KuCoin streicht 25 Token: Bis zum 7. Oktober musst du sie abziehen — und die offizielle Fristenliste zeigt nur 10
KuCoin hat am 7. September 2026 den Handel mit 25 Token eingestellt, das Auszahlungsfenster schließt am 7. Oktober um 8:00 UTC. Unsere Auszählung zeigt: Auf der offiziellen Fristenübersicht standen davon nur zehn.

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Wer einen der 25 Token hält, die KuCoin am 7. September 2026 aus dem Handel genommen hat, hat noch bis zum 7. Oktober 2026 um 8:00 UTC Zeit, sie von der Börse abzuziehen. Danach schließt das Auszahlungsfenster. Verkaufen geht schon jetzt nicht mehr, denn der Handel ist seit dem 7. September gestoppt. Es bleibt also genau eine Handlung: die Token auf eine eigene Adresse überweisen.
Der zweite Punkt ist der unangenehmere, und er stammt aus unserer eigenen Auszählung: Die offizielle Fristenübersicht von KuCoin führte am Abend des 8. September nur zehn dieser 25 Token. Wer dort nachschaut und seinen Token nicht findet, könnte den Schluss ziehen, er sei nicht betroffen. Das wäre ein teurer Irrtum.
Delisting bei KuCoin: Diese 25 Token sind betroffen
In der Mitteilung vom 3. September 2026 nennt KuCoin diese Token: ACX, HYDRA, KARRAT, PORTALS, GAFI, SCOR, AUDIO, BLUM, HONEY, SN3, NOBODY, TSTBSC, HPOS10I, LVVA, MTRG, EMYC, DUCK, J, MOVA, BFC, WEN, FWOG, GAIN, WAXP und REEF. Der Handel wurde am 7. September 2026 um 8:00 UTC eingestellt.
Es handelt sich überwiegend um kleine Projekte, aber nicht ausschließlich. AUDIO ist der Token der Musikplattform Audius, für die wir eine eigene Audius-Kursprognose pflegen; WAXP gehört zur WAX-Blockchain, MTRG zu Meter Governance, ACX zum Cross-Chain-Protokoll Across. Wer diese Werte über Jahre in einem Seitenkonto liegen hatte, hat unter Umständen seit Monaten nicht mehr hineingesehen.
Die drei Stichtage: Handelsstopp, Einzahlungsstopp, Auszahlungsschluss
Ein Delisting läuft nicht an einem Tag ab, sondern in drei Stufen. Bei diesem Vorgang liegen sie so:
- 4. September 2026, 8:00 UTC: Einzahlungen der betroffenen Token wurden abgeschaltet. Wer nach diesem Zeitpunkt noch Token an seine KuCoin-Adresse geschickt hat, muss damit rechnen, dass sie nicht gutgeschrieben werden.
- 7. September 2026, 8:00 UTC: Der Handel wurde eingestellt. Ab hier ist ein Verkauf über die Börse nicht mehr möglich.
- 7. Oktober 2026, 8:00 UTC: Die Auszahlungen schließen. Das ist die Frist, die zählt.
Zwischen dem Handelsstopp und dem Auszahlungsschluss liegen 30 Tage. Das ist der übliche Zuschnitt, den auch andere Börsen wählen, und er ist großzügiger als das, was etwa Bitfinex im August mit 13 Token vorgelegt hat. Großzügig heißt aber nicht ungefährlich: Die Frist läuft, ob du sie bemerkst oder nicht, und eine Erinnerung per E-Mail ersetzt keine eigene Kontrolle. Wenn du grundsätzlich wissen willst, wie sich Börsen in solchen Fällen verhalten und woran du eine belastbare Plattform erkennst, hilft der Blick in unseren Vergleich der besten Krypto-Börsen.
Fristenliste geprüft: Nur 10 von 25 Token standen dort
KuCoin führt neben den Einzelmitteilungen eine laufend gepflegte Übersichtsseite, auf der die Handels-, Einzahlungs- und Auszahlungsfristen aller gestrichenen Token stehen. Diese Seite haben wir am 8. September 2026 gegen 21:50 UTC abgerufen und mit der Mitteilung vom 3. September abgeglichen.
Das Ergebnis: Zehn der 25 angekündigten Token waren dort mit vollständigen Fristen eingetragen — KARRAT, SCOR, REEF, GAFI, AUDIO, ACX, PORTALS, BLUM, WAXP und HYDRA. Alle zehn tragen dieselben drei Zeitpunkte: Handel bis 7. September 8:00 UTC, Einzahlung bis 4. September 8:00 UTC, Auszahlung bis 7. Oktober 8:00 UTC.
Fünfzehn Token aus derselben Mitteilung fanden sich zum Zeitpunkt unseres Abrufs nicht auf dieser Übersicht: HONEY, SN3, NOBODY, TSTBSC, HPOS10I, LVVA, MTRG, EMYC, DUCK, J, MOVA, BFC, WEN, FWOG und GAIN. Das ist eine Momentaufnahme und kein Vorwurf — Übersichtsseiten werden nachgepflegt, und es ist gut möglich, dass die fehlenden Einträge inzwischen ergänzt wurden. Für dich als Halter folgt daraus trotzdem eine praktische Regel: Die Mitteilung ist die verbindliche Quelle, die Übersichtsseite ist die Bequemlichkeit. Prüfe deinen Bestand gegen die Mitteilung, nicht gegen die Liste.
Special Treatment: Was hinter dem Verfahren steht
KuCoin beruft sich bei diesem Delisting auf seine sogenannten Special Treatment Rules. Das ist ein börseninternes Regelwerk, das Projekte unter Beobachtung stellt, wenn bestimmte Kennzahlen reißen — etwa dauerhaft geringes Handelsvolumen, fehlende Entwicklungsaktivität oder ausbleibende Antworten des Projektteams. Eine Definition in einem Satz: Special Treatment ist der Warnstatus, den eine Börse einem Token gibt, bevor sie ihn endgültig streicht.
Für dich als Halter ist daran vor allem eines wichtig: Ein Delisting nach diesem Verfahren sagt etwas über die Handelbarkeit auf dieser einen Börse aus, nicht zwingend über den Token selbst. Der Token existiert weiter auf seiner Blockchain. Was verschwindet, ist der bequeme Zugang über die Börsenoberfläche.

ACX und J: Zwei Token, die schon anderswo gestrichen wurden
Zwei Namen aus der Liste sind uns in den vergangenen vier Wochen bereits begegnet. Über das Binance-Delisting vom 17. August 2026, bei dem unter anderem ACX aus dem Handel fiel, haben wir am 14. August berichtet; über das OKX-Delisting von MAJOR und J mit Auszahlungsfrist zum 26. August am 22. August. Beide Angaben stammen aus unserer eigenen Berichterstattung und sind hier als solche gekennzeichnet.
Daraus lässt sich kein Kursurteil ableiten, wohl aber eine praktische Konsequenz: Wenn ein Token bei mehreren großen Börsen nacheinander gestrichen wird, schrumpft der Kreis der Orte, an denen du ihn überhaupt noch verkaufen kannst. Wer erst nach dem dritten Delisting reagiert, findet unter Umständen keinen Handelsplatz mehr mit brauchbarer Tiefe. Das ist der eigentliche Grund, warum die Frist wichtiger ist als der Tageskurs.
Auszahlung vorbereiten: Netzwerk, Adresse und Mindestbetrag
Eine Auszahlung scheitert selten an der Frist und oft an einer Kleinigkeit. Drei Punkte solltest du klären, bevor du den Vorgang startest.
Das Netzwerk. Viele der betroffenen Token existieren auf mehreren Ketten. Wählst du beim Abzug ein anderes Netzwerk, als deine Zieladresse unterstützt, sind die Token im ungünstigen Fall verloren. Prüfe in der Auszahlungsmaske, welche Netzwerke angeboten werden, und gleiche das mit deiner Wallet ab.
Die Zieladresse. Du brauchst eine Adresse, über die du selbst die Schlüssel hältst, oder ein Konto bei einer anderen Börse, die den Token noch führt. Für die erste Variante ist eine Hardware-Wallet der belastbarste Weg; welche Geräte welche Ketten unterstützen, steht in unserem Hardware-Wallet-Vergleich. Der zweite Weg klingt einfacher, verschiebt das Problem aber nur: Auch die nächste Börse kann streichen.
Der Mindestbetrag. Börsen setzen für jede Auszahlung eine Untergrenze und eine feste Gebühr. Bei Restbeständen im Wert weniger Euro kann die Gebühr den Betrag übersteigen — dann ist die Auszahlung technisch möglich, aber wirtschaftlich sinnlos. Das ist ärgerlich, aber es ist eine bewusste Entscheidung und kein Versäumnis.
Wenn die Auszahlung scheitert: der Haftungsausschluss im Kleingedruckten
Auf der Fristenübersicht steht ein Satz, den man leicht überliest. KuCoin weist dort darauf hin, dass Auszahlungen fehlschlagen können, wenn ein Projektteam die Aktivität auf der eigenen Kette einschränkt — etwa die Blockproduktion oder Transfers anhält. In einem solchen Fall könne die Plattform Auszahlungen aussetzen und hafte nicht für daraus entstehende Verluste.
Das ist mehr als eine Formalie. Es bedeutet, dass die Frist bis zum 7. Oktober eine Obergrenze ist und keine Zusage. Läuft die Kette eines gestrichenen Projekts vorher nicht mehr, endet die Möglichkeit zum Abzug früher — ohne dass die Börse dir dafür einsteht. Bei Projekten, deren Entwicklung ohnehin stockt, ist das kein theoretisches Risiko. Die Schlussfolgerung ist unbequem und einfach: Warte nicht bis Anfang Oktober.

KuCoin EU und kucoin.com: Prüfe zuerst, wo dein Konto liegt
Für Nutzer aus Deutschland gibt es eine Besonderheit, die vor jedem weiteren Schritt geklärt gehört: Es existieren zwei Auftritte. Die hier besprochene Mitteilung stammt von der globalen Plattform. Daneben steht die KuCoin EU Exchange GmbH, die nach dem öffentlichen ESMA-Register über eine MiCA-Zulassung als Krypto-Dienstleister durch die österreichische Finanzmarktaufsicht verfügt, erteilt Ende November 2025.
Ob eine Delisting-Mitteilung der globalen Plattform eins zu eins für Kundinnen und Kunden der europäischen Gesellschaft gilt, geht aus der Mitteilung selbst nicht hervor. Melde dich deshalb in dem Konto an, in dem deine Token tatsächlich liegen, und sieh dort in der Auszahlungsmaske nach, ob der Token noch abziehbar ist und bis wann. Sortiere bei dieser Gelegenheit auch, bei welchen Anbietern deine übrigen Bestände liegen und welcher davon in der EU zugelassen ist.
Steuer: Was der Abzug für deine Haltefrist bedeutet
Ein reiner Transfer von der Börse auf eine eigene Adresse ist kein Verkauf. Er löst in Deutschland grundsätzlich keinen steuerpflichtigen Vorgang aus, und er unterbricht auch die einjährige Haltefrist nach § 23 Einkommensteuergesetz nicht. Wichtig ist allein, dass du das Anschaffungsdatum und die Anschaffungskosten weiterhin belegen kannst.
Genau daran scheitert es in der Praxis häufig. Wird ein Token gestrichen, verschwinden über kurz oder lang auch die Handelsdaten aus der Oberfläche der Börse. Lade dir deshalb vor dem Abzug den vollständigen Transaktionsverlauf für diesen Token herunter und lege ihn zu deinen Steuerunterlagen. Diese Datei zieht später niemand mehr für dich nach.
Wertloser Restbestand: abziehen oder liegen lassen?
Nicht jede Position lohnt den Aufwand. Wenn dein Bestand nach Abzug der Auszahlungsgebühr im Cent-Bereich landet, ist die nüchterne Antwort: Der wirtschaftliche Schaden ist bereits eingetreten, und die Frist ändert daran nichts mehr.
Zwei Gründe sprechen trotzdem für den Abzug. Erstens kann ein Token, dessen Entwicklung weitergeht, später wieder handelbar werden — auf einer eigenen Adresse behältst du diese Möglichkeit, auf einer Börse ohne Handelspaar nicht. Zweitens brauchst du für eine steuerliche Verlustberücksichtigung einen belegbaren Vorgang; ein Bestand, der stillschweigend im Konto verfällt, ist schwerer darzustellen als einer, den du nachweislich noch besitzt. Ob sich das für dich rechnet, hängt an der Höhe der Gebühr, und die siehst du in der Auszahlungsmaske, bevor du bestätigst.
So haben wir gezählt: Methode und Grenzen
Diese Auswertung hat cryptoticker.io am 8. September 2026 selbst erhoben. Methode: Wir haben die Delisting-Mitteilung vom 3. September 2026 und die laufend gepflegte Fristenübersicht von KuCoin am 8. September 2026 gegen 21:50 UTC abgerufen, den sichtbaren Text ohne HTML-Gerüst ausgelesen und jeden der 25 in der Mitteilung genannten Token einzeln gegen die Einträge der Übersichtsseite geprüft. Geprüft: 25 Token, zwei Seiten, ein Abrufzeitpunkt. Ergebnis: 10 Token mit vollständigem Fristensatz auf der Übersicht, 15 zum Abrufzeitpunkt ohne Eintrag dort.
Was wir nicht prüfen konnten: alle Ansichten hinter einer Anmeldung, weil wir keine Kundenkonten unterhalten — also die tatsächliche Auszahlungsmaske, die für deinen Token angebotenen Netzwerke und die konkreten Gebühren. Ebenfalls offen bleibt, ob und wann die fehlenden 15 Einträge nachgetragen werden und ob die Mitteilung der globalen Plattform unverändert für die europäische Gesellschaft gilt. Wer sich auf diesen Artikel stützt, sollte den eigenen Bestand deshalb in jedem Fall im eigenen Konto gegenprüfen.
KuCoin-Frist prüfen: Was du daraus mitnimmst
- Sieh noch heute in dein Konto. Gleiche deinen Bestand gegen die Liste der 25 Token aus der Mitteilung ab, nicht gegen die Übersichtsseite — dort fehlten am 8. September 15 davon. Findest du eine Position, starte die Auszahlung sofort und nicht erst kurz vor dem 7. Oktober. Falls du bei der Gelegenheit ohnehin über einen Wechsel nachdenkst: Der Überblick zu regulierten Kryptobörsen ordnet ein, wer in der EU zugelassen ist.
- Richte das Ziel ein, bevor du abziehst. Du brauchst eine Adresse im passenden Netzwerk, über die du selbst die Schlüssel hältst. Für kleinere Beträge reicht eine geprüfte Software-Lösung aus unserem Software-Wallet-Vergleich; für alles, was dir wehtut, wenn es weg ist, gilt weiterhin die Trennung vom Netz.
- Sichere die Unterlagen vor dem Abzug. Lade den Transaktionsverlauf für jeden betroffenen Token herunter, solange er in der Oberfläche steht. Ein Werkzeug, das Anschaffungsdaten und Haltefristen dauerhaft mitführt, nimmt dir das später ab — die gängigen Anbieter stehen in unserem Vergleich der Krypto-Steuer-Tools.
(Stand: 8. September 2026. Dieser Beitrag ist keine Anlageberatung. Kurse und Gebührenmodelle ändern sich; prüfe die Konditionen vor jedem Kauf beim Anbieter selbst.)
Transparenzhinweis: Dieser Beitrag wurde unter Zuhilfenahme künstlicher Intelligenz erstellt und vor der Veröffentlichung redaktionell geprüft. Alle Zahlen und Angaben wurden gegen die im Text verlinkten Primärquellen abgeglichen. Das Beitragsbild wurde mit KI erzeugt.
































