Upbit streicht Ravencoin am 12. Oktober: Was passiert jetzt mit deinem RVN?
Upbit schließt am 12. Oktober 2026 die drei Ravencoin-Märkte und streicht damit den Handelsplatz, der den größten Teil des RVN-Volumens trägt. Dieser Artikel ordnet den Termin ein, trennt belegte Fristen von kursierenden Angaben und zeigt die zwei Wege, die dir als Halter in Deutschland bleiben.

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Upbit beendet den Handel mit Ravencoin (RVN) am 12. Oktober 2026 um 15 Uhr koreanischer Zeit (KST), also um 8 Uhr morgens in Deutschland. Betroffen sind alle drei Orderbücher der Börse: RVN gegen den koreanischen Won, RVN gegen Bitcoin und RVN gegen den Dollar-Stablecoin USDT. Damit fällt für RVN der Handelsplatz weg, der bislang den größten Teil des weltweiten Tagesvolumens getragen hat. Die praktische Frage für dich lautet deshalb nicht, wohin der Kurs läuft, sondern wo du nach dem Stichtag überhaupt noch aussteigen kannst.
Dieser Text ordnet den Termin ein, nennt die Fristen, die belegt sind, und trennt sie von denen, die im Netz kursieren, ohne an einer erreichbaren Quelle zu stehen. Er zeigt außerdem, was du als Halter in Deutschland vor dem 12. Oktober tatsächlich entscheiden musst: Verkauf über eine Börse, die RVN weiterführt, oder Transfer in die eigene Verwahrung. Eine Kursaussage oder eine Empfehlung findest du hier nicht.
Upbit beendet den Handel mit Ravencoin am 12. Oktober
Upbit ist die größte Kryptobörse Südkoreas und wickelt den Handel überwiegend in koreanischen Won ab. Die Börse hatte das Ende der Handelsunterstützung für Ravencoin bereits am 10. September angekündigt. Zum genannten Zeitpunkt werden die drei RVN-Märkte geschlossen; offene Kauf- und Verkaufsorders in diesen Paaren werden laut der Ankündigung einheitlich storniert. Der Vorgang trägt im Börsenjargon den Namen Delisting: Die Börse stellt die Handelsunterstützung für ein Asset dauerhaft ein, der Token verschwindet aus den Orderbüchern.
In Upbits eigener Marktübersicht tragen die drei Ravencoin-Märkte jeweils den Warnhinweis, mit dem die Börse Projekte mit ungeklärten Risiken kennzeichnet. Ein Vergleichsmarkt wie das Won-Orderbuch für Bitcoin trägt diesen Hinweis nicht. Diese Kennzeichnung ist der sichtbare Teil des Verfahrens: Upbit hatte Ravencoin am 11. August als Projekt mit Handelswarnung eingestuft und nach einer Überprüfung entschieden, dass die Gründe für die Einstufung nicht ausgeräumt sind. Daraus folgte der Beschluss, die Handelsunterstützung nach der eigenen Richtlinie zu beenden.
Was ein Delisting für dein Guthaben bedeutet und was nicht
Ein Delisting löscht keine Coins. Deine RVN liegen weiter auf der Ravencoin-Blockchain, und die Börse führt sie bis auf Weiteres als Guthaben in deinem Konto. Was wegfällt, ist allein der Handel auf diesem Platz: Du kannst dort nach dem Stichtag weder kaufen noch verkaufen. Was in einem solchen Fall über die Auszahlung entscheidet, ist die zweite Frist, die eine Börse setzt, und genau sie ist hier der kritische Punkt.
KAWPOW-Konsensfehler und Checkpoint 4.487.775: die Vorgeschichte des Delistings
Der Grund für die Delisting-Welle liegt im August. Ravencoin nutzt das Mining-Verfahren KAWPOW, eine Variante von ProgPoW, bei der die Blockhöhe in den Kopfdaten eines Blocks die Berechnung der Arbeitsnachweise mitsteuert. In der Validierung wurde dieses Höhenfeld nie gegen die tatsächliche Position des Blocks in der Kette abgeglichen. Wer den Wert manipulierte, konnte eine verwundbare Node dazu bringen, einen mitgelieferten Hash zu akzeptieren, ohne die eigentliche Rechenarbeit geleistet zu haben.
Ausgenutzt wurde die Lücke ab dem 7. August 2026. Der erste bekannte ungültige Block wurde auf Höhe 4.487.776 angenommen. Am 10. August veröffentlichte der Mining-Pool 2Miners den Notfall-Patch in der Version 4.6.1.1-hf1. Er weist jeden Block zurück, dessen angegebene Höhe nicht zu seiner tatsächlichen Position passt, und setzt einen festen Checkpoint auf Block 4.487.775, den letzten Block vor dem ersten ungültigen. Zwei große Pools, 2Miners und RavenMiner, bauten von diesem Block aus eine alternative Kette und stellten dafür zusammen die Mehrheit der Rechenleistung. Die Einzelheiten dieses Rettungsmanövers hat 2Miners im eigenen Monatsbericht dokumentiert.
Für die Börsen war das ein doppeltes Problem. Zum einen mussten sie Ein- und Auszahlungen anhalten, weil Bestätigungen nach Block 4.487.775 als möglicherweise umkehrbar galten. Zum anderen standen sie vor der Frage, ob ein Netz, das nur mit Notfall-Patch und festem Checkpoint weiterläuft, die eigenen Listungskriterien noch erfüllt. Mehrere koreanische Börsen beantworteten diese Frage zunächst mit einem Handelsstopp und einer Warnliste, Upbit inzwischen mit dem Delisting. Für Halter heißt das: Über die Handelbarkeit von Kryptowährungen mit einem offenen Sicherheitsvorfall entscheidet die Risikobewertung der Börsen, nicht der Kursverlauf.

Upbit, Bithumb, Bitvavo: die Stationen der Delisting-Welle seit dem 7. August
Der Upbit-Termin ist nicht der erste Einschnitt für RVN-Halter, sondern der dritte Schritt einer Kette, die unmittelbar nach dem Konsensfehler begann. Für dich als deutschen Anleger war die zweite Station die wichtigste, weil sie eine Börse mit deutscher Kundschaft betraf.
- 7. bis 11. August: Der Angriff auf die Kette läuft, der Patch erscheint, koreanische Börsen setzen RVN auf die Warnliste. Upbit stuft Ravencoin am 11. August als Projekt mit Handelswarnung ein.
- 18. September: Bitvavo nimmt Ravencoin zusammen mit Kava und Nano (XNO) vom Handel. Wie dieser Schritt ablief, welche Fristen galten und warum der automatische EUR-Tausch am 28. September steuerlich ein Verkauf war, steht in unserem Artikel zum Bitvavo-Delisting von Kava, Nano und Ravencoin. Beide Fristen sind inzwischen abgelaufen.
- 12. Oktober: Upbit schließt die drei RVN-Märkte. Damit fällt die größte verbliebene Liquiditätsquelle weg.
Bithumb, die zweite große koreanische Börse, führt Ravencoin ebenfalls auf einer Delisting-Watchlist. Ein Datum für ein mögliches Delisting ist dort bislang nicht veröffentlicht, jedenfalls nicht auf einem Weg, der sich von außen nachlesen lässt. Wer bei Bithumb Bestände hält, sollte das Thema deshalb weiter beobachten, statt sich auf eine Frist zu verlassen, die nirgends steht.
Krypto-Börsen im VergleichUpbit trägt den größten Teil des RVN-Handelsvolumens: der Markt nach dem Stichtag
Wie viel Liquidität am 12. Oktober wegfällt, lässt sich beziffern. Wir haben am 2. Oktober die Handelsplätze ausgewertet, die für Ravencoin ein Orderbuch führen: Es waren 39 Börsen mit einem gemeinsamen Tagesvolumen von rund 9,4 Millionen Dollar. Davon entfielen etwa 57 Prozent auf Upbit allein. Danach folgen mit deutlichem Abstand CoinUp.io mit rund 18 Prozent und Binance mit gut 8 Prozent; Bithumb kam auf rund 2 Prozent. Alle übrigen Plätze lagen jeweils unter 3 Prozent.
Diese Verteilung erklärt, warum der Termin mehr ist als eine Randnotiz. Wenn ein Markt, der mehr als die Hälfte des Umsatzes stellt, aus dem Handel genommen wird, verteilt sich das Volumen nicht einfach gleichmäßig um. In aller Regel wandert ein Teil ab, ein Teil verschwindet, und die verbleibenden Orderbücher werden dünner. Was dünne Orderbücher für einen Verkauf kosten, steht weiter unten. Wer ohnehin über einen Wechsel des Handelsplatzes nachdenkt, findet in unserem Vergleich der besten Krypto-Börsen die Konditionen der gängigen Anbieter nebeneinander.
Was die Zahlen nicht sagen
Volumenanteile sind eine Momentaufnahme. Ein Anteil beschreibt, wo an einem Tag gehandelt wurde, nicht, wie tief die Orderbücher an einem anderen Tag sind. Für deine Entscheidung ist deshalb weniger der exakte Prozentwert wichtig als die Größenordnung: Ein einzelner Markt trägt den Handel, und dieser Markt schließt.
Offene Orders, Einzahlungen, Auszahlungen: was Upbit zum Ablauf angekündigt hat
Drei Dinge stehen in der Ankündigung, die über die reine Terminnennung hinausgehen. Erstens endet die Handelsunterstützung für alle drei Paare gleichzeitig, es gibt also keinen Markt, der länger offen bleibt. Zweitens werden offene Orders in diesen Paaren zum Stichtag storniert; eine Limit-Order, die du heute setzt und die bis dahin nicht ausgeführt wird, verfällt also, statt stehen zu bleiben. Drittens nennt Upbit als Begründung ausdrücklich die ungeklärte Sicherheitslage des Projekts und verweist auf die eigene Richtlinie zur Beendigung der Handelsunterstützung.
Den Termin selbst führt auch der Kalenderdienst CoinMarketCal, dessen Eintrag zum Ende der RVN-Marktunterstützung bei Upbit den 12. Oktober und die Uhrzeit nennt. Zwei voneinander unabhängige Meldewege kommen damit auf dasselbe Datum.
Die Auszahlungsfrist am 11. November ist eine Angabe aus Berichten, keine bestätigte Mitteilung
Hier liegt die Stelle, an der du vorsichtig sein solltest. Mehrere Branchenmedien geben die Ankündigung so wieder, dass die Auszahlung von RVN noch 30 Tage über das Handelsende hinaus möglich bleibt, womit der 11. November 2026 als Stichtag für den letzten Transfer genannt wird. Dieser Rhythmus entspricht dem, was die Börse in vergleichbaren Fällen angewandt hat. Was fehlt, ist die Bestätigung aus der Mitteilung der Börse selbst, denn deren Ankündigungsseiten sind von außen nicht zuverlässig erreichbar. Ältere Meldungen zum selben Vorgang hielten ausdrücklich fest, dass Einzelheiten zu betroffenen Paaren, Auszahlungsfristen und Gründen noch nicht veröffentlicht seien.
Für dich heißt das in der Praxis: Behandle den 11. November als Orientierung, nicht als zugesicherte Frist. Wer Bestände auf einer Börse liegen hat, deren Handelsunterstützung endet, hat keinen Grund, die Auszahlung bis an den Rand einer Frist zu schieben, die nur in Berichten steht. Das gilt unabhängig davon, ob am Ende der 11. November oder ein anderes Datum gilt.
Warnzeichen, die unabhängig vom Datum gelten
Fällt bei einer Börse die Handelsunterstützung für ein Asset weg, folgen erfahrungsgemäß weitere Einschränkungen: Einzahlungen werden zuerst geschlossen, danach die Auszahlungen, und am Ende steht in manchen Fällen ein automatischer Tausch des Restguthabens in die Hauptwährung der Börse. Genau so lief es bei Bitvavo mit dem EUR-Tausch Ende September. Ob Upbit einen solchen Schritt plant, ist nicht angekündigt.

Deutsche Anleger und RVN: welche Börsen mit MiCA-Zulassung den Token noch führen
Die Liquidität für Ravencoin liegt überwiegend auf Plätzen, die sich nicht an deutsche Privatkunden richten. Der Won-Markt bei Upbit setzt ein koreanisches Konto voraus, und mehrere der übrigen Handelsplätze aus der Auswertung sind in der EU nicht oder nur eingeschränkt verfügbar. Seit der EU-Verordnung über Märkte für Kryptowerte, kurz MiCA, braucht ein Anbieter für das Angebot an deutsche Kunden eine Zulassung als Kryptowerte-Dienstleister. Welche Pflichten damit verbunden sind und bis wann die Übergangsregeln laufen, haben wir in der Übersicht zu den MiCA-Lizenzpflichten für Krypto-Unternehmen zusammengestellt.
Praktisch heißt das: Bevor du dich auf einen Ausweichplatz verlässt, lohnt der Blick darauf, ob der Anbieter in der EU zugelassen ist und ob er RVN überhaupt noch im Angebot führt. Eine Übersicht der Anbieter mit europäischer Zulassung findest du in unserem Vergleich der regulierten Kryptobörsen. Ein Token, der bei mehreren großen Börsen auf der Delisting-Liste steht, kann bei weiteren Anbietern folgen; eine Garantie, dass ein heute verfügbarer Handelsplatz in sechs Monaten noch handelt, gibt es nicht.
Verkauf oder Transfer in die eigene Wallet: zwei Wege vor dem Stichtag
Für RVN-Bestände auf einer betroffenen Börse gibt es vor dem 12. Oktober genau zwei saubere Wege, und beide haben eigene Fallstricke.
Weg eins: Verkauf, solange ein Orderbuch offen ist
Der Verkauf beendet die Position und erzeugt einen Erlös in Euro, Won oder einem Stablecoin. Entscheidend ist der Zeitpunkt: Je näher am Stichtag, desto dünner das Orderbuch und desto schlechter in der Regel der erzielte Preis. Wer verkaufen will, hat zwischen heute und dem 12. Oktober Zeit und muss diesen Schritt nicht in die letzte Stunde legen. Steuerlich ist der Verkauf ein Vorgang mit Folgen, dazu gleich mehr.
Weg zwei: Abzug auf eine eigene Adresse
Der Transfer in die eigene Verwahrung hält die Coins, ohne sie an die Börse zu binden. Dafür brauchst du eine Wallet, die Ravencoin tatsächlich unterstützt: eine Adresse aus einer Bitcoin-Wallet oder eine ERC-20-Adresse funktioniert nicht, weil RVN eine eigene Blockchain hat. Prüfe die Adresse vor dem Transfer, schicke einen kleinen Testbetrag voraus und warte die Bestätigung ab, bevor der Rest folgt. Welche Geräte Ravencoin führen und worin die Modelle sich unterscheiden, zeigt unser Hardware-Wallet-Vergleich. Für die Gebühren gilt: Jede Börse erhebt eine eigene Auszahlungsgebühr, die bei kleinen Beständen den Transfer unwirtschaftlich machen kann.
Der dritte Weg ist keiner
Nichts zu tun und abzuwarten ist in dieser Lage die teuerste Variante. Läuft eine Auszahlungsfrist ab, bevor du reagierst, hängt das Guthaben am Kundendienst der Börse, und bei einem Token ohne Handelsunterstützung ist das ein langwieriger Weg. Beim Bitvavo-Delisting endete die Kette in einem automatischen Tausch in Euro, zu dem Kurs, der an jenem Tag galt.
Steuer in Deutschland: der Zwangstausch gilt steuerlich als Verkauf
Für private Anleger in Deutschland fallen Gewinne aus Kryptowerten unter die privaten Veräußerungsgeschäfte nach Paragraf 23 Einkommensteuergesetz. Zwei Punkte sind in dieser Lage entscheidend. Erstens: Liegen zwischen Kauf und Verkauf mehr als zwölf Monate, ist der Gewinn steuerfrei. Zweitens: Innerhalb der Jahresfrist bleibt der Gesamtgewinn aus allen privaten Veräußerungsgeschäften eines Jahres bis 999,99 Euro steuerfrei; wird die Grenze von 1.000 Euro erreicht, ist der komplette Betrag steuerpflichtig.
Der entscheidende Punkt beim Delisting: Auch ein Zwangstausch, den die Börse vornimmt, ist steuerlich eine Veräußerung. Du löst sie nicht selbst aus, sie zählt aber genauso. Wer Bestände hält, die kurz vor dem Ablauf der Jahresfrist stehen, hat deshalb ein eigenes Interesse daran, den Termin selbst zu wählen, statt ihn der Börse zu überlassen. Ein reiner Transfer auf eine eigene Adresse ist dagegen kein steuerpflichtiger Vorgang, weil der Eigentümer derselbe bleibt; dokumentiere ihn trotzdem, weil die Anschaffungsdaten für die spätere Veräußerung gebraucht werden. Werkzeuge, die solche Vorgänge über mehrere Börsen hinweg zusammenführen, findest du in unserer Übersicht zu Krypto-Steuer-Tools und Portfolio-Trackern.
Verluste aus einem Zwangstausch
Nicht jeder Delisting-Verkauf endet im Gewinn. Fällt der Erlös unter den Anschaffungspreis, entsteht ein Verlust aus einem privaten Veräußerungsgeschäft. Solche Verluste lassen sich nur mit Gewinnen aus privaten Veräußerungsgeschäften verrechnen, nicht mit Arbeitslohn, Zinsen oder Dividenden. Verbleibt am Jahresende ein Rest, trägt das Finanzamt ihn auf Antrag vor und verrechnet ihn mit Gewinnen späterer Jahre. Dafür muss der Vorgang allerdings in der Steuererklärung auftauchen, auch wenn unter dem Strich nichts zu versteuern ist.
Was in die eigenen Unterlagen gehört
Halte für jeden Vorgang Datum, Menge, Kurs und Gegenwert in Euro fest, dazu die Börse und die Transaktionsnummer. Bei einem automatischen Tausch durch die Börse zählt der Zeitpunkt, zu dem die Börse ihn ausführt, nicht der Tag, an dem du davon erfährst. Diese Angaben später aus einem Konto zu rekonstruieren, das ein Asset nicht mehr führt, ist mühsam.
Spread und Liquidität bei dünnem Orderbuch: das Risiko beim Verkauf unter Zeitdruck
Wenn der größte Markt schließt, verteilt sich der Handel auf kleinere Plätze mit weniger Tiefe. Zwei Effekte treffen dich dabei unmittelbar. Der Spread, also der Abstand zwischen dem besten Kauf- und dem besten Verkaufsangebot, weitet sich. Und eine Order, die größer ist als die erste Ebene des Orderbuchs, wird in mehreren Stufen zu schlechteren Kursen ausgeführt; dieser Effekt heißt Slippage.
Praktisch bedeutet das: Eine Verkaufsorder ohne Preisgrenze kann bei dünnem Buch deutlich unter dem angezeigten Kurs ausgeführt werden. Eine Limit-Order schützt vor diesem Effekt, läuft dafür aber Gefahr, gar nicht ausgeführt zu werden, und wird bei Upbit zum Stichtag ohnehin storniert. Wer größere Bestände hält, verteilt den Verkauf deshalb besser über mehrere Tage, als alles in eine Order zu legen.
Ein zweiter Punkt betrifft den Kurs selbst: Delisting-Ankündigungen bewegen Kurse oft schon vor dem Termin. Eine belastbare Aussage darüber, wohin RVN läuft, lässt sich daraus nicht ableiten, und wir machen sie hier auch nicht. Was sich sagen lässt, ist allein, dass die Handelsmöglichkeiten mit jedem Schritt dieser Welle weniger werden.
Ravencoin Delisting: So gehst du jetzt vor
Drei Schritte, die sich vor dem 12. Oktober abarbeiten lassen:
- Bestandsaufnahme auf allen Konten. Schau nach, auf welchen Börsen du RVN liegen hast und ob der Handel dort noch offen ist. Steht dein Guthaben auf einer Börse, die den Token streicht, entscheide jetzt zwischen Verkauf und Abzug. Welche Anbieter welche Token führen und was der Handel kostet, zeigt der Vergleich der besten Krypto-Börsen.
- Verwahrung klären, bevor du überweist. Wenn du die Coins behalten willst, richte zuerst eine Wallet ein, die Ravencoin unterstützt, und schicke einen Testbetrag voraus. Eine Übersicht der gängigen Programme findest du im Software-Wallet-Vergleich.
- Steuerlage festhalten. Notiere Anschaffungsdatum und Anschaffungskurs deiner RVN, bevor ein Verkauf oder ein Zwangstausch stattfindet, und gleiche ab, ob die Jahresfrist bereits abgelaufen ist. Dabei helfen die Werkzeuge aus unserer Übersicht zu Krypto-Steuer-Tools und Portfolio-Trackern.
(Stand: 2. Oktober 2026. Dieser Beitrag ist keine Anlageberatung. Kurse und Gebührenmodelle ändern sich; prüfe die Konditionen vor jedem Kauf beim Anbieter selbst.)
Häufige Fragen zu Ravencoin (RVN)
Transparenzhinweis: Dieser Beitrag wurde unter Zuhilfenahme künstlicher Intelligenz erstellt und vor der Veröffentlichung redaktionell geprüft. Alle Zahlen und Angaben wurden gegen die im Text verlinkten Primärquellen abgeglichen. Das Beitragsbild wurde mit KI erzeugt.
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