Die in diesem Artikel bereitgestellten Informationen dienen ausschließlich zu Informationszwecken und stellen keine Finanzberatung dar. Investitionen in Kryptowährungen sind mit einem hohen Risiko verbunden. Führe immer deine eigene Recherche durch.

Dogecoin: 60,6 Prozent Jahresverlust und nur noch Platz 12: So prüfst du den Jahrestag deines Kaufs

Dogecoin kostet am Dienstagmittag 0,0789 Dollar und hat in zwölf Monaten 60,6 Prozent verloren, mehr als doppelt so viel wie Bitcoin. Für Anleger in Deutschland entscheidet jetzt weniger die nächste Marke als der Kalender: Der Jahrestag des Kaufs legt fest, ob ein Gewinn steuerfrei bleibt und ob ein Verlust überhaupt noch zählt.

Schlagbaum-Schranke senkt sich bei Nacht vor einer leeren Zufahrt, im Metallpfosten das Dogecoin-Zeichen als Messingintarsie
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Dogecoin kostet am Dienstagmittag 0,0789 Dollar und damit 0,0704 Euro. Auf Sicht von zwölf Monaten steht ein Minus von 60,6 Prozent, und der Coin rangiert nach Marktwert nur noch auf Platz 12. Die Zahlen stammen von CoinGecko, abgerufen um 12:47 Uhr deutscher Zeit.

Dogecoin verliert in zwölf Monaten 60,6 Prozent und fällt auf Platz 12

Wer vor einem Jahr eingestiegen ist, sitzt heute auf einem Verlust von knapp zwei Dritteln. Der Marktwert von Dogecoin liegt bei 12,34 Milliarden Dollar oder 11,01 Milliarden Euro, der Umlauf bei 156,40 Milliarden Münzen. Vom Rekordstand am 7. Mai 2021 bei 0,7316 Dollar trennen den Kurs 89,2 Prozent.

Interessant wird die Zahl erst im Vergleich. Von den acht großen Werten, die wir täglich messen, hat nur Polkadot über zwölf Monate mehr verloren:

CoinZwölf MonatePlatz nach Marktwert
Polkadotminus 63,1 Prozent51
Dogecoinminus 60,6 Prozent12
Shiba Inuminus 51,5 Prozent36
XRPminus 47,7 Prozent5
Solanaminus 46,1 Prozent7
Ethereumminus 41,1 Prozent2
Chainlinkminus 36,3 Prozent16
Bitcoinminus 26,7 Prozent1

Dogecoin hat im selben Zeitraum also 2,27-mal so viel verloren wie Bitcoin. Das ist der eigentliche Befund des Tages, und er lässt sich nicht mit der Stimmung einer einzelnen Woche erklären.

Der Einbruch steckt in den letzten zwei Wochen, nicht im ganzen Monat

Die kurzen Fristen sagen etwas, das in der Jahreszahl untergeht. Über 30 Tage steht Dogecoin bei minus 6,8 Prozent, über 14 Tage dagegen bei minus 16,8 Prozent. Der Zwei-Wochen-Verlust ist damit das 2,46-Fache des Monatsverlusts.

Mathematisch geht das nur auf eine Weise auf: Die erste Hälfte des Monats lief deutlich positiv, und der gesamte Rückgang hat sich danach zusammengeballt. Der Monatswert verdeckt also einen Bruch, der erst Anfang Oktober einsetzte. Über sieben Tage liegt das Minus bei 6,4 Prozent.

Der Dienstag selbst ist ruhig. Zwischen Tageshoch bei 0,079957 Dollar und Tagestief bei 0,078486 Dollar liegen 1,87 Prozent, auf 24 Stunden steht ein Minus von 0,3 Prozent. Der Handelsumsatz beträgt 345,29 Millionen Dollar.

Abfallender Bergrücken im letzten Tageslicht, der Grat bricht in Stufen in ein dunkles Tal ab
Zwölf Monate abwärts: Der Weg nach unten verlief in Stufen, nicht gleichmäßig.

Seit dem 19. Oktober hat sich am Umsatzbild wenig gedreht

Gestern haben wir an dieser Stelle berichtet, dass große Adressen rund 600 Millionen DOGE aufgenommen haben, während sich der Tagesumsatz halbierte. Daran hat sich bis heute wenig geändert: Mit 345,29 Millionen Dollar bleibt der Umsatz auf dem gedrückten Niveau, und der Kurs hat seitdem kaum nachgegeben.

Der längere Vergleich fällt deutlicher aus. In unserem Artikel vom 14. Oktober stand Dogecoin bei 0,0845 Dollar. Bis heute sind daraus 0,0789 Dollar geworden, ein Rückgang von 6,6 Prozent in sechs Tagen. Die Käufe der großen Adressen haben den Kurs in dieser Zeit also nicht getragen.

Der Jahrestag deines Kaufs wiegt schwerer als der Tageskurs

Für einen Anleger in Deutschland hängt an diesem Datum mehr als an der nächsten Marke. Nach Paragraf 23 EStG ist der Verkauf von Kryptowerten ein privates Veräußerungsgeschäft, solange zwischen Anschaffung und Verkauf nicht mehr als ein Jahr liegt. Ein privates Veräußerungsgeschäft ist ein Verkauf aus dem Privatvermögen, dessen Gewinn nur innerhalb dieser Frist steuerpflichtig wird.

Daraus folgen zwei Fälle. Verkaufst du innerhalb der zwölf Monate mit Gewinn, zählt dieser Gewinn zu deinem zu versteuernden Einkommen und wird mit deinem persönlichen Steuersatz belastet. Dafür gilt eine Freigrenze von 1.000 Euro im Kalenderjahr, und zwar für alle privaten Veräußerungsgeschäfte zusammen. Eine Freigrenze ist kein Freibetrag: Liegst du mit 1.001 Euro darüber, ist der gesamte Betrag steuerpflichtig, nicht nur der eine Euro.

Verkaufst du nach Ablauf der zwölf Monate, fällt der Vorgang aus Paragraf 23 heraus. Der Gewinn bleibt steuerfrei, und zwar ohne Obergrenze. Ob diese Regel bleibt, ist politisch offen. Den jeweils aktuellen Stand der Reformdebatte führen wir auf unserer Dauerseite zur Krypto-Haltefrist nach.

Nach zwölf Monaten ist ein Verlust steuerlich nicht mehr absetzbar

Hier liegt der Punkt, den viele Halter übersehen, und bei einem Minus von 60,6 Prozent betrifft er eine ganze Menge Depots. Die Steuerfreiheit nach einem Jahr wirkt in beide Richtungen. Wenn der Verkauf kein privates Veräußerungsgeschäft mehr ist, dann ist auch ein Verlust daraus keiner, den das Finanzamt anerkennt.

Innerhalb der Jahresfrist sieht es anders aus. Ein Verlust aus einem privaten Veräußerungsgeschäft lässt sich mit Gewinnen aus anderen privaten Veräußerungsgeschäften desselben Jahres verrechnen, etwa mit einem Gewinn aus einem anderen Coin. Bleibt danach ein Verlust übrig, kann er ins Vorjahr zurückgetragen oder in kommende Jahre vorgetragen werden, wo er wieder nur gegen dieselbe Einkunftsart zählt. Mit Gewinnen aus Aktien, Zinsen oder deinem Gehalt lässt er sich nicht verrechnen.

Daraus ergibt sich eine Konstellation, die ein Blick auf den Chart nicht zeigt: Wer eine Position kurz vor dem Jahrestag hält und sie tief im Minus sieht, hat genau bis zu diesem Tag die Möglichkeit, den Verlust überhaupt steuerlich geltend zu machen. Danach ist diese Tür zu. Welche Positionen bei dir wann anfallen, zeigt eine saubere Dokumentation deiner Käufe; die Anbieter dafür haben wir im Vergleich der Krypto-Steuer-Tools gegenübergestellt.

Das ist eine Darstellung der Rechtslage, keine Steuerberatung. Was in deinem Fall gilt, hängt an deinen Anschaffungsdaten, deinen übrigen Einkünften und an Sonderfällen wie Staking oder Tausch. Diese Fragen gehören zu einem Steuerberater.

Aufgeschlagener Steuerordner mit leeren Seiten auf einem Küchentisch unter einer Lampe, daneben Tischrechner und lose Belege
Die Anschaffungsdaten entscheiden über die Steuer, nicht der Tageskurs.

Die Fristberechnung folgt Paragraf 188 BGB, nicht dem Bauchgefühl

Die Jahresfrist wird nicht nach Gefühl gezählt. Maßgeblich ist Paragraf 188 BGB: Eine nach Jahren bestimmte Frist endet mit dem Tag des letzten Jahres, der dem Tag vorangeht, welcher durch seine Benennung dem Anfangstag entspricht. Der Tag der Anschaffung selbst zählt dabei nicht mit.

In der Praxis heißt das: Hast du deine DOGE am 20. Oktober 2025 gekauft, läuft die Jahresfrist mit Ablauf des 20. Oktober 2026 ab. Ein Verkauf an diesem Dienstag liegt also noch innerhalb der Frist, ein Verkauf ab Mittwoch liegt außerhalb. Ein einziger Tag entscheidet damit darüber, ob ein Gewinn steuerfrei bleibt und ob ein Verlust noch zählt.

Dazu kommt die Zuordnung der einzelnen Käufe. Hast du mehrfach gekauft, gilt für die Reihenfolge das Verfahren First in, first out, also der zuerst gekaufte Bestand gilt als zuerst verkauft. Die Finanzverwaltung legt dabei eine walletbezogene Betrachtung zugrunde, die Frist läuft also je Wallet und nicht über alle Bestände hinweg. Wer auf mehreren Börsen und in mehreren Wallets hält, rechnet jede Stelle für sich.

Woher die 60 Prozent kommen: 5,26 Milliarden neue DOGE im Jahr

Ein Teil des Jahresverlusts steckt in der Bauart der Blockchain selbst. Dogecoin schüttet je Block 10.000 DOGE an die Miner aus, bei einer Blockzeit von rund einer Minute. Das ergibt etwa 5,256 Milliarden neue Münzen im Jahr. Gemessen am Umlauf von 156,40 Milliarden sind das 3,36 Prozent jährliche Verwässerung.

Der Unterschied zu Bitcoin liegt in der Dauerhaftigkeit. Bei Bitcoin halbiert sich die Ausschüttung etwa alle vier Jahre, die Neuemission läuft also gegen null. Bei Dogecoin ist die Blockprämie seit 2014 fest, es gibt keine Halbierung und keine Obergrenze des Umlaufs. Wie das Netz seine Miner bezahlt und welchen Anteil die Gebühren daran haben, haben wir am 18. Oktober im Detail aufgeschlüsselt.

Für die Jahresbilanz heißt das: 3,36 Prozent zusätzliches Angebot müssen allein aufgefangen werden, damit der Kurs überhaupt stehen bleibt. Die restlichen gut 57 Prozentpunkte des Jahresverlusts gehen auf die Nachfrageseite. Angebot erklärt also einen Teil der Bewegung, aber nicht den größeren.

Diese Marken begrenzen den Kurs nach oben und unten

Nach unten ist das Tagestief bei 0,078486 Dollar die nächste belegte Marke. Dieses Tief hat am Dienstag gehalten und liegt nur 0,5 Prozent unter dem aktuellen Kurs. Darunter verweist unsere Messung vom 14. Oktober auf das Februar-Tief, das damals als nächste Auffanglinie galt.

Nach oben steht zunächst das Tageshoch bei 0,079957 Dollar, also die runde Marke von 0,08 Dollar. Darüber liegt das Niveau von 0,0845 Dollar, auf dem Dogecoin am 14. Oktober notierte. Ein Rücklauf dorthin entspräche einem Plus von 7,1 Prozent.

Die enge Tagesspanne von 1,87 Prozent sagt dabei mehr über den Umsatz als über die Richtung. Bei 345,29 Millionen Dollar Tagesumsatz auf 12,34 Milliarden Dollar Marktwert wird rund 2,8 Prozent des Bestands am Tag bewegt. In einem so dünnen Buch verschieben einzelne größere Aufträge die Marken schneller als in einem liquiden Markt.

Unsere Einschätzung zur Lage bei Dogecoin

Aus Sicht der Redaktion ist der Jahresverlust von 60,6 Prozent das belastbarere Signal als die ruhige Tagesspanne. Dafür sprechen drei Zahlen: Dogecoin liegt über zwölf Monate hinter sechs von sieben verglichenen Werten, die Blockchain erzeugt ohne Halbierung jedes Jahr 3,36 Prozent zusätzliches Angebot, und der Rückgang hat sich in den vergangenen 14 Tagen auf das 2,46-Fache des Monatswerts verdichtet.

Dagegen spricht, dass der Markt die Nachrichtenlage bisher nicht in Panik umsetzt. Auf 24 Stunden steht nur ein Minus von 0,3 Prozent, der Coin hält Platz 12 nach Marktwert, und die großen Adressen haben zuletzt zugekauft statt verkauft. Wer daraus eine Wende ableitet, braucht allerdings eine Zahl, die heute niemand vorlegen kann.

Was sich dagegen heute entscheiden lässt, ist die Kalenderfrage. Diese Frage hängt an deinen eigenen Anschaffungsdaten, und sie hat für viele Depots einen größeren Betrag zur Folge als die nächsten fünf Prozent Kursbewegung. Ein Totalverlust bleibt bei jedem Kryptowert möglich.

Dogecoin und die Haltefrist: Der Jahrestag schlägt jede Kursmarke

  1. Anschaffungsdaten heraussuchen. Zieh für jede Wallet und jede Börse die Kaufdaten und Stückzahlen zusammen und markiere jede Position, deren Jahrestag in den nächsten Wochen fällt. Welche Anbieter das automatisch dokumentieren, steht im Vergleich der Krypto-Steuer-Tools.
  2. Handelsplatz und Kosten prüfen. Bei 2,8 Prozent Tagesumschlag fällt der Spread stärker ins Gewicht als die Ordergebühr. Welche Plätze in Deutschland reguliert handeln und was sie kosten, zeigt der Börsenvergleich.
  3. Rechtslage im Blick behalten. Die einjährige Frist gilt, eine Reform ist diskutiert und nicht beschlossen. Den Stand führen wir auf der Seite zur Krypto-Haltefrist nach.

(Stand: 20. Oktober 2026. Dieser Beitrag ist keine Anlageberatung. Kurse und Gebührenmodelle ändern sich; prüfe die Konditionen vor jedem Kauf beim Anbieter selbst.)

Häufige Fragen zu Dogecoin

Transparenzhinweis: Dieser Beitrag wurde unter Zuhilfenahme künstlicher Intelligenz erstellt und vor der Veröffentlichung redaktionell geprüft. Alle Zahlen und Angaben wurden gegen die im Text verlinkten Primärquellen abgeglichen. Das Beitragsbild wurde mit KI erzeugt.

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