere Tagesspanne bei 2,04 Prozent, über 30 Tage bei 2,64 Prozent. Das deckt sich mit dem Befund unseres Morgenstücks vom Dienstag, das die dritte enge Tagesspanne in Folge beschrieb.

Liniendiagramm: implizite Volatilität von Bitcoin gegen die realisierte Volatilität über 14 und 30 Tage, die vergangenen 45 Tage
Die dunkle Linie zeigt, was der Optionsmarkt für die nächsten 30 Tage erwartet, die rote, was der Kurs zuletzt tatsächlich geliefert hat.

Wie eine Volatilitätsprämie entsteht

Eine Volatilitätsprämie ist der Aufschlag, den Optionskäufer über den tatsächlich eintretenden Schwankungen bezahlen. Diese Prämie entsteht, weil eine Option eine Versicherung ist: Wer sie kauft, sichert sich gegen eine große Bewegung ab und zahlt dafür einen Preis, der die erwartete Schwankung enthält. Wer sie verkauft, vereinnahmt diesen Preis und trägt dafür das Risiko, dass die Bewegung doch kommt.

Bleibt der Markt ruhig, verdient der Verkäufer an jedem Tag, an dem nichts passiert, denn der Zeitwert der Option schmilzt. Bricht der Kurs dagegen aus, kann der Verlust des Verkäufers ein Vielfaches der vereinnahmten Prämie betragen. Das ist die Asymmetrie, die hinter der aktuellen Lage steht, und sie erklärt, warum erfahrene Händler gerade jetzt vorsichtig werden: Eine Prämie, die 18 Punkte über der gelieferten Schwankung liegt, ist entweder ein Geschenk oder eine Warnung.

Was 38,3 Prozent für die nächsten 30 Tage bedeuten

Aus dem DVOL lässt sich eine Spanne rechnen. 38,3 Prozent im Jahr sind auf 30 Tage umgerechnet rund 11,0 Prozent. Auf den Kurs von 81.481 Dollar angewendet ergibt das eine Spanne von etwa 72.500 bis 90.400 Dollar, in der sich Bitcoin nach dieser Erwartung mit einer Wahrscheinlichkeit von rund zwei Dritteln bis Mitte November bewegen wird.

Diese Rechnung ist eine Ableitung aus Marktpreisen, keine Vorhersage. Die Formel dahinter unterstellt eine gleichmäßige Verteilung der Bewegungen, die es in Krisen nie gibt. Für die Einordnung taugt sie trotzdem: Wer sein Depot gegen einen Rückgang auf 72.500 Dollar nicht aushält, sollte die Position nicht halten, weil dieser Wert im normalen Erwartungsbereich des Marktes liegt und nicht am Rand.

Der 50-Tage-Durchschnitt bei 81.580 Dollar als Scharnier

Der Kurs klebt an seinem 50-Tage-Durchschnitt. Aus den Tagesschlusskursen der vergangenen 50 Handelstage ergibt sich ein Mittel von 81.580 Dollar, der letzte Tagesschluss lag bei 81.554 Dollar. Der Abstand beträgt 0,03 Prozent. Eine Linie, an der ein Kurs so eng liegt, wirkt als Scharnier und entscheidet nichts, bis der Kurs sie mit Umsatz nach oben oder unten verlässt.

Nach oben liegt das Tageshoch der vergangenen Woche bei 83.200 Dollar, nach unten das Wochentief bei 79.710 Dollar. Diese beiden Werte spannen den Bereich, in dem sich Bitcoin seit dem 14. Oktober bewegt. Ein Tagesschluss außerhalb davon wäre das erste Signal, dass die erwartete Bewegung tatsächlich beginnt.

Was der Terminmarkt an laufenden Kosten verlangt

Wer Bitcoin über einen Dauerkontrakt hält, zahlt die Finanzierungsrate. Bei Deribit lag sie am Dienstag bei 0,0035 Prozent je acht Stunden. Auf das Jahr hochgerechnet sind das 3,87 Prozent, die ein Käufer an die Gegenseite abgibt, allein für das Halten der Position. Das offene Interesse im Dauerkontrakt betrug 856 Millionen Dollar.

Eine positive Finanzierungsrate heißt, dass mehr Kapital auf steigende als auf fallende Kurse setzt. 3,87 Prozent im Jahr sind dabei ein moderater Wert, der keine Übertreibung anzeigt. Für eine gehaltene Position über mehrere Monate ist es trotzdem eine Kostenstelle, die den Einstiegskurs verschiebt. Wer solche Produkte nutzt, findet die Konditionen im Vergleich der Perp-DEX-Plattformen.

Grosse runde Bahnhofsuhr ohne Ziffern an der Betonwand einer leeren Wartehalle, der Minutenzeiger kurz vor der Senkrechten
Der nächste feste Termin steht im Kalender, gehandelt wird schon heute darauf.

Wo die Optionen auf den 30. Oktober liegen

Der Monatsverfall am 30. Oktober trägt 148.585 Bitcoin an offenem Interesse, zum aktuellen Kurs rund 12,1 Milliarden Dollar. Das Verhältnis von Verkaufs- zu Kaufoptionen beträgt 0,50, es stehen also doppelt so viele Kaufoptionen offen. Der rechnerische Punkt des größten Schmerzes, an dem der größte Teil aller Kontrakte wertlos verfällt, liegt bei 78.000 Dollar.

Die Verteilung erklärt die ruhige Lage. Die großen Ansammlungen von Kaufoptionen liegen bei 95.000 Dollar mit 25.567 Kontrakten, bei 90.000 mit 15.302 und bei 100.000 mit 14.312. Alle drei liegen 10 bis 23 Prozent über dem heutigen Kurs und damit außerhalb der Spanne, die der DVOL für die kommenden 30 Tage einpreist. Diese Kontrakte binden Kapital, ohne den Kurs zu bewegen. Die Verkaufsoptionen sammeln sich bei 70.000 Dollar mit 4.389 Kontrakten und bei 75.000 mit 3.037.

Gegenüber unserer Prognose vom Montag hat sich der Markt kaum verschoben: Der Kurs stand damals bei 81.470 Dollar und damit elf Dollar unter dem heutigen Wert, die Dominanz von Bitcoin ist von 60,2 auf 59,5 Prozent gefallen. Was sich geändert hat, ist die Spannung im Terminmarkt, nicht der Preis.

Hebel, Haltefrist und Kaufweg für Anleger in Deutschland

Aus der Zahl 11,0 Prozent lässt sich eine nüchterne Rechnung für gehebelte Positionen ableiten. Bei einem zehnfachen Hebel liegt die Liquidationsschwelle grob zehn Prozent vom Einstieg entfernt, ohne Wartungsmarge und Gebühren gerechnet. Dieser Abstand ist kleiner als die Monatsbewegung, die der Optionsmarkt gerade als normal einpreist. Ein Hebel von zehn ist unter diesen Bedingungen eine Wette darauf, dass die Prämie zu hoch angesetzt ist, und kein Sicherheitsabstand.

Für den Bestand im Depot zählt etwas anderes. Private Veräußerungsgeschäfte mit Kryptowerten bleiben nach einem Jahr Haltedauer steuerfrei, Gewinne darunter sind bis zu einer Freigrenze von 1.000 Euro im Jahr nicht zu versteuern. Entscheidend ist der Tag des Kaufs je Einheit. Den aktuellen Stand der Regeln führen wir auf der Seite zur Krypto-Haltefrist fort, die Erfassung der Kaufdaten übernehmen die Werkzeuge aus dem Vergleich der Steuer-Tools.

Beim Kaufweg gilt seit der vollständigen Geltung der europäischen Verordnung über Märkte für Kryptowerte, kurz MiCA, dass Anbieter in Deutschland eine Zulassung brauchen. Wer Bitcoin über eine zugelassene Börse kauft und anschließend auf eine eigene Wallet überträgt, hält den Coin selbst und zahlt keine laufende Finanzierungsrate. Das ist der Unterschied zwischen einem Bestand und einer Position.

Unsere Einschätzung zur aktuellen Lage

Aus Sicht der Redaktion spricht die Datenlage für eine Auflösung nach oben oder unten innerhalb der nächsten zwei bis drei Wochen, nicht für eine Fortsetzung der Ruhe. Die Belege: Die realisierte Schwankung über 14 Tage ist von 39,8 Prozent am 2. Oktober auf 20,2 Prozent gefallen, der tiefste Wert im Messzeitraum der vergangenen 45 Tage. Gleichzeitig hält der Optionsmarkt an 38,3 Prozent fest und hat diese Erwartung seit einer Woche nicht gesenkt. Händler, die täglich Geld riskieren, rechnen also mit einem Ende der Ruhe.

Dagegen spricht, dass genau diese Konstellation seit Anfang Oktober besteht und bisher nichts ausgelöst hat. Eine Prämie kann wochenlang bestehen, ohne dass sie sich auflöst, und die Richtung sagt sie ohnehin nicht. Wer aus dieser Lage eine Kaufentscheidung ableitet, verwechselt Schwankung mit Richtung. Für das Depot heißt das: Die Größe der Position gehört überprüft, nicht ihre Richtung.

Volatilitätsprämie: 72.500 und 90.400 Dollar spannen den Rahmen

Drei Schritte ergeben sich aus der Lage:

  1. Rechne nach, ob dein Depot einen Rückgang auf 72.500 Dollar aushält. Dieser Wert liegt im normalen Erwartungsbereich des Optionsmarktes und nicht an dessen Rand.
  2. Vergleiche bei gehebelten Positionen den Abstand zur Liquidation mit den 11,0 Prozent, die der Markt als Monatsbewegung einpreist. Die Konditionen der Anbieter stehen im Perp-DEX-Vergleich, die Gebühren der Spot-Börsen im Börsenvergleich.
  3. Notiere für jeden Bestand das Kaufdatum, damit die Jahresfrist nachweisbar bleibt. Die Werkzeuge dafür stehen im Vergleich der Steuer-Tools.

(Stand: 20. Oktober 2026. Dieser Beitrag ist keine Anlageberatung. Kurse und Gebührenmodelle ändern sich; prüfe die Konditionen vor jedem Kauf beim Anbieter selbst.)

Häufige Fragen zur Bitcoin Prognose

Transparenzhinweis: Dieser Beitrag wurde unter Zuhilfenahme künstlicher Intelligenz erstellt und vor der Veröffentlichung redaktionell geprüft. Alle Zahlen und Angaben wurden gegen die im Text verlinkten Primärquellen abgeglichen. Das Beitragsbild wurde mit KI erzeugt.

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