Die in diesem Artikel bereitgestellten Informationen dienen ausschließlich zu Informationszwecken und stellen keine Finanzberatung dar. Investitionen in Kryptowährungen sind mit einem hohen Risiko verbunden. Führe immer deine eigene Recherche durch.

Krypto-Börsen-Fristen: Sieben Stichtage laufen bis zum 31. August ab

Zwischen dem 17. und dem 31. August 2026 enden bei sieben Anbietern Fristen, die deutsche Anleger betreffen. Wir haben die Termine am 16. August selbst erhoben und aufgeschrieben, welcher Schritt bei welcher Plattform verlangt wird.

Reihe versenkbarer Stahlpoller auf einer Betonflaeche, die vorderen weit ausgefahren, die hinteren stufenweise versenkt
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Zwischen dem 17. und dem 31. August 2026 laufen bei sieben Anbietern Fristen ab, die deutsche Anleger direkt betreffen. Die Termine stammen aus voellig verschiedenen Ecken: einem Delisting, einem EU-Sanktionsbeschluss, zwei Betriebseinstellungen, einem Marktaustritt, einer Zwangsumwandlung und einer angekuendigten Liquidation. Gemeinsam ist ihnen nur der Zeitraum. Wer bei mehreren Plattformen ein Konto hat, muss in den kommenden zwei Wochen an mehreren Stellen gleichzeitig nachsehen.

Was bisher fehlte, ist die Zusammenstellung: welche Termine parallel laufen, welcher zuerst greift und welcher Schritt bei welchem Anbieter verlangt wird. Diese Auswertung hat cryptoticker.io am 16. August 2026 selbst erhoben.

Krypto-Boersen-Fristen im August 2026: Wie diese Uebersicht erhoben wurde

Grundlage sind die oeffentlichen Ankuendigungs-, Hilfe- und Statusseiten der betroffenen Anbieter. Am 16. August 2026 wurden zwoelf solcher Adressen von acht Plattformen abgerufen und die dort genannten Stichtage notiert. Vier Seiten antworteten mit HTTP 200 und liessen sich vollstaendig auslesen, darunter die Abwicklungsmitteilung von BitMEX und die Delisting-Uebersicht von Kraken. Vier weitere Adressen, namentlich die Hilfeseiten von BitMart, Luno und Revolut sowie die Ankuendigungsliste von Binance, beantworten automatisierte Abrufe mit einer Sperre. Im Browser sind sie normal erreichbar; ihre Inhalte wurden ueber die Suche und ueber unabhaengige Fachmedien gegengeprueft.

Erhoben wurden ausschliesslich Datum, Uhrzeit und der verlangte Schritt. Nutzerzahlen oder Schaetzungen darueber, wie viele Konten in Deutschland betroffen sind, enthaelt die Auswertung nicht, weil dazu keine belastbare Grundlage vorliegt.

Binance-Delisting am 17. August: Sechs Token verlieren ihre Handelspaare

Den Anfang macht Binance. Am 17. August 2026 um 03:00 Uhr UTC entfernt die Boerse Across Protocol (ACX), Hashflow (HFT), PIVX, Vulcan Forged (PYR), Vanar (VANRY) und Viction (VIC) aus dem Spot-Handel. Saemtliche Handelspaare dieser sechs Werte verschwinden, offene Orders werden automatisch storniert.

Einzahlungen dieser Token werden nach dem 18. August 2026 um 03:00 Uhr UTC nicht mehr gutgeschrieben. Auszahlungen dagegen bleiben bis zum 17. Oktober 2026 um 03:00 Uhr UTC moeglich. Handeln laesst sich ab dem 17. August also nichts mehr, ein Abzug auf eine eigene Wallet ist aber noch zwei Monate lang moeglich.

HTX und das EU-Transaktionsverbot ab 23. August: Was das 21. Sanktionspaket anordnet

Der zweite Termin hat keinen unternehmerischen, sondern einen rechtlichen Ursprung. Der Rat der Europaeischen Union hat am 23. Juli 2026 sein 21. Sanktionspaket gegen Russland angenommen; die Massnahmen traten mit der Veroeffentlichung im Amtsblatt in Kraft. In diesem Paket ist die Handelsplattform HTX, rechtlich als Huobi Global SA gefuehrt, unter achtzehn genannten Krypto- und Zahlungsdienstleistern aufgefuehrt. Die EU begruendet die Aufnahme damit, dass diese Anbieter zur Umgehung der gegen Russland verhaengten Finanzbeschraenkungen beigetragen haetten.

Fuer Anleger entscheidend ist die Art der Massnahme. Es handelt sich um ein Transaktionsverbot und nicht um ein vollstaendiges Einfrieren von Vermoegenswerten. Personen und Unternehmen aus der EU duerfen ab dem 23. August 2026 weder unmittelbar noch mittelbar Geschaefte mit HTX taetigen. Die Pressemitteilung der EU-Kommission zum Paket ist oeffentlich abrufbar.

Wer Bestaende von einer Plattform holt, braucht ein Ziel, das die Werte aufnimmt. Handelsplaetze mit EU-Zulassung stehen im Vergleich der regulierten Krypto-Boersen.

Schluesselbrett aus hellem Holz mit vielen leeren Haken, an denen nur noch drei Metallschluessel haengen
Der Zugang zum Konto endet bei mehreren Anbietern spaeter als der Handel. Wer die Handelsfrist verpasst, kommt oft noch hinein, aber nicht mehr heraus.

BitMEX ab 26. August im Reduce-only-Modus: Positionen lassen sich nur noch schliessen

BitMEX hat die Abwicklung des eigenen Handelsbetriebs am 23. Juli 2026 angekuendigt. In der Mitteilung des Betreibers stehen zwei Zeitpunkte woertlich. Ab dem 26. August 2026 um 04:00:00 Uhr UTC greifen Risikolimits, die das Eroeffnen neuer Positionen unterbinden; moeglich bleibt allein das Verringern bestehender Positionen. Die eigentliche Schliessung der Boerse, in der Mitteilung als Closure Time bezeichnet, faellt auf den 23. September 2026 um 04:00:00 Uhr UTC.

Ab dem 26. August besteht die einzige verbleibende Handlung darin, sich aus dem Markt herauszuarbeiten, waehrend alle anderen Teilnehmer dasselbe versuchen. Der Abwicklungsplan liegt im Blog des Betreibers.

Regulierte Krypto-Börsen im VergleichRegulierte Krypto-Börsen im Vergleich

BitMart am 26. August: Auszahlungsantraege muessen vor 05:00 Uhr UTC gestellt sein

Drei Tage nach BitMEX kuendigte BitMart am 26. Juli 2026 die geordnete Einstellung des eigenen Betriebs an. Der Anbieter empfiehlt in seiner Mitteilung, die Identitaetspruefung abzuschliessen und alle Positionen vor dem 26. August 2026 um 01:00 Uhr UTC zu schliessen. Auszahlungsantraege sollen vor dem 26. August 2026 um 05:00 Uhr UTC eingereicht sein. Die Plattform selbst wird nach Angaben des Unternehmens erst am 31. Januar 2027 endgueltig abgeschaltet.

Genau diese Spanne von fuenf Monaten fuehrt in die Irre. Massgeblich ist der August-Termin. Wer spaeter kommt, landet nach Darstellung des Anbieters in einem gesonderten Verfahren mit eigenen Nachweispflichten; wie lange das dauert und welche Bedingungen dort gelten, hat BitMart nicht veroeffentlicht. Hinzu kommt, dass Auszahlungen nicht automatisch durchlaufen: Antraege koennen manuell geprueft werden, etwa anhand von Identitaetsdaten, Empfaengeradressen und Sanktionslisten.

Kraken-Delisting am 27. August: 21 Token und die Liquidation Anfang September

Bei Kraken laeuft die Frist einen Tag spaeter ab, am 27. August 2026 um 14:00 Uhr UTC. Betroffen sind 21 Werte: AURA, BIT, BOND, BSX, FARM, GARI, K, KET, KINTO, LOBO, MOON, MV, NYM, RAIIN, RHEA, SAROS, SDN, SPC, SPICE, TEA und TEER. Handel und Einzahlungen fuer diese Werte hat die Boerse bereits am 29. Mai 2026 eingestellt.

Was den Fall von einem gewoehnlichen Delisting unterscheidet, ist der Schritt danach. Nach Ablauf der Frist schliessen die Auszahlungen dauerhaft, und verbliebene Bestaende werden nach Angaben der Boerse zwischen dem 1. und dem 5. September 2026 liquidiert, abhaengig von der dann verfuegbaren Marktliquiditaet. Zugesagt sind weder ein bestimmter Ausfuehrungskurs noch ein bestimmter Handelsplatz. Bei Werten mit duennen Orderbuechern kann der Erloes deshalb erheblich unter dem zuletzt angezeigten Kurs liegen.

Luno zum 31. August: Verkauf, Auszahlung und die Gebuehren ab September

Einzahlungen und Kaeufe wurden zum 1. Juni 2026 abgeschaltet, das Versenden von Krypto an externe Wallets endete am 29. Juni 2026. Uebrig blieb der Verkauf auf der Plattform mit anschliessender Auszahlung auf ein Bankkonto, und dieser Weg schliesst am 31. August 2026. Ab dem 1. September werden betroffene Konten geschlossen.

Danach wird das Liegenlassen teuer. Ab September faellt nach den veroeffentlichten Angaben eine monatliche Inaktivitaetsgebuehr von 2 US-Dollar an, ab Dezember kommt eine Dormanzgebuehr von 50 US-Dollar hinzu, zusammen also bis zu 52 US-Dollar im Monat. Wer die Frist verpasst und mehr als den Mindestbetrag von umgerechnet etwa 10 US-Dollar auf dem Konto hat, muss sich an den Support wenden und eine manuelle Auszahlung beantragen.

Eine Einschraenkung gehoert dazu: Luno hat oeffentlich nicht benannt, welche Regionen genau betroffen sind und wie viele Kunden die Mitteilung erhalten haben. Wer ein Konto hat, sollte deshalb nicht auf eine Laenderliste warten, sondern im Konto selbst nachsehen. Hintergrund des Rueckzugs ist das Ende der MiCA-Uebergangsfrist am 1. Juli 2026. Wer Bestaende vor einer solchen Frist in Euro drehen will, findet die Wege im Ratgeber Bitcoin verkaufen.

Halb heruntergelassener Aluminium-Rollladen ueber einer leeren Ladentheke aus dunklem Holz
Bei BitMEX und BitMart schliesst der Handel Wochen vor der eigentlichen Abschaltung der Plattform.

Revolut streicht USDT zum 31. August: Zwangsumtausch statt Delisting

Am selben Tag endet bei Revolut die Frist fuer Tether (USDT). Der Anbieter entfernt den Token nicht einfach aus dem Angebot, sondern wandelt verbliebene Bestaende am 31. August 2026 um 12:00 Uhr GMT automatisch in die Kontowaehrung um, zum dann geltenden Marktkurs. Weder Zeitpunkt noch Kurs lassen sich beeinflussen.

Auch dieser Ablauf ist gestaffelt: Kaeufe von USDT wurden zum 6. Juli 2026 eingestellt, Einzahlungen werden seit dem 30. Juli 2026 abgelehnt. Bis zum 31. August bleiben Verkauf und Abzug auf eine externe Wallet moeglich. Ausloeser ist, dass Tether keine Zulassung nach der EU-Verordnung MiCA beantragt hat. Der praktische Unterschied zu einem gewoehnlichen Delisting ist steuerlich relevant, weil ein Zwangsumtausch in Euro wie ein Verkauf wirkt.

Krypto-Steuer-Tools und Portfolio-Tracker im VergleichKrypto-Steuer-Tools und Portfolio-Tracker im Vergleich

Warum sich sieben Fristen in zwei Wochen ballen: MiCA, Sanktionen und Marktaustritte

Die Haeufung hat keine einzelne Ursache. Drei Entwicklungen laufen parallel und treffen sich im selben Kalenderabschnitt.

Erstens das Ende der MiCA-Uebergangsfrist am 1. Juli 2026. Seither braucht eine Zulassung, wer im Europaeischen Wirtschaftsraum Krypto-Dienstleistungen anbietet. Anbieter ohne diese Zulassung ziehen sich zurueck, und die dabei gesetzten Auslauffristen enden typischerweise nach zwei Monaten. Der Fall Luno und die USDT-Streichung bei Revolut gehoeren in diese Gruppe.

Zweitens der wirtschaftliche Druck auf mittelgrosse Handelsplaetze. BitMEX und BitMart haben ihre Betriebseinstellung binnen drei Tagen im Juli angekuendigt, beide ohne Verweis auf ein Aufsichtsverfahren und mit Verweis auf die eigene Geschaeftslage. Auch hier liegt zwischen Ankuendigung und Handelsschluss rund ein Monat.

Drittens die Sanktionsebene. Der Fall HTX folgt einem aussenpolitischen Beschluss und haette denselben Termin auch ohne MiCA.

Was daraus fuer die eigene Kontopruefung folgt

Die Ursachen erzeugen unterschiedliche Pflichten. Bei einem Delisting geht es um einzelne Token, bei einem Marktaustritt um das gesamte Konto, bei einem Transaktionsverbot um jede Interaktion mit der Plattform. Wer nur nach dem Wort Delisting sucht, uebersieht die anderen Faelle.

Steuerfolgen von Zwangsverkauf und Zwangsumtausch: Was die Jahresfrist bedeutet

Ein erzwungener Verkauf ist steuerlich ein Verkauf. Ob eine Boerse liquidiert, ein Bestand automatisch in Euro gewandelt wird oder selbst verkauft wird, aendert an der Einordnung nichts. Nach Paragraf 23 des Einkommensteuergesetzes bleibt der Gewinn aus einer Veraeusserung steuerfrei, wenn zwischen Anschaffung und Veraeusserung mehr als ein Jahr liegt; darunter greift die Besteuerung im Rahmen der privaten Veraeusserungsgeschaefte.

Praktisch heisst das: Wer einen Bestand haelt, der die Jahresfrist erst in einigen Wochen erreicht, sollte vor einer Zwangsliquidation wissen, dass ihm diese Entscheidung abgenommen wird. Ein rechtzeitiger Abzug auf eine eigene Wallet ist kein Verkauf und loest deshalb keinen steuerpflichtigen Vorgang aus. Der konkrete Einzelfall gehoert in die Hand einer steuerlichen Beratung.

Grenzen dieser Erhebung: Was sich nicht pruefen liess

Vier der zwoelf abgerufenen Adressen sperren automatisierte Zugriffe, darunter die Ankuendigungsseiten von BitMart, Luno und Revolut. Deren Angaben stammen aus der Berichterstattung etablierter Fachmedien und aus der Suche, nicht aus einem eigenen Abruf der Anbieterseite. Ob einzelne Anbieter ihre Kunden in Deutschland zusaetzlich oder abweichend per E-Mail informiert haben, laesst sich von aussen nicht feststellen.

Ebenfalls offen bleibt, ob nach dem 16. August weitere Fristen hinzukommen. Die Uebersicht ist eine Momentaufnahme dieses Tages und keine fortlaufend gepflegte Liste. Aufgenommen wurden Anbieter, die fuer Anleger aus Deutschland eine Rolle spielen, nicht saemtliche weltweit taetigen Plattformen. Welche Schritte bei einer Boersenschliessung grundsaetzlich anstehen, steht im Ratgeber Krypto-Boerse schliesst: Was du tun musst.

Krypto-Fristen pruefen: Was du daraus mitnimmst

  1. Sieh in jedem Konto nach, nicht nur im groessten. Alle sieben Termine liegen zwischen dem 17. und dem 31. August, und sie betreffen unterschiedliche Dinge: einzelne Token bei Binance und Kraken, das ganze Konto bei Luno, BitMEX und BitMart, jede Transaktion bei HTX. Ein Konto, das seit Monaten unbeachtet liegt, ist der wahrscheinlichste Fall. Wohin ein Bestand danach kann, zeigt der Vergleich der regulierten Krypto-Boersen.
  2. Trenne Handelsfrist und Auszahlungsfrist. Bei Binance endet der Handel am 17. August, die Auszahlung erst am 17. Oktober. Bei Kraken schliessen die Auszahlungen mit derselben Frist, die auch den Handel beendet. Wer in Euro gehen will, findet die Wege im Ratgeber Bitcoin verkaufen.
  3. Sichere die Unterlagen, bevor die Plattform abschaltet. Handelshistorie, Ein- und Auszahlungen sowie Gebuehrenabrechnungen lassen sich nach der Abschaltung kaum noch beschaffen, werden fuer die Steuererklaerung aber gebraucht. Welche Programme das einlesen, steht im Vergleich der Krypto-Steuer-Tools und Portfolio-Tracker.

(Stand: 16. August 2026. Dieser Beitrag ist keine Anlageberatung. Kurse und Gebuehrenmodelle aendern sich; pruefe die Konditionen vor jedem Kauf beim Anbieter selbst.)

Transparenzhinweis: Dieser Beitrag wurde unter Zuhilfenahme künstlicher Intelligenz erstellt und vor der Veröffentlichung redaktionell geprüft. Alle Zahlen und Angaben wurden gegen die im Text verlinkten Primärquellen abgeglichen. Das Beitragsbild wurde mit KI erzeugt.

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