Die in diesem Artikel bereitgestellten Informationen dienen ausschließlich zu Informationszwecken und stellen keine Finanzberatung dar. Investitionen in Kryptowährungen sind mit einem hohen Risiko verbunden. Führe immer deine eigene Recherche durch.

Bitcoin Kurs 77.725 Dollar: So still stand der Markt zuletzt am 17. Oktober

Der Bitcoin-Kurs liegt am Sonntagmorgen bei 77.725 Dollar, zwischen Hoch und Tief der Nacht liegen nur 656 Dollar. Seit dem 17. Oktober war keine Tagesspanne so eng, und der Umsatz liegt dabei über dem Monatsmedian.

Schwere Münze mit dem Bitcoin-Zeichen steht unbewegt auf einer spiegelglatten schwarzen Steinplatte
10 Min. Lesezeit
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Der Bitcoin-Kurs notiert am Sonntagmorgen bei 77.725 Dollar. Zwischen dem Hoch bei 77.750 Dollar und dem Tief bei 77.094 Dollar der vergangenen 24 Stunden liegen 656 Dollar, also 0,85 Prozent. Wie weit der Kurs auf Sicht von Monaten reichen kann, ordnet unsere Bitcoin Prognose ein.

Diese Spanne ist der eigentliche Befund des Morgens, nicht der Kursstand. Rechnet man die Oktobertage einzeln durch, kam nur ein einziger Tag noch enger heraus, der 17. Oktober mit 0,77 Prozent. Der Median aller 29 vollständig gehandelten Oktobertage lag bei 2,28 Prozent, also beim knapp Dreifachen des heutigen Werts.

656 Dollar zwischen Hoch und Tief: so eng war der Bitcoin-Kurs seit dem 17. Oktober nicht

Eine Tagesspanne ist der Abstand zwischen dem höchsten und dem tiefsten Kurs eines Tages, gemessen in Prozent des Tiefs. Die Tagesspanne sagt etwas anderes als die Tagesveränderung: Der Kurs kann am Ende des Tages auf demselben Stand liegen und zwischendurch sechs Prozent geschwankt haben. Genau das war der Oktober.

Am Sonntagmorgen liegt die Veränderung der letzten 24 Stunden bei plus 0,79 Prozent. Die Marktkapitalisierung aller Bitcoin beträgt 1,562 Billionen Dollar. Die Zahlen stehen auf der Bitcoin-Übersicht von CoinGecko, Stand 1. November, kurz vor sechs Uhr deutscher Zeit.

Für einen Markt, der zwei Tage zuvor noch 4.431 Dollar an einem Tag durchlaufen hat, ist eine Spanne von 656 Dollar eine andere Welt. Der Abstand zum tiefsten Punkt dieser Woche, 76.338 Dollar am 30. Oktober, beträgt derzeit 1.387 Dollar oder 1,8 Prozent.

Alle 29 Oktobertage einzeln gerechnet: der Median liegt bei 2,28 Prozent

Um einzuordnen, wie ungewöhnlich 0,85 Prozent sind, haben wir jeden Oktobertag einzeln ausgerechnet. Grundlage sind die Vier-Stunden-Kerzen von CoinGecko, aus denen sich für jeden Kalendertag in UTC das Tageshoch und das Tagestief ergeben. Diese Auswertung hat cryptoticker.io am 1. November 2026 selbst erhoben; 29 Tage waren vollständig gehandelt.

TagTagesspanneHochTief
30. Oktober5,80 Prozent80.769 Dollar76.338 Dollar
22. Oktober4,69 Prozent84.788 Dollar80.989 Dollar
8. Oktober3,90 Prozent83.563 Dollar80.427 Dollar
Median aller 29 Tage2,28 Prozent
31. Oktober1,36 Prozent77.657 Dollar76.615 Dollar
17. Oktober0,77 Prozent81.733 Dollar81.109 Dollar

Die Reihe zeigt zwei Dinge. Erstens war der Oktober ein Monat mit großen Tagesbewegungen; sechs Tage lagen über drei Prozent. Zweitens hat sich das in den letzten 48 Stunden gedreht, und zwar sehr schnell.

Vom weitesten zum engsten Tag in 48 Stunden

Der 30. Oktober war mit 5,80 Prozent der weiteste Tag des ganzen Monats. Einen Tag später waren es 1,36 Prozent, und in den 24 Stunden bis zum Sonntagmorgen 0,85 Prozent. Die Spanne hat sich damit binnen zwei Tagen auf weniger als ein Sechstel verkleinert.

Solche Übergänge sind kein Zufall. Nach einer Welle von Zwangsverkäufen fehlt dem Markt genau das, was Bewegung verstärkt. Wie stark diese Welle war, haben wir am 30. Oktober berichtet: 1,54 Milliarden Dollar wurden an jenem Tag am Kryptomarkt liquidiert.

Straff gespanntes Stahlseil mit Spannschraube über einer dunklen Felsschlucht
Eine enge Spanne hält, solange kein Impuls von außen an ihr zieht.

44,1 Milliarden Dollar Umsatz bei 0,85 Prozent Spanne: beide Seiten halten sich die Waage

Der naheliegende Schluss wäre, dass am Wochenende einfach wenig gehandelt wird. Die Zahlen sagen das Gegenteil. Der Umsatz der letzten 24 Stunden liegt bei 44,1 Milliarden Dollar. Der Median der täglichen Umsätze der vergangenen 30 Tage beträgt 27,8 Milliarden Dollar, auch das eine eigene Auszählung derselben Datenreihe.

Es wird also mehr gehandelt als an einem gewöhnlichen Tag des Oktobers, und der Kurs bewegt sich trotzdem kaum. Das heißt: Zu diesem Preis finden Käufer und Verkäufer in großem Umfang zueinander. Jeder Verkauf trifft auf ein Gebot, jedes Gebot auf ein Angebot. Was fehlt, ist eine Seite, die den Preis verschieben will.

Warum eine enge Spanne nach einer Liquidationswelle entsteht

Eine Liquidation ist der Zwangsverkauf einer gehebelten Position durch die Börse, sobald die Sicherheitsleistung nicht mehr reicht. Der Mechanismus wirkt in zwei Richtungen, und er erklärt beides, den weiten Tag und den engen.

Während der Welle verstärkt sich jede Bewegung selbst. Fällt der Kurs, werden Long-Positionen geschlossen, dieser Verkauf drückt den Kurs weiter, und der nächste Liquidationspreis wird erreicht. So entstand am 30. Oktober eine Spanne von 4.431 Dollar.

Danach fehlt dieses Material. Die Positionen, die bei 80.000 oder 79.000 Dollar liquidiert worden wären, existieren nicht mehr. Wer jetzt verkauft, tut es aus eigener Entscheidung, nicht weil eine Börse ihn dazu zwingt. Ohne diesen Verstärker bleibt die Bewegung bei der Größe, die Angebot und Nachfrage selbst hergeben, und das sind derzeit 656 Dollar.

Der Angst-und-Gier-Index steht dazu bei 34 Punkten und damit im Bereich Angst. An den beiden Tagen davor lag er bei 30 Punkten. Die Werte stehen beim Crypto Fear and Greed Index. Die Stimmung hat sich also leicht aufgehellt, ohne in den neutralen Bereich zu kommen.

Was sich seit Freitagmittag geändert hat

Am Freitagmittag stand der Bitcoin-Kurs bei 77.536 Dollar. Anlass war damals ein Abfluss von 643 Millionen Dollar aus den amerikanischen Bitcoin-ETFs, den wir am 31. Oktober in dieser Analyse aufgeschlüsselt haben.

Seitdem hat sich am Kurs fast nichts getan: 77.725 Dollar am Sonntagmorgen sind 189 Dollar oder 0,24 Prozent mehr. Das Tief von 76.615 Dollar am 31. Oktober wurde seit Freitagmittag nicht mehr erreicht, das Hoch von 77.750 Dollar aus den letzten 24 Stunden liegt über allen Hochs des Vortags. Der Kurs hat sich also im oberen Teil der Freitagsspanne eingerichtet, ohne sie zu verlassen.

Für die Frage nach den ETF-Strömen bringt das Wochenende keine neuen Zahlen: Die Fonds handeln an Werktagen. Die nächsten Daten entstehen am Montag, dem 2. November.

Die Marken, die aus der Spanne herausführen: 77.051 und 76.338 Dollar

Marken sind in einer so engen Lage nicht beliebig, sondern lassen sich an den tatsächlich gehandelten Kursen ablesen. Nach unten sind drei Stufen begründet:

  • 77.051 Dollar: das Tief vom Freitagmorgen. Es liegt nur 0,06 Prozent unter dem Tief der letzten 24 Stunden und bildet damit die Unterkante des gesamten Handels seit Freitag.
  • 76.615 Dollar: das Tagestief des 31. Oktober.
  • 76.338 Dollar: das Tief vom 30. Oktober und der tiefste gehandelte Kurs der Woche. Darunter gibt es in dieser Datenreihe keinen Halt aus dem Oktober mehr.

Nach oben liegt die erste Stufe bei 77.750 Dollar, dem Hoch der Nacht. Daran schließt die Spanne des 30. Oktober an, deren Zwischenhochs bei 78.107 und 78.638 Dollar lagen. Der Monatsanfang des Oktobers, 83.576 Dollar, ist davon 7,5 Prozent entfernt.

Der Oktober selbst endete bei 77.223 Dollar und damit 7,67 Prozent unter dem Septemberschluss von 83.640 Dollar. Es war der erste Verlustmonat seit Juni; Juli, August und September hatten 7,63, 19,95 und 7,70 Prozent gebracht. Auch diese Monatsschlusskurse stammen aus der eigenen Auszählung der Tagesdaten.

Wochenendhandel in Deutschland: diese Wege sind am Sonntag offen

Krypto handelt rund um die Uhr, der Zugang dazu nicht. Wer am Sonntag kaufen oder verkaufen will, muss unterscheiden, worüber er geht.

Börsen und Handelsplattformen mit MiCA-Zulassung in der EU nehmen auch am Sonntag Aufträge an, weil der Handel direkt im Orderbuch stattfindet. Die Zulassung nach der europäischen Verordnung über Kryptowerte ist seit dem 30. Dezember 2024 Pflicht für Anbieter, die sich an Kunden in der EU richten; welche Häuser sie haben, zeigt der Blick in das Register der Aufsicht und unsere Übersicht der regulierten Krypto-Börsen.

Anders sieht es bei Produkten aus, die über eine Wertpapierbörse laufen. ETPs und ETNs auf Bitcoin handeln an Xetra und in Stuttgart nur zu den Börsenzeiten, also nicht am Wochenende. Wer solche Papiere im Depot hat, kann heute weder kaufen noch verkaufen. Dasselbe gilt für die amerikanischen Bitcoin-ETFs.

Bei Derivaten ist die enge Spanne besonders relevant. Ein gehebelter Kontrakt wird liquidiert, wenn der Kurs den Liquidationspreis berührt, und zwar unabhängig davon, wie ruhig der Markt vorher war. Wer über das Wochenende gehebelt ist, hat mit 77.094 und 76.338 Dollar zwei konkrete Zahlen, an denen er seinen Abstand messen kann. Die Gebühren und Finanzierungskosten der Plattformen unterscheiden sich dabei deutlich, der Vergleich der Perp-DEX zeigt die Spannen.

Aufgeschlagener Aktenordner und alter Tischrechner auf dunkler Holztischplatte
Verluste aus dem Oktober wirken erst im Steuerjahr, in dem sie realisiert werden.

Verluste aus dem Oktober: was mit ihnen im Steuerjahr passiert

Der Oktober hat vielen Anlegern Buchverluste gebracht. Steuerlich ist ein Buchverlust nichts: Erst der Verkauf macht daraus ein privates Veräußerungsgeschäft nach Paragraf 23 des Einkommensteuergesetzes. Für die Praxis heißt das zwei Dinge.

Erstens zählt das Datum der Veräußerung, nicht das des Kursrückgangs. Ein Verlust, der heute im Depot steht und im Januar realisiert wird, gehört in das Steuerjahr 2027. Wer ihn noch dem Jahr 2026 zuordnen will, hat dafür bis zum 31. Dezember Zeit.

Zweitens sind diese Verluste nur begrenzt verwendbar. Verrechnen lassen sie sich nur mit Gewinnen aus privaten Veräußerungsgeschäften desselben Jahres verrechnen, nicht mit Arbeitslohn und nicht mit Kapitalerträgen aus Aktien. Was im Jahr übrig bleibt, geht als Verlustvortrag in die folgenden Jahre. Die Freigrenze für Gewinne liegt bei 1.000 Euro im Jahr; wird sie überschritten, ist der gesamte Gewinn steuerpflichtig.

Auf der anderen Seite steht die Haltefrist. Nach einem Jahr Haltedauer ist ein Gewinn aus dem Verkauf steuerfrei, und damit ist auch ein Verlust nach einem Jahr steuerlich unbeachtlich. Wer im Oktober oder November 2025 gekauft hat, läuft jetzt in diese Frist hinein. Wie der Gesetzgeber derzeit mit der Regel umgeht, halten wir auf der Seite zum Stand der Krypto-Haltefrist fest. Die eigene Rechnung ersetzt keine Steuerberatung; welche Programme die Transaktionen dafür aufbereiten, steht im Überblick der Steuer-Tools und Portfolio-Tracker.

Was in dieser Woche auf den Kalender kommt

Die Kalenderwoche bringt den Markt aus seiner Ruhe oder lässt ihn darin. Drei Punkte sind datiert.

Am Montag, dem 2. November, nehmen die amerikanischen Bitcoin-ETFs den Handel wieder auf, und es entstehen die ersten Zufluss- oder Abflusszahlen des neuen Monats. Nach dem Abfluss von 643 Millionen Dollar am Freitag ist das der nächste harte Datenpunkt.

Dazu kommt der Monatsanfang selbst: Fondsanbieter und Verwahrstellen rechnen zum Monatsersten ab, und Sparpläne werden in den ersten Tagen eines Monats ausgeführt. Diese Käufe treffen in dieser Woche auf einen Markt mit sehr enger Spanne.

Der dritte Punkt liegt weiter weg. Der nächste Zinsentscheid der amerikanischen Notenbank steht am 10. November an, zusammen mit neuen Inflationsdaten; wir haben die Termine am 31. Oktober zusammengestellt. Bis dahin fehlt dem Markt ein großer geldpolitischer Anlass.

In Deutschland ist der 1. November in Baden-Württemberg, Bayern, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und im Saarland Allerheiligen und damit ein gesetzlicher Feiertag. Banken und Wertpapierbörsen sind geschlossen, der Kryptomarkt nicht.

Enge Spanne: Der nächste Impuls kommt von außen, nicht aus dem Chart

Eine Spanne von 0,85 Prozent bei 44,1 Milliarden Dollar Umsatz beschreibt ein Gleichgewicht, keinen stillstehenden Markt. Drei Schritte sind daraus ableitbar:

  1. Die drei Marken notieren. 77.750 Dollar nach oben, 77.051 und 76.338 Dollar nach unten. Solange der Kurs dazwischen bleibt, ist nichts entschieden. Welche Plattform welche Order-Arten dafür anbietet, zeigt der Börsenvergleich.
  2. Den Hebel am Wochenende gegen das Wochentief messen. Der Abstand zum Liquidationspreis ist die Zahl, die zählt, nicht die Ruhe der letzten Nacht. Die Kostenunterschiede stehen im Perp-DEX-Vergleich.
  3. Die Oktoberverluste bis zum 31. Dezember einordnen. Realisiert gehören sie in das Steuerjahr 2026, danach in das nächste. Die Aufbereitung übernehmen die Steuer-Tools.

(Stand: 1. November 2026. Dieser Beitrag ist keine Anlageberatung. Kurse und Gebührenmodelle ändern sich; prüfe die Konditionen vor jedem Kauf beim Anbieter selbst.)

Häufige Fragen zum Bitcoin-Kurs

Transparenzhinweis: Dieser Beitrag wurde unter Zuhilfenahme künstlicher Intelligenz erstellt und vor der Veröffentlichung redaktionell geprüft. Alle Zahlen und Angaben wurden gegen die im Text verlinkten Primärquellen abgeglichen. Das Beitragsbild wurde mit KI erzeugt.

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