OKX streicht ICX, STORJ und ELF: Bis wann du handeln oder abziehen musst
OKX nimmt DORA, ICX, STORJ, ZEUS und ELF vom Handel. Die Euro-Paare enden am 30. September 2026, die USDT-Paare am 3. Oktober, Auszahlungen erst am 23. Dezember. Wir sortieren die vier Fristen und zeigen an einer eigenen Messung des Orderbuchs, warum ein schneller Verkauf teuer werden kann.

Inhalt
Inhalt
OKX nimmt fünf Kryptowerte vom Handel: DORA, ICX, STORJ, ZEUS und ELF. Wenn einer davon in deinem OKX-Konto liegt, zählt für dich vor allem ein Datum, und es ist nicht das, das in der Überschrift der Börsenmitteilung steht. Am 30. September 2026 um 08:00 UTC, also um 10:00 Uhr deutscher Sommerzeit, enden die Euro-Paare ICX/EUR, STORJ/EUR und ELF/EUR. Danach lässt sich nur noch über USDT verkaufen, und auch das nur bis zum 3. Oktober. Abziehen kannst du länger, bis zum 23. Dezember 2026. Wer gar nichts tut, hat am Jahresende ein Guthaben, das sich weder handeln noch auszahlen lässt.
Ein Delisting ist die Streichung eines Handelspaars von einer Börse: Das Paar verschwindet aus dem Orderbuch, der Token selbst existiert weiter. Genau diese Unterscheidung entscheidet darüber, ob du verkaufen musst oder nur umziehen. Dieser Text sortiert die vier Fristen, zeigt an einer eigenen Messung des Orderbuchs, warum ein schneller Verkauf im Euro-Paar teuer werden kann, und erklärt die steuerliche Weiche zwischen Verkaufen und Abziehen.
Was OKX am 23. September 2026 angekündigt hat
Die Börse hat die Mitteilung am 23. September 2026 um 10:00 UTC veröffentlicht. Betroffen sind fünf Kryptowerte und elf Handelspaare. Ein Handelspaar ist die Kombination aus dem Token und der Währung, gegen die er gehandelt wird, etwa STORJ gegen Euro. Derselbe Token kann bei einer Börse in mehreren Paaren laufen und in jedem einzeln gestrichen werden.
Als Grund nennt OKX, dass die betroffenen Paare die eigenen Listing-Kriterien nicht mehr erfüllen. Wörtlich heißt es, man streiche Paare, die „do not fulfill our listing criteria“. Welche Kennzahl konkret gerissen wurde, sagt die Mitteilung nicht, und die Börse begründet einzelne Streichungen üblicherweise auch nicht. Belegbar ist deshalb nur die Tatsache der Streichung samt Terminen, nicht die Bewertung dahinter.
Betroffen sind diese Paare:
- Am 30. September 2026, 08:00 bis 10:00 UTC: ICX/EUR, ICX/USDC, STORJ/EUR, STORJ/USDC, ELF/EUR und ELF/USDC.
- Am 3. Oktober 2026, 08:00 bis 10:00 UTC: DORA/USDT, ICX/USDT, STORJ/USDT, ZEUS/USDT und ELF/USDT.
Auffällig ist die Reihenfolge. Die Euro-Paare fallen zuerst, die USDT-Paare drei Tage später. Für den deutschen Markt ist das die ungünstige Reihenfolge, weil Euro hier die Währung ist, in der die meisten abrechnen.
Die vier Stichtage des Delistings im Überblick
Die Mitteilung trägt vier Termine statt eines einzigen. Diese vier treffen unterschiedliche Lesergruppen, und drei davon liegen dichter beieinander, als es die Schlagzeile vermuten lässt. Alle Zeiten in der Mitteilung stehen in UTC; deutsche Zeit ist bis zum 25. Oktober zwei Stunden später, danach eine.
- 23. September 2026, 10:00 UTC (12:00 Uhr MESZ): Die Einzahlungen der fünf Kryptowerte sind gestoppt. Dieser Termin ist bereits verstrichen.
- 30. September 2026, 08:00 UTC (10:00 Uhr MESZ): Handelsstopp für alle Euro- und USDC-Paare. Zusätzlich stellt OKX ab diesem Zeitpunkt die angeschlossenen Dienste ein, ausdrücklich genannt sind Kaufen und Verkaufen über die Schnellfunktion sowie Convert, und zwar für sämtliche betroffenen Paare.
- 3. Oktober 2026, 08:00 UTC (10:00 Uhr MESZ): Handelsstopp für die USDT-Paare. Das ist der letzte Moment, in dem sich einer der fünf Werte bei OKX überhaupt noch verkaufen lässt.
- 23. Dezember 2026, 08:00 UTC (09:00 Uhr MEZ): Die Auszahlungen werden eingestellt. Wörtlich: „Withdrawals for the affected crypto will be suspended.“ Danach liegt der Bestand im Konto, ohne Weg nach draußen.
Der dritte Termin ist der, den viele übersehen werden, weil er wie eine Verlängerung aussieht. Er ist aber an eine Bedingung geknüpft, die drei Tage vorher wegfällt.
Warum der 30. September für dich als Euro-Kunde die eigentliche Frist ist
Auf den ersten Blick bleiben nach dem 30. September noch drei Tage Handel. Das stimmt, gilt aber nur für das reine Orderbuch der USDT-Paare. Die bequemen Wege schließen früher: Die Schnellfunktion zum Kaufen und Verkaufen und die Convert-Funktion, mit der sich ein Token ohne Orderbuch direkt in einen anderen tauschen lässt, stellt OKX laut eigener Mitteilung bereits am 30. September um 08:00 UTC für alle betroffenen Paare ein, auch für die USDT-Paare.
Praktisch heißt das: Wer sich nicht mit Orderbüchern auskennt und bisher über Convert oder die Kaufen-und-Verkaufen-Maske gearbeitet hat, hat keine drei Tage extra. Für diese Nutzergruppe endet alles am 30. September um 10:00 Uhr deutscher Zeit. Die verbleibenden 72 Stunden bis zum 3. Oktober stehen nur dem offen, der im Spot-Handel eine Order in ein Orderbuch legen kann und dafür vorher Euro-Guthaben in USDT getauscht hat.
Dazu kommt ein zweiter, unangenehmer Punkt: Wer nach dem 30. September noch über USDT verkauft, macht damit zwei Geschäfte statt einem. Warum das steuerlich zählt, steht weiter unten.
Einzahlungen sind seit dem 23. September gesperrt
Der erste Stichtag ist schon verstrichen, und er betrifft eine Gruppe, die sonst in keinem Delisting-Text vorkommt: Leute, die gerade dabei sind, Token zu OKX zu schicken. Seit dem 23. September, 10:00 UTC, nimmt die Börse für DORA, ICX, STORJ, ZEUS und ELF keine Einzahlungen mehr an.
Wenn du diese fünf Werte auf einer anderen Börse oder in einer eigenen Wallet hältst und vorhattest, sie zum Verkauf zu OKX zu schicken, ist dieser Weg zu. Die Mitteilung sagt nicht, was mit einer trotzdem ausgelösten Überweisung geschieht. Verlass dich darum nicht darauf, dass eine Gutschrift noch durchgeht. Verkaufe dort, wo die Token bereits liegen, oder such dir einen anderen Handelsplatz. Eine Überweisung, die ins Leere läuft, ist im besten Fall ein Support-Fall über Wochen.

Ein Blick ins Orderbuch: Warum eine Market-Order in ICX/EUR gefährlich ist
Jetzt kommt der Teil, der in keiner Börsenmitteilung steht und den du vor dem Verkaufen kennen solltest. Wir haben am 23. September 2026 um 18:41 UTC die öffentliche Programmierschnittstelle von OKX selbst abgefragt, einmal die Tagesumsätze und einmal die Orderbücher der drei Euro-Paare. Das Ergebnis erklärt, warum ein hektischer Verkauf kurz vor Fristende der teuerste Weg sein kann.
Zum Verständnis drei Begriffe: Das Orderbuch ist die Liste aller offenen Kauf- und Verkaufsangebote für ein Handelspaar. Der Spread ist der Abstand zwischen dem höchsten Kaufgebot und dem niedrigsten Verkaufsangebot. Eine Market-Order wird sofort zum jeweils besten verfügbaren Gegenangebot ausgeführt, eine Limit-Order dagegen nur bis zu einem Preis, den du selbst festlegst.
Die Umsätze der Euro-Paare sind sehr klein
Gemessen über 24 Stunden lag der Umsatz bei ICX/EUR bei rund 30 Euro, bei ELF/EUR bei rund 368 Euro und bei STORJ/EUR bei rund 2.279 Euro. Zum Vergleich: Im selben Zeitraum setzte STORJ/USDT etwa 640.600 USDT um, ICX/USDT rund 269.900 USDT und DORA/USDT rund 799.200 USDT. Der Handel dieser Werte findet also fast vollständig in USDT statt, und die Euro-Paare sind seit Längerem eher Restposten als Markt.
Bei ICX/EUR steht nur ein einziges Kaufgebot im Buch
Der Befund aus dem Orderbuch von ICX/EUR ist deutlich: Zum Messzeitpunkt stand dort auf der Kaufseite genau ein Gebot, nämlich 0,002 Euro für 500 ICX. Das sind zusammen etwa einen Euro. Das beste Verkaufsangebot lag gleichzeitig bei 0,03091 Euro. Eine Market-Order zum Verkauf hätte in diesem Buch also zu 0,002 Euro je ICX ausgeführt, während der Kurs im USDT-Paar umgerechnet bei etwa 0,0126 Euro lag. Wer so verkauft, verschenkt den größten Teil des Gegenwerts, ohne dass jemand ihn betrogen hätte.
Der Vollständigkeit halber: Bei den anderen beiden Euro-Paaren sah es zum selben Zeitpunkt normal aus. STORJ/EUR hatte einen Spread von 0,62 Prozent, ELF/EUR von 0,28 Prozent, mit jeweils mehreren tausend Token auf beiden Seiten. Das Problem betrifft also allein ICX/EUR.
Auch der zuletzt gehandelte Kurs hilft dort nicht weiter. ICX/EUR stand zum Messzeitpunkt bei 0,0261 Euro, doppelt so hoch wie der umgerechnete USDT-Kurs. Bei einem Tagesumsatz von 30 Euro stammt eine solche Notierung aus einem einzelnen alten Geschäft und sagt über den erzielbaren Preis wenig aus.
Die praktische Folge: Nutze in diesen Paaren eine Limit-Order, setz den Preis an den umgerechneten USDT-Kurs und gib der Order Zeit. Wer erst am 30. September um neun Uhr morgens anfängt, hat diese Zeit nicht mehr.
Verkaufen oder abziehen? Die steuerliche Weiche des § 23 EStG
Ein Delisting zwingt dich nicht zum Verkauf, und genau das ist die wichtigste Nachricht für alle, die ihre Token länger halten. In Deutschland gelten Kryptowerte im Privatvermögen als andere Wirtschaftsgüter, ihr Verkauf ist ein privates Veräußerungsgeschäft nach § 23 Einkommensteuergesetz. Daraus folgen zwei Dinge, die hier zusammenstoßen.
Erstens: Nach einer Haltefrist von einem Jahr ist der Gewinn aus einem Verkauf steuerfrei. Innerhalb des Jahres ist er steuerpflichtig, wobei eine Freigrenze von 1.000 Euro im Kalenderjahr gilt. Freigrenze heißt, dass bei einem Gesamtgewinn von einem Euro darüber der volle Betrag zählt und nicht nur der übersteigende Teil.
Zweitens: Der Transfer auf eine eigene Wallet ist kein Verkauf. Es wechselt nur der Aufbewahrungsort, die Haltefrist läuft weiter. Wer seine STORJ seit anderthalb Jahren hält, verliert durch das Abziehen nichts. Wer sie seit drei Monaten hält und jetzt in Panik verkauft, löst ein steuerpflichtiges Geschäft aus, das ohne die Frist der Börse nicht stattgefunden hätte.
Der Tausch in USDT zählt dabei bereits als Veräußerung und gilt nicht als bloßer Zwischenschritt. Wer nach dem 30. September über das USDT-Paar verkauft, realisiert also mit dem Tausch in USDT und nicht erst mit dem späteren Umtausch in Euro. Wer die Haltefrist noch nicht voll hat und sie nicht reißen will, zieht die Token ab, statt sie umzuwandeln. Wie sich ein Börsenwechsel auf die Haltefrist auswirkt, haben wir in unserem Beitrag zum Wechsel der Krypto-Börse und der Haltefrist vom 23. September 2026 ausführlicher aufgeschrieben.
Ein Hinweis, der hier hingehört: Das ist die allgemeine Rechtslage und keine Steuerberatung für deinen Einzelfall. Wer größere Beträge bewegt oder Verluste verrechnen will, klärt das mit einer steuerberatenden Person. Die Dokumentation der Transaktionen brauchst du in jedem Fall selbst, und zwar bevor die Börse das Handelspaar abschaltet und die Exporte unübersichtlich werden.
Was „Untradable Assets“ im Funding-Konto bedeutet
Für den Fall, dass du nichts tust, beschreibt OKX den Ablauf selbst. Nach Abschluss des Delistings werden die Bestände in das Funding-Konto zusammengeführt. Das Funding-Konto ist bei OKX der Bereich für Ein- und Auszahlungen, getrennt vom Trading-Konto, in dem der Handel stattfindet. Während dieser Zusammenführung sind Auszahlung und interne Übertragung vorübergehend gesperrt, danach findest du den Bestand unter den nicht handelbaren Werten wieder.
Nicht handelbar heißt in diesem Zustand: Der Bestand ist da, er wird angezeigt, du kannst ihn abziehen, aber innerhalb der Börse nichts mehr damit anfangen. Dieser Zustand dauert vom Handelsstopp bis zum 23. Dezember 2026. Das ist ein großzügiges Fenster, und genau deshalb ist es gefährlich, denn ein Termin zweieinhalb Monate später verschwindet zuverlässig aus dem Gedächtnis.
Setz dir deshalb jetzt eine Erinnerung, wenn du nicht sofort handelst. Nach dem 23. Dezember gibt es laut Mitteilung keinen Weg mehr nach draußen, und was dann mit dem Restbestand passiert, steht dort nicht.
Offene Orders und Trading Bots: Warum du sie selbst beenden solltest
Zwei Details der Mitteilung betreffen Leute, die mehr als eine einfache Kauforder im System haben. Beide kosten Geld, wenn man sie übersieht.
Offene Orders in den betroffenen Paaren storniert das System automatisch, sobald das Paar abgeschaltet wird. OKX rät ausdrücklich, das vorher selbst zu erledigen, und nennt für die automatische Stornierung eine Dauer von ein bis drei Werktagen. In dieser Zeit ist das Guthaben, das hinter der Order steht, gebunden. Wer am 30. September noch eine alte Limit-Order im Buch hat und mit dem dahinterliegenden Guthaben etwas anderes vorhat, wartet unter Umständen bis in den Oktober hinein.
Für Trading Bots, also automatisierte Handelsstrategien, die eigenständig Orders setzen, schreibt OKX, dass sie zwischen 07:00 und 08:00 UTC am jeweiligen Delisting-Tag schrittweise geschlossen werden. Die Börse empfiehlt selbst, sie vorher manuell zu stoppen, wenn man Gebühren oder Kursabschläge aus der automatischen Schließung vermeiden will. Angesichts des Orderbuchs von ICX/EUR ist diese Warnung ernst zu nehmen: Eine automatische Schließung ist der Sache nach eine Market-Order.

ICX-Halter treffen am 30. September zwei Fristen auf einmal
Eine Gruppe trifft es an diesem Tag doppelt, und das hat mit OKX nichts zu tun. Die ICON Foundation hat am 25. Mai 2026 den Fahrplan für das Ende des ICON-Netzwerks festgelegt: Die Migration von ICX zu SODA wird ab dem 30. September 2026 einbahnig, ab diesem Tag werden nur noch Umwandlungen von ICX zu SODA unterstützt. Der endgültige Schlusstermin für die Migration ist der 31. Dezember 2026, danach wird das Netzwerk dauerhaft angehalten und bleibt als Archiv zum Nachschlagen bestehen.
Wer ICX bei OKX liegen hat, steht damit am 30. September vor zwei Uhren gleichzeitig. Um 08:00 UTC endet das Euro-Paar bei der Börse, und am selben Tag schließt sich der Rückweg in der Migration. Beides hat dieselbe praktische Konsequenz: Was zu tun ist, gehört vor diesen Tag und nicht auf ihn. Die Einzelheiten der Migration samt der Frage, was bei einer Verwahrung auf einer Börse gilt, stehen in unserem Beitrag zur ICX-SODA-Migration und ihren Fristen. Die Termine selbst kannst du direkt bei der ICON Foundation nachlesen.
Wohin mit den Token? Andere Handelsplätze und die eigene Wallet
Für den Umzug gibt es zwei Richtungen, und sie beantworten unterschiedliche Fragen.
Auf eine andere Börse, wenn du verkaufen willst
Der Weg lohnt nur, wenn der Zielhandelsplatz den Token überhaupt führt und dort genug Umsatz stattfindet. Prüfe das vorher im Orderbuch des Ziels, nicht erst nach der Überweisung. Achte außerdem auf die Zulassung: Seit der EU-Verordnung MiCA brauchen Krypto-Dienstleister eine Erlaubnis als CASP, also als Anbieter von Kryptowerte-Dienstleistungen, um in der EU tätig zu sein. OKX bedient den europäischen Markt über OKX Europe Limited mit einer im Januar 2025 erteilten Lizenz der maltesischen Aufsicht MFSA. Wenn du wechselst, wechsel nicht versehentlich zu einem Anbieter ohne diese Erlaubnis. Welche Häuser in Deutschland verfügbar und reguliert sind, zeigt unser Vergleich der Krypto-Börsen.
In die eigene Wallet, wenn du halten willst
Selbstverwahrung heißt, dass die privaten Schlüssel bei dir liegen und nicht bei einem Unternehmen. Für das Halten über Fristen hinweg ist das der saubere Weg, weil keine fremde Frist mehr über deinen Bestand entscheidet. Ein Punkt ist dabei wichtiger als die Wahl der Wallet: Prüfe vor dem Abziehen, über welches Netzwerk die Auszahlung läuft und ob deine Wallet genau dieses Netzwerk unterstützt. Mehrere der betroffenen Token lassen sich über verschiedene Netzwerke auszahlen, und eine Auszahlung in ein Netzwerk, das die Empfangsadresse nicht kennt, ist der häufigste Weg, Guthaben endgültig zu verlieren. Teste den Weg mit einem kleinen Betrag, bevor du den Rest schickst.
Warum ICX und STORJ bei einer Börse nach der anderen verschwinden
Dieses Delisting steht nicht allein. Wir haben am 21. August 2026 über die Streichung von ICX, SCRT und STORJ bei Binance berichtet und am 30. August über den Handelsstopp für STORJ und BADGER bei Coinbase. Jetzt folgt OKX, und zwar mit denselben beiden Namen im Paket. Innerhalb von fünf Wochen haben damit drei große Handelsplätze dieselben Werte aussortiert.
Für OKX selbst ist der Vorgang Routine geworden. Am 22. August 2026 traf es MAJOR und J, am 9. September GODS, PRCL und DUCK, wie in unserem Beitrag zum OKX-Delisting von GODS, PRCL und DUCK nachzulesen ist. Das ist die dritte Streichungsrunde derselben Börse in fünf Wochen. Wer dort ältere Nebenwerte hält, sollte die Mitteilungen der Börse abonnieren, statt sich auf Nachrichtenseiten zu verlassen: Zum Zeitpunkt dieses Textes hatte kein deutschsprachiges Medium den Vorgang aufgegriffen.
Über die Ursache lässt sich aus den Daten nur eines sagen, und das vorsichtig: Die Umsätze der gestrichenen Euro-Paare sind sehr klein, wie die Messung weiter oben zeigt. Ein Handelspaar, das am Tag 30 Euro umsetzt, kostet eine Börse mehr an Überwachung und Marktpflege, als es einbringt. Ob das im Einzelfall der Grund war, sagt OKX nicht, und wir behaupten es deshalb auch nicht.
Was ein Delisting nicht bedeutet
Zum Schluss die Einordnung, die in aufgeregten Meldungen meist fehlt. Eine Streichung bei einer Börse ist kein Urteil über das Projekt hinter dem Token. STORJ, ELF, DORA und ZEUS werden an anderen Handelsplätzen weiter gehandelt, und die dahinterliegenden Netzwerke laufen unabhängig davon weiter. Bei ICX ist die Lage anders, aber nicht wegen OKX: Dort endet das Netzwerk selbst zum Jahresende, und zwar aufgrund einer Entscheidung der eigenen Gemeinschaft.
Ebenso wenig ist ein Delisting ein Kaufsignal. Es kommt vor, dass Kurse in solchen Phasen stark schwanken, weil Verkaufsdruck auf dünne Orderbücher trifft. Daraus eine Prognose abzuleiten, wäre geraten. Was sich belegen lässt, ist ausschließlich die Liste der Termine und die Tiefe der Orderbücher zum Messzeitpunkt. Alles Weitere entscheidest du für dich, und zwar am besten vor dem 30. September.
Und eine letzte Klarstellung zur Reihenfolge der eigenen Schritte: Verkaufen, Abziehen und Nichtstun sind drei verschiedene Entscheidungen mit drei verschiedenen Fristen. Der Fehler, der Geld kostet, ist fast nie die falsche Entscheidung, sondern die späte.
OKX-Delisting: Was du daraus mitnimmst
- Prüfe heute, ob einer der fünf Werte in deinem Konto liegt. DORA, ICX, STORJ, ZEUS und ELF sind betroffen, Einzahlungen dieser Werte laufen seit dem 23. September ins Leere. Wenn du für den Verkauf ohnehin den Handelsplatz wechseln willst, vergleiche die verfügbaren Häuser vorher in unserem Vergleich der Krypto-Börsen.
- Entscheide vor dem 30. September zwischen Verkaufen und Abziehen. Innerhalb der einjährigen Haltefrist löst ein Verkauf ein steuerpflichtiges Geschäft aus, ein Transfer in die eigene Wallet nicht. Wer den Überblick über Anschaffungsdaten und Fristen behalten will, findet passende Werkzeuge in unserem Vergleich der Krypto-Steuer-Tools.
- Verkaufe mit Limit statt mit Market, und teste den Abzug mit einem kleinen Betrag. Das Orderbuch von ICX/EUR trug zum Messzeitpunkt ein einziges Kaufgebot über rund einen Euro. Für die dauerhafte Verwahrung nach dem Abzug hilft unser Vergleich der Hardware-Wallets.
Die vollständige Terminliste samt aller elf Handelspaare steht in der Delisting-Mitteilung von OKX.
(Stand: 23. September 2026. Dieser Beitrag ist keine Anlageberatung. Kurse und Gebührenmodelle ändern sich; prüfe die Konditionen vor jedem Kauf beim Anbieter selbst.)
Transparenzhinweis: Dieser Beitrag wurde unter Zuhilfenahme künstlicher Intelligenz erstellt und vor der Veröffentlichung redaktionell geprüft. Alle Zahlen und Angaben wurden gegen die im Text verlinkten Primärquellen abgeglichen. Das Beitragsbild wurde mit KI erzeugt.
Verwandte Artikel
- Binance streicht ICX, SCRT und STORJ: Ab 21. August schließt sich eine Tür nach der anderen
- Delisting bei einer Krypto-Börse: Was mit deinen Token passiert, wenn Handel und Auszahlung schließen
- Liquidity Pools und Steuern: Einzahlung, Rewards, Ausstieg
- Coinbase stoppt den Handel mit STORJ und BADGER am 28. September: Was Halter jetzt prüfen müssen
- Bitcoin über ein Jahr halten: Diese Nachweise zählen
































