Die in diesem Artikel bereitgestellten Informationen dienen ausschließlich zu Informationszwecken und stellen keine Finanzberatung dar. Investitionen in Kryptowährungen sind mit einem hohen Risiko verbunden. Führe immer deine eigene Recherche durch.

Bitcoin Prognose: Die Dominanz steht bei 60,2 Prozent, Polkadot verliert 13 Prozent: Worauf es jetzt ankommt

Bitcoin notiert am Montagmittag bei 82.523 Dollar und hat auf Wochensicht 1,38 Prozent verloren. Die acht wichtigsten Altcoins gaben im selben Zeitraum zwischen 5,3 und 13,1 Prozent ab, und genau daraus speist sich die Dominanz von 60,2 Prozent.

Eine aufrecht stehende goldene Muenze mit dem Bitcoin-Zeichen scharf im Vordergrund auf dunkler Steinplatte, ringsum liegen mehrere blanke Muenzen ohne Zeichen umgefallen im Unscharfen
9 Min. Lesezeit
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Bitcoin steht am Montagmittag, dem 19. Oktober, bei 82.523 Dollar und liegt damit 0,76 Prozent über dem Stand von gestern. Auf Wochensicht fehlen 1,38 Prozent. Das klingt nach einem ruhigen Markt, ist aber die Hälfte der Geschichte: Im selben Zeitraum verlor Ethereum 5,31 Prozent, Solana 6,19 Prozent, XRP 7,22 Prozent und Polkadot 13,12 Prozent. Der Anteil von Bitcoin am gesamten Kryptomarkt, die sogenannte Dominanz, ist dadurch auf 60,2 Prozent gestiegen. Für dein Depot heißt das: Die Gewichtung hat sich verschoben, ohne dass du eine einzige Order gegeben hast. Wohin der Kurs auf Sicht von Monaten zeigen kann, ordnet unsere Bitcoin Prognose ein.

Bitcoin bei 82.523 Dollar: Die Zahlen vom Montagmittag

Alle Kurse dieses Abschnitts stammen aus den Marktdaten von CoinGecko, abgefragt am Montagmittag des 19. Oktober. Bitcoin kostet 82.523 Dollar, Ethereum 2.422,93 Dollar, Solana 105,19 Dollar, XRP 1,31 Dollar, Chainlink 12,10 Dollar, Dogecoin 0,0796 Dollar und Polkadot 1,12 Dollar. Die Marktkapitalisierung von Bitcoin liegt bei rund 1,66 Billionen Dollar, der gesamte Kryptomarkt kommt auf etwa 2,75 Billionen Dollar.

In den vergangenen 24 Stunden bewegte sich Bitcoin zwischen 80.672 und 83.035 Dollar. Das Tief fiel in die Nacht zum Montag, das Hoch in den Vormittag. Vom Allzeithoch bei 126.080 Dollar trennen den Kurs 34,5 Prozent.

Was die Bitcoin-Dominanz von 60,2 Prozent wirklich misst

Die Bitcoin-Dominanz ist der Anteil der Bitcoin-Marktkapitalisierung an der Marktkapitalisierung aller Kryptowährungen zusammen. Rechnerisch sind das 1,66 Billionen Dollar geteilt durch 2,75 Billionen Dollar, also gut 60 Prozent. Mehr steckt nicht dahinter, und genau darin liegt die häufigste Fehldeutung.

Ein Bruch hat einen Zähler und einen Nenner. Er wird größer, wenn der Zähler wächst, und er wird genauso größer, wenn der Nenner schrumpft. Eine steigende Dominanz sagt deshalb nichts darüber, ob frisches Geld nach Bitcoin geflossen ist. Der Wert sagt nur, dass Bitcoin seinen Kurs relativ besser gehalten hat als der Rest des Marktes.

Lange Reihe dunkler Dominosteine auf einer Metallflaeche, die vorderen Steine liegen umgefallen, ein schwerer Stein am Anfang der Reihe steht noch aufrecht
Wenn die Liquidität dünn wird, fällt die Reihe von hinten nach vorn: zuerst die kleinen Werte, dann die großen.

Warum die Dominanz steigt, ohne dass Geld in Bitcoin fließt

Der Mechanismus lässt sich an den Zahlen dieser Woche nachrechnen. Bitcoin verlor 1,38 Prozent, der breite Markt deutlich mehr. Wenn der Nenner schneller fällt als der Zähler, steigt der Quotient, obwohl beide Seiten im Minus stehen. Genau das ist diese Woche passiert.

Dahinter steht ein Liquiditätseffekt, den der Handel gut kennt. Bitcoin hat am Montagmittag rund 27 Milliarden Dollar Tagesumsatz, Polkadot 137 Millionen, Shiba Inu 49 Millionen. Wer in einem nervösen Markt eine größere Position auflösen will, kommt bei Bitcoin mit wenig Kursabschlag heraus. Bei einem Wert mit dem zweihundertsten Teil dieses Umsatzes bewegt dieselbe Verkaufssumme den Kurs ungleich stärker. Die kleinen Werte fallen also nicht, weil ihre Projekte schlechter geworden wären, sondern weil sie als Erste und am härtesten verkauft werden, sobald Anleger Risiko abbauen.

Diese Lesart hat eine praktische Folge. Eine hohe Dominanz ist kein Signal dafür, dass Bitcoin gekauft wird. Die Kennzahl ist ein Maß dafür, wie breit die Risikobereitschaft im Markt gerade ist. Fällt sie wieder, weil Altcoins stärker steigen, spricht das für Zuversicht. Steigt sie wie jetzt in einem fallenden Gesamtmarkt, ist sie ein Abflussmaß.

Die Wochenbilanz: Bitcoin minus 1,38 Prozent, Polkadot minus 13,12 Prozent

Die Spreizung über die vergangenen sieben Tage ist der eigentliche Befund dieser Woche. Bitcoin gab 1,38 Prozent ab. Ethereum verlor 5,31 Prozent und steht bei 2.422,93 Dollar. Solana fiel um 6,19 Prozent auf 105,19 Dollar, XRP um 7,22 Prozent auf 1,31 Dollar. Shiba Inu verlor 8,62 Prozent, Dogecoin 9,38 Prozent und steht bei 0,0796 Dollar. Chainlink gab 10,42 Prozent ab auf 12,10 Dollar, Polkadot 13,12 Prozent auf 1,12 Dollar.

Der Abstand zwischen dem besten und dem schwächsten dieser acht Werte beträgt damit 11,74 Prozentpunkte in einer einzigen Woche. Ein Depot, das zu gleichen Teilen in diesen acht Werten steckte, hat seine Gewichtung in sieben Tagen spürbar verschoben: Der Bitcoin-Anteil ist gewachsen, der Polkadot-Anteil geschrumpft, ohne jede Order.

Was sich seit der Bitcoin-Prognose vom 18. Oktober geändert hat

Unsere Bitcoin-Prognose vom 18. Oktober hatte die um 5,92 Prozent gestiegene Mining-Schwierigkeit und den daraus folgenden Verkaufsdruck der Miner zum Thema. Der Kurs stand am Nachmittag des 18. Oktober bei rund 81.100 Dollar. Seitdem hat Bitcoin gut 1.400 Dollar oder 1,8 Prozent zugelegt.

Zwei Dinge haben sich seitdem bestätigt. Erstens hielt die Unterstützung: Das Tief der Nacht zum Montag lag bei 80.672 Dollar und damit klar über dem 30-Tage-Tief von 79.806 Dollar. Zweitens blieb der Verkaufsdruck, den die höhere Mining-Schwierigkeit erzeugt, ohne sichtbare Wirkung auf den Kurs, weil die Nachfrage ihn aufgenommen hat. Neu hinzugekommen ist der Befund dieses Artikels: Die relative Stärke von Bitcoin speist sich diese Woche nicht aus eigener Kraft, sondern aus der Schwäche der anderen.

Grosse runde Bahnhofsuhr ohne Ziffern an einer dunklen Betonwand, der Minutenzeiger steht kurz vor der Vollendung
Die Haltefrist läuft pro Kaufposten, und jeder Tausch setzt die Uhr für die getauschte Menge zurück.

Haltefrist und Freigrenze: Was ein Rebalancing nach Paragraf 23 EStG auslöst

Hier wird die Dominanz-Verschiebung zu einer Frage, die das Finanzamt betrifft. Rebalancing bedeutet, ein aus dem Gleichgewicht geratenes Depot durch Tausch wieder auf die Zielgewichtung zu bringen, also etwa Bitcoin zu verkaufen und Polkadot nachzukaufen. Steuerlich ist jeder solche Tausch ein privates Veräußerungsgeschäft nach Paragraf 23 Einkommensteuergesetz.

Daran hängen zwei Zahlen, die du kennen solltest. Nach Paragraf 23 Absatz 1 Satz 1 Nummer 2 EStG bleibt ein Gewinn steuerfrei, wenn zwischen Anschaffung und Veräußerung mehr als ein Jahr liegt. Und nach Paragraf 23 Absatz 3 EStG bleiben Gewinne aus privaten Veräußerungsgeschäften steuerfrei, wenn der Gesamtgewinn im Kalenderjahr unter der dort genannten Freigrenze liegt; seit dem Veranlagungszeitraum 2024 sind das 1.000 Euro. Eine Freigrenze ist kein Freibetrag: Wird sie überschritten, ist der gesamte Gewinn steuerpflichtig, nicht nur der übersteigende Teil.

Die Haltefrist läuft nicht für dein Depot als Ganzes, sondern für jeden einzelnen Kaufposten. Wer im Mai gekauft und im August nachgekauft hat, hält zwei Posten mit zwei verschiedenen Stichtagen. Verkaufst du jetzt einen Teil, gilt in der Regel die First-in-first-out-Betrachtung je Wallet: Der älteste Posten gilt als zuerst veräußert. Ein Rebalancing im Oktober kann deshalb einen Posten treffen, der im Dezember steuerfrei geworden wäre. Welche Software diese Posten sauber auseinanderhält, zeigt unser Überblick über Krypto-Steuer-Tools und Portfolio-Tracker.

Diese Marken tragen den Bitcoin-Kurs nach oben und unten

Nach oben liegt die erste Hürde bei 83.035 Dollar. Dort lag das Tageshoch vom Montagvormittag, und der Kurs wurde am Mittag ein zweites Mal bei 83.015 Dollar abgewiesen. Zwei Versuche an derselben Stelle binnen weniger Stunden machen aus einer Zahl eine Marke. Darüber folgt mit Abstand das 30-Tage-Hoch bei 87.330 Dollar.

Bemerkenswert ist die Mitte der Monatsspanne. Zwischen dem 30-Tage-Hoch von 87.330 und dem 30-Tage-Tief von 79.806 Dollar liegt der Mittelwert bei 83.568 Dollar. Bitcoin notiert derzeit darunter. Solange das so bleibt, bewegt sich der Kurs in der unteren Hälfte seiner Monatsspanne, auch wenn die Tagesbilanz grün ist.

Nach unten trägt zuerst das Tagestief bei 80.672 Dollar, darunter das 30-Tage-Tief bei 79.806 Dollar. Fällt der Kurs unter diese zweite Marke, wäre die Monatsspanne nach unten verlassen, und die bisherige Lesart einer Seitwärtsbewegung hätte sich erledigt.

Was die Marken für ein Rebalancing bedeuten

Wer seine Zielgewichtung ohnehin anpassen will, hat zwischen 80.672 und 83.035 Dollar eine Spanne von knapp 2.400 Dollar oder rund 2,9 Prozent. Innerhalb dieser Spanne entscheidet der Zeitpunkt über wenige Prozentpunkte, die Frage der Haltefrist dagegen über den vollen Steuersatz auf den Gewinn. Die steuerliche Seite wiegt in diesem Fall schwerer als der Einstiegskurs.

Unsere Einschätzung: Die Dominanz ist ein Abflussmaß, kein Kaufsignal

Aus Sicht der Redaktion wird die Dominanz von 60,2 Prozent derzeit falsch gelesen. Die Belege dafür stehen in den Zahlen dieser Woche: Bitcoin selbst liegt mit 1,38 Prozent im Minus, der gesamte Kryptomarkt steht bei 2,75 Billionen Dollar und damit niedriger als vor sieben Tagen. Eine Dominanz, die in einem schrumpfenden Markt steigt, misst nicht Zufluss, sondern Rückzug aus den kleineren Werten.

Dagegen spricht ein ernstzunehmender Einwand: Relative Stärke ist über längere Zeiträume ein brauchbarer Hinweis darauf, wohin Kapital zurückkehrt, sobald die Risikobereitschaft wieder steigt. Bitcoin hat in dieser Woche gezeigt, dass er Verkaufsdruck besser verträgt als der Rest. Wer daraus aber ein Kaufsignal ableitet, verwechselt eine Verhältniszahl mit einer Richtungsaussage. Die Richtung entscheidet sich an den Marken oben: erst über 83.035, dann über 83.568 Dollar. Darunter bleibt die Dominanz genau das, was sie diese Woche war, nämlich ein Maß dafür, wo zuerst verkauft wurde.

Bitcoin-Dominanz: Erst über 83.035 Dollar dreht die Richtung

Drei Schritte, die sich aus der Lage am 19. Oktober ergeben:

  1. Die tatsächliche Gewichtung deines Depots nachrechnen. Nach einer Woche mit 11,74 Prozentpunkten Spreizung stimmt die geplante Aufteilung mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht mehr. Ein Portfolio-Tracker zeigt die Ist-Gewichtung und die Haltefristen je Kaufposten in einer Ansicht.
  2. Vor jedem Tausch die Stichtage der betroffenen Posten prüfen. Ein Posten, der in wenigen Wochen die Jahresfrist nach Paragraf 23 EStG erreicht, kostet bei einem Verkauf heute den vollen persönlichen Steuersatz auf den Gewinn. Das Warten auf den Stichtag ist in vielen Fällen mehr wert als ein um 2,9 Prozent besserer Kurs.
  3. Die Handelskosten gegen die Spanne stellen. Bei einer Spanne von rund 2,9 Prozent zwischen Tagestief und Tageshoch fallen Gebührenunterschiede ins Gewicht. Welche Anbieter unter MiCA in Deutschland zugelassen sind und was sie je Order berechnen, steht im Überblick über die besten Krypto-Börsen.

(Stand: 19. Oktober 2026. Dieser Beitrag ist keine Anlageberatung. Kurse und Gebührenmodelle ändern sich; prüfe die Konditionen vor jedem Kauf beim Anbieter selbst.)

Häufige Fragen zur Bitcoin-Dominanz

Transparenzhinweis: Dieser Beitrag wurde unter Zuhilfenahme künstlicher Intelligenz erstellt und vor der Veröffentlichung redaktionell geprüft. Alle Zahlen und Angaben wurden gegen die im Text verlinkten Primärquellen abgeglichen. Das Beitragsbild wurde mit KI erzeugt.

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