Die in diesem Artikel bereitgestellten Informationen dienen ausschließlich zu Informationszwecken und stellen keine Finanzberatung dar. Investitionen in Kryptowährungen sind mit einem hohen Risiko verbunden. Führe immer deine eigene Recherche durch.

159.000 Blöcke bis zum nächsten Litecoin-Halving: Was jetzt wichtig ist

Das nächste Litecoin-Halving senkt die Blockbelohnung von 6,25 auf 3,125 LTC. Ausgelöst wird es von Block 3.360.000, und bis dorthin fehlten am 24. Oktober 2026 rund 159.000 Blöcke.

Große Bahnhofsuhr aus Messing ohne Ziffern in einer nächtlichen Bahnhofshalle, in das Gehäuse ist das Litecoin-Zeichen eingraviert
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Beim Halving von Litecoin halbiert sich die Belohnung, die ein Miner für einen gefundenen Block erhält. Der nächste dieser Schnitte senkt sie von 6,25 auf 3,125 LTC. Einen Kalendertermin kennt das Protokoll dafür nicht, es zählt allein die Blockhöhe 3.360.000. Am Samstagmittag, dem 24. Oktober 2026, stand die Litecoin-Blockchain bei Block 3.200.769. Bis zur Halbierung fehlen damit rund 159.000 Blöcke, nach dem Tempo der vergangenen 24 Stunden also etwas mehr als neun Monate.

Dieser Text erklärt, wie der Mechanismus funktioniert, was er für Angebot und Miner bedeutet und was beim Kauf, bei der Verwahrung und bei der Steuer in Deutschland zählt. Alle Zahlen stehen mit dem Stand vom 24. Oktober 2026 und lassen sich in der Blockchain selbst nachsehen.

Wann kommt das nächste Litecoin-Halving?

Die kurze Antwort: voraussichtlich zwischen Ende Juli und Anfang August 2027. Die lange Antwort braucht eine Rechnung, weil ein Halving kein Termin ist, den jemand ansetzt.

Ein Halving ist eine Regel im Protokoll: Nach einer festen Zahl von Blöcken halbiert sich die Belohnung für den nächsten Block. Bei Litecoin liegt dieser Abstand bei 840.000 Blöcken, nachzulesen im Quelltext des Projekts als Wert nSubsidyHalvingInterval. Die vierte Halbierung fällt damit auf Block 3.360.000.

Bis dorthin fehlten am 24. Oktober 2026 genau 159.231 Blöcke. Wie lange das dauert, hängt daran, wie schnell Blöcke entstehen. Das Protokoll zielt auf einen Block alle 2,5 Minuten, also 576 Blöcke am Tag. Tatsächlich waren es in den 24 Stunden davor 556. Aus beiden Werten ergibt sich eine Spanne:

  • bei 576 Blöcken am Tag: 276 Tage, also der 27. Juli 2027
  • bei 556 Blöcken am Tag: 286 Tage, also der 6. August 2027

Zehn Tage Unterschied, und das nur aus der Schwankung einer einzigen Woche. Jeder Countdown, der dir eine Uhrzeit anzeigt, rechnet genauso und rundet die Unsicherheit weg. Verlass dich deshalb auf die Blockhöhe und nicht auf das Datum, das daneben steht.

Das Litecoin-Halving halbiert die Blockbelohnung alle 840.000 Blöcke

Halving heißt wörtlich Halbierung und meint die Belohnung, die das Netzwerk für jeden neuen Block ausschüttet. Diese Belohnung ist zugleich die einzige Quelle, aus der neue Coins entstehen. Wer sie halbiert, halbiert den Zufluss an neuem Angebot.

Litecoin startete 2011 mit 50 LTC je Block. Nach 840.000 Blöcken wurden daraus 25, nach weiteren 840.000 Blöcken 12,5, seit August 2023 sind es 6,25. Der Plan läuft so lange weiter, bis die Belohnung rechnerisch bei null ankommt. Deshalb steht am Ende eine feste Obergrenze von 84 Millionen LTC.

Davon waren am 24. Oktober 2026 bereits 77.752.455 LTC im Umlauf, also 92,6 Prozent. Für die verbleibenden gut 6,2 Millionen Coins braucht das Netzwerk noch weit über hundert Jahre, weil jede Halbierung den Zufluss weiter drückt. Die mengenmäßig großen Halvings liegen also längst hinter Litecoin. Was jetzt noch kommt, verschiebt kleine Reste.

Von 6,25 auf 3,125 LTC: Die Emission pro Tag und pro Jahr

Konkret in Zahlen: Bei 556 Blöcken am Tag entstehen derzeit 3.475 neue LTC täglich. Zum Kurs von 56,51 Dollar am 24. Oktober sind das rund 196.000 Dollar, die jeden Tag frisch in den Markt gehen können. Nach dem Halving sind es 1.737 LTC und damit etwa 98.000 Dollar.

Auf das Jahr gerechnet fällt die Neuausgabe von rund 1,31 Millionen LTC auf 657.000. Gemessen am Umlauf entspricht das einer Inflationsrate von 1,69 Prozent heute und 0,84 Prozent danach. Zum Einordnen: Der tägliche Handelsumsatz von Litecoin liegt um ein Vielfaches über dem Tageswert der Neuausgabe. Ein Angebotsschnitt von 98.000 Dollar am Tag ist im Verhältnis zum Handel eine kleine Größe, und wer daraus einen Kursautomatismus ableitet, überschätzt den Hebel.

Der Marktwert von Litecoin lag am 24. Oktober bei 4,39 Milliarden Dollar, Rang 25 unter allen Kryptowährungen. Der Kurs stand bei 50,44 Euro, 3,9 Prozent unter dem Vortag, 14,9 Prozent unter dem Stand vor 30 Tagen und 41,2 Prozent unter dem Stand vor einem Jahr. Das Allzeithoch von 410,26 Dollar stammt vom 9. Mai 2021.

Lange Reihen schwarzer Mining-Rigs mit Lüfterwänden in einer dunklen Industriehalle, einzelne grüne Statuslichter
Dieselben Scrypt-Rechner sichern zwei Blockchains gleichzeitig. Genau das entscheidet darüber, wie hart die Halbierung die Miner trifft.

Merged Mining: 84,5 Prozent des Scrypt-Budgets kommen von Dogecoin

Merged Mining bedeutet, dass ein Miner mit derselben Rechenarbeit gleichzeitig Blöcke für zwei Blockchains finden kann. Seit 2014 läuft Dogecoin auf diesem Weg mit Litecoin mit. Beide nutzen dasselbe Rechenverfahren, genannt Scrypt, und ein Miner kassiert für dieselbe Stromrechnung beide Belohnungen.

Das verschiebt die Gewichte erheblich. Dogecoin schüttet 10.000 DOGE je Block aus und produzierte in 24 Stunden 1.374 Blöcke, also 13,74 Millionen DOGE. Zum Kurs von 0,0776 Dollar sind das rund 1,07 Millionen Dollar am Tag. Litecoin steuert die erwähnten 196.000 Dollar bei. Auf das gemeinsame Budget gerechnet kommen damit 84,5 Prozent von Dogecoin und 15,5 Prozent von Litecoin. Unsere Redaktion hatte diesen Anteil am 11. Oktober 2026 schon einmal erhoben und kam damals auf 83,5 Prozent für Dogecoin; die Verschiebung um einen Punkt in zwei Wochen zeigt, wie stark der Wert am DOGE-Kurs hängt.

Nach dem Halving sinkt der Litecoin-Anteil von 15,5 auf 8,4 Prozent. Für einen Miner heißt das: Seine Einnahmen fallen nicht um die Hälfte, sondern um rund acht Prozent. Das ist der Grund, warum die Halbierung bei Litecoin eine deutlich schwächere Wirkung auf die Rechenleistung hat als bei einer Blockchain, die allein auf ihre eigene Belohnung angewiesen ist.

Drei Halvings seit 2015, belegt über die Zeitstempel der Blockchain

Jeder Block trägt einen Zeitstempel, und die Blöcke mit den Halving-Höhen sagen deshalb genau, wann die bisherigen Schnitte kamen:

  • Block 840.000 am 25. August 2015: von 50 auf 25 LTC
  • Block 1.680.000 am 5. August 2019: von 25 auf 12,5 LTC
  • Block 2.520.000 am 2. August 2023: von 12,5 auf 6,25 LTC

Auffällig ist die Regelmäßigkeit: Zwischen dem ersten und dem zweiten Halving lagen 1.440 Tage, zwischen dem zweiten und dem dritten 1.458 Tage. Das Netzwerk hält seinen Takt also ziemlich genau ein, trotz aller Schwankungen der Rechenleistung. Rechnet man denselben Abstand ab August 2023 weiter, landet man ebenfalls im Sommer 2027. Zwei unabhängige Wege, dieselbe Jahreszeit.

Was sich dagegen nicht wiederholt, ist das Kursmuster. Die Erzählung vom Halving als Kurstreiber stützt sich auf wenige Fälle, und drei Datenpunkte tragen keine Regel. Ein Protokollparameter sagt etwas über das Angebot, über die Nachfrage sagt er nichts.

Hashrate nach dem Halving 2023 gegen die Hashrate heute

Die gängige Erwartung lautet, dass nach einer Halbierung Miner abschalten und die Rechenleistung einbricht. Bei Litecoin lässt sich das nachprüfen, denn die Schwierigkeit jedes Blocks steht in der Blockchain und wächst mit der Rechenleistung.

Am 29. Juni 2023, gut vier Wochen vor dem dritten Halving, lag die Schwierigkeit bei 26,4 Millionen. Am Halving-Block selbst waren es 27,6 Millionen. Zwei Monate später, im Oktober 2023, stand sie bei 28,0 Millionen, und im April 2024 bei 36,2 Millionen. Statt eines Einbruchs also ein Plus von 31 Prozent innerhalb von acht Monaten.

Heute liegt die Schwierigkeit bei 91,7 Millionen, die Rechenleistung im Tagesmittel bei 2,54 Petahash pro Sekunde. Gegenüber dem Halving-Block von 2023 hat sich der Wert mehr als verdreifacht. Die Erklärung steht im Abschnitt davor: Weil Dogecoin den größeren Teil der Rechnung zahlt, entscheidet über das Abschalten eines Miners eher der DOGE-Kurs als die Litecoin-Belohnung.

Für dich als Halter heißt das vor allem eines: Ein Halving ist kein Sicherheitsrisiko für das Netzwerk, solange das verbundene Budget stabil bleibt. Beobachten lohnt sich der gemeinsame Topf, nicht die Litecoin-Belohnung allein.

Transaktionsgebühren tragen 0,25 Prozent zum Blockertrag bei

Bei Bitcoin gilt als Trost nach jedem Halving, dass Transaktionsgebühren die wegfallende Belohnung mit der Zeit ersetzen. Bei Litecoin greift dieses Argument bisher nicht.

Über die 120 Blöcke vor dem 24. Oktober 2026 lag die Gebühreneinnahme im Mittel bei 0,0159 LTC je Block, der höchste Einzelwert bei 0,12 LTC. Gemessen am gesamten Blockertrag aus Belohnung und Gebühren sind das 0,25 Prozent. Eine einzelne Überweisung kostete im Tagesdurchschnitt 0,0025 Dollar, bei 176.187 Transaktionen in 24 Stunden.

Günstige Gebühren sind für Nutzer ein Vorteil, und genau dafür war Litecoin gedacht. Für die Miner bedeutet derselbe Wert allerdings, dass nach dem Halving nichts die Lücke füllt. Die Rechnung bleibt an der Belohnung und am Merged Mining hängen. Wer die Entwicklung des Netzwerks verfolgt, findet in unserem Bericht zum 15. Geburtstag von Litecoin und dem MWEB-Rekord den Stand der Nutzung, und gebündelt alle Artikel im Litecoin-Themenbereich.

Aufgeschlagener Steuerordner mit bunten Registerlaschen und ein alter Tischrechner auf einer Küchenarbeitsplatte aus Holz, eine Hand blättert
Für das Finanzamt zählt der Tag deines Verkaufs. Das Halving selbst löst keine Steuer aus.

Litecoin in Deutschland kaufen und verwahren

LTC gehört zu den ältesten und am breitesten gelisteten Kryptowährungen, und in Deutschland ist der Kauf über mehrere Wege möglich. Entscheidend ist weniger die Auswahl als die Zulassung des Anbieters und die Frage, wem die Coins danach gehören.

Seit der europäischen Verordnung über Märkte für Kryptowerte, kurz MiCA, brauchen Anbieter eine Zulassung aus einem EU-Staat, um in Deutschland Kryptowerte zu handeln oder zu verwahren. Ob ein Anbieter sie hat, lässt sich im Register der zuständigen Aufsicht nachsehen, und seriöse Anbieter nennen ihre Zulassung selbst im Impressum. Eine Übersicht mit Gebühren und Zulassungsstatus führen wir im Börsenvergleich.

Bei der Verwahrung gibt es zwei Lager. Lässt du die Coins auf der Börse, trägst du das Risiko des Anbieters und sparst dir die Verwaltung der Schlüssel. Ziehst du sie auf eine eigene Wallet ab, liegt die Verantwortung für den Wiederherstellungssatz bei dir, dafür hängt dein Bestand an keinem Unternehmen. Für größere Beträge oder einen Haltezeitraum über mehrere Jahre, wie ihn ein Halving-Zyklus nahelegt, ist das zweite Lager die üblichere Wahl.

Steuer auf LTC-Gewinne: Die Einjahresfrist nach § 23 EStG

Das Halving selbst ist kein Steuerereignis. Du bekommst nichts ausgezahlt, dein Bestand ändert sich nicht, und für das Finanzamt passiert deshalb nichts. Relevant wird erst, was du mit deinen LTC machst.

In Deutschland gelten Kryptowährungen als andere Wirtschaftsgüter. Ein Verkauf oder ein Tausch in eine andere Kryptowährung ist ein privates Veräußerungsgeschäft nach § 23 Einkommensteuergesetz. Liegen zwischen Kauf und Verkauf mehr als zwölf Monate, bleibt der Gewinn steuerfrei. Innerhalb dieser Frist zählt er zum zu versteuernden Einkommen, mit deinem persönlichen Steuersatz. Für alle privaten Veräußerungsgeschäfte eines Jahres zusammen gilt eine Freigrenze von 1.000 Euro, und das Wort Grenze ist hier wörtlich zu nehmen: Ein Euro darüber macht den gesamten Gewinn steuerpflichtig, nicht nur den überschießenden Teil.

Wer Litecoin bis zum Halving im Sommer 2027 halten will, kauft also ohnehin über die Jahresfrist hinaus. Wichtiger ist die Dokumentation: Kaufdatum, Menge und Preis je Zugang musst du belegen können, sonst lässt sich die Frist später nicht nachweisen. Am Stand der geplanten Reform dieser Regel ändert sich laufend etwas, deshalb führen wir den aktuellen Verfahrensstand separat in unserer Übersicht zur Haltefrist-Reform.

Ein Hinweis zum Mining: Wer selbst schürft, erzielt keine privaten Veräußerungsgewinne, sondern in aller Regel gewerbliche oder sonstige Einkünfte. Dafür gelten eigene Regeln, und die Einjahresfrist hilft dort nicht weiter.

Litecoin-Halving: 3,125 LTC je Block ab Sommer 2027

Der Termin steht in der Blockhöhe, die Wirkung auf die Miner fällt wegen des Merged Mining kleiner aus als die Zahl 50 Prozent vermuten lässt, und für deine Steuer spielt der Tag selbst keine Rolle. Drei Schritte sind trotzdem sinnvoll:

  1. Handelsplatz prüfen. Sieh nach, ob dein Anbieter eine MiCA-Zulassung führt und was ein Kauf über 1.000 Euro dort an Gebühr und Spread kostet. Die Werte stehen nebeneinander im Vergleich der Krypto-Börsen.
  2. Verwahrung entscheiden. Wenn du über den Zyklus hinaus halten willst, gehören die Coins auf eine Wallet, deren Schlüssel du selbst hältst. Die Geräte und ihre Unterschiede findest du im Hardware-Wallet-Vergleich.
  3. Zugänge dokumentieren. Halte Datum, Menge und Preis jedes Kaufs fest, damit die Einjahresfrist später belegbar ist. Ein Krypto-Steuer-Tool übernimmt das automatisch und erzeugt die Aufstellung für die Steuererklärung.

Und zur Einordnung, die bei jedem Coin gilt: Litecoin kann wie jede Kryptowährung stark verlieren, ein Totalverlust ist möglich. Investiere nur Geld, dessen Ausfall du verkraften kannst.

(Stand: 24. Oktober 2026. Dieser Beitrag ist keine Anlageberatung. Kurse und Gebührenmodelle ändern sich; prüfe die Konditionen vor jedem Kauf beim Anbieter selbst.)

Häufige Fragen zum Litecoin-Halving

Transparenzhinweis: Dieser Beitrag wurde unter Zuhilfenahme künstlicher Intelligenz erstellt und vor der Veröffentlichung redaktionell geprüft. Alle Zahlen und Angaben wurden gegen die im Text verlinkten Primärquellen abgeglichen. Das Beitragsbild wurde mit KI erzeugt.

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