Die in diesem Artikel bereitgestellten Informationen dienen ausschließlich zu Informationszwecken und stellen keine Finanzberatung dar. Investitionen in Kryptowährungen sind mit einem hohen Risiko verbunden. Führe immer deine eigene Recherche durch.

Dogecoin fehlen 84 Blöcke am Tag: Warum weniger DOGE entstehen als geplant

Analyse: Das Dogecoin-Netzwerk hat in 24 Stunden 1.356 Blöcke erzeugt statt der vorgesehenen 1.440. Über 30 Tage fehlen 2.176 Blöcke, und damit entstehen auch weniger neue Dogecoin als die Standardrechnung unterstellt.

Reihe schwerer Rechengehäuse in einer dunklen Werkhalle, nur das vorderste Gehäuse läuft, in seiner Stahlblende das Dogecoin-Zeichen als tiefe Gravur
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Belegt ist: Das Dogecoin-Netzwerk hat in den 24 Stunden bis zum 28. Oktober 2026, 22:38 Uhr UTC, 1.356 Blöcke erzeugt. Vorgesehen sind 1.440, also einer je Minute. Unsere Einschätzung dazu folgt weiter unten: Für den Kurs bedeutet diese Lücke wenig, für deine Zeitplanung bei Transfers und für die Geldmenge von Dogecoin dagegen mehr, als die meisten Rechnungen im Netz unterstellen.

Die Zahl stammt nicht aus einer Meldung, sondern aus den Netzwerkdaten selbst. Wer die Blockhöhe über längere Strecken gegen die Uhr stellt, sieht denselben Rückstand über sieben und über 30 Tage. Das Netzwerk läuft also nicht einen schlechten Abend lang zu langsam, sondern seit Wochen. Dieser Artikel rechnet nach, was daraus folgt, und wo es dich im Alltag trifft.

84 Blöcke zu wenig in 24 Stunden

Dogecoin zielt auf einen Block je Minute. Daraus ergeben sich 1.440 Blöcke am Tag. Die Blockhöhe stand am 28. Oktober um 22:38 Uhr UTC bei 6.434.606, und in den 24 Stunden davor kamen 1.356 neue Blöcke hinzu. Das sind 84 weniger als vorgesehen, ein Rückstand von 5,83 Prozent. Rechnerisch dauert ein Block damit 63,72 Sekunden statt 60.

Ein einzelner Tag beweist dabei noch nichts. Die Blockproduktion ist ein Zufallsprozess, und Abweichungen von ein paar Prozent gehören zum Normalbetrieb jeder Proof-of-Work-Blockchain. Interessant wird die Zahl erst, wenn sie sich über längere Zeiträume wiederholt.

Über 30 Tage fehlen 2.176 Blöcke

Genau das ist der Fall. Zwischen dem 28. September 2026 um 22:43 Uhr UTC, damals stand die Blockhöhe bei 6.393.588, und dem 28. Oktober um 22:38 Uhr sind 41.018 Blöcke entstanden. In dieser Zeitspanne von rund 719,9 Stunden hätten es 43.194 sein sollen. Es fehlen 2.176 Blöcke oder 5,04 Prozent, und die mittlere Blockzeit liegt bei 63,18 Sekunden.

Über die kürzere Strecke von sieben Tagen sieht es ähnlich aus: 9.606 Blöcke statt der rechnerischen 10.074, ein Rückstand von 4,64 Prozent bei 62,92 Sekunden je Block. Drei Zeiträume, drei Mal derselbe Befund. Der Rückstand ist kein Rauschen, sondern der aktuelle Zustand des Netzwerks.

Balkendiagramm der Dogecoin-Blockzeit über 24 Stunden, sieben und 30 Tage neben der Abweichung vom Blocksoll bei Dogecoin und Litecoin
Links die gemessene Blockzeit über drei Zeiträume, rechts die Abweichung vom Blocksoll in 24 Stunden. Eigene Berechnung aus den Netzwerkdaten von Blockchair.

10.000 Dogecoin je Block: So entsteht die Lücke in der Geldmenge

Der Block ist bei Dogecoin nicht nur eine Zeiteinheit, sondern auch die Einheit, in der neues Geld entsteht. Wer einen Block findet, erhält laut der Dogepedia des Projekts 10.000 frisch erzeugte Dogecoin als Blockprämie, dazu die Gebühren der enthaltenen Transaktionen. Diese Prämie ist seit 2015 fest und sinkt nicht mehr, anders als bei Bitcoin, wo sie sich alle vier Jahre halbiert.

Daraus folgt eine Rechnung, die jeder nachvollziehen kann. Bei 1.440 Blöcken am Tag entstünden 14,4 Millionen neue Dogecoin, hochgerechnet 5,256 Milliarden im Jahr. Diese Zahl steht in fast jeder Beschreibung der Dogecoin-Geldpolitik. Tatsächlich entstanden in den vergangenen 24 Stunden aber nur 13,56 Millionen Dogecoin, also 840.000 weniger. Über 30 Tage summiert sich das auf 410,18 Millionen statt 431,94 Millionen, eine Differenz von 21,76 Millionen Dogecoin.

Auf das Jahr gerechnet laufen aus dem gemessenen Takt rund 4,95 Milliarden neue Dogecoin zu statt der nominellen 5,256 Milliarden. Gemessen am Umlauf von 172,23 Milliarden Dogecoin ist das eine Verwässerung von 2,87 Prozent im Jahr statt 3,05 Prozent. Der Unterschied ist klein, aber er geht in dieselbe Richtung wie der Kurs: Wer langfristig hält, wird etwas weniger verwässert als die Standardrechnung behauptet.

Dieselbe Rechenleistung, zwei Blockchains: Litecoin liegt über seinem Soll

Dogecoin wird seit 2015 nicht mehr allein abgesichert. Die Dogepedia beschreibt den Schritt: Litecoin-Gründer Charlie Lee schlug 2014 vor, dass Dogecoin Rechennachweise anerkennt, die für andere Scrypt-Blockchains erbracht wurden. Die Entwickler setzten das als Auxiliary Proof-of-Work um, kurz AuxPoW. Seitdem sichert dieselbe Maschine mit derselben Rechenarbeit beide Netzwerke und kassiert in beiden die Prämie.

AuxPoW heißt: Ein Scrypt-Rechner arbeitet an einem Litecoin-Block, der zugleich auf einen Dogecoin-Block verweist. Genügt das Ergebnis der niedrigeren Schwierigkeit von Dogecoin, ist dort ebenfalls ein gültiger Block gefunden. Die beiden Blockchains führen getrennte Kassenbücher und eigene Regeln, teilen sich aber den Markt der Rechenleistung.

Genau deshalb ist der Vergleich aufschlussreich. Die Rechenleistung lag im Mittel der vergangenen 24 Stunden bei 3,11 Petahash je Sekunde für Dogecoin und bei 2,93 Petahash für Litecoin, praktisch derselbe Wert. Litecoin hat in diesen 24 Stunden aber 638 Blöcke erzeugt, obwohl bei einer Zielzeit von 2,5 Minuten nur 576 vorgesehen sind. Das sind 10,76 Prozent über dem Soll, bei 135,42 Sekunden je Block.

Dieselbe Rechenarbeit, und die eine Blockchain liegt deutlich über ihrem Takt, die andere darunter. Der Unterschied liegt nicht an den Maschinen, sondern daran, wie die beiden Netzwerke ihre Schwierigkeit setzen.

DigiShield passt die Schwierigkeit bei jedem Block an

Mining-Schwierigkeit ist der Wert, der festlegt, wie schwer ein gültiger Block zu finden ist. Steigt die Rechenleistung im Netzwerk, muss sie mitsteigen, sonst kämen die Blöcke zu schnell. Fällt die Rechenleistung, muss sie sinken, sonst dauert es zu lange.

Dogecoin regelt das laut Dogepedia mit dem Algorithmus DigiShield und passt die Schwierigkeit bei jedem einzelnen Block an. Eingeführt wurde das Verfahren 2014, nachdem Rechenleistung immer wieder in das junge Netzwerk geströmt und kurz darauf wieder abgezogen war. Ein Netzwerk, das nur alle paar Tage nachjustiert, steht nach so einem Abzug mit einer viel zu hohen Schwierigkeit da und bringt die Blöcke tagelang nicht voran.

Die gemessene Schwierigkeit zeigt, wie beweglich das ist: Am 28. September lag sie bei 48,9 Millionen, am 21. Oktober bei 40,9 Millionen und am 28. Oktober bei 45,6 Millionen. Innerhalb eines Monats also eine Spanne von fast 20 Prozent. Ein Verfahren, das bei jedem Block nachregelt, hält den Takt dennoch nicht exakt, weil es immer auf das reagiert, was gerade war, und nie auf das, was kommt. Solange die Rechenleistung schwankt, bleibt im Mittel ein Rückstand.

Praktisch heißt das für dich: Die 60 Sekunden sind ein Ziel und keine Zusage. Wer bei einem Transfer mit exakt einer Minute je Bestätigung rechnet, rechnet zu knapp. Wenn du ohnehin gerade prüfst, über welche Handelsplätze du Dogecoin in Euro bewegen kannst, hilft der Überblick über die besten Krypto-Börsen bei der Auswahl.

Große Bahnhofsuhr ohne Ziffern an einer rauen Betonwand in einer leeren nächtlichen Halle, die Zeiger kurz hinter der Zwölf, im Zifferblatt das Dogecoin-Zeichen
Drei Sekunden je Block fallen einzeln nicht auf. Über die Zahl der Bestätigungen, die eine Börse verlangt, summieren sie sich zu Minuten.

So rechnest du die Wartezeit deiner Einzahlung selbst aus

Eine Börse schreibt eine eingehende Dogecoin-Zahlung erst gut, wenn eine bestimmte Zahl von Bestätigungen vorliegt. Jede Bestätigung ist ein weiterer Block. Wie viele es sind, legt jede Börse selbst fest und zeigt es in der Einzahlungsmaske oder auf der Hilfeseite zur jeweiligen Kryptowährung an. Die Rechnung ist danach schlicht: Zahl der verlangten Bestätigungen mal 63,2 Sekunden statt mal 60.

Bei 20 Bestätigungen sind das 21,1 Minuten statt 20, bei 60 Bestätigungen 63,2 statt 60 Minuten. Der Unterschied kippt keinen Handel, aber er ist der Grund, warum eine Einzahlung regelmäßig etwas später ankommt als die Faustformel verspricht. Dazu kommt die Zeit, bis deine Transaktion überhaupt in einen Block kommt.

Relevant wird der Aufschlag überall dort, wo eine Frist läuft. Kraken ersetzt zum 6. November 176 Handelspaare, und wer offene Orders oder Bestände vorher bewegen will, hat dafür ein Zeitfenster, das in unserem Beitrag zu den betroffenen Kraken-Handelspaaren steht. Wer am letzten Tag einer solchen Frist losschickt, kalkuliert den Puffer besser großzügig.

Gebühren und Mempool: Was ein Dogecoin-Transfer heute kostet

Die gute Nachricht steht in denselben Daten. Im Mittel der vergangenen 24 Stunden kostete eine Dogecoin-Transaktion 0,358 Dogecoin an Gebühr, umgerechnet 2,86 US-Cent. Der Median, also der typische Fall, lag bei 0,0707 Dogecoin oder 0,57 US-Cent. Die wenigen teuren Transaktionen ziehen den Mittelwert nach oben, die meisten Überweisungen kosten deutlich weniger als einen Cent.

Der Mempool, also der Warteraum der noch nicht bestätigten Transaktionen, umfasste zum Messzeitpunkt 88 Transaktionen. Bei 21.260 Transaktionen in 24 Stunden ist das ein praktisch leerer Warteraum. Es gibt also keinen Gebührenwettbewerb: Wer die Standardgebühr seiner Wallet stehen lässt, kommt in den nächsten Block. Die längere Blockzeit verteuert einen Transfer nicht, sie verzögert ihn nur geringfügig.

Zur Einordnung der Netzwerkgröße: Dogecoin zählte zum Messzeitpunkt 8.498.097 Adressen mit Guthaben und 487 erreichbare Knoten, Litecoin 832.

Seit der Oktober-Bilanz vom Mittwoch: Das ist neu

Am Mittwochnachmittag haben wir die Oktober-Bilanz von Dogecoin gezogen, damals mit Blick auf die Monatsentwicklung und die Frage, ob der Oktober für Dogecoin tatsächlich der starke Monat ist, für den er gilt. Der Kurs hat sich seitdem kaum bewegt: 0,0799 US-Dollar am 28. Oktober um 22:41 Uhr UTC, ein Plus von 1,67 Prozent binnen 24 Stunden. Über sieben Tage steht ein Minus von 3,22 Prozent, über 30 Tage eines von 14,62 Prozent. Die Marktkapitalisierung liegt bei 12,5 Milliarden US-Dollar.

Neu ist der Blick unter den Kurs. Die Monatsbilanz beschreibt, was der Markt mit Dogecoin gemacht hat. Die Blockdaten beschreiben, was das Netzwerk in derselben Zeit getan hat, und das ist eine andere Geschichte: Die Rechenleistung reicht nicht, um den vorgesehenen Takt zu halten, und das schon den dritten Messzeitraum in Folge.

Unsere Einschätzung: Die Blockrate ist kein Kursargument

Aus Sicht der Redaktion sollte niemand aus diesen Zahlen eine Kursaussage ableiten, und zwar aus einem einfachen Grund: Die fehlende Menge ist zu klein. 840.000 Dogecoin am Tag entsprechen beim aktuellen Kurs rund 67.000 US-Dollar. Dem steht ein Handelsvolumen von mehreren hundert Millionen US-Dollar täglich gegenüber. Ein Angebot, das um diesen Betrag geringer ausfällt, verschiebt keinen Preis.

Dafür spricht die zweite Zahl aus diesem Artikel. Litecoin läuft mit praktisch derselben Rechenleistung 10,76 Prozent über seinem Blocksoll, Dogecoin 5,83 Prozent darunter. Wären die Maschinen das Problem, müssten beide Blockchains in dieselbe Richtung abweichen. Das tun sie aber nicht. Die Abweichung ist damit ein Ergebnis der Schwierigkeitsregelung und kein Signal über das Interesse der Miner an Dogecoin.

Dagegen spricht, dass unsere Messung drei Stichtage vergleicht und keinen vollständigen Verlauf. Ein einzelner langsamer Block an einem der Stichtage verschiebt das Ergebnis geringfügig. Über 41.018 Blöcke fällt das kaum ins Gewicht, aber es bleibt eine Stichprobe und keine fortlaufende Aufzeichnung. Wer die Zahlen nachrechnen will, findet die Blockhöhen zu den genannten Zeitpunkten in jedem Dogecoin-Blockexplorer.

Was bleibt, ist ein praktischer Befund und ein geldpolitischer. Der praktische: Rechne bei Bestätigungen mit 63 Sekunden, nicht mit 60. Der geldpolitische: Die oft zitierten 5,256 Milliarden neuen Dogecoin im Jahr sind eine Obergrenze, die das Netzwerk derzeit nicht erreicht.

Dogecoin-Blockrate: 63 Sekunden je Block verschieben jede Frist

Drei Schritte, mit denen du den Befund in deinem Depot umsetzt:

  1. Puffer bei Transfers einplanen. Sieh in der Einzahlungsmaske deiner Börse nach, wie viele Bestätigungen für Dogecoin verlangt werden, und multipliziere die Zahl mit 63 Sekunden. Läuft eine Frist, schick die Dogecoin nicht am letzten Tag los. Welche Handelsplätze Dogecoin in Euro führen und was sie kosten, steht im Überblick der besten Krypto-Börsen.
  2. Bestände prüfen, die du ohnehin bewegen willst. Wer Dogecoin dauerhaft hält und nicht handelt, braucht die Börse dafür nicht. Welche Geräte sich für die eigene Verwahrung eignen und was sie kosten, zeigt der Vergleich der Hardware-Wallets.
  3. Transfers dokumentieren. Jede Überweisung zwischen eigenen Adressen ist steuerlich kein Verkauf, muss aber nachvollziehbar bleiben, damit das Finanzamt Anschaffungszeitpunkte zuordnen kann. Werkzeuge, die das automatisch mitschreiben, findest du unter den Krypto-Steuer-Tools.

(Stand: 28. Oktober 2026. Dieser Beitrag ist keine Anlageberatung. Kurse und Gebührenmodelle ändern sich; prüfe die Konditionen vor jedem Kauf beim Anbieter selbst.)

Häufige Fragen zur Dogecoin-Blockrate

Transparenzhinweis: Dieser Beitrag wurde unter Zuhilfenahme künstlicher Intelligenz erstellt und vor der Veröffentlichung redaktionell geprüft. Alle Zahlen und Angaben wurden gegen die im Text verlinkten Primärquellen abgeglichen. Das Beitragsbild wurde mit KI erzeugt.

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