Die in diesem Artikel bereitgestellten Informationen dienen ausschließlich zu Informationszwecken und stellen keine Finanzberatung dar. Investitionen in Kryptowährungen sind mit einem hohen Risiko verbunden. Führe immer deine eigene Recherche durch.

Dogecoin: 22.538 Überweisungen am Tag, knapp ein Siebtel gegen Litecoin

Einordnung: Das Dogecoin-Netz hat in 24 Stunden 1.379 Blöcke erzeugt und darin 22.538 Überweisungen bewegt, gut 16 je Block. Litecoin kam bei denselben Scrypt-Minern auf 253 je Block. Was das für die Gebühren und für den Umzug in die eigene Wallet heißt.

Eine weite Betonschleusenkammer bei Nacht mit nur knöcheltiefem Wasser, in der rechten Betonwand das Dogecoin-Zeichen als tiefe Gravur, ein Scheinwerfer von links
10 Min. Lesezeit
Teilen:

Belegt ist: Das Dogecoin-Netz hat zwischen Sonntag- und Montagmittag 1.379 Blöcke geschrieben und darin 22.538 Überweisungen abgewickelt, laut der Knotenstatistik von Blockchair, abgefragt am 26. Oktober gegen Mittag. Das sind 16,3 Überweisungen je Block. Litecoin, dessen Blöcke von denselben Rechnern erzeugt werden, kam im selben Zeitraum auf 253 je Block. Unsere Einschätzung dazu folgt weiter unten: Ein leeres Netz ist für Halter zuerst einmal eine gute Nachricht, weil es den Umzug in die eigene Verwahrung billig macht.

Dogecoin notierte am Montagmittag bei 0,0771 Dollar, 0,9 Prozent über dem Vortag und 21,0 Prozent unter dem Stand von vor 30 Tagen (CoinGecko, 26. Oktober). Der Kurs ist an diesem Tag die ruhigste Zahl von allen. Interessanter ist, was im Netz selbst passiert, denn dort entscheidet sich, was eine Überweisung kostet und wie lange sie braucht.

22.538 Überweisungen in 24 Stunden: So voll sind die Dogecoin-Blöcke wirklich

Ein Dogecoin-Block fasst ein Megabyte. Die Überweisungen, die gerade in der Warteschlange standen, waren im Schnitt rund 470 Byte groß (42 Einträge auf 19.699 Byte). Rechnet man das hoch, passen grob 2.000 Überweisungen in einen Block. Angekommen sind 16.

Diese Rechnung ist eine Schätzung aus zwei gemessenen Werten, keine Angabe des Netzes selbst. Die Größenordnung hält aber auch dann, wenn man großzügig rundet: Die Blöcke sind zu deutlich unter einem Prozent gefüllt. Dogecoin hat kein Kapazitätsproblem, sondern das Gegenteil davon.

Für die Technik heißt das zweierlei. Erstens gibt es keinen Gebührenwettbewerb, weil niemand um Platz konkurriert. Zweitens hängt die Sicherheit des Netzes damit fast vollständig an der Blockbelohnung und kaum an den Gebühren, die Nutzer zahlen.

1.379 statt 1.440 Blöcke: Das Netz liegt hinter seinem Minutentakt

Dogecoin zielt auf einen Block je Minute. An einem vollen Tag wären das 1.440 Stück. Gezählt wurden 1.379, also 61 weniger. Das sind 4,2 Prozent hinter dem Takt.

Das ist weniger dramatisch, als es klingt, und trotzdem nicht egal. Dogecoin passt seine Schwierigkeit seit 2014 nach jedem einzelnen Block an, nicht alle zwei Wochen wie Bitcoin. Dieses Verfahren heißt DigiShield und wurde eingeführt, nachdem das Netz zuvor regelmäßig von Minern geflutet und danach ausgetrocknet wurde. Mit einer Anpassung je Block kann ein Rückstand von 61 Blöcken nur entstehen, wenn die Rechenleistung über den Tag hinweg abgenommen hat.

Die Schwierigkeit lag bei der Abfrage bei 53.965.265. Der letzte Block war um 10:41 UTC geschrieben, also wenige Minuten vor der Messung. Das Netz läuft, es läuft nur etwas langsamer als sein eigener Fahrplan.

Merged Mining seit 2014: Warum dieselben Scrypt-Miner beide Blockchains sichern

Merged Mining, im Protokoll Auxiliary Proof of Work oder kurz AuxPoW, bedeutet: Ein Miner rechnet einmal und darf das Ergebnis bei zwei Blockchains einreichen, solange beide dasselbe Rechenverfahren nutzen. Dogecoin und Litecoin rechnen beide mit Scrypt und sind seit September 2014 auf diese Weise gekoppelt.

Der Vorteil für Dogecoin liegt auf der Hand. Es muss keine eigene Miner-Industrie unterhalten, sondern bekommt die Rechenleistung von Litecoin gewissermaßen als Beifang. Der Nachteil ist derselbe Satz von der anderen Seite gelesen: Zieht die Scrypt-Rechenleistung ab, verliert Dogecoin seinen Schutz mit, ohne selbst etwas falsch gemacht zu haben.

Genau deshalb ist der Litecoin-Wert in dieser Messung mehr als eine Fußnote. Beide Blockchains wurden in denselben 24 Stunden von denselben Rechnern bedient. Litecoin produzierte 604 Blöcke und darin 152.835 Überweisungen, Dogecoin 1.379 Blöcke mit 22.538. Dogecoin erzeugt also gut doppelt so viele Blöcke und bewegt darin weniger als ein Siebtel der Überweisungen.

Balkendiagramm mit zwei Werten: Litecoin 253,0 und Dogecoin 16,3 Überweisungen je Block in 24 Stunden
Dieselben Miner, sehr unterschiedliche Auslastung: Litecoin bewegt je Block das 15-Fache dessen, was bei Dogecoin ankommt.

Mediangebühr 0,0054 Dollar: Was eine Dogecoin-Überweisung heute kostet

Die mittlere Gebühr einer Dogecoin-Überweisung lag in diesen 24 Stunden bei 0,0054 Dollar, also gut einem halben Cent. Der Durchschnitt lag mit 0,0269 Dollar höher, weil einzelne große Transaktionen den Wert nach oben ziehen. Der Median ist für dich die ehrlichere Zahl, denn er beschreibt, was eine gewöhnliche Überweisung gekostet hat.

Zum Einordnen: Eine Ethereum-Überweisung kostet je nach Auslastung ein Vielfaches davon, und selbst Bitcoin liegt in ruhigen Phasen bei einigen Cent. Der halbe Cent bei Dogecoin ist kein Sonderangebot, sondern die Folge leerer Blöcke. Solange niemand um Platz bietet, bleibt die Mindestgebühr der Normalfall.

Mempool mit 42 Einträgen: Die Warteschlange ist praktisch leer

Der Mempool ist der Wartebereich eines Netzes. Dort liegen Überweisungen, die gesendet, aber noch in keinem Block bestätigt wurden. Bei der Abfrage standen dort 42 Einträge mit zusammen 19.699 Byte.

42 Einträge bei einer Blockkapazität von rund 2.000 heißt: Was du jetzt sendest, kommt in den nächsten Block. Bei einem Zielintervall von einer Minute bedeutet das in der Praxis eine Bestätigung binnen ein bis zwei Minuten, weitere Bestätigungen im Minutentakt danach. Die 486 erreichbaren Knoten verteilen die Überweisung dabei im Netz.

Zwei Hände halten eine markenlose Hardware-Wallet mit dunklem Display über einem Holztisch, daneben eine gestanzte Metallplatte ohne lesbare Wörter
Ein ruhiges Netz senkt die Kosten für den Umzug, nicht die Anforderungen an die Verwahrung.

Die Börsengebühr schlägt die Netzgebühr um ein Vielfaches

Hier liegt der Punkt, an dem die meisten Anleger Geld verlieren, ohne es zu merken. Die Netzgebühr von einem halben Cent zahlst du an die Miner. Was deine Börse für eine Auszahlung verlangt, ist davon völlig unabhängig und wird von ihr selbst festgesetzt.

Üblich sind im Markt feste Auszahlungsgebühren in DOGE, die sich zwischen Anbietern deutlich unterscheiden und sich nicht automatisch mitbewegen, wenn das Netz billiger wird. Eine feste Gebühr von wenigen DOGE entspricht bei einem Kurs von 0,0771 Dollar zwar nur Centbeträgen, liegt damit aber trotzdem um ein Vielfaches über dem, was das Netz selbst verlangt. Andere Anbieter rufen deutlich mehr auf.

Wer seine Coins verschiebt, vergleicht deshalb nicht die Netzlage, sondern die Konditionen seines Anbieters. Welche Börsen welche Auszahlungsgebühren ansetzen und wo Mindestbeträge greifen, zeigt unser Überblick über Krypto-Börsen.

So prüfst du die Auszahlungsgebühr deiner Börse

Der Weg ist bei fast allen Anbietern gleich. Du rufst im Konto den Punkt Auszahlung oder Withdraw auf, wählst DOGE und das Dogecoin-Netz aus und liest, bevor du einen Betrag eingibst, zwei Angaben ab: die feste Auszahlungsgebühr und den Mindestauszahlungsbetrag. Beide stehen dort in DOGE, nicht in Euro.

Rechne die Gebühr anschließend in Prozent deines Auszahlungsbetrags um. Bei kleinen Beträgen frisst eine feste Gebühr einen zweistelligen Prozentsatz, bei größeren fällt sie kaum ins Gewicht. Genau deshalb lohnt sich ein Umzug in einem Stück mehr als in fünf Tranchen.

Achte außerdem darauf, dass du wirklich das Dogecoin-Netz wählst. Manche Börsen bieten DOGE zusätzlich als Token auf anderen Blockchains an. Eine Auszahlung dorthin landet nicht in deiner Dogecoin-Wallet.

Haltefrist und Transfer: Ein Umzug in die eigene Wallet ist kein Verkauf

Für Anleger in Deutschland ist der steuerliche Teil die zweite wichtige Nachricht. Wenn du Coins von der Börse auf eine eigene Wallet überträgst, wechselt nicht der wirtschaftliche Eigentümer. Ein solcher Transfer ist deshalb kein Veräußerungsvorgang, und die Haltefrist deiner Bestände läuft weiter.

Was du dabei nicht verlieren darfst, ist der Nachweis. Anschaffungsdatum und Anschaffungskosten je Bestand musst du weiterhin belegen können, und nach einem Transfer liegen diese Daten nicht mehr automatisch bei deiner Börse. Exportiere deine Transaktionshistorie, bevor du abziehst, und hebe sie zusammen mit der Transaktionskennung des Transfers auf.

Wie der aktuelle Stand der Haltefrist in Deutschland aussieht und was politisch daran gerade bewegt wird, halten wir auf unserer Seite zur Krypto-Haltefrist nach. Steuerliche Einzelfragen gehören in die Hand einer Steuerberatung; dieser Text ersetzt sie nicht.

Wohin die Coins nach dem Abzug gehören

Eine eigene Wallet heißt, dass du den privaten Schlüssel hältst und niemand sonst. Bei einer Hardware-Wallet liegt dieser Schlüssel auf einem Gerät, das nie mit dem Internet spricht; die Unterschrift einer Überweisung entsteht auf dem Gerät selbst. Bei einer Software-Wallet liegt er auf deinem Rechner oder Telefon, was bequemer und angreifbarer ist.

Welches Gerät welche Coins unterstützt, wie die Wiederherstellung funktioniert und was die Modelle kosten, steht in unserem Hardware-Wallet-Überblick. Wichtiger als die Gerätewahl ist, dass du die Wiederherstellungswörter außerhalb des Geräts sicherst und den Empfang mit einem kleinen Betrag testest, bevor du den ganzen Bestand schickst. Bei einer Netzgebühr von einem halben Cent kostet dich dieser Testlauf praktisch nichts.

Einordnung der Redaktion: Ein leeres Netz ist kein Makel, aber auch kein Argument

Aus Sicht der Redaktion ist die niedrige Auslastung kein Alarmzeichen. Dogecoin war nie als Abwicklungsschicht für große Zahlungsmengen gebaut, und ein Netz, das seine Nutzer für Centbruchteile bedient, erfüllt genau das, wofür es gedacht war. Dafür sprechen die gemessenen Werte: Mediangebühr 0,0054 Dollar, Mempool mit 42 Einträgen, Bestätigung im Minutentakt.

Dagegen spricht, dass aus dieser Lage kein Kursargument folgt. Die 22.538 Überweisungen eines Tages tragen über die Gebühren nur Centbeträge zum Netz bei; der Betrieb hängt an der Blockbelohnung und damit an der Rechenleistung, die Litecoin anzieht. Wer Dogecoin hält, hält damit auch eine Wette auf die Scrypt-Miner, und diese Abhängigkeit zeigt keine Netzstatistik an einem ruhigen Montag. Der Kursrückgang von 21,0 Prozent in 30 Tagen hat mit der Auslastung der Blöcke nichts zu tun.

Was sich aus den Zahlen ableiten lässt, ist eine Frage der Kosten, nicht der Richtung: Wenn du ohnehin vorhattest, Bestände von der Börse zu holen, sind die Netzbedingungen dafür gerade günstig. Das ist eine Aussage über Gebühren und Wartezeit, keine über den Kurs.

Was seit dem Wochenende dazugekommen ist

Am 25. Oktober hatten wir über das Ende des Markenvertrags mit House of Doge berichtet, bei dem 400.000 Dollar offen stehen. Der Kurs bewegte sich seitdem in einer engen Spanne: Das Tagestief lag am Montag bei 0,0760 Dollar, das Tageshoch bei 0,0776, ein Abstand von 2,1 Prozent. Die Marke von 0,0750 Dollar, an der Dogecoin nach unserem Bericht vom 24. Oktober sein Tief seit 65 Tagen markiert hatte, ist seither nicht wieder getestet worden.

Neu ist der Blick ins Netz selbst. Während die Markenfrage eine Auseinandersetzung um Lizenzen ist, sagen Blockzahl, Mempool und Gebühr etwas über den Betrieb, und der lief über das Wochenende unauffällig weiter.

Dogecoin-Transfer: Die Netzgebühr ist nicht das Teure daran

Drei Schritte, wenn du die Lage nutzen willst:

  1. Lies im Konto deiner Börse die feste Auszahlungsgebühr und den Mindestbetrag für DOGE ab und rechne sie in Prozent deines Betrags um. Den Anbietervergleich dazu findest du unter Krypto-Börsen im Überblick.
  2. Exportiere vorher deine Transaktionshistorie mit Anschaffungsdaten, damit die Haltefrist nachweisbar bleibt.
  3. Teste die Empfangsadresse mit einem kleinen Betrag, bevor du den Bestand überträgst. Welches Gerät dafür zu dir passt, steht im Hardware-Wallet-Überblick.

Die Kurs- und Marktdaten dieses Artikels stammen von CoinGecko, die Netzwerkzahlen aus der Knotenstatistik von Blockchair.

(Stand: 26. Oktober 2026. Dieser Beitrag ist keine Anlageberatung. Kurse und Gebührenmodelle ändern sich; prüfe die Konditionen vor jedem Kauf beim Anbieter selbst.)

Häufige Fragen zu Dogecoin

Transparenzhinweis: Dieser Beitrag wurde unter Zuhilfenahme künstlicher Intelligenz erstellt und vor der Veröffentlichung redaktionell geprüft. Alle Zahlen und Angaben wurden gegen die im Text verlinkten Primärquellen abgeglichen. Das Beitragsbild wurde mit KI erzeugt.

Verwandte Artikel

Welche Themen sollen wir vertiefen?

Wähle aus, was dich aktuell beschäftigt. Deine Auswahl fließt direkt in unsere Themenplanung ein.

Crypto-News, die wirklich Mehrwert bringen.

Wöchentlich. 60 Sekunden Lesezeit. Sorgfältig kuratiert von unserer Redaktion: kein Hype, keine Werbe-Mails, kein Spam.

Abonnieren

Mehr zum Thema

Alle anzeigen

Vielleicht auch interessant