Die in diesem Artikel bereitgestellten Informationen dienen ausschließlich zu Informationszwecken und stellen keine Finanzberatung dar. Investitionen in Kryptowährungen sind mit einem hohen Risiko verbunden. Führe immer deine eigene Recherche durch.

Dogecoin Kurs im Oktober 16 Prozent tiefer: Ist der starke Monat ein Mythos?

Analyse: Dogecoin schließt den Oktober voraussichtlich mit einem Minus von 16,1 Prozent ab, dem zweiten Verlustmonat in Folge nach plus 40,3 Prozent im Oktober 2024. Drei Handelstage bleiben, und für deutsche Anleger hängt an diesem Monatsschluss mehr als eine Statistik.

Leerer Marktplatz einer Altstadt bei Nacht, drei eiserne Marktstandgerueste in einer Reihe, nur das vorderste mit einer nassen Segeltuchplane bedeckt, darauf das Dogecoin-Zeichen als aufgenaehtes Emblem
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Belegt ist: Dogecoin notiert am Mittwochmittag bei 0,0792 US-Dollar und liegt damit 16,1 Prozent unter dem Stand vom 1. Oktober. Unsere Einschätzung dazu folgt weiter unten: Die Zahlen reichen aus, um die Oktober-Schwäche zu beschreiben, aber nicht aus, um daraus eine Saisonregel zu machen.

Der Oktober gilt in der Krypto-Szene als verlässlich starker Monat. Für Dogecoin stimmt das in diesem Jahr nicht, und es stimmte auch im Vorjahr nicht. Drei Handelstage trennen den Kurs noch vom Monatsschluss, der in jede Jahresstatistik eingeht. Wer im Oktober gekauft hat, sitzt heute auf einem Buchverlust. Wer einen Sparplan laufen hat, bekommt gerade günstigere Raten. Beide Fälle verlangen eine andere Reaktion, und beide hängen an Zahlen, die sich nachrechnen lassen.

So steht Dogecoin am Mittwochmittag

Der Kurs liegt bei 0,079167 US-Dollar, gemessen am 28. Oktober um 12:51 Uhr UTC bei CoinGecko. In 24 Stunden ergibt das ein Plus von 1,7 Prozent, auf Wochensicht ein Minus von 2,2 Prozent und über 30 Tage ein Minus von 14,0 Prozent. Die Tagesspanne reichte von 0,0787 bis 0,0805 US-Dollar. Das Handelsvolumen der vergangenen 24 Stunden betrug 531 Millionen US-Dollar, die Marktkapitalisierung liegt bei 12,39 Milliarden US-Dollar. Damit steht Dogecoin auf Rang 12 der nach Marktwert größten Kryptowährungen.

Marktkapitalisierung heißt hier: Umlaufmenge mal aktueller Kurs. Bei Dogecoin wächst die Umlaufmenge jedes Jahr um rund 5,2 Milliarden Münzen weiter, weil das Protokoll keine Obergrenze kennt. Ein gleichbleibender Kurs bedeutet also einen steigenden Marktwert, und ein gleichbleibender Marktwert einen fallenden Kurs. Diese Besonderheit trennt Dogecoin von Bitcoin, dessen Menge bei 21 Millionen endet.

Die Oktober-Bilanz: 26 von 28 Tagen unter dem Monatsstart

Am 1. Oktober schloss Dogecoin bei 0,094495 US-Dollar. Seitdem lagen 26 der 28 bisherigen Oktober-Schlusskurse darunter. Das Monatshoch fiel auf den 2. Oktober mit 0,097914 US-Dollar, das Monatstief auf den 24. Oktober mit 0,074714 US-Dollar. Zwischen beiden Werten liegen 23,7 Prozent.

Für ein Monatsplus müsste der Kurs in den verbleibenden drei Handelstagen um 19,2 Prozent zulegen. Eine Bewegung dieser Größe hat Dogecoin in diesem Jahr an keinem Dreitagesfenster geschafft. Die Rechnung grenzt damit ab, statt ein Szenario zu entwerfen: Der Oktober 2026 wird für Dogecoin mit hoher Wahrscheinlichkeit als Verlustmonat in die Statistik eingehen.

Zur Einordnung nach oben und unten: Das Jahreshoch stammt vom 6. Januar mit 0,15645 US-Dollar, das Jahrestief vom 1. August mit 0,067582 US-Dollar. Der aktuelle Kurs liegt also 49,4 Prozent unter dem Jahreshoch und 17,2 Prozent über dem Jahrestief. Vor genau einem Jahr, am 28. Oktober 2025, stand Dogecoin bei 0,19376 US-Dollar.

Balkendiagramm mit drei Saeulen zur Oktober-Bilanz von Dogecoin: plus 40,3 Prozent 2024, minus 20,0 Prozent 2025, minus 16,1 Prozent 2026
Die Oktober-Bilanz von Dogecoin in drei Jahren, gerechnet aus den Tagesschlusskursen bei Bitstamp.

Drei Oktober im Vergleich: plus 40, minus 20, minus 16

Die Rede vom starken Oktober lässt sich für Dogecoin an genau drei vollständig verfügbaren Jahren prüfen. Grundlage sind die Tagesschlusskurse des Handelsplatzes Bitstamp für das Paar DOGE gegen US-Dollar, jeweils vom ersten zum letzten Oktobertag gerechnet.

Im Oktober 2024 stieg Dogecoin von 0,11502 auf 0,16137 US-Dollar und gewann damit 40,3 Prozent. Im Oktober 2025 fiel der Kurs von 0,23298 auf 0,18639 US-Dollar, ein Minus von 20,0 Prozent. Im laufenden Oktober steht bis zum 28. ein Minus von 16,1 Prozent. Aus drei Jahren ergibt sich damit ein Gewinnmonat und zwei Verlustmonate, im Mittel ein Plus von 1,4 Prozent. Dieser Mittelwert sagt über den kommenden Oktober nichts aus, und das ist der eigentliche Befund.

Warum die Oktober-Regel bei Dogecoin nicht trägt

Saisonalität beschreibt die Annahme, dass ein Monat über viele Jahre hinweg systematisch besser abschneidet als andere. Damit eine solche Aussage belastbar wird, braucht sie zwei Dinge: eine ausreichende Zahl von Jahren und eine Erklärung, warum der Kalender auf den Kurs wirken sollte.

Beides fehlt hier. Drei Datenpunkte liefern keine Verteilung, aus der sich etwas ableiten ließe, und eine Spanne von plus 40 bis minus 20 Prozent zeigt die Streuung deutlicher als jeder Mittelwert. Dazu kommt: Dogecoin wird überwiegend gegen den Dollar-Stablecoin Tether gehandelt und folgt im Tagesgeschäft der Richtung des Gesamtmarktes. Ein Kalendermonat ist für diesen Mechanismus kein Treiber.

Was tatsächlich auf den Kurs wirkt, lässt sich benennen: Zuflüsse in die amerikanischen Dogecoin-Fonds, die Kosten für gehebelte Positionen, Nachrichten aus dem Projektumfeld und die Richtung von Bitcoin. Diese vier Größen erklären die Bewegungen der vergangenen Wochen besser als der Blick auf den Kalender. Heute kommt ein fünfter Punkt dazu: Die amerikanische Notenbank entscheidet am Abend über den Leitzins, und solche Termine bewegen den gesamten Kryptomarkt mehr als jede Saisonregel.

Was den Oktober gedrückt hat: Markenstreit, Fondsflaute, teure Hebel

Drei Vorgänge lassen sich mit Zahlen belegen. Am 25. Oktober endete der Markenvertrag zwischen der Dogecoin Foundation und dem Unternehmen House of Doge; dazu standen Lizenzzahlungen von 400.000 US-Dollar offen, wie wir am selben Tag im Artikel zum beendeten Markenvertrag berichteten. Für den Kurs ist daran weniger der Betrag entscheidend als die Frage, wer künftig kommerzielle Projekte unter dem Namen betreiben darf.

Zweitens die Fonds: Am 21. Oktober flossen den amerikanischen Dogecoin-Fonds seit ihrem Start 16,43 Millionen US-Dollar zu, während ihr Vermögen auf 13,38 Millionen US-Dollar geschrumpft war. Die Lücke von rund drei Millionen entsteht durch den Kursverfall der gehaltenen Münzen, nicht durch Abflüsse. Die Zahlen stammen aus unserer Auswertung der Fondsvermögen vom 21. Oktober.

Drittens der Terminmarkt. Gehebelte Kaufpositionen kosteten am 27. Oktober eine Finanzierungsrate von 7,4 Prozent im Jahr, wie unsere Auswertung der Hebelkosten vom 27. Oktober zeigte. Die Finanzierungsrate ist die Gebühr, die Inhaber einer gehebelten Kaufposition an die Gegenseite zahlen, solange der Terminkurs über dem Kassakurs liegt. Je länger ein Monat seitwärts läuft, desto stärker zehrt diese Gebühr an der Position.

Was sich seit gestern verändert hat

Gestern lag der Schlusskurs bei 0,079007 US-Dollar, heute Mittag bei 0,0792 US-Dollar. Die Bewegung beträgt damit weniger als ein Viertelprozent. Der Abstand zur 200-Tage-Linie, den wir gestern mit 13,9 Prozent gemessen haben, ist auf 8,5 Prozent geschrumpft; die Linie selbst sinkt mit jedem schwachen Tag, der aus der Berechnung fällt. Entscheidend verändert hat sich dadurch nichts: Der Kurs steht weiter unter dieser Linie, und der Abstand verkleinert sich von unten, weil die Linie fällt, nicht weil der Kurs steigt.

Die Marken bis zum Monatsschluss

Nach oben zählt zunächst das Tageshoch bei 0,0805 US-Dollar. Darüber liegt als nächste begründete Marke der Monatsstart bei 0,0945 US-Dollar; erst dort wäre der Oktober ausgeglichen. Zwischen beiden Werten gibt es seit dem 20. Oktober keinen Schlusskurs mehr, der Raum ist also dünn gehandelt.

Nach unten steht das Monatstief vom 24. Oktober bei 0,0747 US-Dollar. Es hat seitdem viermal gehalten, zuletzt am 26. Oktober. Fällt der Kurs darunter, ist das Jahrestief vom 1. August bei 0,0676 US-Dollar die nächste Marke aus dem laufenden Jahr. Zwischen beiden liegen 9,5 Prozent.

Eine Marke ist kein Versprechen, sondern die Bezeichnung für ein Kursniveau, an dem in der Vergangenheit genug Kauf- oder Verkaufsaufträge lagen, um die Bewegung zu bremsen. Ob dort heute noch Aufträge liegen, zeigt erst der nächste Test.

Alte Stempeluhr aus Messing an einer dunklen Werkhallenwand, der Minutenzeiger kurz vor dem Umspringen, darunter ein Faecher aus gelochten Pappkarten
Drei Handelstage trennen den Dogecoin-Kurs noch vom Monatsschluss, der in die Jahresstatistik eingeht.

Sparplan auf Dogecoin: Mindestrate, Gebühr und Ausführungstag

Ein fallender Monat wirkt auf einen Sparplan anders als auf einen Einmalkauf. Wer monatlich einen festen Betrag anlegt, bekommt bei niedrigeren Kursen mehr Münzen für dasselbe Geld und senkt damit seinen Durchschnittspreis. Dieser Effekt folgt allein aus der Rechenweise und schützt vor keinem Verlust; er wirkt nur, solange die Raten tatsächlich durchlaufen.

Drei Punkte entscheiden bei deutschen Anbietern über die Kosten eines solchen Plans. Erstens die Mindestrate, die je nach Haus zwischen 10 und 25 Euro liegt; darunter lässt sich der Plan nicht einrichten. Zweitens die Ordergebühr: Bei einer Rate von 25 Euro macht ein Unterschied von einem Prozentpunkt im Jahr drei Euro aus, bezogen auf 300 Euro Anlagesumme. Drittens der Ausführungstag: Viele Pläne laufen zum Monatsanfang, einige lassen sich auf mehrere Termine verteilen. Wer den Tag wählen kann, verteilt das Risiko eines einzelnen Kurses auf mehrere Zeitpunkte. Welche Häuser Dogecoin überhaupt im Sparplan führen und zu welchen Sätzen, steht in unserem Vergleich der besten Krypto-Börsen.

Ein Hinweis zur Zulassung: Seit der europäischen Verordnung über Märkte für Kryptowerte dürfen in Deutschland nur noch Anbieter mit entsprechender Lizenz Kryptowerte an Privatkunden vermitteln. Prüfe vor dem Einrichten eines Plans, ob dein Anbieter diese Zulassung führt; sie steht im Register der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht und im Impressum der Anbieter.

Steuer: Warum ein Buchverlust im Oktober noch keiner ist

Kryptowerte gelten in Deutschland als andere Wirtschaftsgüter. Gewinne aus dem Verkauf sind nach einem Jahr Haltedauer steuerfrei, innerhalb des Jahres als privates Veräußerungsgeschäft steuerpflichtig, sobald die Summe aller solcher Gewinne eines Jahres 1.000 Euro erreicht. Diese Freigrenze gilt seit 2024 und ersetzt die frühere Grenze von 600 Euro.

Für den laufenden Oktober folgt daraus ein nüchterner Punkt: Ein Kursrückgang im Depot ist kein steuerlicher Verlust. Das Finanzamt berücksichtigt nur, was tatsächlich verkauft wurde, und zwar im selben Kalenderjahr. Wer einen Verlust aus 2026 mit Gewinnen aus 2026 verrechnen will, muss den Verkauf bis zum 31. Dezember ausführen. Nach dem Jahreswechsel ist diese Verrechnung nicht mehr möglich, weil Verluste aus privaten Veräußerungsgeschäften nur mit Gewinnen derselben Art und desselben Jahres oder über den Verlustvortrag mit künftigen Jahren verrechnet werden.

Praktisch heißt das: Sammle die Anschaffungsdaten, bevor du rechnest. Für jede Position zählen das Kaufdatum, der Kaufkurs, die Menge und die Gebühr. Wer über mehrere Börsen kauft, verliert diese Angaben schnell aus dem Blick; die gängigen Portfolio-Programme lesen die Handelsdaten automatisch ein und liefern die Jahresaufstellung. Welche Programme die deutschen Vorgaben abbilden, steht im Vergleich der Steuer-Tools weiter unten. Für die konkrete Erklärung bleibt die steuerliche Beratung die zuständige Stelle; dieser Abschnitt ersetzt sie nicht.

Unsere Einschätzung: Was die Zahlen hergeben

Aus Sicht der Redaktion trägt die Oktober-Schwäche von Dogecoin keine Aussage über den November. Dafür sprechen die Belege: drei verfügbare Oktober-Bilanzen mit einer Spanne von plus 40,3 bis minus 20,0 Prozent, ein Kurs, der sich seit dem 22. Oktober in einer Spanne von vier Prozent bewegt, und ein Handelsvolumen von 531 Millionen US-Dollar, das gegenüber den Sommermonaten keine Auffälligkeit zeigt. Was sich belegen lässt, ist eine Abwärtsbewegung über 30 Tage und ein ruhiger Markt seit einer Woche.

Dagegen spricht nichts, was man ignorieren dürfte: Der Markenstreit um House of Doge ist nicht entschieden, die Fondszuflüsse haben seit Monaten keine neue Dynamik gebracht, und der Zinsentscheid am Abend kann die Richtung des gesamten Marktes drehen. Wer daraus eine Prognose baut, verlässt den Bereich des Belegbaren. Wer dagegen prüft, ob seine Position zur eigenen Haltedauer passt und ob die Anschaffungsdaten vollständig vorliegen, arbeitet mit dem, was heute bekannt ist.

Dogecoin-Oktober: Drei Handelstage entscheiden über die Monatsbilanz

Bis zum Monatsschluss am 31. Oktober bleiben drei Handelstage. Was sich in dieser Zeit sinnvoll erledigen lässt, steht in drei Schritten:

  1. Anschaffungsdaten zusammentragen. Kaufdatum, Kurs, Menge und Gebühr für jede Position, über alle genutzten Börsen hinweg. Die passenden Programme dafür stehen im Vergleich der Krypto-Steuer-Tools.
  2. Sparplan-Konditionen nachsehen. Mindestrate, Ordergebühr und Ausführungstag beim eigenen Anbieter abgleichen, dazu die Zulassung nach der europäischen Verordnung. Die Übersicht liefert der Vergleich der besten Krypto-Börsen.
  3. Marken notieren. 0,0805 US-Dollar nach oben, 0,0747 US-Dollar nach unten, 0,0945 US-Dollar als Ausgleich des Monats. Wer mit Hebel arbeitet, rechnet zusätzlich die Finanzierungsrate auf die geplante Haltedauer hoch; der Vergleich der Krypto-Broker nennt die jeweiligen Sätze.

(Stand: 28. Oktober 2026. Dieser Beitrag ist keine Anlageberatung. Kurse und Gebührenmodelle ändern sich; prüfe die Konditionen vor jedem Kauf beim Anbieter selbst.)

Häufige Fragen zu Dogecoin

Transparenzhinweis: Dieser Beitrag wurde unter Zuhilfenahme künstlicher Intelligenz erstellt und vor der Veröffentlichung redaktionell geprüft. Alle Zahlen und Angaben wurden gegen die im Text verlinkten Primärquellen abgeglichen. Das Beitragsbild wurde mit KI erzeugt.

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