Krypto-Haltefrist: Was nach dem Ende der Mitzeichnung für Petition 201716 am 15. September passiert
Stand 27.09.2026, Rückblick: Die Mitzeichnungsfrist der Bundestags-Petition 201716 zum Erhalt der einjährigen Haltefrist lief am 15. September 2026 ab. Der Beitrag erklärt, was an diesem Tag endete, wie es im Petitionsausschuss weitergeht und warum kein Anleger deshalb verkaufen muss.

Inhalt
Inhalt
Welche Themen sollen wir vertiefen?
Wähle aus, was dich aktuell beschäftigt. Deine Auswahl fließt direkt in unsere Themenplanung ein.
Crypto-News, die wirklich Mehrwert bringen.
Wöchentlich. 60 Sekunden Lesezeit. Sorgfältig kuratiert von unserer Redaktion: kein Hype, keine Werbe-Mails, kein Spam.
Die Mitzeichnungsfrist der Bundestags-Petition 201716 endet am 15. September 2026. Was an diesem Tag abläuft, ist die Möglichkeit, die Petition online zu unterschreiben. Mehr nicht. Es ist kein Steuerstichtag, kein Verkaufstermin und keine Frist, bis zu der du an deinen Beständen in Bitcoin oder anderen Kryptowerten irgendetwas ändern müsstest. Wer in den vergangenen Wochen Schlagzeilen über das Ende der Haltefrist gelesen hat, verwechselt leicht zwei völlig verschiedene Daten. Dieser Beitrag trennt sie.
Die Petition mit der Id-Nummer 201716 trägt den Titel „Erhalt der steuerlichen Haltefrist für private Veräußerungsgeschäfte mit Kryptowerten“ und stammt vom 30. Mai 2026. Die Eingabe fordert, dass die einjährige Haltefrist nach § 23 des Einkommensteuergesetzes bestehen bleibt und Kryptowerte weiterhin als „andere Wirtschaftsgüter“ eingeordnet werden. Beim Abruf der amtlichen Petitionsseite am 7. September 2026 stand der Zähler bei 43.361 Online-Mitzeichnungen, der Status auf „in der Mitzeichnung“, das Feld „Quorum erreicht“ auf „Ja“ und die Restlaufzeit auf acht Tagen. Im Diskussionsforum der Petition hingen zu diesem Zeitpunkt 107 Diskussionszweige.
Was am 15. September 2026 mit Petition 201716 wirklich endet
Eine Mitzeichnungsfrist ist der Zeitraum, in dem eine veröffentlichte Petition auf der Plattform des Petitionsausschusses elektronisch unterstützt und im Forum diskutiert werden kann. Läuft sie ab, passiert genau das, was die Richtlinie für die Behandlung von Öffentlichen Petitionen in Ziffer 10 beschreibt: Die Petition wird für weitere Mitzeichnungen und für die Abgabe von Diskussionsbeiträgen geschlossen, und danach erfolgt die Behandlung nach den allgemeinen Verfahrensgrundsätzen für Petitionen.
Für dich als Anleger heißt das dreierlei. Der Unterschriftenknopf verschwindet. Das Forum nimmt keine neuen Beiträge mehr an. Und das eigentliche parlamentarische Verfahren beginnt erst danach. An der Steuerlage ändert dieser Tag nichts, weil eine Petition kein Gesetz ist und auch keines auslöst.
Sechs Wochen Frist, und die Zeitachse endet um 01:00 UTC
Ziffer 8 derselben Richtlinie legt die Länge fest: Die Mitzeichnungsfrist beträgt sechs Wochen. Gezählt wird ab der Veröffentlichung der Petition, nicht ab dem Tag der Einreichung. Bei 201716 liegen zwischen Einreichung am 30. Mai und Fristende am 15. September dreieinhalb Monate, was viele Leser stutzen lässt. Die Erklärung steckt in den Eckwerten, die die Petitionsseite für ihre Verlaufskurve hinterlegt: Die Zeitachse des Mitzeichnungsverlaufs beginnt am 4. August 2026 um 01:00 UTC und endet am 15. September 2026 um 01:00 UTC. Das sind exakt 42 Tage, also genau die sechs Wochen aus der Richtlinie. Veröffentlicht wurde die Petition demnach Anfang August, die Monate davor lagen im Vorprüfverfahren.
Aus diesen Eckwerten folgt ein praktischer Hinweis, den in der deutschsprachigen Berichterstattung bisher niemand ausgeschrieben hat. 01:00 UTC entspricht im September 03:00 Uhr mitteleuropäischer Sommerzeit. Wer sich den 15. September als Termin notiert und dann abends unterschreiben will, könnte vor einer geschlossenen Tür stehen. Verlass dich deshalb nicht auf das genannte Enddatum, sondern zeichne spätestens am 14. September mit. Ein Tag Puffer kostet nichts und ist die einzige Absicherung gegen eine Frist, deren genaue Uhrzeit der Ausschuss nirgends im Klartext ausweist.
Quorum erreicht: Was 30.000 Mitzeichnungen im Petitionsverfahren auslösen
Das Quorum ist die Zahl an Unterstützungen, ab der eine öffentliche Petition eine zusätzliche Behandlungsstufe erreicht. Seit dem 1. Juli 2024 liegt sie bei 30.000 Mitzeichnungen; zuvor waren es 50.000. Im selben Zug hat der Petitionsausschuss die Mitzeichnungsfrist von vier auf sechs Wochen verlängert. Petition 201716 hat diese Schwelle mit 43.361 Unterstützungen um mehr als 44 Prozent überschritten, und zwar innerhalb der laufenden Frist. Genau darauf kommt es an.
Die Service-Seite des Petitionsausschusses formuliert die Rechtsfolge so: Hat eine Petition innerhalb der Mitzeichnungsfrist das Quorum von 30.000 Unterstützungen erreicht, wird die Petentin oder der Petent regelmäßig in öffentlicher Ausschusssitzung angehört. Der Verweis geht auf Ziffer 8.4.4 der Verfahrensgrundsätze. „Regelmäßig“ ist dabei ein Wort aus der Verwaltungssprache und bedeutet: im Normalfall, aber nicht zwingend. Die Richtlinie sagt in Ziffer 11 ausdrücklich, der Ausschuss entscheide im Laufe des parlamentarischen Prüfverfahrens, ob eine öffentliche Beratung oder eine Anhörung von Petenten durchgeführt werden soll.
Ein Termin für eine solche Sitzung war bei der Recherche für diesen Beitrag nicht auffindbar, und das ist normal: Er wird erst nach Abschluss der Mitzeichnung und der Vorbereitung im Ausschuss angesetzt. Wer irgendwo liest, die Anhörung sei bereits terminiert, sollte nach der Quelle fragen.

Wie es nach der Mitzeichnungsfrist weitergeht
Nach dem Fristende wandert 201716 in das reguläre Prüfverfahren des Petitionsausschusses. Der Ablauf ist in den Verfahrensgrundsätzen geregelt und läuft in mehreren Stufen: Der Ausschuss holt in aller Regel eine Stellungnahme des zuständigen Bundesministeriums ein, hier also des Bundesministeriums der Finanzen. Ein Berichterstatterpaar aus zwei Fraktionen bewertet den Vorgang. Der Ausschuss beschließt anschließend eine Beschlussempfehlung, also einen Vorschlag an das Plenum, wie mit der Bitte zu verfahren ist. Das Plenum des Bundestages beschließt darüber, und der Petent erhält einen begründeten Bescheid.
Ziffer 12 der Richtlinie hält fest, dass die Öffentlichkeit im Internet über das Ergebnis des Petitionsverfahrens unterrichtet wird. Abgeschlossene Petitionen erscheinen dafür in einer eigenen Rubrik der Plattform. Wann das bei 201716 so weit ist, lässt sich seriös nicht vorhersagen. Petitionsverfahren zu steuerpolitischen Grundsatzfragen ziehen sich häufig über Monate, weil die Ministeriumsstellungnahme abgewartet werden muss und der Ausschuss viele Vorgänge parallel führt.
Was die Zahl der Unterstützer im Verfahren bewirkt und was nicht
Der Bundestag beantwortet diese Frage in seinem eigenen Hilfetext bemerkenswert nüchtern: Die Anzahl der Unterstützungen wirke sich grundsätzlich nicht auf die parlamentarische Prüfung einer Petition aus. Das Petitionsrecht aus Artikel 17 des Grundgesetzes steht jeder einzelnen Person zu, und eine Eingabe ohne jede Mitzeichnung wird nach denselben Maßstäben geprüft wie eine mit 43.000. Was die hohe Zahl bewirkt, ist die öffentliche Anhörung und die politische Sichtbarkeit. Eine Bindungswirkung für den Gesetzgeber entsteht daraus nicht. Wer die Petition als Volksabstimmung über die Haltefrist liest, überschätzt das Instrument.
Muss ich Bitcoin vor dem 15. September verkaufen?
Nein. Es gibt derzeit keinen Stichtag, bis zu dem ein Privatanleger verkauft haben müsste, um die Steuerfreiheit nach einem Jahr Haltedauer zu sichern. Der 15. September ist eine Mitzeichnungsfrist im Petitionsverfahren und hat mit dem Einkommensteuerrecht keinerlei Berührungspunkt. Die Verwechslung liegt trotzdem nahe, weil beide Themen seit dem Sommer in denselben Schlagzeilen auftauchen und einige Überschriften vom „Steuer-Schock“ sprechen.
Ein zweiter Grund für den Irrtum: Ein Kabinettsbeschluss klingt endgültig. Er ist es nicht. Wie der Weg von der Ankündigung zum geltenden Recht tatsächlich verläuft, steht weiter unten in diesem Beitrag.
Die einjährige Haltefrist nach § 23 EStG: Was heute im Gesetz steht
Die Haltefrist ist der Zeitraum zwischen Anschaffung und Veräußerung eines Wirtschaftsguts, innerhalb dessen ein Gewinn steuerpflichtig ist. § 23 Absatz 1 Satz 1 Nummer 2 des Einkommensteuergesetzes erfasst „Veräußerungsgeschäfte bei anderen Wirtschaftsgütern, bei denen der Zeitraum zwischen Anschaffung und Veräußerung nicht mehr als ein Jahr beträgt“. Kryptowerte fallen nach der Verwaltungsauffassung und der Rechtsprechung unter diese „anderen Wirtschaftsgüter“. Wer länger als ein Jahr hält und dann verkauft, erzielt aus diesem Verkauf kein steuerpflichtiges privates Veräußerungsgeschäft.
Dieser Wortlaut steht am 7. September 2026 unverändert im Gesetzestext, wie ein Abruf der amtlichen Fassung bei gesetze-im-internet.de zeigt. Das ist der belastbarste Satz dieses ganzen Beitrags: Solange eine Änderung nicht als Gesetz verkündet ist, gilt der abgedruckte Text. Regierungsentwürfe, Eckpunktepapiere und Haushaltsbegleitunterlagen ändern daran nichts.
Die Freigrenze von 1.000 Euro und die FIFO-Regel
Zwei Details entscheiden in der Praxis oft mehr als die Frist selbst. Erstens die Freigrenze: Nach § 23 Absatz 3 Satz 5 EStG bleiben Gewinne steuerfrei, wenn der aus privaten Veräußerungsgeschäften erzielte Gesamtgewinn im Kalenderjahr weniger als 1.000 Euro betragen hat. Freigrenze heißt, dass bei 1.000 Euro und mehr der volle Betrag steuerpflichtig wird, nicht nur der übersteigende Teil. Ein Freibetrag würde anders funktionieren.
Zweitens die Zuordnung der verkauften Einheiten. Wenn du dieselbe Kryptowährung mehrfach zu unterschiedlichen Zeitpunkten gekauft hast, muss feststehen, welche Einheiten du verkaufst. In der Praxis wird dafür überwiegend nach dem Prinzip „First In, First Out“ gerechnet, kurz FIFO: Die zuerst angeschafften Einheiten gelten als zuerst veräußert. Für Fremdwährungsbeträge schreibt § 23 Absatz 1 Satz 1 Nummer 2 Satz 3 EStG diese Reihenfolge sogar ausdrücklich vor. Wer über mehrere Börsen und Wallets verteilt kauft, braucht dafür eine saubere Datengrundlage. Genau da setzen die gängigen Steuer- und Tracking-Werkzeuge an, die wir im Vergleich der Krypto-Börsen mit ihren Exportfunktionen ebenfalls behandeln.

Zehnjahresfrist bei Staking und Lending: Warum sie für Kryptowerte nicht greift
Im Gesetz steht eine Verlängerung, die viele Anleger beunruhigt. § 23 Absatz 1 Satz 1 Nummer 2 Satz 4 EStG bestimmt, dass sich der Zeitraum auf zehn Jahre erhöht, wenn aus der Nutzung des Wirtschaftsguts als Einkunftsquelle zumindest in einem Kalenderjahr Einkünfte erzielt werden. Übertragen auf Kryptowerte wäre das der Fall, sobald jemand Coins verleiht oder ins Staking gibt.
Genau diese Übertragung hat die Finanzverwaltung ausdrücklich verworfen. Im BMF-Schreiben zu Einzelfragen der ertragsteuerrechtlichen Behandlung von Kryptowerten vom 6. März 2025 heißt es, bei virtuellen Währungen komme die Verlängerung der Veräußerungsfrist nach § 23 Absatz 1 Satz 1 Nummer 2 Satz 4 EStG nicht zur Anwendung. Wer also stakt oder verleiht, verliert die Einjahresfrist für die eingesetzten Coins dadurch nicht. Die laufenden Erträge aus Staking und Lending sind davon unberührt und werden als sonstige Einkünfte erfasst; das ist eine andere Baustelle als die Haltefrist.
Was ein Kabinettsbeschluss ist und warum er noch kein Steuerrecht ist
Ein Kabinettsbeschluss ist die Einigung der Bundesregierung auf einen Gesetzentwurf, den sie in das parlamentarische Verfahren einbringen will. Danach folgen die erste Lesung im Bundestag, die Beratung in den Fachausschüssen, häufig eine Sachverständigenanhörung, zweite und dritte Lesung, der Durchgang im Bundesrat und am Ende die Ausfertigung und Verkündung im Bundesgesetzblatt. Erst mit der Verkündung und dem darin genannten Datum des Inkrafttretens wird aus dem Vorhaben geltendes Recht. Auf diesem Weg werden Entwürfe regelmäßig geändert, geteilt, vertagt oder fallen gelassen.
Für die Krypto-Haltefrist ist die Berichtslage zurzeit uneinheitlich, und das solltest du wissen, bevor du irgendeine Schlagzeile für bare Münze nimmst. Einige Häuser meldeten im Sommer die Abschaffung als beschlossene Sache, andere wiesen nach, dass sie im laufenden Steuergesetzgebungsverfahren gar nicht auftaucht. Unsere eigene Auswertung des Regierungsentwurfs zum Einkommensteuerreformgesetz 2027, veröffentlicht am 7. September 2026 unter dem Titel „Krypto-Haltefrist bleibt“, kam zu dem Ergebnis, dass Kryptowerte darin nicht geregelt sind. Diese Einordnung stammt von uns selbst und ersetzt keine unabhängige Bestätigung. Belastbar bleibt allein der Gesetzestext, und der trägt heute die Einjahresfrist.
Bestandsschutz für Altbestände: Die offene Frage, die auch die Petition nicht klärt
Bestandsschutz bedeutet im Steuerrecht, dass eine Neuregelung bereits vorhandene Anlagen verschont und erst für später angeschaffte gilt. Bei früheren Reformen dieser Art war das nicht selbstverständlich. Als der Gesetzgeber 2009 die Abgeltungsteuer einführte, blieben vor dem Stichtag erworbene Wertpapiere im Privatvermögen von der neuen Besteuerung der Kursgewinne ausgenommen. Ob eine Reform der Kryptobesteuerung ähnlich verfahren würde, ist offen; die Petition fordert den Erhalt der Regelung insgesamt und äußert sich zu einer Übergangslösung nicht.
Was daraus folgt, ist eine Haltung, keine Handlung: Wer seine Anschaffungsdaten sauber dokumentiert hat, kann auf jede denkbare Übergangsregelung reagieren. Wer sie nicht hat, steht auch bei der freundlichsten Variante im Nachteil, weil er die eigene Haltedauer nicht belegen kann. Steuerlich ist die Beweislast beim Steuerpflichtigen.
Anschaffungsdaten und Transaktionsverlauf dokumentieren
Diese Vorbereitung lohnt sich unabhängig davon, wie die Petition ausgeht und ob eine Reform kommt. Gebraucht werden je Zugang das Datum, die Uhrzeit, die Menge, der Kurs in Euro und die Gegenwährung, dazu die Gebühren und die Plattform. Bei Überträgen zwischen eigenen Wallets kommen die Transaktions-Identifikatoren hinzu, damit ein Übertrag nicht später als Verkauf missverstanden wird.
Praktisch heißt das: Exportiere den vollständigen Transaktionsverlauf bei jeder Börse, die du nutzt, und lege ihn außerhalb der Plattform ab. Börsen schalten Handelspaare ab, ändern Exportformate oder verschwinden ganz; die Historie ist dann im Zweifel weg. Besonders aufwendig wird das bei laufenden Sparplänen, weil dort jede einzelne Rate eine eigene Haltefrist startet und damit einen eigenen Datensatz erzeugt.
Petition 201716 mitzeichnen: Konto, Papierweg und Frist
Die Mitzeichnung läuft über ein kostenloses Benutzerkonto auf der Plattform des Petitionsausschusses. Wer kein Konto anlegen möchte, kann eine Petition auch per Post unterstützen; der Ausschuss verlangt dafür die genaue Bezeichnung der Petition mit Id-Nummer und Anliegen. Der Postweg muss ebenfalls innerhalb der Mitzeichnungsfrist ankommen, was ihn acht Tage vor Fristende zu einer knappen Angelegenheit macht.
Drei Punkte, die häufig übersehen werden: Eine Mitzeichnung ist keine anonyme Unterschrift, sondern verlangt eine Registrierung mit Namen und Adresse; veröffentlicht wird auf Wunsch nur ein standardisiertes Pseudonym und das Datum. Eine bereits abgegebene Mitzeichnung lässt sich zurücknehmen. Und die Beteiligung am Forum ist getrennt von der Mitzeichnung; ein Diskussionsbeitrag allein zählt nicht als Unterstützung.
Häufige Irrtümer rund um Haltefrist und Petition
„Nach dem 15. September ist die Haltefrist weg.“ Falsch. An diesem Tag endet die Mitzeichnung, sonst nichts. Die Einjahresfrist steht danach genauso im Gesetz wie davor.
„43.000 Unterschriften zwingen den Bundestag zu einer Entscheidung.“ Falsch. Die Unterschriften führen im Normalfall zu einer öffentlichen Anhörung des Petenten. Eine inhaltliche Bindung entsteht nicht, und der Bundestag hat seinen eigenen Hilfetext, der genau das sagt.
„Wenn ich staket habe, gilt für mich die Zehnjahresfrist.“ Falsch, jedenfalls nach der aktuellen Verwaltungsauffassung. Das BMF-Schreiben vom 6. März 2025 wendet die Verlängerung auf Kryptowerte nicht an.
„Unter 1.000 Euro Gewinn muss ich gar nichts angeben.“ Vorsicht. Die Freigrenze stellt den Gewinn steuerfrei, entbindet aber nicht automatisch von der Erklärungspflicht, und sie gilt für alle privaten Veräußerungsgeschäfte eines Jahres zusammen, nicht je Coin.
Diese Übersicht ersetzt keine Steuerberatung. Für die Behandlung eines konkreten Falls, insbesondere bei Auslandsdepots, gewerblichem Handel oder größeren Beträgen, gehört eine Steuerberaterin oder ein Steuerberater eingeschaltet.
Krypto-Haltefrist und Petition 201716: Was du daraus mitnimmst
- Trenne die beiden Daten. Der 15. September 2026 ist die Mitzeichnungsfrist der Petition, kein Steuerstichtag. Wenn du mitzeichnen willst, tu es spätestens am 14. September, weil die hinterlegte Zeitachse der Petitionsseite am 15. September bereits um 01:00 UTC endet. Was steuerlich heute wirklich gilt, ordnet unser Vergleich der Krypto-Steuer-Tools und Portfolio-Tracker entlang der konkreten Rechenschritte ein.
- Sichere deine Anschaffungsdaten, bevor du irgendetwas verkaufst. Zieh dir aus jeder genutzten Plattform den vollständigen Transaktionsverlauf und lege ihn extern ab. Welche Handelsplätze brauchbare Exporte und Steuerreports liefern, steht im Börsenvergleich.
- Entscheide über die Verwahrung getrennt von der Steuerfrage. Eine lange Haltedauer und eine Börse, die Handelspaare abschaltet, passen schlecht zusammen. Wer Jahre halten will, sollte die Optionen im Hardware-Wallet-Vergleich prüfen und die Anschaffungsbelege dabei trotzdem behalten.
Quellen: Die Zahlen und Zitate zum Verfahren stammen von der amtlichen Petitionsseite des Deutschen Bundestages zu Petition 201716 und aus der Richtlinie für die Behandlung von Öffentlichen Petitionen. Der Gesetzeswortlaut folgt der amtlichen Fassung von § 23 EStG bei gesetze-im-internet.de, die Aussage zur Zehnjahresfrist dem BMF-Schreiben zu Einzelfragen der ertragsteuerrechtlichen Behandlung von Kryptowerten vom 6. März 2025.
Worum in der Sache gestritten wird, steht im direkten Gegenüberstellung der beiden Besteuerungsmodelle: Was Paragraf 20 und Paragraf 23 für deine Steuerlast bedeuten.
(Stand: 7. September 2026. Dieser Beitrag ist keine Anlageberatung. Kurse und Gebührenmodelle ändern sich; prüfe die Konditionen vor jedem Kauf beim Anbieter selbst.)
Transparenzhinweis: Dieser Beitrag wurde unter Zuhilfenahme künstlicher Intelligenz erstellt und vor der Veröffentlichung redaktionell geprüft. Alle Zahlen und Angaben wurden gegen die im Text verlinkten Primärquellen abgeglichen. Das Beitragsbild wurde mit KI erzeugt.
Verwandte Artikel
- Bitcoin in Stablecoins tauschen: Warum daraus ein steuerpflichtiger Verkauf wird
- Krypto-Haltefrist 2027: Kabinett weiter ohne Beschluss, der 1. Januar wird knapp
- Tokenisiertes Silber: Worauf es beim MiCA-Stichtag am 30. Oktober ankommt
- Dogecoin: 60,6 Prozent Jahresverlust und nur noch Platz 12: So prüfst du den Jahrestag deines Kaufs
- Stablecoin-Zinsen: Was Anleger über das MiCA-Verbot und die 256-Euro-Grenze wissen müssen
Welche Themen sollen wir vertiefen?
Wähle aus, was dich aktuell beschäftigt. Deine Auswahl fließt direkt in unsere Themenplanung ein.
Crypto-News, die wirklich Mehrwert bringen.
Wöchentlich. 60 Sekunden Lesezeit. Sorgfältig kuratiert von unserer Redaktion: kein Hype, keine Werbe-Mails, kein Spam.
19. Oktober 2026 22:43

Krypto GmbH: 25,6 Prozent Steuer ab dem ersten Verkauf, privat null nach einem Jahr: Worauf es jetzt ankommt
Eine Krypto GmbH zahlt auf jeden Kursgewinn 25,6 bis 33,3 Prozent, ab dem ersten Tag. Privat bleibt derselbe Gewinn nach einem Jahr steuerfrei. Wir rechnen beide Wege durch und zeigen, wo die GmbH trotzdem gewinnt.
19. Oktober 2026 16:44

Verlustbescheinigung für Krypto-ETN: „muss bis zum 15. Dezember des laufenden Jahres der auszahlenden Stelle zugehen“
Wer Krypto-ETN im Depot einer deutschen Bank hält und dort im Minus steht, hat bis zum 15. Dezember Zeit, die Verlustbescheinigung zu beantragen. Danach bleibt der Verlust in genau diesem Depot liegen, auch wenn bei einer zweiten Bank Gewinne darauf warten.
17. Oktober 2026 21:01

Shiba Inu, zehn Tage vor dem fünften Jahrestag des Rekords: Worauf es bei der Haltefrist jetzt ankommt
Am 27. Oktober wird das Allzeithoch von Shiba Inu fünf Jahre alt, der Kurs steht 94,2 Prozent darunter. Für Halter in Deutschland hängt daran keine Kursfrage, sondern die Jahresfrist aus Paragraf 23 Einkommensteuergesetz.
17. Oktober 2026 16:46

Wrapped Bitcoin und die einjährige Haltefrist: Was du vor dem Tausch in WBTC tun kannst
Wer Bitcoin in WBTC umwandelt, löst nach einer Lesart ein privates Veräußerungsgeschäft aus und startet die Jahresfrist neu. Nach der anderen bleibt der Vorgang steuerneutral: Was das Gesetz sagt, was das BMF offenlässt und welche Nachweise in beiden Fällen zählen.
16. Oktober 2026 17:24

Krypto-Haltefrist für Bitcoin: „Diese bleibt in der Sache abzuwarten“, so das Finanzministerium
Das Bundeskabinett hat den Entwurf zur Abschaffung der einjährigen Krypto-Haltefrist am 14. Oktober 2026 nicht beschlossen; er steckt weiter in der Ressortabstimmung. Diese Übersicht hält fest, was heute gilt, welche Termine folgen und warum der Stichtag 31. Dezember 2026 bislang ohne Gesetzeskraft ist.
16. Oktober 2026 06:53

Bitcoin Kurs 81.963 Dollar, die ETF-Zuflüsse schrumpfen auf 5 Millionen: Was jetzt wichtig ist
Die US-Bitcoin-Fonds haben am Donnerstag netto 5,06 Millionen Dollar aufgenommen, einen Tag nach 261,5 Millionen Dollar Abfluss. Der Kurs steht am Freitagmorgen bei 81.963 Dollar und hängt seit Mitternacht in einer Spanne von 521 Dollar.
15. Oktober 2026 04:55

Krypto-Haltefrist: Der Kabinettstermin verstreicht ohne Beschluss, der Stichtag 31. Dezember bleibt
Das Bundeskabinett hat den für den 14. Oktober 2026 erwarteten Beschluss zur Abschaffung der einjährigen Krypto-Haltefrist nicht gefasst; der Entwurf steckt weiter in der Ressortabstimmung. Bis zu einer Neuregelung bleiben Gewinne nach einem Jahr Haltedauer steuerfrei, und der im Entwurf genannte Stichtag 31. Dezember 2026 trennt Altbestand von Neubestand.
14. Oktober 2026 14:59

Bitcoin Kurs 25 Prozent unter dem Stand von vor einem Jahr: Was du jetzt tun kannst
Vor einem Jahr kostete ein Bitcoin 99.310 Euro, heute sind es 74.239 Euro. Für den Jahrgang vom Oktober 2025 läuft damit die Spekulationsfrist ab, und das ändert die Rechnung hinter jedem Verkauf.
9. Oktober 2026 12:00

Bitcoin Steuer: Das Hoch von 126.080 Dollar ist ein Jahr her, worauf es bei Verlusten jetzt ankommt
Bitcoin notiert am Freitagvormittag bei 82.558 US-Dollar und damit 34,5 Prozent unter dem Allzeithoch, das gut ein Jahr zurückliegt. Wer damals gekauft hat, verliert mit dem Ablauf der Jahresfrist nicht nur die Aussicht auf eine schnelle Erholung, sondern auch den steuerlichen Wert seines Verlusts.
9. Oktober 2026 11:36

Krypto-Haltefrist: Bundestag lehnt Abschaffung mit 445 zu 132 Stimmen ab, gerettet ist sie damit nicht
Der Bundestag hat am 8. Oktober den Gesetzentwurf der Grünen zur Abschaffung der Krypto-Haltefrist namentlich abgelehnt, auch der Antrag der Linken fiel durch. Das Ergebnis je Fraktion, die offizielle Rede aus der Mediathek und warum die SPD in der Debatte den eigentlichen Hinweis für Anleger gab.
8. Oktober 2026 03:03

Krypto-Haltefrist: Ohne Kaufbeleg droht laut Steuerberater ein zehnfacher Steuerabzug
Die Frist für Stellungnahmen zum Krypto-Steuerentwurf ist am 6. Oktober abgelaufen, am 14. Oktober soll das Bundeskabinett ihn beschließen. Steuerberater, Banken und der Bitcoin Bundesverband haben ihre Einwände vorgelegt. Der schärfste betrifft alle, deren Kaufdaten der verkaufenden Plattform fehlen: Ein Steuerberater rechnet einen zehnfach zu hohen Abzug vor.
6. Oktober 2026 22:37

Krypto-Haltefrist am 12. Oktober im Petitionsausschuss: Was jetzt wichtig ist
Der Petitionsausschuss des Bundestages verhandelt die Krypto-Haltefrist am Montag, dem 12. Oktober 2026, ab 12 Uhr in öffentlicher Sitzung, mit Vertretern der Bundesregierung für Rückfragen. Zwei Tage später soll das Kabinett über den Referentenentwurf entscheiden, der die einjährige Frist für Käufe ab 2027 streicht.
6. Oktober 2026 05:24

Bitcoin gegen Gutschein tauschen: Was der Kauf mit Kryptowerten für deine Haltefrist bedeutet
Wer mit Bitcoin einen Gutschein bezahlt, verkauft steuerlich. Was als Veräußerungspreis gilt, wann die Haltefrist von zwölf Monaten greift und welche vier Nachweise das Finanzamt erwartet.
5. Oktober 2026 23:23

50 Euro im Monat in Bitcoin, 118 Raten seit 2017: Lohnt sich der Sparplan noch?
118 Monatsraten zu 50 Euro seit Januar 2017 ergeben 5.900 Euro Einzahlung und heute rund 54.500 Euro. Dieselbe Rate seit Januar 2024 liegt dagegen nur 14,5 Prozent im Plus, und seit Oktober 2025 schlägt der Sparplan den Einmalkauf um fast 39 Prozentpunkte.
3. Oktober 2026 10:39

Bitcoin investieren mit Sparplan oder Einmalbetrag: Das ändert der Steuerstichtag am 31. Dezember
Wer jetzt in Bitcoin investiert, wählt zwischen einem Einmalbetrag, einer monatlichen Rate und einem ETN im Depot. Der Referentenentwurf des Bundesfinanzministeriums will die einjährige Haltefrist nur noch für Bestände gelten lassen, die bis zum 31. Dezember 2026 gekauft wurden.
2. Oktober 2026 17:55

Bitcoin oder Ethereum im vierten Quartal 2026: die beiden größten Kryptowerte im Vergleich
Bitcoin ist knapp per Protokollregel, Ethereum nur so knapp wie seine Auslastung, und bei Zugang und Steuer in Deutschland trennen sich die Wege erneut. Dieser Vergleich stellt die nachprüfbaren Zahlen zu Angebot, Nutzung, Staking und Kaufweg nebeneinander, ohne eine Kursaussage zu treffen.
25. September 2026 23:35

Krypto-Haltefrist wackelt: Was du vor dem 31. Dezember prüfen musst
Ein CDU-Bundestagsabgeordneter stellt klar: Der Koalitionsvertrag garantiert den Fortbestand der einjährigen Haltefrist für Kryptowerte nicht. Was das für deine Anschaffungen vor dem geplanten Stichtag 31. Dezember 2026 bedeutet.
25. September 2026 22:40

Bitcoin privat verkaufen: Welche Steuer in Deutschland anfällt und welche Nachweise du brauchst
Beim direkten Verkauf an eine Privatperson gilt dieselbe Jahresfrist wie an der Börse, doch den Steuerreport gibt es nicht. Dieser Ratgeber zeigt dir die Rechnung, die Freigrenze von 1.000 Euro und die Nachweise, die das Finanzamt sehen will.
22. September 2026 14:23

Fast eine Milliarde Dollar in Bitcoin-ETFs: Was du bei ETN, Depot und Haltefrist prüfst
Die US-Spot-Bitcoin-ETFs haben am 21. September netto 999 Millionen Dollar eingesammelt, den dritten Zuflusstag in Folge. Deutsche Anleger kommen an diese Fonds nicht heran: Was ETN, Haltefrist und Kaufweg für dich bedeuten.
22. September 2026 09:18

Circle beleiht Bitcoin über cirBTC: Warum der Wrapper in Deutschland die Haltefrist kosten kann
Circle hat am 21. September 2026 Kredite gegen hinterlegte Bitcoin gestartet. Der Umweg über das Token cirBTC ist in Deutschland aber mit hoher Wahrscheinlichkeit ein Tausch, und der setzt deine einjährige Haltefrist zurück.
18. September 2026 10:38

Bitcoin und Wegzugsbesteuerung: Was beim Umzug ins Ausland gilt
Wer mit Bitcoin auswandert, rechnet mit einer Wegzugsteuer auf die stillen Reserven und findet im Gesetz nichts davon. Wo die echten Risiken liegen, entscheidet sich an vier Punkten: Wohnsitz, Haltefrist, Rechtsform deiner Anlage und der automatischen Meldung ab 2026.
17. September 2026 22:56

Bitcoin mit Verlust verkaufen und sofort zurückkaufen: Was das mit deiner Haltefrist macht
Deutschland kennt keine Wash-Sale-Regel: Der Verlust bleibt anerkannt, auch wenn du sofort zurückkaufst. Der Rückkauf startet aber für jede neue Einheit die Jahresfrist von vorn.
9. September 2026 15:11

Krypto Steuer und Bitcoin Steuer in Deutschland: Was 2026 gilt und was 2027 kommt
Kryptogewinne sind in Deutschland nach zwölf Monaten steuerfrei, davor gilt der persönliche Steuersatz von bis zu 45 Prozent. Was Steuern auslöst, wie die Haltefrist läuft, was Staking und Verluste kosten und wo die Reform für 2027 nach zwei Kabinettssitzungen ohne Beschluss steht.
9. September 2026 14:34

Bitcoin 29 Prozent unter Vorjahr: Welche Krypto-Verluste du vor Ablauf der Jahresfrist noch nutzen kannst
Neun von zehn großen Kryptowerten notieren heute tiefer als vor genau zwölf Monaten, Bitcoin allein 29,2 Prozent. Wir haben die Kursreihen selbst gemessen und zeigen, warum über den Steuerwert deines Verlusts allein das Kaufdatum entscheidet.
18. August 2026 18:24

Zwangsverkauf an der Krypto-Börse: Welcher Zeitpunkt für die Haltefrist zählt und was du dokumentieren musst
Bei Luno, Kraken und Valour laufen die Fristen ab, danach verwertet der Anbieter den Restbestand selbst. Steuerlich ist das eine Veräußerung, und maßgeblich ist der Zeitstempel der Börse.
Vielleicht auch interessant




