BitMart vor dem Handelsstopp: Bei welchen Coins die Auszahlung schon jetzt gesperrt ist
Am 26. August 2026 endet bei BitMart um 01:00 Uhr UTC der Handel, um 05:00 Uhr UTC die Frist für Auszahlungsanträge. Eine eigene Messung der öffentlichen Schnittstelle zeigt, dass die Auszahlung bei einem großen Teil der geführten Kryptowerte schon vier Tage vorher nicht mehr freigeschaltet ist.

Wer noch Guthaben bei der Krypto-Börse BitMart liegen hat, muss vor dem 26. August 2026 handeln. Um 01:00 Uhr UTC endet an diesem Mittwoch der Handel, vier Stunden später, um 05:00 Uhr UTC, läuft die Frist für Auszahlungsanträge ab. Entscheidend ist dabei ein Punkt, der in der Ankündigung nicht steht: Bei einem großen Teil der geführten Kryptowerte ist die Auszahlung schon heute nicht mehr freigeschaltet. Eine eigene Messung der öffentlichen BitMart-Schnittstelle am 22. August 2026 zeigt 1.513 von 3.898 Coin-Netz-Kombinationen als auszahlbar, das sind 38,8 Prozent. Wer sich darauf verlässt, dass eine Frist bis zum letzten Tag läuft, prüft damit möglicherweise die falsche Zahl.
Dieser Artikel trennt beides sauber: Was BitMart offiziell angekündigt hat, und was die Daten der Börse vier Tage vor dem Handelsstopp tatsächlich hergeben. Die Methode dahinter lässt sich bei jeder Abwicklung und jedem Delisting wiederholen.
BitMart-Stichtag am 26. August: Was um 01:00 und 05:00 Uhr UTC genau passiert
BitMart hat die Schließung am 26. Juli 2026 bekannt gegeben. Der Ablauf besteht aus drei Terminen. Am 26. August 2026 um 01:00 Uhr UTC werden Spot-Handel, Terminhandel und die übrigen Handelsdienste eingestellt. Am selben Tag um 05:00 Uhr UTC endet die Frist, bis zu der Auszahlungsanträge gestellt sein sollen. Der Betrieb der Plattform endet endgültig am 31. Januar 2027 um 15:59 Uhr UTC.
In deutscher Zeit gerechnet, also in der Sommerzeit MESZ mit zwei Stunden Vorsprung auf UTC, fällt der Handelsschluss auf Mittwoch, 3 Uhr morgens, und der Auszahlungsschluss auf 7 Uhr morgens. Praktisch bedeutet das: Der Dienstag ist der letzte volle Werktag, an dem sich in Ruhe etwas erledigen lässt. Wir haben diesen Vorgang bei der Ankündigung im Juli bereits eingeordnet, damals in der Nachbarschaft der zweiten großen Börsenschließung innerhalb einer Woche.
BitMart selbst spricht von einer geordneten Abwicklung und nennt als Grund allgemein die Geschäftslage, das Marktumfeld und die strategische Ausrichtung. Eine Insolvenz oder ein aufsichtsrechtliches Verfahren hat das Unternehmen nicht erklärt. Diese Zuschreibung ist wichtig, weil sie den Rahmen setzt: Die Fristen sind das Ergebnis einer unternehmerischen Entscheidung und keiner behördlichen Anordnung.
Handelsstopp und Auszahlungsschluss: Warum zwischen beiden Uhrzeiten nur vier Stunden liegen
Handelsstopp heißt, dass Kauf- und Verkaufsaufträge nicht mehr angenommen und offene Orders gelöscht werden. Auszahlungsschluss heißt, dass danach kein Antrag mehr entgegengenommen wird, mit dem sich Guthaben an eine externe Adresse überweisen lässt. Zwischen beiden Terminen liegen nur vier Stunden, und diese vier Stunden sind kein Puffer zum Verkaufen, sondern nur noch Zeit für das Abziehen dessen, was bereits im Konto liegt.
Dazu kommt eine zweite Einschränkung, die in der Mitteilung ausdrücklich steht: Ein fristgerecht gestellter Antrag ist nicht dasselbe wie eine ausgeführte Auszahlung. BitMart behält sich zusätzliche Prüfungen vor, etwa zur Identität oder zur Herkunft der Mittel, und nennt keine Höchstdauer für die Bearbeitung eines genehmigten Antrags. Wer am Dienstagabend beantragt, hat damit eine Antragsbestätigung, aber noch keine Transaktion auf der Kette.
Das Fachmedium CryptoSlate berichtete zudem über Verzögerungen bei der Bearbeitung. Nach dessen Darstellung zogen in einem 24-Stunden-Fenster nach der Ankündigung 58 Wallets rund 805.000 US-Dollar ab, und es gab eine Strecke von acht Stunden, in der keine Auszahlung verarbeitet wurde. Nansen-Daten deuteten darauf hin, dass ein Großteil der ETH- und Stablecoin-Bestände aus den beobachteten Börsen-Wallets abgeflossen war. Diese Angaben stammen von Dritten, wir haben sie nicht selbst erhoben und geben sie deshalb ausdrücklich als Fremdangabe wieder.
Eigene Erhebung: Was die öffentliche BitMart-Schnittstelle vier Tage vor dem Handelsstopp meldet
Statt die Mitteilung nachzuerzählen, haben wir den Zustand gemessen. Diese Auswertung hat cryptoticker.io am 22. August 2026 selbst erhoben.
Methode in einem Satz: Am 22. August 2026 gegen 15:53 Uhr UTC wurden drei öffentliche, schlüsselfreie Endpunkte der BitMart-Programmierschnittstelle abgerufen und programmatisch ausgezählt, nämlich die Währungsliste mit den Ein- und Auszahlungsschaltern je Coin und Netzwerk, die Liste der Spot-Handelspaare und die Kurs- und Umsatzliste.
Geprüfte Objekte: 3.898 Coin-Netz-Kombinationen, 65 Spot-Handelspaare und 49 Ticker-Zeilen. Jeder Endpunkt antwortete mit HTTP 200. Um Zufallswerte auszuschließen, wurde die Währungsliste zweimal abgerufen; beide Abrufe lieferten dieselben 3.898 Einträge und dieselben 1.513 freigeschalteten Auszahlungen. Die Zahlen sind also kein Momentanrauschen.
Ein Wort zur Zähleinheit, weil sie den Unterschied zwischen einer richtigen und einer falschen Schlagzeile ausmacht: Ein Eintrag in dieser Liste ist keine Kryptowährung, sondern die Kombination aus einer Währung und einem Netzwerk. Tether (USDT) taucht mit 13 Einträgen auf, USD Coin (USDC) mit neun, Ether mit sieben. Insgesamt führt die Liste 417 verschiedene Netzwerke, angeführt von Ethereum mit 1.274 Einträgen, der BNB Smart Chain mit 942 und Solana mit 613.

65 Handelspaare von einst über tausend: Was sich auf BitMart überhaupt noch verkaufen lässt
Der Spot-Endpunkt meldet am 22. August genau 65 Handelspaare mit 42 verschiedenen Basiswerten. Zum Vergleich: BitMart war jahrelang als Börse mit einer sehr breiten Auswahl kleiner Token bekannt. Was davon übrig ist, lässt sich in einem Absatz aufzählen.
Handelbar sind unter anderem Bitcoin, Ether, Solana, XRP, Cardano, Dogecoin, Litecoin, Tron, Chainlink, Avalanche, Polkadot, Uniswap, Aave, Arbitrum, Optimism, Near, Stellar, Shiba Inu, Pepe und der Börsentoken BMX. Wer Bitcoin oder eine der großen Alternativen hält, findet also noch ein Orderbuch vor. Wer dagegen einen der vielen kleinen Token hält, die BitMart früher geführt hat, findet keines mehr: Verkaufen geht dort nicht mehr, es bleibt nur das Abziehen an eine eigene Adresse.
Diese Unterscheidung ist der Kern der ganzen Lage. Ein Delisting nimmt einem Token das Orderbuch. Eine gesperrte Auszahlung nimmt ihm den Ausgang. Beides zusammen ist der Zustand, in dem ein Bestand rechnerisch noch existiert, aber weder verkauft noch bewegt werden kann.
Regulierte Krypto-Börsen im VergleichAuszahlung nicht freigeschaltet: Bei welchen Coins der Ausgang schon jetzt zu ist
Die Währungsliste führt für jeden Eintrag zwei Schalter, einen für die Einzahlung und einen für die Auszahlung. Von den 3.898 Einträgen sind am 22. August 1.513 zur Auszahlung freigeschaltet und 1.494 zur Einzahlung. Bei 2.174 Einträgen sind beide Schalter aus, bei 1.283 beide an.
Bevor daraus ein Vorwurf wird, gehört die nüchterne Lesart daneben: Ein ausgeschalteter Auszahlungsschalter ist auf jeder Börse ein Alltagszustand. Er steht auch dann auf aus, wenn ein Netzwerk gerade gewartet wird, wenn ein Token migriert oder wenn ein Wert längst delistet ist und nur noch als Karteileiche in der Liste steht. Ein großer Teil der 2.174 doppelt geschlossenen Einträge dürfte genau das sein. Die Gesamtzahl allein trägt deshalb wenig. Aussagekräftig sind zwei Sonderfälle, die gleich folgen.
Stellar (XLM) und Bonk (BONK): handelbar, aber nicht auszahlbar
Zwei Werte stehen am 22. August gleichzeitig auf beiden Listen, und zwar auf der falschen Seite. Stellar (XLM) wird in drei Paaren gehandelt, gegen Tether, gegen USD Coin und gegen Ether. In der Währungsliste ist für das Stellar-Netzwerk die Einzahlung freigeschaltet, die Auszahlung nicht. Bonk (BONK) wird gegen Tether gehandelt, in der Währungsliste sind für das Solana-Netzwerk beide Schalter aus.
Wer diese beiden Werte hält, kann sie also im Moment der Messung kaufen und verkaufen, aber nicht an eine eigene Wallet überweisen. Der einzige Weg nach draußen führt über einen Verkauf in einen Wert, der auszahlbar ist. Wie belastbar dieser Weg ist, hängt am Orderbuch: Der 24-Stunden-Umsatz lag bei XLM gegen Tether bei rund 17.275 US-Dollar und bei BONK gegen Tether bei rund 729 US-Dollar. Das ist wenig, und wer größere Stücke bewegt, sollte mit spürbaren Kursabschlägen rechnen.
Einzahlung offen, Auszahlung gesperrt: Was 211 Coin-Netz-Kombinationen bedeuten
Der zweite Sonderfall ist der unangenehmere, weil er in die falsche Richtung zeigt. Bei 211 Coin-Netz-Kombinationen ist die Einzahlung freigeschaltet und die Auszahlung nicht. Geld kann dort also noch hineinfließen, aber nicht mehr heraus. Darunter sind keine Randwerte: Shiba Inu im Ethereum-Netzwerk gehört dazu, ebenso Stellar im eigenen Netzwerk, The Graph, UMA, Amp, Ankr, Floki, Digibyte und XDC.
Der umgekehrte Fall, Auszahlung offen und Einzahlung zu, kommt 230 Mal vor. Das ist die Richtung, die man in einer Abwicklung erwartet, weil sie neues Geld draußen hält und altes herauslässt.
Wer vier Tage vor einem Handelsstopp Kryptowerte auf ein solches Konto überweist, kann sie im schlechtesten Fall nicht mehr abziehen. Praktisch heißt das: keine Einzahlungen mehr auf eine Börse in Abwicklung, auch dann nicht, wenn die Oberfläche eine Einzahlungsadresse anzeigt. Eine angezeigte Adresse ist kein Versprechen auf einen Rückweg.
Das richtige Netzwerk entscheidet: Warum BNB, SHIB und AVAX doppelt geführt werden
Mehrere große Werte stehen mit mehreren Netzwerken in der Liste, und die Schalter unterscheiden sich je Netzwerk. Das ist der Punkt, an dem eine Auszahlung im Zweifel scheitert, obwohl der Coin selbst als auszahlbar gilt.
- BNB: Im nativen BNB-Netzwerk sind beide Schalter aus, in der BNB Smart Chain sind beide an.
- Shiba Inu: Im Ethereum-Netzwerk ist die Auszahlung aus, in der BNB Smart Chain ist sie an.
- Avalanche: Im nativen AVAX-Netzwerk sind beide Schalter aus, in der C-Chain sind beide an.
- Worldcoin: Im Ethereum-Netzwerk ist die Auszahlung an, im Optimism-Netzwerk aus.
- USD Coin: Von neun Einträgen sind fünf auszahlbar; Arbitrum, Avalanche C-Chain, Optimism und Tron sind es nicht.
- Tether: Von 13 Einträgen sind elf auszahlbar; Algorand und Heco fallen heraus.
Bei einer Auszahlung wird also nicht nur der Coin gewählt, sondern auch das Netzwerk, über das er die Börse verlässt. Wer die Empfangsadresse dazu passend wählt, muss beides zusammen prüfen. Eine Ethereum-Adresse nimmt keine Auszahlung im BNB-Smart-Chain-Format entgegen, auch wenn die Zeichenfolge gleich aussieht.

Auszahlungsgebühr über dem Mindestbetrag: Wann sich der Restbestand nicht mehr lohnt
Die Währungsliste nennt zu jedem Eintrag eine Auszahlungsgebühr und einen Mindestbetrag. Bei 988 der 1.513 auszahlbaren Einträge, also bei 65,3 Prozent, liegt die Gebühr auf oder über dem Mindestbetrag. Wer genau den Mindestbetrag auszahlen lässt, bekommt in diesen Fällen rechnerisch nichts heraus.
Drei Beispiele aus den noch handelbaren Werten, jeweils Gebühr gegen Mindestbetrag: Dogecoin 110 gegen 20, Tron 16 gegen rund 14,5, Cardano 10 gegen 2,8. Bei Bitcoin liegt die Gebühr bei 0,0002 BTC, was die Schnittstelle mit rund 15,38 US-Dollar beziffert, bei Tether im Tron-Netzwerk bei 5 USDT und bei XRP bei 10 XRP.
Daraus folgt keine Panik, sondern eine Rechnung. Wer einen dreistelligen Betrag hält, zahlt aus. Wer Kleinstbestände hält, die unter der Gebühr liegen, hat drei Möglichkeiten: den Bestand vor dem Handelsstopp in einen Wert mit günstigerer Auszahlung tauschen, ihn zusammen mit anderen Beständen in einer einzigen Auszahlung bündeln oder ihn abschreiben. Wie stark Netzwerkgebühren einen Restbetrag aufzehren, haben wir in einem eigenen Beitrag zu den Auszahlungsgebühren bei Krypto-Börsen grundsätzlich durchgerechnet.
Eine Grenze dieser Zahl gehört dazu: Dass die Mindestauszahlung unter der Gebühr liegt, ist an sich kein Sonderweg dieser einen Börse. Wir haben nicht gemessen, wie andere Handelsplätze das handhaben, und behaupten deshalb keinen Vergleich.
Zwei Handelspaare, 93 Prozent des Umsatzes: Wie dünn das Orderbuch geworden ist
Die Kursliste meldet für 49 der 65 Paare eine Zeile mit Umsatzangabe; 16 Paare liefern keine. Über die 49 Zeilen summiert sich der 24-Stunden-Umsatz auf rund 292,2 Millionen US-Dollar. Davon entfallen rund 198,1 Millionen auf Bitcoin gegen Tether und rund 72,8 Millionen auf Solana gegen Tether. Zwei Paare tragen damit 92,7 Prozent des gesamten Handels.
Der Rest verteilt sich auf sehr kleine Beträge. 14 der 49 Paare kommen auf weniger als 1.000 US-Dollar in 24 Stunden, darunter Bonk, Jupiter, Jito, Pyth und Ether gegen Bitcoin. Ein Verkauf in einem solchen Paar ist zwar technisch möglich, trifft aber auf ein Orderbuch, in dem eine größere Marktorder den Kurs spürbar bewegt.
Wer den Bestand ohnehin auf eine andere Plattform verlagern will, findet in unserem Überblick zu den regulierten Krypto-Börsen die Anbieter, die in der EU zugelassen sind. Der Wechsel selbst ändert nichts an der Frist: Wer auszählt, sollte zuerst abziehen und danach in Ruhe entscheiden, wohin.
Hardware-Wallets im VergleichVerkaufen oder abziehen: Welcher Weg vor dem 26. August noch funktioniert
Für jeden Bestand gibt es genau zwei Ausgänge, und welcher offensteht, hängt an den beiden gemessenen Schaltern.
- Abziehen an die eigene Adresse. Das geht, wenn der Coin in mindestens einem Netzwerk zur Auszahlung freigeschaltet ist und der Betrag über Mindestbetrag und Gebühr liegt. Dieser Weg ist der saubere, weil er keinen Steuerfall auslöst und keinen Kurs braucht.
- Verkaufen und den Erlös abziehen. Das ist der Weg für Werte ohne freigeschaltete Auszahlung, also für Fälle wie Stellar oder Bonk. Er kostet den Spread, löst einen Veräußerungsvorgang aus und funktioniert nur bis 01:00 Uhr UTC am 26. August.
- Beides zusammen. Wer viele Kleinstposten hält, verkauft sie in einen auszahlbaren Wert und zahlt einmal aus, statt viele Auszahlungsgebühren zu bezahlen.
Die Reihenfolge ist dabei nicht beliebig. Verkaufen muss vor dem Handelsschluss passieren, Abziehen kann noch vier Stunden länger beantragt werden. Wer zuerst abzieht und danach merkt, dass ein Rest noch verkauft werden müsste, hat unter Umständen kein Orderbuch mehr.
KYC vor der Auszahlung: Warum die Identitätsprüfung über den Zeitplan entscheidet
KYC steht für die Identitätsprüfung, mit der ein Anbieter feststellt, wem ein Konto gehört. BitMart verlangt sie ausdrücklich vor der Auszahlung und nennt eine unvollständige oder veraltete Prüfung als einen der häufigsten Gründe dafür, dass ein Antrag in die manuelle Bearbeitung geht.
Das verschiebt den eigentlichen Stichtag nach vorn. Wer erst am 25. August feststellt, dass ein Ausweisdokument abgelaufen ist oder eine Adresse nicht mehr stimmt, hat einen Tag, um eine Prüfung nachzuholen, deren Dauer nicht in seiner Hand liegt. Sinnvoll ist deshalb die umgekehrte Reihenfolge: erst den Prüfstatus im Konto ansehen, dann die Auszahlungsadresse hinterlegen, dann den Antrag stellen.
Ebenfalls vorher zu erledigen: offene Orders stornieren, Terminpositionen schließen und Guthaben aus Spar- und Staking-Produkten zurückholen. Ein Betrag, der in einem gebundenen Produkt liegt, steht für eine Auszahlung nicht zur Verfügung, und ob eine vorzeitige Auflösung möglich ist, lässt sich von außen nicht messen.
Restguthaben nach dem 26. August: Was BitMart für die Zeit bis Januar ankündigt
Die Plattform bleibt nach dem Auszahlungsschluss noch bis zum 31. Januar 2027 bestehen. BitMart beschreibt für später eingehende Anträge ein gesondertes Verfahren, macht aber keine Zusage zur Bearbeitungsdauer. Wer die Frist verstreichen lässt, ist damit auf ein Verfahren angewiesen, dessen Ablauf der Anbieter allein bestimmt.
Aus Nutzersicht ist das der Unterschied zwischen einem Anspruch, den man selbst durchsetzen kann, und einem Anspruch, den man anmelden muss. Solange die Auszahlung im Konto funktioniert, entscheidet der Halter. Danach entscheidet die Gegenseite. Genau deshalb ist der 26. August der Termin, der zählt, und nicht der 31. Januar.
Steuerfolgen: Warum ein Verkauf unter Zeitdruck trotzdem ein Steuerfall ist
Ein Verkauf, den eine Frist erzwingt, ist steuerlich ein Verkauf wie jeder andere. Wer Kryptowerte innerhalb eines Jahres nach dem Kauf veräußert, hat einen Vorgang, der in die Steuererklärung gehört; der Zeitdruck ändert daran nichts. Eine reine Auszahlung an die eigene Wallet ist dagegen kein Veräußerungsvorgang, weil der Bestand den Eigentümer nicht wechselt.
Praktisch wichtig ist die Dokumentation, und zwar jetzt und nicht im nächsten Frühjahr. Eine Börse, die schließt, stellt nach dem 31. Januar 2027 keine Handelshistorie mehr aus. Wer Kauf- und Verkaufsdaten, Gebühren und Auszahlungsbelege später braucht, lädt sie herunter, solange das Konto erreichbar ist.
Grenzen dieser Erhebung
Vier Punkte, die diese Messung ausdrücklich nicht hergibt. Erstens sagt ein Schalter in der Schnittstelle nichts über den Grund: Ob eine gesperrte Auszahlung an einer Netzwerkwartung, an einem alten Delisting oder an der Abwicklung liegt, ist von außen nicht zu unterscheiden. Zweitens ist der gemessene Zustand eine Momentaufnahme vom 22. August 2026; Schalter können sich bis zum Stichtag in beide Richtungen ändern, weshalb jeder Halter vor der eigenen Auszahlung selbst nachsieht. Drittens lässt sich von außen nicht messen, wie viele Konten betroffen sind, wie hoch die verbliebenen Kundenbestände sind und wie viele Nutzer aus Deutschland kommen. Viertens haben wir die Bearbeitungsdauer von Auszahlungsanträgen nicht selbst geprüft, weil wir kein Konto bei diesem Anbieter unterhalten; die Angaben dazu stammen aus der Mitteilung und aus der Berichterstattung Dritter.
Nachvollziehen lässt sich die Erhebung mit öffentlich dokumentierten Endpunkten. Die Beschreibung der Währungsliste steht in der Entwicklerdokumentation von BitMart, ein Schlüssel ist dafür nicht nötig. Die Schließungsmitteilung selbst steht im Hilfebereich von BitMart; automatisierte Abrufe blockt die Seite, im Browser ist sie lesbar.
BitMart-Auszahlung prüfen: Was du daraus mitnimmst
- Heute den Auszahlungsschalter prüfen, nicht am 25. August. Ruf im Konto für jeden gehaltenen Wert die Auszahlungsmaske auf und sieh nach, ob überhaupt ein Netzwerk auswählbar ist. Ist keines wählbar, bleibt nur der Verkauf vor 01:00 Uhr UTC. Was danach an die eigene Wallet geht, gehört auf ein Gerät, das der Halter selbst kontrolliert; welche Modelle wie funktionieren, steht im Hardware-Wallet-Vergleich.
- Identitätsprüfung und Empfangsadresse vor dem Antrag erledigen. Abgelaufene Dokumente und frisch hinterlegte Adressen sind die zwei häufigsten Bremsen. Wer die Börse ohnehin wechselt, wählt das Ziel vorher aus und richtet es ein, statt unter Zeitdruck zu suchen: Der Überblick zu den besten Krypto-Börsen hilft bei der Vorauswahl.
- Belege sichern, solange das Konto offen ist. Handelshistorie, Gebührenabrechnungen und Auszahlungsbelege herunterladen und ablegen. Für die spätere Zuordnung von Anschaffungszeitpunkten und Haltefristen lohnt eine Software, die den Bestand über mehrere Anbieter hinweg führt; die gängigen Programme stehen im Vergleich der Krypto-Steuer-Tools und Portfolio-Tracker.
(Stand: 22. August 2026. Dieser Beitrag ist keine Anlageberatung. Kurse und Gebührenmodelle ändern sich; prüfe die Konditionen vor jedem Kauf beim Anbieter selbst.)
Transparenzhinweis: Dieser Beitrag wurde unter Zuhilfenahme künstlicher Intelligenz erstellt und vor der Veröffentlichung redaktionell geprüft. Alle Zahlen und Angaben wurden gegen die im Text verlinkten Primärquellen abgeglichen. Das Beitragsbild wurde mit KI erzeugt.






























