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Bitcoin Prognose: DVOL fällt nach der Wahl auf 37, hält die 100-Tage-Linie?

Analyse: Nach der US-Wahlnacht ist der Volatilitätsindex DVOL von 40,89 auf 37,03 Punkte gefallen. Was der Optionsmarkt vor dem Verfall über 2,46 Milliarden Dollar am Freitag für die 100-Tage-Linie bei 76.663 Dollar erwartet.

Messing-Seismograph in einem dunklen Messraum mit dem orange leuchtenden Bitcoin-Zeichen, die Nadel zeichnet nach hohen Ausschlägen nur noch flache Linien
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Belegt ist: Der Volatilitätsindex DVOL der Optionsbörse Deribit ist nach der US-Wahlnacht von 40,89 Punkten am Dienstag auf 37,03 Punkte am Mittwochvormittag gefallen und steht damit wieder dort, wo er vor der Fed-Woche Ende Oktober stand. Bitcoin notiert am Mittwochvormittag, 4. November, bei 78.442 Dollar oder 69.723 Euro, 2,0 Prozent über dem Vortag und 2,3 Prozent über der 100-Tage-Linie bei 76.663 Dollar. Unsere Einschätzung dazu folgt weiter unten: Der Optionsmarkt hat die Wahlprämie abgebaut, rechnet aber bis Freitag weiter mit einer Spanne, in der die 100-Tage-Linie erreichbar bleibt.

Kurz beantwortet: Ja, die 100-Tage-Linie dürfte nach den Preisen am Optionsmarkt bis zum Verfall am Freitag eher halten als reißen. Aus der eingepreisten Schwankung ergibt sich rechnerisch eine Wahrscheinlichkeit von rund 19 Prozent, dass Bitcoin am Freitagmorgen darunter steht. Das ist kein Urteil über die Richtung, sondern eine Übersetzung dessen, was Händler für Absicherung bezahlen. Wohin der Kurs auf Sicht von Monaten zeigen kann, ordnet unsere Bitcoin Prognose ein. Dieser Text bleibt bei den nächsten Tagen und bei der Frage, was der Optionsmarkt nach der Wahl verrät.

DVOL nach der Wahlnacht: Die Wahlprämie ist abgebaut

Der DVOL misst die Schwankung, die der Bitcoin-Optionsmarkt für die kommenden 30 Tage einpreist, hochgerechnet auf ein Jahr. Ein Wert von 37 heißt: Händler zahlen für Optionen so, als erwarteten sie eine Jahresschwankung von 37 Prozent. Die Zahl ist also keine Kursprognose, sondern der Preis für Unsicherheit.

Am Dienstag, dem US-Wahltag, kletterte der Index im Tagesverlauf bis auf 40,89 Punkte. In der Wahlnacht fiel er in Stufen: 38,98 um 0 Uhr UTC, 38,47 um 7 Uhr, 37,03 um 10 Uhr. Die Daten stammen aus der öffentlichen DVOL-Reihe von Deribit. Der Rückgang um knapp 4 Punkte in weniger als einem Tag ist der typische Verlauf nach einem Termin, den der Markt vorher eingepreist hat: Ist das Ereignis vorbei, verfällt die Prämie, die Käufer von Absicherungen dafür bezahlt hatten.

Zum Vergleich mit der Fed-Woche: Am 28. Oktober schloss der DVOL bei 37,26 Punkten, am 30. Oktober erreichte er im Tageshoch 44,25 Punkte. Der heutige Wert liegt also leicht unter dem Stand vor der Zinsentscheidung. Der Markt hat die beiden großen Termine der letzten zwei Wochen damit vollständig aus den Preisen genommen.

Was eine Volatilität von 37 für den Bitcoin-Kurs bis Freitag heißt

Die Jahresgröße lässt sich auf kürzere Zeiträume herunterrechnen, indem man sie mit der Wurzel aus dem Anteil am Jahr multipliziert. Bis zum Verfall der Wochenoptionen am Freitag um 9 Uhr deutscher Zeit sind es vom Mittwochvormittag an rund 45 Stunden. Daraus ergibt sich eine eingepreiste Standardabweichung von etwa 2,65 Prozent oder rund 2.080 Dollar.

Übersetzt in Kursmarken: Eine Spanne von rund 76.360 bis 80.520 Dollar deckt nach dieser Rechnung etwa zwei Drittel der Fälle ab, die der Optionsmarkt für Freitagmorgen für möglich hält. Auf eine volle Woche gerechnet wächst die Standardabweichung auf 5,1 Prozent, also gut 4.000 Dollar. Die Rechnung unterstellt eine Normalverteilung der Renditen, die es bei Bitcoin nicht gibt; starke Ausschläge kommen häufiger vor, als sie zulässt. Als Größenordnung taugt sie trotzdem, weil sie zeigt, welche Bewegung im Preis der Optionen bereits steckt.

Auf die 100-Tage-Linie bei 76.663 Dollar bezogen ergibt sich: Der Abstand von 2,3 Prozent entspricht rund 0,86 Standardabweichungen. Rechnerisch steht Bitcoin damit am Freitagmorgen mit etwa 19 Prozent Wahrscheinlichkeit unter der Linie. Für einen Sprung über 82.000 Dollar, der wichtigsten Call-Marke des Freitags, liegt der Wert bei rund 5 Prozent.

Altes Dosenbarometer aus Messing an einer dunklen Holzwand, der Zeiger ist vom Sturmbereich zurück Richtung ruhig gewandert
Die erwartete Schwankung ist nach der Wahlnacht auf den Stand vor der Fed-Woche zurückgefallen.

Der Optionsverfall am 6. November: 2,46 Milliarden Dollar

Am Freitag verfallen auf Deribit Bitcoin-Optionen über 31.377 Kontrakte, jeder steht für einen Bitcoin. Beim aktuellen Kurs sind das 2,46 Milliarden Dollar Nominalwert. Die Verteilung ist einseitig: 23.315 Kontrakte sind Calls, also Rechte auf einen Kauf, und nur 8.062 Puts, also Rechte auf einen Verkauf. Das Put-Call-Verhältnis liegt bei 0,35.

Die meisten offenen Calls sammeln sich bei 82.000 Dollar mit 6.174 Kontrakten und bei 85.000 Dollar mit 5.152. Auf der Put-Seite stehen die größten Blöcke bei 74.000 Dollar mit 1.267 und bei 75.000 Dollar mit 995 Kontrakten. Der sogenannte Max-Pain-Punkt, an dem die Käufer aller Optionen zusammen den größten Verlust hätten, liegt bei 79.000 Dollar. Er liegt damit nur 0,7 Prozent über dem aktuellen Kurs.

Wichtig für die Einordnung: Die vielen Calls bei 82.000 und 85.000 Dollar sind keine Wette darauf, dass der Kurs bis Freitag dorthin steigt. Die beiden Marken liegen 4,5 und 8,4 Prozent über dem aktuellen Kurs. Ohne einen kräftigen Anstieg in den nächsten zwei Tagen verfallen diese Calls wertlos. Für die Preisfindung bis Freitag spielen sie deshalb eine kleinere Rolle als die Positionen nahe am Kurs.

Put-Wand am 13. November: Die Absicherung rückt eine Woche nach hinten

Ein anderes Bild zeigt der Verfall eine Woche später. Für den 13. November stehen 10.164 Puts gegen 4.793 Calls, das Put-Call-Verhältnis liegt bei 2,12. Allein bei 74.000 Dollar sind 4.098 Puts offen, gefolgt von 68.000 Dollar mit 1.474 und 72.000 Dollar mit 1.348 Kontrakten. Wer sich gegen einen Rückschlag absichern wollte, hat das also nicht für den Freitag getan, sondern für die Woche danach.

Die Marke 74.000 Dollar taucht damit an zwei Stellen auf: als größte Put-Position für Freitag und als mit Abstand größte Position für den 13. November. Die Marke liegt 5,7 Prozent unter dem aktuellen Kurs und knapp über der 200-Tage-Linie bei 73.163 Dollar. Wenn der Kurs in die Nähe dieser Zone kommt, müssen Händler, die diese Puts verkauft haben, ihre Absicherung anpassen. Das kann eine Abwärtsbewegung dort beschleunigen, weil die Gegenseite dann Bitcoin oder Futures verkauft.

Den großen Monatsverfall am 27. November mit 4,58 Milliarden Dollar Nominalwert führen dagegen wieder die Calls an, mit einem Max-Pain-Punkt bei 80.000 Dollar. Wer in Wochen denkt, sieht also eine vorsichtige Mitte des Monats und eine optimistischere Positionierung zum Monatsende.

Seit der Mining-Analyse vom Montag: Tief bei 75.695 Dollar, Erholung über 78.000

Am Montag hatten wir in der Bitcoin-Prognose zur Mining-Schwierigkeit den Kurs bei 77.657 Dollar notiert und 77.204 Dollar als Marke genannt, unter der es für den Kurs ernst wird. Diese Marke ist seitdem gerissen und zurückerobert worden. In der Wahlnacht fiel Bitcoin bis auf 75.695 Dollar, das Tagestief nach CoinGecko. Unsere Kollegen haben die Bewegung am Morgen im Bitcoin-Kurs nach der Wahlnacht beschrieben.

Inzwischen notiert Bitcoin mit 78.442 Dollar 785 Dollar höher als am Montag, ein Plus von 1,0 Prozent. Die 50-Tage-Linie, damals bei 81.932 Dollar, liegt heute bei 81.911 Dollar und bleibt der Deckel nach oben. Die 200-Tage-Linie hat sich kaum bewegt und steht bei 73.163 Dollar. Neu ist der Blick auf den Optionsmarkt: Am Montag lag der DVOL noch bei 39,3 Punkten, heute sind es 37,0. Die Unsicherheit, die der Markt bezahlt, ist also gesunken, obwohl der Kurs zwischendurch tiefer stand.

Stimmung und Fear-and-Greed-Index: Angst, aber weniger als am Wahltag

Der Fear-and-Greed-Index von alternative.me steht am Mittwoch bei 34 Punkten und damit im Bereich Angst. Am Dienstag waren es 26, am Montag 37 Punkte. Der Index fasst Volatilität, Handelsvolumen, Dominanz und Suchanfragen zu einem Wert zwischen 0 und 100 zusammen. Ein Sprung um 8 Punkte an einem Tag passt zum Bild am Optionsmarkt: Nach der Wahl hat die Nervosität nachgelassen, ohne dass Zuversicht zurückgekehrt wäre.

Auf Monatssicht steht Bitcoin 9,2 Prozent tiefer, auf Wochensicht 3,8 Prozent. Vom Allzeithoch bei 126.080 Dollar aus dem Oktober 2025 ist der Kurs 37,8 Prozent entfernt. Die Erholung der letzten 24 Stunden ändert an dieser Lage noch nichts, sie verhindert nur, dass aus dem Rückgang der letzten Woche ein Bruch der 100-Tage-Linie wird.

Bitcoin-Marken bis zum Verfall: 74.000, 76.663, 79.000 und 82.000 Dollar

Aus Optionsmarkt und Durchschnittslinien ergibt sich für die nächsten Tage eine Reihe von Marken, die sich gegenseitig stützen:

  • 82.000 Dollar: größte Call-Position für Freitag und zugleich knapp über der 50-Tage-Linie bei 81.911 Dollar. Ein Schlusskurs darüber wäre das erste Zeichen, dass sich der Abwärtstrend seit Anfang Oktober dreht.
  • 79.000 Dollar: Max-Pain-Punkt des Freitagsverfalls. Der Punkt dient am Optionsmarkt als Orientierung; ob sie den Kurs tatsächlich anzieht, ist statistisch umstritten.
  • 76.663 Dollar: die 100-Tage-Linie. Die Linie hat in der Wahlnacht nur kurz nachgegeben und war am Mittwochmorgen schon wieder zurückerobert.
  • 74.000 Dollar: Put-Wand für den 6. und für den 13. November, knapp darunter die 200-Tage-Linie bei 73.163 Dollar.

Wer mit einem Hebelprodukt auf diese Marken setzt, sollte die Liquidationsschwelle im Blick haben. Bei einem zehnfachen Hebel reicht eine Gegenbewegung von rund 10 Prozent, um die Position aufzulösen; das entspräche heute einem Rückgang auf etwa 70.600 Dollar oder einem Anstieg auf etwa 86.300 Dollar. Welche Anbieter Hebel unter europäischer Aufsicht anbieten, zeigt unser Vergleich der Krypto-Broker.

Eine Hand legt eine Wasserwaage aus Aluminium auf eine raue Granitplatte, die Luftblase steht fast in der Mitte
Zwischen Put-Wand bei 74.000 und Call-Wand bei 82.000 Dollar liegt der Kurs fast in der Mitte.

Unsere Einschätzung: Ruhe am Optionsmarkt ist noch kein Boden

Aus Sicht der Redaktion spricht der Rückgang des DVOL dafür, dass die Wahl als Belastung erledigt ist. Die Belege: Der Index fiel binnen eines Tages von 40,89 auf 37,03 Punkte, der Fear-and-Greed-Index stieg von 26 auf 34, und Bitcoin hat die 100-Tage-Linie bei 76.663 Dollar nach dem Tief bei 75.695 Dollar zurückerobert. Dagegen spricht die Positionierung für den 13. November mit einem Put-Call-Verhältnis von 2,12 und 4.098 Puts bei 74.000 Dollar. Profis sichern sich also weiter gegen einen Rückschlag in der kommenden Woche ab. Hinzu kommen die Abflüsse aus den US-Spot-ETFs von über 1 Milliarde Dollar, über die cryptoticker.io am Mittwochmorgen im Beitrag zu den Bitcoin-ETF-Abflüssen nach den Midterms berichtet hat.

Unser Schluss: Bis Freitag spricht mehr für eine Seitwärtsbewegung zwischen 76.000 und 80.000 Dollar als für einen Ausbruch. Die Richtung danach entscheidet sich eher an der 50-Tage-Linie und an der Put-Zone um 74.000 Dollar als am Verfall selbst. Eine Kauf- oder Verkaufsempfehlung ist das nicht. Kryptowährungen können bis zum Totalverlust schwanken.

Bitcoin-Optionen und Steuer: Was in Deutschland anders läuft als beim Spot-Kauf

Wer Bitcoin direkt hält, profitiert in Deutschland von der Haltefrist: Gewinne aus privaten Veräußerungsgeschäften nach § 23 Einkommensteuergesetz sind nach einem Jahr Haltedauer steuerfrei. Innerhalb des Jahres gilt eine Freigrenze von 1.000 Euro pro Jahr für alle privaten Veräußerungsgewinne zusammen. Wie die Debatte um eine Abschaffung der Haltefrist steht, verfolgen wir auf unserer Seite zum Stand der Haltefrist-Reform.

Für Optionen und Futures auf Bitcoin gilt das nicht. Gewinne aus solchen Termingeschäften werden nach herrschender Auffassung als Kapitaleinkünfte behandelt und unterliegen der Abgeltungsteuer von 25 Prozent zuzüglich Solidaritätszuschlag und gegebenenfalls Kirchensteuer. Eine Haltefrist gibt es dort nicht. Wer also mit Optionen auf einen ruhigen Freitag setzt, sollte die steuerliche Behandlung vorher mit einem Steuerberater klären und jeden Trade sauber dokumentieren. Bei vielen Einzelgeschäften helfen Werkzeuge, die Kauf- und Verkaufszeitpunkte automatisch erfassen; eine Übersicht bietet unser Vergleich der Krypto-Steuer-Tools.

So liest du den DVOL selbst nach

Den Index veröffentlicht Deribit frei zugänglich. In der Statistik-Ansicht der Börse lässt sich der Verlauf über Tage und Wochen anzeigen. Drei Werte helfen bei der Einordnung: Ein DVOL unter 35 steht für eine ruhige Phase, wie sie im September zu sehen war, als der Index zeitweise auf 33,09 Punkte fiel. Werte zwischen 35 und 45 sind für Bitcoin üblich. Über 45 preist der Markt größere Ausschläge ein, wie zuletzt im August mit Werten um 45 Punkte.

Für die Umrechnung auf einen einzelnen Tag teilst du den DVOL durch rund 19, die Wurzel aus 365. Ein Wert von 37 ergibt so eine erwartete Tagesschwankung von etwa 1,9 Prozent, beim aktuellen Kurs knapp 1.500 Dollar. Bewegt sich Bitcoin deutlich stärker, hat der Optionsmarkt die Lage unterschätzt, und der DVOL steigt in der Regel nach. Wer nicht mit Derivaten handelt, sondern Bitcoin direkt kaufen möchte, findet regulierte Anbieter in unserem Vergleich der Krypto-Börsen.

Bitcoin-Volatilität bei 37: Unter 76.663 Dollar kippt das Bild

  1. Kaufweg wählen: Wer nach der Wahl in Bitcoin einsteigen will, nutzt eine Börse mit Zulassung nach der EU-Verordnung MiCA. Die Anbieter zeigt der Börsenvergleich.
  2. Hebel begrenzen: Eine Wette auf den Freitagsverfall braucht einen Stopp unter 76.663 Dollar oder über 82.000 Dollar. Plattformen für Perpetual Futures stellt unser Vergleich der Perp-DEX vor.
  3. Haltedauer dokumentieren: Kaufdatum und Kaufpreis jedes Bitcoin-Kaufs festhalten, damit die Haltefrist nach einem Jahr nachweisbar ist. Dabei helfen die Krypto-Steuer-Tools.

(Stand: 4. November 2026. Dieser Beitrag ist keine Anlageberatung. Kurse und Gebührenmodelle ändern sich; prüfe die Konditionen vor jedem Kauf beim Anbieter selbst.)

Häufige Fragen zur Bitcoin-Volatilität nach der Wahl

Transparenzhinweis: Dieser Beitrag wurde unter Zuhilfenahme künstlicher Intelligenz erstellt und vor der Veröffentlichung redaktionell geprüft. Alle Zahlen und Angaben wurden gegen die im Text verlinkten Primärquellen abgeglichen. Das Beitragsbild wurde mit KI erzeugt.

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