Die in diesem Artikel bereitgestellten Informationen dienen ausschließlich zu Informationszwecken und stellen keine Finanzberatung dar. Investitionen in Kryptowährungen sind mit einem hohen Risiko verbunden. Führe immer deine eigene Recherche durch.

Dogecoin verliert in sieben Tagen 8,6 Prozent, Bitcoin nur 2: Warum DOGE mehr als viermal so stark nachgibt

Dogecoin fällt am Donnerstag auf 0,0801 Dollar und verliert auf Wochensicht 8,6 Prozent, während Bitcoin nur 2,0 Prozent abgibt. Entscheidend ist die Zone um 0,0789 Dollar, an der der Kurs schon am 16. September gestoppt hat.

Nasse Betonmauer eines Stauwehrs bei Nacht, das Wasser steht dicht unter der Markierungskante, in den Beton ist das Dogecoin-Zeichen als Metallintarsie eingelassen
10 Min. Lesezeit
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Dogecoin notiert am Donnerstagmittag bei 0,0801 US-Dollar und hat damit in sieben Tagen 8,6 Prozent verloren. Bitcoin gab im selben Zeitraum 2,0 Prozent ab. Der Abstand ist der eigentliche Befund des Tages: Dogecoin fällt mehr als viermal so stark wie der größte Wert des Marktes, und das an einer Stelle, an der der Kurs schon vor vier Wochen einmal stand.

Dogecoin bei 0,0801 Dollar: die Zahlen zum Donnerstagmittag

Stand 15. Oktober liegt der Kurs bei 0,080056 Dollar. In 24 Stunden sind das 5,0 Prozent weniger, in sieben Tagen 8,6 Prozent, in 30 Tagen 3,0 Prozent. Auf Jahressicht steht ein Minus von 61,1 Prozent. Der Spotumsatz der vergangenen 24 Stunden beträgt 1,07 Milliarden Dollar, die Marktkapitalisierung 12,52 Milliarden Dollar. Das ist Rang zwölf im Gesamtmarkt. Alle Werte stammen von CoinGecko und sind am Donnerstagmittag abgelesen.

Das Tagestief meldet CoinGecko aus Tickdaten mit 0,078426 Dollar. Auf Stundenwerten, mit denen sich Tiefpunkte über Wochen sauber vergleichen lassen, liegt der tiefste Stundenwert des Tages bei 0,078951 Dollar, erreicht in den frühen Morgenstunden. Die beiden Zahlen widersprechen sich nicht, sie messen unterschiedlich fein. Für den Vergleich mit dem September zählt die zweite.

Sieben Tage minus 8,6 Prozent, Bitcoin minus 2 Prozent

Der Wochenvergleich ordnet die Bewegung ein. Über sieben Tage verlieren Ethereum 7,3 Prozent, XRP 6,6 Prozent, Shiba Inu 7,8 Prozent, Litecoin 9,3 Prozent, Solana 10,2 Prozent und Cardano 11,5 Prozent. Dogecoin liegt mit 8,6 Prozent im Mittelfeld dieser Gruppe. Auffällig ist allein der Abstand zu Bitcoin, der mit 2,0 Prozent fast unbewegt bleibt und auf 30 Tage sogar 5,5 Prozent im Plus steht.

Daraus ergibt sich eine schlichte Lesart, die ohne Spekulation auskommt. Was gerade läuft, trägt die Züge einer Rotation aus den kleineren Werten in den größten. Wer seinen Bestand nach Gewichten steuert, sieht das am Anteil von Dogecoin am Gesamtmarkt, der in dieser Woche gefallen ist, während der Anteil von Bitcoin gestiegen ist.

Was der Begriff Rotation hier meint

Rotation beschreibt die Verschiebung von Kapital zwischen Segmenten desselben Marktes, ohne dass Geld den Markt verlässt. Erkennbar ist sie daran, dass ein Segment fällt, während ein anderes hält oder steigt, bei insgesamt normalem Umsatz. Genau dieses Bild zeigen die Zahlen dieser Woche.

Seit gestern: aus 0,0845 Dollar sind 0,0801 Dollar geworden

Am 14. Oktober stand der Kurs in unserer Betrachtung des Großadressen-Anteils bei 0,0845 Dollar, nachzulesen in der Ausgabe vom Mittwoch zum Dogecoin-Kurs und dem Anteil der Großadressen. Seitdem sind 5,2 Prozent abgegeben worden. Die Marke, die dort als nächster Prüfstein genannt wurde, ist inzwischen erreicht und im Tagesverlauf kurz unterschritten worden.

Wichtig ist dabei die Unterscheidung der Zeitebenen. Das Februar-Tief dieses Jahres lag bei 0,0887 Dollar, gemessen am 6. Februar. Diese Linie ist seit Juni Geschichte, der Juni brachte Stundenwerte bis 0,0731 Dollar. Die Linie, an der sich heute etwas entscheidet, ist jünger und liegt tiefer.

Liniendiagramm des Dogecoin-Kurses der letzten 60 Tage mit markierter 0,08-Dollar-Linie und den beiden Tiefpunkten vom 16. September und 15. Oktober
Zweimal in vier Wochen stoppte der Kurs an nahezu derselben Stelle. Datengrundlage: CoinGecko, Stundenwerte.

Die 0,08-Dollar-Linie und das September-Tief bei 0,078889 Dollar

Am 16. September fiel der tiefste Stundenwert auf 0,078889 Dollar. Am 15. Oktober lag er bei 0,078951 Dollar. Zwischen beiden Werten liegen 0,000062 Dollar, weniger als ein Zehntel Prozent. Zwei Anläufe im Abstand von 28 Tagen endeten also praktisch an derselben Stelle.

Daneben steht der September als Monat mit einem tiefsten Tageswert von 0,080051 Dollar und der Oktober mit 0,080024 Dollar. Auf Tagesbasis hat die runde 0,08-Dollar-Linie zweimal gehalten, auf Stundenbasis wurde sie beide Male kurz unterschritten. Eine Marke ist in der Praxis selten ein exakter Strich. Meist ist es eine Zone von wenigen Zehntelprozent.

Nach oben ist die nächste begründete Marke das Oktoberhoch von 0,097149 Dollar vom 2. Oktober. Nach unten liegt das Jahrestief bei 0,06902 Dollar, erreicht am 7. August. Der Abstand des aktuellen Kurses zum Allzeithoch von 0,7316 Dollar beträgt 89,1 Prozent.

Der letzte Test am 16. September und die Erholung auf 0,1039 Dollar

Der vergleichbare Fall liegt vier Wochen zurück und lässt sich bis auf die Stunde nachrechnen. Nach dem Tief vom 16. September drehte der Kurs nach oben und erreichte am 23. September 0,103908 Dollar. Das sind 31,7 Prozent über dem Tief, erreicht in sieben Tagen. Danach ging es in Stufen wieder abwärts: 0,097149 Dollar am 2. Oktober, 0,088349 Dollar am 8. Oktober, 0,0801 Dollar heute.

Für Anleger heißt das zweierlei. Die Linie hat beim letzten Test getragen, und sie hat keine Trendwende gebracht. Die Erholung endete 32 Prozent höher und lief anschließend vollständig zurück. Wer den September als Vorlage nimmt, sollte beide Hälften der Vorlage nehmen.

Wo Dogecoin zu welchen Kosten gehandelt wird, unterscheidet sich je nach Handelsplatz deutlich. Ein Blick in den Vergleich der Krypto-Börsen zeigt die Spannen bei Handelsgebühr, Spread und Auszahlung, die bei einem Kurs mit vier Nachkommastellen stärker ins Gewicht fallen als bei Bitcoin.

Mining-Angebot: 13,64 Millionen neue DOGE am Tag

Ein zweiter Zugang zum Thema liegt nicht im Chart, sondern in der Blockchain selbst. Dogecoin hat keine Obergrenze für die Gesamtmenge. Je Block entstehen 10.000 neue DOGE, so beschreibt es die Projektseite unter dogecoin.com. In den vergangenen 24 Stunden wurden laut Blockchair 1.364 Blöcke gefunden.

Daraus ergeben sich 13,64 Millionen neue DOGE an einem Tag und rund 4,98 Milliarden im Jahr. Beim aktuellen Kurs entspricht die Tagesmenge einem Gegenwert von etwa 1,09 Millionen Dollar. Die umlaufende Menge liegt je nach Zählweise zwischen 156,3 Milliarden Stück bei CoinGecko und 172,0 Milliarden Stück bei Blockchair. Die jährliche Ausweitung beträgt damit knapp drei Prozent.

Warum diese Zahl den heutigen Tag nicht erklärt

1,09 Millionen Dollar neues Angebot stehen 1,07 Milliarden Dollar Spotumsatz gegenüber. Das neue Angebot macht also rund ein Promille des Tagesumsatzes aus. Als Erklärung für ein Wochenminus von 8,6 Prozent taugt es nicht. Es wirkt als Dauerlast über Jahre und nicht als Auslöser eines einzelnen Handelstages. Wer die Jahresbilanz von minus 61,1 Prozent verstehen will, findet hier einen Baustein. Für den heutigen Tag trägt er nichts bei.

Die Blockchain zeigt im Übrigen keinen Stau. 23.015 Transaktionen in 24 Stunden, 17 Vorgänge im Mempool, eine Durchschnittsgebühr von 0,028 Dollar. Panikartige Bewegungen auf der Blockchain sehen anders aus.

Rot-weißer Schlagbaum senkt sich im Gegenlicht über eine leere nächtliche Zufahrt auf nassem Asphalt
Für Verluste aus dem laufenden Jahr schließt sich das Fenster am 31. Dezember.

Haltefrist und Freigrenze: der 31. Dezember nach Paragraf 23 EStG

Hier liegt die konkrete Prüfung, die ein Anleger in Deutschland heute vornehmen kann, und sie hat wenig mit dem Chart zu tun. Krypto fällt unter die privaten Veräußerungsgeschäfte. Maßgeblich ist Paragraf 23 des Einkommensteuergesetzes. Dort steht der Zeitraum zwischen Anschaffung und Veräußerung von „nicht mehr als ein Jahr“, und dort steht die Freigrenze: Gewinne bleiben steuerfrei, wenn der Gesamtgewinn aus privaten Veräußerungsgeschäften im Kalenderjahr weniger als 1.000 Euro beträgt.

Was die Jahresbilanz von minus 61,1 Prozent damit zu tun hat

Wer Dogecoin innerhalb der vergangenen zwölf Monate gekauft hat, sitzt beim heutigen Kurs rechnerisch auf einem Verlust. Innerhalb der Jahresfrist realisierte Verluste aus privaten Veräußerungsgeschäften lassen sich mit Gewinnen aus derselben Kategorie desselben Jahres verrechnen, etwa mit Gewinnen aus anderen Coins oder aus Gold. Das Kalenderjahr endet am 31. Dezember, und eine Veräußerung wirkt nur in dem Jahr, in dem sie stattfindet.

Zwei Punkte gehören dazu. Erstens läuft mit jedem Monat ein Teil des Bestandes aus der Jahresfrist heraus, und was außerhalb der Frist liegt, ist steuerlich ohne Wirkung, im Gewinn wie im Verlust. Zweitens ist die Reihenfolge der Anschaffungen entscheidend, weshalb eine saubere Aufstellung je Kauf wichtiger ist als jede Kursmeinung. Welche Werkzeuge diese Aufstellung führen und die Fristen je Posten mitzählen, zeigt der Überblick zu den Steuer-Tools und Portfolio-Trackern.

Diese Darstellung ersetzt keine steuerliche Beratung. Genannt sind hier die Frist, der Paragraf und die Freigrenze, damit die Prüffrage vor dem Jahreswechsel auf dem Tisch liegt.

Kaufweg und Verwahrung: Gebühren, Spread und eigene Schlüssel

Bei einem Kurs von 0,08 Dollar entscheidet der Kaufweg über einen spürbaren Teil des Ergebnisses. Zur Kostenseite beim Einstieg haben wir die Spannen zwischen Sofortkauf und Orderbuch bereits aufgeschlüsselt, nachzulesen in der Betrachtung zum Kaufweg bei Dogecoin in Deutschland. Der Befund dort gilt unverändert: Der bequeme Weg kostet den größeren Aufschlag.

Für die Verwahrung gilt die übliche Abwägung. Auf der Börse bleibt der Bestand schnell handelbar und liegt bei einem Dritten. Auf eigener Hardware liegt er bei dir, mit der vollen Verantwortung für die Sicherung der Zugangswörter. Welche Geräte Dogecoin unterstützen und was sie kosten, steht im Vergleich der Hardware-Wallets. Bei Beträgen, die ohnehin für einen Verkauf innerhalb der Jahresfrist vorgesehen sind, ist der Umzug auf eigene Hardware selten die erste Baustelle.

Unsere Einschätzung: die Linie trägt bisher, die Jahresbilanz nicht

Aus Sicht der Redaktion ist die Lage weniger dramatisch, als das Tagesminus von 5,0 Prozent nahelegt, und zugleich weniger beruhigend, als das Halten der Linie aussieht. Dafür sprechen drei belegte Punkte. Erstens hat die Zone um 0,0789 Dollar innerhalb von 28 Tagen zweimal gestoppt, am 16. September bei 0,078889 Dollar und am 15. Oktober bei 0,078951 Dollar. Zweitens ist die Blockchain unauffällig, 17 Vorgänge im Mempool und 0,028 Dollar Durchschnittsgebühr zeigen keinen Verkaufsdruck, der sich im Netz staut. Drittens liegt das Wochenminus im Mittelfeld der größeren Altcoins und nicht an deren Ende.

Dagegen spricht der längere Blick. Auf Jahressicht stehen 61,1 Prozent Verlust, auf Sicht von 30 Tagen 3,0 Prozent, während Bitcoin im selben Monat 5,5 Prozent zugelegt hat. Die Erholung nach dem Septembertief endete bei 0,103908 Dollar und lief vollständig zurück. Eine Linie, die zweimal hält, ist ein Boden und noch keine Wende. Beweisen lässt sich eine Wende erst, wenn ein Anlauf oberhalb des Oktoberhochs von 0,097149 Dollar endet. Diese Einschätzung bewertet die Lage und ist keine Kauf- oder Verkaufsempfehlung.

Dogecoin: Unter 0,078889 Dollar beginnt der Weg zum August-Tief

Drei Schritte ordnen die nächsten Wochen, jeder davon nachrechenbar.

  1. Die Zone um 0,0789 Dollar beobachten. Hält sie ein drittes Mal, bleibt das Bild der vergangenen vier Wochen intakt. Fällt ein Tagesschluss klar darunter, ist das Jahrestief von 0,06902 Dollar vom 7. August die nächste Größe, auf die sich der Markt beziehen kann. Wer dafür handelsbereit sein will, sollte die Kosten seines Handelsplatzes kennen und im Börsenvergleich gegenprüfen.
  2. Die Jahresfrist je Kaufposten aufschreiben. Kaufdatum, Menge, Preis, und daraus das Datum, an dem die Jahresfrist nach Paragraf 23 EStG endet. Bis zum 31. Dezember entscheidet diese Liste, welche Verluste sich noch verrechnen lassen. Die Werkzeuge dafür stehen im Überblick zu Steuer-Tools.
  3. Den Verwahrort zum Anlagehorizont passen lassen. Bestand, der länger als die Jahresfrist liegen bleibt, gehört eher auf eigene Hardware als auf einen Handelsplatz. Die Geräte und ihre Kosten stehen im Hardware-Wallet-Vergleich.

(Stand: 15. Oktober 2026. Dieser Beitrag ist keine Anlageberatung. Kurse und Gebührenmodelle ändern sich; prüfe die Konditionen vor jedem Kauf beim Anbieter selbst. Krypto-Anlagen können zum Totalverlust führen.)

Häufige Fragen zu Dogecoin

Transparenzhinweis: Dieser Beitrag wurde unter Zuhilfenahme künstlicher Intelligenz erstellt und vor der Veröffentlichung redaktionell geprüft. Alle Zahlen und Angaben wurden gegen die im Text verlinkten Primärquellen abgeglichen. Das Beitragsbild wurde mit KI erzeugt.

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