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Dogecoin: 13,82 Millionen neue DOGE an einem Tag, 0,05 Prozent Gebührenanteil: Wie das Netz seine Miner bezahlt

Das Dogecoin-Netz hat in den 24 Stunden bis Sonntagmittag 13,82 Millionen neue DOGE ausgeschüttet und dafür rund 581 Dollar an Nutzergebühren eingenommen. Damit stammen 0,05 Prozent des Minerlohns von den Nutzern und 99,95 Prozent aus einer Ausgabe, die bei Dogecoin nie halbiert wird.

Lange Reihen von Rechengestellen in einer nächtlichen Rechenhalle, in die Stirnplatte des vordersten Gestells ist das Dogecoin-Zeichen als Messingintarsie eingelassen
11 Min. Lesezeit
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Das Dogecoin-Netz hat in den 24 Stunden bis Sonntagmittag 13,82 Millionen neue DOGE an seine Miner ausgezahlt, zum Kurs vom Sonntagmittag rund 1,10 Millionen Dollar. Die Nutzer der Blockchain haben im selben Zeitraum rund 581 Dollar an Transaktionsgebühren überwiesen. Der Gebührenanteil am Minerlohn liegt damit bei 0,05 Prozent, die restlichen 99,95 Prozent kommen aus frisch ausgegebenen Coins. Wer Dogecoin hält, bezahlt die Sicherheit der Blockchain also nicht beim Überweisen, sondern über eine Ausgabe, die den eigenen Anteil am Umlauf jedes Jahr um gut drei Prozent verdünnt.

Nach den Netzdaten des Dienstes Blockchair fand das Netz in diesem Zeitraum 1.382 Blöcke, 58 weniger als die 1.440, die bei einer Zielzeit von einer Minute je Block nominal anfallen. Der jüngste Block trug die Höhe 6.420.206. DOGE notierte am Sonntagmittag bei 0,079357 Dollar oder 0,070631 Euro, nach rund 0,0804 Dollar am Samstagmittag. Auf Sicht einer Woche steht ein Minus von 6,96 Prozent, auf Sicht eines Jahres eines von 57,71 Prozent.

Blockprämie und Transaktionsgebühren: So setzt sich der Minerlohn zusammen

Miner verdienen in einem Proof-of-Work-Netz aus zwei Töpfen. Der erste Topf ist die Blockprämie: eine festgelegte Menge neuer Coins, die das Protokoll mit jedem gefundenen Block erzeugt und dem Finder zuschreibt. Der zweite Topf sind die Transaktionsgebühren, die Nutzer ihren Überweisungen beilegen, damit ein Miner sie in den nächsten Block aufnimmt. Die Summe aus beiden Töpfen ist das Sicherheitsbudget einer Blockchain. Dieses Budget entscheidet, wie viel Rechenleistung sich lohnt und wie teuer ein Angriff auf die Reihenfolge der Blöcke wäre.

Bei Dogecoin ist das Verhältnis extrem einseitig. 1.382 Blöcke mal 10.000 DOGE ergeben die 13,82 Millionen neuen Coins des Tages. Dagegen stehen 22.766 Transaktionen mit einer Durchschnittsgebühr von 0,0255 Dollar, zusammen also die genannten 581 Dollar. Auf ein Jahr gerechnet sind das rund 212.000 Dollar aus Gebühren gegenüber rund 417 Millionen Dollar aus der Ausgabe.

10.000 DOGE je Block: Dogecoin kennt keine Halbierung

Der entscheidende Unterschied zu Bitcoin steckt nicht in der Höhe der Prämie, sondern in ihrer Dauer. Bitcoin halbiert seine Blockprämie etwa alle vier Jahre, bis sie gegen null läuft. Dogecoin hat diesen Mechanismus 2014 abgelegt und die Prämie bei 10.000 DOGE je Block festgeschrieben, dauerhaft und ohne Enddatum. Das Projekt beschreibt diese Ausgabe auf seiner eigenen Projektseite als bewusste Entscheidung für ein Zahlungsmittel, das verlorene Coins ersetzt und die Gebühren niedrig hält.

Rechnerisch bedeutet die Festschreibung 1.440 Blöcke am Tag und damit 5,256 Milliarden neue DOGE im Jahr. Bei einem Umlauf von 156,37 Milliarden DOGE sind das 3,36 Prozent im Jahr. Weil das Netz in den gemessenen 24 Stunden etwas langsamer lief, kam es auf einen Jahreswert von 5,04 Milliarden und damit 3,23 Prozent. Die Spanne zwischen 3,23 und 3,36 Prozent ist der Takt, in dem neue Coins entstehen, unabhängig davon, ob der Kurs steigt oder fällt.

Warum die Blockzahl schwankt

Dogecoin passt seine Schwierigkeit nach jedem Block an, nicht erst nach zwei Wochen wie Bitcoin. Fällt Rechenleistung weg, braucht das Netz für kurze Zeit länger als eine Minute je Block, bis die Anpassung greift. Die Schwierigkeit lag am Sonntag bei 38.720.114, die Rechenleistung im Tagesmittel bei 2,68 Petahash je Sekunde. Daraus folgt die Lücke von 58 Blöcken: Es entstanden an diesem Tag rund 580.000 DOGE weniger als nominal vorgesehen.

Hochspannungsmast bei Nacht über einem Umspannwerk, Isolatoren im Scheinwerferlicht
Der Strom ist der größte Kostenblock der Miner, und bezahlt wird er bei Dogecoin fast vollständig aus neuen Coins.

Der Gebührenanteil im Netz: 0,05 Prozent bei Dogecoin, 0,489 Prozent bei Bitcoin

Der Vergleich mit Bitcoin ordnet die Zahl ein, und er fällt für Dogecoin nicht gut aus. Bitcoin kam in den 24 Stunden bis Sonntagmittag auf 141 Blöcke, 440,625 neue BTC im Wert von rund 36,17 Millionen Dollar und 678.525 Transaktionen mit einer Durchschnittsgebühr von 0,2618 Dollar. Das ergibt rund 177.700 Dollar an Gebühren und einen Gebührenanteil von 0,489 Prozent am Minerlohn. Der Anteil ist damit rund neunmal so hoch wie bei Dogecoin.

Beide Werte sind niedrig, und beide Netze leben derzeit von ihrer Ausgabe. Der Unterschied liegt in der Richtung. Bei Bitcoin sinkt die Prämie mit jeder Halbierung, der Gebührenanteil muss also zwangsläufig steigen oder das Budget schrumpft. Bei Dogecoin bleibt die Prämie, wo sie ist, und der Gebührenanteil kann klein bleiben, ohne dass das Netz etwas davon merkt. Für Anleger heißt das: Die niedrigen Gebühren von Dogecoin sind kein Zeichen von Effizienz, sondern eine Folge der dauerhaften Ausgabe.

Merge Mining mit Litecoin: Woher die 2,68 Petahash je Sekunde stammen

Ein Sicherheitsbudget, das zu 99,95 Prozent aus neuen Coins besteht, klingt wie ein akutes Problem. Dass es keines ist, liegt an einer Besonderheit, die viele Darstellungen übergehen: Dogecoin wird seit 2014 im Merge Mining mit Litecoin betrieben. Beide Netze nutzen das Rechenverfahren Scrypt, und ein Miner kann mit derselben Arbeit gleichzeitig an Litecoin-Blöcken und an Dogecoin-Blöcken arbeiten. Merge Mining heißt: Die Rechenleistung wird einmal erbracht und zweimal belohnt.

In Zahlen vom Sonntag: Litecoin kam im Tagesmittel auf 2,47 Petahash je Sekunde, Dogecoin auf 2,68. Litecoin schüttete am selben Tag Prämien im Wert von rund 219.000 Dollar aus, Dogecoin mit 1,10 Millionen Dollar das Fünffache. Die Sicherheit von Dogecoin entsteht damit zu einem großen Teil als Nebenprodukt einer anderen Blockchain, und Dogecoin ist dabei inzwischen der größere Zahler. Litecoin selbst liegt beim Gebührenanteil mit 0,213 Prozent zwischen Bitcoin und Dogecoin.

Was daran der Punkt für Halter ist

Die Rechenleistung hinter Dogecoin hängt an einer Kalkulation, die ein Miner über beide Netze zusammen aufmacht. Bricht der Preis eines der beiden Coins ein, wird die gemeinsame Arbeit unattraktiver, und das trifft beide. Das ist der zweite Blickwinkel neben dem Chart: Nicht nur die Nachfrage nach DOGE entscheidet über die Robustheit des Netzes, sondern auch, was Litecoin am Markt wert ist.

3,36 Prozent Verwässerung im Jahr: Der Anteil am Umlauf sinkt ohne Zutun

Für einen Halter ist die Ausgabe keine abstrakte Protokollzahl, sondern eine Rechengröße im eigenen Bestand. Ein Bestand von 10.000 DOGE entspricht am Sonntag 793,81 Dollar oder 706,31 Euro. Er macht 0,0000064 Prozent des Umlaufs aus. Kommen im Lauf eines Jahres 5,256 Milliarden DOGE hinzu und verändert sich am Bestand nichts, fällt dieser Anteil um 3,25 Prozent. Der Bestand bleibt gleich groß, der Kuchen wächst.

Diese Rechnung sagt nichts über den Kurs, sondern etwas über die Last, die der Kurs tragen muss: Damit ein Bestand in Euro gleich viel wert bleibt, muss die Nachfrage jedes Jahr um den Betrag zunehmen, den die neuen Coins ausmachen, bei den heutigen 417 Millionen Dollar im Jahr also um gut 1,1 Millionen Dollar am Tag. Bitcoin braucht dafür 0,80 Prozent im Jahr, Dogecoin das Vierfache.

Unsere Einschätzung: Die Ausgabe ist der am besten vorhersagbare Posten in der Dogecoin-Rechnung, und sie wird im Alltag am seltensten erwähnt. Belegt ist sie durch die Blockzahl von 1.382 am Sonntag, die festgeschriebenen 10.000 DOGE je Block und den Umlauf von 156,37 Milliarden; daraus folgen die 3,23 bis 3,36 Prozent. Dagegen spricht, dass eine feste Ausgabe für ein Zahlungsmittel durchaus sinnvoll sein kann, weil sie Gebühren niedrig und verlorene Coins ersetzbar hält. Eine Kaufempfehlung ist das in keine Richtung; es ist die Zahl, die in einem Halteplan über mehrere Jahre vorkommen sollte.

Aufgeschlagenes Kontobuch mit Ledereinband und ein Taschenrechner auf einem dunklen Küchentisch
Für den eigenen Anteil am Umlauf braucht es zwei Zahlen: den Bestand und die Jahresausgabe von 5,256 Milliarden DOGE.

Mediangebühr 0,0707 DOGE: Was eine Überweisung im Netz wirklich kostet

Die niedrige Gebührenseite hat für Halter eine praktische Kehrseite, die sich in Euro beziffern lässt. Die Mediangebühr einer Dogecoin-Überweisung lag am Sonntag bei 0,0707 DOGE, also bei etwa einem halben Cent. Der Mempool, die Warteschlange unbestätigter Überweisungen, enthielt 39 Transaktionen und 10.739 Byte; es gab also praktisch keinen Stau, der eine höhere Gebühr nötig gemacht hätte. On-Chain bewegten sich an diesem Tag 11,28 Milliarden DOGE, nach Kurs rund 895 Millionen Dollar, während an den Börsen 425 Millionen Dollar umgeschlagen wurden.

Was eine Börse für eine Auszahlung verlangt, hat mit diesem halben Cent nichts zu tun. Die Auszahlungsgebühr ist ein Preis des Anbieters, keine Netzgebühr, und sie liegt bei DOGE üblicherweise um ein Vielfaches darüber. Der Unterschied ist bei kleinen Beträgen der größere Kostenblock, deshalb lohnt der Blick in die Gebührenliste des eigenen Anbieters vor dem Abzug, und bei mehreren geplanten Auszahlungen das Zusammenlegen zu einer. Welche Anbieter in Deutschland wie abrechnen, steht im Überblick der besten Krypto-Börsen. Die Netzseite lässt sich jederzeit selbst nachsehen, etwa über die Gebühren- und Blockkurven bei BitInfoCharts.

Ein Jahr halten: Haltefrist, Verlustverrechnung und die Freigrenze

Für Anleger in Deutschland führt die Verwässerung zu einer Frage, die das Steuerrecht beantwortet. DOGE gilt als anderes Wirtschaftsgut im Sinne von Paragraf 23 des Einkommensteuergesetzes. Verkaufst du innerhalb eines Jahres nach dem Kauf, ist der Gewinn als privates Veräußerungsgeschäft steuerpflichtig, und zwar mit dem persönlichen Einkommensteuersatz. Nach Ablauf eines Jahres ist der Gewinn steuerfrei. Für das Jahr 2026 liegt die Freigrenze für alle privaten Veräußerungsgeschäfte zusammen bei 1.000 Euro; wird sie überschritten, ist der gesamte Gewinn steuerpflichtig, nicht nur der Teil darüber.

Praktisch heißt das bei einem Minus von 57,71 Prozent auf Jahressicht: Wer DOGE innerhalb der Jahresfrist mit Verlust verkauft, kann diesen Verlust mit Gewinnen aus anderen privaten Veräußerungsgeschäften desselben Jahres verrechnen, etwa aus anderen Coins oder aus Gold. Wer dagegen die Jahresfrist abwartet, verliert diese Verrechnungsmöglichkeit, weil ein Verlust nach Ablauf der Frist steuerlich genauso unbeachtlich ist wie ein Gewinn. Die Entscheidung über den Verkaufszeitpunkt ist damit auch eine steuerliche, und sie setzt voraus, dass die Anschaffungszeitpunkte der einzelnen Bestände dokumentiert sind.

Was sich seit dem letzten Dogecoin-Artikel geändert hat

Am Freitag ging es an dieser Stelle um die Abwicklung des Dogecoin-Fonds von Bitwise, der seine Halter am 22. Oktober in Bargeld auszahlt. Dieser Termin liegt jetzt vier Tage voraus und ist unverändert. Verändert hat sich der Kurs: von rund 0,0804 Dollar am Samstagmittag auf 0,079357 Dollar am Sonntagmittag, ein Minus von 1,23 Prozent. Das Tagestief lag bei 0,077662 Dollar, das Tageshoch bei 0,080484 Dollar. Zum Rekord vom 7. Mai 2021 bei 0,731578 Dollar fehlen damit 89,15 Prozent. Neu gegenüber Freitag ist die Zahl, um die es in diesem Artikel geht: Die Fondsabwicklung nimmt dem Netz rund 707.000 Dollar an Nachfrage, die Ausgabe neuer Coins stellt ihm an einem einzigen Tag 1,10 Millionen Dollar an neuem Angebot gegenüber.

Mitgezählt hat das Netz am Sonntag außerdem 8.483.425 Adressen mit Guthaben und 493 erreichbare Knoten. Bitcoin kam am selben Tag auf 216 erreichbare Knoten, bei einer Rechenleistung von 986,6 Exahash je Sekunde.

Dogecoin-Minerlohn: 0,05 Prozent zahlen die Nutzer, 99,95 die Ausgabe

Aus den Zahlen des Sonntags ergeben sich drei konkrete Schritte:

  1. Rechne den eigenen Anteil nach. Teile deinen DOGE-Bestand durch 156,37 Milliarden, dann durch 161,63 Milliarden. Die Differenz von 3,25 Prozent ist der Anteil, den ein Jahr Ausgabe kostet, ohne dass du etwas tust. Diese Zahl gehört neben den Kaufkurs, nicht an seine Stelle. Werkzeuge, die Bestand und Anschaffungsdatum zusammen führen, stehen im Überblick der Krypto-Steuer-Tools.
  2. Vergleiche die Auszahlungsgebühr deines Anbieters mit dem halben Cent, den das Netz verlangt. Liegt sie um ein Vielfaches darüber, legst du Auszahlungen zusammen, statt einzeln abzuziehen. Die Konditionen der in Deutschland verfügbaren Anbieter stehen im Vergleich der besten Krypto-Börsen.
  3. Lege den Anschaffungszeitpunkt jedes Bestands fest, bevor du über einen Verkauf entscheidest. Innerhalb der Jahresfrist ist ein Verlust verrechenbar und ein Gewinn steuerpflichtig, danach gilt beides nicht mehr. Verwahrst du die Coins selbst, bleibt die Dokumentation deine Aufgabe; die Geräte dafür stehen im Hardware-Wallet-Vergleich.

(Stand: 18. Oktober 2026. Dieser Beitrag ist keine Anlageberatung. Kurse und Gebührenmodelle ändern sich; prüfe die Konditionen vor jedem Kauf beim Anbieter selbst. Krypto-Anlagen können zum Totalverlust führen.)

Häufige Fragen zum Dogecoin-Minerlohn

Transparenzhinweis: Dieser Beitrag wurde unter Zuhilfenahme künstlicher Intelligenz erstellt und vor der Veröffentlichung redaktionell geprüft. Alle Zahlen und Angaben wurden gegen die im Text verlinkten Primärquellen abgeglichen. Das Beitragsbild wurde mit KI erzeugt.

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